1. Umwelt, Klima & Energie

Die Zeit ist reif für grün

Die Zeit ist reif für grün

Wie Kassandra in der griechischen Sage um Troja kommen wir Grüne uns diese Tage vor – einmal mehr. Wir warnen seit 30 Jahren vor den unverantwortbaren fatalen Folgen vom sogenannten Restrisiko der Atomkraft und wurden dafür verwünscht und verspottet. Wir wünschten wie Kassandra, nie Recht zu bekommen. Welches Leiden für Millionen von Menschen, welche enormen Folgeschäden für Mensch und Umwelt hätten in Tschernobyl, in Harrisburg und nun in Fukushima verhindert werden können. Wir Grüne kämpften all diese Jahre für diese Einsicht und für ein Umdenken.

Weg von untragbaren Risiken, weg von unbezahlbaren Folgekosten, weg vom ungelösten Abfallproblem und weg von der Abhängigkeit vom Wettlauf um die letzten Uranreserven unseres Planeten. Wir haben viel kostbare Zeit verloren. Denn mit dem Ausstieg aus der Atomenergie muss auch der Ausstieg aus dem Erdöl vorbereitet werden, damit der Klimaerwärmung begegnet werden kann. Viele Menschen in unserem Land sind sich bewusst, dass wir nicht weiter von Klima- und Energiekrise (2007) zu Ernährungskrise (2008) zu Wirtschafts- und Finanzkrise (2009) und zu Atomkrise (2011) stolpern können, denen bürgerliche Politiker mit „Deckel drauf und weiter machen wie bisher“ begegnen. Wir müssen heute endlich zukunftsfähig handeln und zwar gemeinsam, dazu laden die Grünen explizit die anderen Parteien ein.

Die Vergangenheit war erneuerbar, die Zukunft wird es auch sein. Bis zum Beginn der Kohleverbrennung vor einigen 100 Jahren konsumierte die Menschheit nur erneuerbare Energien. Die fossilen Energieträger, aber auch das Uran werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Die Zivilisationen der Nordhalbkugel schafften es also in 200 Jahren von 200‘000 Jahren Menschheit die meisten der kostbaren Bodenschätze der Erde aufzubrauchen und damit erst noch einen globalen Klimawandel zu provozieren. Die verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt trifft schon heute die Südhalbkugel. Der Zukunft müssen daher die erneuerbaren Energien gehören wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Zusätzlich hat diejenige Energie, die gar nicht gebraucht wird, ein grosses Potential: Energieeffizenz und cleveres Einsparen werden entscheidend für den Ausstieg aus dem Erdöl- und Atomzeitalter sein. 

Die Weichen zum Umstieg sind bereits gestellt, die Politik darf nur nicht länger abbremsen. Dies zeigt sich am Beispiel der Gesuche von Privaten Investoren für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für erneuerbare Energien. Laut aktuellem Stand sind Anlagen mit positivem Entscheid projektiert, die mit 3,8 Mia kWh eines der drei alten AKWs (Mühleberg, Beznau I und Beznau II) ersetzen können und auf der Warteliste befinden sich 9‘375 zur Ausführung bereite Produktionsanlage für 4,1 Mia kWh, womit ein weiteres AKW innert Jahresfrist abgestellt werden könnte, wenn nicht die Förderungsgelder beschränkt wären. Daher muss eine erste Entscheidung des Parlamentes sein, diesen Deckel für die kostendeckende Produktion von erneuerbaren Energien sofort zu aufzuheben.

 

Zum zukünftigen modernen Energiemix gehört auch die Vernetzung und Koordination mit der erneuerbaren Stromproduktion in Europa. Mit der der Windkraft im Norden (Nordsee) und der Solarenergie im Süden (Sahara, aber auch Spanien, Italien, Griechenland) werden unsere Pumpspeicherseen in den Alpen für die erneuerbaren Energien Europas zur Batterie und tragen zur Versorgungssicherheit​ bei. Internationale Gleichstromleitungen (Supergrid) sorgen für den internationalen Netzausgleich, lokale Smartgrids (intelligente Stromnetze) regeln den lokalen Netzausgleich. Es lohnt sich, dieses Ziel bereits heute auf allen Ebenen zu verfolgen und die nötigen Entscheidungen zu treffen! Diese strategische Position ist wirtschaftlich und industriell interessant und sichert die schweizerische Stromversorgung ohne Abhängigkeit und Risiken von Atomkraftwerken im In- und Ausland.

Alle vernünftigen und verantwortungsbewusst​en Politikerinnen und Politiker sind aufgefordert, mit uns Grünen zusammen diesen Einstieg in eine sichere, zukunftsfähige, menschen- und umweltfreundliche Energiewende jetzt zu vollziehen. Wir müssen aus diesen katastrophalen Atomunfällen heute lernen. Die Zeit der Kassandras ist hoffentlich vorbei. Die Zeit ist reif für grün. 

Kolumne vom 23.3.11 für az von Maya Graf, Nationalrätin Grüne BL, 2. Vizepräsidentin Nationalrat

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Comments to: Die Zeit ist reif für grün
  • Mai 25, 2011

    Sehr geehrte Frau Graf.
    abschalten der A-Werke okay, aber wir haben von den Grünen noch nie gehört wie und wo sie den Atommüll beseitigen wollen! Mit der Abschaltung ist es nicht getan, solange der Müll nicht ordentlich beseitigt ist, klickt die Zeitbombe weiter. Machen Sie doch mal einen vernünftigen Vorschlag! Möglicherweise denken Sie dabei ans Ausland?

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  • Mai 25, 2011

    Guten Tag Frau Graf
    Die Zeit ist absolut nicht reif für grün!
    Die Zeit ist schon lange reif, und zwar für eine Denkpause und für Besinnung! Ich finde es erschreckend, wie ihre Partei versucht, auf dem Fukushima-Zunami Richtung Wahlerfolg zu surfen! Ein Atomausstieg in der Energiegewinnung muss langsam erfolgen und durchdacht sein. Ich denke, alle wollen wir die Unabhängigkeit vom Atomstrom, aber erst muss eine Alternativenergie her!

