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Die Schweizerische Nationalbank und das liebe Gold

Geldpolitik, Kur­s­ent­wick­lung von Gold, Währungen und Wert­pa­pie­ren sind an­spruchs­volle The­men. Eine Um­frage der Ge­orge Wa­shing­ton University hat unlängst ge­zeigt, dass genau die­ses Wis­sen bei einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung schwach ausgeprägt ist. Ich bin aber klar der Mei­nung, dass sich je­der­mann die­ses Wis­sen er­ar­bei­ten kann und auch sollte ganz Spe­zi­ell im Hin­blick auf die Goldinitiative.  Was ich hier als langjähriger Börsianer und Ex-Händler in ver­schie­de­nen Dis­kus­sio­nen an Erklärungen und Ar­gu­men­ten höre ist für mich schlicht frustrierend.

 

Übe​​​​r Zentralbanken und Gelddrucken

Vorneweg​​​​​ genommen, einmal mehr zeigt das Schweizervolk, dass es ein feines Sensorium hat dafür wenn etwas nicht stimmt. Ganz klar wurden die Märkte weltweit in einem nie dagewesenen Umfang mit Geld geflutet. Zum einen durch den Staat zum anderen durch Anwerfen der Geldpresse. Der Schweizer Staat ist dieser Versuchung zum Glück nicht erlegen. Die SNB hat sich dem Druck des schwachen Euros jedoch gebeugt und deshalb die Druckerpress gestartet. All dieses Geld wird man, wenn nicht ein kleines Wunder passiert nie mehr aus dem Markt kriegen. Eine massive Inflation muss die Folge sein. Diese Preissteigerung bei Investitions- und Konsumgütern würde uns auch in der Schweiz treffen ziemlich unabhängig davon wieviel Fremdwährung bzw. Gold die SNB in ihrer Bilanz hat.

Ich finde es deshalb absolut gerechtfertigt, dass über Sinn und Nutzen von Zentralbanken und über die Geldschöpfung generell diskutiert wird. Zitat Oswald Grübel „Wirtschaft kann nicht durch Massnahmen der Zentralbanken gemanaged werden“. Diese Annahme drängt sich auch auf wenn man das tägliche Handelsvolumen aller Währungen von 5 Billiarden US$ betrachtet. Eine Zentralbank kann eine Währung nur temporär beeinflussen und die Aktivitäten derselben haben in erster Linie einer psychologischen Wirkung. Schaut man in der Geschichte zurück, ist es so, dass mit diesem Modell die ganz grossen Krisen vermieden werden konnten. Schaut man genauer hin kann man durchaus zum Schluss kommen, dass es lediglich eine Pflästerchenpolitik war und das dieser Lösungsansatz jeweils bereits die nächste Krise in sich barg. Die Krise wird jedes Mal grösser und entsprechend auch der Mitteleinsatz, bis dann die Pflästerchen einmal nicht mehr ausreichen.

Die Frage ist also brauchen wir ein neues Modell oder nicht? Wenn ja dann  muss dies global angepackt werden.  Die Einschränkung des Handlungsspielraums der SNB und die Schwächung des aktuellen Modells durch die Goldinitiative ist inkonsequent und schadet.

 

Der richtige Preis von Gold und Gold als Anlageinstrument

Es wird vielfach gesagt, dass die SNB die Goldbestände zu zu tiefen Preisen reduziert habe. Wieviel habe ich mich rückwirkend selbst schon genervt, dass ich eine Position zu früh verkauft habe bzw. eben nicht verkauft habe. Dies rückwirkend zu kritisieren ist einfach und unprofessionell. Kein Anlageprofi würde dies tun. Das Ziel ist in mehr als 50% richtig zu liegen, das reicht schon aus. Jeder der glaubt, dass er in den meisten Fällen richtig liege und immer wisse wo der richtige Preis ist, der ist schlicht naiv. 

