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ECOPOP & die Mutter Courage Anne-Marie REY

Mutter Cou­rage und ihre Kinder

Sie war eine Ikone der Frau­en­be­we­gung und eine un­be­queme so­zia­lis­ti­sche Po­li­ti­ke­rin. Nun ­unterstützt An­ne-­Ma­rie Rey die als ex­trem ver­schrieene Eco­pop-I­ni­tia­ti­v​​e. Die Ge­nos­sen von einst wit­tern Verrat.

Von Wolfgang Koydl und Sonja Ruckstuhl (Bild)

«Wir können doch nicht das Matterhorn aushöhlen»: Aktivistin Rey, 77.Bild: Sonja Ruckstuhl

Da​​ sich momentan richtigehende Schlammschlachten abspielen um Ecopop, indem diffamiert, gelogen und sonstwie draufgehauen wird dass es ein graus ist, ragt diese ehrwürdigen Frau Rey wie ein Fels aus der Brandung heraus. Ihre Einstellung zu Ecopop verdient es hier erwähnt zu werden.

 

1. Blick hinaus auf eine Bilderbuch-Schweiz

D​​urch die sonnendurchfluteten Fenster geht der Blick hinaus auf eine Bilderbuch-Schweiz: sattgrüne Wiesen, auf denen, wie von einem Malerpinsel hingetupft, bunt­gescheckte Rinder grasen. Ein, zwei behäbige Berner Bauernhöfe und ein paar Wäldchen runden das Bild ab. Gleichsam den Rahmen für das pastorale Bild formt die Alpenkette am Horizont.

Rey weiss, wie privilegiert diese Wohnlage ist. Und sie weiss auch, dass sich die Entwicklung nicht zurückdrehen lässt, dass man Zollikofen und all die anderen missratenen gesichts- und seelenlosen Siedlungen im Schweizer Siedlungsbrei nicht mehr zurückverwandeln kann in pittoreske Bauerndörfer. Aber sie weiss eben auch, dass sie jeden weiteren Raubbau an der unvergleichlichen Landschaft stoppen muss, damit ihre Enkel und ­Urenkel nicht eines Tages in einem total zubetonierten Land leben ­müssen.

 

2. Auf in den Kampf mit 77 Jahren.

Deshalb hat sich die alte Dame mit ihren 77 Jahren noch einmal in den Kampf gestürzt. Fremd ist ihr die politische Auseinandersetzung nie gewesen. Als «Mutter der Fristen­regelung» hat die deutsche Zeit Anne-Marie Rey einmal unfreiwillig komisch tituliert, weil sie es war, die den Kampf für die Straffreiheit der Abtreibung in der Schweiz initiierte und jahrzehntelang vorantrieb. Im März 1970 ­begann es mit einem Artikel im Berner Bund. Damals, so erinnert sie sich, hatte sie als Frau noch nicht einmal das Wahlrecht.

Jetzt wirft sie sich für die Ecopop-Initiative in die Bresche, jenen Vorstoss, der vom Schweizer Establishment noch umfassender und unversöhnlicher abgelehnt wird als im Februar die Masseneinwanderungsin​​itiative der Schweizerischen Volkspartei. «Extremistisch», «unnütz», «fremdenfeindlich», ja geradezu dumm sei der Vorschlag, Einwanderungsüberschu​​ss in der Eidgenossenschaft jedes Jahr auf lediglich 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung zu begrenzen, tönt es unisono von links bis rechts, von Arbeitgebern ebenso wie von Gewerkschaften, von Schweizer und von Ausländerverbänden. Auch der SVP-Führung ist die Vorlage zu einschneidend, ja zu gefährlich – obschon es an ihrer Basis eindeutig Sympathien für die Initiative gibt.

Nicht nur dort, sondern auch in anderen Bevölkerungsschichten​​ scheint man sich für den eigentlich aus linker, grüner Ecke kommenden Vorstoss zu erwärmen. Die Pendlerzeitung 20 Minuten hat an diesem sonnigen Morgen die Nation mit der Schlagzeile aufgeschreckt, dass gut sechs Wochen vor dem Abstimmungstermin am 30. November eine ziemlich deutliche Mehrheit von 53 Prozent der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger tendenziell ja sagen würden zu dem drastischen Schritt.

