1. Medien & Kommunikation

Blogbeiträge und Kommentare

Blogbeiträge und Kommentare

Von Bösen, Arroganten, Gelöschten und Unhöflichen

 

Auf der Plattform Vimentis findet ein reger Austausch von Gedanken und Meinungen statt. Die Macher dieser Homepage wollen möglichst  neutral, das Publikum über politische Themen informieren und ihm Gelegenheit geben, darüber kontrovers zu diskutieren. Die  Diskussionen sollen ohne persönliche Angriffe geführt werden. Kommentare mit beleidigendem Inhalt können gelöscht werden. Je nach  Aufforderung zum Löschen, die übrigens jeder dem Team stellen kann, werden sie das auch, wie ich das selbst schon erfahren habe. Die Löschungen der Kommentare nimmt das Dialog-Team vor.

Die Blogbeiträge unterstehen offensichtlich nicht diesem hohen Anspruch. Hier können Sie als Autor, locker die SVP (hier Synonym für die  Bürgerlichen) als Bande von Lügnern bezeichnen, die in der Presse eine Schmutzkampagne nach der andern fährt mit dem Ziel einen Staatsstreich durchzuführen. Andererseits können Sie als Blog-Autor genau so locker die SP (hier Synonym für die links und mitte  Parteien) in die Pfanne hauen und sie als Staatsschmarotzer, als EU-geile, schweizerische Nestbeschmutzer hinstellen. Was passiert?  In der Regel, nichts, nada, nothing, nitschewo, nüt! Mit einer Ausnahme, ganz offensichtlich hat einer masslos übertrieben. Sein  Blogbeitrag -ebenso offensichtlich reines Bashing wider die SVP- wurde gelöscht.

Die Stellungnahme des Dialogteams zu “untolerierbare Themen” finden Sie hier: Stellungnahme

Die Begriffserklärung “bashing” finden Sie hier: bashing

Soweit so gut. “Wes’ Herz voll, des’ läuft der Mund über”, so das Sprichwort. Mir sind Diskussionen lieber in denen Emotionen  mitschwingen. Viel besser finde ich, als das coole, abgehobene Gesülze, das manche möchtegern “Intellektuelle” jeder Couleur pflegen.  Aber am schlimmsten, am abgehobensten, finde ich diejenigen, die sich viel zu schade sind, dem blöden, dummen, aufmüpfigen und aufsässigen Volk auf seine Kommentare zu antworten. Diskussion und Dialog -so doch der Anspruch- verstehe ich als Austausch der Meinungen, als Offenlegung seiner Ansichten, als Hinterfragen der eigenen Überzeugungen als auch derjenigen der Kontrahenten. Und hier hapert es doch bei unseren Politikern (ich weiss, die Wahlen sind vorbei), die sich offensichtlich zu schön, zu schade und/oder zu (ein)gebildet sind, die Kommentare ihrer Blogleser zu beantworten. Ob das politisch klug ist oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Aber ich darf mit Sicherheit feststellen: Es ist verdammt unhöflich und arrogant.

Unten find​en Sie ein paar Beispiele von Blogbeiträgen, in denen sich die Autoren und Autorinnen die Kommentare -ich-weiss-nicht-wohi​n- stecken, damit sie nicht antworten und Stellung nehmen müssen. Die Auswahl erfolgte selbstverständlich ganz zufällig, aber beabsichtigt 🙂 und korrekt in alphanumerischer Reihenfolge.

Ingold:​ Ein Antwörtchen für unzählige Fragen!

GrunderGro​sse Klappe, keine (Ant)Worte!

Schneide​r: Wortlos (wie) die Queen!

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Comments to: Blogbeiträge und Kommentare
  • Februar 4, 2012

    Politiker reziklieren grösstenteils ihre Beiträge in Vimentis. Ich frage mich, ob nicht die Parteisekretariate deren Texte einstellen. Auf jeden Fall gehen nur die allerwenigsten hin und wieder auf die Diskussion ein.

