1. Gesellschaft

Das Kreuz gehört zur Schweiz

Bei der jüngsten De­batte um das Kreuz wird un­sere Kul­tur in Frage ge­stellt. Müssen wir uns in der Schweiz nur noch allen Glau­bens­rich­tun­ge​n an­pas­sen oder haben wir noch das Recht un­sere Kul­tur zu le­ben? Kreuze auf den Berg­gip­fel ver­heis­sen Schutz des Lan­des und sind Zeu­gen einer tiefgründigen Kul­tur. Dürfen wir diese nicht mehr zei­gen?

Der deutsche Philosoph und Religionskritiker Schmidt-Salomon stellt sogar das Kreuz auf unserer Schweizerfahne in Frage. Dies finde ich schlicht und einfach unerhört.

Alle Länder zeigen ihre Kultur mit ihren Symbolen und sind stolz auf ihre Kultur. Ich war diesen Sommer in China; sogar dieses kommunistische Land ist stolz auf seine Kultur und zeigt die Wahrzeichen seines Kaisers. Und wir in einem demokratischen Land, mit einer Geschichte, die stark von unserem Glauben geprägt ist, sollen nun unsere Kultur verleugnen, indem man die Symbole im öffentlichen Raum entfernt.

Die Kreuze symbolisieren für mich viel mehr als nur Symbole des Glaubens. Sie sind für mich Symbole des Friedens, des Schutzes, einer Schweiz, die noch Schweiz sein darf.

Ich bin wirklich weltoffen und habe keine Mühe damit, dass in der Schweiz viele fremde Menschen aus unterschiedlicher Herkunft leben. Ich werde mich aber dafür einsetzen, dass unsere Kultur hier respektiert werden muss und dass wir uns nicht dafür schämen müssen. Es ist unsere Geschichte und dazu gehören auch die Kreuze!

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Comments to: Das Kreuz gehört zur Schweiz
  • Oktober 30, 2010

    Dass ich nicht lache, von der CVP hört man plötzlich, dass unsere Kultur geschützt werden müsse und die Schweiz bewahrt werden müsse. Wo waren diese hehren Gedanken, als die CVP mithalf unser Land zu verkaufen? Bilaterale Verträge, Bankkundengeheimnis, Sicherheitspolitik, anyone?

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    • Juli 18, 2021

      Geschätzter Herr Schuerch. Es ist mir neu, dass wir mit den Bilateralen Verträgen unser Land verkaufen. Wo wären wir wohl heute, wenn es diese Verträge nicht gäbe? Unsere Wirtschaft hätte nie so wachsen können und dann hätten wir sicher Grund zu jammern. Das Bankkundengeheimnis haben wir nicht preisgegeben und ich weiss nicht, was sie in der Sicherheitspolitik erwarten? Eine Armee wie in den 60-er Jahren mit 880’000 Soldaten?
      Bei der schweizerischen Kultur, die ich im Artikel anspreche, geht es mir um eine Kultur, die man weder einfach so schnell einführen noch so schnell abschaffen kann. Sie gehört zu unserer Tradition und zu unserem Leben. Diese Kultur muss auch nicht zukunftsgerichtet sein. Ich werde mich auf jeden Fall für diese Kultur einsetzen.

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    • Juli 18, 2021

      Liebe Frau Hunkeler, aber natürlich hat unsere wenig konfrontationsresiste​nte Diplomatie unser Land mit den Bilateralen verkauft, PFZ, Land- und Luftverkehr als Stichworte. Wie viel Wachstumsbeiträge die je geliefert haben weiss ich zugegebenermassen nicht genau, aber ich bezweifle dass unser wirtschaftliche Erfolg hauptsächlich auf ihnen fusst, bei der PFZ beachte man, dass man diese durchaus auch einseitig hätte einführen können um gezielt Fachkräfte zu rekrutieren. Gegenwärt betreiben wir eine Politik der geöffneten Schleusentore, wie sich unschwer an der Bevölkerungsstatistik​ ablesen lässt. Wenn wegen dies Abkommen unser Wohnungsmarkt austrocknet und ganze Landschaften zugebaut werden dann sehe ich das als Ausverkauf unseres Landes an.
      Bei der Sicherheitspolitik geht es nicht um Jahreszahlen, es geht darum eine Armee zu haben, die die ihr zugewiesenen Aufträge erfüllen kann. Bundesrat und Parlament verweigern ihr die nötigen Mittel. Der CVP schwebt eine Art uniformierter Mini-Frondienst vor, ihr Kollege Eugen David hat dazu hier einen aufschlussreichen Aufsatz veröffentlicht. Mit 57’000 Mann können sie vlt. vier Wochen lang im 24h Rhythmus einen Teil der Schweiz “schützen”, aber noch lange nicht verteidigen. Durchaltefähigkeit und Masse, die in einer Notlage erforderlich wären, geben wir auf. Das bedeutet für mich “Verkauf”, ich kann es beim besten Willen nicht anders formulieren. Die unsägliche NATO-Annäherung und das ganze sicherheitspolitische​ Mismanagement (A XXI), das unter Ogi angefangen hat und von Schmid weitergeführt wurde, hat (u.a.) die CVP mitgetragen.

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  • November 6, 2010

    Frau Glanzmann, meinen Sie wirklich “Glauben” und nicht etwa “Religion”? Ein wirklich “Gläubiger” braucht keine Symbole um seinen Glauben zu leben. Religionen manifestieren sich aber wohl mit Symbolen. Kulturen sind was der Mensch selbst getaltend hervorbringt. Ich glaube nicht, dass das auf das Kreuz zutrifft. Das Schweizerkreuz ist ein Nationales Symbol; ihr Kreuz ist ein Symbol einer Religion.

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