1. Verkehr

Das Ende des Baus von Umfahrungsstrassen

Die Mit­tel für die Ver­kehrs­in­fra­stru​​k­tur sind knapp. Trotz­dem gibt es Be­stre­bun­gen, selbst in Ge­gen­den mit ver­gleichs­weise wenig Ver­kehr, wie dem Thur­gau, neue Um­fah­rungs­stras­se​​n zu bau­en. Auf­grund der tech­ni­schen Ent­wick­lung braucht es sol­che ver­mut­lich nicht mehr. Mit Tech­ni­ken, die heute in Mit­tel­klas­se­wa­ge​​n be­reits üblich sind, lässt sich ein Mehr­fa­ches des heu­ti­gen Ver­kehrs­auf­kom­men​​s schnell, leise und si­cher über das be­ste­hende Stras­sen­netz abwickeln.
Zu die­sen Tech­ni­ken gehören: As­sis­tenz­sys­te­me​​, Hy­brid­mo­to­ren und leise Rei­fen. All dies ist be­reits heute in der ge­ho­be­nen Mit­tel­klasse verbreitet. Ab­seh­bar ist zudem der In­for­ma­ti­ons­aus­​​tausch zwi­schen Ver­kehrs­teil­neh­me​​rn über Funknetze.

Assistenzs​ysteme und Vernetzung
Assistenzsy​​steme die kontrolliertes Bremsen und Ausweichen, das Spur- und Abstandhalten erlauben sind heute in der Mittelklasse bereits Standard. Bis zum Jahr 2030 wird es kaum noch Motorfahrzeuge geben, die ohne solche Systeme verkehren. Selbstgesteuerte Fahrzeuge verkehren in entsprechend eingerichteten Städten bereits heute weitgehend unfallfrei (Bericht im Spiegel online).

Die Verkehrsteilnehmer der Zukunft werden sich auch über die Fahrzeug-Bordcomputer​​ und Smartphones austauschen. Der Verkehr könnte dadurch flüssiger, dichter und sicherer werden. Sobald solche Systeme Vorschrift sind, können sämtliche Kreisel wieder zurückgebaut werden. Wenn sich die Boardcomputer und Smartphones der Verkehrsteilnehmer automatisch betreffend Vortritt absprechen, braucht es keine Kreisel mehr. Deren Funktion übernimmt der Informationsaustausch​​ zwischen den Bordcomputern der Fahrzeuge und den Smartphones des Langsamverkehrs. Selbst nicht mit Smartphones ausgerüstete Verkehrsteilnehmer, wie z.B. ein herumirrendes Kind, sollte kein Problem darstellen, das Fahrzeug registriert über Sensoren die Gefahrenquelle und passt die Geschwindigkeit an.

Hybridmotoren
Im Jahr 2030 werden praktisch sämtliche Fahrzeuge entweder einen Elektroantrieb oder Hybridmotoren aufweisen. Da der Verkehr allgemein damit leiser wird, wird es, so nehme ich an, nicht mehr gestattet sein Innerorts mit einem lauten Benziner oder Dieselfahrzeug zu beschleunigen. Innerorts wird die Lärmüberwachung möglicherweise wichtiger werden als die Geschwindigkeitsüberw​​achung. Fehlbare Fahrzeuglenker mit abgeänderten Auspuffanlagen, die innerorts Motoren aufheulen lassen, werden dann möglicherweise konsequent verfolgt und deren Fahrzeuge eingezogen.

Reifenlär​​m
Was bleibt ist der Reifenlärm. Dieser lässt sich bereits mit heutiger Technik problemlos um ⅔ reduzieren. Das heisst, bereits mit der heutigen Technik lässt sich mit der gleichen Belastung an Reifenlärm das dreifache Verkehrsvolumen abwickeln. Dies zeigt eindrücklich der Film des BAFU: Leise Reifen – So wird Reifenlärm getestet.

Innenstadtverkehr: schnell, sicher, dicht
Wenn also der unvermeidliche Innenstadtverkehr so oder so schnell, sicher und dicht funktionieren kann, so werden Umfahrungslösungen nur noch dann Sinn machen, wenn ein sehr hohes Verkehrsvolumen zu bewältigen ist. Dies ist z.B. im gesamten Kanton Thurgau kaum der Fall. Selbst dort wo das Volumen sehr hoch ist, stellt sich zudem die Frage, ob nicht intelligente Roadpricing-Lösungen viel sinnvoller wären, als der Ausbau der Strassenkapazitäten. Das Auto der Zukunft ist ohne weiteres in der Lage, mit diversen Road-pricing-Systemen​​ sich auszutauschen und die Streckenkosten abzurechnen. Fehlt ein solches System, erledigt das selbe die App des Smartphones des Fahrzeuglenkers.