Dies gilt auch für Anlagen in Aktien, obwohl sich hier theoretisch der innere Wert berechnen lassen würde und zukünftige Gewinne der Unternehmung. In der Realität wird eine Aktie praktisch nie zum inneren Wert gehandelt. Der Preis ist entweder tiefer oder höher. Auch hier spielt die Psychologie und die vorhandene Liquidität eine wichtige Rolle. Bei anderen Rohstoffen wie z.B. Öl können wenigstens aufgrund der Analyse der Kapazitäten der Förderanlagen und des Bedarfs der Wirtschaft Schlüsse gezogen werden. Der Goldpreis wird lediglich durch Psychologie und Liquidität gesteuert. Von einem richtigen Preis kann entsprechend schlicht nicht gesprochen werden. Betrachtet man den Goldchart aus Sicht 1997 konnte man damals durchaus auf einen Abwärtstrend schliessen. Auch waren die Krise von 2007 und die Ängste, die da aufkamen und die entsprechende Anstieg des Goldpreises weit weg. Betrachtet man den Goldpreis heute und erwartet man eine starke Inflation kann es durchaus eine sehr gute Gelegenheit sein in Gold zu investieren. Geht man von diesen Annahmen aus, gibt es wenig Gründe warum der Goldpreis so stark korrigiert hat und warum er nicht zu alten bzw. neuen Höchstständen zurückkehren sollte. 

Hier nützt jedem Einzelnen ein höherer Goldanteil in der SNB Bilanz wenig. Wer an Gold glaubt, soll selbst Gold kaufen. Glaubt man an eine grosse Krise dies am Besten in physischer Form und zu Hause lagern.

 

Europosit​​​​​ion der SNB und Eurountergrenze

Es war von Anfang an ziemlich klar, dass die SNB nicht mehr ohne Verlust aus der Geschichte rauskommt. Viele Experten wie Marc Faber, Oswald Grübel etc. haben die Eurostützkäufe aus diesem Grund kritisiert. Ganz klar hätte die SNB nichts gemacht hätte dies Arbeitsplätze gekostet. Verheerend war vor allem der sehr schnelle Preiszerfall des Euros auf ein 1:1 Verhältnis zum Schweizer Franken. In kürzester Zeit wurde so eine 20% Marge pulverisiert.

Das Ziel der SNB muss es sein und ist es sicherlich auch, den Markt schrittweise wieder spielen zu lassen, das heisst den Euro langsam fallen zu lassen bis er wieder das Marktniveau erreicht hat. Hätte die SNB in den letzten Jahren annähernd die Möglichkeit gehabt die Europosition auf dem Level von 1.20 zu reduzieren ohne einen grösseren Kurszerfall zu riskieren hätte sie das gemacht.

Auch wenn der Kurs sich zeitweise bis zu 1.25 erholt hat, war das Aufwärtsmomentum viel zu schwach als dass die Nationalbank grössere Europositionen hätte verkaufen können. Dies wird jeder Marktkenner bestätigen. Wie oben erwähnt haben die Aktivitäten von Zentralbanken vor allem eine psychologische Wirkung. Der Verkauf der SNB wäre in diesem Fall von den Märkten sehr schnell bemerkt und als ein Abwenden von der Untergrenze interpretiert worden. Entsprechend wäre die negative Auswirkung auf den Kurs gewesen.

Genau dieser langsame Ausstieg ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Annahme der Goldinitiative nicht mehr möglich. Wäre die SNB betreffend Untergrenze zu 100% glaubhaft würde niemand und hätte niemand bei 1.20 verkauft. Mit Annahme der Goldinitiative wäre sie weniger Glaubhaft. Entsprechend würde die Untergrenze von den Markteilnehmern getestet und zwar umgehend nach der Abstimmung. Im Besten Fall gibt die SNB dann sehr schnell die Eurountergrenze auf, ein grosser Buchverlust würde entstehen und der Euro sich in Richtung 1:1 bewegen. Auch jetzt wäre der Schaden aufgrund des schnellen Kurszerfalls immer noch relativ gross für die Exportunternehmen. Im schlechtesten Fall würde sie weiter an der Eurountergrenze festhalten und zwangsläufig Eurobestände aufbauen. Nur um diese dann später zu einem wesentlich tieferen Preis zu reduzieren. Der Verlust wäre dann noch grösser. Mit oder ohne Annahme der Goldinitiative kommt, die SNB aus dieser Situation wohl nicht mehr raus ohne Haare zu lassen. Die einzige eher unwahrscheinliche Chance wäre ein Ausstieg der Krisenländer aus dem Euro.

