1. Verkehr

Das Berner Modell im Kt. St.Gallen?

Tunnelbauten pro­du­zie­ren mehr Ver­kehr. Mehr­ver­kehr senkt die Lebensqualität und be­las­tet die Um­welt mit Lärm, Ab­gasen und Fein­staub.

Untersuc​hungen bei realisierten Umfahrungen und Tunnelbauten zeigen, dass im Bereich von 2 Kilometern aller Einfahrten der Verkehr überproportional zunimmt. Die Folge solcher Bauwerke sind wenige Gewinner und viele Verlierer.

83 % des Verkehrs in Rappeswil-Jona ist Ziel-, Quell- und Binnenverkehr. Der Durchgangsverkehr hingegen macht im Durchschnitt nur 17 % aller Fahrten aus. Wir Grünen haben deshalb eine alternative Strategie aufgezeigt: 1. Verkehr vermeiden; 2. Verkehr verlagern; 3. Verkehr erträglich abwickeln.

1. Verkehr vermeiden:

In unserer Stadt kann alles Wichtige in der Nähe zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden.

In den Quartieren hingegen sind die Versorgungsstrukturen​ zu verbessern. Die Quartierstrassen sind Fussgänger- und Velofahrer freundlich auszugestalten.

2. Verkehr verlagern:

Der Verkehr soll auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden. In erster Linie ist das in der Stadt der Fuss- und Radverkehr. Dazu ist ein vom motorisierten Verkehr möglichst getrenntes Fuss- und Velowegnetz nötig.

3. Verkehr verträglich abwickeln:

Der restliche Verkehr muss siedlungsgerecht durch die Stadtzentren und die Quartiere geführt werden. Lärm und Abgase sind so weit wie möglich zu reduzieren. Dies gelingt dadurch, dass die  Geschwindigkeit reduziert wird, die Fahrbahn dank längeren Mittelinseln besser gequert werden kann und den Füssgängern sowie Velofahrern mehr Platz eingeräumt wird.

Diese fortschrittliche und umweltfreundliche Strategie ist im Kanton Bern bei fünf Gemeinden – u.a. Köniz – bereits erfolgreich umgesetzt worden und nennt sich deshalb das Berner Modell.

 

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Comments to: Das Berner Modell im Kt. St.Gallen?
  • September 19, 2011

    “Tunnelbauten pro­du­zie­ren mehr Ver­kehr.”

    Das haben die Grünen auch gesagt bei der Stadtautobahn in St. Gallen. Mit der Stadtautobahn sind aber die Staus in der Stadt verschwunden. Die Emmissionen wurden markant reduziert. Die Lebensqualität hat zugenommen. Velofahrer und Bus haben mehr Platz und kommen schneller vorwärts. Soll das für Rapperswil nicht gleich gelten?

    Pech für die Grünen, denn es gilt: ohne Staus keine Grünen.

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    • Juli 19, 2021

      Was Sie als Pech erachten, wenn taus wegfallen würden, wäre wohl ein Glück für alle – nicht nur für uns Grüne, auch für Sie, geschätzter Anton Keller.

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  • September 19, 2011

    Mehr Ausländer = mehr Verkehr = mehr Strassen.

    Die vermeintlich “Grüne” Partei ist dafür!

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    • Juli 19, 2021

      Geschätzter Christoph Reuss

      Wie wäre es mit folgender Gleichung?
      Mehr Kinder = mehr Velowege = weniger motorisierter Verkehr = bessere Luft = weniger Atemwegserkrankungen?​

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  • September 19, 2011

    Sehr geehrte Silvia Kündig-Schlumpf, Grüne,
    Mehr Bevölkerung, mehr Wohnungen, mehr Energieverbrauch, mehr Strassen und Verkehr.
    Zu jedem Haus führt eine Strasse oder ein Weg. Mindestens beim Bauen oder Einziehen müssen diese Strassen und Wege LKW tauglich sein.
    Im Notfall müssen für die Einsatzkräfte diese Strassen und Wege ebenso schnell erreichbar sein. Aus diesem Grund ist möglichst auf Schwellen und Verengungen zu verzichten.

