1. Ausländer- & Migrationspolitik

Aleppo und die Burka – Verschleierungstaktik​en der üblen Art

Es ver­geht kaum ein Tag ohne min­des­tens zwei bis drei Me­di­enan­fra­gen, ob ich für oder gegen ein Bur­ka­ver­bot bin. Die De­batte rollt über die Schweiz und Eu­ro­pa, als ob die wich­tigs­ten po­li­ti­schen Pro­bleme mit der Be­ant­wor­tung die­ser Gret­chen­frage gelöst wür­den. Wer­den sie aber nicht.

Natürlich bin ich gegen Bur­kas – die­ser Sack ist ein Klei­der­ge­fäng­nis und Aus­druck pa­tri­ar­cha­li­sche​r Is­la­mis­ten­vor­sch​rif­ten, die mit der mus­li­mi­schen Re­li­gion wenig zu tun ha­ben. Das sagen alle meine mus­li­mi­schen Kol­le­gin­nen. Bei uns kom­mu­ni­ziert man von An­ge­sicht zu An­ge­sicht.

Gleichzeitig finde ich ein Verbot auf Verfassungsstufe unverhältnismässig. Schon allein deshalb, weil es in der Schweiz kaum Burka- oder Niqab-Trägerinnen gibt, wenn wir einmal von reichen Touristinnen absehen. Dort, wo die Burka im Alltag überhand nehmen könnte, wie beispielsweise in einzelnen Tourismus-Orten, kann man sie regional oder kantonal verbieten. In Basel habe ich in den letzten 20 Jahren vielleicht zwei- oder dreimal eine Burkaträgerin gesehen. Es ist wie mit dem Minarett-Verbot: Im Kampf gegen Terror-Verbrecher braucht es andere Massnahmen als symbolische Verbote in unserer Verfassung. Daher etwas mehr pragmatische Gelassenheit, bitte!

Was mich an dieser Debatte besonders beelendet, ist die Verschiebung der Dramatik im veröffentlichen Diskurs in Europa: Seit 5 Jahren tobt ein brutaler, unbarmherziger Krieg in Syrien, bei dem fast alle Seiten übelste Kriegsverbrechen begehen, foltern, morden, Städte aushungern und Gasangriffe verüben. Zugleich ist es ein dreckiges Milliardengeschäft von Waffenhändlern. Dass via Saudi-Arabien auch Schweizer Handgranaten nach Syrien fanden, ist kein Ruhmesblatt für uns: Wie immer ist es die Zivilbevölkerung, die dem brutalen Morden hilflos ausgeliefert ist.

Die elenden Waffengeschäfte, auch von EU-Staaten und EU-Beitrittskandidate​n, haben in Syrien Millionen von Kriegsvertriebenen produziert. Dasselbe Europa aber ist unfähig, diese Flüchtlinge einigermassen gerecht zu verteilen. Es dominiert die Debatte, wo welcher Staat seine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen ansetzen wolle – und die Burkaverbot-Debatte.

Es ist höchste Zeit, dass wir den Fokus wieder verschieben auf die wirklich dramatische Situation in und rund um Syrien. Zurzeit leben noch etwa 200’000 Zivilisten in Aleppo: Frauen, Männer, Kinder. Abgeschnitten von Wasser und Nahrungsmitteln inmitten der zerfallenden Infrastruktur. Sogar Spitäler werden bombardiert. Das Bild des völlig verstörten Jungen in Aleppo hat Millionen erschüttert, das kann man aus den Tweets ebenso lesen wie aus den Leserbriefspalten. Aber ein Empörungs-Klick auf Facebook erschüttert die internationale Politik nicht. Dazu braucht es Millionen Menschen auf der Strasse. So, wie das vor dem Napalm-Angriff fliehende Mädchen Kim Phúc die Massen-Demonstratione​n vor Jahrzehnten gegen den Vietnam-Krieg mitmobilisiert hat.

Eigentlich müssten doch in diesen Tagen Millionen von Menschen in ganz Europa und Eurasien, in Nordafrika und in den USA auf die Strasse gehen und das Ende dieses unsäglichen Kriegs fordern – so lange, bis es die internationale Politik schafft, einen Waffenstillstand, humanitäre Korridore und anständige Unterstützung der Flüchtlingslager vor Ort durchzusetzen und die Kriegsparteien an einen Tisch zu zwingen.

