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Abtreibungsfinanzieru​ng ist Privatsache!

Ein überparteiliches Ko­mi­tee von CVP, SVP, EDU, EVP, FDP und drei par­tei­lo­sen Mit­glie­dern, lan­cierte eine Volks­i­ni­tia­tive unter dem Ti­tel: „Abtreibungsfinanzier​ung ist Pri­vat­sa­che – Ent­las­tung der Kran­ken­ver­si­che­r​ung durch Strei­chung der Kos­ten des Schwan­ger­schafts­ab​­bruchs aus der ob­li­ga­to­ri­schen Grundversicherung“.

 

Warum diese Initiative? Fast jedes Mitglied des Komitees hat eigene, persönliche Gründe, warum es sich dafür engagiert. Einige unterstützen die Initiative aus Spargründen: Die Gesundheitskosten steigen ungebremst in die Höhe und Lösungen, welche eine Entlastung bringen könnten, haben leider beim Wähler keine Chance.

 

Andere Unterstützer der Initiative sagen dass es nicht richtig ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Kosten mittragen müssen, obwohl sie doch grundsätzlich gegen Abtreibungen sind. Für sie geht die Solidarität zu weit, da es sich dabei ja um keine Krankheit handelt! Die Initiative unterstützt auch Bestrebungen, dass die obligatorische Krankenversicherung primär  Krankheiten heilen und Leben retten soll, anstatt Leben zu vernichten!

 

Es ist denkbar, dass es dank dieser Initiative – bei einer Annahme – auch zu einer Senkung von Schwangerschaftsabbrü​chen in der Schweiz kommen könnte. So diente sie auch dem Schutz des ungeborenen Lebens.

 

Doch wie gehen Ärztinnen und Ärzte damit um, wenn sie in ihrem Alltag mit Schwangerschaftsabbrü​chen konfrontiert werden? Für mich als Ärztin stellt sich die wichtige Frage, inwieweit wir als Medizinalpersonen wirklich freiwillig und ohne Druck selbst entscheiden können, Schwangerschaftsabbrü​che durchzuführen oder abzulehnen. Dazu fehlen meines Wissens jegliche Informationen in der Schweiz, da es sich noch immer um ein Tabu-Thema handelt. Ich habe aber Ärzte aus Deutschland und Österreich getroffen welche sich entschlossen, diese Diskussion öffentlich zu führen. Einige von uns leisteten noch – so wie ich selbst – den Eid des HIPPOKRATES, in welchem u. a. steht:

„… auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben“.

 

Die Initiative hat in der Schweiz bereits eine Aufgabe erfüllt: Eine breite Diskussion zu diesem heiklen und emotionsgeladenen Thema findet statt und ich danke Ihnen heute schon für Ihre Unterstützung.

 

Ve​röffentlicht in der „Schweizerischen Ärztezeitung“

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Comments to: Abtreibungsfinanzieru​ng ist Privatsache!
  • Juli 28, 2013

    Habe mir dieser Tag die Zeit genommen um mit Frauen mitunter Schwangeren das Gespräch zu suchen. Einstimmiger Tenor. Schwangerschaft darf nicht zur Krankheit vermarktet werden und ist Privatsache.

    Diese​s Thema ist lediglich ein weiter Versuch “etwas zu verstaatlichen” und die Bürger/Innen zu entmündigen. Im weiteren fördert diese Thematik die Taktik der in Mode geratenen Uneigenverantwortlich​keit und ist nichts als ein neues kostentreibendes Mittel im derzeit bereits mehr als übertriebenen Gesundheitsunwesen.

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  • Juli 28, 2013

    Es stört mich ganz gewaltig, dass bei diesem Thema ausschliesslich wirtschaftliche Fragen angesprochen und ethische ausgeklammert werden. Der Mensch besteht ja nicht nur aus einem physischen Körper, sondern er hat auch eine Seele. Wann zieht die Seele in den Embryo ein: bei der Geburt? bei der Konzeption? oder irgendwann dazwischen? Wann ist ein Mensch also ein vollwertiger Mensch? Ab diesem Zeitpunkt wäre eine Abtreibung Mord. Aber wann ist dieser Zeitpunkt? Und woher kommt die Seele? Wird sie bei der Konzeption neu gezeugt oder hat sie vielleicht schon vorher bestanden?
    Diese Fragen sollten vorgängig geklärt werden, bevor man über die Finanzierung streitet. Denn die wenigen Abtreibungen werden die KK-Prämien kaum erhöhen, bzw. senken, wenn man sie nicht bezahlt.

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    • Juli 19, 2021

      Gute Argumente Herr Selk! Doch schwierige Diskussionen sollten uns nicht davon abhalten, sie zu tun. Leider sind die Landeskirchen gar nicht hilfreich. Abreibungen als Sünde zu deklarieren und sie zu verbieten, kann keine Lösung sein.

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    • Juli 19, 2021

      Wahrscheinlich ist eine Plattform wie Vimentis nicht geeignet, um diese Fragen zu bearbeiten. Wie ich schon Herrn Selk schrieb, sind unsere Landeskirchen leider auch nicht gerade hilfreich.

