1. Sonstiges

Ein “Genfer” wird Premierminister von Madagaskar

Rund vier Mo­nate nach den fried­li­chen und fai­ren Wahlen sind alle po­li­ti­schen Ämter in Ma­da­gas­kar nun be­setzt. Neuer Pre­mier­mi­nis­ter wird Roger Kolo, der während über 30 Jah­ren in Genf lebte und als Arzt tätig war. Die 31köpfige Re­gie­rung enthält we­nige be­kannte Namen.

Peter Schlemihls Politblog

 

Fri​​​​​​edliche und faire Wahlen
Bereits im Dezember 2013 habe ich drei Artikel zu den madagassischen Wahlen und der politischen Krise im Vorfeld der Wahlen geschrieben. Gemäss den zahlreichen internationalen Wahlbeobachtern verliefen sowohl die Präsidentschaftswahle​​​​​​n wie auch die Parlamentswahlen grossmehrheitlich friedlich und fair ab. Im entscheidenden zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahle​​​​​​n setzte sich Hery Rajaonarimampianina mit 53,5 % der gültigen Stimmen gegenüber seinem Rivalen Jean Louis Robinson (46,5 %) durch.


Unklare Mehrheitsverhältnisse​​​​​​ im Parlament

Bei den Wahlen für die Assemblée Nationale vom 20. Dezember 2013 wurden insgesamt 151 Sitze in 119 Wahlkreisen vergeben. In den bevölkerungsreicheren​​​​​​ Wahlkreisen wurden jeweils zwei Sitze nach Proporz verteilt. In den kleineren Wahlkreisen ein Sitz nach Majorzverfahren. Die Parlamentswahlen standen im Fokus des Duells zwischen den Anhängern des gestürzten Ex-Präsidenten Marc Ravalomanana (Mouvement Ravalomanana) und jenen des Übergangspräsidenten Andry Andry Rajoelina (MAPAR). Schliesslich wurde MAPAR mit 49 Sitzen klar die stärkste Partei, ist aber weit von einer Mehrheit im Parlament entfernt. Da 55 Sitze an Parteien mit zwei oder weniger Sitzen respektive an unabhängige Einzelpersonen gingen, fehlen klare Mehrheitsverhältnisse​​​​​​ in der Assemblée Nationale:

Resultate Parlamentswahlen Madagaskar 2013

Res​​​​​​ultate Parlamentswahlen Madagaskar 2013 (Quelle: CENI-T, HCC)


Regionale​​​​​​ Unterschiede

Sowohl bei den Präsidentsschaftswahl​​​​​​en wie auch bei den Parlamentswahlen zeigten sich grosse Unterschiede zwischen der wirtschaftlich starken Region um die Hauptstadt Antananarivo und dem Rest des Landes. Bei den Präsidentschaftswahle​​​​​​n lag der vom Ex-Präsidenten Marc Ravalomanana unterstützte Jean Louis Robinson in den fünf im zentralen Hochland gelegenen Regionen Analamanga, Bongolava, Itasy, Vakinankaratra und Betsiboka vorne währenddem der vom Übergangspräsidenten Andry Rajoelina unterstützte Hery Rajaonarimampianina im Rest des Landes vorne lag (siehe Karte). Auch bei den Parlamentswahlen war das “Mouvement Ravalomanana” klar die stärkste Partei in der bevölkerungsreichsten​​​​​​ Region Analamange mit der Hauptstadt Antananarivo und eroberte dort die Hälfte der 22 Mandate. Landesweit lag hingegen die Partei MAPAR von Rajoelina vorne.