    Falsch​e Bau und Zonenordnung, Zersiedelung, alle wollen im Grünen arbeiten, aber Top Verdienste in der Stadt Zürich abholen, führt zu viel Pendler Verkehr.
    Es spielt keine Rolle, ob das Strom aus KKW ist für ÖV, Bio Diesel für Öv-Bus, oder einfach nur fossiler Treibstoff für Normalverkehr, zu denen auch die Handwerker gehören.

    Nein, Mehrverkehr und Energie verbrauch gibt eine wachsende Bevölkerung. Nicht einfach Strassen. Aber die Staus der Grünen und SP geben sicher mehr Abgase.

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    • Juli 19, 2021

      Mit den ersten beiden Abschnitten stimme ich weitgehend mit Ihnen überein, geschätzter Werner Nabulon. Den dritten Abschnitt kann ich leider nicht nachvollziehen.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Frau Silvia Kündig-Schlumpf,
      Sta​tistik Bevölkerung Schweiz.

      http://ww​w.google.ch/publicdat​a/explore?ds=d5bncppj​of8f9_&met_y=sp_pop_t​otl&idim=country:CHE&​dl=de&hl=de&q=bev%C3%​B6lkerung+schweiz

      Lexikon Nationalstrassen Planung und Bau. NSG 1960 muss man sich vorstellen

      http://​www.hls-dhs-dss.ch/te​xtes/d/D7960.php

      Fahrzeug Statistik Schweiz

      http://www​.bfs.admin.ch/bfs/por​tal/de/index/themen/1​1/03/blank/key/fahrze​uge_strasse/bestand.h​tml

      Leider nur bis 1990, Stand 3’776’829, 2010 Stand 5’359’955 Motorfahrzeuge.

      Ja​, mir ist klar, dass sogenannte Umweltschützer, Grüne, sich nicht im klaren sind das Ihre Massnahmen für die Umwelt contra produktiv sind. Wären Sie sich das im Klaren, Sie würden eine Andere Politik machen.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Werner Nabulon

      Ihre links führen zu interessanten Kurven und Artikel. Vielen Dank.

      Das Bevölkerungswachstum und die Zunahme des motorisierten Verkehrs sind doch Indizien dafür, dass ein Umdenken in Bezug auf die Mobilität gefordert ist. Der heutige Schlosslauf in Rapperswil mit seinen vielen Volksläufer/innen hat mir einmal mehr gezeigt, wie beweglich Junge und ältere Menschen sind, und dass die Bereitschaft, den Gang zur ÖV-Haltestelle unter die Füsse zu nehmen, bei vielen durchwegs vorhanden ist. Ein positiver Nebeneffenkt – nebst der saubereren Luft – ist der spontane Kontakt, der unterwegs entstehen kann.

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    • Juli 19, 2021

      Werte Frau Silvia Kündig-Schlumpf,

      J​a, ÖV Haltestellen, das ist ein Thema wert. Bei uns Agglomeration Zürich Nord ist das so, dass wir alle sagenhaften 300Meter eine ÖV Haltestelle haben.
      15Jahre lang wohnte ich in einem Quartier in Dübendorf, ging zu Fuss oder mit dem Velo zum Bahnhof Dübendorf.
      Dann wurde der kleine Quartierbus 7.5Tönner eingeführt, der einmal angehalten hat.
      Es hat geheissen, die Menschen seien zu faul, die paar Meter zu Fuss zu gehen.
      Heute fährt ein grosser Bus halb leer durchs Quartier, und am Morgen fahren die ÖV-Bus hintereinander her, jeder aus einem anderen Quartier kommend, nur einer wirklich mit Personen besetzt die nach Stettbach fahren.
      Damit ein Bus den Fahrplan einhalten kann, gab es Busbevorzugungsspuren​ und Anlagen. Alle 300Meter eine Haltestelle, mitten auf der Strasse, damit der Privatverkehr hinter dem Ersten Bus gestaut wird. Und dann ist die Strasse zu, auch für die nachfolgenden ÖV-Bus, und das geht ja nicht an die Nerven.
      Selbst die Buschauffeure/innen sehen das ein wenig anders, aber, ja es ist halt so.

