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Die steuerliche Heiratsstrafe endlich abschaffen!

Es ist sim­pel: Man­ches Ehe­paare zahlt heute we­sent­lich mehr Bun­des­steu­ern als das glei­che Paar, das am glei­chen Ort mit glei­chem Ein­kom­men ohne Trau­schein zu­sam­men­lebt. Und: Ein Rent­ner­ehe­paar be­kommt heute eine we­sent­lich tiefere AH­V-­Rente als das glei­che Rent­ner­paar, das un­ver­hei­ra­tet zu­sam­men­lebt. Am 28. Fe­bruar 2016 hat das Schwei­zer­volk end­lich die Mög­lich­keit, diese Dis­kri­mi­nie­rung zu be­sei­ti­gen.

Bereits 1984 hat das Bundesgericht festgestellt, dass das heutige Recht verfassungswidrig ist. Alle Kantone, haben hierauf die Diskriminierung beseitigt. Nicht aber der Bund! Ausgerechnet bei der Bundessteuer zahlen Ehepaare aber bis heute teilweise erheblich mehr Steuern als Konkubinatspaare. Vor dem Traualtar meinten sie Ja zu ihrem Partner/ihrer Partnerin gesagt zu haben; in Wirklichkeit sagten sie Ja zu einer Steuererhöhung… Die Volksinitiative „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“ beseitigt diese Diskriminierung endlich. Gleichzeitig schreibt sie vor, dass Ehepaare im Bund (wie schon in den Kantonen) gemeinsam zu besteuern sind.

Eine zweite Diskriminierung: Ein Rentner-Ehepaar mit Maximalrente (das sind 86 Prozent aller Rentner-Ehepaare), erhält heute 150 Prozent einer einfachen Altersrente. Das gleiche Paar erhält ohne Trauschein zusammen 200 Prozent. Das Ehepaar erhält 3510 Franken, das Konkubinatspaar 4680 Franken pro Monat. Die genaue Höhe der Diskriminierung unter dem Strich ist wegen der Witwenrente (einem Vorteil der Ehepaare) in der Gesetzgebung zu bestimmen.

Viele Gegner fordern eine andere Ehedefinition. Doch die Ehedefinition der Initiative ist schlicht und einfach die heute geltende! Im übrigen profitieren gerade auch gleichgeschlechtliche​ Paare, weil die Initiative nicht nur die Diskriminierung von Ehepaaren, sondern gleichzeitig auch diejenige von eingetragenen gleichgeschlechtliche​n Partnerschaften gegenüber gleichgeschlechtliche​n Konkubinatspaaren beseitigt. Die Heiratsstrafe muss endlich aus unserem Steuerrecht gestrichen werden.

Ich stimme am 28. Februar aus Überzeugung JA!

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Comments to: Die steuerliche Heiratsstrafe endlich abschaffen!
  • Januar 29, 2016

    Pirmin Bischof, da bin ich mit Ihnen vollständig gleicher Meinung. Mein JA zur Heiratsstrafe haben Sie. Da wird doch tatsächlich nur von 80000 Ehepaaren, die benachteiligt seien geschrieben.

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  • Februar 1, 2016

    Das ganze Leben ist Mathematik!

    Im Erbrecht gelten völlig andere Vorzeichen! Heiratsgewinn!
    Ein weiteres unnötiges Staatsquotenrückführu​ng- (Steuern) Spiel!

    Wer in einem Schuldengeldsystem behaupten kann, es fehle an noch nicht getilgten Schulden (Geld), um die notwendigen Gemeinwohlaufgaben (Bildung und Soziales) zu erfüllen, hat mit der Wahrheit ein riesiges Problem! Das Verstehen der Entstehung, Funktion und Auswirkung des Geldsystems würde den Geist schärfen!

    Der Geld- und Wirtschaftskreislauf bildet den Tauschhandel ab! Im gleichen Kontext sind die imaginären Steuerzahler zu erwähnen! Mit der Arbeit/Leistung werden die Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt! Im erforderlichen Tauschhandel sind sämtliche Wirtschaftsfaktoren einkalkuliert!

    Ein​e korrekte Rückführung der Staats- und Sozialquote über die Zuordnung Einkommen ist einzig direkt an der Quelle zwischen Wirtschaft und Staat zu erfüllen! Damit würde die Arbeitsaufgabe von Administration hin zur Kontrolle umgelegt und stark verbessert! Auch die Roboter werden von Menschen geschaffen! Somit sind auch die Gewinne (aus Produktivität u.a.) anteilig in die Sozialsysteme zu leiten!

    Das geltende System suggeriert fälschlicher Weise, dass die Anzahl der Beschäftigten massgebend seien, um die Sozialsysteme zu sichern! Völliger Quatsch! Einzig und alleine die Bedürfnisabdeckung der Bevölkerung, sprich Wirtschaftsleistung, generiert die Systeme! In diesem Kontext bezahlen die Jungen keinen Rappen für die Alten!

    Um das Falschspielen der Anzahl Beschäftigten umsetzen zu können, wurde die Aufteilung Arbeit- Geber und Nehmer geschaffen! Im Informatikzeitalter ein Hohn! Die Abgaben, auch die Finanz- Einkommen und Gewinne, können an der Quelle erhoben werden! Der Arbeitnehmer hätte der Steuerbehörde einzig die Arbeitsbestätigung abzugeben! Mit dem Arbeitgeber handelt er den Nettowert seiner Arbeit/Leistung aus! Die Zuweisung – Ansprüche müssten abschliessen definiert werden! FERTIG!

    Die Zuwanderung generiert Geldvolumen! Bei Verschuldung profitiert die Wirtschaft! Die oben erwähnte Umlage ist im Geldsystem (Geld dreht sich im Kreise) enthalten!

    Die Ökonomen und Politiker wären als „Falschmünzer“ entlarvt! Die Steuerwettbewerbs- und Optimierungsspiele würden endlich der Vergangenheit angehören! Der Mensch würde endlich seine Aufgabe im Geld- und Wirtschaftssystem verstehen!

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  • Februar 12, 2016

    Heiratsstrafe: Parlament hat getrödelt!

    Das Parlament hatte viele Jahre Zeit, eine bessere Lösung zu finden, hat diese aber nicht genutzt. Und wer bezahlt bei der Individualbesteuerung​ die Vermögenssteuer bei Ehepaaren? Ehepaare brauchen zwei Steuerformulare pro Jahr. Wird so Bürokratie abgebaut?

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