1. Ausländer- & Migrationspolitik

Armselige Flüchtlingspolitik Europas

“Einerseits willst du Großzü­gig­keit de­mons­trie­ren und Flücht­linge auf­neh­men, aber je großzü­gi­ger du bist, desto mehr spricht sich das herum – was wie­derum mehr Men­schen mo­ti­viert, Afrika zu ver­las­sen. Eu­ropa kann un­mög­lich die rie­sige An­zahl von Men­schen auf­neh­men, die ihren Weg nach Eu­ropa ma­chen wollen.”

 

Diese Worte wären für den Durchschnittsbürger Europas unumstritten. Die jährliche Umfrage der EU-Bürger, die kürzlich von Project 28 durchgeführt wurde, fand eine Einstimmigkeit über die Frage der Migration, die fast über den ganzen Kontinent unerreicht war. Die Umfrage ergab zum Beispiel, dass 76% der Bevölkerung in der EU glaubt, dass der Umgang der EU mit der Migrationskrise der letzten Jahre “armselig” sei. Es gibt kein Land in der EU, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung von diesem Konsens unterscheidet.

 

In Ländern wie Italien und Griechenland, die an der Front der Krise der letzten Jahre waren, ragt diese Zahl steil in die Höhe. In diesen Ländern glauben neun von zehn Bürgern, dass die EU schlecht mit der Migrantenkrise umgegangen ist.

 

Wie sollten sie auch anders denken? Die Ankündigung der Bundesregierung von 2015, dass normale Asyl- und Grenzverfahren nicht mehr in Kraft seien, verschärfte eine bereits katastrophale Situation. Die Populationen von Deutschland und Schweden stiegen in diesem Jahr aufgrund des Zustroms von Migranten allein um 2% an. Dies sind monumentale Veränderungen, die mit einer für jede Gesellschaft riesigen Geschwindigkeit geschehen.

 

 

Der Philanthrop und Mitgründer von Microsoft Bill Gates hat vor kurzem in einem Interview gesagt: “… du willst Großzügigkeit demonstrieren und Flüchtlinge aufnehmen, aber je großzügiger du bist, desto mehr spricht sich das herum, was wiederum mehr Menschen dazu motiviert, Afrika zu verlassen, Deutschland kann unmöglich die riesige Anzahl von Menschen, die ihren Weg nach Europa machen wollen, aufnehmen. “ (Foto von World Economic Forum / Wikimedia Commons)

 

Zur gleichen Zeit, wie die Öffentlichkeit gewusst hat, dass das, was die Politiker tun, nicht nachhaltig ist, hat es eine große Anstrengung gegeben, zu kontrollieren, was die europäische Bevölkerung sagen darf. BK-Merkel ging so weit, den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu drängen, die Beiträge auf Social Media zu beschränken, die kritisch gegenüber ihrer Politik waren. Dies war nur ein Beispiel für einen viel breiteren Trend. Auf dem ganzen Kontinent war jede private oder öffentliche Persönlichkeit, die es wagte, zu warnen, dass die Einfuhr so vieler Menschen in solch einer unorganisierten Weise der Beginn einer Katastrophe war, die sich mit den dunkelsten denkbaren Motiven beschäftigte.

 

EU-Ko​mmission-Präsident Jean-Claude Juncker beleidigte  die Öffentlichkeit

 

Selb​st nach den Terrorangriffen vom November 2015 in Paris und der Entdeckung, dass die Mitglieder der Terrorzelle über die Migrantenrouten in und aus Europa gelangt waren, wiesen die europäischen Staats- und Regierungschefs mehrheitlich die Besorgnis über die Migrationskrise zurück. Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker beleidigte  die Öffentlichkeit und die wenigen Politiker, die nach den Pariser Angriffen Merkel ablehnten:

 

“Ich würde die in Europa einladen, die versuchen, die Migrationsagenda zu ändern, die wir verabschiedet haben – ich möchte sie daran erinnern, ernst zu machen und nicht diesen Basisreaktionen nachzugeben, die ich nicht mag.”

 

Es ist verständlich, dass in einer Zeit, in der Tausende von Menschen das Mittelmeer überquerten und viele ertranken, einige humanitäre Impulse vorherrschen konnten. Damals im Jahr 2015, auf dem Höhepunkt der Krise, hat selbst Bill Gates Amerika dazu aufgerufen, Migranten auf demselben Niveau aufzunehmen, zu dem Deutschland sie aufnahm. Seitdem hat Gates jedoch bemerkt, was die meisten Menschen, die in Europa leben, bemerkt haben – nämlich dass die Öffnung der Grenzen Ihres Landes eine kurzfristige moralische Anziehungskraft haben mag, sie aber eine Vielzahl von langfristigen gesellschaftlichen Sorgen verursacht.