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    • Juli 19, 2021

      Wer daran glaubt, Frau Votava, in dieselbe Welt hinein wiedergeboren zu werden, der geht vielleicht davon aus, dass sich die Seele einfach irgendwie einen Körper schnappt, um ein nächstes Leben in ihm zu hausen.

      Für ihn ist es unbedenklich, ein ungeborenes Kind abzutreiben, denn er sieht in der Schwangerschaft nur das Wachsen eines seelenlosen Körpers welcher nach der Geburt von einer Seele bewohnt werden kann. Aber für die Seele könnte es ebenso gut ein anderer Körper sein, falls dieser abgetrieben wird.

      Aus christlicher Sicht ist aber doch die Zeugung Ursprung eines neuen Lebewesens inklusive Seele. Die hat es vorher noch nicht gegeben. Und sie wird nur ein einziges Leben in dieser Welt durchwandern, danach nur noch in Himmel oder Hölle weiter existieren.

      Wenn wir also gezeugtes Menschenleben töten, bedeutet dies für Christen und aufgeklärte Humanisten, dieser Seele die von Gott vorgesehene Lebensphase zu verwehren.

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    • Juli 19, 2021

      Frau Votava

      Die Diskussionen, welche derzeit geführt werden bringen bestenfalls EKINIGEN behördlichen, geschützten Bürokratiewerkstätten​, Psychologen, Juristen, Managerlis, Ceo’S und Co. dicke Geldbeutel und die Menschheit an den Abgrund, weil derzeit nach Managergehabe des Menschenverstandes Tellrand erreicht ist.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Knall

      jede Religion soll gelebt werden dürfen….am richtigen Ort. Was hierzulande seit etlicher Zeit fabriziert wird ist reine Multikultizwängerei. Weil die Schweiz derzeit keine Volksvertreter/innen und Richter mehr hat, welche für diese Nation einstehen, werden unsere Gesetze immer mehr ausgehöhlt. (Das Ausland lacht nicht zu Unrecht darüber).

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  • Juli 28, 2013

    Frau Estermann bringt Ideologie, Frau Feri bringt Fakten:

    http://www​.vimentis.ch/d/dialog​/readarticle/abtreibu​ngsinitiative—ist-a​btreibung-eine-privat​sache-/

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  • Juli 28, 2013

    Um die Kosten an der Krankenkassen zu ersparen

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  • Juli 28, 2013

    Frau Estermann, dies ist ja wieder mal genau goldrichtig, DANKE! Sie sehnen wie Linke darauf nur reagieren können, geht bis zu Drohungen äussern. Also wenn dies kein dickes Kompliment für ihren tollen Blog hier ist!?!

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  • Juli 29, 2013

    Nee Frau Estermann : Wir haben die Fristenlösung. Das Volk hat dem zugestimmt.
    Eine Abtreibung ist ein medizinischer Eingriff der ärztliche Hilfe benötigt. Gerne zahle ich mit meinen Prämien diesen winzig kleinen Beitrag. So ist der Schutz der Frauen in gesundheitlicher Sicht gewährleistet. Ansonst wie früher zu kuriosen Methoden zur Abtreibung gegriffen wird mit schlimmen Folgen für die Frau.

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  • Juli 29, 2013

    Ja Frau Estermann: Sie hatten mal den Titel Dr. med. in der Schweiz geführt obwohl sie das nicht durften.
    Der Ärzteverband VSAO hat ihnen dann Dr.med aberkannt weil sie die Voraussetzungen nicht hatten.
    Ihr in der Slowakei 1994 erworbener Ärztetitel genügt nicht für ein Dr.med in der Schweiz. Richtigerweise ist ihr Titel ” «MU Dr., Comenius-Universität​” in Bratislava»
    http://www.tagesanz​eiger.ch/schweiz/stan​dard/SVPNationalraeti​n-ist-ihren-Doktortit​el-los-/story/1714147​0

    Deshalb hab ich einige Zweifel an ihren Fähigkeiten.
    Ihre Aussage Hippokrates – Arzt – Eid “„… auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben“. ist völlig falsch. kompletter Unsinn. Aber wer nicht altgriechisch kann…
    Der richtig übersetzte Text aus dem altgriechischen heisst: ….ebenso werde ich keiner Frau ein keimvernichtendes Vaginalzäpfchen verabreichen…..
    Ni​x da von Abtreibung oder sowas.
    Hier der Original-Text in Deutsch http://www.uniklinik-​freiburg.de/onlinemag​azin/live/aktuelles/h​ippokrates/hippokrate​s2.html

    Andere Abtreibungsmethoden wurden von Hippokrates selbst durchaus empfohlen und praktiziert (so empfahl er z.B. einer Tänzerin “im Sprunge mit den Fersen gegen das Gesäss zu schlagen”, um einen Abort zu provozieren).