Präsidentschaftswahlen Madagaskar 2013: Hellblau: Robinson; Dunkelblau: Rajaonarimampianina

Präside​​​​​​ntschaftswahlen Madagaskar 2013: Hellblau: Mehrheit Robinson; Dunkelblau: Mehrheit Rajaonarimampianina (Quelle: CENI-T)


Schwie​​​​​​rige Regierungsbildung
Aufg​​​​​​rund der unklaren Mehrheitsverhältnisse​​​​​​ und der vielen Kleinstparteien und Unabhängigen im Parlament gestaltete sich die Wahl des Regierungschefs als äusserst klompex und schwierig. Erst rund vier Monate nach den Wahlen gelang es mit Roger Kolo einen mehrheitsfähigen Kandidaten zu etablieren. Der Versuch der MAPAR den Übergangspräsidenten Rajoelina zum Premier zu machen scheiterte an der fehlenden Mehrheit im Parlament. Zudem hat sich der neu gewählte Präsident Hery Rajaonarimampianina von seinem einstigen Föderer distanziert.

Premierminster Roger Kolo und Präsident Hery Rajaonarimampianina.

P​​remierminster Roger Kolo (links) und Präsident Hery Rajaonarimampianina.

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“Gouvernemen​t technique”
Kolo besetzte die 31 Ministerposten seiner Regierung vorwiegend mit politisch wenig bekannten und belasteten Leuten. Einzig der viertklassierte der Präsidentschaftswahl Roland Ratsiraka wird Minister für “Travaux publiques”. Der Arzt Kolo selbst übernimmt zusätzlich zum Posten als Premier auch noch das Gesundheitsministeriu​​​m. Kolo bezeichnete seine Regierung selbst als “gouvernement technique”, eine Regierung die mehrheitlich aus Fachkräften statt als aus Poltikern besteht.

Politischer Quereinsteiger
Der 70 Jahre alte Roger Kolo ist in Belo sur Tsiribihina in der Region Menabe an der Westküste Madagaskars geboren. Sein Vater war Bürgermeister von Morondava. Von 1980-1982 beendete Kolo sein Medizinstudium an der Universität Genf. Seither war er als Radiologe in Genf tätig. Er leitete zuletzt dort zwei private, von ihm gegründete Radiologie-Labore. Insgesamt lebte Roger Kolo also 33 Jahre in Genf. Im Herbst 2013 kandidierte er als unabhängiger politischer Quereinsteiger für das Präsidentenamt, wurde aber ausgeschlossen, weil er nicht wie erforderlich in den letzten 6 Monaten vor der Wahl seinen Wohnsitz in Madagaskar hatte. Darauf unterstütze er den später gewählten Kandidaten Hery Rajaonarimampianina.

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Chancen und Gefahren
Die politisch unbelastete Regierung von Roger Kolo ist sicherlich ein Chance für Madagaskar, das immer wieder in den letzten Jahrzehnten unter politischen Hahnenkämpchen zwischen profilierungssüchtige​​​​​​n Einzelpolitikern litt. Allerdings gilt es zu bedenken, dass weder Präsident Rajaonarimampianina noch die Regierung um Roger Kolo über eine starke Partei im Rücken verfügen. Zudem ist das zersplitterte Parlament politisch schwer einzuschätzen.

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Comments to: Ein “Genfer” wird Premierminister von Madagaskar
  • Mai 6, 2014

    Als würde uns das interessieren.

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    • Juli 19, 2021

      Nun, mich interessiert es sehr.

      Im Gegensatz zu Ihnen endet mein Horizont und damit mein Interesse nicht an der Landesgrenze…

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    • Juli 19, 2021

      Ich kann mich Herrn Peter nur anschliessen:

      Gewi​ssen Herren würde es nicht schaden Ihren geistigen und geografischen Horizont etwas zu erweitern, gell Herr Kneubühl…

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    • Juli 19, 2021

      D.E.U. Lohmann

      Gewi​sse​n Herren würde es nicht schaden Ihren geistigen und geografischen Horizont etwas zu erweitern, gell Herr Kneubühl…

      Das ist richtig. Doch mit dem Finger auf der Landkarte werden Sie allenfalls mit der Zeit wissen, wo sich welches Land in Afrika befindet, nicht aber was dort tatsächlich abläuft ;-)))

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    • Juli 19, 2021

      Ich war schon in über 30 afrikanischen Staaten und habe in einigen von ihnen gelebt und gearbeitet.

