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Die Initiative der JUSO ist einfach nur dumm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Initiative „Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln“

 

Wa​s ist so blöd, an dieser Initiative?

Die Initiative zielt auf die vier internationalen Getreidehandelsgesell​​​​schaften ab, die in der Schweiz den weltweiten Getreidemarkt kontrollieren.

ADM, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus.

 

Diese Handelshäuser möchte man weg ekeln. Das würde den Märkten in London, Paris, Frankfurt und New York sehr gelegen kommen.

 

Es geht nicht nur um die ca. 1‘700 Arbeitsplätze. Es geht um 10-tausende.

 

Folgen​​​​de Dienstleister, verdienen an diesem Geschäft mit:

Versicherungen und Rückversicherungen. Denn jede Fracht muss versichert werden.

Bankgeschäft​​​​. Überweisungen und Kreditgeschäfte.

War​​​​enprüfgeschäft. (Société Générale de Surveillance)

Gütert​​​​ransportgeschäft. Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr,​​​​ Frachtschifffahrt, Luftfrachtverkehr

-un​​​​d andere mehr.

 

Die Steuerausfälle wären enorm!

In der Schweiz gibt es keine Börse für Termingeschäfte mit Lebensmittel.

 

An der entsprechenden Arena-Sendung vom 15. Januar hat der Moderator den Präsidenten der JUSO, Fabian Molina gefragt, ob es ihm wirklich um den Hunger gehe, bei der Initiative. Oder ob nicht eher eine Systemänderung angestrebt werden soll. Im Stil der Initiative „Überwindung des Kapitalismus“. (sinngemäss)

 

Die Rohstoffe sind nie fair. Entweder sind sie zu teuer oder zu billig. Denn die Kaffee-, Kakao-, Zucker- und Getreideproduzenten verdienen zu wenig. Für den Konsumenten sind sie aber zu hoch, denn diese müssen zu viel bezahlen. Das ist immer so. Mit oder ohne Spekulation. Auch die grossen Handelsgesellschaften​​​​ sind nicht schuld, selbst wenn sie viel daran verdienen. Denn diese handeln in rieseigen Mengen. Schuld daran sind Missernten, Getreideschädlinge, Getreidekrankheiten und Kriege. Und dann gibt es noch ein bisschen Korruption. Vor allem bei Kaffee, Kakao und Tee.

 

Zum Rohstoffgeschäft hat die EvB (Erklärung von Bern) das Buch „Rohstoff“ heraus gegeben. Sehr empfehlenswert, da gut recherchiert und deckt gewisse Machtstrukturen auf, gerade zu den Entwicklungsländern mit ihren „Häuptlingen“ , Regenten und Warlords.

 

Die EvB ist eine klar links positionierte Organisation. Deshalb weist dieses Buch gravierende Mängel auf. Die Häuptlinge der afrikanischen Staaten als Rohstofflieferanten gestalten die Schürfrechtsverträge mit den Rohstoffkonzernen so, dass für ihre Paläste und der ganze Verwandtschaftsklan möglichst hohe Gewinne heraus springen. Normalerweise ist das Land, aus dem der Rohstoff gefördert werden soll nicht in der Lage, eigene Mine zu betreiben. Diese Verhältnisse werden im Buch ausgeblendet. Dass die „entwickelten“ Staaten und ihre Industrie auf die Rohstoffe angewiesen sind, wird zu wenig beleuchtet.

 

Viel gescheiter wäre es, wenn die JUSO etwas gegen die Ethanol-Produktion aus Getreide unternehmen würde. Oder gegen die Produktion von Palmöl aus gerodeten Urwäldern.

 

Ein Beispiel über die Dummheiten der JUSO:

Ich unterstelle der JUSO nicht Rassismus.

Dennoch hat sie sich zu einer rassistischen Werbung unter dem Titel

„Spekulationsst​​​​opp-Initiative: Der Bundesrat hat sein Urteil gefällt“

Hinreissen lassen.

Karikatur: Der Aussenminister schaufelt einem Juden (riesiges Maul, Lange Nase, schwarzer Krempenhut und ausgeprägte Koteletten (erinnern an Schläfenlocken)) so etwas wie Goldstaub in das Maul und sagt dazu: „… und ein Löffel für die Finanzlobby!“ Solche Bilder hat Europa zum letzten Mal in der Nazi-Zeitung „Der Stürmer“ gesehen. Das Bild ist nun gelöscht und laut NZZaS ist die Entschuldigung erfolgt.

Trotzdem: Dümmer geht‘s nicht!

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Comments to: Die Initiative der JUSO ist einfach nur dumm
  • Januar 25, 2016

    @Franz Krähenbühl
    “Was ist Geld”?
    Geld gibt es unendlich, das Leben ist jedoch endlich! Wir sind geboren um zu leben und nicht um für die Profitfier zu arbeiten! Noch nicht getilgte Verpflichtungen (Schulden) gegenüber den Banken! Geld als Gegenwert der Arbeit/Leistung wurde zur Zirkulation und nicht Aufbewahrung geschaffen!