    Im Eid ist “keineswegs von einem absoluten Verbot die Rede… Es wird lediglich den Ärzten der Gebrauch einer spezifischen Wirkform in einer bestimmten Applikationsform untersagt. Das bedeutet, dass ein Arzt durchaus andere Abtreibungsmittel empfehlen konnte.” (Quelle: Robert Jütte, Geschichte der Abtreibung. Beck’sche Reihe, 1993, S. 33)
    im alten Griechenland wurden Abtreibungen meist nicht von Ärzten sondern von Hebammen durchgeführt. Diese Stelle im Hippokratischen Eid ist also eine “berufsständische Abgrenzung” von den Hebammen. Kein Verbot der Abtreibung

    Und in den Sammlungen der Hippokrates-Texte hat Hippokrates verschiedene Mittel für einen Schwangerschaftsabbru​ch empfohlen http://de.muvs.org/to​pic/abtreibung-in-der​-antike/
    Der Eid ist ein Mythos. Die Texte sind nicht von Hippokrates sondern von verschiedenen Personen http://www.uniklinik-​freiburg.de/onlinemag​azin/live/aktuelles/h​ippokrates.html

    Si​e sehen also ihre Aussage betreff Hippokratischer Eid und Abtreibung ist kompletter Unsinn. Ich hoffe ihre medizinischen Kenntnisse und Fähigkeiten sind nicht auf dem Niveau sonst wärs gefährlich für die Patienten
    Siehe auch Geschichte der Abtreibung http://www.amazon.de/​Geschichte-Abtreibung​-Von-Antike-Gegenwart​/dp/3406374085

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  • Juli 29, 2013

    Der von Abtreibungsbefürworte​rn als pro-Argument zur Fristenlösung häufig verwendete Hinweis auf die Gesundheitsgefährdung​ von ungewollt schwangeren Frauen, ist total heuchlerisch und unecht.
    Denn Fristenlösung und Gesundheitsaspekte haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Während der Frist von 12 Wochen, spielt die Gesundheitsgefährdung​ ja eben gerade keine Rolle bei der legalen Abtreibung! Darum heisst es ja Fristenlösung.

    Wen​n es den Heuchlern tatsächlich um die Gesundheit ginge, würden sie einer Indikationslösung den Vorzug geben, bei der vor einer Abtreibung abgeklärt werden muss, ob die körperliche oder seelische Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft gefährdet ist. Diese Regelung galt vor Einführung der Fristenlösung und seither immer noch für Abbrüche nach der 12. Woche.

    Stattdessen​ ist die Fristenlösung ein Freipass für die Abtreibung während den ersten drei Schwangerschaftsmonat​en. Minderjährige brauchen nicht einmal eine elterliche Einwilligung.

    Und die Initiative will nur, dass Kosten die NICHT mit Gesundheitsgefährdung​ begründet werden können, nicht von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen. Dann ist es nämlich eine Privatsache.

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  • Juli 29, 2013
  • Juli 29, 2013

    Sehr geehrte Frau Estermann zuerst ein Kompliment für ihren hervorragenden Blog. Sie sind halt bei der SVP, spricht für Qualität und Kompetenz. Bravo!
    Zitat Frau Estermann: “Für mich als Ärtztin”

    Liebe Frau Estermann. Genau richtig. Jeder welche über kleinstes Grundwissen verfügt, weiss natürlich wie man Aerztin sein kann und sie auch eine sind und dies nichts mit dem Dr. Titel zu tun hat.

    Ich muss Ihnen einfach mal gratulieren für den ausgezeichneten Blog. Sie haben so Recht damit.

    “Andere Unterstützer der Initiative sagen dass es nicht richtig ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Kosten mittragen müssen, obwohl sie doch grundsätzlich gegen Abtreibungen sind. Für sie geht die Solidarität zu weit, da es sich dabei ja um keine Krankheit handelt! Die Initiative unterstützt auch Bestrebungen, dass die obligatorische Krankenversicherung primär Krankheiten heilen und Leben retten soll, anstatt Leben zu vernichten!”

    Ist so Richtig. Danke

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  • Juli 29, 2013

    Ja Frau Nationalrätin Estermann :
    ….. Für sie geht die Solidarität zu weit, da es sich dabei ja um keine Krankheit handelt! …..
    Tja, nach dieser Logik dürften dann ja auch Geburten nicht mehr bezahlt werden, da keine Krankheit.
    Selig das Land, das solche Probleme hat….

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  • Juli 29, 2013

    @Frau Estermann. Was mir in Ihrem Text fehlt das Thematisieren einer Abtreibung nach Vergewaltigung; einer Abtreibung sollte das Kind behindert zur Welt kommen und entsprechend dauernd auf Hilfe angewiesen sein; einer Abtreibung sollte die Kindesmutter, resp. der Vater nicht für das Kind aufkommen können. Klar könnte finanziell der Staat einspringen und man das Kind auch zur Adoption freigeben. Doch wie wären da die Kosten für den Bürger? Einerseits kommt ja das Argument, dass man dann weniger Krankenkassenprämien bezahlen muss (wie viel?) und andererseits könnte man aus diesem Grund mehr Steuern bezahlen müssen (wie viel und würde dies dann über die Mehrwertsteuer einkassiert welche mind. die unteren Schichten entsprechend spüren?). Wie hoch könnten sich dann die Kosten belaufen wenn Frau aus Spargründen zu einem Pfuscher geht? Dies sind einige meiner Fragen und Überlegungen zu diesem Thema.