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    • Juli 19, 2021

      Werter Herr Nabulon

      Sie sind ja ein Langsamverkehrsgänger​ und ein ÖV-Benutzer. Was Sie vom Bus-Verkehr Dübendorf-Stettbach schreiben, ist natürlich bedenklich, und meine Mutter erzählt Ähnliches vom Busverkehr Jona – Oberseestrasse – Bahnhof Rapperswil. Es braucht wache Bürger wie Sie, welche die Behörden darauf aufmerksam machen. An der vorletzten Bürgerversammlung von Rapperswil-Jona hat sich ein Stimmbürger zu Wort gemeldet und von der Buslinie zum Stampf gesprochen, die kaum ausgelastet war. Der Stadtrat hat reagiert.
      Ich habe den Vergleich der Umweltbelastung Dübendorf-Stettbach bei http://www.ecopassenger.com eingegeben und empfehle Ihnen dasselbe.
      Ausserdem:​ Es fahren (2011) 4 Mio Personenwagen in der Schweiz. Wie viel mehr dürfen es noch sein? Diese Personenwagen beanspruchen für Fahren und Parken 1’200 Quadratkilometer Kulturland oder fast die Fläche des ganzen Kantons Luzern. Mehr Strassen = mehr Verkehr. Mehr sichere Velowege = mehr VelofahrerInnen. Die Durchschnittsgeschwin​digkeit eines Autos tagsüber in der Stadt beträgt 16 Kilometer/h (Auskunft Stadtpolizei Zürich). Wie Sie anscheinend auch, bin ich froh um die SBB und um passend ausgelastete Busse.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Silvia Kündig-Schlumpf,

      Ja, Kulturland Verbrauch ist so ein Thema. Dahingehen das Wort Raumplanung.
      Einerseits wurden ja unsere Schwer-Industrien verhökert durch Spekulanten, anderseits wurden die Zufahrtswege zu den Industrien entfernt.
      Das heisst, eine Grossbäckerei und ein Schokoladenhersteller​ hatten keine Chance mehr, Raumplanerisch aber auch Zufahrtsmässige gesehen, einen notwendigen Neubau zu erstellen. Ein anderer Kanton, eine andere Gemeinde freut sich nun darüber, dass ein riesiger Neubau entsteht, auf vormals unberührtem Agrarland.
      In Zürich West wie Zürich Nord hat man die Industrien entfernt, bis auf ein paar Reste dieser Industriebetriebe. Gleiches übrigens auch in Winterthur. Anstatt dass man nun auf diesen Flächen Sinnvolles anstellt, denn diese alten Industriegebäude sind alles andere als gut Isoliert, und werden auch nie das sein was ein Minergie Standard vorgibt, steckt man Kultur in diese Bauten.
      Für ein paar Events im Jahr, Monat.
      Wenn man in solchen Bauten gearbeitet hat, weiss man, im Sommer ist es heiss drin, im Winter kalt, und die Böden sind kontaminiert.
      Bevor sich also jemand ausser dem Staat, oder die Stadt die Finger an so einem Projekt verbrennt, wurde in Fehraltdorf und auch anderswo, unberührtes Agrarland verbaut. Ja, mit Strassen die hinführen, grosszügigen Parkplätzen
      Ganz ehrlich, die Bereiche einer Stadt Zürich, wo ehemals 4spurige Strassen zu fast Quartierstrassen umgebaut wurden, mit Pylonen und Steinblöcken dem Verkehr entfernt wurden, die müsste man wieder als Strasse aus Zonen, auch auf der Karte.
      Ebenso die riesigen Bodenmalereien, Sperrflächen, zwar einmal gebaut, aber dürfen nie benützt werden, auch die müsste man aus Zonen.
      Die Radfahrer und ihre Verhalten, trotz Radweg auf der Hauptstrasse, da sollten sich die Radfahrer Lobbysten einmal etwas einfallen lassen, damit der Strassenverkehr wieder geordneter abläuft.

      Ach, es gäbe noch stundenlang etwas zu schreiben.
      Es grüsste
      Werner Nabulon

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  • September 19, 2011

    Frau Kündig-Schlunmpf, “Der Verkehr soll auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden” Da frage ich sie, was ist umweltfreundlicher als das Auto? Die Grünen müssen ja die Klimalüge unterstützen, sonst hätten sie ja gar kein Existenz Grund.