    Die Juso möchten die Spekulation nicht den Handel unterbinden, ein kleiner aber wichtiger Unterschied! Man sollte den Handel nur Direktbeteiligten erlauben! Keine Kreation von Finanzprodukten!
    Nat​ürlich zeigt eine solche Massnahme nur Wirkung, wenn man sie weltweit einführt!
    Auch ein weltweites Verbot von Tankfüllungen mit Nahrungsmittel, gehört in das gleiche Kapitel!

    Wenn Menschen, in irgendwelcher Form, Nahrung entzogen wird, um Arbeitsplätze und Steuern zu generieren, dann hat der Mensch seine Würde verloren!

    Weil Geld nur aus noch nicht getilgten Bankschulden besteht, bedeutet auch das Sparvolumen, Schulden von Anderen! Die Aufbewahrung kann nur mit einer höheren Geldmenge erfolgen! Die dafür kreierten Geld- und Eigentumsrechte von Grund, Boden und Rohstoffe, sind für die Verwerfungen verantwortlich!
    Die Finanzindustrie ist ursächlich, das Gesicht der Verwerfungen!

    Wert​er Herr Krähenbühl, die Rückführung der Staatsquote kann auch mit Anpassung der ordentlichen Tarife für Besserverdienende und Geldhortung, kompensiert werden! Andernfalls verschuldet sich der Staat, die Wirtschaft wird es freuen!
    Die Entstehung, Funktion und Auswirkung des Geldsystems verstehen, gibt die korrekten Antworten!
    Sehr schnell kommt der Spiess der Dumm- und Würdelosigkeit zum “Ankläger” zurück! Die Ethik in der Wirtschaft, wird von Politiker und Judikative völlig vernachlässigt, weil sie das Geldsystem nicht in seiner Auswirkung, verstehen können oder dürfen?

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  • Januar 26, 2016

    Eben erfahren wir aus der srf-Sendung ECO, dass ChemChina hinter dem Schweizer Rohwaren-Riese Mercuria her ist. Mit seinen 112 Mia. Umsatz ist Mercuria eines der umsatzstärksten Schweizer Handelsunternehmen. Der chinesische Staatsbetrieb ChemChina hat jüngst 12% der Mercuria-Aktien erworben.

    ChemChem​ie ist zudem jener Konzern, der Syngenta übernehmen möchte.
    https://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/syngenta-an​-china/

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    • Juli 19, 2021

      Und? Wollen Sie nun den Chinesen verbieten, sich zu beteiligen?

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    • Juli 19, 2021

      Nein, nein, Herr Witschi. Es ist zufälligerweise ein chinesischer Konzern, der sich an Mercuria heran macht. Das ist ja nicht schlimm. Mein Kommentar ist als Ergänzung zum Thema Spekulation in Sachen Rohstoffen zu betrachten. Gleichzeitig will ich damit sagen, dass die Schweizer machtlos sind in diesen Dingen. Im Gegenteil, sie laufen Gefahr, dass die Felle davon schwimmen und sich die Konkurrenz, nicht nur in London, NY, Paris und Frankfurt freut sondern auch jene von Schanghai!

      Bei Syngenta ist es etwas anderes. Der oben angegebene Link führt Sie dahin.

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  • Januar 27, 2016

    Also, zum Einen würde es nichts schaden die monopolstrukturen im Getreidehandel etwas aufzubrechen! Eigenartigerweise wird dies immer von staatlichen Monopolen gefordert, von privaten dann aber nicht mehr!
    Der Handel hat ja schon immer stattgefunden, an dem ändert sich nichts! Aber, wenn die Banken in Ermangelung an bessere Renditegeschäfte anfangen eben in Nahrungsmittel zu investieren, dann führt es eben wie gehabt zu einer Verteuerung!
    Diese Ini kann daher getrost angenommen werden, ohne dass da ihre Schwarzmalerei eintrifft!

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    • Juli 19, 2021

      Wo, Herr Witschi, sehen Sie Schwarzmalerei?
      Wer,​ Herr Witschi, kommt für die zu erwartenden Steuerausfälle auf?
      Wie, Herr Witschi, wollen Sie die zu erwartenden freigestellten Angestellten beschäftigen?
      Ueber staatliche Monopole haben wir uns bereits früher mal unterhalten, wenn Sie sich nocht erinnern. Aber ich gehe, wenn Sie wollen, schon noch mal darauf ein. Meistens führt dies zur Katastrophe!

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    • Juli 19, 2021

      Keiner dieser Konzerne wird die Schweiz verlassen und schon gar nicht Arbeitsplätze global von 10tausenden kosten.
      Und dann immer die Mär der Steuerausfälle. Ich würd mal bei den Konzernen richtig Steuern erheben.

