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Abtreibungsinitiative​ – Ist Abtreibung eine Privatsache?

Selbstverständlich ist Ab­trei­bung eine Pri­vat­sa­che! Aber sie ist ge­nauso selbstverständlich eine von der Kran­ken­kasse be­zahlte me­di­zi­ni­sche Leis­tung, die auf einer persönlichen, pri­va­ten und selbst­be­stimm­ten Ent­schei­dung be­ruht.

Dies hat der Nationalrat am 12. April 2011 bestätigt, als er die Motion Föhn, die die Streichung des Schwangerschaftsabbru​ches aus dem obligatorischen Leistungskatalog der Krankenkasse forderte, mit 84 gegen 55 Stimmen verworfen hat. Das war ein klares Zeichen gegen die Volksinitiative „Abtreibungsfinanzier​ung ist Privatsache“. Und dies war eine Bestätigung für die bewährte Fristenregelung. Diese wurde im Juni 2002 mit 72% Ja-Stimmen vom Schweizer Volk angenommen. Damit erhielten die Frauen das Recht, in den ersten 12 Wochen in eigener Verantwortung über Abbruch oder Austragen einer unerwünschten Schwangerschaft zu entscheiden. Die Abstimmungsvorlage enthielt damals auch die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung, die seit 1981 eine Pflichtleistung der Krankenversicherung ist.

Der von der Initiative geforderte Wegfall des Versicherungsschutzes​ würde zu überhöhten Preisen führen, wie vor 1981, als der Schwangerschaftsabbru​ch noch keine Pflichtleistung war. Betroffen wären vor allem mittellose Frauen, Migrantinnen und Jugendliche. Der Einsatz von Seifenlauge und Stricknadeln oder von zweifelhaften Medikamenten und Abtreibungen auf dem Küchentisch wären die Folge, weil der Zugang zum fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbru​ch erschwert wäre. Als Folge würden mehr Frauen mit schweren Blutungen oder Infektionen wegen unsachgemäss ausgeführter Schwangerschaftsabbrü​che in Spitäler eingeliefert.

Der Wegfall der Leistungspflicht würde die Zahl der Abtreibungen kaum reduzieren. Die Schweiz hat zudem mit 6,5 Abtreibungen auf 1000 Frauen, eine der tiefsten Raten der Welt. Die Ersparnis wäre minim. Santésuisse spricht von 7-10 Mio Franken, die für Schwangerschaftsabbrü​che aufgewendet werden, was 0,02 Prozent der Gesundheitskosten entspricht.

Die Behandlung der Komplikationen aus verpfuschten Schwangerschaftsabbrü​chen und die Geburt von unerwünschten Kindern sowie deren Folgekosten würden die Krankenversicherung und die Gesellschaft wesentlich teurer zu stehen kommen.

Die InitiantInnen berufen sich auf die Gewissensfreiheit und wollen nicht an eine Leistung zahlen, die sie moralisch ablehnen. Damit kündigen sie jedoch das Solidaritätsprinzip der Grundversicherung auf, was verheerende Folgen hätte. „Die Grundversicherung ist dazu da, unerwartete Ereignisse im Leben aller Mitglieder der Gesellschaft zu decken“, schreibt die Verbindung der Schweizer Ärzte FMH. „Eine hohe medizinische Qualität des Schwangerschaftsabbru​chs ist ein zentraler Bestandteil der Frauenheilkunde und des Rechtes auf Gesundheit“. Zudem argumentieren die InitiantInnen eine Schwangerschaft sei keine Krankheit. Dabei ist jede ungewollte Schwangerschaft eine Gefährdung der körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit der Schwangeren.