Oder sind wir alle schon so resigniert und zynisch, das wir meinen, das habe ohnehin keinen Sinn, noch ehe wir es probiert haben? Empört euch!, hat der KZ-Überlebende Stéphane Hessel als schriftliches Testament hinterlassen. Genau das sollten wir tun – und darauf drängen, dass den Kriegstreibern der Nachschub ausgeht: Es ist wirklich höchste Zeit, sich gegen diesen unmenschlichen Wahnsinn zu empören, anstatt epische Burka-Debatten zu führen.

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Comments to: Aleppo und die Burka – Verschleierungstaktik​en der üblen Art
  • September 13, 2016

    Warum ist Kinder und Altersarmut kein Thema,, warum kümmert sich niemand um das Bashing gegen KESB eine Schutzbehörder auch für uns Erwahsens. die weit weg von Gleichstellung wie es die Verfassung will .. Mit der AHV plus wird wieder einmal nicht wahr und erstn genommen, dass viele Jugendlichen sich nicht kümmern zuweit weg ist das Alter.. Anders der normale Mittelstand der sich grad noch so über Wasser hält und schwimmen lerenen muss.. Ergänzungsleistungen als Almosenbitterei ziemlich demütigend für Menschen die ein Lebenlang gekrampft haben und dann DAS!
    Kinder und Altersarmut eine Schande für ein so reiches Bildungs und Kulturland Schweiz, Dazu zwar viel in Hochschulen . Forschund Innovation investiert, dass aber an der Basis das LOCH im Fundemant ständig wächst und damit die stabiität unseres obligatorischen Volksschule als solides Fundeament für lebenslange LernLust.

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    • Juli 19, 2021

      Sind Sie im falschen Beitrag gelandet?

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    • Juli 19, 2021

      Nein es war absicht – ich hasse Chastlidennken.. meine Neugier ist unendlich und erträgt keine Denkverbote Denkgrenzen.. ich weiss es fordert überfordert uns alle weil wir es nie gelernt haben dürfen.. Gedanken sind frei – sprengen alle Grenzen..
      Direktdemokratie überfordert uns alle vor allem das neue Nachrichtengesetz S- 26 – 84 ERklärungen zur Gesetzes Anderung – ein wenig Jurist sein genürg nicht mal da.
      also werde ich Nein stimmen da ich es nicht verstehe und leer oder enthalten nicht gültig nicht gezählt wir.. hier sollte man man genau hinsehen und handeln apropos
      Stimmrechtsgleichhe​it für Alle.. Ja – nein – Enthalten gleichgültig.. gleichwertig..
      warum​ gilt dies für den mündigen Volkssouverän nicht.. Recht und Pflicht im Rechtsstaat Schweiz.. sorry noch so ein Quergedanken der aber grundsätzlich neugedacht werden MUSS!

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    • Juli 19, 2021

      EVA
      Ein bisschen verwirrt ist er schon, Ihr Beitrag.

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  • September 14, 2016

    Frau Fetz

    Die Geschichte wiederholt sich einmal mehr… und wieder sieht die Welt-Elite nur zu!
    Doch auch all die reichen arabischen Staaten, sehen nur zu… Wieso gehen diese Menschen NICHT für ihre Brüder und Schwestern auf die Strasse. Wieso helfen die nicht?!

    Natürlich sind Europa, bzw. die EU und ihr Boss die USA mitschuldig. Primär ist das Problem aber ein Islam-Internes Problem.

    Ich denke viele von uns befremdet dies doch sehr! Es scheint fast so, als wollte die Elite das Fussvolk Europas für alles was schief läuft in der Welt pauschal verantwortlich machen. Nun ist es also an uns, auf die Strassen zu gehen, damit endlich etwas passiert?! Wieso gehen SIE nicht auf die Barrikaden, da wo die entscheidenden Köpfe sitzen, z.B. in Brüssel! Die Schweiz hat eine lange Tradition als neutraler Vermittler in solchen Situationen. Wieso kuscht der BR nur, anstatt mal auf den Tisch zu hauen?!

    Sie erwarten vom Volk mehr, als von unseren Volksvertretern !!! Deren Job es aber doch wäre!

