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Alle die schönen Versprechen…

Die Eco­pop-I­ni­tia­tive​ ver­spricht, dass man damit ein Zei­chen set­zen kann. Zu­min­dest scheint das die Mo­ti­va­tion vie­ler Zu­stim­mer zu sein. Schliess­lich mache der Bun­des­rat oder „die in Bern“ so­wieso was sie woll­ten, und die an­ge­nom­mene MEI werde ja gar nicht um­ge­setzt (ob­wohl man hier sehr wohl im Zeit­plan ist!). Mit Eco­pop wol­len also viele ei­gent­lich ein­fach emo­tio­nal und laut­stark „auf den Tisch klopfen“, um ihrem all­ge­mei­nen Unmut Luft zu ver­schaf­fen. Was damit kon­kret in die Ver­fas­sung ge­schrie­ben wird und dort ent­spre­chend genau gemäss In­itia­tiv­text – und nicht so wie das „Auf-den-Tisch-klopfe​n“ vie­ler ver­mut­lich ge­meint ist – wirkt, wird in der emo­tio­nal auf­ge­heiz­ten De­batte gerne aus­ge­blen­det.

Trotzdem ist es aber so, dass unsere Gesetze, und mögen sie noch so ungeeignet zur Problemlösung sein, auch nach Beruhigung der Emotionen Gültigkeit haben und ihre – gemäss Wortlaut – Wirkung entfalten.

Die Ecopop-Initiative wird ihr Versprechen nicht halten. Oder glauben Sie, dass irgendeine Ressource weniger verbraucht wird, wenn es die Menschen bloss nicht mehr in der Schweiz tun? Und ist es zusätzlich wirklich sinnvoll, den Menschen, die nachweislich einen viel geringeren Pro-Kopf-Ressourcenve​rbrauch aufweisen als wir, nahe zu legen, dass sie sich nicht mehr so zahlreich vermehren sollen? Ja glauben Sie wirklich, das löse alle unsere Probeme?

Die Ecopop-Initiative löst überhaupt kein Problem. Sie möchte uns höchstens gegen die Probleme, die auch wir mitverursachen und daher auch eine Mitverantwortung tragen, gegen aussen abschotten. Ganz nach dem Motto: Wir wollen die Probleme nicht wahrhaben indem wir sie einfach nicht in unser schönes Land lassen. Zusätzlich massen wir uns dann noch an, dass doch gefälligst die anderen die Probleme lösen sollen, und zwar so wie wir es ihnen vorschreiben.

Egoism​us und Ironie in Reinkultur!

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Comments to: Alle die schönen Versprechen…
  • November 9, 2014

    Moralinsaure und schwache, dazu beleidigende Argumentation.

    Frau Ruth Jo, auch die GLP ist auf das Wohlwollen möglichst vieler Stimmberechtigter angewiesen.

    Das Stimmvolk ist nicht bloss eine emotional gesteuerte Herde die ohne die Leitplanken von Parteien und den überheblichen Belehrungen ihrer Sprecher nicht weiss wo’s langgeht.

    Wir können alle selber denken. Wir können verfolgen wohin wir mit der PFZ gekommen sind und wir können beurteilen ob wir Vorteile davon haben, oder ob bloss wieder die üblichen Verdächtigen dafür gesorgt haben das sie selbst, aufgrund von spekulativen Luftblasen (sprich Versprechungen vor der Abstimmung zur PFZ),einen Riesenprofit zum Nachteil der Bürger dieses Landes gemacht haben.

