1. Sozialpolitik & Sozialsysteme

Armut in der Schweiz ist ein Skandal!

In der Schweiz verfügen 3 % der privaten Steuerpflichtigen über gleichviel steuerbares Nettovermögen wie die übrigen 97 %. Gleichzeitig können laut Caritas rund eine Million Menschen ihre Existenz nicht aus eigener Kraft sichern und etwa 250 000 Kinder leben in armen Haushalten. Das ist ein Skandal. Es braucht deshalb eine Steuerpolitik, die den sozialen Ausgleich garantiert. Und die Mindestlohn-Initiativ​e ist die richtige Antwort auf den Lohndruck. Jüngste Forschungen zeigen, dass Mindestlöhne zu höheren Gehältern und mehr Beschäftigung führen, weil marktmächtige Firmen die Löhne nicht mehr unbegrenzt drücken können. Und die Forderung nach Mindestlöhnen ist nichts Exotisches. In Europa sind Mindestlohnregelungen​ verbreitet. 20 von 27 EU-Staaten kennen eine gesetzliche untere Lohngrenze. Bei einer Umsetzung der Mindestlohn-Initiativ​e müssten rund 11% der Löhne per Gesetz angehoben werden. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn wird es nicht mehr möglich sein, in der Schweiz zu einem Lohn von 10, 12 oder 15 Franken pro Stunde zu arbeiten.
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Comments to: Armut in der Schweiz ist ein Skandal!
  • Juli 21, 2011

    Sehr geehrter Herr Thomas Leitch,
    Die Schweiz ist ein Hochpreisland das ist richtig.
    Unser Stundenlohn ist im Vergleich zu Europa so hoch, dass sehr viele Arbeiten hier gar nicht mehr gemacht werden, wenn es irgendwie umgangen werden kann.
    Wenn also der Mindest-Stundenlohn, oder Monatslohn eingeführt wird, werden Firmen keine Arbeitsplätze schaffen und erhalten, sondern verlagern.
    Auch wegen dem hohen Schweizerfranken, der unsere Produkte einfach mal so 20% teurer machen. Aber dafür hat die SP ja eine Weitere Lösung, den Schweizer Franken an den Euro anbinden, der in seinen letzten Zügen ist.

    Mir wurde 1985 geraten, keinen Handwerksbetrieb, sondern eine Dienstleistungsbetrie​b zu eröffnen, das hätte Zukunft.
    Bei einem Dienstleister sehe ich immer das Bild des Kunden der befiehlt da er ja bezahlt, und eben der Dienstleistungserbrin​ger, der höflich alles Mögliche für Forderungen erfüllt. Weigert sich der Dienstleister, oder ist er zu teuer, ist der Kunde weg.
    Ist mir mehrmals passiert, dass Kunden aus Ideologischen Gründen einfach so Produktionen verlagert haben. Die einen kamen wieder, nachdem sie festgestellt hatten, dass es mit der Qualität nicht stimmte, andere blieben für immer weg.
    Niemand wäre in den 1990ger Jahren auf die Idee gekommen, dass einst Indien Software Ingenieure auf den Weltmarkt wirft, der unsere Arbeitslos macht. Oder dass Telefonzentralen in Irland, Ceylon, wo auch immer im Betrieb sind, als Callcenter für die Schweiz.

    Es besteht übrigens auch ein Zusammenhang, Lohngelder und Grundnahrungsmittel erwerben. Nicht dass ich jemandem in einem Discounter die CHF. 4‘000.- nicht gönnen würde, aber ich möchte nicht noch teurere Grundnahrungsmittel Preise haben als heute. Das bringt ja schlussendlich nichts, ich bekomme mehr Lohn, bezahle mehr für die Produkte.

    Meiner Ansicht nach können wir nur versuchen, unsere durch das Duale/Berufslehrsyste​m sehr gut ausgebildeten jungen Fachleute in Nischengebieten zu beschäftigen. Produkte herstellen, die nicht nur auf dem Papier eine hohe Qualität haben, sondern Real. Falls das noch einmal gefragt ist, in unserer schnelllebigen globalen Welt.