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Comments to: Das Ende des Baus von Umfahrungsstrassen
  • März 29, 2016

    Gerade im Thurgau wäre es bitter nötig die Lücken zu schliessen. Die Fahrt durch alle Dörfer von einer Autobahn zu anderen kann kaum im Interesse der betroffenen Anwohner sein. Die eine Autobahn ist auf Zürich bis Konstanz ausgerichtet und die andere endet im Nirgendwo zwischen Arbon und Romanshorn. Wer vom Osten auf Konstanz will, benutzt kaum die Schleife über Winterthur.
    Da nützen keine Assistenzs​ysteme und Vernetzung, die Fahrzeuge sind auf der Strasse ob laut oder leise, ob mit oder ohne Abgase fahren diese durch die Orte.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Frischknecht, die Verbindung Arbon–Konstanz (OLS) ist politisch kein Thema mehr. So bitter nötig, dass die Thurgauer hierfür bereit gewesen wären Geld in die Hand zu nehmen, ist diese Lücke anscheinend nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Das glaube ich, da sind sicher besser informiert als ich, wobei sich das Problem dadurch nicht gelöst hat und nur einmal mehr in die Zukunft delegiert wurde.
      Ein Fahrt durch den Kanton TG ist immer relativ eine mühsame Angelegenheit und das ändert sich nicht solange Autos Strassen brauchen.
      Ihr Technikglauben in allen Ehren aber der rasant steigende Verkehr fährt auch in Zukunft durch die Dörfer. nur etwas sauberer und leiser.

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    • Juli 19, 2021

      Wenn schon der Thurgau ein Problem ist, was machen Sie da im Kanton Graubünden?

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    • Juli 19, 2021

      Wollen Sie nun jeden einzelnen Kanton durchnehmen ?
      Aber wenn Sie sich wirklich auskennen wissen Sie wie es in GR ist. Die A 13 durchquert den Kanton in Nord Süd Richtung und entsprechend sind Wirtschaftszentren entlang dieser Strecke soweit es noch nicht zu viel in die Berge geht. Die wichtigen Skigebiete sind mit entsprechenden Strassen und wo nötig mit Umfahrungsstrasse erschlossen. Für den viele Teile des Kantons ist es relativ mühsam.
      Aber Fragen Sie besser einen Bünder der erklärt es Ihnen besser, ich fahre mehr durch den TG als den.GR.
      Aber eigentlich geht es in Ihrem Blog ja um die Theorie Neue Technologien machen Umfahrungsstrassen unnötig. Oder habe dies falsch verstanden…

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    • Juli 19, 2021

      Genau, Herr Frischknecht, und da die Zeitersparnis durch OLS und BTS relativ gering ist und mit diesen neuen Techniken sich weiter reduzieren, die Kosten der beiden Strassen über Fr. 2 Mia. liegen (dies entsricht wiederkehrenden Kosten von rund 80 Mio., also rund 10% der kantonalen Steuereinnahmen), rechnet sich das ganze nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb, ich habe ein solches Auto mit allem Schnickschnack gekauft. Es kommuniziert bereits mit andern gleichausgerüsteten Fahrzeugen. Wenn ich gegen 1700 Uhr von Matzingen kommend durch Frauenfeld nach Pfyn fahren möchte, dann warnt mich das Fahrzeug schon frühzeitig vor Frauenfeld, dass Stau sei. Angezeigte Alternative keine oder Umkehren, zurück nach Matzingen auf die Autobahn A1 dann A7 nach Frauenfeld Ost und von dort nach Pfyn. Die Alternative ist so lang, dass sie weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar ist. Fazit: Neue Autos nützen überhaupt nichts, wenn nicht ein minimales Angebot an Umfahrungsstrassen vorhanden ist. Frauenfeld selbst wollte in geistiger Umnachtung den Verkehr derart lenken indem mit dem Projekt F21 alles in eine Röhre gestopf werden sollte, die mitten in der Stadt geendet hätte. Aber immerhin sehr innovativ, man hätte den Stau wenigstens nicht mehr gesehen! Dafür hätte man eine Öko-Landschaft verschandelt und die Badi mit einem Viadukt überfahren. Modern times! Als Ortskundiger gäbe es da noch einige Schleichpfade durch die Wälder. Ob das aber Fauna und Flora und dem Fahrzeug entgegenkommt ist mehr als fraglich, werden doch nur schon im Altholz laufend Rehe umgefahren. Sehr sinnvoll ihre modernen Fahrzeuge!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb in Ihrem ganzen Denken geht ein wichtiger Punkt vergessen, auch wenn diese Technologien gewisse Probleme mindern, bleibt immer noch die Zunahme des Verkehrs. Die CH Bevölkerung ist seit dem Jahr 2000 über 1’000’000 gestiegen.
      Ansonsten kann ich mich nur Herr Scheiwiller’s Meinung anschliessen.