    Ich Behaupte das ist alles Klimaschwindel.

    Es gibt eben auch die Andere Seite, nur diese wird Tod geschwiegen, lesen sie selber!

    Klimapolit​ik durch die Brille des Ökonomen

    Klimawiss​enschafter diskutierten per E-Mail untereinander Aktionen gegen kritische Fachkollegen. Der unter dem Schlagwort «Climategate» publik gewordene E-Mail-Verkehr der University of East Anglia werfe ein schiefes Licht auf die Klimapolitik, die durch Einseitigkeit geprägt sei, schreibt der Autor.

    In einer anderen Nachricht heisst es, man könne die Erwärmung leider nicht beweisen. CRU-Direktor Phil Jones schrieb, er würde die vom Institut gesammelten Klimadaten lieber vernichten, als sie über ein Gesuch nach dem Informations-Freiheit​sgesetz an die Klimaskeptiker herauszugeben. Und er forderte seinen Kollegen, den amerikanischen Klimaforscher Michael Mann, auf, E-Mails zu löschen. Dieser wiederum gibt Kollegen zu bedenken, ob man nicht eine Wissenschafts-Zeitung​ boykottieren solle, weil dort Artikel von Klimaskeptikern veröffentlicht würden, die sonst vom Peer-Review-Prozess abgelehnt wurden

    Ganzer Bericht
    http://www.nzz.ch/nachrich​ten/wirtschaft/aktuel​l/klimapolitik_durch_​die_brille_des_oekono​men_1.4387118.html

    http://www.heise.de/tp

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    • Juli 19, 2021

      Dass es umweltfreundlicher, sportlicher und sogar noch schneller ist, mit dem Velo zu fahren als mit dem Auto, geschätzter Daniel Ryter, habe ich gestern Abend wiederum erfahren, als ich mit dem Velo in 25 Minuten von Altendorf nach Rapperswil zurück gefahren bin, weil ich eine halbe Stunde auf den nächsten Zug hätte warten müssen.

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    • Juli 19, 2021

      Schön Frau Silvia Kündig-Schlumpf,
      Dann gehören Sie zu den glücklichen Arbeitnehmerinnen die keine Werkzeuge mit auf dem Velo transportieren müssen.

      Was sollen Wir als Handwerker für Strategien verfolgen, dass wir einigermassen schonend Nerven, Zeit, Mostverbrauch, bei Kunden ankommen?

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    • Juli 19, 2021

      Das stimmt weitgehend, geschätzter Herr Nabulon.
      Die Heilpädagogische Schule, wo ich arbeite, liegt 10 Gehminuten von meinem Zuhause entfernt, und wenn ich Material mitnehme, belade ich meinen geduldigen Drahtesel. Wenn das nicht geht, kann ich ein Auto oder einen Transport organisieren. Es kommt vor, dass ich mit dem Kleinbus Kinder transportiere und dann dankbar bin für die sicheren Strassen und den geordneten Verkehr.

      Ihren Berufsstand schätze ich sehr. In den vergangenen Monaten wurden bei uns Keramikplatten ersetzt, Sanitärarbeiten durchgeführt, das Kochfeld ausgewechselt und der Wohnbereich gemalt. Von angespannten Nerven, knapper Zeit und dem hohen Benzinpreis habe ich nichts gemerkt. Ich wünsche Ihnen zum Ausgleich ganz viel Freude bei Ihrer Arbeit.

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    • Juli 19, 2021

      Werte Frau Silvia Kündig-Schlumpf,
      Als​o wir gehen auch nicht beim Kunden jammern, und schauen dass wir möglichst auf den abgemachten Zeitpunkt da erscheinen können. Ausserdem unsere Arbeit promt und zuverlässig erledigen, ohne uns mehr als Notwendig mit Kundengesprächen aufzuhalten.
      Klappt es trotzdem einmal nicht, tätigen wir einen Anruf beim Kunden und entschuldigen uns schon einmal im Voraus, dass der Zeitplan etwas ins wanken geraten ist.
      Dann versuchen wir schon bei der Offerte, die Zeiten welche wir bei der Anfahrt und der Arbeit überhaupt “vertrödeln” oder die hohen Energiekosten, einzurechnen.
      Bei uns stellt sich die Frage nie, den Drahtesel zu bepacken, also wären wir auf einen geordneten Strassenverkehr angewiesen.