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    • Juli 21, 2011

      Guten Abend Herr Nabulon
      Unser Stundenlohn ist im Vergleich zu Europa tatsächlich hoch, aber die effektive Kaufkraft unserer Tiefstlöhne, also was man für seine Fr. 15.- Stundenlohn kriegt, reicht nicht zum Leben. Das Problem liegt heute in jenen Branchen, in denen keine Gesamtarbeitsverträge​ das Lohndumping verhindern, also im Detailhandel, in der Reinigung, Landwirtschaft, Textilindustrie bei Call-Centern oder im Coiffeur- und Kosmetikgewerbe. Ich glaube nicht, dass die Anhebung dieser Tiefstlöhne zu mehr Arbeitslosen führen würde, sondern ein anständiger Lohn würde den Betroffenen ermöglichen, ihren Zweitjob aufzugeben, was insgesamt zu mehr Beschäftigung führen würde. In der Schweiz konnten die Gewerkschaften übrigens mit ihrer Kampagne „keine Löhne unter 3000 Franken“ die Lohnsituation von vielen Beschäftigten in Tieflohnberufen verbessern und in empirischen Studien wurde festgestellt, dass Mindestlöhne keine negativen Auswirkungen auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit haben.

      Häme gegenüber der Euro-Schwäche führt uns nicht weiter – im Gegenteil: Die grösste Gefahr, dass Firmen Arbeitsplätze ins Ausland verlegen ist nicht ein gesetzlicher Mindestlohn von Fr. 22.- pro Stunde, sondern die gegenwärtige Stärke des Frankens, welcher unsere Exporte massiv verteuert und unsere Tourismusbranche schwächt. Aus diesem Grund fordert die SP dringliche Massnahmen gegen den starken Franken, bevor noch weitere Unternehmungen das Wechselkursrisiko auf ihre Angestellten abschieben, Löhne an den Euro koppeln, für den gleichen Lohn längere Arbeitszeiten verlangen oder gar Stellen abbauen oder ins Ausland verlagern. Denkbar ist die Verteidigung eines Wechselkursziels oder die Prüfung einer stufenweisen Franken-Anbindung an den Euro. Ausserdem fordert die SP eine Einschränkung der Währungsspekulation. Schliesslich verdienen die gleichen Finanzinstitute, die von uns Steuerzahlern gerettet werden mussten, derzeit Milliarden, indem sie auf den weiteren Zerfall des Euro spekulieren. Es braucht deshalb eine Neuauflage und Ergänzung des Gentlemen’s Agreements von 1976. In der damaligen Währungskrise hatten sich die Schweizer Banken verpflichtet, offensichtlich spekulative Transaktionen gegen den Franken zu unterlassen. Auch in der Vergangenheit verwendete Instrumente wie Negativzinsen auf ausländische Anlagen könnten ein wirksames Instrument sein.

      Martin Spieler, Chefredaktor der Sonntags Zeitung wundert sich übrigens in seinem Blog zurecht, weshalb die Währungsgewinne nicht an uns Konsumenten weitergegeben werden. Die Preise von Importprodukten müssten wegen des schwachen Euros und Dollars in der Schweiz um rund 20% fallen! So viel zum Hochpreisland Schweiz! Den ganzen, ausgezeichneten Artikel von Martin Spieler findet man unter

      http://www.martin​spieler.ch/wahrungsge​winne-an-konsumenten-​weitergeben/20110718

      Was Sie betreffend unseres guten, fördernswerten dualen Ausbildungssystems schreiben, kann ich zu 100% befürworten!