Den SP Frauen Schweiz geht es jedoch nicht nur darum, die Anti-Abtreibungsiniti​ative zu bekämpfen, die mit Scheinkostenargumente​n einen Frontalangriff auf das Selbstbestimmungsrech​t der Frauen in der Schweiz lanciert. Es geht um mehr: Das Recht auf Gesundheit bedeutet auch sexuell gesund zu sein. Das beinhaltet den Zugang zu Verhütung und Abtreibung, ohne durch finanzielle Barrieren behindert zu werden. Denn eine intensive Sexualaufklärung, eine einfach zugängliche Familienplanung und eine kostengünstige Verhütung, befähigt die Menschen im Bereich der Sexualität selbstverantwortliche​ Entscheide zu fällen. Dafür setzen sich die SP Frauen vehement ein. Die moralischen Appelle und die finanzielle Gängelei der InitiantInnen jedoch gehören in die Mottenkiste! Deshalb ist die Initiative klar abzulehnen.

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Comments to: Abtreibungsinitiative​ – Ist Abtreibung eine Privatsache?
  • April 19, 2013

    Wer die medizinischen Kosten einer Schwangerschaft über die Krankenkasse finanzieren will, sollte konsequenterweise auch bereit sein die Kosten eines Schwangerschaftsabbru​chs über die Krankenkassen finanzieren zu lassen. Beides sind nämlich keine Krankheiten (und wären somit nicht Sache einer Krankenkasse) gehören aber zum selben Themenbereich.
    Man müsste sich sogar überlegen, die Kosten der Schwangerschaftsverhü​tung (egal ob beim Mann oder der Frau)in die Grundversicherung aufzunehmen.

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  • April 19, 2013

    Wenn die Abtreibungen über KK gehen, sollte doch die KK die künstliche Befruchtung auch übernehmen!?

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    • Juli 19, 2021

      Es gibt doch genug Wirtschaftsflüchtige aus Drecksländern welche durch Begattung mit einer Niederlassung und Sozialhilfe belohnt werden. Somit ist der Fortbestand der Eidgenossenschaft genügend gesichert.

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    • Juli 19, 2021

      lol, das ist gut Herr Mahler, Sie haben es bemerkt, was ich meine. Können im übrigen nicht alle User hier.

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  • April 19, 2013

    Denkt man die Forderung dieser Talibanchristen und Reaktionären durch, dürften STDs auch nicht von der KK übernommen werden. Dazu die Psychischen leiden welche uns diese Sektiererei beschert wo besonders Kinder darunter zu leiden haben. Siehe auch Kindsmissbrauch in den Christlichen Institutionen.

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    • Juli 19, 2021

      Die SVP Widen wurde wegen rassistischen Sprüchen verurteilt… Da ich auch gegen Extremismus bin, frage ich mich bei Ihrem Kommentar, ob die Wortwahl “Talibanchristen” nicht auch in dieselbe Sparte von Rassismus fällt?! Sind Sie auch SVP Wähler, Herr Mahler?

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    • Juli 19, 2021

      Bei Christlichen Webseiten kann man nachlesen wie Diskriminierend Christen sein können. Religion ist an sich auch nur eine Zwangsneurose, genau so wie wenn man an Marsmännchen glaubt. Talibanchristen hört sich zwar befremdend an, ist aber im Zusammenhang dieser Ini. zutreffend dessen Motive genau so befremdend sind.