    Zudem wollen viele Politiker grundsätzlich nicht auf Einwände wirklich eingehen, weder in Blogs noch in der Arena etc, sondern dreschen Aussagen aus ihrem Standardrepertoire ab, die hin und wieder sogar einigermassen zur Frage passen.

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    • Juli 19, 2021

      Aus welchen Gründen, Herr Keller, glauben Sie, dass ich mir so Schrott wie die Arena, den Club usw. nicht mehr reinziehe? Eben! 😉

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  • Februar 4, 2012

    Viele Politiker sind doch heute nicht mehr konfliktfähig. Sie haben die Fähigkeit verloren, auf Argumente zu reagieren und aktiv an einer konstruktiven Diskussion teilzunehmen. Auch sind sie gefangen in der Meinung ihrer Parteien und Interessensgemeinscha​ften. Im Hinterkopf ist doch die erste Priorität die Wiederwahl und nicht das Wohl der Schweiz. Niemand ist bereit, etwas zu riskieren. Dies ist aber bei einer offenen Diskussion die Gefahr. Man muss auf unerwartete Kommentare, Meinungen und Standpunkte reagieren. Und bei Sachfragen können solche Diskussionen Wege nehmen die zwar konstruktiv, aber unkontrollierbar werden. Und es wäre ja schlimm, wenn ein Politiker schlussendlich zugeben müsste, dass seine ursprüngliche Meinung falsch ist.

    Dies ist aber ein allgemeines Problem unserer Gesellschaft. Niemand getraut sich mehr eine eigene Meinung zu haben und selbständig Entscheidungen zu treffen. Immer mehr brauchen die Leute die Zustimmung ihrer näheren Umgebung. Jeder will sich zuerst absichern, bevor er sich äussert.

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    • Juli 19, 2021

      Mit nichts riskieren meinen Sie, gegen den Strom -oder wie es Neudeutsch heisst- gegen den Mainstream zu schwimmen? Aber Sie haben schon recht, wenn ich als unabhängiger eine bürgliche Ansicht äussere, werde ich sofort als SVP-Hardliner beschimpft. Äussere ich mich sozial engagiert, werde ich als Sozi verschrieen. Tja, was will man? Selbständig denkende Menschen sind in der Politik nicht gefragt und nicht geschätzt.

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Meyer-Wartmann, wenn man heutzutage in einem Thema seine Meinung äussert, wird man gerade einer Kategorie zugewiesen. Die Leute können nicht verstehen, dass man als unabhängiger Lösungen von verschiedenen Parteien unterstützen kann. Und zwar von ganz links bis ganz rechts.

      Diesbezügl​ich gerade ein gutes Beispiel: Mir ist die Umwelt, Natur und unser Lebensraum Schweiz wichtig. Dies würde doch bedeuten, dass ich die Grünen unterstützen sollte. Jetzt sehe ich aber, dass unser Lebensraum immer mehr von Menschen überflutet wird. Einen Grund dafür sehe ich im Bevölkerungswachstum und somit der übermässigen Zuwanderung. Jetzt sind in der Schweiz nur 2 Parteien gewillt, etwas in dieser Richtung zu unternehmen. D.H. ich muss in diesem Thema die SD und die SVP unterstützen. Bin ich nun ein Rechter????

      Dieses Schemadenken das heuzutage herrscht verhindert, dass unterschiedliche Meinungen und Ideen aus ideologischen Gründen nicht diskutiert und in betracht gezogen werden.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Steiner, ich unterstütze Ihre Aussage.
      Was ist, wenn wir diesen parteipolitischen Richtungsterror bewusst ausbremsen und anfangen die bestehenden Parteien zu erziehen?
      Möglich wäre auch die Gründung einer neuen Partei, welche z.b. diese Probleme in ihrem Programm und möglichst auch tatsächlich bearbeitet in dem sie die Zuwanderung begrenzen will, den EU-Beitritt ablehnt und gleichzeitig den Schutz und die Pflege der Umwelt Ernst nimmt und diese Ziele auch wirklich verfolgt.

      Sowas wäre doch zur Abwechslung mal was Vernünftiges, dass man als Bürger nachvollziehen kann.