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    • Juli 22, 2011

      Sehr geehrter Herr Thomas Leitch,
      Danke um Ihre Antwort und Präzisierung. Ich kann das auch nicht ändern, und es stimmt, dass CHF. 15.- die Stunde nicht ausreichen zum Leben. Aber, wenn die gleiche Arbeit für welche heute CHF. 15.- / 100% bezahlt werden, dann Neu CHF. 22.- / 146% kostet, also CHF. 7.- mehr, reden wir von einer Lohnsteigerung von 46%. Damit es nicht so krass tönt, 31.8%, wenn man neu die CHF. 22.- als 100% annimmt.
      Da wir den Schweizer Franken noch nicht an den Euro gebunden haben, muss also ein Unternehmer die 20% Währung, und die knapp 32% Lohn, zusammen 52% irgendwie rechnen.
      Landwirtsch​aft, und Detailhandel sind jene, welche mit Schweizer Produkten unsere Grundnahrungsmitteln liefern. Abwandern werden die Bauern nicht, aber es wird mehr Importiert, und die Bauern werden arbeitslos, oder müssen sonst wie bezahlt werden, Subventionen?
      Wenn man bedenkt, dass man heute schon lange Produkte konsumiert, die in Anderswo bis China hergestellt werden, Fertigprodukte, damit man weniger Zeit zum Kochen braucht, damit auch der Mann es hinkriegt, etwas Essbares zu „Kochen“. Jedoch geht es eigentlich darum, dass auch die Frauen produktiv in einer Firma arbeiten können, weil die Frau ja nicht mehr an den Herd gehört.
      Oder man geht noch mehr im Grenznahen Ausland einkaufen, unsere Schweizer Produkte sind eh schon „zu Teuer“. Und es sind ja die Arbeitskosten welche die Produkte teuer machen. Nebst möglicherweise einem Schlechten Wetter, Ernteverlust.
      Wie sollen also Händler die Preissteigerung von 32% im Inland, kontra Verbilligte Importprodukte dank Euroschwäche 20% rechnen?
      Coiffeur, kenne ich viele, die gehen zu einer Kollegin, die zu Hause im Nebenerwerb Haare frisiert, ebenso mit Kosmetik. Dieser Trend wird zunehmen, Damencoiffeur ist heute schon so teuer, obwohl eine ausgebildete Coiffeuse einen niedrigen Lohn hat.
      Abwandern wird dieses Gewerbe nicht, da die Haare wachsen, und man den Kopf nicht irgendwo hin schicken kann.
      Die Textilbranche und auch Callcenter sowie Hersteller von Halbfabrikaten für die Nahrungsmittelindustr​ie usw sind ja bereits abgewandert, und haben nur noch einen minimalen Rest hierbehalten, um das Swiss Made zu behalten.
      Bei der Textilbranche ist es so, dass „Ausländische Markenartikel“ einfach weil wir ein Hochpreisland sind, teurer verkauft werden hier.
      Da lohnt sich ein Gang über die Grenze, oder man kauft No Name Ware hier.

      Es ist übrigens nicht einfach Häme gegen die Euroschwäche. Sondern da sollten gerade Sie als SPler daraus etwas lernen, nämlich dass es so wie das in Europa praktiziert wird, mit dieser Verschuldung und den ewigen Steuererhöhungen eben nicht funktioniert.
      Man kann ja nicht sagen, dass in Deutschland, Frankreich, usw die Gewerkschaften nicht stark sind. So bald an Tarifen IG Metall, oder im Gesundheitswesen an den Gesamtarbeitsverträge​n herum verhandelt wird, wird einerseits Gestreikt, anderseits verlassen jene Arbeitgeber das Land, die es sich leisten können.
      35Stunden Woche, hohe Stundenlöhne, viel Ferien, sprich zu wenig Produktivität, das noch mit „Fachpersonal“ was an Schweizer Standard keines ist, hat die Qualität Deutscher Produkte markant sinken lassen.
      Man merkt schon, dass bei den Autos Teile aus Korea, Tschechien, Portugal, Polen, kommen. Da ist nicht mehr im Auto drin was drauf steht.
      So produziert man Harz4 Empfänger, und so schwächt man die Wirtschaft. Und so etwas hat man als Unternehmer sehen kommen, dass irgendwo bei 40Stunden Arbeit die Grenze erreicht wurde.
      Es ja schön ist, oder wäre, nur 35Stunden zu Arbeiten 5 bis 6Wochen Ferien zu haben, usw. Jedoch, man muss zur Kenntnis nehmen, dass wir diese globale Welt haben, von der Alle reden, oder auch nur ein vereinigtes Europa, mit Nord Süd Gefälle, was Löhne und Produktivität anbelangt.
      Kommen noch tonnenweise Gesetze dazu, dass man keine Krustentiere mehr in Norddeutschland peelen durfte, sondern die wegen den Hygienevorschriften nach Nordafrika geschickt hat. Neuerdings darf man wieder.
      Jetzt kommen sie mit noch mehr Gesetzen und Forderungen, um Probleme welche durch den Sozialismus erst entstanden sind, noch weiter zu deregulieren? So etwas kann ich einfach nicht glauben.
      Wie Weltfremd sind sie eigentlich? Sehen sie es ehrlich nicht, oder wollen sie die Probleme einfach nicht wahrhaben?

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    • Juli 25, 2011

      Ein natürlicher Markt, auch ein Arbeitsmarkt lebt von Angebot und Nachfrage.
      Möglicherweise wird das von Herr Thomas Leicht und weiteren besser verstanden, wenn man ein Fallbeispiel aufbaut.