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    • Juli 19, 2021

      Verkehrszunahme, Herr Frischknecht, haben wir schon länger. Gewisse Effekte wirken dieser entgegen, so die abnehmende Mobilität der Jungen und die Alterung der Bevölkerung. Pensionierte fahren wesentlich weniger und wesentlich kürzere Strecken. Und dann war da doch noch eine so komische Initiative gegen Masseneinwanderung: gehören Sie also auch zu denen, die glauben, diese entfalte gar keine Wirkung?

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    • Juli 19, 2021

      “abnehmende Mobilität* schon etwas blauäugig diese Aussage.
      Hier die Zahlen des Bundes:
      “Der Bestand der Strassenmotorfahrzeug​e (ohne Motorfahrräder) hat zwischen 1980 und 2015 um 118% auf 5,9 Millionen zugenommen. Gut drei Viertel davon sind Personenwagen, wobei seit einiger Zeit ein Trend hin zu Diesel- und Allradfahrzeugen besteht. Eine besonders starke Zunahme ist bei den Motorrädern zu verzeichnen: Ihre Zahl hat sich seit 1980 verfünffacht.”

      Als​o ich sehe keinen Trend der diese Aussage bestätigt.

      Aber natürlich man kann mit Anpassungen der Infrastruktur immer solange warten bis im wahrsten sinne des Wortes nichts mehr geht. Wie beispielsweise der Gubrist oder das schöne Beispiel von Herr Scheiwiller.

      Masseneinwanderun​g ist zwar nicht das Thema hier, aber da müssten gewisse Politiker erst mal aufwachen und dann vielleicht wird es irgendwann mal eine Zahl geben.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frischknecht, Sie müssen die Entwicklung der letzten Jahre und diejenige in Zukunft anschauen. Diese Zahlen sprechen eine andere Sprache. Der Individualverkehr im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nimmt ab.

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    • Juli 19, 2021

      Also ich empfehle Ihnen folgenden Link:
      http://www.bfs​.admin.ch/bfs/portal/​de/index/themen/11/03​/blank/02/01/01.html?​CFC_cK=1349275147568&​CFC_scrollTop=0
      Aber​ wenn Sie mit anderen IST Zahlen aufwarten können sehr gerne, während in die Zukunft anschauen eher was für Hellseher ist.

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    • Juli 19, 2021

      Die Anzahl Motorfahrzeuge sagt nicht viel aus. Entscheidend sind die DTV-Werte. Deren Anstieg ist nich dramatisch und die Thurgauer Zahlen sind bescheiden: http://www.tiefbauamt​.tg.ch/documents/DTV_​Plan_2015_Thurgau.pdf​. Problematisch sind Wete ab 20’000 Fahrzeuge, die muss man im Thurgau mit der Lupe suchen und findet sie nicht. Teilweise nahmen Werte zwischen 2010 und 2015 sogar ab. Wobei Vergleiche dadurch erschwert werden, da die Messpunkte und Darstellungen ständig ändern.

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    • Juli 19, 2021

      “Die Anzahl Motorfahrzeuge sagt nicht viel aus” Da scheiden sich die Geister, zumindest kann man davon ausgehen, dass sie nicht nur auf dem Parkplatz stehen.
      Ob es erst ab 20’000 Fahrzeuge Problematisch wird kann ich nicht beurteilen.
      Ihr Link zeigt aber klares Bild über die Verkehrsströme, sobald eine Autobahn oder Umfahrung vorhanden ist nehmen die Zahlen bei den Parallelverbindungen ab.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frischknecht, dass Umfahrungen auf Parallelverbindungen entlastend wirken, bestreitet niemand. Meine These ist, dass aufgrund der technischen Entwicklung, das Kosten-Nutzen-Verhält​nis so schlecht ist, dass man lieber auf Umfahrungen verzichtet.