    Übrigens: Es ist nicht egal wo die Ressourcen verbraucht werden! Es macht einen Unterschied ob sie vor unseren Haustüren in unserer Natur und ganz direkt in unserer Gesundheit (körperlich und geistig) unverhältnissmässig verbraucht werden und unserem Land und uns ganz direkt dadurch schädigen, oder eben in anderen Ländern, die noch mehr Mühe damit haben sich direktdemokratisch einzubringen.
    Ausserdem kann die CH durch ein deutliches NEIN zum Ist-Zustand der rigorosen Zuwanderund ein Zeichen für ganz Europa setzen, nicht wahr?
    Allerdings scheint das aber in der Schweizer Politik von Links/Grün über Liberal Grün bis Mitte/Rechts gar nicht erwünscht zu sein.
    Vielmehr machen alle politischen Lager mittlerweile einen gar nicht mehr rational und sachbezogenen Eindruck in ihren Argumentatiofnen gegen die Initiative. Ach, ich weiss schon Frau Jo, die Wirtschaft, die Wirtschaft und noch einmal die Wirtschaft – nicht wahr? Menschen sind aber viel wichtiger, wissen Sie. Ohne uns läuft hier nämlich gar nichts, auch ihre Partei nicht, wofür auch?
    Gehen Sie mal über die Bücher. Kontrollieren Sie alle bitte ihr unbotmässiges Verhalten dem Stimmbürger gegenüber. Werden Sie sich bitte dringend wieder bewusst, dass Sie alle miteinander als Vertreter ihrer Parteien auf diejenigen angewiesen sind, mit denen Sie wiederholt umgehen als wären es unmündige Kleinkinder
    Und noch was: Die Mehrheit der Bürger in diesem Land denken ohne Parteibindung, sind also nicht auf eine bestimmte Art fixiert die Dinge zu sehen.
    Deswegen gibt es bis nach dem Urnengang keine Möglichkeit das Resultat der Abstimmung voraus zu sehen. Es werden sich aber bestimmt alle Leute an die Versuche der Parteiexponenten und des BR erinnern, die Bürger mit fadenscheinigen Argumenten die diesen Namen nicht verdienen zu manipulieren.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Frau Dreyfuss
      Danke für Ihren Kommentar.
      Es tut mir leid, wenn Sie meine Ausführungen als beleidigend und überheblich empfinden. Es war überhaupt nicht meine Absicht, mit meinem Statement irgendjemanden zu beleidigen noch zu belehren. Es war einfach meine Meinungsäusserung zur Ecopop-Initiative.
      S​ollte also meine Meinung jemanden beleidigt haben, möchte ich mich gerne dafür entschuldigen.
      Dass sich eine Partei und damit auch deren Politiker für ihre Haltung einsetzen, ist Teil der Demokratie, genauso wie Sie selber auch klarstellen, dass Sie eine eigene Meinung haben. Und das ist ja genauso Teil der Demokratie und das stellt auch niemand in Frage. Deshalb gehe ich davon aus, dass Sie mir diesbezüglich nicht ernsthaft Manipulation vorwerfen wollen? 😉

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  • November 10, 2014

    Anscheinend glaubt der Bund aber schon länger daran, dass es sinnvoll ist die Pamilienplanung in den betreffenden Ländern zu fördern.
    Frau Scheier, lesen Sie selbst:

    http://baz​online.ch/schweiz/sta​ndard/Was-die-Initian​ten-verlangen-tut-der​-Bund-heute-schon/sto​ry/25863766

    Haben Sie davon noch nie etwas gehört?

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Frau Dreyfuss
      Danke für Ihren Hinweis. Dass die Entwicklungshilfe der Schweiz unter anderem auch Massnahmen zur freiwilligen Familienplanung enthält ist auch mir schon lange bekannt. Allerdings achtet die Entwicklungshilfe auf ein sinnvolles Massnahmenpaket, das auch Bildung, Hygiene etc. etc. enthält, was insgesamt eine positive Wirkung haben soll.
      Was daher an der Ecopop-Initiative stört, ist, dass sie einen starren Anteil für eben genau nur diesen Teil der Entwicklungshilfe fordert. Dies schränkt die Entwicklungshilfe in ihrer umsichtigen Handlungsfähigkeit und damit in ihrer Wirksamkeit unnötig ein. Sie macht damit also schlussendlich mehr Probleme als dass sie löst…

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    • Juli 19, 2021

      Das ist nicht wirklich ein Problem sondern eine Krücke welche die Ablehnung der I. forcieren soll.
      Seriös ist bis jetzt in der Beziehung nicht argumentiert worden, denn die Information das die Entwicklungshilfe damit schon lange arbeitet wurde bis anhin im Zusammenhang mit der I. verschwiegen.
      Ich wusste das schon länger, die Medien berichteten über die Arbeit der HIlfswerke in der HIV Prävention und der Geburtenkontrolle. Aber viele Stimmbürger wussten es nicht, oder hatten das nicht abrufbereit.

      Spezi​ell auffällig war dieses Schweigen im Medienmarathon von Frau Sommaruga. Sie weiss bestimmt über die Arbeit der E.Hilfe bescheid, aber klagte die Ecopop Initianten und deren Befürworter theatralisch für ihr Anliegen an, in dem sie diese der Unmenschlichkeit bezichtigte – und das im Wissen, dass die Deza, bzw. die Entwicklungshilfe schon längst die Verbreitung von Verhütungsmitteln fördert.

      Das lässt tief blicken. Es ist nicht verwunderlich wenn das Vertrauen der Bürger in die von ihm finanzierte Regierung, die Parteien und ihre Vertreter zunehmend schwindet.

      Wie gesagt, wir können denken – sogar zusammenhängend! Wir können uns auch an Versprechen erinnern, vor allem an die welche man nicht eingehalten hat. Wir haben gerade was Lügen zum Zwecke der Manipulation des Stimmvolkes vor den Abstimmungen angeht ein Elefantengedächtnis. Schweizer können ätzend werden.