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  • Mai 25, 2011

    Frau Graf kommt mit einigen Behauptungen, die sehr umstritten sind und z.T.
    einen schweren Klumpfuss aufweisen:

    – Klimaerwärmung: Diese ist weder menschgemacht noch lässt sie sich vom
    Menschen steuern. Gegenwärtig ist die Welt mehrheitlich anderer Ansicht, weil
    sie – allen voraus Deutschland und die Schweiz – der IPCC-Manipulation
    vo​ll aufgesessen ist. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich die
    zutreffende Ansicht durchsetzt und die Hysterie, ähnlich wie beim Waldsterben,
    abkling​t.
    – Sonne- und Windenergie: Nach Ansicht der Fachleute ist ein akzeptables Kosten-/Nutzen-Verhäl​tnis überhaupt nicht absehbar, und es wäre erstaunlich, wenn wir noch erleben, dass diese Energieträger (sie werden noch lange im Promille-Bereich in der gesamten Förderung liegen) zu einem ernst zu nehmenden Faktor in der Stromlieferung geraten.
    – Energiesparen: Hierin wird sich ein riesiges Fiasko zeigen. Es ist skandalös, dass sich Landesvertreter nach Kioto begeben und dort Verpflichtungen zu dermassen hohen Einsparungen eingehen. Kein Land wird sie einhalten können! Ich verweise auf Herrn Alex Schneiders im Vimentis-Blog mehrmals erscheinende und höchst plausible Erklärung, weshalb solche Bemühungen eine Sisyphusarbeit sind.
    – Fukushima: Japan ist ein besonders erdbebenträchtiges Land, im Gegensatz zur
    Schweiz. Ich habe hierzulande noch nie einen Tsunami erlebt. Dieser war dort
    ursächlich für die Katastrophe, und diese wird nun über Gebühr instrumentalisiert.

    Grundsätzlich sollte aber nichts einzuwenden sein gegen die Bestrebungen, vom Atomstrom abzukehren.

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    • Juli 18, 2021

      Jawohl, alles richtig, aber was den Tsunami anbelangt……
      Im Wallis werden immer wieder kleinere Erdbeben registriert und wenn dann mal…… da war doch noch die Grande Dixence ?…….
      😉

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  • Mai 25, 2011

    Verzeihen Sie meine Direktheit, aber..

    Kassandra? Sehr pathetisch, Frau Graf.
    Ihr Vergleich mag aber noch so pathetisch sein, vom fehlenden Realismus in Ihrer Politik lenkt er nicht ab.

    Die Zeit ist reif für Grün?
    Das ist ein Trugschluss, ergeben aus Ihrem skrupellosen Ausnutzen der japanischen Katastrophe.

    Sie warnen seit 30 Jahren vor der Atomkraft und Ihnen wird kein Glaube geschenkt? Da sehen Sie mal, wie überzeugend Sie wirken.
    Das Restrisiko ist übrigens mindestens schon so lange bekannt, wie es Atomkraftwerke gibt.

    Im nächsten Abschnitt sagen Sie vor allem eines: weg
    wie ist egal, konstruktive Vorschläge unter Ihrem Niveau. Da sollen sich gefälligst andere drum kümmern.
    Am besten den bösen Bürgerlichen, denen man hier ja nebenbei noch kurz die Schuld an künftigen Miseren geben will.

    Und dann Ihre Alternativen …
    Hinlänglich bekannt und in den Medien der letzten Tage x-fach erwähnt, was neues bringen Sie da ganz bestimmt nicht. Nur die alte Frage, wie Sie das Ganze umsetzen wollen, bleibt unbeantwortet.
    Schli​esslich ist es nicht Ihre Aufgabe, zur Lösung beizutragen. Sie spielen lieber Kassandra und jammern, anstatt dass Sie etwas unternehmen.

    Ich warte immernoch darauf, zu hören, wo Sie eine riesige Fläche Sonnenkollektoren aufstellen wollen oder wie Sie dem Stimmvolk die Verschandlung der Natur mit Windrädern schmackhaft machen wollen.
    Oder wie wollen Sie die Überschwemmung weiter Gebiete zugunsten der Wasserkraft oder erhöhte CO2-Ausstösse durch den Gebrauch von Biomasse rechtfertigen? Und wo Geothermie genutzt werden kann, ist wohl auch unwichtig; es muss ja nur gesagt werden, dass man um die Möglichkeit weiss.

    Dann kommen Sie mit fadenscheinigen Argumenten von wegen es gäbe ja noch die Möglichkeit, Energie zu sparen, effizienter zu nutzen. Wem machen Sie sich hier was vor, Frau Graf? Die Techniken gibt’s seit Jahren und noch immer hört man von Grün nur “es gibt’s”, als dass sie mal mit einem Vorschlag aufwarten würden, wie sich Effizienz “erzwingen”, sprich flächendeckend durchsetzen lässt.

    Aber das ist ja alles irrelevant. Hauptsache, man kann die Atomkraftwerke möglichst schon gestern abschalten.

    Viel weltfremder kann eigentlich nur noch Ihr Vorschlag werden, die Schweiz solle sich energiepolitisch in die EU eingliedern. Mal abgesehen davon, dass sich bei der momentanen (und wahrscheinlich lange andauernden) Stimmung im Land mit der EU keinen Blumentopf gewinnen lässt, würde Ihr Globalisierungswahn lediglich eines tun, namentlich die Schweiz zur Zielscheibe von noch mehr Erpressungen seitens der EU machen.
    Internationa​lität ist kein Erfolgsmodell und somit nicht “zukunftsfähig”.


    Nein, gute Frau Graf, die Zeit war noch nie – und wird anscheindend auch nie – reif für Grün.

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    • Juli 18, 2021

      Genau. Und was,Frau Graf, ist eigentlich mit den Grün-Liberalen? Da überholt Sie eine neue Kraft… Und die Grünen wissen nicht, wie ihnen geschieht…
      Was Kassandra dazu sagen würde?