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    • Juli 19, 2021

      Ihre These scheint in allen Ehren aber die Zahlen sprechen eben eine andere Sprache.
      Wir werden sehen was die Zukunft bringt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Frischknecht, nach ihrer Logik müsste man um jedes Dorf eine Umfahrung bauen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb wer wird jetzt so übertreiben… es gibt nicht nur schwarz oder weiss bei der Lösung eines Problems.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, es gilt mit Augenmass die Probleme zu lösen und da sprechen die Verkehrszahlen im Thurgau eine deutliche Sprache. Der meiste Verkehr hier ist hausgemacht, Umfahungen bringen wenig Entlastung. Das Kosten-Nutzenverhältn​is für den Bau von Umfahrungen stimmt in der Regel nicht. Das sehen auch die Thurgauer so, sobald die Bevölkerung die Kosten mittragen soll, finen die Projekte kaum mehr Zustimmung.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb

      Ich weiss ja nicht wo Sie wohnen, aber sicher nicht an der Strecke Arbon/Romanshorn – Müllheim, sonst würden Sie kaum solche Aussagen verbreiten, dass es noch nicht “kritisch” Sei.

      Und wenn Sie glauben, dass man in ländlichen Regionen mit dem ÖV tatsächlich von A nach B gelangt in vernünftiger Weise frage ich mit tatsächlich wo Sie wohnen. Denn im TG dürfen Sie davon ausgehen, dass alle “Bahnhöfe” nach 20 Uhr eingepackt werden und ein Zug oder Bus nach 22 Uhr sicher in keinster Weise eine Lärmbelästigung im Dorf erzeugen wird, denn er fährt nicht mehr.

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    • Juli 19, 2021

      NB: “Das sehen auch die Thurgauer so, sobald die Bevölkerung die Kosten mittragen soll, finen die Projekte kaum mehr Zustimmung. “

      Sie scheinen ja genau zu wissen, warum TGer die Umfahrung abgelehnt haben. Kaum aus dem reinen Finanzierungsgrund.

      – Streckenführung wurde vom Bund nicht akzeptiert und derart verändert, dass dies nicht mehr ins Konzept TG passt

      – Die Finanzierung vom Bund sich auf ein derartiges Minimum beläuft, dass es schon fragwürdig ist, warum man eine solche Umfahrung bauen würde. Kaum für TGer, denn dies ist die Hauptroute/Umfahrung von Österreich nach Schaffhausen oder Kreuzlingen.

      Sie sollten sich mal an die Strasse stellen in Weinfelden, Armiswil, Arbon oder Romanshorn und schauen wieviel CH-Schilder Sie tatsächlich noch erkennen und erst dann, wenn der Anteil über 60-70% CH-Schilder sind wäre es noch ratsam nach TG-Schildern ausschau zu halten.

      In Weinfelden hat man sogar teure Schallschutzwände IN DER AGGLOMERATION vor die Gebäude gebaut, weil man den Durchgangsverkehr kaum mehr aushält. Aber SIE wohnen ja bestimmt nicht da.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer, dieser Verkehr ist zum Grossteil hausgemacht. Die BTS würde zwar den Durchgangsverkehr reduzieren (um 10–30%), erhöht aber einerseits das Gesamtverkehrsaufkomm​en und erhöht auf den Zubringerrouten zur BTS die Verkehrsfrequenzen. Unter dem Strich bleibt da kaum ein Gewinn an Lebensqualität. Lärmschutz bringt den Anwohnern aber tatsächlich Abhilfe ohne andere zu belasten.

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    • Juli 19, 2021

      Naja Ihre Rechnung muss man ja nicht verstehen.

      Sie können mir sicher genauer erklären, warum der Verkehr auf solcher Strecke Hausgemacht sei. Es ist Durchgangsverkehr und dieser kann von den betroffenen Regionen kaum beeinflusst werden. Selbstverständlich können wir den sog. Hausgemachten Verkehr auch abschaffen und alle Industrien auf dieser Strecke verlegen nach Zürich, Wil, St.Gallen oder Gossau.

      Ich weiss auch hier nicht so genau, ob das eine politischen Sinn ergibt. Der TG gibt viel Geld aus um den Standort attraktiv zu halten und zu fördern. Mit solcher Verhinderungspolitik wird jedoch das alles zu Nichte gemacht.

      Sie sagen somit aus, dass eine Umfahrung somit nie einen Sinn ergibt. So frage ich mich, warum man einen Nordring ausbaut oder überhaupt gebaut hat. Ergibt ja eh nur Mehrverkehr und eine Reduktion in der Stadt………

      Wie​ Sie auf die 10-30% kommen weiss ich nicht, könnten Sie mir ja belegen. Sowie auch Ihre Prognose, dass das Gesamtverkehrsaufkomm​en auf solcher Strecke sich dann erhöhen würde. Scheint mir eher eine Annahme von Ihnen zu sein.