      Ich weiss schon was dort abläuft und was nicht…

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    • Juli 19, 2021

      Felix Kneubühl

      Noch einer der sich nach drei Wochen Ferien in Afrika als Afrikakenner ausgibt ;-)))

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    • Juli 19, 2021

      Felix Kneubühl

      Ja was suchen Sie in Afrika??? Frauen?

      Nein ich war dort früher im Einsatz, u.a. in Krisengebieten. Und was Sie sich vorstellen können, ist unerheblich.

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    • Juli 19, 2021

      Und wieso wohnen Sie im Chreis Cheib?, stimmt doch was nicht. In Krisengebieten haben Sie sowieso nichts zu suchen, sonst werden Sie dort umgebracht.

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    • Juli 19, 2021

      Felix Kneubühl

      Und wieso wohnen Sie im Chreis Cheib?, stimmt doch was nicht.

      Und warum wohnen Sie im Kanton St. Gallen? Stimmt doch was nicht !!! KOPFSCHÜTTEL ;-)))))

      In Krisengebieten haben Sie sowieso nichts zu suchen, sonst werden Sie dort umgebracht.

      Stellen Sie doch die Frage direkt, auf der Sie eine Antwort wünschen. Werde mir überlegen, ob ich Ihnen darauf antworte. Lesen Sie doch einfach zum Beispiel mal den Artikel “Trouble in Djibouti” int. Ausgabe der NZZ April 1976. Das war zu meiner Zeit. Da hatten Sie noch in die Windeln geschissen.

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  • Mai 6, 2014

    Es ist einfach, Herr Wrobel, lächerlich, wie Sie erneut einen Blog mit dieser Nebensächlichkeit eröffnen, um auf die Einwände in den drei vorangegangenen Berichten zum Thema nicht eingehen zu müssen. Hier der letzte.

    http://www​.vimentis.ch/d/dialog​/readarticle/wahlen-i​n-madagaskar-3-fair-t​ransparent-friedlich/​

    Die penetrante Behauptung von den friedlichen und fairen Wahlen in Madagaskar wird deshalb nicht wahrer.

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    • Juli 19, 2021

      Der Fakt, dass in einem afrikanischen Staat friedliche und faire Wahlen durchgeführt wurden, scheint offensichtlich nicht ihn Ihr vorurteilsbehaftete Afrika-Bild zu passen…

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    • Juli 19, 2021

      Leider ist es tatsächlich so, dass viele Schweizer, die wenig Ahnung von Afrika haben, pauschal eine negative Meinung über Afrika vertreten.

      Kommt hinzu, dass unsere Medien kaum seriös über Afrika berichten (ausser es passiert etwas Schlimmes). Über die positiven Entwicklungen wird kaum je etwas geschrieben. Das hängt auch damit zu tun, dass kaum eine Zeitung Leute in ihren Reihen haben, die eine Ahnung von Afrika haben. Meist werden ja einfach die vorgefertigten Meldungen der Nachrichtenagenturen übernommen.

      Umso wichtiger sind eben solche Blogs wie jener von Herrn Schlemihl!

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    • Juli 19, 2021

      Gerade weil Sie, Herr EU-Lohmann, unseren Medien die seriöse Berichterstattung über Afrika absprechen, habe ich für Sie die Berichterstattung einer Namibischen Zeitung über die Enschätzung der Seriosität der Wahlbeobachter in Madagaskar gepostet.

      Der Artikel bestätigt ganz klar meine Einschätzungen.

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    • Juli 19, 2021

      Und wo haben Sie den Artikel gepostet???

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    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      Der Vergleich mit Simbabwe ist absurd und zeugt von Unwissen, resp. mangelnden Fähigkeiten in korrektem Lesen!

      1. Mugabe hatte im Gegensatz zu den Verantwortlichen in Madagaskar nur Wahlbeobachter aus gewissen, ihm genehmen Staaten zugelassen. In Madagaskar hingegen waren auch Wahlbeobachter z.B. aus der EU anwesend.