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  • Mai 25, 2011

    Was die Atomkraft anbelangt stimme ich Frau Graf zu.
    Auch wenn bei uns nicht gerade ein Tsunami hereinbricht ist die Gefahr eines GAU’s bei Erdbeben und Absturz von Flugobjekten nicht auszuschliessen.
    Zud​em will den radioaktiven Abfall niemand haben.
    Aber: Man muss sich fragen was die Lösung und das kleinere Übel ist.
    Solar- und Windenergie sind nicht immer vorhanden.
    Die Wasserkraft könnte man sicher ausbauen doch laufen dagegen wieder Grüne Sturm. Dass es auch umweltverträglich geht wäre ein Beispiel der Chapfensee bei Mels SG. Gas- und Kohlekraftwerke will man auch nicht. Begründung: Abhängigkeit vom Ausland. Sonderbar, sonst wird uns gepredigt wie angewiesen wir auf die EU seien, das Erdöl wird auch nicht gerade in der Schweiz gefördert, aber bei Erdgas soll es ein Problem sein wenn wir abhängig sind!
    Dann natürlich das “grösste” Problem: Klimaerwärmumg und CO2! Was ist wohl schlimmer? Co2, oder radioaktive Verseuchung?
    Ich empfehle mal die folgenden Videos von dem Wissenschaftler Joachim Bublath anzusehen, hier wird das Thema Klima und Co2 etwas ehrlicher betrachtet!

    http​://www.youtube.com/wa​tch?v=TM0lbKLwdGk
     

    http://www.youtube.c​om/watch?v=t-7R4Oqw57​w&feature=related
     

    http://www.youtube.c​om/watch?v=YX3BrUNisL​Y&feature=related
     

    http://www.youtube.c​om/watch?v=ufvHL9A98N​k&feature=related

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  • Mai 25, 2011

    Sehr geehrte Frau Graf…..
    Seit Jahren mahnen die Grünen schon…und fahren trotzdem Auto, benutzen Kaffeemaschinen und PC’s und keiner treibt mit dem Hometrainer einen Dynamo an um den Fernseher am laufen zu halten………..
    We​nns um die eigene Bequemlichkeit geht reihen sich “die Grünen” genauso hinten an wie die meisten anderen Bürger.
    Das Grundproblem ist ja nicht die Energieerzeugung, sondern unsere Gewohnheiten im Verbrauch eben dieser.
    Haben Sie schon z.B. auf LED-Beleuchtung umgerüstet oder verwenden Sie gar giftige Sparlampen ?
    Fahren Sie ein E-Fahrzeug oder gar nur Fahrrad ?
    Erzeugen Sie Warmwasser mit Solarenergie ?
    Kaufen Sie Inlandprodukte oder achten Sie gar nicht darauf ?
    Kochen Sie mit Strom ?
    Wie alt ist Ihre Kühltruhe ?
    die Liste könnte endlos fortgeführt werden und sie zeigt vor Allem eines relativ deutlich….. ES KOSTET …….. VIEL ……..
    In kurzer Zeit ist es dem Gros des Schweizer Volkes gar nicht möglich, so viele, sich aufsummiernde Details einfach abzuändern….
    Hat die grüne Partei schon mal daran gedacht, dass eine solche einschneidende Änderung des Lebensstils über 2-3 Generationen laufen muss? Eine Einbringung in den Schulen/Gymnasien/Ber​ufsschulen/Unis/Kanti​s mit Aufzeigen von Alternativen zum heutigen Standard wäre dort am effektivsten und nachhaltigsten…. es nützt so gut wie gar nichts, einfach irgendwo an einer Preisschraube zu drehen, denn geht ja um Bequemlichkeit und dann leidet einfach etwas anderes darunter……
    Die Grünen mahnen nicht nur seit langem, sie “motzen” auch ebenso lange ohne dabei jedoch praktikable Lösungen vorzubringen oder gar das Gedankengut vorzuleben 🙁
    Für mich sind die gesamten grünen Parteien absolut unglaubwürdig, obwohl die Gedanken an und für sich richtig währen…..aber wieso sollen immer nur “die Anderen” ? …ach ja, bei den Grünen kommt der Strom ja “nur” aus der Dose….

    Das einzig schlaue das ich im Militär wohl gelernt habe ist VORMACHEN, mitmachen,nachmachen,​ womit auch eine gewisse Glaubwürdigkeit vorhanden wäre…
    Ich will Sie hier nicht persönlich angreifen, sondern die grünen Parteien insgesamt, welche von mir aus gesehen sich ebenso fröhlich am Machtpoker beteiligen wie alle anderen Parteien auch, nur dass dort ab und an auch mal was umgesetzt und auch gelebt wird.
    P.S. Bei den Einsprachen zum Bau einer Windkraftanlage im Jura haben auch mehrere Grüne unterschrieben so wegen Lärm und Landschaft ………….
    so, jetzt muss ich mich erstmal wieder herunterfahren 😉
    Es wäre schön, auf meinen Kommentar auch mal eine Gegendarstellung mit Darlegung Ihrer Taten (nicht Ihrer Vorhaben) zu erhalten…….

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  • Mai 26, 2011

    Wenn man Berichte wie jener über die Giftmüllmafia in Somalia und Waffenexport nach Somalia (vorgestern Abend auf Arte) sieht http://www.daburna.de​/blog/2011/05/25/arte​-themenabend-somalia-​dokus-hier-sehen/, sollte man sich bewusst sein, dass auch unser Müll (trotz entsprechender Gesetzgebung) über Umwege an solche Orte gelangen kann. Dass damit auch Flüchtlingsströme und Gesundheit zusammenhängen sollte auch auf der Hand liegen. Deshalb sollten wir so gut wir können genau hinschauen (Sparmassnahmen und Personalstopp in der Bundesverwaltung zum Trotz). Deshalb braucht es alle Parteien. Auch “Grün”. Kenne niemanden im Parlament, welche die ganze Palette an Wissen (auf jedem Gebiet spezialistiert ist) oder Beratern hat ;-).

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  • Mai 26, 2011

    Frau Graf:
    “Deckel drauf und weiter machen wie bisher”, geht jetzt aber für euch auch nicht mehr. Jetzt müsst ihr zeigen, wie erwachsen ihr evtl. geworden seid!
    Mit dem nervigen, pubertären gegen alles und jedes opponieren ist Schluss!

    Ebenso könnt ihr damit aufhören mit pathetisch geschwellter Brust und perverser Häme euren Profit aus Fukushima zu ziehen.

    Jetzt geht’s um die Umsetzbarkeit des Ausstiegs aus der Atomenergie. Das heisst: Ihr müsst realitätsbezogen mitarbeiten, aus eurer Fundi-Ecke ‘rauskommen und zugunsten eines Landes und seines Volkes arbeiten und Kompromisse eingehen – anstatt wie bisher gegen alles und jeden zu motzen! Ich bin gespannt, ob die Grünen den Realitätstest bestehen können.
    (Und ich habe meine Zweifel daran!)