      Aber dass es für die Lebensqualität und Lärmschutz nichts bringen würde bezweifle ich hier sehr stark. Heute muss der gesamte Verkehr durch Amriswil, Bürglen, Sulgen, Weinfelden usw. quer durch alle Dörfer und Städte, und Sie möchten mir hier erklären, dass keiner die Umfahrung nutzen würde.

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    • Juli 19, 2021

      “Ihre These scheint in allen Ehren aber die Zahlen sprechen eben eine andere Sprache.
      Wir werden sehen was die Zukunft bringt.”

      Dies wird die Frage sein, Herr Frischknecht!

      “Abe​r dass es für die Lebensqualität und Lärmschutz nichts bringen würde bezweifle ich hier sehr stark. Heute muss der gesamte Verkehr durch Amriswil, Bürglen, Sulgen, Weinfelden usw. quer durch alle Dörfer und Städte, und Sie möchten mir hier erklären, dass keiner die Umfahrung nutzen würde.”

      Dies bezweifle ich auch, Herr Schweizer!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer, schauen Sie sich doch einfach mal die Verkehrszählungen an: http://www.tiefbauamt​.tg.ch/documents/DTV_​Plan_2013_Thurgau.pdf​ und machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken. Zum Beispiel zu den 25’000 Fahrzeugen in Frauenfeld trotz Umfahrung auf der A7 oder das dünne Strichlein für die A7 zwischen Müllheim und Kreuzlingen, da verkehren weniger Autos als auf der Thurtalachse. Wo viele Menschen Wohnen, hat es auch viel Verkehr.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb

      Es ist nun mal so, wer Zahlen einbringt bekommt Zahlen. Ihre Aussage stimmt nicht.

      http://www.​kapo.tg.ch/documents/​T14_V2.pdf

      Die Fahrzeugzulassungen haben sich in letzten 15 Jahre fast verdoppelt. Sogar die Zahlen vom ÖV haben sich fast verdoppelt. Und Sie erklären hier, dass ich mir Gedanken machen soll? Die Verkehrswege und deren Kapazität haben sich aber nicht verdoppelt.

      “Wo viele Menschen Wohnen, hat es auch viel Verkehr. “

      Falsch – wo viele Menschen sich bewegen ist viel Verkehr, aber das muss nicht bedeutetn, dass da viele Wohnen. Oder möchten Sie uns hier erklären, dass die folgenden Zahlen gemäss Ihrer Logik den Verkehr aussagen würden?

      Durchfahrt​en MITTEN durch die Ortschaften (in Bezug auf 24 Stunden)

      – Weinfelden 712P/m2 (rund 13’000 Durchfahrten 550/Std jede 6. Sekunde 1 FZ)
      – Amriswil 371P/m2 (rund 17’000 Durchfahrten 710/Std jede 5. Sekunde 1 FZ)
      – Romanshorn 1’225P/m2 (rund 16’000 Durchfahrten 650/Std jede 4. Sekunde 1 FZ)

      Da sich aber der Verkehr auf rund 12 Std im Tag verlegt dürfen Sie diese Zahlen zusätzlich nochmals halbieren. Und nach Ihrer Logik müsste somit Romanshorn rund das 4-Fache an Verkehr haben als Amriswil

      Vergleich​ Ihrer angeblichen Logik, welche jedoch durch eine Autobahn entlastet wurde.
      Härkingen 275P/m2 (einer der höchsten Verkehrsbewegungen der Schweiz). Somit hätte man dieser Region nie eine der grössten Autobahnen der Schweiz bauen dürfen, da es sich um eine dünn besiedelte Region handelt.

      Es stimmt nun einfach mal nicht, was Sie hier erzählen. Dies Route ist eine Transitroute (nicht in Bezug zu Lkw’s sondern in Bezug zur Verkehrsbewegung). Und wir dürfen gespannt sein, welches Mehraufkommen sich entwickeln wird, wenn in Märstetten das Umschlaglager eröffnet wird.

      Aber da angeblich Ihre Logik besagt, dass dünn besiedelt Orte wenig Verkehr haben, wird sich durch dieses Verteilzenter der Verkehr auch nicht erhöhen. Wie dann aber die Waren von und zu diesem Verteilzenter gelangen? Mit Helikopter oder Dronen oder gar mit Teleportation?