Die SNB wird die Untergrenze aufheben mit oder ohne Goldinitiative. Ohne Zwang durch die Initiative kann sie dies mit möglichst kleinem Schaden machen, mit Annahme kann der Markt die Schritte der SNB viel besser abschätzen und wird es ausnutzen. Nebst dem grösseren Verlust würde vor allem auch der Nutzen, der diese Aktion für die Exportunternehmen gebracht hat neutralisiert

 ​​

Z​usammengefasst​: 

  • Ein völliges neues Modell kann thematisiert werden, muss aber global sein. Die Einschränkung des aktuellen Modells „Aufrechterhaltung der Preisstabilität“ durch die Goldinitiative führt dazu, dass ein möglicherweise nicht ideales Modell noch weniger ideal wird. 

  • Höherer Goldanteil der SNB nützt dem Einzelnen wenig. Wer an Gold glaubt, soll besser selbst Gold kaufen. 
  • Bei Annahme der Goldinitiative fällt entweder die Eurountergrenze mit hoher Wahrscheinlichkeit relativ schnell oder die Eurobestände und die zu erwartenden Verluste erhöhen sich beträchtlich.

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Comments to: Die Schweizerische Nationalbank und das liebe Gold
  • November 24, 2014

    Herr Lussy

    Danke für Ihre ausführliche Meinung und Darstellung. Bei vielen Punkten gehe ich mit Ihnen einig. Finde es jedoch etwas “unsensibel” dem Volk nachzusagen, dass es nicht das “Gespühr” hätte was zu tun ist.

    Es ist absolut Richtig und wäre schön, wenn die SNB dies auch mal einsehen würde, dass die Wirtschaft nicht über eine SNB reguliert werden kann. Das hat wie man heute sieht, frappante Auswirkungen mit Folgeschäden.

    Es kann sicher Sinnvoll sein, kurzfristig mittels Kauf einen Euro stützen zu wollen. Aber über eine so lange Zeit ist das absolut Unsinnig und sogar sehr gefährlich. Denn die Aussage von Herr Dragi (EU) macht es deutlich. Er schehrt sich einen Deut um die Nachbarschaftswährung​en. Im Gegenteil. Mittels Euro-Druck-Maschine will er den Export der EU stärken und den Import schwächen. Also genau das Gegenteil was die SNB erreichen möchte. Dies löst eine unaufhaltsame Spirale aus.

    Beim Gold sehe ich das etwas anders. Würde die SNB wieder ihre übliche Bilanzsumme erreichen mit Abverkauf der Euros (hat 5 Jahre Zeit), würde sich die 20% Grenze automatisch einstellen und hätte somit keine grosse Wirkung auf den Bewegungsspielraum der SNB.

    Es ist sicherlich klar, dass man immer bessere Varianten finden könnte als die Goldinitiative. Aber diese scheint die SNB zu ignorieren. Und daher scheint es mir, dass die Grenze ein sinnvolles Instrument ist, um der SNB klare Untergrenzen zu definieren, welche Sie eindeutig überschritten hat und dies auch noch weiter tun wird, wenn man diese Untergrenze nicht setzt.

    Der Euro wird so oder so fallen. So wie das der Dollar in den vielen Jahren zurück, auch getan hat. Das hat letztlich mit der Tatsache zu tun, dass nur ein Wirtschafts-Stabiles Land auch einen guten Währungskurs haben kann und wird. Da die Euro-Zone nun mal einfach ein Konstrukt ist das mehr als nur “hinkt” ist ein noch stärkerer Zerfall unumgänglich. Das wird auch in den nächsten Jahren nicht ändern.

    Sie sehen das absolut korrekt. Die SNB muss dringlichst aus dem Volumen der “faulen” Währungen aussteigen (kleine Tranchen) und den Euro dahin fallen lassen wo er laut Markt sein soll. Der Entscheid den Euro zu stützen war wohl kurzfristig gut, aber man sollte einsehen, dass es nichts nützt und ein Fass ohne Boden ist. Schon zumal die EU gegen dieses Modell ankämpft mit absichtlichem Senken um ihren Export zu stärken.

    Ohne den Teufel an die Wand zu malen, wird das heutige Verhalten EU/CH eine wirtschaftlich sehr schwirige Situation einläuten.

    Ich werde somit auch ein JA einlegen, da die sog. Experten VOR der Entstehung der Ini die Möglichkeit gehabt hätten zu intervenieren und nun ein Punkt erreicht ist welcher eine Untergrenze benötigt.

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe auf jeden Fall schon einmal in meinem Garten neben dem Nüssler eine Reihe Gold ausgesät. Zwanzig Prozent der Ernte werde ich im Keller lagern. Was in den guten Jahren dazukommt, weil zwanzig Prozent von Mehr auch mehr sind, geht in die Eiserne Reserve. Kommt dann die nächste Krise, bin ich stolz, dass ich sie habe und nicht anrühren darf, meine Eiserne Reserve.