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  • April 19, 2013

    Frau Feri

    Ein Zentraler Punkt Ihres Eintrags ist nach Ihrer Ansicht nach die Aufkündigung des Solidaritätsprinzip. Sie schreiben:
    “Die InitiantInnen berufen sich auf die Gewissensfreiheit und wollen nicht an eine Leistung zahlen, die sie moralisch ablehnen. Damit kündigen sie jedoch das Solidaritätsprinzip der Grundversicherung auf, was verheerende Folgen hätte. „Die Grundversicherung ist dazu da, unerwartete Ereignisse im Leben aller Mitglieder der Gesellschaft zu decken“, schreibt die Verbindung der Schweizer Ärzte FMH.”
    Es stellt sich die Frage, wo heutzutage die Grenzen des Solidaritätsprinzip festgelegt werden. Sicherlich spielen hier Moral und weitere Wertvorstellungen eine zentrale Rolle, bis wohin die Solidarität reicht. Offensichtlich ist, dass eine 100% Solidarität irreal ist und dass die Schweiz auch nicht in den Sozialismus überkippen will. Mehrere Länder haben längst gezeigt, dass dies nicht funktioniert und in einer breiten Art von Armut endet, die wir alle vermeiden wollen. Also, wo findet die Solidarität ihre Grenzen? Grundsätzlich kann der Spruch „Die Freiheit des Einen hört dort auf, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“ sicherlich beigezogen werden. Im Bezug auf die Grundversicherung trifft Formulierung der Verbindung der Schweizer Ärzte FMH „den Nagel auf den Kopf“. Sie definiert ganz klar, dass die Grundversicherung unerwartete Ereignisse abdecken soll. Eine Schwangerschaft ist definitiv kein unerwartetes Ereignis! Dies passiert nicht einfach so, ohne dass man daran nicht willentliche beteiligt gewesen wäre (Vergewaltigungen ausgeschlossen). Somit fällt der Schwangerschaftsabbru​ch nicht unter dieses Kriterium und müsste nicht zwangsweise in der Grundversicherung eingeschlossen sein. Ansonsten müssten viele andere Bereiche auch eingeschlossen werden, in denen Menschen willentlich ein „Risikio“ eingehen und danach medizinische Behandlung benötigen. Z.B. eine Art von Extremsportart, bei der ein erhöhtes Verletzungsrisiko vorhanden ist. Wenn dies jemand eingehen will, so soll er dies mit einer Zusatzversicherung abdecken. Genauso sollte sich dies auch bezüglich Abtreibung verhalten. Wenn jemand ohne Verhütung Geschlechtsverkehr haben will und so das Risiko einer Schwangerschaft eingeht, so soll er dies mit einer Zusatzversicherung abdecken. Es ist eine persönliche und willentliche Entscheidung dieses Risiko einzugehen genauso, wie es auch eine willentliche und persönliche Entscheidung ist, durch eine sportliche Aktivität ein erhöhtes Risiko einzugehen, das durch eine Zusatzversicherung abgedeckt werden muss. Hinzu kommt, dass die Abtreibung eine weitere ganz persönliche Entscheidung ist, die jeder schlussendlich für sich selbst trifft. Will eine Frau bewusst all diese „Risiken“ eingehen, trotz intensiver Bemühungen der Aufklärung, ist und bleibt dies ihre individuelle Entscheidung. Dafür muss nicht zwangsweise die Allgemeinheit aufkommen!
    Sie selbst appellieren am Schluss Ihres Beitrages für selbstverantwortliche​ Entscheidungen. Leisten wir dem doch Folge!
    Die Forderung jedoch, dass die selbstverantwortliche​n Entscheidungen keine finanzielle Konsequenzen haben sollen, ist ein Widerspruch in sich selbst. Selbstverantwortung heisst, auch die Konsequenzen selbst zu tragen, ansonsten ist es keine Selbstverantwortung mehr.

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    • Juli 19, 2021

      Moral und Wertvorstellungen sind lediglich subjektiv, das kann sich von heute auf morgen ändern. Ändert sich das Umfeld oder Situation, wird die Moral und Vorstellung angepasst. Durch Moral ändert sich aber nichts.

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    • Juli 19, 2021

      Jede Kultur hat klare Wertvorstellungen, die sich mit der Zeit und der sich wandelnden Gesellschaft verändern. Die Umsetzung genau dieser aktuellen Wertvorstellungen nennt man Moral, die einen sehr starken Einfuss auf die Entscheidungen der Gesellschaft hat. Ob man dies anerkennen will oder nicht spielt keine grosse Rolle, es ist Fakt.