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  • März 29, 2016

    Ja so ist es!Die Technik wird das Aurofahren überflüssig machen.Wir setzen uns in irgendwelche Kabäuschen,geben den Ort ein,wo wir hinzufahren gedenken,und ab geht es!Das Schöne daran wird sein,dass in Zukunft bei Unfällen,immer der Computer schuld sein wird.Nicht zu vergessen sind die Hacker,die es verstehen werden,alle Kabäuschen an den selben Ort hinzusteuern,und die Frage steht dann im Raum,wie kommen ich wieder nachhause!!!!Oh,freue​t euch auf ein Zeitalter,wo wir nuuuur herum sitzen,warten,bis uns das selbststeuernde Auto zum Ziel bringt.Allerdings,wie​ gut es sich anfühlen wird,ferngesteuert mit 12o km/h auf einer Autobahn dahin zu schippern,wird sich noch weisen müssen!Ebenso sind witterungsbedingte Ausfälle wohl an der Tagesordnung.Nicht zu vergessen ist auch,dass wenn uns die Amis in den USA den Satelitten kappen,geht von einer Sekunde auf die andere nichts mehr.Wir machen uns mehr und mehr der Technik Untertan!..und dazu auch noch gewissen unberechenbaren Mächten….!!!!..Und eine weitere Frage sei in den Raum gestellt,wieviel Spass das Autofahren noch macht.!!!!!!!!
    Also wenn es dann soweit ist und ich im Auto nuur noch zur Not das Steuerrad in die Hände nehmen muss,werde ich wohl wieder auf meine Vespa umsatteln,mir den Wind ins Gesicht blasen lassen,und das Gefühl des Dahingleitens auf diese Weise wieder, als einen Genuss des “Selberfahrens” über mich ergehen lassen.Ja;Herr Heeb von der grünen Partei..!..die Frage ist,wie bei den E-Autos!…wie gross wird die Lust sein,auf solche autonomen Fahrzeuge zu wechseln,wo uns sozusagen vorgeschrieben wird,wie wir nun von A nach B fahren sollen.Das Auto ist ja auch deshalb so beliebt,weil wir damit frei nach Gutdünken sozusagen von Haustüre zu Haustüre fahren können,was halt beim OeV nur sehr beschränkt möglich ist.Nun den wird es sich weisen,wie weit diese ferngesteuerten Mobile sich auf dem Markt durchsetzen werden!Ich persönlich bin da eher skeptisch!Mag sein,dass das bei Stadtbewohnern mit Auto der Smart-Klasse ein kleiner Markt entstehen könnte.Aber für Lastwagen,Busse,Gross​-Limousinen wird sich das kaum durchsetzen.Der Rückbau von Kreiseln ist wohl für die nächsten zig Jahre kaum ein Thema.Und ob den all diese Grünen Anliegen zu einer Abkühlung unseres Planeten führen täten,wenn den überhaupt eine Erderwärmung stattfinden sollte von Menschenhand verursacht….???????​..dass steht auch wieder nuuuur in den Büchern mitden “sieben Siegeln”…!

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    • Juli 19, 2021

      Ich freue mich schon heute aufs Google-Auto. Ich gönne aber auch jedem seinen Elektrorennwagen: http://www.srf.ch/new​s/panorama/rasendes-e​lektroauto-knackt-wel​trekord . Vielleicht wird Tempo 80 ausserorts der Vergangenheit angehören, wenn all die Sicherheitssysteme Unfälle praktisch ausschliessen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb..!..das Problem ist,dass es Kundschaft benötigt,die diese E-Wägelchen auch kaufen wollen!Das Problem ist,dass diese Chips-Autöli dann auch Abnehmer finden.
      Da bin ich mehr,als skeptisch!Autofahren hat auch etwas persönliches.Autofahr​en bedeutet,sich unabhängig und nach Gutdünken mobil in unserer Welt bewegen zu können.Da mögen ja bis zu einem gewissen Grad solche sich selbststeuernden Autöli,auch Abnehmer finden.Aber das einer grossen Kundschaft schmackhaft zu machen,wird schwierig werden.Und Sicherheits-Systeme,w​elche Unfälle praktisch ausschliessen wird es nie geben.Noch laufen Fussgänger ohne Chips in der Gegend rum,mitsamt Radfahrern und was das Umrüsten aller Wege und Strassen auf solch neue Systeme mit sich bringen täte..und was Stromausfälle bewirken könnten usw.Nein ..ich bin sehr skeptisch gegenüber solchen Zukunftsvisionen!Aber​ “on verra”..!!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wolfensberger, heute laufen und fahren die Leute mit Smartphone herum und sind abgelenkt. Morgen werden diese von einer App gewarnt und das Telefongespräch oder die sms-Eingabe unterbrochen, sobald eine Gefahrensituation festgestellt wird.
      Freuen Sie sich auch darauf, dass unsichere Verkehrsteilnehmer nicht mehr selbst fahren, sondern chauffiert werden, sei es vom eigenen Google-Auto oder einem herbeigerufenen Mietfahrzeug.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Heeb, solche Zukunftsvisionen sind zwar spannend und tönen gut. Ich meine, wer wünscht sich keine Systeme welche Unfälle verhindern?!
      Allerdi​ngs sind Ihre beschriebenen Szenarien meiner Meinung nach Science-Fiction und von der Realität noch weit entfernt. Ausserdem gebe ich in diesem Punkt Herrn Wolfensberger recht: Ich würde auch in Zukunft mein Fahrzeug selber fahren wollen, weil mir das einfach Spass macht. Wenn ich mich herumchauffieren lassen möchte, nehme ich den Zug. Aber man wird sehen was die Zeit bringen wird. Es bleibt zumindest spannend