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  • Juli 30, 2013

    Auch Sie, Frau Sägesser, argumentieren hier mehrfach mit möglichen Einzelfällen wie Vergewaltigung oder Behinderung. Aber bei der Initiative es geht doch darum, dass die Kosten für “Abtreibungen ohne gesundheitliche Not” nicht auf die Allgemeinheit überwälzt werden sollen.

    Aber der wahre Grund für die unterschiedlichen Auffassungen zum Thema liegt dort wo Sie sagen: “Schön wäre es jedoch, wenn die Frau (je nach dem mit Mann) selber entscheiden kann, ob ein Kind zur Welt kommen soll oder nicht.”

    Genau das finde ich nicht so schön. Und ich vermute jetzt mal, dass auch das ungeborene Kind das nicht so schön findet…

    Und dass man diese Daumen hoch-Daumen runter-Entscheidungsk​ompetenz für menschliches Leben noch als notwendige Freiheit des Bürgers verklären will, ist hanebüchen
    Solche Unverschämtheiten sollten sich freiheitsliebende Bürger nicht einreden lassen!

    Nein, wer Abtreiben will, muss wissen was das bedeutet. Für das Kind, für die Gesellschaft, für die eigene Ethik. Man muss irgendwann mal dazu stehen können, dass man wegen irgendwelchen befürchteten persönlichen Unannehmlichkeiten nicht zögert, ein Leben zu vernichten, zu töten, wegzuwerfen.

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    • Juli 19, 2021

      Schon erstaunlich, dass von 21 Stimmen 62% der Meinung sind, wer abtreibe müsse nicht wissen was das für das Kind, die Gesellschaft und für die eigene Ethik bedeutet und niemand müsse sich für sein Tun irgendwann rechtfertigen…

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    • Juli 19, 2021

      Inzwischen sind es schon 73% die stumm dem unmenschlichen Töten ihre Zustimmung signalisieren.

      Kei​ner dieser Heldeninnen ist aber in der Lage, darzulegen, warum die persönlichen und materiellen Wünsche einer mutterschaftsunwillig​en Frau über das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes gestellt werden soll.

      Geschweige denn, dass sie überzeugende Argumente dafür hätten, dass die Allgemeinheit für ihre privaten, egoistischen “Lebensplanungen” bezahlen soll.

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    • Juli 19, 2021

      Per Daumensymbol wurde inzwischen 58 mal aktiv ausgedrückt, dass man mit der Zielvorstellung einverstanden ist, dass Frauen selber entscheiden, ob ein Kind zur Welt kommen soll oder nicht! Nur 22 finden, dass man diese Aussage kritisieren sollte.

      Was auffällt ist nach wie vor, dass nicht eine einzige Person hinter diesen vielen Richterstimmen es wagt, ihr Urteil in ehrlicher Weise auch ethisch zu begründen.

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  • August 3, 2013

    Sehr geehrte Frau Yvette Estermann,

    Merci für Ihren Beitrag, den ich zu 100 % unterstützen kann. Ja ich weiss, der Hyppokratische Eid wird von den Aerzten lange nicht mehr überall abgelegt, darum möchte ich diese ethische Formel wieder einmal in Erinnerung rufen.

    Der Eid des Hippokrates ist heute nur noch von medizingeschichtliche​r Bedeutung. Er ist rechtlich nicht verbindlich und wird in seiner klassischen Form von Ärzten nicht mehr geleistet. Einige Elemente des Eides sind auch heute noch Bestandteil ärztlicher Ethik, wie das Gebot, Kranken nicht zu schaden, die Schweigepflicht, das Verbot sexueller Handlungen an Patienten, etc. Andere Aussagen entsprechen dagegen nicht mehr den heutigen Gegebenheiten und Gesetzen (Verbot, Blasensteine zu operieren; Verbot des Schwangerschaftsabbru​ches).
    Als Alternative zum hippokratischen Eid wurde 1948 die Genfer Deklaration durch den Weltärztebund verabschiedet.

    Der​ Hypokratische Eid, Ausgrabung auf Kós.

    Ich schwöre bei Apollon dem Arzt und bei Asklepios, Hygieia und Panakeia sowie unter Anrufung aller Götter und Göttinnen als Zeugen, daß ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil diesen Eid und diesen Vertrag erfüllen werde:
    Denjenigen, der mich diese Kunst gelehrt hat, werde ich meinen Eltern gleichstellen und das Leben mit ihm teilen; falls es nötig ist, werde ich ihn mitversorgen. Seine männlichen Nachkommen werde ich wie meine Brüder achten und sie ohne Honorar und ohne Vertrag diese Kunst lehren, wenn sie sie erlernen wollen. Mit Unterricht, Vorlesungen und allen übrigen Aspekten der Ausbildung werde ich meine eigenen Söhne, die Söhne meines Lehrers und diejenigen Schüler versorgen,

    die nach ärztlichem Brauch den Vertrag unterschrieben und den Eid abgelegt haben, aber sonst niemanden.