      Sprich​, schlusendlich bezahlt der Endverbraucher ja alles, inkl. MWST. und was es noch so für schöne Abgaben gibt.

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    • Juli 19, 2021

      Werter Werner Nabulon

      Was sie als zuverlässiger Handwerker einstecken und mich als Ihre mögliche Kundin damit verschonen würden, anerkenne ich gerade jetzt besonders, da Sie mir davon berichtet haben. Deshalb schätze ich diesen Austausch, weil er ein Verständnis für den anderen und deshalb für verschiedene politische Haltungen wecken kann.

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  • September 20, 2011

    Mehr Strassen = mehr Verkehr. Über diese Formel habe ich mich
    schon immer aufgehalten, denn sie besagt nichts anderes, als dass
    eine Unzahl Leute täglich die Zeitungen nach der Nachricht einer
    Strassen-Neueröffnu​ng durchforsten und sich dann mit ihrem Vehikel
    dorthin begeben, um ausgiebig die neue Strasse auf- und abzufahren.
    Dabei bedeutet eine Strasse in der Regel immer eine Abkürzung,
    womit die Formel „Mehr Strassen = weniger Verkehr“ gilt. Frau
    Silvia Kündig-Schlumpf scheint der Ansicht zu sein, der Verkehr
    fände aus blossem Vergnügen am Herumfahren statt. Dies mag
    sonntags eher zutreffen, doch werktags sind Autofahrer doch zum
    grössten Teils aus beruflichen Gründen unterwegs. Wenn sich
    Berufsleute aufs Velo verlagern sollen, wird sich der grössere
    Zeitaufwand​ natürlich auf die Konsumentenpreise niederschlagen;
    Frau​ Kündig-Schlumpf hätte dann Grund für ein neuerliches
    Zeter-Mo​rdio.

    Sämtliche bisherigen Kommentare zu diesem Blog treffen voll und
    ganz zu; es liegt ausschliesslich an der Massenzuwanderung, dass
    wir neue Strassen brauchen, doch dieses Thema ist tabu, weil sich
    die Grünen ja sonst der Partei annähern würden, die sie auf ihre
    Proskriptionsli​ste gesetzt haben.

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    • Juli 19, 2021

      Mit dem Annähern an andere Parteien, geschätzter Urs Gassmann, habe ich dann keine Mühe, wenn es darum geht, gemeinsame Ziele zugunsten eines guten Zusammenlebens in der Schweiz zu verfolgen.

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    • Juli 19, 2021

      Liebe Frau Kündig-Schlumpf,

      h​at da nicht einmal Ihr Parteikollege, Bastien Girod,
      angetönt, es sei auch die Zuwanderung zu beschränken
      (o.ä.), um die von Ihnen angeprangerten Zustände zu
      mildern? Wie zu vernehmen war, hat dann aber die Hohe
      Grüne Parteileitung mindestens die Nase über diese
      Äusserung gerümpft. Herr Girod hat sich dann nicht
      mehr in dieser Richtung verlauten lassen. Würde Ihnen
      ein Zacken von der Krone fallen, wenn Sie wenigstens
      zugäben, dass eine grössere Bevölkerung auch mehr
      Verkehr mit allen damit verbundenen Umweltbelastungen
      mit sich brächte?

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    • Juli 19, 2021

      Lieber Herr Gassmann

      Sie verfolgen die grüne Politik aufmerksam, denn Sie nehmen Bezug auf das Arbeitspapier “Bevölkerungsentwick​lung in der Schweiz: Kritische Beurteilung aus grüner Sicht”, das meine beiden Parteikollegen NR Bastien Girod und NR Yvonne Gilli im November 2009 herausgegeben haben, ausgehend von der Zunahme der Wohnbevölkerung in der Schweiz um +1.4% im 2008 um 108`362 Personen, gleichzeitig wurde 2`261 Personen Asyl gewährt.