      Nehmen wir einen Wochenmarkt, wo Händler Waren anbieten. Da haben verschiedene Produzenten Waren in Verschiedener Qualität hergestellt, jeder hat sein Bestes gegeben, ein gutes Produkt herzustellen.
      Sollte​ den gesund konsumierenden nicht so fremd sein heute, der Wochenmarkt.
      Also, die Jenigen mit Produkten die gewisse Mängel haben, werden sicher nicht die Toppreise erzielen können.
      Der Käufer, Marktbesucher vergleicht also die Verschiedenen Waren und Angebote miteinander.
      Einerseits müssen die Händler wollen sie gute Geschäfte machen, sehr früh am Morgen bereit sein, ihre Waren anzubieten.
      Andersei​ts will man als Konsument zu Topp Ware kommen, muss man ebenso früh auf dem Wochenmarkt sein, die verschiedenen Angebote prüfen, um dann das Beste Preis Leistungsverhältnis zu erwerben.

      Wer zu spät kommt, wer keine 1A Produkte hat, muss sich mit dem zufrieden geben, was noch auszuhandeln ist.
      Das nennt man freien Wochenmarkt. Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise.

      Beim Arbeitsmarkt ist das genau gleich. Jene die als Erste mit den Besten Ausbildungen vor Ort erscheinen, haben Aussicht auf die Besten Löhne. Wer zu spät kommt, oder zu wenig gut ausgebildet ist, wird sich mit dem zufrieden geben müssen, was noch auszuhandeln ist, oder gar leer ausgehen.

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  • Juli 21, 2011

    In Afrika ist die Einkommensverteilung viel gerechter verteilt, alle sind gleich arm. Wollen wir so etwas in der Schweiz?

    “Jüngste​ Forschungen”: Ganz höflich, können sie mir die dazugehörigen Publikationen zitieren. Ich gehe ja davon aus, dass sie diese gelesen haben.

    Mit einem gesetzlichen Mindestlohn wird sich die Schwarzarbeit derjenigen Europas anpassen. Wollen wir das?

    Und bei uns muss keiner, der mit Lohnarbeit zuwenig verdient hungern. Wir haben ein Sozialamt, dass den Rest gemäss SKOS zahlt.

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    • Juli 22, 2011

      Herr Anton Keller,
      Es hat einmal geheissen, wenn wir die Grenzen aufmachen wird es keine Probleme mit den Arbeitsplätzen geben, sondern dann dürfen wir Schweizer ja in Deutschland Grenznahem Raum ebenfalls Arbeiten gehen.
      In meiner Branche sind die Mindestlöhne um Euro 12.- herum. Das waren bei 1.50 um CHF. 18.-, mit der Währungsschäche ca CHF. 15.- Tendenz sinkend.
      Der CH Arbeiter hier bekommt um die CHF.38.- ca.
      Und es ist genau das geschehen, was befürchtet wurde. Nicht wir gehen nach Deutschland raus Arbeiten, sondern Deutschland kommt mit Dumping Preisen hier arbeiten.
      Längerfris​tig wird es, so will es eine SP, weniger Reiche geben, diese 3% Superreiche sind scheinbar zu viele, sondern es wird einen Ausgleich eine Anpassung nach EU Normen geben.

      Das Ziel schlussendlich ist erreicht, wenn Weltweit alle gleich “Reich” oder gleich arm sind.
      Ich glaubte mal, so was nennt man Kommunismus..

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    • August 8, 2011

      Sehr geehrter Herr Keller
      Da muss ich Herr Werner Nabulon schon recht geben.
      Ausserdem sagen Sie wir haben ja das Sozialamt
      Können Sie sich vorstellen, vom Sozialamt leben zu müssen?
      Oder würden Sie sich nicht eher dafür schämen, wenn mann Ihnen den Ruf (“Sozi”= Faul zum Arbeiten) zuschreiben würde?

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    • August 8, 2011

      Nur wie glauben sie beide, dass eine egalitäre Einkommensvertielung erreicht wird? Ganz einfach, die reichsten 3% ziehen weg. Als Steuerflüchtlinge haben sie schon Übung. Dann sind wir doch alle gleich reich.

      Würde dies das Problem der Dumpinglöhnen lösen? Nein. Denn dank PFZ ist das Angebot von willigen Arbeitnehmer riesig. Da hat ein Superreicher wie der IKEA-Besitzer oder Michael Schumacher gar keinen Einfluss. Und ein Mindestlohn nützt ihnen gar nichts, wenn sie den Schweizer Job nicht bekommen. Fragen Sie mal die jungen Griechen, Spanier und Italiener, wie das so funktioniert. Die Sozialhilfe ist wenigstens für alle da.