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    • Juli 19, 2021

      Wer behauptet Papiergeld sei unsicher ist ein verdammter Lügner: Einheizen funktioniert damit prima!

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    • Juli 19, 2021

      Da hätte ich bessere Vorschläge, Frau Ritz:

      1. Der Affenbrotbaum – EU Planze des Jahres

      Wählen Sie den Affenbrotbaum. Afrikanische Pflanze. Sie tun damit auch gleich etwas für die Integrationsmafia in der Schweiz und sind als Schweizerin hier integriert.

      Die Affenbrotbäume (Adansonia) sind eine Gattung großer, markanter und häufig bizarr wachsender Laubbäume aus der Unterfamilie der Wollbaumgewächse (Bombacoideae), die wiederum aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) stammt. Die Gattung wird anhand von Blüten-, Frucht- und Samenmerkmalen in drei Sektionen unterteilt. Die Affenbrotbäume sind in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents, auf der Insel Madagaskar und in Australien verbreitet. Der botanische Name der Gattung Adansonia wurde von Bernard de Jussieu zu Ehren des französischen Botanikers Michel Adanson vergeben.

      2. Der Drachenbaum – EU Baum für 2015 (Dragiebaum)

      Dann gäbe es noch den sehr seltenen Drachenbaum, den man noch auf der Kanareninsel La Palma findet zwischen Fels und Pampa. Ist immer gründ und rührt sich, weshalb unter Naturschutz gestellt. Drachmen kann man keine von dem ernten und eine EURO Mutation hat man noch nicht geschafft. Er wächst baumförmig, hat wie alle Einkeimblättrigen (Liliopsida) jedoch kein echtes sekundäres Dickenwachstum, was eine Voraussetzung für ein echtes Baumwachstum wäre.

      3. Der Goldregen

      Um aber wenigstens etwas mit Gold im Pflanzennamen im Garten zu plazieren, gibt es den Goldregen (Laburnum), auch Bohnenbaum, Goldrausch oder Gelbstrauch genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler​​ (Faboideae) in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Gemeine Goldregen (Laburnum anagyroides) ist aufgrund seiner gelben Blütenpracht ein sehr beliebter Zierstrauch. Er wurde 2012 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Der Indische Goldregen dagegen gehört zur Gattung der Kassien (Cassia).

      4. ‘Pflanzen’ im Keller

      Da gibt es Leute, die halten sich ganze ‘Zierstöcke’ bei Rotlicht im Keller und verdienen damit Millionen. Ist allerdings verboten, wegen Kelleritis und Geruchsverbreitung.

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    • Juli 19, 2021

      Maggy Ritz: Die Sinnlosigkeit der Gold-Initiative auf den Punkt gebracht. Hahahaha

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    • Juli 19, 2021

      Irrtum, auf den ‘Goldregen’ gebracht. Hahahahaha!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kremsner

      Dann Pflanzen Sie doch 1000er Noten im Garten und warten bis diese wachsen. Von wegen auf den Punkt gebracht.

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    • Juli 19, 2021

      Lieber Herr Schweizer

      Danke für Ihren ausführlichen Kommentar.

      Meine Meinung Meinung ist in keiner Weise, dass das Volk nicht das Gespühr hat. Ich teile die Erkenntnisse der Hirnforschung: “Triff Kaufentscheidung für Socken mit dem Hirn, Kaufentscheidung für ein Haus mit dem Bauch” Beim Hauskauf wie bei einer anspruchsvollen Abstimmung ist es jedoch zentral sich vorher intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen und dann das Gespühr entscheiden zu lassen. Bei der erwähnten Umfrage wurden wenige ganz einfache Fragen gestellt zu Finanzthemen und ein grosser Prozentsatz hat diese falsch beantwortet. Das ist ein Fakt. Meine Aussage war genau das Gegenteil. Jeder kann und jeder soll sich dieses Grundwissen erarbeiten. Dies gilt genau so für die Goldinitiatve. Ich glaube Moritz Leuenberger hat kürzlich mal gesagt: “Irgendeinmal haben Politiker das Gefühl, dass sie zu allem und jedem eine Expertenmeinung abgeben können”. Dies ist genau bei dieser Initiative und dem Komitee für dieselbe der Fall. Die Aussage von Reimann:”Selbst die SNB sagt, dass sie bei einem Ja den Mindestkurs noch halten könne” ist an Naivität kaum zu überbieten! Mein Aussage an die Wähle war hier deshalb:”Denkt selbst, macht Euch schlau!”. Hierzu noch ein kleines Müsterchen: In der SRF Arena sollte Professor Martin Janssen im inneren Ring auf der Befürworterseite stehen. Im Minimum einer der beiden Befürworter aus der Politik hat sich geweigert zu kommen, wenn er nicht selbst im inneren Ring stehen dürfe. Egotrip versus fundierte Argumentation und Aufzeigen von Pros und Cons.