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  • Mai 26, 2011

    Unsere Firma hat eine Arbeitsgruppe “Stromknappheit”. Es wird darauf hinauslauffen, dass wir einige grosse Diesel-Stromgenerator​en anschaffen werden um die vorhersehbaren Stromlücken damit zu überbrücken.
    Andere Firmen werden das gleiche tun oder ihre Betriebe auslagern.

    Das Diesel-Zeitalter in der Stromerzeugung ist am Horizont zu sehen!

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  • Mai 26, 2011

    DIE GRÜNEN THEMEN SIND NUR EIN KLEINER POLITIKBEREICH

    Sehr geehrte Frau Nationalrätin Graf

    Die grünen Volksvertreter nehmen meiner Ansicht nach in ihrem Haupt-Themengebiet die Verspechen gegenüber den Wählern gut wahr. Die Auswirkungen der grünen Politik sind für mich in verschiedenen Bereichen gut sichtbar. «Die Zeit ist reif für grün» ist ihre Werbung. Sie stehen somit mit beiden Füssen zu ihrer Partei.

    Die Gesellschaft benötigt geregelte Rahmenbedingungen. Ein Bedürfnis ist der Bezug von Strom aus der Steckdose. Dies soll zuverlässig, sicher und preisgünstig erfolgen. Die wesentlichen Grundpfeiler der Politik sind aber weit umfangreicher. Im Wesentlichen sind dies die Rechte, Sicherheit, Grundbesitz, Reisefreiheit, Arbeit, Wohnraum und Infrastruktur.

    Immer wieder wird es kurzzeitige Anlässe geben in denen die grünen Anliegen im Gesamtkontext überproportional bewertet werden. Bei der Betrachtung über eine lange Zeitdauer werden nach meiner Einschätzung die grünen Themen nur für einen kleinen Teil der Wähler im Zentrum stehen.

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  • Mai 26, 2011

    Sehr geehrter Herr Oberholzer,

    ich gebe ihnen Recht, die Grünen sind nur für einen kleinen Teil der Wähler die richtige Partei, da sie politisch nicht wirklich alle Themen abdecken, sondern sich mehrheitlich auf die Umwelt fokussieren. Jedoch muss dazu gesagt werden, dass die Umwelt in keiner Relation zur Politik stehen sollte. Die Umwelt ist alles was uns ein Leben überhaupt ermöglicht und ich denke, das gilt es zu schützen, mit allen möglichen Mitteln.
    Das Problem bei der Sache ist nur, dass man Umweltschutz nur durch die Politik erreicht. Viele argumentieren deshalb, dass alles zu teuer und viel zu überhastet ist, doch wenn man abwägt ob man lieber mehr Geld bezahlen will oder in einer kaputten Umwelt leben möchte für den Rest des Lebens, dann denke ich schon, dass man sich die Sache zwei Mal überlegen sollte.

    Wie auch immer, ob grün oder nicht, die Umwelt sollte man immer im Auge behalten und nicht immer nur die Grünen kritisieren, sondern auch mal den Grünen zuhören, denn wer sich auf eine Sache spezialisiert, sollte wissen von was er redet.

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    • Juli 18, 2021

      Ich stime Ihnen vollkommen zu, aber eben …sie SOLLTEN es wissen, aber leider konnte ich bisher keine brauchbaren Vorschläge aus den Reihen der Grünen Partei entdecken, nur Kontra-Polemik gegen andere Parteien und ewige Neinsagerei, keine auf Zahlen und Fakten basierende mögliche Massnahmen u.s.w.
      So schadet man der Umwelt eher (Wahlkampf [Klo-]papier) mit purem Wahlkampfpopulismus spart man keinen Strom und rettet keine Bäume oder Magerwiesen.
      Dass man schauen muss ist unbestritten, aber dazu brauchts keine Machtkampf-Grünen….​.

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  • Mai 26, 2011

    Gemäss Einschätzung der IEA (Internationale Energieagentur) nimmt in den kommenden Jahrzehnten der weltweite Energieverbrauch weiterhin jährlich um 2 Prozent zu und gleichzeitig erhöht sich der Anteil der fossilen Brennstoffe von 82% auf 85% und mehr. Es ist schon fast pervers, die momentan noch sehr kleinen Anteile der nicht fossilen Primärenergien gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen dringend alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie. http://www.bernerschach.ch/I​EA.pdf

    Sowohl die Nutzung der Neuen Erneuerbaren Energien wie auch der Kernenergie haben in ihrer Entwicklung noch einen langen Weg vor sich. Die bisherigen Kernreaktoren nutzen die spaltbaren Rohstoffe erst zu einem ganz kleinen Prozentsatz. Der radioaktive Abfall ist noch viel zu langlebig und könnte auch mengenmässig deutlich reduziert werden. Forschung und Entwicklung der Kernfusion können erst heute nach 50 Jahren als viel versprechend eingeschätzt werden. Zum Tragen kommen Fusionskraftwerke erst ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Doch auch bei den Neuen Erneuerbaren Energien sind wir in der Entwicklung noch gar nicht weit. So bringen wir z.B. mit der Nutzung der tiefen Geothermie erst ein beängstigendes kleines Erdbeben in Basel zustande. Beim Beginn der Bohrungen neben dem Triemlispital in Zürich schwärmt Bundesrat Moritz Leuenberger schon von 30% Stromerzeugung durch Geothermie bis 2050. Schön wär’s! Unser Energieminister ist sich wohl nicht bewusst, dass erst 0,061% des weltweiten Primärenergieverbrauc​hs mit Geothermie abgedeckt werden (siehe Wikipedia). Bei der Nutzung von Solarenergie sind die Probleme ganz andersartig. Hier geht es darum, eine möglichst hohe Nutzungseffizienz zu erreichen. Die Photovoltaik macht zwar Fortschritte, doch selbst im „Photovoltaik-Paradie​s“ Deutschland liegt der Solarstromanteil noch unter 2%, der Anteil an Deutschlands Gesamtenergieverbrauc​h erst bei 0,4%. Grosse Hoffnung hat man vor allem auf die Solarthermie. Heute blickt man in Richtung Sahara. Plötzlich wird die Wüste zu einem potentiellen Energielieferanten, selbst für uns Europäer. „Desertec“ soll das Unmögliche möglich machen. Wir warten optimistisch gespannt auf die Dinge, die da kommen werden.