 

3. “Dunkle Wurzeln”  und “fremdenfeindlichen Missklang”.

Für Andreas Thommen, den Sekretär des Ecopop-Komitees, ist das Engagement von Rey eminent wichtig: «Eigentlich war sie schon länger nicht mehr aktiv», meint er. «Aber als sie hörte, wie unsere Initiative und unser Komitee systematisch als rechtsextrem verunglimpft wurden, hat sie sich entschlossen, sich wieder ein­zumischen.» Vor mehr als 40 Jahren gehörte Anne-Marie Rey zu den Mitbegründern von Ecopop, weshalb Thommen sie «unser histo­risches Gewissen» nennt. Wichtiger für den ­aktuellen Abstimmungskampf dürfte freilich ­eine andere Eigenschaft der alten Dame sein, die Thommen hervorhebt: «Nach so vielen Jahren Kampf hat sie ein dickes Fell.»

Das wird sie auch brauchen können, denn so bissig und böse wie jetzt wurde die diplo­mierte Übersetzerin und Mutter dreier Kinder noch nie attackiert. «Absolut schockierend», findet sie es, «solche Schlammschlachten, Verdrehungen, Verleumdungen, das ist doch unter allem Hund.» Damals, als es um die Fristenregelung ging, seien die Vorwürfe von «Fundamentalisten» gekommen, erinnert sie sich, Ewiggestrigen gewissermassen, die Frauen grundlegende Rechte verweigerten. «Da konnte man mit ­einem Achselzucken darüber hinweggehen», seufzt Rey. «Aber jetzt kommen die Attacken von Genossinnen und Genossen – und das schmerzt.»

Genau hier liegt die Crux: Rey kommt aus dem linken und dem grünen politischen Lager. Die Frauenrechte waren viele Jahre lang ein Thema, das in erster Linie von «progressiven» Kräften beackert wurde. Rey sass zudem sieben Jahre für die SP im Berner Grossen Rat. Ihre Entscheidung, sich den Sozialdemokraten anzuschliessen, fällte sie übrigens auf einer FDP-Veranstaltung: «Das waren Damen», schrieb sie in ihrer Autobiografie «Die Erzengelmacherin», – «und ich fühlte mich als Frau.»

Als Gemeinde- und Kantonspolitikerin setzte sie sich immer für Umweltthemen ein, und auch privat versucht sie ein beispielhaftes grünes Leben zu führen: Warm geduscht wird nur einmal in der Woche («Ich arbeite ja nicht körperlich auf dem Feld»), die Heizung wird auf höchstens neunzehn Grad gedreht, und wenn die Sonne durch die Fenster scheint, wird der Thermostat ganz heruntergedreht. Anne-­Marie Rey war eine engagierte Grüne, ­eine Mutter Courage der Frauenbewegung.

Und nun ist sie angeblich nach rechts gekippt. «Dunkle Wurzeln, die da mitschwingen», hätten ihn bei der Lektüre der Initiative «zum Schaudern» gebracht, lässt sich der grüne Nationalrat Balthasar Glättli vernehmen. ­Einen «fremdenfeindlichen» Missklang hört SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga heraus.

Viele Verbündete von einst wissen nicht mehr so recht, wie sie mit der Ecopopperin Rey umgehen sollen. Ist das, was sie vertritt, aus ­ihrer Sicht nicht unendlich viel «fremdenfeindlicher» als die Masseneinwanderungs­i​​nitiative der SVP? Im besten Falle naiv, weil sie nicht erkennt, in welche anrüchige Gesellschaft sie sich begibt. Im schlimmsten Falle ist sie eine Verräterin.