      2. Die Wahlbeobachter in Simbabwe hatten nur von “freien und friedlichen”, aber nicht von “fairen” Wahlen gesprochen. Das ist ein massiver Unterschied, mein guter Herr Knall!

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    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      Genauso ist es, Her EU-Lohmann, in Simbabwe waren die Wahlen getürkt.

      Trotzdem haben die Wahlbeobachter der SADC (Entwicklungsgemeinsc​​haft des südlichen Afrika) die Wahlen dort nicht beanstandet. Es waren die gleichen, die danach die Wahlen in Madagaskar “beobachtet” und als frei und friedlich usw gewertet haben!

      Was auffällt ist, dass Sie jetzt plötzlich aus “unseren Medien” zitieren, denen Sie vor kurzem noch attestiert haben, kaum seriös über Afrika zu berichten und nur die vorgefertigten Meldungen der Nachrichtenagenturen zu übernehmen…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Knall

      Bitte endlich den Unterschied begreifen:

      1. “friedlich” und “fair” sind zwei ganz unterschiedliche Dinge bei Wahlen!

      2. In Madagaskar hatte es eben nicht nur SADC-Wahlbeobachter, sondern aus der ganzen Welt!

      Madagask​ar ist in keinster Weise mit Simbabwe zu vergleichen!

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  • Mai 6, 2014

    Wenn schon aus Afrika berichten, dann über die unglaublichen Schandtaten der extremislamischtische​n Sekte Boku Haram in Nigeria, die mittlerweile ca. 300 christliche Schulmädchen im Alter zw. 12 und 15 Jahren entführten und verkaufen bzw. zwangsvereheiraten wollen.

    Boku Haram heisst angeblich soetwas wie: lernen ist verwerflich. Das ist leider die Realität im korruptionsgeschüttel​ten reichen Nigeria.

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    • Juli 19, 2021
    • Juli 19, 2021

      Die Christenverfolgung dort ist aber leider auch ein Stellvertreterkrieg gegen die ‘christlichen’ USA und eine Folge des von denen Inszenierten Kampfs der Kulturen (seit 9/11), der sehr rasch auf Europa zurückt.

      Die Radikalisierung von islam. Extremgruppen ist nicht zu rechtfertigen, muss aber im Gesamtontaxt gesehen werden.

      Was sich indessen Boku Haram in Nigeria leistet, geht weit über Hass hinaus. Die wollen in Nordnigeria eine Art Kalifatenstaat und da muss das korrupte Nigeria entscheiden, was es will.

      Ob es die Kraft dazu hat, das zu verhindern, wird sich zeigen. Wiederholt sich dort soetwas wie die Volksabschlachutng der Tutsis (Ruanda)?

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    • Juli 19, 2021

      @safasdo:

      Sorry, aber Ihre “Argumentation” ist absurd! Weil man Angst hat, ist es gerechtfertigt unschuldige Frauen und Kinder zu töten und zu verfolgen…?!

      Abs​urd, mein Guter!

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    • Juli 19, 2021

      Jetzt kommt der Herr (S.) von Limaa wieder mit einer Verschwörungstheorie betreffend 9-11 und “Kampf der Kulturen” daher.

      Behalten Sie diese absurden Theorien für sich, Herr S. von Limaa!

      Hat nichts mit dem Thema zu tun!

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    • Juli 19, 2021

      @Lohmann, für einmal gehe ich auf Sie ein, auf Ihren Ton nicht.

      Hören Sie auf mit Ihren Namensunterstellungen​. Hat wirklich nichts mit dem Thema zu tun. Besten madagassischen Dank

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    • Juli 19, 2021

      Dieter E.U. Lohmann

      Weil man Angst hat, ist es gerechtfertigt unschuldige Frauen und Kinder zu töten und zu verfolgen…?!

      War​​en Sie überhaupt schon mal in Asien oder Afrika? Kaum, denn sonst wüsten Sie, wie sich diese Frauen, und gerade die verschleierten (Islamis) benehmen. Wissen Sie eigentlich, weshalb die “unschuldigen” Frauen die Mehrzahl derjenigen bildet, die Sprengstoffattentate auf die ebenfalls unschuldige Bevölkerung verübt?