    Ich schätze Atomkraftwerkgegner sehr. Sie haben nicht nur den Bau von Atomkraftwerken verhindert oder versucht, sie zu verhindern, sie sind auch engagierte Förderer der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Wahrscheinlich wäre ohne sie die Nutzung der Wind- und Solarenergie nicht soweit fortgeschritten. Es werden Minergie-Häuser gebaut und Apparate mit weniger Stromverbrauch propagiert. Auch die Entwickler und die Nutzer der Nuklear-Technologie sind gefordert. Bestehende Kernkraftwerke wurden nachträglich mit zusätzlichen Sicherheitsausrüstung​en versehen. Genau definierte Sicherheitskriterien müssen erfüllt sein, damit ein neuer Kernkraftwerk-Typ einer höher bewerteten Generation zugeteilt werden kann. Die Verbreitung von Nuklearwaffen durch die friedliche Nutzung der Kernenergie (= Proliferation) wird dank dem Atomsperrvertrag verhindert und durch die Internationale Energie-Agentur (IEA) nach deren Vorgaben kontrolliert.

    Natü​rlich begegnet man in Diskussionen auch immer wieder Personen, welche in ihrem Leben ein Erlebnis hatten, das sie zu „Atomkraft? Nein Danke“–Kämpfer gemacht hat. Seither sehen sie unbewusst selektiv nur Argumente gegen AKW. Diese haben sie stets griffbereit und sie versuchen damit, anders Denkende auf ihr gewähltes Thema zu fokussieren. Die tieferen Zusammenhänge erkennen sie zwar nicht, doch wenn sie einmal aufs Glatteis geraten sollten, verstehen sie es ausgezeichnet, die Diskussion wieder in eine andere Richtung zu lenken.

    Die AKW-Gegner freuen sich nach der von Bundesrätin Doris Leuthard angekündigten „Energiewende“ auf das Ende der Kernenergie-Nutzung. Doch die weltweite Forschung und Entwicklung der Nukleartechnik läuft täglich weiter. Schon ab 2013 werden die ersten Mini-Reaktoren in Grossproduktion gehen. Sie müssen weder gesteuert noch gekühlt werden. Überhitzen können sie nicht, eine Kernschmelze ist nicht mehr möglich. Sie werden montagefertig geliefert und in kürzester Zeit installiert. Eine Bedienung brauchen sie nicht. Nach 8 – 10 Jahren werden die Brennstoffbehälter jeweils ausgewechselt und in den USA nach neustem Wissensstand entsorgt. Sie produzieren Strom zu weniger als 10 Rp. (inkl. Entsorgung). http://www.bernerschach.ch/H​yperion.pdf

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  • Mai 29, 2011

    Die Zeit für grün ist nicht reif,dazu müsste sich grün auch den wesentlichen Probleme wie Zuwanderung und Schengen annehmen.Die nicht mehr verantwortbare Zuwanderung benötigt auch immer mehr Energie.Atomkraftwerk​e abstellen und immer grösserer Energieverbrauch geht nicht auf.Frau Graf setzen Sie sich ein für Zuwanderungsstopp,bez​iehungsweise das die Schweiz die Zuwanderung wieder selbst reguliert! Setzen Sie sich dafür ein das Schengen gekündigt wird,denn diese importierte kriminalität ist nicht mehr tragbar!!!!!Est wenn die Grüen sich in dieser Richtung bewegen sind sie wählbar,vorher absolut nicht.

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  • Mai 30, 2011

    Energiewende: Vorsicht, Frau Graf, Baustelle!

    Die Energiewende naht und wir wagen den eindruckvollsten Umbau der Industrie seit Jahrzehnten. Wir sehen Parallelen zur Industriellen Revolution.

    Aber so mutig und chancenreich dies für unser Land auch sein mag, der Ausstieg aus der Kernenergie birgt nicht zu unterschätzende Risiken für die „Grünen“. Schon heute fragen die Menschen wieder lauter nach den Kosten einer solch abrupten Kehrtwende. Denen müsste man doch offen und ehrlich erklären, dass der „Ersatzstrom“ nicht billig zu haben sein wird und nicht so sicher und weniger umweltfreundlich daherkommen dürfte. Es breitet sich offenkundig die Furcht aus, dass am Ende zu viele Fragen nicht wirklich beantwortet werden.

    Wenn man ein komplexes System wie das unserer Industrienation umstellen will, dann muss man die Folgen genau durchdenken. Wenn die Infrastruktur nicht steht, dann muss der Ausstieg verschoben werden.

    In der Politik werden wir heute Zeuge eines unvernünftigen Wettfeilschens und niemand klärt den Bürger und Wähler über die Kosten, die Versorgungssicherheit​ und die Auswirkungen auf den Klimawandel auf – vor allem aber die „Grünen“ nicht.

    Dass Energiegewinnung immer auch mit Gefahren behaftet ist, wird ausgeblendet. Damit werden sich dann die kommenden Generationen herumschlagen müssen.

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  • Mai 31, 2011

    Das Ganze wird doch wieder in eine unfruchtbare, politische Zerreissprobe ausarten, ohne wirkliche und sinnvolle Konsequenzen.

    Währ​end den Grünen von den anderen Parteien ihr Hauptthema weggenommen und die Kosten für eine wirkliche Wende in der Energiepolitik auf die Erneuerbaren so lange hochstilisiert werden, bis man

    1. die tatsächlichen Kosten für die Betreibung der A-Werke INKL. die Kosten für deren seriöse Sicherung und

    2. INKL. der Kosten der noch nicht gelösten Entsorgungsfragen für die ausgemusterten Brennstäbe und

    3. INKL. der nicht bezahlbaren Kosten im Falle eines Gaus vergessen hat – ist

    4. die Situation in Japan weiterhin ausser Kontrolle und

    5. wir können nicht davon ausgehen, dass hier kein Gau passiert, wenn auch nicht derselbe wie in Japan.

    Man soll doch jetzt endlich ehrlich sein und aufhören mit dieser Art von Katastrophen – deren wahre Ausmasse und Konsequenzen für die Menschheit überhaupt noch nicht absehbar sind – nur Politik und Wahlkampf zu machen!