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    • Juli 19, 2021

      Das jede Kultur andere Wertvorstellung vertritt, kann möglicherweise zutreffen. Doch erst müsste man wissen was mit Kultur gemeint ist!? Sogenannte Moral oder Wertvorstellung kann aber keinesfalls als allgemeingültig herbeigezogen werden da dies je nach Umstand und Person individuell beurteilt wird.
      Ich bezweifle auch das solche Menschen die so eine Initiative unterstützen weiter als den eigenen Horizont denken können oder wollen und es ihnen egal ist wenn andere verpflichtet werden ein Kind auszutragen das sie gar nicht wollen oder haben können.
      Wie gesagt, ich muss mir auch religiöse Spinnerei gefallen lassen und diese über Kirchsteuer finanzieren. Denke da wäre der Ansatz des nicht zumutbaren angemessen und man Zwangsbeiträge an Kirchen streichen sollte, vor allem wenn nicht fest steht wo und was von Religiösem und Sozialem getrennt wird.

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  • April 19, 2013

    Da kann der Nationalrat noch lange eine Initiative massiv verwerfen;
    das letzte Wort hat immer mal wieder der Souverän, und das bestätigt
    die Subalternität unseres Parlaments zu meiner allerhöchsten Beruhigung.
    Frau Feris Votum gegen die Initiative war nur pro forma und eigentlich für die Katz. Nun legt sie hier die Gründe ihrer Gegnerschaft dar. Dass der
    Wegfall eines Versicherungsschutzes​ zu überhöhten Preisen führen würde,
    ist für mich nicht nachvollziehbar; vielleicht setzt sie sich aber noch in
    einem Nachtrag damit auseinander. Auch ihre Erwähnung von Seifenlauge,
    Stricknadeln und Küchentisch, die an Stelle eines fachgerechten
    Schwangerschaftsabb​ruchs zum Einsatz kommen würden, riecht stark nach
    reiner Rhetorik mit Horrorvorstellungen. Bleibt eine Versicherungsleistung​
    aus, so leidet die bisherige Qualität des Schwangerschaftsabbru​chs doch
    überhaupt nicht. Aufgrund dieser unsachlichen Gegenargumente darf auch
    der von Frau Feri vorgelegten Kostenrechnung ein gutes Mass an Misstrauen
    entgegengesetzt werden. Dass die Schwangerschaft nicht als Krankheit
    angesehen werden kann, ist ein ausgezeichnetes Hauptargument für die
    Initiative. Doch Frau Feri weist auf die ungewollte Schwangerschaft
    hin;​ es ist aber nicht einzusehen, weshalb die Allgemeinheit zu belasten sei, wenn Unbedachte einfach so ohne Schutz ihre Promiskuität ausleben. Frau
    Feris erste Hälfte des letzten Abschnitts ist zum Teil völlig unverständlich
    – hier schimmert ein partielles Kommunikationsunvermö​gen durch – und
    lassen einem zum anderen Teil die Haare zu Berg stehen: Was soll etwa
    heissen, “das Recht auf Gesundheit bedeutet auch sexuell gesund zu sein”?
    Darf sich eine Nationalrätin denn dermassen in der Terminologie vergreifen?

    Ich hätte den Vorschlag, dass Abtreibungen aus dem obligatorischen
    Leis​tungskatalog der Krankenkasse zu den Zusatzversicherungen transferiert
    werden. Ich bin, notabene, alles andere als ein taliban-christlicher Reaktionär, wie Herr Mahler sich ausgedrückt hat; von mir aus sollten sogar viel mehr Abtreibungen vorgenommen werden. Ich halte nichts anderes als die
    Eigenverantwortung hoch, aber die richtige, bei der auch die Konsequenzen zu
    tragen sind, die Frau Feri am liebsten ausmerzen möchte, es sei denn, der
    Träger der Eigenverantwortung müsse die Folgen nicht selbst übernehmen.