 

Die europäische Öffentlichkeit macht sich Sorgen

 

Es sind diese Sorgen – die die europäische Öffentlichkeit rund um sich herum sowie auf den Titelblättern ihrer Zeitungen sehen kann – die die Mehrheit der Öffentlichkeit in ganz Europa dazu bringt, den Fluss der Migranten reduzieren zu wollen. In seinem jüngsten deutschen Zeitungsinterview hat Bill Gates auch dieses Gefühl ausgedrückt – und zwar sehr deutlich – indem er sagte:

 

“Europa muss es den Afrikanern erschweren, den Kontinent über die laufenden Transitwege zu erreichen.”

 

Das alles ist natürlich wahr. Es ist nicht möglich für Europa, die Heimat für alle und jeden in Afrika, dem Nahen oder Fernen Osten zu werden, der es schafft, eine ziemlich kurze Wasserstrecke zu überqueren. Die Menschen in Europa wussten das schon lange. Einige Leute – schwer kritisiert von den Mainstream-Medien und der politischen Klasse – haben das sogar ausgedrückt. Aber vielleicht, jetzt, wo ein bekannter und sicher nicht-Nazi Philanthrop wie Bill Gates es bemerkt hat, wird sich etwas ändern. Es ist wahrscheinlich zu viel erhofft, dass die westeuropäische politische Klasse tatsächlich auf seinen Rat hören könnte. Aber könnten sie wenigstens ihre Verachtung für die vernünftigen Anliegen der breiten Öffentlichkeit im Zaum halten?

 

Quelle: Gatestone Institute

 

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Comments to: Armselige Flüchtlingspolitik Europas
  • Juli 18, 2017

    “Die Umfrage ergab zum Beispiel, dass 76% der Bevölkerung in der EU glaubt, dass der Umgang der EU mit der Migrationskrise der letzten Jahre “armselig” sei.”

    Die Meinung teile ich auch. Aber während Sie sich daran stören, dass einige Menschen aufgenommen wurden, störe ich mich daran, dass man den Tod von Tausenden im Mittelmeer billigend in Kauf nimmt. Dass das “sichere Drittland” Türkei zum Türsteher von Europa erklärt wird. Der neueste Steich der EU: NGOs, die im Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken retten, sollen zu Kriminellen erklärt werden.
    Die Schweiz ist leider nicht besser.

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    • Juli 19, 2021

      Thomas Müller ALIAS Frank Wagner,

      Er verstösst munter ganz bewusst gegen die Vimentis-Regel No.1 wie wir es von ihm fast schon gewohnt sind. Wieder persönliche Angriff mit falschen Unterstellungen sind danach ganz zu unterlassen, denn es ist wahrheitsgemäss zu berichten. Ich finde es nämlich gut und richtig dass die 3-7 % der echten Flüchtlinge ohne grosse Bürokratie aufgenommen werden, ihnen den nötigen Schutz gewährt wird, nicht aber der überwiegenden grossen Mehrheit, welches reine Armuts- & Wirschafts-Migranten sind. Letztere – alles junge Männer im besten Alter – verraten feige ihre Heimat wie die Menschen dort die sie im Elend einfach zurücklassen, nur um es sich in Europa – aus den für sie sehr gut dotierten Sozialkassen ohne jede Gegenleistung ihrerseits – es sich sehr gut gehen zu lassen. Dies weiss doch jedes Kind inzwischen. Charaktervolle junge Männer reissen sich am Riemen und helfen tatkräftig ihre Heimat vorwärts zu bringen.
      Und i.S. der Massen von jungen “Männern” aus Eritrea hat sich ein sogenannter “Fachmann” einer Hilfsorganisation erst kürzlich wie folgt geäussert: “Es ist eine krasse Diktatur dort und kein Rechtsstaat, vor allem beim Militär. Es würden Offiziere einfach eigenmächtig Strafen verhängen, ohne Gerichtsentscheid. Ja so was, jeder der in der Schweiz Militärdienst geleistet, hat doch selber erfahren oder selber erlebt, dass es völlig “courant normal” ist, dass der Vorgesetzte Offizier z.B. “scharfen Arrest” verhängt, & es auch darf.

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    • Juli 19, 2021

      Lassen Sie endlich Ihre Rufmord-Aktionen sein.

      1. ich heisse Müller, nicht Wagner

      2. über die Hälfte der Asylbewerber erhalten in der Schweiz entweder Asyl oder vorläufige Aufnahme. Ihre fiktiven Zahlen im einstelligen %-Bereich sind klar falsch. Das habe ich Ihnen mehrfach gesagt, und vor mir hat es Frank Wagner gesagt. (Sie werden ausser uns beidennoch mehr Leute finden, die die Asylstatistiken lesen und verstehen können; wollen Sie die auch alle als eine einzige Person hinstellen?) Sie verbreiten hier Lügen.