    Zur Burka:

    Wieso beschäftigen wir uns mit einem Veloständerproblem? Die Burka ist nun mal ein Symbol für den radikalen Islam, den Wahabismus. Dieses Symbol auf unseren Strassen in der Kombination mit dem befremdlichen Verhalten der Arabsichen Welt in diesem Konflikt ist es wohl, was und dies als Zumutung empfinden lässt.

    Für mich persönlich ist es jedoch auch ein Zeichen einer klaren Haltung in Sachen Gleichberechtigung und auch eine Frage des Anstandes! Jawohl, richtig gelesen Anstand und Respekt dem Gastland gegenüber, oder gar der neuen Heimat gegenüber. Denn wir hier, sehen uns in die Augen und fürchten uns nicht vor dem was unser Gesichtsausdruck dem gegenüber verraten könnte. Den wir sind ja alles zivilisierte Menschen. Ausserdem brauchen wir niemanden, der seine Religionszugehörigkei​t offen zur Show tragen muss, weil das hier keinen interessiert. Religion ist bei uns Privatsache!

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    • Juli 19, 2021

      “Wieso gehen diese Menschen NICHT für ihre Brüder und Schwestern auf die Strasse. Wieso helfen die nicht?!”

      Dies ist eine sehr berechtigte Frage…

      “Primär ist das Problem aber ein Islam-Internes Problem”

      Falsch. Am Islam wird nur immer alles aufgehängt. Die Ursache der wahren Problemen und Kriegen ist nicht der Islam.

      “Ausserdem brauchen wir niemanden, der seine Religionszugehörigkei​​t offen zur Show tragen muss, weil das hier keinen interessiert. Religion ist bei uns Privatsache! “

      Sagen Sie das auch den Nonnen wenn sie welche sehen? Oder den orthodoxen Juden?

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    • Juli 19, 2021

      Nonnen, Herr Zoller, sind Ordensschwestern, sie tragen Berufskleidung und verschleiern nicht ihr Gesicht. Aber sie können’s gerne bis zur Spitze treiben, dann ist auch jeder Rastafari gemein und jede andere friedliche religiöse Gemeinschaft, deren Mitglieder problemlos mit uns zusammen leben können…

      Denn feinen Unterschied, wollen Sie halt einfach nicht sehen….

      Der Wahhabismus, ist weder auf dem Mist der Amis noch der Russen gewachsen!
      Und seine Opfer sind Muslime… aber selbstverständlich hat das rein gar Nichts mit dem Islam zu tun?! Wollen Sie etwa behaupten ohne die Kriegstreiber und Waffengeschäfte gäbe es diese Interreligiöse Spaltung gar nicht?

      “”Wieso gehen diese Menschen NICHT für ihre Brüder und Schwestern auf die Strasse. Wieso helfen die nicht?!”

      Dies ist eine sehr berechtigte Frage…”

      Und, kennen Sie die Antwort?! Wie können Sie dann behaupten, der IS habe nicht mit dem Islam zu tun?

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    • Juli 19, 2021

      Ja okay Nonnen vielleicht, aber die orthodoxen Juden nicht. Zu diesen haben Sie interessanterweise kein Wort verloren.

      “Wollen Sie etwa behaupten ohne die Kriegstreiber und Waffengeschäfte gäbe es diese Interreligiöse Spaltung gar nicht? “

      Die Spaltung schon, aber den Krieg nicht.

      Nein ich kenne die Antwort nicht. Ich weiss nur dass der IS aus dem Widerstand gegen Assad hervor ging und zunächst nichts mit einem heiligen Krieg gemein hatte. Wer diesen Krieg auf die Religiöse Schiene gezogen hat und plötzlich einen Gottesstaat ausrief weiss ich nicht. Auf jedenfall wäre der IS niemals so weit gekommen, wären nicht hunderte Europäer (zum Teil sogar Konvertiten) nach Syrien gereist. Besagte Europäer hatten oft keine Ahnung vom Islam und dem Koran. Diese waren oft arbeitslos und hatten keine Perspektive. Der IS gab ihnen die Möglichkeit, sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu profilieren und zusammen ein Ziel anzustreben und für etwas richtig grosses zu kämpfen.
      Der Islam spielt dabei meiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle. Es wird wie bei den Kreuzzügen einfach der ganze Krieg mit der Religion begründet und daran aufgehängt. Deshalb glaube ich dass der Islam als solcher nur ansatzweise etwas mit dem IS und seinem Krieg zu tun hat.