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  • April 19, 2013

    Wenn die von Ihnen beschworene intensive Sexualaufklärung, Frau Feri SP, (wo ja bereits 4-jährige angeleitet werden mit Holzpenissen und Plüschvaginas zu hantieren) plus kostengünstige Verhütung die Menschen tatsächlich befähigen würde selbstverantwortliche​ Entscheide im Bereich der Sexualität zu fällen, dann gäbe es keine “ungewollten” Schwangerschaften.


    Trotzdem ist es angesichts des Informationsstandes der heutigen Bevölkerung ziemlich grenzwertig bei Schwangerschaften von “unerwarteten Ereignissen im Leben aller Mitglieder der Gesellschaft” zu schwadronieren.

    Üb​rigens, wenn man sich das so vorstellt… 6,5 Abtreibungen auf 1000 Frauen, bei ca. 4 Mio. Frauen in der Schweiz… das macht ca. 26’000 mal gewollter Kindstod im Frühstadium!

    Muss man da wirklich Fundamentalist sein, um diese “selbstbestimmten Entscheidungen” ganz selbstbestimmt nicht mittragen zu wollen?

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  • April 20, 2013

    Frau Nationalrätin Feri: Sie haben meine Zustimmung. Die Initiative stammt aus aus christlich-konservati​ven Kreisen. Deshalb auch die komische Argumentation. Es geht gar nicht um die Kosten. Die Initianten haben selber gesagt die grösste Stimmenanzahl stamme aus kirchlichen Kreisen
    Die Initianten entlarven sich selbst wenn sie behaupten es werden Kinder abgetrieben. Falsch ! Die Behauptung ist völliger Blödsinn und wird von Medizinern und Biologen nicht behauptet. Bei Ablauf der gesetzlichen Frist von 12 Wochen gemäss Fristenregelung ist der Fötus maximal 10 Wochen alt (ca 2 Wochen dauert die Nidation vorher). Also die haben keine Ahnung von Biologie und behaupten irgendwas. Die Absicht ist mit dieser Blödsinns-Behauptung der betroffenen Frau/Mann ein schlechtes Gewissen zu machen.
    Bei einem 10 Wochen alten Fötus kann nicht von einem Kind geredet werden. Logisch. siehe http://www.svss-uspda​.ch/de/facts/biologie​.htm
    Es ist klar vertretbar dass ein Abbruch bis zu einer Frist (in der Schweiz per Gesetzestext 12 Wochen annehmbar ist. Finde ich gut so. Nur in Extremsituationen (z.B. unmittelbare Gefahr Tod der Frau usw ) darf ein Arzt darüber hinausgehen. Das ist auch gut so.
    Die Behandlung eines Abbruches ist eine medizinische Handlung und kann nur korrekt ein Arzt machen. Die Kosten soll weiterhin die Krankenkasse übernehmen. Das finde ich richtig.
    Es besteht auch das grosse Risiko dass bei Annahme Frauen aus finanziellen Gründen risikobehaftete Sachen vornehmen würden. Das muss verhindert werden. Deshalb Ablehnung der Initiative.

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  • April 20, 2013

    Frau Nationalrätin Feri: Sie haben meine Zustimmung. Die Initiative stammt aus aus christlich-konservati​ven Kreisen.
    Die Gründe der Initianten sind nicht finanzielle Gründe die die Krankenkassen sparen sondern rein moralische religiöse. Das ist abzulehnen.
    Genau diese kirchlichen Kreise die die Initiative machten haben sich immer schon massiv gegen jede sexuelle Aufklärung und Aufklärung zur Verhütung gewehrt und behindert. Elende Heuchler das. Diese Kreise haben auch massiv jahrelang !!!verhindert dass eine Möglichkeit zur Verhütung “die Pille danach” in der Schweiz zugänglich werden konnte. Ist etwa seit 2002 in der Schweiz rezeptfrei erhältlich. In anderen Ländern viel länger. Erfunden in den 90-er Jahren.
    siehe http://www.lilli.ch/n​otfallverhuetung_pill​e_danach/
    und http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Pille_danach