      Der eritreische Militärdienst kann lebenslang dauern und in lebensgefährlichen Bergwerken stattfinden. Dass Sie das mit der Schweiz vergleichen, zeigt, dass Sie keine Ahnung haben. Im Link unten sind ein paar Infos über Eritreas Militärdienst. Und wenn Sie später nochmal behaupten, das sei dort wie in der Schweiz, ist es eine Lüge. Denn Sie haben ab jetzt die Info, dass es eben n i c h t wie in der Schweiz ist.

      https://www.amnes​ty.ch/de/ueber-amnest​y/publikationen/magaz​in-amnesty/2012-3/die​nstverweigerung-asylg​rund-eritrea-schweiz

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  • Juli 19, 2017

    Die EU kann sich mit ihrem Verhalten keine Lorbeeren hohlen!
    Bei diesen Massanzügen und Seidenkravatten zählen einfach immer noch NUR das Salär!
    Echt geschämig!

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    • Juli 19, 2021

      Die jungen Araber in der Schule ist auch kein Honigschlecken

      Leh​rer Jan W. Berlin in Welt.de:

      Im letzten Jahr waren zwei Syrer in meiner Gymnasialklasse. Die Schüler haben praktisch immer geschwänzt. Reaktion der Schule keine.
      Bis vor einem Jahr hatten wir übrigens noch eine Sprachlernklasse, in der die Schüler in einer kleinen Lerngruppe Deutsch gelernt haben. Die Klasse musste aber aufgelöst werden, da die Schülerzahl unter 12 gesunken war. Alle Schüler wurden dann (trotz extremer Sprachmängel) auf die Klassen verteilt, in denen sie dann ihre Zeit absaßen. Diese Probleme werden ebenso wie Probleme bei der Inklusion totgeschwiegen. Die Politiker stellen sich dann hin und malen alles rosarot.
      Achso, beide Schüler wollen übrigens studieren.

      Walter K. aus Berlin in Welt.de:

      Ein Bekannter von mir hat eine solche Klasse in seinem letzten Schuljahr bekommen, er ist seitdem ein Nervenbündel. Seinen Ruhestand kann er nicht mehr genießen, er ist in psychologischer Behandlung und muß Antidepressiva und Beruhigungsmittel nehmen. Wenn ich schreibe was da alles vorgefallen ist, dann wird es wohl nicht freigeschaltet.

      Nur soviel: In ihter Heimat wurden sie von den Lehrern geeschlagen, hier drohen sie damit die Lehrer zu schlagen. Und nicht immer bleibt es nur bei Drohungen.

      Lehreri​n Renate S. aus Berlin in Welt.de

      Dazu kommt, dass die meisten der vor allem männlichen Schüler hier mit vollkommen unrealistischen Erwartungen ankommen und als Berufswunsch Arzt, Jurist, berühmter Schauspieler, Sänger oder Fußballer angeben. Eine realistische Selbsteinschätzung oder eine zu diesen Berufswünschen passende Arbeitshaltung fehlt ganz. Und wer ist dann schuld in den Augen dieser Schüler und Eltern, wenn die kleinen Prinzen nicht so recht vorankommen? Natürlich die Lehrer.

      Dass die meisten dieser Schüler niemals bereit sein werden, einen “normalen” Job zu machen, sowas als unter ihrer Würde empfinden, wurde schon an Praktikumstagen deutlich.

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  • Juli 20, 2017

    Wenn die Schlepper, NGO’s, Frontex diese Migranten ins Meer locken trotz besserem Wissen das es für einige den Ertrinkungstot bedeuten kann, so sind diese Organisationen daran Schuld.
    Die NGO’s und einige Kapitäne der Frontex stehen vermutlich im Solde der Schlepper, für Geld lockt man die Menschen in den Tod!

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    • Juli 19, 2021

      Niemand “lockt” Flüchtlinge ins Meer. Die Flüchtlinge wählen diesen Weg, weil der Landweg und der Luftweg von den westlichen Staaten gesperrt wurden. Die Mehrheit in der Politik der westlichen Länder (und am Stammtisch sowieso) sieht die Flüchtlinge halt lieber tot im Mittelmeer als lebend im eigenen Land.

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  • Juli 20, 2017

    … Und dann gibt es doch tatsächlich “Schweizer”, die himmelhoch Jauchzend den Beitritt zur EU begrüssen würden!
    Was, tut denn die EU für ihre Mitglieder, ausser abzocken?

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