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  • September 14, 2016

    Zitat:
    “Die elenden Waffengeschäfte, auch von EU-Staaten und EU-Beitrittskandidate​​n, haben in Syrien Millionen von Kriegsvertriebenen produziert. Dasselbe Europa aber ist unfähig, diese Flüchtlinge einigermassen gerecht zu verteilen.”

    Wenn ich mich richtig erinnere, ist die EU Trägerschaft des Friedensnobelpreises.​
    Nun machen die Mitglieder lukrative Waffengeschäfte.
    Und​ es gibt immer noch Schweizer – ja, sogar ganze Parteien, die die Mitgliedschaft anstreben!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hofer

      Die EU ist nicht ein Friedensprojekt, sondern ein Wirtschaftsprojekt. Das scheinen viele zu vergessen. Und auch die EU lässt sich ein Waffengeschäft nicht einfach durch die Finger laufen, so wie das die Schweiz mit dem Kriegsausfuhrgesetz macht.

      Nicht dass die Schweiz nun damit zu einem Gutdenkenstaat wird, aber wir dürfen zumindest von uns behaupten, dass wir etwas tun. Was man von der EU nicht behaupten kann. Sie verhängt lediglich vielleicht Sanktionen, aber die Geschäfte führt sie trotzdem weiter.

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    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      Mein Name ist nicht “Hallo”, Herr Barner.

      Mir ist schon oft aufgefallen, dass Sie ziemlich harsch und sehr empfindlich reagieren, wenn es um die löbliche, und ausgesprochen friedliebende EU geht. Heja, sie ist ja schliesslich auch Trägerin des Friedensnobelpreises,​ wie bereits erwähnt.

      Haben Sie vielleicht auch schon ein bisschen die Menge der ausgeführten Waffen verglichen? Im Vergleich zur Bevölkerungszahl, natürlich. Abgesehen davon, ist die Firma MOBAG nicht einmal in Schweizerhand. So auch Rheinmetall. Es ist zudem umstritten, ob man Pilatusflugzeuge wirklich als Kriegsmaterial bezeichnen kann. Für den Bau gewisser Bomben werden ja auch Uhrwerke aus der Schweiz benutzt. Oder für die Navigation von Flugkörpern jeder Art enthalten diese Module von U-Blox, weil sie am exaktesten und präzisesten sind.

      Der Spiegel? Tolle Sensation aus Deutschland: Die Schweiz als Kriegstreiberin und als Kriegsgewinnlerin darstellen! Ausgerechnet die Deutschen müssen sowas sagen? Einer der grössten Panzer Produzenten. Neiaberau!

      Eigentl​ich verstehe ich nicht, was Sie mit Ihrem Einwurf sagen wollen, Herr Barner.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hofer, können Sie lesen? Im Spiegel steht es ja wohl ein wenig anders. Und dass die Schweiz am Krieg verdient, ist auch nichts Neues. Typisch für gewisse Schweizer ist allerdings, auf andere zu zeigen und zu vergessen, dass mindestens 3 Finger auf sie zurück deuten! Die Schweiz mischt im internationalen Waffengeschäft genau so mit, wie andere auch und liefert ja nun auch an Länder, denen Menschenrechtsverletz​ungen egal sind. Das wollte ich sagen. Wir haben also genau so eine weisse Weste wie die EU-Staaten oder Deutschland.

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  • September 14, 2016

    Am Chaos im Mittleren Osten, nicht nur in Syrien, sind vor allem die ehemaligen Kolonialisten schuld, die diesen Ländern Strukturen aufgezwungen haben, die in diesen Kulturen nicht funktionieren können. USA, England und Frankreich sollten deshalb allein für die Flüchtlinge aufkommen. Da wir Minarette verboten haben, ist die Burka das Symbol des IS geworden. Die Burka ist die Vorhut einer Parallelgesellschaft,​ die sich bei uns einnisten wird.