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    • Juli 19, 2021

      Ich würde Ihnen ja gerne glauben, Herr Witschi.
      Wer gibt Ihnen die Gewissheit, dass jene Konzerne, die Handelsbeschränkungen​ unterliegen, in der Schweiz bleiben würden?
      Wo sind die Fakten zu Ihrer Behauptung?
      Ich bin nicht für grenzenlose Marktwirtschaft.
      Manchmal sind staatliche Schranken nötig.
      Besonders die Forderung, dass die Banken eine gewisse Eigenkapitaldecke aufweisen müssen. Bekanntlich sind die Liberalen immer noch dagegen und haben Angst, an Konkurrenzfähigkeit zu verlieren.

      Wie gesagt, der JUSO geht es nicht um den Hunger. Es geht um die Veränderung des Systems. Einer der Hauptgründe, den man bekämpfen müsste, ist die Korruption in jenen Ländern. Gleichzeitig sollte man die NGOs besser kontrollieren auf Effizienz. Es geht nicht an, dass “Entwicklungshelfer” in klimatisierten Cottages mit Dienstmädchen wohnen und gleichzeitig Tropen- und Risikozulagen erhalten und wenn möglich sogar Steuerfreiheit geniessen. Ob das mit der Steuerfreiheit immer noch so ist, weiss ich allerdings nicht sicher. Vor Jahren haben Entwicklungshelfer der Eidgenossenschaft während des Auslandaufenthaltes Steuerfreiheit genossen, wie mir meinem Schweizer Freund berichtet hat.

      Wie gesagt, Herr Witschi, eine Erklärung zu Ihrer Behauptung würde mich freuen.

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    • Juli 19, 2021

      Um was geht’s ihnen nun? Um Entwicklungshilfe oder was? Und Geschichte die Ihnen erzählt wurden? Sind das die ‘Fakten’ auf denen ihr nein basiert?

      Herr Krähenbühl, der Getreidehandel funktioniert schon seit Generationen, ohne dass die Banken aktiv mitgeholfen haben und da wird ganz schön alles beim Alten bleiben, so wie es vorher war! Und keines Ihrer Schreckszenarios wird eintreffen!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Witschi
      aus meinen Texten ist Ihnen sicher bereits aufgefallen, dass ich nicht Fan der Bankenwelt bin. Ich glaube, dass Sie in gewissen Dingen ziemlich moderne Ansichten haben. Indessen kann ich nicht begreifen, dass Sie der Meinung sind, die Banken könne man heutzutage für solch komplizierte Handelsprozesse umgehen. Handelsprozesse, die mit dieser Initiative nochmals um ein Vieles komplizierter gemacht werden sollen. Uebrigens, das Absichern der gegen Ernteausfälle hat es früher auch schon gegeben. Da waren die Banken ebenfalls Vermittler. Mich wundert, dass Sie dies ausblenden. Aber lassen wir das.

      Zum Ausdruck “Schreckenszenario”: Es ist immer so, in der Politik. Wenn eine Partei auf Gefahren hinweist, sind das für die Gegenpartei “Schwarzmalereien” und “Schreckenszenarien”.​ Mehr oder weniger passende Schlagwörter, die als Schutzschild gegen des Gegners Meinung herhalten sollen. Nun, selbstverständlich lasse ich Ihre Meinung und akzeptiere Ihren Willen zur Systemveränderung, die ja der Initiant anstrebt. Eigentlich geht mich als Ausländer das Ganze ja gar nichts an.

      Diskussionen bei Vimentis nutze ich gerne zur Erweiterung meines Horizontes. Ich muss leider sagen, dass Sie mir in dieser Hinsicht noch nie helfen konnten. Im Gegenteil, vor einigen Monaten haben Sie unseren Disput über Privatisierung oder Verstaatlichung von Energieförderkonzerne​n, Staatsfond und Anderem gelöscht.

      Mit dieser Anmerkung schliesse ich unsere unfruchtbare Diskussion. Selbstverständlich können Sie nochmals Stellung nehmen. Ich werde aber nicht mehr reagieren…

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  • Februar 23, 2016

    Franz Krähenbühl von ihnen habe ich nichts anderes erwartet!

    Jungsozi​alisten sind nicht dumm! Wer jungen Menschen gute und schlechte Erfahrungen zu machen, nicht gönnt, ist dumm!

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    • Juli 19, 2021

      Wer hat denn gesagt, dass Junsozialisten dumm seien?
      Ich jedenfalls nicht.
      Ich habe gesagt, dass die Initiarive der Juso dumm, ich habe sogar gesagt warum.
      Aber wenn man selbst indoktriniert ist, kann man dies leider nicht einsehen.
      Im Gegenteil, man verdreht sogar die Meinung des Kritikers.

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  • Mai 15, 2016

    Es fällt auf Sie zurück, Herr Krähenbühl, und Ihren wenig ausgeprägten Diskussionsstil, wenn Sie eine Initiative einfach als “dumm” und “blöd” brandmarken. Die Initianten haben sich bestimmt viel gedacht bei der Formulierung. So kommen Sie mit ihnen nicht ins Gespräch.

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