      PS: Ich bin als Kind vom Sozialamt unterstützt worden. Da schäme ich mich nicht, nein ich bin dankbar dafür.

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    • August 8, 2011

      Sehr geehrter Herr Keller
      Wie auch meine Familie und ich sind in der Armut aufgewachsen und hatten damals keine Unterstützung. Es ging auch so.
      Ich habe selber in meiner Familie einen Sozialfall. Er ist erst 46 Jahre alt ist Zuckerkrank und bekommt niergends eine Arbeit.
      Er ist in einem Beschäftigungsprogram​m Gott sei Dank.
      Als er seine Arbeit verlor hatte er psychische Probleme und wurde dabei krank.
      Er wird von der ganzen Nachbarschaft als Soziale faule Sau eingestuft, das ich unverschämt finde. denn er arbeitet den ganzen Tag für ganze 980,- wohnt zur Zeit bei seinen Eltern, damit er dem Sozialamt nicht noch mehr zur Last fällt und dies wiederum gibt weitere Probleme.
      Also lieber, zu einem Mindestlohn arbeiten und auf eigenen Füssen stehen und dies mein guter Herr ist leider kein Einzelfall ich könnte Ihnnen noch viel mehr erzählen.
      Man sollte sich nur einwenig mit der Realität befassen und sich mit solchen Personen unterhalten.Glauben sie mir, ich weiss wovon ich rede.

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  • Juli 25, 2011

    Herr Leitch
    Was ist das Problem der unteren Löhne? Das Problem ist doch, dass auf dem freien Arbeitsmarkt in der Schweiz das System des Angebots und der Nachfrage nicht mehr gewährleistet ist. Durch das rasannte Bevölkerungswachstum in der Schweiz in den letzten Jahren war ein Überangebot an Arbeitern vorhanden. Oft waren diese auch nicht mit unserem System vertraut. Sie haben nur kurzfristig die grossen Summen (im Vergleich zu ihrem Heimatland) gesehen. Leider aber die erhöhten Lebenskosten der Schweiz ausser acht gelassen. Somit haben sie Löhne akzeptiert, die unter dem schweizer Standard liegen.
    Ein Mindestlohn wäre nicht notwendig, wenn der Arbeitsmarkt in der Schweiz mit einem vergleichbaren Bevölkerungswachstum wie im Rest von Europa funktionieren müsste.

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    • Juli 18, 2021

      Die Schweiz profitiert finanziell enorm von den eingewanderten Arbeitskräften. Ohne sie würden viele Bereiche unseres täglichen Lebens schlicht nicht mehr funktionieren. (Gesundheitswesen, Ingenieure, Gastrogewerbe, Bau usw.). Die Sozialabgaben pro Kopf wären ohne die ausländische Bevölkerung wesentlich höher. Die Einwanderer bringen zudem ihr Humankapital mit.
      Der Bundesrat muss aber die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit​ verbessern und verstärken, damit das heute gängige Lohndumping unterbunden wird. Dafür braucht es Massnahmen gegen die Schein-Selbständigkei​t, ein rigides Sanktionierungssystem​ mit Bussen und – für besonders schwerwiegende Fälle – die Stillegung von Baustellen, wie dies der Bundesrat vorschlägt. Allerdings dürfen die Verbesserungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Personenfreizügigkeit​ heute noch viel zu oft bloss einigen wenigen dient. Die SP fordert darum weitere Reformen zu Gunsten der Arbeitnehmenden und zur Beruhigung des vielerorts überhitzten Wohnungsmarkts.

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    • Juli 18, 2021

      Wer profitiert von der Einwanderung?? Sie sind es doch, der die Armut in der Schweiz anprangert. Das Problem ist doch, dass die Wirtschaft davon profitiert aber nicht zwingend jeder einzelne. Und weshalb nicht? Weil die Resource Arbeiter unbeschränkt zur verfügung steht. Sie kann verschwendet werden. Wenn jemand nicht ins System passt wird er im Sozialsystem entsortgt und ein neues Model im Ausland geholt. Dies ist einfacher und kostengünstiger als zu versuchen auch diesen Leuten eine Beschäftigungsmöglich​keit zu bieten damit sie ihren Lebensunterhat selber bestreiten können.
      Auch müssen die Firmen nicht wie früher darum besorgt sein, die benötigten Fachkräfte selber zu fördern und auszubilden. Sie überlassen dies kostengünstiger dem Ausland (ist natürlich auch günstiger für unser Ausbildungswesen).