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    • Juli 19, 2021

      Was für ein Quatsch. Der grösste Teil der muslimischen Bevölkerung trägt keine Burka

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    • Juli 19, 2021

      Warten Sie noch ein paar Jahre bis der Familiennachzug kommt ( inkl. dem der vorläufig aufgenommenen), denn bis jetzt kommt der größte Teil der muslimischen Bevölkerung auch nicht aus dem mittleren Osten und Syrien.

      Und wieder will man zusammenführen oder durchmischen, was nicht zusammen passt. Von Anfang an, nie zusammen passen wollte! Und das erneut mit Zwang! Statt endlich zu Handeln und vereint da zu helfen wo die Hilfe am dringendsten ist, BEVOR Menschen in ein Gummiboot steigen.

      Uns zeigt man herzzerreißende Bilder von Kindern in Not und Europas Politiker diskutieren seit ewig nur und sind nur am streiten. Mein Gott allein in Deutschland leben 80 Mio. Menschen es würde auf noch ein paar 100000 oder auch etwas mehr doch nicht so ankommen. Platz haben Sie auch genug. Abgesehen davon, dass “man ihnen grünes Licht gegeben hat zu kommen! Und jetzt? Was ist daran bitte noch human?! Der grausam clevere Deal mit dem Türken, den man für den “Dreckjob” bezahlt hat? Wenn Der platzt, dann gute Nacht.
      Doch man kommt immer noch nicht von seinem hohen Ross herunter.

      Wir diskutieren über Burkas, was in einer zivilisierten Gesellschaft wirklich schwachsinnig ist. Und, ein nicht ganz unbeachtlicher Teil des Stimmvolkes, hat damit ein Problem.

      Denn unter dem Ding, steckt doch ein Mensch! Der uns signalisiert, dass er (sie) für uns unsichtbar sein will (darf). Obwohl Sie niemand dazu zwing….

      Wer das will und sich nicht öffnen kann, sollte sich ernsthaft fragen ob er hier wirklich richtig ist. Es gibt auch islamische Staaten, mit sehr hoherLebensqualität!

      Unabhängig davon müssen wir uns fragen, ob wir wirklich die nächsten 3, 4 Generationen (ein Jahrhundert) “Integration” tragen können, oder nicht besser jetzt dafür sorgen, dass die Menschen bald wieder zurück können.

      Die Politiker lassen uns hängen! Wieso sollten sie auch handeln? Die Wirtschaft profitiert ja an Jedem einzelnen, der den Höllentrip im Gummiboot überlebt. Und irgendwie weiter kommt. Und solange wir uns über Burkas streiten, sind wir abgelenkt. (Ist verdächtig ruhig geworden nicht?)

      Akzeptiere​n kann ich das Ding allein nur schon an sich, als freie Frau aber trotzdem nicht! Dank von den Damen erwarte ich nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Danke Frau Stutz

      Vielleicht übersieht man, dass es sich nicht um ein “kinkerlitzchen” handelt, sondern um einen Kleinbrand, der zu einem Steppenfeuer wird, wenn man diesen nicht in den “Schranken” hält.

      Aber das muss man zuerst verstehen, und die sog. Sozialdenker und Gleichmacher in unserem Land denken noch immer mit einem Gutenglauben könne man die Welt verbessern.

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    • Juli 19, 2021

      “Statt endlich zu Handeln und vereint da zu helfen wo die Hilfe am dringendsten ist, BEVOR Menschen in ein Gummiboot steigen. “
      Da gebe ich Ihnen recht !!

      “Wir diskutieren über Burkas, was in einer zivilisierten Gesellschaft wirklich schwachsinnig ist.”

      Auch da gebe ich Ihnen recht

      “Denn unter dem Ding, steckt doch ein Mensch! Der uns signalisiert, dass er (sie) für uns unsichtbar sein will (darf). Obwohl Sie niemand dazu zwing….”

      Das ist Ihre und Ihresgleichen Interpretation welche falsch ist. Die Leute tragen die Burka nicht um Ihr äusseres zu verstecken oder sich optisch abzugrenzen. Die sind nicht wie Milo Moiré die nackt durch die Stadt läuft und damit irgendwas aussagen will.
      Die tun dies aus einer inneren Überzeugung oder aus traditionellen Gründen oder weil es ihnen der Ehemann befielt.
      Somit ist die Aussage “obwohl sie niemand dazu zwingt” äusserst zynisch und/oder naiv.