 

4. Die historische Schuld der Genossen.

Und was ist mit dem zweiten Teil der Ecopop-Vorlage, laut der zehn Prozent der eidgenössischen Entwicklungshilfe in den Empfängerländern zwingend für die Familienplanung eingesetzt werden müssen? «Kolonialistisch» gehört noch zu den minder schweren Vorwürfen. «Absoluter Schwachsinn», findet das Rey. «Es geht um ein grundlegendes Frauenrecht. Ausserdem spart jeder Franken, der in die Familienplanung investiert wird, zwei bis drei Franken anderswo ein.»

Tatsächlich birgt der Vorstoss von Ecopop, an dessen Ausarbeitung Anne-Marie Rey nicht beteiligt war, viele Risiken für die Schweiz, vor allem für die Wirtschaft. Ganze Branchen würden in schwerste Turbulenzen geraten, heisst es, wenn wirklich nur noch – nach derzeitigem Bevölkerungsstand – netto 16 000 Personen pro Jahr zuziehen dürften. Kein Wunder, dass die bürgerlichen Parteien, die Wirtschaftsverbände und die Unternehmen Sturm laufen gegen Ecopop. Aber warum regt sich Links-Grün so auf ?

«Unsere Initiative könnte die meisten Forderungen aus links-grünen Kreisen umsetzen helfen», gibt sich Anne-Marie Rey überzeugt. «Oder ist Kritik an unbegrenztem Wachstum in einer begrenzten Welt keine urgrüne Forderung?» Sicher, es würden kaum mehr ausländische Firmen in die Schweiz kommen – und ausländische Arbeitskräfte nachholen. «Aber es ist doch viel solidarischer, wenn Arbeitsplätze dort geschaffen werden, wo die ­Arbeitnehmer leben.»

Wenn man sie so an dem alten, schweren Holztisch in ihrem Wohnzimmer vor dem Fenster mit dem Panoramablick sitzen sieht, käme man nicht auf die Idee, dass so viel Kampfeslust in dieser zierlichen Frau steckt.

Alles in ihrem Haus strahlt bürgerliche Gediegenheit aus. Solide Möbel, ein bisschen altmodisch, ein bisschen antik, aber alle zusammen praktisch. Den Büchern sieht man an, dass sie alle mehrmals gelesen und nicht einfach so ins Regal gestellt wurden. Neben ihrer politischen Arbeit hat Rey als Übersetzerin gearbeitet und drei Kinder grossgezogen, die längst erwachsen sind und das Haus verlassen haben. Trotz eher sozialistischer Überzeugungen eine grundbürgerliche Existenz also.

 

5. Konsequent die Faktoren Bevölkerungszahl und Migration verdrängen ?

Tatsächlich brodelt hinter Reys ruhiger Fassade noch immer ungeheurer Zorn. «Ich kann mich nicht gelassen zurücklehnen», gibt sie zu. Milde ist sie mit dem Alter nicht geworden: «Im Gegenteil, ich rege mich immer mehr auf.»

Zornig ist sie denn auch über ihre früheren Genossinnen und Genossen. Laden sie nicht fast eine historische Schuld auf sich, indem sie konsequent die Faktoren Bevölkerungszahl und Migration verdrängen? «Die Schweiz ist, gemessen an der besiedelbaren Fläche, nach den Niederlanden das am dichtesten besie­delte Land in Europa», rechnet sie vor. «Auch meine Utopie sind offene Grenzen, ich verstehe jeden Afrikaner, der in die Schweiz kommen will», räumt sie ein. Doch solange es derart krasse Wohlstandsgefälle zwischen Arm und Reich in Europa und in der Welt gebe, sei dieser Wunsch «illusorisch». «So kann es nicht mehr weitergehen», entrüstet sie sich. «Wir können doch nicht das Matterhorn aushöhlen und dort drinnen Leute unterbringen.»

Zu den wenigen Parteifreunden, die Rey indirekt beistanden, gehörte die Zürcher SP-­Nationalrätin Jacqueline Badran. Schon bei der Vorstellung des Migrationspapiers ihrer Partei übte sie Kritik an dem Dokument, weil es «die wichtigste Frage ausblendet: Wie viel Einwanderung wollen wir, wie viel Einwanderung verträgt die Schweiz, wie viel Wanderung die Europäische Union und die Welt.».