    Angesichts des ungeheuren Gefahrenpotentials das alle diese, vor allem die alten Schrottmühlen darstellen, sind jetzt in erster Linie wirklich seriöse Stresstests nötig. Werden die von wirklich unabhängigen Experten anständig durchgeführt, oder handelt es sich dabei nur wieder um Scheinmanöver um die Menschen zu beruhigen?

    Wiegen die Argumenten von Wirtschaft und Politik wirklich die ungeheuren Risiken, die Unberechenbarkeiten, welche diese Technologie beinhaltet und die Fahrlässigkeiten die im Umgang damit aufgedeckt werden auf?

    Man kann nicht aus allem eine Rechenaufgabe machen. Man kann auch nicht aus jeder Katastrophe ein Wahlkampfthema machen. Manche Katastrophen muss man wirklich ERNST nehmen und jenseits von finanziellen und politischen Interessen alles Menschenmögliche dafür tun, um sie zu verhindern, bzw. den davon Betroffenen so gut wie möglich zu helfen – ohne ein Geschäft daraus zu machen!
    Können wir das überhaupt noch?

    Können wir nicht endlich mal einsehen, dass es etwas gibt, was jenseits von monetären Interessen einfach zu riskant für die Menschheit ist und wir dazu gezwungen werden das zu akzeptieren und auch mit anfänglichen materiellen Verlusten, uns dem zu beugen und Alternativen zu suchen, zu fördern die menschengerechter sind?

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    • Juni 9, 2011

      Liebe Frau Keller, sie sprechen immer von “Schrottmühlen”, kennen sie den diese Werke aus eigener Anschauung, waren sie schon mal eines Anzuschauen und bis zum Reaktor vorgedrungen oder plappern sie einfach nach was andere von sich geben?

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  • Juni 1, 2011

    Der Beschluss aus der Kernenergie auszusteigen, wäre in der Schweiz im Gegensatz zu andern Ländern nicht einfach rückgängig zu machen.

    Bisher waren die gemachten Voraussagen des Bundesamtes für Energie unbrauchbar. Entweder waren sie falsch oder sie umfassten alle denkbaren Szenarien, aus denen Jeder das Gewünschte herauspicken konnte.

    Und genau darauf bauen das UVEK und jetzt neu die knappe Mehrheit des Bundesrates ihre Energiepolitik. Falls die Voraussagen des Stromverbrauchs und der Neuen Erneuerbaren Energien falsch sein sollten, wäre die Schweiz mit der von Frau Bundesrätin Leuthard präsentierten Energiepolitik schlecht beraten.

    Was wäre eine mögliche Alternative? Wir können zwar den vorgeschlagenen Weg gehen, jedoch zusätzlich zu erreichende Zwischenziele festlegen. Dabei sind auch Grenzen für den Einsatz von Erdgas zu setzen. Falls diese Vorgaben erfüllt werden, gehen wir auf dem eingeschlagenen Weg weiter. Im andern Fall sind wir offen für die von den Forschern voraus gesagten Neuentwicklungen der Kernenergie-Nutzung.

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  • Juni 1, 2011

    Ja, ja, Deutschland wird auch aussteigen, und das schon in 10 Jahren! Und das mit Hilfe von Kohle- und Gaskraftwerken! Das Motto lautet dabei: Lieber ersticken als verstrahlt werden! :-I

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  • Juni 1, 2011

    Ja genau! – Ach was!
    Die tun nur so. Von denen will keiner aussteigen.
    Das Volk schon – aber nicht die welche jetzt wahlkampfstrategisch Lippenbekenntisse absondern!
    Man wird jetzt ein bisschen hin- und her hühnern, ‘rumlavieren, einseitige Berechnungen anstellen. Fuskushima grosszügig vergessen (in der Hoffnung, dass es dort nicht noch schlimmer wird), ebenso “überfliegt” man die nicht gelösten Probleme mit der Zwischen- und Endlagerung, die nicht geflickten Risse und andere Schlampereien wie die überfüllten Kühlbecken. Man wird auch die Gefahren von evtl. terroristischen Anschlägen etc. für null und nichtig erklären oder todschweigen, nach dem MOtto: “Bis jetzt ist auch nichts passiert.” Das einzige was die Leute wirklich zur Vernunft bringt, ist das was wir alle nicht erleben wollen!

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  • Juni 3, 2011

    Die klaren Statements für den konsequenten Ausstieg aus der Atomenergie von This Jenny und von Siebenthal, beide SVP haben mich gefreut.
    Die Stellungnahmen der beiden SVPler (gegen den SVP-Trend) nehme ich ernster als die Aussage von BR Leuthard plus “Anhang”.
    Evtl. werden vielleicht noch ein paar SVP-Sturköpfe dazu kommen?

    Es wäre nichts wie logisch: Wenn man die Zuwanderung beschränken will und die Bilateralen zu riskieren bereit ist, weil man auch in Betracht zieht die PFZ aufzukündigen, wenn die EU nicht vernünftig sein will – dann sollte man auch furchtlos genug sein jetzt auf die Erneuerbaren zu setzen und zumindest die ältesten unserer Schrottmühlen sofort zu abzustellen.

    Deshalb: Das SVP-Argumment, man könne doch nicht auf AKW’s verzichten, solange man keine vernünftigen Alternativen ausgearbeitet habe und die Katastrophe in Japan nicht ausgewertet worden sei, macht mich sauer – es ist die reine Zeitschinderei, nichts weiter!

    Denn: Als man angefangen hat A-Werke zur Energieerzeugung einzusetzen hat man sich einen Sch…dreck um Vernunft und seriöse Abklärungen gekümmert!!!!

    1.Man hat frei von jedem Verantwortungsbewusst​sein in die Atomkraft investiert, obwohl man zumindest von Hiroshima schon wusste wie gross das Vernichtungspotential​ von diesem Stoff sein kann.
    Man hat sich ebenfalls kein bisschen dafür verantwortlich gefühlt, erstmal vernünftigerweise nachzuforschen, wie man den entstehenden Atomaren Abfall entsorgen könnte! Es wurde unverantwortlich einfach drauflosgepfuscht! Ohne irgendeine Vorabklärung und vorgängige strategische Auswertungen.