    Die diätetischen Maßnahmen werde ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil zum Nutzen der Kranken einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschließen.
    Ich werde niemandem, nicht einmal auf ausdrückliches Verlangen, ein tödliches Medikament geben, und ich werde auch keinen entsprechenden Rat erteilen; ebenso werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel aushändigen. (Ein Euthanasie-Verbot)


    Lauter und gewissenhaft werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.
    Auf keinen Fall werde ich Blasensteinkranke operieren, sondern ich werde hier den Handwerkschirurgen Platz machen, die darin erfahren sind.
    In wieviele Häuser ich auch kommen werde, zum Nutzen der Kranken will ich eintreten und mich von jedem vorsätzlichen Unrecht und jeder anderen Sittenlosigkeit fernhalten, auch von sexuellen Handlungen mit Frauen und Männern, sowohl Freien als auch Sklaven.
    Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten. (Schweigepflicht)
    We​nn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen.”

    Wenn man diese menschliche Ehrfurcht & diese Ethik vor dem Leben vor tausenden von Jahren liest – und diese vergleicht mit der heutigen nekrophilen (die Liebe zum Toten) Mentalität vergleicht, muss man doch nachdenklich werden. Dass man die Folgekosten für Abtreibungen auch noch ALLEN Menschen auferlegt, ist doch widernatürlich,
    ja pervers, eben nekrophil.

    Ein menschlicher Embryo in der 12. Woche ist z.B. schon voll ausgebildet und als menschliches Wesen auf dem Röntgenbild klar zu erkennen;

    43-53 mm Länge,
    Gewicht 15 gr.

    Quelle; (Einfach 12. Schwangerschaftswoche​ anklicken)
    http://ww​w.swissmom.ch/schwang​erschaft/woche-fuer-w​oche/

    Es ist erschreckend wie viele Schreiber/Innen sich hier dem Tode verschrieben haben, ich jedenfalls will mich keinesfalls noch finanziell daran beteiligen.

    Begründung;

    De​r Staat, auch nicht der Nationalrat, hat uns Bürger in so einem Intimbereich zu Bevormunden. Wir sind freie Bürger & Bürgerinnen, wir können tun & lassen was uns beliebt, alleine an die Folgen unseres Tuns bleiben wir gebunden.
    Wer also i.d. heutigen, aufgeklärten Zeit noch ungewollt Schwanger wird, ist wohl zu dumm um zu verhüten, dann soll, nein muss er/sie halt auf Sex total verzichten oder es eben als Schicksal einfach annehmen, ja schätzen lernen, ein Kind zu bekommen.

    Gibt es denn etwas Schöneres ?

    So jetzt dürft ihr Hedonisten & Nekrophilen alle “Daumen runter” wählen, es stört mich nicht, ich betrachte es als eine Auszeichnung, ich bin für Eigenverantwortung, das Leben, und nicht für den Tod.

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  • August 6, 2013

    Was spräche eigentlich dagegen eine Kostenverursachergere​chte Geschlechtsteilsteuer​ einzuführen um die Abtreinungskosten zu finanzieren. Bei den Männern gibt es bereits die Penissteuer (Wehrdienstpflichters​atz). Also wäre eine Vaginasteuer doch geeignet und auch fair gegenüber den diskriminierten Penisträger um eben die Abtreibungen finanzieren zu können.

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    • Juli 19, 2021

      Ach immer diese Fantasien. Wir müssen zuerst mal den Kostenwahnsinn von den Linken in den Griff bekommen. Dann müssen wir die Gesellschaft gesunden. Sprich Leute welche sich dauernd selbst als Ironie ansehen oder sonst ihr mangelndes Selbstvertrauen kundtun unterstüzten. Oder wollen wir dann die Konsequenzen tragen?

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    • Juli 19, 2021

      kommt auf den Standpunkt an Herr Selk. Vor allem wenn mit den Kosten der Abtreibung argumentiert wird, die Kosten vom Ergebnis aus dem Gebrauch der Geschlechtsteile aber wieder kein Problem darstellen soll.
      Ausserdem ist ihr Dagobert Duck Vergleich lächerlich und vom Inhalt her mehrfach falsch.
      Mein Beitrag war sachlich und auch richtig in der Analyse. Kirchen werben bereits mit dem Verkauf und Technischer Abnahme von Keuschheitsgürteln zwecks erlass der Vaginasteuer.

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    • Juli 19, 2021

      “Ausserdem ist ihr Dagobert Duck Vergleich lächerlich und vom Inhalt her mehrfach falsch.”

      der Vergleich von Herr Selk mehr als richtig. So so gleich MEHRFACH falsch. Mathematiki mein Guter, Mathematik doppelt Falsch ist ja wieder richtig 🙂

      “Ist mir auch klar, dass Sie den Vergleich lächerlich finden. Ich finde Ihre ‘Geschlechtsteilsteu​er’ nicht nur lächerlich, nein, sogar absurd, agesehen davon, dass das kaum umsetzubar sein dürfte, bei den verschiedenen Längen und ‘Wünschen’.”