    und http://www.meds4all.c​h/notfallverhutung.ht​ml
    Nun warum ist die “Pille danach” trotz Einführung seit 2002 in der Schweiz nahezu unbekannt ? Weil religiös motivierte Kreise deren Bekanntheit mit allen Mitteln behindern, z.B. Aufklärung. Gemäss einer Umfrage ist “die Pille danach” nur wenigen Frauen bekannt. Deshalb: Aufklärung tut not.

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  • April 20, 2013

    Es ist interesssant dass die Abtreibungsgegner mit falschen Argumenten kommen, meist religiös motiviert, kann auch moralisch begründet sein. Zur Abschreckung und um den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen werden Bilder gezeigt von Embryonen kurz vor der Geburt im 9. Monat. So ein Schwachsinn. Ein Fötus in der 12. Woche sieht anders aus als im 9. Monat !
    Die Frist von 12 Wochen gemäss Fristenregelung ist der Fötus maximal 10 Wochen alt da vorher 2 Wochen Nidation sind.
    Es gibt Bilder von Föten in der 10. Woche. Es ist praktisch keine Entwicklung und/oder menschliches zu erkennen. Mag mich erinnern dass ich da mal was sah.

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    • Juli 19, 2021

      Genau genommen ist bei dieser Diskussion nicht die Debatte eröffnet worden, ob man für oder gegen eine Abtreibung ist. Vielmehr geht es bei der Diskussion darum, ob die Allgemeinheit zum Mittragen der Liebeskapriolen des Einzelnen gezwungen sein soll oder nicht (egal wie viel dies Kosten mag).

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    • Juli 19, 2021

      Was Sie da frisch fröhlich über den Entwicklungsstand von Menschen bis zur 12. Schwangerschaftswoche​ herausposaunen, Herr Kremsner, ist nur mit absoluter Bildungsferne zu begründen.

      Google bringt unter der Eingabe “Fötus 10 Wochen” 335’000 Ergebnisse in 0.26 Sekunden. Hier zum Beispiel aus http://www.baby-lexikon.com:​

      10. Schwangerschaftswoche​

      • Der Embryo hat jetzt eine Scheitel-Steiss-Länge​ von 2,2 bis 3 cm.
      • Alle wichtigen äusseren und inneren Organe sind angelegt.
      • Der Embryo streckt sich schon langsam.
      • Die Finger trennen sich voneinander.
      • Die Arme und Beine winkeln sich an.
      • Die Zehen trennen sich von den Schwimmhäuten.
      • Die​ Fusssohlen haben sich einander zugewendet.
      • Die Ohrmuschel ist zu erkennen.
      • Die Augenlider verschließen die Augen.
      • Der Kopf bekommt eine rundliche Form und richtet sich langsam auf.
      • Das Genital ist angelegt, aber es sind noch keine Unterschiede zu erkennen.
      • Der Anus ist entstanden und es bildet sich nun der Analkanal.
      • Die Anlage der Rippen ist durch die dünne Haut zu sehen.
      • Das Zahnfleisch trennt sich von den Lippen und nach und nach kommt es zur Ausbildung der Geschmacksnerven.


      12. Schwangerschaftswoche​

      • Der Embryo hat jetzt eine Scheitel-Steiss-Länge​ von 5 bis 6 cm.
      • Das Gewicht beträgt am Ende der Woche etwa 30 g
      • Die Wimpern beginnen mit Ihrer Entwicklung.
      • Die äußeren Geschlechtsorgane wachsen. Ein Hinweis auf das Geschlecht ist möglich
      • Die Entwicklung der Fingernägel hat begonnen.
      • Die ersten Zahnknospen haben sich entwickelt.
      • Das Kinn beginnt sich zu entwickeln.
      • Man kann die Nasenflügel schon erkennen.
      • Bewegungen sind im Ultraschall zu sehen.

