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Die CVP macht sich stark für die Familien

Unabhängig vom Fa­mi­li­en­mo­del, Ein­kom­men und Vermögen der El­tern wer­den in der Schweiz für jedes Kind Kin­der- und Aus­bil­dungs­zu­la­g​​en ent­rich­tet. Diese Zu­la­gen will die CVP mit einer In­itia­tive von den Steu­ern befreien.

«Jetzt sind die Familien dran» versprach der damalige Finanzminister Hans-Rudolf Merz nach der Annahme der Unternehmenssteuerref​​orm II im Jahr 2008. An das besagte Versprechen des ehemaligen Finanzministers mag sich heute scheinbar niemand mehr erinnern. Bundesrat und Parlament lehnen die CVP-Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» ab und werkeln stattdessen lieber an der nächsten Entlastung für die Unternehmen, nämlich der Unternehmenssteuerref​​orm III, welche weiter Mindereinnahmen in Milliardenhöhe bringen wird. Für Kinder – Fundament und Zukunft unserer Gesellschaft – soll hingegen keine Erleichterung möglich sein!

Aus Mangel an guten Argumenten gegen die CVP-Initiative werden falsche oder halbwahre Aussagen gemacht. So heisst es immer wieder, dass von einer Steuerbefreiung der Kinder- und Ausbildungszulagen nur traditionelle Familien profitieren würden. Diese Aussage ist schlicht falsch. Die Kinder- und Ausbildungszulagen werden nach dem Prinzip «ein Kind – eine Zulage» entrichtet. Dabei spielen weder Vermögen und Einkommen der Eltern noch deren Lebensform eine Rolle. Es werden nicht Familienmodelle oder Ideologien bevorzugt, sondern Kinder und deren wirtschaftlichen Versorger und Versorgerinnen unterstützt!

Eine Studie der Stiftung CH2048 zeigt, dass Haushalte mit einem Salär von 100‘000 Franken über weniger Geld verfügen als Haushalte mit sehr kleinem Einkommen. Das Bauchgefühl wird bestätigt, dass dem Mittelstand immer weniger Geld zum Leben bleibt. Während die obersten 10% der Einkommen wirtschaftlich nichts zu befürchten haben und die untersten 10% der Einkommen durch den Staat unterstützt werden, wird das wirtschaftliche Fortkommen für mittelständische Familien immer schwieriger. Nur 6% der Kinder leben in Familien mit einem Einkommen über 150‘000 Franken. Die anderen 94% der Kinder leben in mittelständischen Familien oder in Familien mit kleinem Einkommen. Soll die Erleichterung, welche die CVP-Initiative bringt diesen 1‘150‘000 Familien verwehrt werden, nur, weil auch die anderen 6% profitieren? Wohl kaum! Deshalb wirbt die CVP für ein «JA» zu ihrer Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen»!

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Comments to: Die CVP macht sich stark für die Familien
  • Februar 25, 2015

    Andreas Geering

    Träumen Sie weiter, träumen ist nicht verboten. Es braucht viel Mut, nach den heutigen Taten in Sachen Familieninitiative diesen Text zu schreiben. Das NEIN zur CVP Initiative ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

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    • Juli 19, 2021

      Träumen von Verbesserungen ist immer erlaubt. Ich träume aber nicht nur davon, ich setze mich mit meinen Möglichkeiten auch dafür ein!

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    • Juli 19, 2021

      Dass viele Familien keine oder nur wenig Steuern bezahlen trifft nur bei der Direkten Bundessteuer zu. Die grossen Steuern bezahlen wir bei der Gemeinde und Kanton. Dort profitieren auch Mittelstandsfamilien von der Steuerbefreiung. Natürlich profitieren gute Steuerzahler, wegen der Progression, mehr als die Kleinen. Dies trifft aber auch auf die Sozialabzüge, wie Kinder- und Familienabzug zu. Wollen Sie diese auch abschaffen?
      Ebenso müsste mit diesem Argument der Sold für Militär und Zivilschutz steuerpflichtig werden. Mit der Steuerbefreiung bleiben allen Familien mehr im Geldbeutel. Deshalb stärkt diese Initiative alle Familen.