      Betreffend Untergrenze: Waren Sie bereits damals als die Untergrenze entschieden war dagegen? Experten wie Janssen und Marc Faber kritisierten dies schon damals. In diesem Fall kann ich ein Befürworten noch eher nach vollziehen, auch wenns eine Radikallösung ist. Im 2011 für den Mindestkurs zu sein und jetzt die SNB zu kritisieren ist inkonsequent. Die Aktion damals hat bereits die heutigen Probleme impliziert und dass die SNB da niemals mehr “heil” rauskommt. Was mich besorgt, ist dass sich dessen nicht alle Wähler bewusst sind, dass man glaubt, die SNB hätte schon längst problemlos die Europosition redzuieren können und dass auch nach einem Ja der Euromindestkurs gehalten wird.

      Was erwarten Sie am Montag bei einem Ja? Vornweggenommen,dass die Initiative erst in 5 Jahren umgesetzt sein muss, hat nahezu keinen Einfluss auf den Markt. Eine Information, die bekannt ist wird im Markt bereits berücksichtigt, sofort. Selbstverständlich würden Hedgfonds die SNB gleich am Montag beginnen zu testen. Ein paar hundert Millionen sind kein Betrag im Devisenhandel. Die SNB kann dann entscheiden, den Mindestkurs zu halten, die Bilanz um einiges weiter aufzublähen, den Verlust zu vergrössern und/oder dann massiv Gold kaufen zu müssen. Die Alternative ist den Mindestkurs sehr schnell aufzugeben bzw. diesen beträchtlich zu reduzieren. Als langjähriger Börsianer erachte ich nichts als sicher, hier ist die Wahrscheinlichkteit, dass der Markt sich genau so verhält extrem gross.

      Was in diesem Fall für einmal gut wäre, der Schaden würde ziemlich unmittelbar eintreten und wäre klar messbar und die entsprechenden Politiker könnten sich nich aus der Verantwortung stehlen.

      Etwas gutes hat die Initative, wenn sie dann wie ich hoffe abgelehnt wird. Es dürfte dazu führen, dass die SNB eher früher als später aus der Eurogeschichte aussteig.

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    • Juli 19, 2021

      So wie es aussieht, wird sie abgelehnt. Muss man akzeptieren und verschiebt das dahinerstehende Probelm in die Zukunft, mit möglicherweise tragischen Folgen für den CHF. Der ‘Ausstieg’, den Sie für die SNB sehen, wird allerdings kann einen Finanzverlust ungeahnten Ausmasses annehmen. So sehe ich es jedenfalls.

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  • November 26, 2014
  • November 26, 2014

    Der wirklich tiefgreifende Skandal, Herr Lussy GLP, beim jahrelangen Schweizer Goldverkauf ist ja nicht einmal der lächerlich tiefe Preis zu dem es verscherbelt wurde.

    Der echte Irrsinn bestand darin, die Goldbestände willkürlich einfach als „überschüssig“ zu definieren!

    Von wegen überschüssig: Die Bilanz der SNB ist inzwischen in unglaublichen Ausmassen vergrössert worden. Was ist nun mit dem Multihundertmilliarde​​n-Überschuss von ungedeckten Papierschnipseln?

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  • November 29, 2014

    Diesen Brief hat mein amerikanischer Cousin, der in Chile ein Haselnussplantage-Sta​rt-Up betreibt erhalten und an mich weitergeleitet. Er zeigt, dass die Goldinitiative überall auf der Welt intensiv beobachtet wird.

    November 28, 2014, Santiago, Chile

    Walking down the streets of Constantinople in the early Middle Ages, you would have immediately felt the energy and prosperity all around you.
    Constantinople was one of the wealthiest, most advanced cities in the world, and some historians estimate its population could have been as high as 500,000 people.
    Byzantine architecture in Constantinople was world famous, and local artists were producing mosaics that are still regarded as some of the finest ever made.