      Problemat​ik:
      Die Personenfreizügigkeit​ und die Attraktivität der Schweiz, die den positiven Wanderungssaldo verursachen, sind zugleich teilweise wichtige Werte, da die Attraktivität auch zum Wohlbefinden der Wohnbevölkerung und die Personenfreizügigkeit​ zur individuellen Freiheit beitragen. Gleichzeitig bedroht das schnelle Bevölkerungswachstum aber auch die Lebensqualität: Der Wohnungsmangel wird verschärft, die Mieten und die Landpreise steigen an, sozial schwache Ansässige werden in immer schlechtere Wohnlagen verdrängt, Verkehrsengpässe auf der Strasse, Schiene und in der Luft verschärfen sich und die Luft- und Umweltbelastung steigen weiter an. Zudem werden Erholungsräume noch stärker zerschnitten und zerstört und der Druck der Erholungsnutzung auf noch unberührte Naturräume, Fruchtfolgeflächen usw. nimmt noch weiter zu.

      Politisch:
      Das Thema Migration und das damit verbundene Bevölkerungswachstum wird stark ideologisch betrachtet. Wer sich kritisch dazu äussert, läuft Gefahr, in die ausländerfeindliche Ecke gestellt zu werden – auch wenn es gar nicht um die Frage der Nationalität geht.

      Massnahme der Grünen
      Raumplanung – Erholungsräume schützen.
      Wohnungspo​litik – Selbstbestimmtes Wohnen fördern.
      Wirtschafts​politik – Selektive Förderung der Unternehmen, die einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.
      Steuerpolit​ik – Attraktiv und gerecht für die Wohnbevölkerung.
      Aus​senpolitik – Ausgleich stärken und den Migrationsdruck langfristig durch eine bessere Entwicklungszusammena​rbeit senken.

      Vielleicht​ noch eine zusätzliche Klarstellung, da die Medien teilweise missverständlich berichteten:

      Ich bin – wie meine Parteikolleg/innen der Meinung, dass alle in der Schweiz wohnhaften Menschen, unabhängig von Ausweis oder Aufenthaltsstatus nach schweizerischem Recht gleich zu behandeln sind und selbstverständlich sowohl die Menschenrechte als auch die Völkerrechte einzuhalten sind, dass die Schweiz offen bleiben muss für Flüchtlinge und dass Investitionen in die Integration von MigrantInnen wichtig und richtig sind. Wir sind nicht der Meinung, es hätte zu viele AusländerInnen in der Schweiz

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    • Juli 19, 2021

      Liebe Frau Kündig-Schlumpf,

      z​wei Ihrer Aussagen stossen besonders auf:

      -„…der Migrationsdruck sei durch eine bessere
      Entwicklungshilfe zu steuern…“
      -„Wir sind nicht der Meinung, es hätte zu viele Ausländer
      in der Schweiz“

      Mit der ersteren Aussage beweisen die Grünen, kein
      Sensorium zu haben dafür, dass damit ein Fass ohne Boden aufgefüllt werden soll, mit der zweiten Aussage wird klar,
      dass Ihrer Gruppierung die Realität gänzlich abhanden
      gekommen ist. Die Feststellung, in der Schweiz den Zenith
      des verträglichen Ausländerbestands schon längst
      überschritten zu haben, hat heute sozusagen schon fast offizielle Gültigkeit. Damit siedeln sich die Grünen
      eindeutig zu den reichlich wunderlichen Aussenseitern an.

      Immerhin ist der Inhalt unter Ihrem Titel „Politisch“ von
      einer überraschenden Offenheit,so dass anzunehmen ist, er
      sei tel quel aus einer neutralen, nüchternen Publikation entnommen worden; der Abschnitt passt überhaupt nicht in
      den Kontext Ihrer Antwort. Sie brauchen ja nicht zu
      befürchten, in die ausländerfeindliche Ecke gestellt zu
      werden, wo Sie erklären, wir hätten nicht zu viele Ausländer.

      Ihre „Quadruplik“ ist von wichtigem Belang, denn sie gibt Entscheidungshilfe dazu, ob der Diskurs mit Angehörigen
      der Grünen überhaupt Sinn macht, nachdem man Kenntnis nimmt
      von den beiden eingangs wiedergegebenen Aussagen – ich kann Ihnen auf alle Fälle versichern, dass diese auf eine erdrückende Gegenmeinung stossen!

