1. Sicherheit & Kriminalität

Armee Debatte – einige Fakten

Die De­batte einer 80000 Mann ver­sus einer 100000 Mann nimmt der­zeit sku­rile For­men an. Kos­ten und Armee-Grösse wer­den mit­ein­an­der ver­gli­chen, ohne die der­zei­tige Situation und die stetig wachsenden Äuftrage an die Armee in Re­la­tion zu setzen.

Zudem wird auch voreilig oft die Armee in Frage gestellt, obschon Sie in vielen Punkten als Einzige die notwendige Kompetenz und Einsatzstärke besitzt.

 

Zu den Fakten:

Mit dem letzten Entwicklungsschritt der Armee (namentlich Entwicklungsschritt 2008/11) wurden die bisherigen Armeeaufträge beibelassen.

Dabei liegt jedoch der Fokus auf den wahrscheinlichsten Einsätze und dies sind im heutigen Umfeld die subsidiären. Das heisst vor allem die Unterstützung der zivilen Behörden in ausserordentlichen Lagen. Die Leistungen die die Armee dazu zu leisten hat,  bleiben momentan die Selben wie in den vergangenen Jahren.

Da gemäss der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten momentan ca. 1500 Polizisten fehlen und diese durch Nachwuchsprobleme nicht auf die Schnelle dazu stossen werden, werden vor allem Einsätze bei Grossanlässen wie EURO 08, WEF, G8 Gipfel usw. nicht wegzudenken sein.

Im Bereich der Luftraumüberwachung und Schutz des Luftraumes, hat nur die Armee die Befähigung einzugreifen. Auch im Bereich der Aufklärungseinsätze aus der Luft (Drohnen), FLIR, und SAR Einsätze hat nur die Armee diese Kompetenzen.

Auch im Bereich der Bekämpfung von Naturkatastrophen ist die Armee mit seinen Durchdiener- und Berufsformationen die Beste und schnellste Eingreiftruppe.

Im Bereich der Landesverteidigung, welche beim Modell mit 100000 Mann durch 22000 Mann als Kernkompetenz sichergestellt wird, ist die Armee die einzige Organisation die der Staat zur Abwehr einer Bedrohung von aussen einsetzen kann. Die 22000 Mann sind wie erwähnt die Kernkompetenz. Im Falle eines Ereignisses ob subsidiär oder Verteidigung kann die ganze Armee eingesetzt werden (=> siehe Armeebericht 2010).

Der Hauptunterschied zwischen einer Armee mit 80000 Mann und einer mit 100000 Mann liegt demzufolge hauptsächlich in der Durchhaltefähigkeit dieser Einsätze. Bei 80000 Mann ist ein längerer Einsatz der Armee nicht gewährleistet.

Die Kosten jedoch basieren auf Anschaffungen im Bereich Infrastruktur und Material, respektive Anpassung an neue Technologien für Spezial-Einheiten (z.B. die Fliegerstaffel).

 

Meiner Meinung nach zeigen obige Punkten auch gut die Notwendigkeit der Armee als einzige Versicherung der Schweiz im “worst case” auf.

Ich bin jedoch der Meinung, dass man diese 3 Punkte (Grösse, Kosten, Nutzen) getrennt diskutieren sollte.

Zum Nutzen, respektive der Notwendigkeit der Armee hat das Volk 1989 mit deutlichem Mehr eine eindeutige Sprache gesprochen.

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Comments to: Armee Debatte – einige Fakten
  • Oktober 7, 2011

    Schweizer Armee: Volkswirtschaftliche Kosten prüfen!

    Die volkswirtschaftlichen​ Kosten der Schweizer Armee sind hoch. Ein europäischer Ländervergleich dieser Kosten pro Kopf und/oder pro km2 Fläche wäre als Basis der politischen Diskussion über die Zukunft unserer Armee nützlich.

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