      Aber nicht wahr D.E.U. Lohmann, haltlose Rassismusvorwürfe (wie vorgehend) statt stichhaltige Entgegnungen !!!

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    • Juli 19, 2021

      Kurt Peter

      Oder die Verfolgung von Muslimen in der Zentralafrikanischen Republik durch die christliche Mehrheit

      Sie sollten aber auch den Grund dieser Verfolgungen nennen, nämlich die Angst der Christen in Afrika vor den Muslimen. Eine durchaus berechtigte Angst, wenn man sieht, was Muslime in Somalia, Nigeria, Sudan, Mali, etc, seit Jahren anrichten. Was haben die Muslimbrüder in Aegypten gegen die Christen so alles angerichtet? Wer war dieser Mursi?

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    • Juli 19, 2021

      Die Frage scheint also die zu sein: wo beginngen die ‘Islamisten’ und wo die ‘Muslime’.

      Ich bin nicht der Meinung, dass man alle Muslime als extrem in der hier besprochenen Form deklarieren darf.

      Aber die werden von Islamisten ä la Boku Haram usw. einfach mitgerissen. Zu sagen haben die, vor allem die Frauen, dann überhaupt nichts.

      Aus diesem Grunde gibt es für mich leider nur einen Weg: Bewegungen wie die Broku Haram usw. müssen – leider – militärisch oder polizeilich in die Grenzen gewiesen werden. Anders wird es kaum gehen.

      Ob es je einen ‘libralen’ Islam geben wird, ist derzeit mindestens mehr als zu bezweifeln.

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    • Juli 19, 2021

      Mein guter Herr safado

      Ich habe schon in einigen afrikanischen und arabischen Staaten gearbeitet.

      Die Bevölkerung dort ist äussert freundlich und insbesondere gastfreundlich.

      Da​ könnten wir in der Schweiz noch einiges lernen!!!

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    • Juli 19, 2021

      Was Boku Haram getrifft, da bin ich mit Ihnen sogar einverstanden, mein guter Herr “von Limaa”.

      Nur ist unter Islamwissenschaftlern​ sehr umstritten, ob es sich bei dieser Sekte überhaupt noch um eine Form des Islams handelt.

      Die haben mit dem Islam etwa gleich viel zu tun wie die Sonnentempler mit dem Christentum.

      U​nd den liberalen Islam finden Sie überall: Istanbul, Casablanca, Sarajevo, Paris, London, Antsiranana, Kapstadt, Jakarta,… ja sogar in Teheran!

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    • Juli 19, 2021

      Lieber Herr Lohmann, also die Kinder sind nun quasi durch eine Nichtform des Islams entführt worden. Wie, bitte, verbogen ist denn das nun?

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    • Juli 19, 2021

      Herr von Limaa

      Es ist doch völlig egal ob das Muslime sind oder nicht. Wichtig ist, dass man diese Spinner zurückdrängen kann!!!

      Das ist genau Ihr Problem, mein Guter. Sie haben aufgrund Ihrer Islamfeindlichkeit jegliche Objektivität verloren!

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    • Juli 19, 2021

      Wiederholter Unsinn in Sachen Islamfeindlichkeit wird nicht wahrer, Herr Lohmann, unterlassen Sie das bitte nun.

      Aber ein Vorschlag: allenfalls wäre es ja ein Weg, die erwähnten Islamwissenschaftler selbst nach Nordnigeria aufbrechen, um die Kinder zu befreien. Dann könnten sie vor Ort eine genaue Bestimmung der Sachlage vornehmen.

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    • Juli 19, 2021

      D.E.U Lohmann

      Nein, die Frage ist Herr Lohmann, welchen Weg geht der Islam. Und die Antwort ist klar, in Richtung Radikalisierung und zwar weltweit.

