1. Umwelt, Klima & Energie

AVIApolis statt Monopoly

Erneut hat der Chef VBS auf eine An­frage aus dem Par­la­ment bekräftigt, dass auf dem Flug­platz Dübendorf bis Ende 2014 militärischer Flug­be­trieb statt­fin­det. Ob das VBS den Stand­ort da­nach wei­ter nut­zen wird, lässt er offen und macht es von der Überprüfung des Sta­tio­nie­rungs­kon​­zep­tes mit Ent­scheid frühestens im 2012 abhängig. Das ist eine Aus­sa­ge, lässt aber vie­les – zu vie­les of­fen.

Diese anhaltende Planungsunsicherheit bildet der Nährboden für allerlei ins Kraut schiessenden Phantasien und Utopien von Planern und Architekten die den Traum, einer auf der grünen Wiese entstehenden Retortenstadt ausleben möchten.

Dass das gut erschlossene Gelände von 256 Hektaren vor den Toren Zürichs, ein immenses Potenzial hat ist unbestritten. Umso sorgfältiger ist dessen Zukunft zu betrachten.

Einzigar​tig ist der Flugplatz auch aus aviatischer Sicht. Nicht nur ist er die Wiege der Fliegerei in der Schweiz, er bietet heute immer noch über tausend Arbeitsplätze und ist zugleich die letzte grosse zusammenhängende freie Fläche im Siedlungsbrei der Region. Der Luftwaffe dient der Standort als Tor zur Ostschweiz und beherbergt immer noch ein Lufttransportgeschwad​er, die Führungsinfrastruktur​, sowie Flächen- und Sonderflugzeuge des Bundes. Genau diese Stärken sollen auch in Zukunft von Bedeutung sein.

Daher ist einzig die Option der zivil-militär-aviatis​chen Mischnutzung innovativ und zukunftsweisend. Durch die Ansiedlung von Unterhalts- und Ausrüstungsbetrieben der Wachstumsbranche Aviatik, werden weitere hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und nur wenige belastende Flugbewegungen generiert. Dadurch wird eine hohe Wertschöpfung bei geringen Emissionen erreicht. Die Funktion für die Luftwaffe als militärische Basis bleibt erhalten, die offene Fläche und  strategische Landreserve bleibt grösstenteils frei. Auch ist gegen die gelegentliche Nutzung durch kulturelle oder Sportliche Grossanlässe nichts einzuwenden, eine Grundinfrastruktur zu diesem Zweck liesse sich einrichten und würde der „Weltstadt“ Zürich nicht schlecht anstehen. Auf dem Gelände ist ein Nebeneinander von verschiedenen Nutzern unter Beibehaltung der Fliegerei möglich.

Aus diesen Gründen setze ich mich mit aller Kraft dafür ein, dass diese Chancen nicht zubetoniert werden und hoffe, dass sich der Bund rasch zu einer verbindlichen Aussage über die weitere Nutzung des Geländes durchringen kann.

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