1. Gesellschaft

Die Deutschschweiz ist zweisprachig

Nein zum aus­sch­liess­li­chen​ Ge­brauch der Mund­art im Kindergarten

Sprache schafft Identität, denn sie ist Ausdruck unserer Kultur. Es ist also wichtig, dass wir unsere Sprachen und Bräuche pflegen und fördern. Machen wir uns nichts vor, die Deutschschweiz ist innerhalb ihrer eigenen Sprache zweisprachig, im mündlichen Schweizerdeutsch und im schriftlichen Hochdeutsch. Daher ist es wesentlich, dass wir diese Zweisprachigkeit stärken und genau aus diesem Grund lehne ich die Initiative „Ja zur Mundart im Kindergarten“ ab. Ein ausschliesslicher Gebrauch der Mundart im Kindergarten wäre ein Rückschritt und ist daher nicht erstrebenswert.  Dabei kann ich dem Hauptargument der Initianten – die Mundart sei die Sprache der Integration – grundsätzlich zustimmen. Für jeden Ausländer ist es in Bezug auf seine Integration essentiell, Mundart zu sprechen und zu verstehen. Für unsere Kleinsten ist es jedoch genauso wichtig, dass sie im Kindergarten spielerisch Hochdeutsch lernen, um so gut für die Primarschule vorbereitet zu sein. Darüber hinaus werden sie ja täglich – so z.B. durch das Fernsehen – mit Hochdeutsch konfrontiert.

 

Die​ heutige Sprachregelung gewährt genügend Flexibilität

Die heutige Sprachregelung im Volksschulgesetz berücksichtigt unsere Zweisprachigkeit, indem maximal 2/3 der Unterrichtszeit in einer Sprache gesprochen werden darf. Diese Regel ermöglicht es den Lehrpersonen, flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder zu reagieren.

Die heutige Regelung wird also den Bedürfnissen von uns Schweizern bestens gerecht.

 

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Comments to: Die Deutschschweiz ist zweisprachig
  • Mai 12, 2011

    “sprache schafft identität” – ist kulturgut – da kann ich nur zustimmen.
    die mundart gehört zu uns deutschschweizern, ist unsere “sprache des herzens”. persönlich lade ich gerne unsere (aus welchen gründen auch immer) zugewander-ten mitmenschen ein, an meiner kultur teilzunehmen, weihe sie unter anderem auch in meine/unsere “sprache des herzens” ein. gebe ihnen damit die gelegenheit, “dazuzugehören”, ergreife die chance, sie mit einzubeziehen in unsere sprache, bräuche und eigenheiten. so entstehen freundschaften, menschen freuen sich darüber, dass sie anfangen zu verstehen, was auf der strasse, in den läden, auf der post, im radio, auf dem pausenplatz und im zug geredet wird. menschen werden nicht “auf distanz” gehalten.
    damit schon im kindergartenalter anzufangen hat meines erachtens nur vorteile. je früher fremdsprachige kinder mit der mundart bekannt werden, desto grösser ist die chance, dass sie dazugehören können, freunde in der nachbarschaft finden, sich in unserem land wohlfühlen und integriert werden.
    “unsere kleinsten” sollen im kindergarten hochdeutsch lernen. spielerisch. vielleicht begeben sich alle, die dies für möglich halten einmal in einen deutschschweizer kindergarten? dort werden sie das “spielerische hochdeutsch” in seiner ganzen “münlichen art” hören. und sich köstlich darüber amüsieren. “chumm, wir gönd die treppe ufen – oder wottsch du lieber dunen bliiben?”
    lassen wir “unsere kleinsten” doch einfach spielen – mit ihren anders-sprachigen kindergartenfreundinn​en und freunden – intensiv, fröhlich und kreativ. auf mundart.

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