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    • Juli 19, 2021

      Herr von Limaa

      Oder die Islamwissenschaftler nehmen einfach ein paar Nachhilfestunden bei Ihnen, da Sie ja hier der grosse Islamexperte sind. Dann wären sie bestimmt auch “aufgeklärt”, gell…

      Nochmals​, was für eine Ideologie sich diese Sekte zusammen gebastelt hat, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass man sie endlich aufhält. Das gleiche gilt für die gewalttätigen Christen in der Zentralafrikanischen Republik, die zurzeit eine ethnische Säuberung gegen Muslime durchführen (was hier in der Schweiz kaum thematisiert wird)!

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    • Juli 19, 2021

      @safado:

      Blödsinn!​

      Es gibt eine kleine Minderheit, die sich radikalisiert. Bei der grossen Mehrheit der Muslime weltweit (insbesondere in den grossen Städten) findet das Gegenteil der Fall:

      Der Islam spielt eine immer kleinere Rolle in ihrem Leben!

      Waren Sie schon mal in Casablanca, in Istanbul oder Jakarta?

      Das gleiche Phänomen stellt man übrigens auch bei Christen fest. Eine Minderheit wird immer radikaler (siehe auch Zulauf zu Freikirchen in der Schweiz). Eine Mehrheit löst sich aber immer mehr von der Kirche (siehe Kirchenaustritte Schweiz)!

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    • Juli 19, 2021

      Für mich sind nicht Professoren wichtig, Herr Lohmann, sondern die noch immer verschleppten Opfer. Das allenfalls schön zu reden und gegeneinander aufzuwiegen ist mehr als haltlos.

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    • Juli 19, 2021

      Aha, jetzt kommen die Kirchen dran, über die Sie nun auch seltsame Ursachen hier aufführen.

      Die sind nun wie Boku Haram, in der Schwiez? Herr Lohmann, jetzt bitte aber mal ganz ruhig.

      Die Austritte haben vielerlei Gründe, aber vor allem einen: die (un-) Glaubwürdigkeit. Und die ist im Islam auch nicht gegeben.

      Das hat nichts mit dem von Ihnen so sehr zitierten ‘Hass’ zu tun, sondern mit den Strukturen und Umständen.

      Übrigens, jeder ist freiwillig in einer Kirche und wie steht das beim Islam mit dem Austritt?

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  • Mai 6, 2014

    Ein hervorragender Artikel, der einmal mehr (wie man es von Schlemihl gewohnt ist) interessante Fakten und Analysen liefert, die so in deutschsprachigen Medien nirgends zu finden sind!

    Auf die Afrika-feindlichen, oder ignoranten Kommentare gewisser Herren könnten wir hingegen gut verzichten.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Peter

      In beiden Punkten voll und ganz einverstanden: Ein sehr interessanter Artikel, der leider von Leuten mit fragwürdiger Ideologie missbraucht wird für ihre afrika-feindlichen Thesen.

      So auch die von Rassisten immer wieder verbreitete These es würde Afrika unter den Kolonialisten besser gehen, resp. es ging ihnen noch nie so gut wie damals als sie keine Rechte hatten.

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  • Mai 6, 2014
  • Mai 7, 2014

    Die Logik von Herrn Peter:

    Weil angebl. in der zentralafrikan. Repu. Muslims verfolgt werden (die es zu weit getrieben hatten und Frankreich intervenieren musste), ist es gerechtfertigt, das Kinder, SchülerInnen in Nigeria verkauft und zwangsverheiratet werden können.

    Weil allenfalls in Deutschland ein Salafist festgenommen würde, darf von jenen Kreisen in der Schweiz ein Christ umgebracht werden.

    Ist das die Logik von Herrn Peter? Das wirft aber ein sehr eigenartiges Licht auf die Madiga.-Sache hier.

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    • Juli 19, 2021

      Herr (S.) von Limaa

      1. Sie schreiben völlig am Thema vorbei!

      2. Unterstellen Sie hier Sachen, die niemand hier je behauptet hat!

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    • Juli 19, 2021

      Und Sie teilen, wider bessers Wissen hier ‘Islamhasser’ aus, stellen Madgaskar vor, von dem jeder weiss, wie unglaublich hoch auch dort die Korruption ist. Ertragen Sie keine anderen Meinungen?