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    • Juli 19, 2021

      Werner Amsler

      Habe ich etwas davon geschrieben, dass ich bestehende Sozial- Kinder- und Familienabzüge abschaffen will. In dieser Abstimmung geht es nicht um Abschaffung sonder um Abzüge von Kindergeldern sowie Abzügen für Ausbildungskosten. Irgend jemand müsste die Steuerausfälle wieder begleichen. Schon mal an dies gedacht. Das wären wieder einmal in erster Linie die unteren Mittelständer. Deren Kinder meistens Berufsausbildungen machen. Da erhalten auch die Lehrlinge schon geringe Löhne, die sie auch zu versteuern haben. Die Kinder der gut Verdienenden werden, neben einem persönlichen Studienbeitrag, auf Kosten der Steuerzahler finanziert. Dabei stellt sich mir die Frage, wer würde bei Annahme der CVP Initiative provitieren und wer zahlen. Darum gehört für wenig Verdienende und den unteren Mittelstand ein klares NEIN zur CVP Familien Initiative in die Urnen oder in den Briefkasten.

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe nicht behauptet, dass Sie die Familenabzüge abschaffen wollen. Es ist aber eine Tatsache, dass von den Sozialabzügen auch die guten Steuerzahler mehr profitieren als die Schlechten. Ihre Polemik gegen die gut Verdienenden würde ich eher aus dem Linken Lager als von einem SVP-Politiker erwarten. Immerhin hat die SVP Schweiz, zu recht, die Ja-Parole für diese Familienfreundliche Initiative gefasst.
      Ihre Parteikollegin sagte es in der Arena ja deutlich, es gibt genügend Sparpotential in der Verwaltung um die geschätze 1 Mia. bei Bund, Kanton und den Gemeinden einzusparen. Und falls es trotzdem zu Steuererhöhungen käme, würden diese im Gegensatz zu ihrer Aussage, mehrheitlich durch die guten Steuerzahler, bei denen 1 Steuerprozent halt mehr ausmacht, berappt. Denn wie sie ja selber feststellten, bezahlen arme Familien keine oder nur wenig Steuern.

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    • Juli 19, 2021

      Werner Amsler

      Wie soll ich dies verstehen, wenn Sie schreiben, “wollen Sie diese auch abschaffen”. Um jetzt zu schreiben, ” Ich habe nicht behauptet, dass Sie die Familienabzüge abschaffen wollen. Tut mir leid dies Versrehereien verstehe ich nicht.

      Wie Sie sehen, laufe ich auch als SVPler eben nicht immer nur blind den Parteiführern nach. Lieber benütze immer meinen eigenen gesunden Menschenverstand. Hatte den Mut an der Delegierten Versammlung Kanton meine Hand für ein NEIN zu erheben, ohne mich umzuschauen wer dies sehen könnte.

      Ob meine Meinung zu dieser Initiative richtig oder falsch ist, wird die Mehrheit der abstimmenden Bürger anlässlich der Abstimmung dann zeigen. Was auch immer herauskommt, ich werde dies akzeptieren. Die gestrigen Zahlen sprechen jedoch, entgegen der letzten Veröffentlichung schon eine sehr deutliche Sprache. Katzen kaufe ich nicht im verschlossenem Sack.

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    • Juli 19, 2021

      Um Geld wird in der Politik immer gestritten, bei jeder Strasse, jedem Schulhaus, jeder Steuersenkung oder Erhöhung. Letztendlich ist es immer eine politische Entscheidung, wie die Finanzen ingesetzt werden. Die Frage lautet, wo liegt die Priorität? Ich bin überzeut, dass die Priorität heute bei den Familien liegen muss. Deshalb ist diese Initiative eine gute Massnahme!

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    • Juli 19, 2021

      Ich erkläre es Ihnen gerne Herr Rohner. Mein von Ihnen zitierter Satz endet mit einem Fragezeichen, deshalb ist es eine Frage und keine Behauptung. Mit dieser Frage will ich auf die Folgen Ihrer Argumentation “Die Reichen profitieren mehr als die Armen” aufmerksam machen. Denn ein Argument gilt ja nicht nur für ein Faktum. Oder mit andern Worten, wenn ein Freund mir erklärt er wolle alle Schnapsflaschen ausschütten, weil da Alkohol drin sei, frage ich ihn auch, wie er es mit dem Wein handhabt.
      Betreffs Umfragen bin ich der Meinung, dass das vom staatlichen Fernsehen favorisierte GFS von Claude Longchamp in der Vergangenheit nicht gerade mit einer guten Treffsicherheit abschnitt. Eigenlich gehörte solche Meinungsmache verboten.
      Familien entlasten wird immer etwas kosten und Politik ist immer ein Umverteilen von Mitteln. Dann verteilen wir doch auch einmal zugunsten der Familien.

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