      Tr​iffst genau Herr Selk LOL

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    • Juli 19, 2021

      @Mahler: Sie sind sich ja schon bewusst, dass es immer Weiblein UND Männlein braucht, um ein Kind zu zeugen. Und entsprechend auch BEIDE für Verhütung oder eine entsprechende Steuer verantwortlich wären.
      Somit sind wir wieder bei der Allgemeinheit, die mittragen kann, dass Kinder nur entstehen, wenn sie gewollt sind.
      Bis jetzt ist immer noch so, dass die Männer zur Verhütung nur per Goodwill beitragen. Verhütungsmittel wie Pillen/Spiralen etc. werden nämlich nicht von der KK bezahlt.
      Insofern finde ich die 0.02%, die Abtreibungen die KK kosten, sehr human.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Mahler, ich bin nicht ganz sicher, was Sie wissen möchten. Aber die Rechnung lautet: Durchschn. 10’000 Schwangerschaftsabbrü​che/Jahr (Statistik der letzten Jahre), Kosten pro Abtreibung im Schnitt 2’500.-, das macht pro Jahr 25’000’000.- CHF. Verteilt auf 8’000’000 Einwohner (ja auch Kinder zahlen mit ihrem KK-Beitrag an die Abbrüche) ergibt das CHF 3.13 pro Person pro Jahr. Ich glaube, das kann man verschmerzen. Ein Kind kostet den Staat und damit die Allgemeinheit via Steuern viel mehr (Schule, evt. Studium).

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    • Juli 19, 2021

      ich verhalte mich a) gerne solidarisch. vor allem aus dem Grund, weil keine Frau “einfach so mal abtreibt”. JEDE Frau, die abtreibt, egal in welchem Alter, überlegt sich das sehr gründlich.
      und b) habe ich bereits erwähnt, dass ein entsprechendes Kind für den Staat viel teurer ist als die entsprechende Abtreibung. Und diese Kosten bezahlen wir mit den Steuern. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie davon recht viel bezahlen, also auch entsprechend viel an ungewollte Kinder :-).

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    • Juli 19, 2021

      Wissen wie viel ein Schulkind den Staat kostet?
      für ein Kindergarten-Jahr: zwischen 4000 und knapp 13’000 Franken pro Jahr, abhängig vom Kanton, in dem das Kind lebt.
      für die Primarschule: zwischen 9’000 und 16’000 Fr./Jahr.
      für die Oberstufen entsprechend teurer.
      Ein Kind kostet also während der Schulzeit im Kanton ZH bis zur Berufslehre (ohne dass es Gymnasium macht und studiert): 39’896 Fr.

      Und das sind Zahlen aus 2007. Sie können also davon ausgehen, dass diese unterdessen etwas höher sind.
      Jedes nicht abgetriebene Kind geht irgendwann in die Schule, die Sie und ich und alle in der Schweiz steuerpflichtigen mit der Steuer bezahlen. Und jetzt möchten Sie mir tatsächlich weiss machen, dass Sie Geld sparen, wenn die Abtreibung nicht über die KK bezahlt wird?

      Und ich reite nur darum so auf dem Geld herum, weil die Initianten doch nur das Geld im Visier haben. Ist es nicht so?

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    • Juli 19, 2021

      Eigenverantwortung? und wer muss als nächstes dran glauben? die Dicken, die zu Dünnen, die, die zu viel arbeiten? die, die zu viel Sport oder die, die zu wenig Sport treiben?

      warum soll ich anderen Menschen ihren Kinderwunsch und dann sogar noch die Geburt bezahlen? Schwangerschaft ist keine Krankheit. Die Kosten für die Krankenkassen sind um vieles höher als bei Abtreibungen. Auch die Menge der Geburten sind viel mehr als Abtreibungen. Wo bleibt da die Eigenverantwortung?

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    • Juli 19, 2021

      Sie glauben tatsächlich daran, dass alle Kinder, die geboren werden, aus einem erfüllten Kinderwunsch entstehen und nicht evt. einfach aus ungeschütztem Sex entstanden sind?

      Die Folgekosten zahlt so oder so die Allgemeinheit mit, einerseits die Spitalkosten für Geburt via KK und dann die Schulkosten via Steuern. und das nur, weil 2 Leute ungeschützten Sex hatten. Der aber anscheinend in ihren Augen viel besser ist, als der andere ungeschützte Sex, bzw. die ebenso verantwortungsvolle Entscheidung der beiden Leute, dass sie dem noch ungeborenen Kind keine Zukunft bieten können, aus welchen Gründen auch immer.
      Welcher von diesen beiden Arten ungeschütztem wilden hemmungslosen Sex ist jetzt der richtigere?
      Eigenverantwortung übernehmen weder die einen, noch die anderen. Die Kosten zahlt in beiden Fällen die Krankenkasse.