      Das würde bei den alten eingefahrenen Schematikern der bestehenden Parteien vielleicht ein bisschen Durchzug im Denkprozess auslösen. Wählerpotential wäre genug vorhanden.
      Man bedenke: Über 90 % der Schweizer leben und denken parteifrei.
      Konkurre​nz belebt das Geschäft!

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    • Juli 19, 2021

      Frau Keller, Sie fragen:
      “Was ist, wenn wir diesen parteipolitischen Richtungsterror bewusst ausbremsen und anfangen die bestehenden Parteien zu erziehen?”

      Es wäre allerhöchste Eisenbahn, wenn wir endlich damit beginnen würden. Meine Unterstützung haben Sie! Mit der Gründung einer neuen Partei habe ich eher Vorbehalte. Die Effizienz im Umsetzen der Anliegen wird doch hauptsächlich gebremst, durch durch Tatsache, dass für den Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur unverhältnismässig viel Kraft investiert werden muss, um vom Geld jetzt einmal nicht reden zu müssen. Warum also nicht die “alten” Parteien unterwandern und die neuen Ideen so über deren Kanäle verbreiten und realisieren? Der lange Marsch durch die Instanzen lässt grüssen!

      Sie, Frau Keller in der X-Partei, Herr Steiner in der Y-Partei und ich komme bei der Z-Partei unter. Wir verstünden uns, wir wüssten von uns und unseren gleichen Zielen und könnten in unseren Organisationen entsprechende Weichen stellen. Das wär’ doch was!

      Irgendwo schrieb ich mal als Antwort auf einen Kommentar: “Ist mir ein bisschen zuviel Konjunktiv!” Irgendwie gilt das auch für den obigen Absatz. 🙂

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  • Februar 5, 2012

    Politiker leben in einer Parallelgesellschaft ihrer vermeintlichen “Elite”, und falls sie sich doch mal mit dem Fussvolk abgeben, dann mit ihrem Parteivolk (das ihrer Meinung ist). Journalisten stellen heute auch keine wirklich kritischen Fragen mehr (Hofberichterstattung​). Also woher sollten die Politiker gewöhnt sein, sich mit kritischen Fragen auseinanderzusetzen?

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    • Juli 19, 2021

      Da stimme ich Ihnen zu, Herr Reuss. Ist es an uns, dem Volk, das zu ändern?

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    • Juli 19, 2021

      > Ist es an uns, dem Volk, das zu ändern?

      Eigentlich​ wäre es an den Politikern und an den Medien, das zu ändern — aber die haben natürlich kein Interesse daran. Das Volk hat grösstenteils zuwenig Zeit und Wissen — und als Einzelne zuwenig Macht –, das an die Hand zu nehmen.

      Als ich an einer öffentlichen Podiumsdiskussion EWS kritische Fragen stellte (als sie wiedermal die gegenteilige Abstimmungsparole zur SVP vertrat — notabene _vor_ dem 12.12.07), wurde mir schon nach kurzem das Mikrofon weggenommen, weil die Arme überfordert war. In ihrem Beamtenhofstaat und von der Hofpresse war sie ja nie mit Kritik konfrontiert.

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  • Februar 5, 2012

    Gehört nicht hier her, aber ich weiss sonst nicht wo ich es darlegen kann: Wenn ich einen Blog schreibe, dann haut es mir immer grosse Zeilenabstände ein. Und nach der Korrektur sind diese wieder da! Sieht echt scheisse aus. Was kann man dagegen tun??

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    • Juli 19, 2021

      Herr Anderegg, ich hatte das noch nie, vielleicht liegts an Ihrem Browser, der das ganze etwas falsch darstellt.

      Auf jeden Fall finden Sie hilfe unter dialog@vimentis.ch oder Support unter
      – gehen Sie eingeloggt auf der HP auf “Mein Blog” (oben rechts)
      – dann auf Ihrer Blogseite auch wieder auf “Mein Blog” (links mitte)
      – dann auf “Support”

      Viel Glück, und weiterhin… nicht nachlassen!

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