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Angst geht um im Tessin

Angst geht um im Tessin.

Die lange Zeit etablierten Parteien des Kanton Tessins (FDP und CVP) sind aufgerüttelt und die SP direkt aufgeschreckt. Das Volk steht hinter der volksnahen Partei LEGA, die zusammen mit der Tessiner SVP 2 Kandidaten präsentierten, die diese Angstreaktionen hervorrufen.

Norman Gobbi , LEGA Staatsrat wird von der SVP wahrscheinlich als Bundesratskandidat aufgestellt. Battista Ghiggia wurde auch von diesen 2 Parteien in den 2. Wahlgang für einen Sitz im Ständerat geschickt. Obwohl Ghiggia vorher gänzlich unbekannt war hat er den beiden ehemaligen und neuen Ständeräten das Fürchten gelernt. Warum denn dies: Es ist klar, die Tessiner vertrauen ihrer Lega.

Die Lega und die SVP sind im Tessin die einzigen Parteien, die volksnah politisieren. Sie nehmen die Anliegen der Tessiner ernst und setzen was möglich ist um. Sie reden nicht so, wie es viele Politiker machen und hin und her lavieren.

Ständerat Abate wurde zu Beispiel gefragt, ob er die Wahl Gobbis in den Bundesrat unterstütze. Es ist klar, dass er es weiss. Seine Antwort: Zuerst müssen andere Sachen gelöst werden, dann entscheide ich (leere Worte, keine klare Meinung äussern).

 

Einer der viel Lärm um Gobbi macht ist der Wirtschaftsanwalt und ehemaliger Staatsanwalt Bernasco​ni. Mir ist unklar, weshalb er so wettert, es müsste ihm auch klar sein, dass die Mehrheit der Tessiner Gobbi schätzen.

Vieles über Bernasconi ist ausserhalb des Tessins nicht so bekannt:

Es vor allem Bernasconis Aktivitäten als Wirtschaftsanwalt, die regelmässig zu Irritationen führten. So vertrat der avvocato gemäss Recherchen der Weltwoche die Interessen von vier Gesellschaften des amerikanisch-ägyptisc​hen Filmhändlers Frank Agrama, deren Vermögen im Umfang von rund 100 Millionen Franken in der Schweiz auf Antrag der Mailänder Staatsanwaltschaft seit 2005 blockiert ist. Ein Mailänder Gericht verurteilte Agrama in diesem Kontext zusammen mit dem italienischen Ex-Premier Silvio Berlusconi wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis. Auf das Thema angesprochen, winkte der ansonsten durchaus gesprächige Anwalt kurz angebunden ab: «Es ist kompliziert, alles sehr kompliziert.»

Anders als in seiner Heimat wurden auch diesseits der Alpen seine Niederlagen kaum registriert. So endete etwa der Monsterprozess gegen den Arzt Antonio De Marchi und dessen vermeintliche «Todesklinik» mit einem dröhnenden Freispruch und einer richterlichen Schelte an die Adresse des Anklägers (Bernasconi).

Schade eigentlich, dass verschiedene Medien (Blick, Berner Zeitung, usw.) nur zu gerne, ohne Reflexion, die Aussagen dieses Mannes wiedergeben.

Der Lega wird immer wieder Populismus vorgeworfen.

Der Journalist und Buchautor Roger Boyes sagt: „Sobald Populisten sich an der Regierung beteiligen verlieren sie Biss- und Rückhalt.“

Seit Gobbi und Zali im Tessiner Staatsrat sind haben sie an Biss und Rückhalt gewonnen. Warum wohl ?

 

 

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Comments to: Angst geht um im Tessin
  • November 19, 2015

    Auch ich heisse Bernasconi, aber bin mit meinem Namensvetter überhaupt nicht einverstanden. Wie der gegen Gobbi spricht zeugt von wenig Kultur.
    Zudem muss ich sagen, dass Politiker der Parteien CVP und FDP im Tessin sich elitär verhalten, kaum volksnah und beantworten nur Fragen, wenn es ihnen genehm ist.
    Eventuell steckt hinter der Kampagne gegen Gobbi CVP Ständerat Lombardi, seine Idee: wenn ein CVP Bundesratssitz frei wird will er. wenn das Tessin einen hat, dann keine Chance.
    Ich möchte keinen Bundesrat Lombardi

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