    2.Ma​n hat sich nach Tschernobyl ebenfalls nicht hinterfragt, bis heute haben alle Auswertungen zu Tschernobyl keine Änderung in der Denkweise der Atombefürworter bewirkt, obwohl das alleine schon reichen würde, um endlich einen klaren Schlussstrich zu ziehen.
    Denn anhand Tschernobyl erkennt man jetzt, was aus Fukushima noch werden wird!!!

    Nun aber, wenn es darum geht vom gefährlichsten Abschied zu nehmen, was die Menscheit je auf sich und die Welt losgelassen hat….
    dann muss man laut SVP plötzlich extrem vorsichtig sein und alles ganz genau abklären – möglichst jahrzehntelang wahrscheinlich – bis der nächste alte Schrottmeiler hopps geht oder?

    Lieber Blocher Christoph und “Anhang”,
    dieses Argument ist nicht mal die Luft wert die es verbraucht.

    Aber man überlege: Einerseits hat die SVP 30% Wähleranteil. Andererseits beträgt die Zustimmung im Volk für den Ausstieg aus der Atomenergie rund 80 %.
    Und das meine Lieben, wird sich nicht so schnell ändern. Fukushima geht unendlich weiter – genauso wie Tschernobyl auch.
    Also SVP: Rechnen!!!! – Und auf’s Volk hören!!!

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    • Juli 18, 2021

      Nachtrag: In Sachen PFZ, Bilaterale & EU bin ich mit der SVP einverstanden! Aber die SVP-Haltung in Bezug zu Atomkraftwerken etc. gehört beerdigt – schnell!

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  • Juni 3, 2011

    Hallo Frau Maya Graf,

    Ja, 30Jahre sind eine lange Zeit, in denen aus „Umweltschutzgründen“​ so viele Sinnvolle Alternativ Projekte durch Einsprachen blockiert wurden.
    Ja, ich denke auch, die Zeit ist reif, alle diese Einsprachen gegen alle diese Projekte zurückzuziehen, damit die Wasserkraft, Windkraft, Solarkraft, Erdsonden, endlich verwirklicht werden können.

    Da sprechen Sie als „Grüne“ mir aus dem Herzen.
    Und wenn wir schon dabei sind, so ehrlich zu schreiben, die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade. Jeder Umweg, jeder Stau, der als Folge verfehlter „Umweltschutzpolitik“​ gefahren werden muss, sei es mit dem Privaten oder dem Öffentlichen Fahrzeug, verbraucht unnütz Energie und Zeit.
    Ja, ich denk mir, es ist Zeit, mit solcher Politik aufzuhören.

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    • Juli 18, 2021

      Bei meinem Auto sehe ich genau den aktuellen Verbrauch.

      Mein Auto verbraucht Innerorts etwa 2.5 Liter auf 100km.

      Aber leider kommen immer wieder Kreisel, das heisst herunter bremsen und wieder beschleunigen und ist gleichbedeutend mit Energieverlust, ob elektrisch, oder fossil.

      Durch diesen Energieverlust, steigt der Verbrauch um gut 30% an.

      Zudem muss man wissen, heute sagen ja nicht nur Grüne wo ein Kreisel gebaut wird. Nein Firmen verlangen wenn sie bauen, dass der Autofahrer bei ihnen in einen Kreisel muss, damit er, wenn er schon langsam um den Kreisel fährt, gleich zu ihnen abbiegen kann.

      Gut 90% der Kreisel sind nutzlose Energieverpufungen.

      Zudem sind die Folgekosten um einiges höher, so ein Kreisel muss auch unterhalten werden und ist im Unterhalt sehr teuer.

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  • Juni 4, 2011

    Das vom Bundesrat vorgeschlagene Szenario „neue Energiepolitik“ geht davon aus, dass der Stromverbrauch deutlich zurückgeht. Hier die von Prognos im Auftrag des Bundesamtes für Energie BFE dargestellte Entwicklung. Mit und ohne “Energiewende” wurden von mir in einer Grafik vereint: http://www.bernerschach.ch/S​tromszenarien.pdf Die Erfahrung zeigt, dass sich der Stromverbrauch parallel zur Volkswirtschaft entwickelt. Auf erträumten Prognosen eine Energiepolitik aufzubauen, finde ich schlecht!

    Schon die Vorgaben des Kyoto-Protokolls können wir nicht erfüllen. Bereits für die ersten zwei geplanten Gaskombi-Kraftwerke sind CO2-Emissionsrechte im Ausland zu kaufen. Vermutlich werden es traditionelle Kohlenutzer sein, die sich dank unseren Zahlungen im Kohleverbrauch etwas einschränken und sich dabei ins Fäustchen lachen. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt jedoch weiter wie eh und je! Allerdings offenbar nicht in der Schweiz. Gemäss BFE können wir unseren CO2-Ausstoss stark reduzieren. Doch wie das möglich sein soll, wissen die Götter: http://www.bernerschach.ch/C​O2-Prognose.pdf

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  • Juni 4, 2011

    Der vom Bundesrat vorgeschlagene Ausstieg aus der Kernenergienutzung erfolgte unter dem ersten Eindruck der Ereignisse in Fukushima. Aus heutiger Sicht war es ein „Schnellschuss“.

    3. Juni 2011: Dr. Emmanuel Egger, Nuklearfachmann vom ACS-Labor Spiez, schätzt die Folgen der Reaktorunfälle von Fukushima aus heutiger Sicht deutlich weniger gross ein, als vorerst angenommen (Siehe auch im Tagesanzeiger, in der BZ oder im Bund vom 3. Juni 2011).

    Das Risiko in den nächsten fünfzig Jahren an Krebs zu erkranken, ist bei den 30 am stärksten bestrahlten Tepco-Mitarbeitern nur um etwa ein Prozent erhöht. Viel kleiner zum Beispiel als bei einem Menschen, der während zwanzig Jahren täglich ein Päckchen Zigaretten raucht.

    Der knapp 30 km lange und bis zu 5 km breite Landstreifen, welcher eine Strahlenbelastung von 0,02 – 0,1 Millisievert pro Stunde verursacht, wird in den kommenden Monaten dekontaminiert. Erst dann kann abgeschätzt werden, wie lange diese Zone nicht bewohnt werden kann.

    Ein Zerplatzen der Brennstäbe wie in Tschernobyl ist bekanntlich in unseren Leichtwasserreaktoren​ nicht möglich. Die grösste Gefahr ist bei uns eine Kernschmelze. Die partielle Kernschmelze in Three Mile Island brachte zwar wertvolle Erfahrungen für die Sicherheitsvorkehrung​en in Leichtwasserreaktoren​, doch das Ausmass einer maximal möglichen Verstrahlung war weiterhin schwierig abzuschätzen.