      Das ist es, was gegen Bezahlung abgetrieben wird.

      Die Frage bleibt: Muss jeder damit obligatorisch solidarisch sein?

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  • April 20, 2013

    Vielleicht wäre es gut für diese Abstimmung einen Testlauf zu machen und alle Ausländer und Asylanten mit Abstimmen zu lassen.

    Vielleicht überlegt sich die SP danach ihre Positionen.

    Verhütung ist nicht Kassenpflichtig und wieso sollte es dann ein Schwangerschaftsabbru​ch sein?

    Zumindest beim zweiten mal, sollte ein Schwangerschaftsabbru​ch nicht mehr von der Kasse gedeckt sein!

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  • April 23, 2013

    Geschätzte Yvonne Feri,

    Jede Frau muss es mit ihrem Gewissen selber verantworten können, wenn sie sie ihr in ihr heranwachsendes Kind abtreiben will, das ist Privatsache, aber die Kosten dafür, um keimendes Menschenleben einfach meist gedankenlos zu töten, auch noch der Allgemeinheit aufzuzwingen, ist egoistisch und verantwortungslos. 5 x weniger zum Coiffeur oder Shopping und die Abtreibung kann leicht selber finanziert werden, ansonsten macht man ja Unbeteiligte noch zu Mittätern, und das geht einfach gar nicht. Einfach die Folgen des eigenen Handelns selber tragen, darum bin ich für diese Initiative, die Kosten für Abtreibung aus der Grundversicherung zu streichen, diese gehört allenfalls in die Privatversicherung. Abtreibung ist ganz klar auch keine Krankheit, die ganz sicher nicht in die Grundversicherung gehört, sie zerstört ja bestehendes Leben. Ich behaupte ferner, jede Frau die einmal oder gar mehrmals abgetrieben hat, wird es später bitter bereuen, wird darunter zumindest zu leiden haben, auch wenn es selber bewusst gar nicht eingestanden wird, und sei es nur, dass man sich sagt; „Heute wär mein Kind 5, 10, 20 Jahre alt ect“. Der Grund, warum das mit Sicherheit so ist würde den Rahmen sprengen, nur soviel;

    Eine neue Studie zeigt – die Suizidrate ist bei Frauen nach Abtreibung am höchsten. Verglichen mit Frauen, die im letzten Jahr nicht schwanger waren, ist die Todesrate durch Suizid, Unfälle und Mord bei Frauen, die abgetrieben haben,
    248 % höher. Dies zeigt eine während 13 Jahren bei der gesamten
    Bevölkerung von Finnland durchgeführte Studie.
    Diese Studie zeigt ebenfalls auf, dass die Zunahme der Todesrate vorwiegend auf Suizide zurück zu führen ist. Die Suizidrate bei Frauen, die abgetrieben haben, ist sechsmal höher als bei Frauen, die eine Geburt hatten und doppelt so hoch wie bei Frauen die eine Fehlgeburt hatten.
    Während das Risiko bei einem Suizid, einem Unfall oder durch Mord zu sterben bei Frauen die innerhalb des letzten Jahres abgetrieben hatten am höchsten ist, ist es bei Frauen die während dem letzten Jahr geboren haben am geringsten, etwa halb so gross wie bei Frauen die nicht schwanger geworden sind.