      Es wird immer von flankierenden Massnahmen usw. gesprochen. Falls dies dann endlich Realität wird, ist das meist mit einem grossen administrativen Aufwand verbunden. Dies sind Kosten die auch miteinberechnet werden müssen. In unsere Schweiz herrscht sowieso die Krankheit der Reglementierung. Dies auch auf Grund der wachsenden Bevölkerung. Wenn mehr Leute enger zusammenleben braucht es mehr Regeln. Jede Regel muss aber auch kontrolliert werden. Dies braucht Personal. Meist sind dies gut ausgebildete Leute. Diese Leute fehlen dann der Wirtschaft.

      Ich bin überzeugt, wenn die Resource Arbeiter in der Schweiz wieder Limitiert ist (Beschränkung der Bevölkerung), würde jeder einzelne davon profitieren. Es würde sich dann nämlich lohnen, jedem so zu helfen, dass er wenn möglich seinen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten kann.

      Ich glaube auch nicht, dass die Zuwanderung wirklich so sehr zu unserem Wohlstand beigetragen hat. Aber ich weiss, dass die Lebensqualität in der Schweiz in den letzten Jahren abgenommen hat.

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  • Juli 25, 2011

    Der SGB hat einen Expertenbericht zur Tieflohn- und Mindestlohn-Thematik erstellt. Darin findet sich bspw. ein Ländervergleich, eine Auslegeordnung der Situation in der Schweiz oder eine Aufarbeitung der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema. Der Bericht ist rund 130 Seiten stark und kann für 12.50 beim SGB bezogen werden. Darauf habe ich mich bezogen.

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  • Juli 31, 2011

    Ja, Sie bringens auf den Punkt, wir sind nicht die reiche Schweiz, in Wahrheit sind mehr Leute arm, als reich geworden!

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  • August 8, 2011

    Nicht der Lohn ist zu tief, die Produkte und sämtlicher Lebensunterhalt ist zu teuer. Dazu kommen auch noch die vielen Ausländer, die unsere Arbeitsplätze beanspruchen.
    man sollte mal wieder das Rad richtig zum drehen bringen, würden sich auch sämtliche Probleme automatisch lösen.
    Das Rad kann man nicht neu erfinden!!

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  • August 21, 2011

    Ein Mindestlohn von 4000 führt zu einer höheren Arbeitslosenrate. Ein Betrieb wie ein Restaurant braucht ein Minimum an Personal. Bei einem zu hohen Mindestlohn wird das ganze geschlossen. Da werden einfach so viele Betriebe eingehen bis die übrigen genügend ausgelastet sind um den Mindestlohn zu bezahlen. Das ist für mich der grosse Minuspunkt. Gerade Leute mit kleinem schulischem Rucksack werden damit aus dem Arbeitsmarkt gedrängt! Auf der anderen Seite haben auch Studierte damit ein Problem. Die sind oft froh um ein Nebenjob oder ein Praktikum für den Berufseinstieg.
    Aber​ Einkommensschwache müssen entlastet werden. Das Leben muss billiger werden. Aber das ist leider mit einer bürgerlichen Mehrheit nicht zu haben. Dazu müsste erst einmal alle Abzockererein abgestellt werden. Meist hilft nur der Weg ins Ausland.

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    • Juli 18, 2021

      Es sollte nicht die Frage sein Mindestlohn ja oder nein sondern viel eher, wie hoch der Mindeslohn sein soll.
      Es kann nicht die Lösung sein dass jemand mit seiner Arbeit zu wenig verdient um damit leben zu können und trotz Arbeit beim Sozialamt Leistung beansprechen muss, dies wäre letztendlich auch eine Wettbewerbsverszerrun​g gemäss Motto “Gewinne privat, die Kosten dem Staat, sprich Durchschnittsbürger”​
      Auch müssen kantonale Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten und so auch bei dem Mindestlohn berücksichtigt werden!

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  • August 26, 2011

    @Werner Nabulon
    Die Nahrungsmittelpreise sind nun wirklich ganz unten bei der Belastung des Budgets.
    Natürlich rede ich von weitgehend unverarbeiteter Nahrung.
    Wenn man nicht selbst kocht wird es natürlich teuerer.
    Die grössten Belastungen sind Wohnkosten und Versicherungsbeiträge​!

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