 

6. «irrationalen Reflex» & immer gleich mit «rechtsextrem» und SVP.

Aber warum blendet die Linke das Thema Migration aus ? Rey sieht einen «irrationalen Reflex» am Werk: Das Thema wird immer gleich mit «rechtsextrem» und SVP gleichgesetzt», glaubt sie. Aber genau diese Kräfte sind es doch jetzt, die ihr – von der falschen Seite – Beifall spenden für die Initiative. Sind ihr diese falschen Freunde nicht unangenehm, ja vielleicht sogar peinlich?

Anne-Marie​​ Rey entpuppt sich als Pragmatikerin: «In der Politik muss man Allianzen dort nehmen, wo man sie kriegt», konstatiert sie ­lapidar, und fügt mit feinem Lächeln hinzu: «Ich war damals schliesslich auch froh, als Christoph Mörgeli die Fristenregelung unterstützt hat.» Der SVP-Politiker, so viel klingt bei ihren Worten an, zählt normalerweise nicht zu ihren natürlichen Verbündeten.

 

7. Ein Feuer unter dem Allerwertesten

Sie weiss natürlich auch, dass nicht alle Befürworter der Ecopop-Initiative aus denselben Beweggründen für die Vorlage stimmen werden wie sie. Vielen wird es nicht um die Grenzen des Wachstums, um eine grüne Wirtschaftsordnung, um eine gesunde Schweiz auf einem gesunden Planeten gehen. Für diese Wähler wird Ecopop nur so etwas wie «Masseneinwanderung 2.0» sein: der zweite Durchgang, mit dem man dem politischen Establishment im Allgemeinen und dem Bundesrat im Besonderen ein Feuer unter dem Allerwertesten entfachen kann.

Das stimmt. Es kann noch viel passieren bis zum 30. November 2014

Quellenangabe;

​​

http://www.weltwo​che​.ch/ausgaben/2014​-44/​mutter-courage-u​nd-ih​re-kinder-die-w​eltwoc​he-ausgabe-442​014.htm​l

 

Komment​are

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  • Mar​cel Kraus
  • 02.11.2014 | 23:58 Uhr

DENKZETTEL an den Bundesrat: 3 x JA! Unsere Regierung hat die Bodenhaftung mit der einfachen Schweizer Bevölkerung verloren. Politische Entscheidungen werden vor allem für eine kleine Wirtschaftselite getroffen; die direkte Demokratie entwickelt sich langsam zu einer Eurokratie (Herrschaft der Eurokraten). Höchste Zeit für einen deutlichen DENKZETTEL am 30. November 2014. Wir haben endgültig genug von allen Abzockern, Bonus-Spezialisten, Spekulanten, Steueroptimierern und EU-Turbos. Ich empfehle Ihnen deshalb mit 3 x JA zu stimmen. Von dieser schallenden Ohrfeige wird sich das Establishment ni

  • Marcel Kraus
  • 02.11.2014 | 17:56 Uhr

Ich bin der gleichen Auffassung wie Anne-Marie Rey (SP-Mitglied): Ecopop ist unser Schutzschirm für Natur und Umwelt. Am 30. November 2014 haben wir die einmalige Chance, uns für eine nachhaltige Politik zu entscheiden. Die Schweiz kann sogar eine Pionierrolle in Europa spielen. Wer die Einwanderungspolitik mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit kombiniert, handelt sorgfältig und wird langfristig belohnt. Statt kurzfristige Profite zu maximieren, können wir langfristig den Wohlstand für die ganze Volkswirtschaft garantieren. PS: Ich war viele Jahre CVP-Mitglied.

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Comments to: ECOPOP & die Mutter Courage Anne-Marie REY
  • November 7, 2014

    Ist man sich eigentlich bewusst bei der Ecopop-Abstimmung, dass:

    – mit bereits verkauften Goldbeständen (2001 rund 1400 Tonnen = ca 49 Milliarden) Bund und Kantone Infrastrukturen und Strassen gebaut hat?