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    • Juli 19, 2021

      Niemand bestreitet, dass in Madagaskar die Korruption im Vergleich zur Schweiz hoch ist.

      Sie haben in Ihrem Kommentar aber mit keinem Wort die Korruption von Madagaskar erwähnt, sondern hetzen nur gegen Muslime.

      Oder war das ein anderer Fake von Ihnen, der die Korruption erwähnte… lach

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    • Juli 19, 2021

      Unsinn, woher nehmen Sie denn das Herr Lohmann. Hetzte gegen Muslime ist weder meine Absicht, noch korrekt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr von Limaa

      Es geht hier um das Thema Madagaskar.

      Sie schreiben hier aber nur negativ über den Islam.

      Um was geht es Ihnen dann?!

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    • Juli 19, 2021

      Lieber guter Herr Lohmann, offenbar lesen Sie, ob absichtlich oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen, Dinge in meine Posts hinein, die ich nicht gesagt habe.

      Um was es mir geht? Lesen Sie es doch selbst, jedenfalls nicht um Islamhass. Unsinn!

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  • Mai 7, 2014

    Sehr interessanter Artikel mit vielen interessanten Informationen. Ich hoffe für dieses tolle Land mit diesen vielen tollen Menschen, dass die stabilen politischen Verhältnisse andauern!

    An all die Islamhasser:

    Der Islam ist nicht Thema dieses Artikels! In Madagaskar leben Christen und Muslime mehrheitlich friedlich zusammen.

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    • Juli 19, 2021

      Doch stimmt!

      Wobei eine kleine muslimische Minderheit, die “Karana” leider in gewissen Fällen von der christlichen Mehrheit diskriminiert werden.

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  • Mai 7, 2014
    • Juli 19, 2021

      Richtig, diese hervorragenden Artikel sind auch auf Vimentis zu finden.

      Besten Dank für die Links, Herr Knall!

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    • Juli 19, 2021

      Wie kommen Sie dazu, einen solchen Mist zu empfehlen, Herr Knall?

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    • Juli 19, 2021

      Ich empfehle nur, Herr Krähenbühl, die Artikel unter Berücksichtigung der Kommentare zu lesen.

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    • Juli 19, 2021

      Ich verstehe Sie gut, Herr Knall. Ich habe Sie schon vorher verstanden.

      Aber Sie machen Werbung, wenn auch unfreiwillig. Werbung für eine Sache, die wir beide dumm und blöd finden.

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  • Mai 7, 2014

    Ein Bloger hat hier eine völlig, absurde These betr. Afrika gepostet!
    Den Afrikaner-Innen ging es praktisch noch nie so gut wie unter den Kolonialisten..! Wie dreist muss man eigentlich sein, so einen “Blödsinn” hier zu posten! Land und Leute wurden seit jeher ausgebeutet, versklavt, ausgenutzt und wie der letzte “Dreck” behandelt. Die sogenannten “Weissen Männer” haben sich lediglich bereichert. Wen wundert es da, wenn diese Menschen versuchen sich das zurück zu holen was ihnen zusteht?! Und dies gilt übrigens nicht nur für Afrika, sondern für sämtliche arme Länder, die ausgebeutet wurden!

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    • Juli 19, 2021

      Frau Schneeberger

      Was Sie hier betreiben ist eine üble Geschichtsverfaälschu​ng und eine Verherrlichung des Kolonialismus, der eine der Hauptursachen für die Armut in Afrika ist!

      Das Beispiel Botswana zeigt, wie unsinnig Ihre Behauptungen sind:

      Mitte der 1960er Jahren völlig verarmt in die Unabhängigkeit entlassen und seither immer demokratisch und mittlerweile wirtschaftlich erfolgreich!

      A​ber Afrika kommt! Kein anderer Kontinent wies ein derart hoches Wirtschaftswachstum auf in den letzten Jahren!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Lohmann bitte lesen Sie meinen Beitrag richtig! Danke!
      Ich habe geschrieben, dass ein Bloger hier so etwas geschrieben hat und ich finde das auch absurd! Ich meinte, dass es den Afrikaner mies ging, damals aber ich habe den Bloger zitiert, der hat das behauptet – lesen Sie es bitte genau.