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    • Juli 19, 2021

      Herr Zoller, Sie sollen Spass am Autofahren haben. Ich gehe davon aus, dass der Spass mit den Elektrosprintern der Zukunft sogar zurückkommt, da die Fahrzeuge die Fahrer nicht am lustvollen Beschleunigen hindern, sondern daran, sich und andere umzubringen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Tempolimiten aufgehoben und durch Sicherheits-Margen ersetzt werden, die die Fahrzeug-Software vorgibt. Dass man diese Margen Hacken kann, ist mir bewusst, repressive Massnahmen gegen kriminelle Verkehrsteilnehmer (und Automobilfabrikanten 😉 ) wird es daher immer brauchen.

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  • April 3, 2016

    Mein Artikel hat eine interessante Diskussion ausgelöst. Einerseits besteht eine nachvollziehbare Skepsis gegenüber der wachsenden Abhängigkeit von der Technik. Schon heute stehen alle Räder still, wenn der böse Hacker will. Polizei und Armee müssen vermehrt nicht die Grenzen verteidigen, sondern die Firewalls.
    Andrersei​ts ist der Glaube verbreitet, Umfahrungen würden den Autopendler von Verkehrsproblemen befreien. Eine Glaubensfrage. Wer sich um Fakten bemüht: die meistbefahrene Strasse im Thurgau ausserhalb der A1 ist die Zürcherstrasse in Frauenfeld Richtung Weinfelden mit 25’000 Fahrzeugen bei der letzten Zählung 2013 (http://www.tiefbauam​t.tg.ch/documents/DTV​_Plan_2013_Thurgau.pd​f). Diese Strasse verläuft parallel zur Umfahrung von Frauenfeld (A7). Die ungelösten Verkehrsprobleme in Frauenfeld scheinen mir sinnbildlich für das Umfahrungsdilemma: Der Frauenfelder Autofahrer wünscht zusätzliche Umfahrungen, nicht für sich, sondern für die andern, von denen er annimmt, sie hätten nicht Start oder Ziel in Frauenfeld, er will die Umfahrung aber nicht vor seinem Haus und nicht in seinem Erholungsgebiet. Am liebsten hätte man ja den ganzen Verkehr unter dem Boden. Dort aber fliesst das Grundwasser. Dies ist auch der Grund, warum die BTS doppelt so viel kostet, wie ursprünglich angenommen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hanspeter Heeb,
      Es wurden diverse Umfahrungen gebaut, halt etwas anders wie z.B. in Deutschland. Da gibt es sehr wenig Einfahrten in diese Bundeshauptstrassen, wer nicht unbedingt muss, umfährt die Ortschaften.
      Wir hingegen bauen Umfahrungsstrassen mit vielen Kreiseln und Querungen, so dass am Ende das Ganze Sinnlos wird.
      Ja, ich hoffe auf die 2016 nun in Kraft getretenen Bestimmungen, welche mit allerlei lautem Unsinn der Letzen Jahre (Auspuff verändern) aufhört.
      Und ja möglicherweise fahren in Zukunft leise EL Fahrzeuge durch die Ortschaften, und die bis heute so unachtsam gehenden Fussgänger werden dann von EL Fahrzeugen überfahren…noch früher waren es Pferdegespanne…Neu brettern auch FahradführerInnen in Fussgänger…Ironie..​.