    – dass man somit zum grösten Teil, für die heutige Zuwanderung, bereits rund 1400 Tonnen Gold investiert hat (rund 45 Milliarden)

    – und nun langsam erkennt, was uns diese Zuwanderung kostet?

    – dass diese rund 49 Milliarden in die Infrastruktur und Strassen geflossen ist im Jahr 2000/2001 – und das genau unmittelbar vor der Annahme der PZF?

    – All diese über 40 Milliarden noch immer nicht genügen um die ganze Infrastruktur so zu finanzieren, dass sie nicht eskaliert?

    – die Verhinderung der fixen Goldreserven nur dazu dienen um ein Fass ohne Boden weiter finanzieren zu können?

    – die PZF ein Fass ohne Boden ist?

    Das sollte man sich mal überdenken, denn dies sind Zusammenhänge die man dem Volk verschweigt und es darstellt, wie wichtig doch für die Wirtschaft ein PZF sei. Diese uns aber in rund 12 Jahren bereits 49 Millarden gekostet hat um eine Wirtschaft zu finanzieren.

    Nicht​​ mal darüber nachgedacht, welche Verluste wir dieser Wirtschaft erneut zu verdanken haben, dank massiver Milliardenverluste auf dem Euro und Dollar. Auch nur um der Wirtschaft zu helfen.

    Wäre es nicht sinnvoller, all diese Verluste zu eliminieren, diese vielen Milliarden in der Schweiz zu investieren, wo sie dem Volk, dem Bürger etwas nutzen?

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  • November 7, 2014

    Anne Marie Rey ist den meisten Politkern, da meine ich die Herren und Damen der Schöpfung, wieder einmal meilenweit voraus im Denken. Was ich gestern abend im Forum SRG hören musste hat meine allerletzten Zweifel für mein JA zur ECOPOP Initiative ohne Zweifel ausgeräumt. JA zur Initiative alles Andere ist Unfug.

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    • Juli 19, 2021

      Willi Wild

      Sehr aufschlussreich was Sie da schreiben. Nochmals JA zur ECOPOP. Alt Bundesrat CB wird sich über Ihre NEIN Unterstützung freuen.

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  • November 8, 2014

    “ECOPOP & die Mutter Courage Anne-Marie REY”

    Ihr Vergleich der engagierten Anne-Marie Rey mit Brechts Marketenderin “Mutter Courage” hinkt leider bedenklich, Herr Hottinger.

    Die Figur der “Courage” im Dreissigjährigen Krieg stellt überhaupt keine mutige Frau dar. “Courage” ist nur ihr Familienname. Ihr Lebensgrundsatz ist unauffällig bleiben, sich aus allem heraushalten – und dadurch überleben. In Sachen Tugend ist die Courage sehr skeptisch, und ihr Verhalten ist sehr asozial: Sie nutzt skrupellos das Elend der anderen für ihre Geschäfte im Krieg: Eine der wesentlichen Funktionen der Courage im Drama besteht darin, als Symbolfigur den Kapitalismus zu repräsentieren und als solche vom Krieg zu profitieren. Schliesslich war ihr Schöpfer damals noch ein glühender Kommunist.

    http://​de.wikipedia.org/wiki​/Mutter_Courage_und_i​hre_Kinder#Die_Figur_​der_Mutter_Courage


    ZITAT
    Den Namen „Courage“ übernahm Brecht aus dem Roman “Trutz Simplex: Oder Ausführliche und wunderseltzame Lebensbeschreibung Der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche” (1670) von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, der am Beispiel einer Zigeunerin beschreibt, wie die Wirren des Dreißigjährigen Krieges zur sittlichen und menschlichen Verwahrlosung führen.
    ZITAT ENDE

    http://de.wik​ipedia.org/wiki/Mutte​r_Courage_und_ihre_Ki​nder_(Figurenanalyse)​#Die_Courage_als_Verm​ittlerin_von_Brechts_​Intention

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  • November 8, 2014

    @ Herr Wild,

    warum wieder so wild, es ist nirgends die Rede von “Brecht”, “Mutter courage” heisst zielgerichtet übersetzt einfach; “mutige Mutter”, denn courage ist bekanntlich französisch und heisst übersetzt eben = mutig, und mutig ist diese Frau REY nun in mehrfacher Hinsicht nun wirklich, da gibt es nichts zu rütteln daran.