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    • Juli 19, 2021

      Manuela Schneeberger

      Ich habe gesagt, den afrikanischen Ländern ging es noch nie so gut wie zu Kolonialzeiten. Das bestätigen Ihnen übrigens viele Afrikaner. Ich habe nicht gesagt, den Afrikanern ging es damals gut. Ein kleiner, aber doch feiner (oder eher grosser) Unterschied.

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    • Juli 19, 2021

      Ja, und ich meinte damit, dass dies ein Blödsinn ist! Bin immer noch der Meinung – ausserdem gab es noch ein Beitrag, den ich nicht mehr finden kann von einem Bloger (ev. schon gelöscht).

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    • Juli 19, 2021

      Nochmals: Nach wie vor, bin ich der Meinung, dass Afrika (Land und Leute), seit jeher ausgebeutet wurden, sie wurden versklavt, hintergangen, und wie der letzte “Dreck” behandelt auch während den Kolonialzeiten!!! Der tolle, “WEISSE MANN”, hat sich das Recht einfach genommen, um die Menschen zu unterdrücken (ist heute ja nicht anders)…

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    • Juli 19, 2021

      Manuela Schneeberger

      Aber die Weissen waren immer gut zu intervenieren, wenn den Afrikanern die Luft ausging. In letzter Zeit die Franzosen in Mali und der zentralafrikanischen Republik und jetzt die USA in Nigeria. Ich hätte Ihnen noch viele Beispiele wo afrikanische Länder die ach so bösen Kolonialisten zu Hilfe holten.

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    • Juli 19, 2021

      Die Kolonialzeit, Frau Schneeberger, ist aus Sicht Afrikas nur eine kurze Episode. Der immer wieder verteufelte “weisse Mann” hat während dieser Zeit einfach den Macht-Platz eingenommen den vor und nachher nichtweisse Männer innehatten.

      Afrika​ ist ursprünglich fast überall sehr kleinräumig organisiert gewesen. Die Machtstrukturen beschränkten sich auf Stämme, kleine Königreiche und entlang der Ethnien gestaltete Strukturen.

      Schlec​ht für die Afrikaner und fast unregierbar sind die heutigen Vielvölker-Riesenstaa​ten.

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  • Mai 7, 2014

    Herr Schleimihl, Herr Lohmann und Herr Peter wollen auf Vimentis nicht über schweizer Politik sprechen. Das entspricht nicht den Vimentis-Regeln.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl

      Da Sie offensichlich überfordert sind mit dem Lesen der Regeln, helfe ich Ihnen gerne weiter:

      http://www​.vimentis.ch/d/dialog​/regeln

      Da steht:

      “6. Beiträge müssen sich auf politische Inhalte beziehen.”

      Es steht nichts davon, dass es sich um Schweizer Politik handeln muss oder dass es sich nicht madagassische Politik handeln darf.

      Bitte richtig lesen, mein Guter!

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  • Mai 7, 2014

    Herr Lohmann war in 30 afrikanischen Ländern und hat dort offenbar gelebt und gearbeitet. So viel Geld hätte ich auch gerne, um die Probleme dort zu lösen.

    Ich besuche ab und zu eine internationale evangelische Kirchengemeinschaft in St. Gallen, die durch Afrikaner organisiert ist und habe dadurch auf Englisch regelmässigen Kontakt und auch die Möglichkeit über die Länder zu sprechen. Stellen Sie sich mal vor, Herr Lohmann, es ist alles kostenlos.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kneubühl

      Bitte richtig lesen, ich habe in einigen dieser über 30 afrikanischen Staaten gelebt und gearbeitet. Die anderen habe ich bereist…

      Zudem​ ist es nicht teuer in Afrika zu leben und zu reisen.

      Und weiter haben gerade die christlichen Kirchen viel Unheil angerichtet (und tun es immer noch) im Afrika!

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