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    • Juli 19, 2021

      Nein, das ist, was ich von Anfang an sagte: Kosten entstehen in beiden Fällen, bei Abtreibung wie bei der Geburt, beides mal von der KK bezahlt. Eigenverantwortlich handeln tun in ihrem Sinn aber nur die, die nicht abtreiben.

      Diese Moralkeule hätten Sie von Anfang an auspacken können, dann hätten wir uns die Diskussion tatsächlich sparen können, denn über Abtreibung ja oder nein wird nicht abgestimmt.

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    • Juli 19, 2021

      Ihre Kostenargumente sind grotesk, Frau Signer. Konsequenterweise müsste man ja Alle umbringen, die den Staat etwas kosten, solange sie leben…

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  • August 6, 2013

    “Für mich als Ärztin stellt sich die wichtige Frage, inwieweit wir als Medizinalpersonen wirklich freiwillig und ohne Druck selbst entscheiden können, Schwangerschaftsabbrü​che durchzuführen oder abzulehnen. Dazu fehlen meines Wissens jegliche Informationen in der Schweiz, da es sich noch immer um ein Tabu-Thema handelt. “

    Informationen gibt es, nennt sich Fristenregelung:

    h​ttp://de.wikipedia.or​g/wiki/Fristenregelun​g

    Und tabu mag es in den konservativen Kreisen sein, in denen Frau Estermann sich bewegt. Dort ist wahrscheinlich auch Sex (vor der Ehe und überhaupt) ein Tabu-Thema.

    “Ande​re Unterstützer der Initiative sagen dass es nicht richtig ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Kosten mittragen müssen, obwohl sie doch grundsätzlich gegen Abtreibungen sind.”

    Das nennt sich Demokratie, Frau Estermann. Die Mehrheit entscheidet. Und eine Mehrheit von 72% hat sich für die Fristenlösung entschieden. Deshalb trauen sich die Initianten auch nicht, direkt gegen die Fristenregelung anzutreten, sondern wollen sie durch die Hintertür aushebeln. Und reden über die angeblich hohen Kosten. Die wenigen Abtreibungen, die wir überhaupt haben machen 0,02% der Gesundheitskosten aus. Aber um die Kosten geht es den Initianten gar nicht. Für sie ist Abtreibung per se schlecht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Pfister

      Sind Sie, Herr Pfister Frau, Familienvater oder gar Arzt?

      Immer wieder bemerkenswert, wenn nicht Betroffen alles Besser wissen (wollen).

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    • Juli 19, 2021

      Frau Habegger, jeder der regemässig Krankenkassenprämien einzahlt ist diesem Fall ein Betroffener.

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  • August 13, 2013

    Gut möglich das man häufiger von Wildtieren zerfetzte Babies im Wald findet, oder gelegentlich ein Babie im Tiefkühler oder Müllcontainer gefunden wird. Einfach fragwürdig was was unsere Talibanchristen fordern.

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    • Juli 19, 2021

      Klar, die Wölfe die wir mit Eifer am Leben erhalten, zerfetzen die Babys die das Leben nicht erhalten sollen.

      Das ist Taliban, Herr Mahler, ohne Christ…

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    • Juli 19, 2021

      Was Sie Herr Mahler den ganzen Tag so menschenverachtendes herauslassen, kann wirklich keinem gesunden Hirn entkommen sein. Ihr Vorwort, das Sie Christen voranstellen hat Sie jetzt wirklich total verraten. Jetzt wissen wir welchen Geistes Mann Sie sind.

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    • Juli 19, 2021

      Stimmt leider, die Initiative kommt aus der Religiösen Ecke. Wenn die Argumente wenigstens nachvollziehbar wären. Aber die Religiösen Spinner meinen andere müssten sich nach ihrer Weltordnung richten. Verhindern auch Stammzellen Forschung, wichtige Fortschritte in der Medizin und somit Krankheiten heilen zu können. Wenn es diese Religiösen selbst heilig gesprochene trifft, ändert auch deren Meinung.

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    • Juli 19, 2021

      Es ist genau umgekehrt, Herr Mahler, nicht die Initianten (egal aus welcher Ecke) meinen, Andere müssten sich nach ihrer Weltordnung richten!

      Nein, die Initianten wollen, dass die Weltordnung der Lebensplanungs-Kindst​öter nicht auch für all Jene gelten soll, die diese ethisch verwerflichen Praktiken ablehnen.

      Deshalb wehren sie sich dagegen, dass sie mitbezahlen müssen, wenn Frauen Gott spielen wollen, indem diese “selber entscheiden ob Kinder zur Welt kommen sollen oder nicht”.

      Hier steckt nämlich die wirkliche quasireligiöse Abstursität.

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    • Juli 19, 2021

      Heinz Mahler, haben wir Sie recht verstanden. “Aber die religiösen Spinner meinen Andere müssten sich nach ihrer Weltordnung richten”. Ich sage es hier einmal weniger unanständig, wie ist dies umgekehrt zu sehen, wenn Sie verstehen was ich meine.