    Was mich bei dieser Frau vor allem fasziniert ist, dass sie nicht ideologisch stur denkt, sondern je nach Sachverhalt einfach ihre eigenen Meinung hat und auch danach handelt. Daran können wir uns alle (Frauen wie Männer) doch ein gutes Bespiel nehmen.

    Ich beende hiermit des Diskurs mit Ihnen Herr “Wild”, Danke.

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  • November 8, 2014

    Natürlich haben Ihre Zitate mit Brecht zu tun, Herr “Hottinger”:

    “Mutt​er​ Cou­rage und ihre Kinder”, auch von Ihnen zitiert, ist ein Drama , das 1938/39 von Bertolt Brecht im schwedischen Exil verfasst und 1941 in Zürich uraufgeführt wurde.

    http://de.w​​ikipedia.org/wiki/Mu​t​ter_Courage_und_ihr​e_​Kinder

    Von nichts eine Ahnung, aber davon viel.

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  • November 9, 2014

    “(…) denn courage ist bekanntlich französisch und heisst übersetzt eben = mutig (…)”

    Das Nomen “courage” heisst auf Deutsch “Mut”, Herr Hottinger. Das Adjektiv “mutig” lautet “courageux”.

    Wie gesagt: Von nichts eine Ahnung, aber davon viel.

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  • November 9, 2014

    Herr Wild

    Sind wir hier in der Diskussion über Ecopop, oder in einer von Ihnen üblich “angezettelte” Detaildiskussion über Brecht usw.? Möchten Sie gleich noch ein Beispiel mit Wagner oder vielleicht mit Kennedy anfangen? Auch Mutter Theresa wäre noch ein Gesprächsthema, das man hier einbringen könnte.

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  • November 9, 2014

    Dass Frau BR SO die MEI umsetzen will, hat sie hoch und heilig versprochen. Dass sie es muss, ist nur normal. Sie muss das nicht BETONEN!

    Da sie es aber betont, sind Zweifel gestattet, WIE sie die umsetzen will: das bleibt sie uns derzeit schuldig.

    Rückbl​ende:

    1. 5 jährige Aufenthaltsdauer von arbeitslosen EU PFZ lern

    Damals war gewarnt worden, dass EU Bürger bis zu 5 Jahre nach Stellenverlust in der Schweiz bleiben könnten. Wurde alles vom Tisch gewischt.

    Was haben wir heute? Genau das! Und das alles bei einer Situation, dass sich der BR kurz vor der MEI Abstimmung genötigt sah, festzustellen, dass ‘einige’ Kantone die bestehenden PFZ Vorschriften einfach nicht umsetzen!!! Man muss nicht fragen, welche Kantone das sind!!
    Stand heute: unbekannt, wie zu erwarten.

    2. Kohäsionszahlungen


    Auch dieser versteckte Punkt floss durch die Hintertüre in die Abstimmung hinein.

    3. Verhandlungsführung von BR Calmy Rey

    Erst vor einigen Monaten sickerte durch, dass BR CR keine minutiösen Verhandlungsprotokoll​e hat führen lassen, was sich bei der Auslegung einiger PFZ Regeln als massives Problem erweist!!! Mit anderen Worten: was hat eigentlich dise SP BR CR in Brüssel genau gemacht? Ihren Job oder der EU in die Hände gespielt?!

    Heute​ ECOPOP und Zukunft:

    Und wieder argumentiert eine SP BR dräunend, es fehlen bei einem JA zu ECOPOP z. B. Arbeitskräfte in der Pflege (was nachweislich nicht stimmt).

    Wir wissen genau, dass wir diese Leierargumentation von BR SO samt SP vor der MEI Abstimmung auch vernommen haben (Stacheldraht und Brackenargumente auf dem dem Bundesplatz). Und jetzt will sie die MEI wie umsetzen? Quasi vom Paulus zur Pauline? Und das soll man ihr abnehmen? Nein!