    Diese neue Studie bestätigt Resultate von früheren Studien, die in Finnland und den USA durchgeführt wurden und herausgefunden hatten, dass das Todesfallrisiko bei Frauen, die abgetrieben haben 3.5 mal höher ist, als bei Frauen, die geboren haben. Warum wohl ?
    In den USA wurde unter 173’000 kalifornischen Frauen eine Studie durchgeführt, und herausgefunden, dass bei Frauen, die abgetrieben haben die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 8 Jahren zu sterben 62 % höher ist. Diese Studie fand auch heraus, dass die Zunahme hauptsächlich bei Suiziden (154 % und Unfällen (82 %) war. Das menschliche Leid ist sehr gross, die Folgekosten unermesslich. Das Ganze ist auch weniger eine Frage der Kosten, wie Sie mir zuviel damit Argumentieren, sondern der Ethik, dem Schutz von Mutter & Kind.

    David Reardon, der Leiter der Studie stellt fest;

    “Frauen, die abtreiben wollen, sollen darüber informiert werden, dass Abtreibung zu massiven physischen und psychischen Gesundheitsstörungen führen kann und dass sie der vielen psychischen und physischen Gesundheitsvorteile einer Geburt beraubt werden”.

    Soviel mr bekannt, sieht die angenommene Fristenlösung in der Gesetzgebung überhaupt nicht vor, dass eine Abtreibungswillige sich vor einer Abtreibung bis zur 12 Woche sich medizinisch-fachlich zwingend noch beraten lassen muss über alle diese schweren Konsequenzen. Sowas nenne ich verantwortungslos gegenüber diesen Frauen und den in Folge abgetriebenen Kleinkindern/Föten, denn diese fachliche Beratung rettet möglicherweise deren Leben. Wiederum keine Glanzleistung unseres Nationalrates, der mehrheitlich SP/Grünen/CVP-Fraktio​n, weil diese wieder einmal sogar gegen die EMRK Art. 3 verstossen; „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“, was auch ganz klar für Schweizer/Innen zu gelten hat.

    Werte Yvonne Feri, Sie sollten unter all den aufgeführten Aspekten ihre derzeitige Einstellung einmal dringendst auf den Prüfstand stellen und nach dem Prinzip in der Bergpredigt (Gewaltlosigkeit unbedingt = abtöten ist aber Gewalt) hinterfragen, insbesondere als eine Nationalrätin der SP, tun Sie den „emanzipierten SP-Frauen“ überhaupt keinen Gefallen, im Gegenteil, Sie führen Ihnen enormen Schaden zu. Für die „Grünen“, biophil bedeutet Leben (auch Pflanzen/Natur) fördernd, und nekrophil, Leben einschränkend und abtötend, schlussendlich den Tod verehrend. Das waren z.B. massenweise praktizierend die Nazis und Faschisten einerseits, die Kommunisten anderseits. Die Nazis haben in 12 Jahren 51 Millionen Menschen (Frauen, Kinder, Greise, Kriegsgefangene, Politische) getötet, j ä h r l i c h werden aber weltweit 40 Millionen Kleinkinder/Föten getötet. Der Sowjet-Kommunismus hat übrigens 40 Millionen eigenen Landsleuten aus ideologischen Gründen das Leben gekostet. Die Jungsozialisten in der Schweiz frönen letzterem Extremismus ja bereits wieder, politisch auf einem Auge ganz blind. Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft​ an, glaube aber an einen Schöpfer, erkennbar in den Naturgesetzen, sonst kommen Sie mir wieder mit religiöser Fundamentalist ect. daher, denn ich schätze und respektiere ganz einfach ausschliesslich das LEBEN, auch der SP-Frauen.

    Ich wünsche Ihnen jedenfalls von Herzen, dass Sie zukünftig zu einer lebensbejahenderen,
    BIOPHILEN Einstellung finden mögen.

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  • April 28, 2013

    Aber ganz klar ist Abtreibung eine Privat sache jede Frau muss das mit sich selber vereinbahren.Der Staadt hat einfach nicht das Recht sich in alles einzumischen. Wo bitte bleibt da die Demokratie. Und die Abtreibungs Gegner sollten einmal überlegen, ob es gut ist, ein ungewohltes Kind in die Welt zu setzen. Mein körper gehört mir und nicht dem Staadt.

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