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    • Juli 19, 2021

      Lieber Urs Gassmann

      Dass meine Gegenmeinung Sie erdrückt, tut mir leid. Der Diskurs soll Entscheidungshilfe sein, das hingegen sehen wir beide gleich.

      Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.

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  • Oktober 2, 2011

    Beitrag von Silvia Kündig-Schlumpf Grüne Tunnelbauten pro­du­zie­ren mehr Ver­kehr. Mehr­ver­kehr senkt die Lebensqualität und be­las­tet die Um­welt mit Lärm, Ab­gasen und Fein­staub.

    Sie sagen es!
    Nur: Wie möchten Sie das mit mehr Ausländer und AKW abstellen, sowie mit Gaswerken wieder unter einen Hut bringen???? Bevor ich es noch vergesse, da gibt es ja auch noch den Heimatschutz.
    Wenn Sie für all das eine vernünftige Lösung hervorbringen,und die Lebensqualität dazu auch noch steigt, werde ich in Zukunft für die Grüne Partei Abstimmen.
    Freundlic​he Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Im Kanton St.Gallen empfehle ich Ihnen die Grüne Liste 08. Danke für Ihre Stimme, Jeannette Wulkow-Nyffeler.

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  • Oktober 3, 2011

    SCHADE …

    Dem grössten Teil des Textes stimme ich gerne zu. Wieso aber dieser Titel?

    Das angesprochene Konzept, welches auch in einigen Ländern gut implementiert ist (z.B. Japan), hilft den Verkehr besser in den Griff zu bekommen.

    1. Verkehr vermeiden
    2. Verkehr verlagern
    3. Verkehr verträglich abwickeln

    Verlager​n bedeutet aber eben auch Tunnels und Umfahrungen zu bauen. Der Verkehr nimmt in einem “Luxus-Land” wie dem Unseren – in welchem viele 18 jährige schon ein Auto besitzen, respektive Familien zwei – proportional zum Bevölkerungswachstum zu. Dieser Verkehr muss kanalisiert werden. In Japan wird dies z.B. mit “Stadt-Highways”, ähnlich einer langen Brücke, ermöglicht.

    Natürl​ich sollen Fahrradfahrer und Fussgänger unterstützt werden. Doch die derzeitige Situation ruft auch nach weiteren Lösungen für Personen die auf motorisierte Fahrzeuge (Zug, Bus, Auto, Lastwagen, etc.) angewiesen sind.
    Das Eine schliesst das Andere nicht aus …

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    • Juli 19, 2021

      Danke, Roman Rauper. Habe den Titel abgeändert zu “Das Berner Modell im Kanton St.Gallen”?.

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  • Oktober 4, 2011

    Wenn ich so von diesen Grünen, Themen und Parolen höre, tauchen seltsame Bilder in meinen Träumen auf.
    In Lumpen gekleidet kämpfen wir uns durch Sümpfe, dichte Urwälder, hungrig abgekämpft, erfolglos haben wir wieder einmal versucht, an etwas Nahrungsmittel zu kommen.
    Es ist Herbst, der kommende Winter kündigt sich an und wir stellen uns die Frage, wer nach dem harten Winter der kommen mag, das Frühjahr noch erleben wird.
    Sollten wir das Naturparadies das zur Hölle wurde doch langsam verlassen…gedankenver​loren rollen wir den Stein vor die Höhle….

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  • Januar 19, 2012

    Mit dieser Niederreisserei ehrlichen Bemühens um eine lebenswerte Zukunft wird nichts Anderes erreicht als noch mehr Nahrungsmittelspekula​tion, noch mehr Krieg und noch mehr Flüchtlinge in der Schweiz. Scheinheiliger geht’s ja gar nicht mehr!
    Der Klimawandel ist erwiesen. Der Tod auch. Wer’s nicht glauben will, probiert mal das Zweite aus.

    http://www.yo​utube.com/watch?v=5k5​LbtS4SXM&feature=play​er_embedded

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  • Februar 25, 2012

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