1. Sonstiges

23. Juni 2011

23. Juni – jetzt sind es noch genau 4 Mo­nate bis zu den Na­tio­nal­rats­wah­l​en…

 

Und genau heute vor 37 Jahren, am 23. Juni 1974, sprach sich die Mehrheit der jurassischen Bevölkerung für einen eigenen Kanton Jura aus. Vier Jahre später, am 24. September 1978, nahmen die Schweizer Stimmberechtigten den Jura als 26. Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf. Seither findet im Kanton Jura immer am 23. Juni das Fest der Unabhängigkeit statt.
Während meiner Zeit im Berner Grossen Rat (1990-1995) sass ich mit den drei Vertretern des Parti socialiste autonome (PSA) in derselben Fraktion. Die Diskussionen mit ihnen haben mir gezeigt, wie wichtig die Forderung der Selbstbestimmung des jurassischen Volkes ist. Von meinen grünen Ideen konnte ich meine Kollegen der PSA allerdings nicht immer überzeugen… Besonderen Eindruck machte mir mein Kollege Roger Siegrist aus Corgémont. Er war Mechaniker und der einzige Arbeiter im Grossen Rat. Die Zeit, die er für sein Grossratsmandat aufwendete, musste er in seinem Betrieb vor- oder nacharbeiten. Sein politisches Engagement habe ich immer sehr bewundert.

Ebenfalls heute tagt in Zürich das Nuklearforum Schweiz. Die AKW-Lobbyorganisation​ – früher «Schweizerische Vereinigung für Atomenergie» – will «die Akzeptanz für die Atomenergie in der Bevölkerung erhöhen». Nach dem klaren Entscheid des Nationalrates für den Ausstieg aus der Atomenergie dürfte dies der Atomlobby aber immer schwieriger fallen. 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind für einen AKW-Ausstieg. Genau wie die Italienerinnen und Italiener: sie schickten Silvio Berlusconis AKW-Pläne an der Urne mit 95 Prozent wuchtig bachab!

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Comments to: 23. Juni 2011
  • Juni 23, 2011

    Sehr geehrte Frau Teuscher,

    Was möchten Sie uns denn mit diesem, Ihrem Beitrag mitteilen?

    In unserer Energiepolitik bleibt vieles schrecklich unausgegoren.

    Sind​ wir uns eigentlich bewusst, dass es einen Atomausstieg nicht umsonst geben wird, da müssen wir alle ran?

    Eine radikale Wende in der Atompolitik – die zweifelsohne auch Zukunftschancen öffnet – ähnelt einer Operation am offenen Herzen unserer Volkswirtschaft. Verwicklungen, Schieflagen, Ungewissheiten gepaart mit Nebenwirkungen sind keinesfalls auszuschliessen. Es geht nicht nur darum, kurz – wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen – ein paar Kernkraftwerke abzuschalten. Uns Bürgern und Wählern muss erklärt werden, woher der Strom denn fliessen soll, der unsere Gesellschaft am Leben erhält und wie er sicher und verlässlich erzeugt werden kann. Ohne Tausende Kilometer neuer Leitungen und Ersatzkraftwerke in Europa laufen wir Gefahr, dass die angestrebte Energiewende in einen fatalen Stromausfall mündet.

    Die Grünen sind gefordert.

    Für künftige Historiker wird es eine lohnende und spannende Aufgabe sein, herauszufinden, was in den Tagen nach dem 11. März 2011 – dem Tag, an dem Japan von einem Tsunami geschlagen wurde und das Wort Fukushima um die Welt ging – in der Herzkammer der Schweizer Politik geschehen ist, was da alles ins Rutschen und Fallen kam. Ich glaube, heute kann man schon feststellen, dass es – entgegen aller Beteuerungen – wenig mit Vernunft, Nachhaltigkeit und geordnetem Verfahren zu tun gehabt hat. Dafür aber viel mit Stimmung, Hektik, nicht ökologischer, sondern parteipolitischer Konkurrenzangst.

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  • Juni 23, 2011

    Ich verstehe nun wirklich nicht, was die Gründung des Kantons Jura mit der derzeitigen AKW-Debatte zu tun hat? Völlig überflüssig dieser Thread, da Frau Teuscher erst vor einigen Tagen einen Beitrag zur AKW-Problematik verfasst hat. Dort habe ich dann meine Meinung dazu kundgetan.

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  • Juni 24, 2011

    Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn es dann plötzlich dunkel wird, haben wir alle, (auch die hell- und dunkelgrünen) viel zeit um Nachzudenken…

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    • Juli 20, 2011

      Herr Villiger, wenn das Restrisiko zuschlägt, was haben wir dann? Trifft es dann die hell- und dunkelgrünen nicht? Nur die Atom-Blinden? Nehmen Sie sich lieber jetzt Zeit zum Nachdenken!

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    • Juli 21, 2011

      Mein lieber Herr Barner, ohne Risiko ist gar nichts zu haben! Das Leben ist nun einmal lebensgefährlich!
      Da​s Risiko bei einem Verkehrsunfall das Leben zu verlieren ist wesentlich grösser als das von Ihnen erwähnte Restrisiko. Ich bin sicher, auch Sie begeben sich praktisch täglich auf die Strasse und setzen sich diesen Gefahren aus!
      Natürlich muss alles menschenmögliche getan werden um diese, von Ihnen angesprochenen Risiken zu minimieren und um sie möglichst rasch durch Alternativen zu ersetzen! Echte, gute Alternativen, also…. NACHDENKEN! 🙂

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    • Juli 22, 2011

      Blöder Spruch. Denn Sie riskieren nicht nur ihr Leben, sondern überaus grosszügig das Leben Tausender! Und nicht nur jetzt, sondern über die nächten 450 000 Jahre, ohne die kommenden Generationen zu fragen, ob sie unser Risiko mittragen wollen! Wie klein ist da doch das Risiko auf unseren Strassen. Aber das hat auch mit Ethik zu tun und es ist klar, bei Atomkraft hört Ethik auf! Das hat da keinen Platz! Die Macht und der Maximal-Gewinn sind zu hoch! Verantwortung für 450 000 Jahre, wer kann die schon ehrlich übernehmen? Wie klein ist da doch die Gefahr, einmal zu wenig Strom zu haben oder noch ein wenig einsparen zu müssen.

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