    Per verwässertem Bilateralengesamtpake​t, dass man dem Volk so 2016, knapp vor Ablauf der 3-jährigen MEI Frist zur Abstimmung vorlegen will?

    Also eine ähnliche fait à complit Situation, wie sie uns SP BR CR untergejubelt hat?

    Und zu diesem neuen Gesamtpakt dürfte bereits eines klar sein: einerseits hat es dann eine angsterminkritische Fristenseite, andererseits wird das kaum jemand in der vollen Breite analysierend durchschauen können, in Sachen sehr weitreichender Auswirkungen!

    Vi​sion der Schweiz in 10 Jahren

    Gefragt, wie Sie die Schweiz in 10 Jahren sieht: bei 10 oder 12 mio. Menschen?

    Keine Antwort, aber ein Stöhnen der ‘harten Arbeiten an der MEI’?? Das nimmt ihr doch kein Mensch ab!

    Frau BR SO weiss genau, was die MEI Umsetzung bringen wird, denn ohne dieses Wissen kann der BR keine Verhandlungen in Brüssel führen oder er führt eine Leerlaufverhandlung vor.

    Das ist magistral vernebelte Informationsverhinder​ung einer erst nicht MEI Wollenden, nun einer ‘strikten Umsetzerin’, aber diffusen ECOPOP Gegnerin, die sich in vollkommen absurde Rassismusargumentatio​nen vertrackt?

    DIE GLAUBWÜRDIKGEIT DIESER BUNDESRÄTIN IST NICHT GEGEBEN!

    Ja zu ECOPOP. Falls nein, ist es mit dem ‘Stöhnen’ sofort vorbei und man wird sich wohlgefällig im BR zurücklehnen und uns durch die Hintertüre in die EU manövrieren, mit jeder Garantie!

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    • Juli 19, 2021

      Welche ausgewogene Antwort aus Mollis, Frau Noser. SIE müssen es doch nicht lesen! Verlangt doch niemand, aber Ihre Rundumschlagstiraden aus liest doch jeder, zur Freude des Tages.

      They are coming usw….

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    • Juli 19, 2021

      @ Lars von Limaa,

      Vortrefflic​h sachbezogen & ausführlich materiell auf den Punkt gebracht, diese Materie ECOPOP, bei so viel Lügen und Verunglimpfungen der Gegener, kein leichtes Unterfangen.

      BRAVO.

      Vielen Danke im Namen einer Mehrheit der Schweizer/Innen.

      J​A zu Ecopop, im Sinne einer auch in Zukunft noch guten

      L E B E N S Q U A L I T Ä T.

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  • November 16, 2014

    Die objektiv-positive Haltung von Frau REY zu Ecopop möchte ich nochmals hervorheben.
    Mit dem Abstimmungsbüchlein werden die Lügen der Ecopop-Gegner hingegen jetzt entlarvt.

    Ein Trauerspiel, was die Gegner der Ecopop immer wieder – total den Tatsachen gegenüber blind – für Unwahrheiten behaupten & verbreiten, wie z.B.;

    1. “Die ECOPOP-Initiative im Kontext mit vielen anderen isolationistischen Bestrebungen, die Leichtfertigkeit mit der unter anderem Folgen für die bilateralen Verträge in Kauf genommen werden usw. ist erschreckend.”

    2. Es dürften nur noch 16’000 jährlich einreisen.

    Das​ ist insofer ein totaler Stuss, weil die Schweiz weltweit das liberalste, freiheitlichste Land ist & bleibt, mit nachweislich am meinsten Ausländer/Innen pro Kopf der Bevölkerung, auch mit der Annahme von Ecopop. Also das Gegenteil von “isolationistisch”, woran auch die Ecopop nichts ändert. Sie verhindert lediglich in der nahen Zukunft, dass die Zuwanderung nicht noch mehr wie bislang völlig aus dem Ruder läuft. Schon Heute sind Ausländer – inkl. jenen Schweizern mit Migrationshintergrund​​ – mit ca. 54 % nämlich in der Mehrheit. Für eine 100 % Integration braucht es mindestens drei Generationen, bei manchen sogar 5-7. Dass über 50 % der Zugewanderten der letzten Jahre nicht arbeiten, mit Milliarden Kostenfolgen für die Steuerzahler, wird natürlich auch wohlweislich verschwiegen. Oder kann hier Jemand eine Statistik eines Bundesamtes vorlegen über die Anzahl ausgesteuerter ? Es gibt sie nicht.
    Diese Kosten sind in der Schweiz auch nicht besonders anders als in Deutschland;