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    • Juli 19, 2021

      Sie haben Recht herr Nabulon, in jüngster Zeit ist der Verkehr gefährlicher geworden: nebst den rasenden Elektrovelofahrer hat auch die Benutzung von Smartphones während der Fahrt zugenommen. Auch Kinder sind weniger geschickt und fahren nicht mehr so sicher Rad wie früher. Diese Zunahme der Gefahren scheint mir aber eine vorübergehende Erscheinung und hat mit dem Thema meines Blogbeitrages nichts zu tun.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hanspeter Heeb,
      Um was geht es im Strassenverkehr? In erster Linie um Sicherheit, das vor allem Menschen gegenüber, Fussgänger, welche eingeschränkte Wahrnehmungen haben, sprich, Kinder, alte Menschen, Menschen mit Behinderungen, ….?‘
      Tatsache ist, das von wegen mein Beitrag hätte nichts mit dem Blog zu tun? Menschen halten sich in Ortschaften auf. Sei es auf dem Schulweg, beim Einkaufen, auf dem Weg zum…!
      Lärm und Abgasen in den Ortschaften ist ein Thema. Heute noch kann (weiss nicht wie man denen sagen soll) darüber her ziehen, mit dem Argument, Lärm, Abgasen, Umweltschutz, Umweltverschmutzung, …?
      Wenn Ihre Neuen Fahrzeuge mit allerlei Elektronik bestückt, fahren, kann es nicht sein, dass sich weiterhin Fahrzeuge und Fussgänger auf der gleichen Ebene begegnen.
      Ich muss nicht zwingend EL Fahrzeuge, Hybrid, was auch immer durch die Ortschaften quetschen, Gefahren heraufbeschwören, um diese dann Elektronisch zu reduzieren.
      Ich muss nicht Kreisel zurückbauen, die sinnvoll sind, Kreuzungen herstellen, damit wieder querender Verkehr entsteht, gefahren heraufbeschwören…??

      Bei aller Elektronik Technik Gläubigkeit von Ihnen, wenn so ein Fahr-Assistent versagt, es doch zu Unfällen kommt, werde ich als Fahrzeug Insasse / fast Führer, freigesprochen von Schuld, die Technik hat ja versagt??

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon, Sie haben betreffend Zielsetzung Recht, es geht um Sicherheit. Da unterschätzen Sie meines Erachtens aber die Möglichkeiten der neuen Techniken. Smartphones z.B. kann man nämlich nicht nur zum Anbaggern verwenden, sondern auch zum Austausch über Gefahren. Kreisel sind für Sie vielleicht eine gute Sache, für Lastwagenfahrer sind sie jedoch ein Ärgernis. Ausserdem geschehen immer vieder Unfälle mit Radfahrern in Kreiseln.
      Auch die Unfälle zwischen modisch dunkel gekleideten Fussgängern und älteren Autofahrern mit beginnenden Nachtsichtproblemen müssten nicht unbedingt sein.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hanspeter Heeb,
      Ich hab zum Beispiel schwarze Kleidung, Hundetraining, Motorrad, die haben nur nachts bei Licht sichtbare Reflektorstreifen. Tagsüber sieht man die fast nicht. Das wäre aber eine Thema der Modegurus, endlich mal modische und taugliche Kleidung herzustellen.

      Ich schreibs mal provokativ; so lang smatphone und co über so schwache Stromversorgung verfügen, nicht fest mit dem Menschen oder Fahrrad, Auto verbunden sind, glaub ich zu wenig an die moderne Technik.

      Und JA, es macht eben keinen Sinn, Umfahrungsstrassen mit Kreiseln zu bespicken. Beim Verzicht auf solche Strassen mach es aber auch keinen Sinn, LKW wieder durch die Dörfer zu schicken.

      Es macht ebenso keinen Sinn, aus Energiespargründen, Beleuchtungen bei Kreiseln, oder Fussquerungen zu entfernen. Und und, es gibt schon heute viele ganz normale Möglichkeiten, für sicheren Verkehr.
      Die einfachste, wie wäre es, man würde sich wieder mal aufs Fahren Konzentrieren, und nicht alles andere machen, wie auf den Verkehr achten. Gilt für alle Teilnehmer

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    • Juli 19, 2021

      Da ich sowohl zu Fuss, mit dem Fahrrad, Motorrad aber auch vier räderig unterwegs bin, hab ich gelernt, aufzupassen.
      Es nützt mir nichts, wenn ich zu Fuss überfahren werde, mich wegen Unachtsamkeit von Mir, aber auch dem Auto, mich einer mit dem Velo oder Töff abschiesst.

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