      “Wer das will und sich nicht öffnen kann, sollte sich ernsthaft fragen ob er hier wirklich richtig ist”
      Genau, aber das muss sich nicht die Burkaträgerin fragen, sondern der Mann der fünf Meter vor ihr geht.

      Wenn Sie glauben Sie könnten diesen Frauen helfen indem man die Burka verbietet befinden Sie sich auf dem Holzpfad. Das ist Symptombekämpfung und ändert an der Unterdrückung der Frau überhaupt nichts.

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    • Juli 19, 2021

      Oh ja, Herr Zoller! Immer grad so wie man es braucht, nicht?!

      “Die tun dies aus einer inneren Überzeugung oder aus traditionellen Gründen oder weil es ihnen der Ehemann befielt.
      Somit ist die Aussage “obwohl sie niemand dazu zwingt” äusserst zynisch und/oder naiv.”
      “Genau, aber das muss sich nicht die Burkaträgerin fragen, sondern der Mann der fünf Meter vor ihr geht.”

      Wie denn nun?! Trägt sie das Ding freiwillig oder aus Zwang?!

      Tut aber so oder so nichts zur Sache, Herr Zoller! Büssen Sie meinetwegen beide, oder noch besser, wir lassen sie gar nicht erst einreisen. Den ob freiwillig oder unter Zwang, hier wird nicht vermummt… So einfach ist das! Ende der Diskussion! Wo bitte, liegt hier das Problem?! Ich kann ja auch nicht im Bikini irgendwo und Dubai rum rennen, käme glaub nicht so gut an… Ist ist Fall aber genau das Selbe!

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    • Juli 19, 2021

      “Büssen Sie meinetwegen beide, oder noch besser, wir lassen sie gar nicht erst einreisen.”

      Genau,​ hauptsache man zeigt dem bösen Vermummten wos lang geht.

      “Wie denn nun?! Trägt sie das Ding freiwillig oder aus Zwang?!”

      Sowohl als auch. Es gibt solche die religiös erzogen wurden und die sich als Sünderinnen fühlen würden, wenn sie keine Burka tragen dürfte.
      Die meisten jedoch würden sich vermutlich ohne Burka wohler fühlen, dürfen sie jedoch nicht ablegen aufgrund der Familie oder des Ehemannes.

      “Den ob freiwillig oder unter Zwang, hier wird nicht vermummt”

      Das bestimmen zum Glück nicht Sie. Kann ja nicht sein, dass wenn ich mich einmal vermummen möchte, ich dies nicht darf. Soweit kommts noch !

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    • Juli 19, 2021

      Die Burka-Diskussion ist unnütz. Wir sollten nicht ablenken davor, dass wir uns mit der Frage der in der Schweiz gültigen Religionsfreiheit befassen müssen. Neue Minarette zu bauen istper Abstimmung verboten. Aber Gebetsräume für Muslime gibt es so, we es alle übrigen Religionsräume gibt. Allerdings gibt es bei den muslimischen Vereinen einen grossen Unterschied zur katholischen und reformierten Kirchen, welche einen Kirchenrat oder sogar ein Kirchenoberhaupt wie- der Papst – aufweisen. Die muslimischen Vereine sind nicht zusammengeschlossen und haben kein “Kirchenoberhaupt$”. (Wenn also Herr und Frau Illi, sich als “Islamischer Zentralrat der Schweiz” bezeichnen, trifft das überhaupt nicht zu. Was uns beschäftigen muss, sind die sog. “Hassprediger”, welche kommen und gehen und hier Unruhe stiften wollen. Wie man lesen kann, steckt das rückwärtsgewandte Saudiarabien dahinter. Das Königshaus bezahlt, in Europa und anderswo, den Bau neuer Moscheen, setzt Prediger ein, welche sich auf Inhalte des Korans berufen, welche eine wahabistische Auslegung verbreiten. welche sich in unserer Zeit kaum mehr anwenden lassen. (Anmerkung: Im Gegensatz zur Bibel, wird der Koran von niemandem “bearbeitet”.
      Wenn wir also die Religionsfreiheit hoch halten wollen, müssen wir darauf pochen, dass Prediger in den hiesigen Moscheen, hier eine Universität besucht haben und hier ansässig sind. Damit entsteht ein wissenschaftlicher Dialog. Und die gemässigten Muslime in der Schweiz können sich wieder in irgendeine Moschee zum Gebet und zur Ffreitagspredigt begeben. Es wäre dann auch möglich, dass sich die gemässigten Muslime in der Schweiz zu einen grösseren Verein zusammenschliessen. Dann hääten sie endlich genügend Gewicht um die selbsternannten “wahren” Muslime wie die Illis sich nennen von ihrem selbst erstiegenen Sockel zu stossen. Das Resultat ist: Wenn trotzdem ein Prediger zu Hass und “heiligem Krieg” aufrufen sollte, kann er nach unserem normalen Recht belangt werden.