      Also benehmt euch den Bürger gegenüber so, wie ihr auch behandelt werden wollt. Falls ihr das nicht könnt – verkauft Autos, oder Versicherungen.

      Zu​sammenfassend kann man sagen: Die Wirtschaft und in ihrem Kielwasser UNSERE Landesregierung informiert nicht, sie desinformiert und manipuliert.

      Ich weiss nicht wie es anderen geht, aber ich bin nicht begeistert über das was sich da zeigt.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Frau Dreyfuss
      Ihre Forderung (oder auch die von Ecopop) ist wie wenn ich festellen würde, dass in meinem Haushalt Milch fehlt. Für meinen Kaffee. Ist keine Milch mehr da. Also muss ich bei meinem nächsten Einkauf darauf achten, dass ich sie kaufe. Ok, ich kann eine Quote festlegen. Ich kann für mich selber (oder als umsichtiger Haushaltsvorsteher, Betriebswirtschafter,​ Staatsmensch oder Politiker… etc…) darauf achten, dass das Manko beim nächsten Einkauf behoben wird.
      Aber – und da kommen wir in eine andere Kategorie – das gleich und für alle Zeiten (bis die Verfassung wieder per Volksentscheid geändert wird) in der Verfassung festschreiben?
      Wie fänden Sie das? Nur weil heute Milch felht, werden Sie verpflichtet, in Zukunft bei allen Ihren Einkäfen immer einen definierten Anteil an Milch zu kaufen??? Fänden Sie das gut?
      Ich nicht. Auch weil ich auf die Bedürfnisse und Anliegen reagieren können möchte. Darum NEIN.

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    • Juli 19, 2021

      Ja Frau Scheier, die Milchbüechli Rechnung.
      Da antworte ich Ihnen mit Berugnahme über die Milch zur Kuh gedacht:
      Nachdem wir, nach der Abstimmung zur MEI, erleben durften wie Volksvertreter umgehend und lautstark neue Initiativen aufgleisen wollten um die in der Verfassung neu zu verankerte MEI wieder ausser Kraft setzen zu können, sollten wir daraus schliessen, wieviel diese Verfassung noch wert ist. Nichts davon ist auf Fels gebaut wie man sieht. Die beschworene Endgültigkeit des in die Verfassung eingegangenen Volkswillens ist nur dann eine, wenn der Inhalt dem Willen der Wirtschaft und damit der Regierung entspricht. Sonst nicht. Man braucht sich nur die Reaktionen der Wirtschaft und der Regierung nach den letzten Abstimmungen ins Gedächtnis zurück zu rufen und die zögerliche Art an die Umsetzung der MEI heran zu gehen, während dem sich die Informationen über den totalen Schiffbruch den ganz Europa jetzt durch die PFZ und Schengen erlebt jeden Tag aufs neue multiplizieren. Die Politik muss endlich der Realität entsprechen und dem eigenen Land gerecht werden. Man kann nicht erwarten die Bürger noch länger über etwas täuschen zu können, wenn sie im real exisitierenden Alltag immer mehr Nachteile für sich selbst daraus erfahren. Nachteile die von Wirtschaft und Politik hartnäckig kleingeredet werden, was dem Bürger immer weniger gefällt.

      Zurück zur Verfassung und der Endgültigkeit der darin verankerten Gesetze. In der Beziehung ist für mich die Schweiz zunehmend genau so ein trauriger Anblick wie die armen Schweizer Kühe welchen man neuerdings die Hörner abschleift.
      Für mich gibt es da nichts mehr zu beschönigen, weder was die Kühe angeht, noch das Land und die Lebensqualität der Menschen.

      Es gibt in beiden Fällen keinen vernünftigen Grund warum sowas wie Hörner abschleifen, oder die Begrenzung der Zuwanderung abzulehnen sein muss. Beides ist nichts Positives für die Kühe und die Bürger der Schweiz.
      Kein Argument stimmt für die Menschen wirklich – ausser in unserer Gesellschaft wo das Wohl der Wirtschaft gleichgesetzt wird mit dem Wohl des Menschen und der Natur – obwohl man vor Augen hat was der profitmaximierte Wachstumswahn des Kapitals mit dieser Welt anstellt.

      Die Schweiz soll Vorbild sein und ganz Europa vormachen wie man, nachdem man ein Experiment als fehlgeschlagen erkennt, weil es Land und Bürgern schadet, umgehend souverän einen besseren Weg wählt und dann überzeugt handelt.

      Milchbüechli rechnen kann eine komplexe Sache werden, in erster Linie aber sollte mal ehrlich gerechnet werden, glaube ich.

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