    https​://www.youtube.com/wa​tch?feature=player_de​tailpage&v=TBsUbpvlvV​w

    Dann die bilateralen Verträge, welche immer wieder als “Erpressungsinstument​​” ins Feld geführt werden, ist genau so ein totaler Unsinn.

    Begründung​​; Zum Beispiel muss das Verkehrsabkommen sowieso jetzt sofort gekündigt werden, weil dies ein für die Schweiz milliardenschwerer Kniefall – wie vor dem Gesslerhut – darstellt, eine Schmach also, & zudem gegen unsere Bundesverfassung (NEAT-Artikel) eindeutig verstösst.

    Ein nach den Wahlen 2015 neuer Bundesrat muss hier nun endlich kostendeckende LKW- & Tunnel-Gebühren einfordern vom Ausland für diese Transitverkehrslawine​n. Heute subventioniert ja die Schweiz verfassungswidrig noch diesen EU-LKW-Verkehr auf der Strasse, völlig verfassungswidrig wie bereits erwähnt, so ein Skandal.

    Schlussen​​dlich als rassistisch & diskriminierend gegenüber den Schweizern & Ausländern, welche bereits hier im Lande sind, bezeichne ich ferner, dass diese nun seit der Personen-Freizügigkei​t ab 45-48 Jahren, seit längerem schon, einfach als “zu teuer” entlassen werden, und durch um gut die Hälfte günstigere Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ost-Staaten ersetz zu werden. Erstere werden einfach ausgesteuert, & von keiner Statistik mehr erfasst. Das benenne ich als ein “Durchlaufsystem von Menschenmasse”, Ursprung die “liberale” FDP. Das Schicksal dieser individuellen Menschen – ich kenne einige davon – geht unseren Wirtschaftsführern & Politikern doch an ihrem allerwertesten völlig vorbei.
    Streng aber treffend formuliert, dies ist nichts anderes mehr als ein neuer Menschenhandel, ist meine persönliche Meinung ? War denn nicht beim veritablen Sklavenhandel schon der Antrieb, nicht ebenso auch nur die Geldgier ?

    16’000 Einreisende ?

    Art. 73a Ziff 2 fordert nur; dass die Wohnbevölkerung im dreijährigen Durchschnitt nicht um mehr als 0,2 % wachsen darf. Das heisst, wenn nach der Annahme von Ecopop wie bislang 64’000 auswandern, könnten sogar 80’000 neu wieder einreisen, eben bis zum NETTO-Höchstzahl von 16’000. Somit würde alleine das menschenunwürdige LOHNDUMPING unterbunden, es gäbe weniger Ausgesteuerte, weniger Frühpensionierte, weniger Arbeitslose in der Schweiz.

    Darum ECOPOP unbedingt JA stimmen.

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  • November 23, 2014

    Aus Europa-Freunden wurden Zuwanderungskritiker

    Von DB, 22. November 2014, vgl. auch die Lesermeinungen, 207 Kommentare.

    Die Schweiz aargauisiert sich rasant: Praktisch

    das ganze Mittelland ist europaskeptisch geworden.

    Eine Auswertung zeigt erstmals, wo die Skepsis gegenüber Europa seit 2005 stark zugenommen hat.

    Bei der Grafik kann die Entwicklung jeder Gemeinde der Schweiz verfolgt werden.

    Quelle;

    http://blog.tages​anzeiger.ch/datenblog​/index.php/6573/masse​neinwanderung

    Ecop​op ist auf dem richtigen Wege, jetzt auch angenommen zu werden.

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