    Die Reaktorunfälle in Fukushima zeigten nun den möglichen Worst-Case. Starkes Erdbeben, Zerstörungen durch Überflutung, totaler Stromausfall, komplettes Versagen der Kühlung, kein angemessenes Notfallmanagement, schlechtest mögliche Lagerung der ausgedienten Brennstäbe, mehrere Reaktoren verstrahlen sich gegenseitig und geben eine konzentrierte Strahlungsbelastung ins Hinterland ab.

    Hier die Verstrahlungen von Tschernobyl und Fukushima im Vergleich:
    http://www.bernerschach.ch​/Tschernobyl-Fukushim​a.pdf

    Es ergeben sich folgende Erkenntnisse:

    1. Die Verbesserungen der Sicherheit bei den neusten Reaktoren der 3. Generation sind wirksam. Nach der Beurteilung der Experten würde die Radioaktivität bei einem solchen Unfall im Reaktorgebäude zurückgehalten.

    2.​ Die Standortwahl beim Bau von neuen Reaktoren ist wesentlich kritischer zu beurteilen, als es bisher der Fall war. Wichtig sind insbesondere die Erdbebensicherheit, keine Überflutungsgefahr, keine grösseren Agglomerationen in den häufigen Windrichtungen im Umkreis von etwa 30 km.

    3. Neben den Vorgaben vom ENSI braucht es auch international festgelegte und kontrollierte Vorgaben.

    4. Die Forderung nach Inhärenz bei der Entwicklung von Reaktoren der 4. Generation hat hohe Priorität (Überhitzungen von der Auslegung her nicht mehr möglich).

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  • Juni 5, 2011

    Während hier Wahlkampf dafür oder dagegen betrieben wird, die Einen mit dieser Katastrophe (siehe Link) Vollgas geben und Stimmen holen wollen und die Anderen verbissen auf die Bremse treten und noch Jahrelang die Ergebnisse irgendwelcher
    seriöser (?) Studien und Abklärungen abwarten wollen – während dem geschieht in Japan die Realität eines Supergaus!
    Was ist mit den Stresstests für unsere alten Mühlen? Wieso gibt es überhaupt eine Diskussion darüber ob man die Ältesten abstellen kann oder nicht?
    Wieso dürfen einige wenige darüber befinden, wieviel Risiko die Allgemeinheit tragen muss?
    Bitte lesen Sie die ganze Seite und alle Artikel. Das alles ist viel zu ernst und viel zu tragisch für die üblichen Spielchen!

    http://​www.focus.de/panorama​/welt/tsunami-in-japa​n/fukushima-radioakti​vitaet-hoch-wie-nie-z​uvor_aid_633979.html

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    • Juli 18, 2021

      Wie diese Entdeckung eines Roboters zu interpretieren ist, wissen wir im Moment noch nicht. Praktisch gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass keine nennenswerte Radioaktivität mehr in die Umgebung ausströme.

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  • Juni 8, 2011

    Geld für Ökostrom nur für Kapazitätsausbau bei erneuerbaren Energien verwenden!
    Wenn nur der Strom der be­ste­hen­den Ökostrom-Kapazitäten (Was­ser­kraft, Win­d-, Son­nen- und Bio­ga­s­ener­gie) teu­rer an Ökostrom-Kunden ver­kauft wird, haben wir nichts ge­won­nen. Diese Kapazitäten wer­den auch ohne neue Ökostrom-Kunden ge­nutzt und er­neu­ert. Die jetzt ein­set­zende zusätzliche Nach­frage nach Ökostrom muss zwin­gend über den Bau von neuen An­la­gen der er­neu­er­ba­ren Ener­gien ab­ge­deckt wer­den, damit der Um­stei­ge­ef­fekt spürbar wird.

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  • Juni 9, 2011

    Ist die bürgerliche Mehrheit in der Schweiz unfähig vorauszudenken?

    Er​dbeben und Hochwasser waren schon vor dem Atom-Crash von Fukushima eine Bedrohung für die AKWs in der Schweiz. Dass sich die politische Mehrheit in der Schweiz immer erst bewegt, wenn ein Anstoss vom Ausland her kommt – siehe auch das Bankgeheimnis – ist ein Zeichen für mangelnde Sensibilität und Voraussicht.

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  • Juni 11, 2011

    Sehr geehrte Frau Graf,

    Unser Bundesrat bekennt sich zum Atomausstieg und die Chancen auf einen breiten Konsens in der Bevölkerung stehen gut. Doch – und hier steckt der Knackpunkt – nach dem Atomausstieg ist vor der Energiewende. Wie aber schaffen wir die? Was, Frau Graf, kommt nach dem Atomausstieg? Können Sie uns das erklären?

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  • August 8, 2011

    Ich erinnere mich, dass vor ein paar Jahren, die Rede von Wasserkraft war.
    leider waren einige Politiker sehr dagegen und genau jetzt, schreien all diese nach erneuerbarer Energie. das finde ich ziehmlich Inkompetent

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  • Dezember 21, 2011

    Wegschauend das können wir gut oder am besten,uns geht das alles nichts an.Bei uns in der Schweiz kann ja sowas wie in Japan nicht geschehen denn unsere AKW sind ja so sicher,wie wir alle denken oder meinen. Plötzlich geschieht eine Katastrophe,und jeder schreit warum haben wir nichts getan gegen dieses Unheil,dann ist es zu spät für uns Bürger in der Schweiz und zwar für sehr sehr Lange. Stellt euch mal vor die Schweiz wird so verstrahlt wie in Japan dass wäre praktisch oder ziemlich die ganze oder den grössten teil der Schweiz wo nicht mehr bewohnbar ist, wohin dann all mit denn Menschen? Und was sagen wir dann unseren Nachkommen? Vielleicht das wir zu viele Zuwanderer oder Kriminelle in der Schweiz hatten,die zuviel Energie brauchten? oder weil wir ein Abkommen mit dem Schengenraum hatten? Nein das möchte ich meinen Nachkommen nicht sagen, denn das sind nur billige Ausreden von der Verantwortung die wir alle tragen müssen für unsere nächsten Generatinen.

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