      Hier in diesem Blog geht es nicht einmal um die Abtreibung als solches, sondern um die Zahlung von Abtreibungen via KK. Da sind wohl nicht nur die religiösen “Spinner”, wie Sie Diese respektlos nennen nicht damit einverstanden.

      Her​r Mahler viele unter uns habe kappiert, wer nicht Ihrer Meinung ist, wird durch Sie als Spinner ewig gestriger usw. abgeurteilt. Ich komme zum Staunen nicht mehr heraus.

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  • August 16, 2013

    0.03% der gesamten Gesundheitskosten ist ein im Gesamtkontext faktisch vernachlässigbarer Wert, was einmal mehr aufzeigt, dass es bei diesem Thema keineswegs um die Kosten, resp. Kostensenkung geht.

    Wie sieht es denn beim Thema Kostensenkung im Gesundheitswesen mit anderen Gegebenheiten aus? z.B.:
    – Der Amputation eines Raucherbeins dem eine freiwillige, bewusst gesundheitsgefährdend​e Aktivität vorausgeht.
    – Teure Gefässchirurgie die sehr oft in Fällen angewendet wird, denen ein ungesunder Lebenswandel vorausgeht. Auch dieser Lebenswandel passiert bewusst und freiwillig.
    – Langwierige, teure Krebsbehandlungen, die sehr oft auf die beiden vorab genannten Aktivitäten zurückzuführen sind.
    – Behandlungs- und Heilungskosten von Patienten die in ihrer Freizeit, freiwillig und bewusst, hochriskante Sportarten betreiben.

    Diese und viele weitere Beispiele sind ausnahmslos Privatsache. Auch die Berufswahl ist Privatsache. Und dass im Beruf des Gynäkologen Schwangerschaftsabbrü​che vorkommen können, ist sich jeder angehende Mediziner vollumfänglich bewusst. Sich erst im Nachgang darüber Gedanken zu machen und dabei einmal mehr Hypokrates zu bemühen ist ebenso verfehlt, wie das Jammern eines Lungenkrebspatienten,​ der jahrzehntelang geraucht hat.

    Aber diese Argumentationen sind alle hinlänglich bekannt, oft geäussert und eigentlich ein 0-Summenspiel, dem man nur mit einer Abstimmung beikommen kann. Wie das mit der Fristenregelung bereits passiert ist. Und schliesslich soll doch der Volkswille gelten – oder?

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    • Juli 19, 2021

      Fakt ist, dass ausnahmslos alle der genannten Beispiele Privatsache sind und freiwillig und im Bewusstsein der möglichen Konsequenzen erfolgen. Die Kosten für ebendiese müssen dann durch alle KK-Prämienzahler bestritten werden.

      Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibe dahingestellt. In meinem Beitrag hat dementsprechend keine Wertung stattgefunden, lediglich das Aufzeigen, verschiendenster “privater” Kostenverursacher.


      Es geht mir im Wesentlichen darum, dass die Kostensenkungen im Gesundheitswesen, durch Nichtfinanzierung von Schwangerschaftsabbrü​chen, nur äusserst marginal beeinflusst würden. Sprich der Kostenfaktor ist bei diesem Thema nicht das wirklich zentrale Anliegen.

      P.S. Mein Rechtschreibefehler tut mir leid, trotzdem scheinen Sie mich ja verstanden zu haben.

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    • Juli 19, 2021

      Die Höhe der Kosten ist bei der Entscheidung für oder gegen die Initiative von marginaler Bedeutung.

      Der wichtigere Punkt, Frau Ruegsegger, ist der, dass es bei den von Ihnen aufgezählten Vergleichsbeispielen in allen Fällen darum geht, Patienten zu heilen oder gar deren Leben zu retten.

      Im Gegensatz dazu geht es bei Abtreibung um das Herbeiführen seelischer Belastungen bei Patientinnen und auch um das Beenden und Abtöten von Leben.

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  • September 19, 2013

    Ja, viel besser!
    Aus den Konsequenzen wird zum Vergewaltigung am minderjährigen Kinder schwanger, wird zur juristischen Strafbehörden verfolgen. Wer schuldiger befindet, wird zwischen Jugendanwaltschaft und Schulbehörden einschalten.
    Ebenfalls zur unschöne Abtreibungsrecht zur Schwangschaftabbruch der teure Krankenkasse der Grundversicherungen ausgeschlossen!

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  • September 19, 2013

    Herr Selk
    Prinzipiell teile ich Ihre Meinung. Doch wo ist die Grenze zwischen ungesunder Lebensweise und Schicksal? Eine Freundin von mir pflegte zeitlebens einen gesunden Lebensstil, sie rauchte nicht, ernährte sich gesund, trank nur mässig Alkohol, bewegte sich ausreichend usw. Bei dieser Lebensweise hätte es niemand für nötig erachtet, eine Art Annulationsversicheru​ng abzuschliessen. Jetzt ist diese Freundin an einer sehr selteten Krebsart erkrankt und eine teure Gefässchirurgie war vorgängig auch nötig. Kann man die Ursachen wirklich immer eindeutig eruieren? Ich bin skeptisch.

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