    At this point in history, wealth and power in the world was clearly concentrated in the East.
    Europe was nothing more than a plague-infested backwater. Constantinople flourished. And even further to the east, China was sporting some of the most advanced technology in the world.

    But times changed.

    By the 13th century, the Byzantine Empire was in clear decline. Its borders were shrinking and the empire was at the center of almost constant warfare. And more importantly, they had begun to debase their currency. Again.

    For centuries, the Byzantine gold solidus had acted as sort of de-facto international reserve currency. It contained roughly 4.5 grams of pure gold and was used in trade and commerce around the world for nearly seven centuries.
    (Modern archaeologists have unearthed medieval gold solidus coins as far east as Inner Mongolia!)

    Problem is – war is terribly expensive. And they paid for it by debasing by their currency. By the 11th century, the gold content in the solidus had been debased to the point that it was no longer worth anything.
    So they gave it another try. Fool me once. Shame on you.

    The successor to the solidus was called the hyperon; it was initially struck at 20.5 carats of gold (roughly 85% purity). But this was quickly reduced to 18 carats, then 15, then 12.
    Fool me twice. Shame on me.

    Enough was enough, and the rising powers in Europe demanded an alternative.
    It was the Italians (the most advanced power in Europe at the time) who solved the problem.
    Florence, Genoa, and Venice were all minting their own gold coins by the 13th century, and the 3.5g Florentine florin soon became the new international reserve standard used across Europe.
    In many ways, this marks the beginning of the West’s rise to dominance: it all started with declaring their monetary independence from a declining power and a currency they could no longer trust.

    Fast forward several centuries and we can see that the tables have clearly turned.
    The West has been the dominant superpower for centuries. Yet like the Byzantines before, the West is in obvious decline.

    At this point insurmountable debts and deficits plague nearly all Western governments. And they make up the difference by debasing their currencies.
    This has created massive distrust, especially in the world’s most dominant reserve currency today, the US dollar.

    Like the Venetians and Florentines before them, rising powers in Asia are starting to take matters into their own hands.
    The Chinese renminbi (though surely not a one-way bet) is rising in international prominence. And China is at the center of a new emerging global financial system being set up in partnership with Russia, India, Brazil, etc.

    Western dominance was born from a distrust in the dominant reserve currency at the time. Its decline will be because they followed the same route.
    And the canary in the coalmine is what’s happening in Switzerland this weekend.

    On Sunday, the people of Switzerland are going to the polls to vote on a return to the gold standard.
    It was only 14 years ago that the Swiss franc, traditionally seen as a safe haven currency due to Switzerland’s reputation for stability, was still on a gold standard.
    In fact, of all the major currencies, the Swiss franc was the last to abandon prudent monetary standards.
    Ever since then, the Swiss National Bank’s balance sheet has absolutely exploded.

    Now there’s a national election to return to a gold standard and conservative monetary policy.
    Right now the polls suggest that the Swiss are leaning towards ‘NO’, i.e. they want to continue to abandon prudent practices and hand over total control of the money supply to unelected central bankers.

    And if the country that has the world’s strongest traditions for financial stability chooses to turn its back on sound money, what hope is there for the rest of the West?
    If the Swiss vote NO this weekend, I view that as a major watershed moment in signaling the beginning of the end of Western monetary dominance.

    We can already see the signs everywhere.
    Across Europe, government bond yields are NEGATIVE, i.e. you have to PAY these bankrupt governments for the privilege of loaning them money.
    And as IMF director Christine Lagarde said last week that a diet of high debt, low growth and high unemployment may yet become “the new normal in Europe”.
    Each of these data points signals an obvious long-term trend. We can see where this is going.

    But here’s the good news: none of this need affect you. The power is in your hands.
    Even if the Swiss divorce themselves from prudent policy, and even if your government refuses to maintain sound money, you still have options.

    You can choose to maintain a portion of your savings at a well-capitalized bank abroad in stronger currencies.
    You can choose to hold some physical precious metals (or even cryptocurrency) overseas at a secure location where it can’t be confiscated by a bankrupt government.
    You can choose to own productive assets abroad or collectibles that cannot be conjured out of thin air by central bankers.

    All of these tools and resources already exist today. And for now, they’re available for anyone to take advantage of.

    Have a great weekend, Simon Black, Founder, SovereignMan.com

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