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  • September 14, 2016

    Ein sehr treffender Beitrag Frau Fetz, ich gratuliere.
    Sie schreiben mir aus dem Herzen !!

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  • September 15, 2016

    ich finde die diskussion über die burka völlig übertrieben und es wird so getan, als ob morgen der weltuntergang bevorstehen würde.

    natürlich ist die situation in syrien komplex und natürlich haben die rüstungskonzerne in aller welt das ziel möglich viele waffen zu verkaufen, um möglichst viel profit zu machen. woher kommen die grössen waffenproduzenten? usa, frankreich, deutschland, russland,…..

    wo ist die rolle von europa in syrien? hauptträger sind hier die usa und russland. da syrien durchaus vor der haustüre von europa liegt, ist die passive rolle etwas beschämend.

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  • September 15, 2016

    Als Tscheche ich verstehe sehr, sehr Frau Fetz. Weil ich sehe welche hysterie und Ressentiment bei uns gegen Flüchtlinge ist. Aber sehr grosse Verantwortung dafür hat tschechische ” politische Elite” und Medien.Ich denke dass die Gefahr ist nie meiner Meinung nach zum Beispiel Burka, aber wir allein. Angst das grösste Helfer für Nationalisten ist. Und Frau Fetz richtig schreibe, “Die elenden Waffengeschäfte auch von EU Staaten und EU Beitrittkandidaten haben in Syrien Milionen von Kriegsvertriebenen produziert”….Die Bürgen von Europa haben vergessen was II.Weltkrieg und Holokaust waren ? Oder sind für diesen Bürgern die Menschen nicht nur in Syrien minderwertig ?

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  • Oktober 4, 2016

    KleinderVorschriften Verbote gehören nicht in die Verfassung.. Wir leben in einer Wohlstandsverwahrlost​en Demokratie-Verluderun​g.. eine grundsätzliche Reformation der Volksinitiativen muss bitterntig angepackt werden anderseits. wandern immer mehr vergällte Urnenverweigerer und Urnenschwänzer ab. welches für das Gelingen unserer vorbildlichen direktdem Demokratie schädlich wäre. Solange nicht mal das halbe Volk frei und willig ehr und redlich an die Urne pilgert. bleiben PATT -Entscheide wie überall absolut ein Zufallstreffer so wird Wunschkind Demokratie keine ZauberEI sondern eind unerträglliche Durchsetzungs Zwängerei – solange Geld regiert – kollabiert Mensch Natur und auch der Rechtsstaat .. das KLima bleibt vergiftet unser schöner blauer Planet ein Wunschdenken..
    Wahlk​ampf ist Qualkampf … Wer die Wahl hat – hat die Wort-Wahl.. es gilt immer das gesprochene Wort vor Ort. in diesem Sinne mit Liebe Lust und Leidenschaft Mut und Verstand aber auch Andstand und Demut vor der Einzigartigkeit jedes Menschenkindes Menschenseele und MenschenWürde die unagtastet bleiben soll.. Feuer und Flamme für selbstbestimmtes Leben und Sterben in freiheit und Frieden..

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  • Oktober 18, 2016

    Frau Anita Fetz,
    Ich stimme ihnen im grossen Ganzen zu, obwohl die Erwähnung der Schweizer Handgranaten, völlig unnötig war. Es sind bestimmt nicht Schweizer Armeewaffen, die in diesem Krieg eine Rolle spielen.

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