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Einbürgerung vor Integration?

Das Wort Bürger in Einbürgerung kommt davon, dass man sich zu einer Gemeinschaft zusammen schliesst um für einander da zu sein, sprich, zu bürgen. Am 12. Februar 2017 stimmen wir über die Vorlage über eine erleichterte Einbürgerung von Jugendlichen 3. Generation und von  Staatenlosen Kindern ab.

Um sich heute in der Schweiz ordentlich Einzubürgern muss man 12 Jahre in der Schweiz wohnhaft sein, die zwischen dem vollendeten 10. und 20. Lebensjahr verbrachten Jahre in der Schweiz zählen doppelt. Diese Regelung finde ich massvoll da sich jugendliche Ausländer bereits mit 17 Jahren einbürgern lassen können bei einem ordentlichen Verfahren.

Ich werde mir nicht anmassen wer eingebürgert werden soll oder wer nicht. Aber ich finde es gerechtfertigt eine gewisse Zeit in diesem Land gelebt zu haben bevor man diesen Schritt macht.

Die Einbürgerung steht meiner Meinung am Ende eines Integrationsprozesses​ und nicht zu Beginn.

 

Marcel Adolf

 

JSVP SG Regionalleiter Rheintal

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Comments to: Einbürgerung vor Integration?
  • Januar 19, 2017

    “Einbürgerung vor Integration?”

    Offe​​​nbar geht es Ihnen um “Assimilation”, Herr Adolf, nicht um die blosse “Integration”. Die “Integration” umfasst nur die ersten unabdingbaren Schritte in einem neuen Land: Grüssen, Danken, das Asylbewerberheim finden, nach dem Weg fragen, einkaufen, dem Automaten eine Fahrkarte entlocken … Bei der “Assimilation” geht der Eingewanderte auf in der “Kultur” des Gastlandes: Er spricht eine Landessprache, singt im Jodlerklub und tritt zum Christentum über sowie der SVP bei. Ausserdem reklamiert er nicht, wenn man mit ihm in der lokalen Mundart antwortet statt auf Deutsch.

    Um auf Ihre Suggestivfrage zu antworten: Selbstverständlich wird niemand eingebürgert, der nicht integriert ist.

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    • Juli 19, 2021

      Schöner Satz Herr Oberli,
      “Ausserdem reklamiert er nicht, wenn man mit ihm in der lokalen Mundart antwortet statt auf Deutsch antwortet.
      Das kann ich gut belegen: Als ich im Tessin wohnte, gab es häufig diese Szene am SBB-Schalterr Locarno: Ein Kunde /Kundin verlangt in einem breiten Deutschschweizerdiale​kt eine Auskunft oder möchte ein Billet. Die Schlaterbeamten in Locarno konnten gut Schriftdeutsch aber nicht jeden Dialekt. So sagten sie dann ganz höflich: “Wenn Sie Schriftdeutsch sprechen verstehe ich alles, aber Mundart verstehe ich leider nicht.” Dann bequemten sich die Deutschschweizer einen schriftdeutschen Satz zu stammeln.
      Ganz anders die Tessiner. Sobald sie merken, dass jemand nicht Tessinerdialekt versteht schalten sie immer auf Schriftitalienisch um. In Tessinerschulen lernt man Deutsch und Französisch. Im Welschland hingegen ist es als Besucher besser, wenn man Französisch kann.

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  • Januar 19, 2017

    Natürlich geht es um Assimilation, Herr Oberli.

    Integratio​​n, so wie sie von den Refugees-Welcome-Fant​​asten verstanden wird bedeutet nur, dass von den Einheimischen Platz gemacht wird um für fremde Kulturen, die mit der ansässigen nichts zu tun haben, auf Kosten der jeweiligen Landesprinzipien rechtliche Gleichberechtigung zu erzwingen.

    Wer eingebürgert wird, sollte mit Haut und Haaren Schweizer sein und es auch sein wollen.

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  • Januar 20, 2017

    Die assimilierten Inländer/innen der 3. Generation erkennt man ausserdem daran, dass sie nicht nur gegen die Zuwanderung sind sondern generell gegen Ausländer/innen. Keine Bange!

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  • Januar 21, 2017

    Die erleichterte Einbürgerung wie die Abstimmungsvorlage es beschreibt, erscheint sinnvoll. Die Vorgaben sind sogar sehr streng. Es werden Aufenthaltsrecht von Grosseltern oder deren Geburt in der Schweiz verlangt. Eltern müssen eine Niederlassungsbewilli​gung vorweisen können, müssen 10 Jahre in der Schweiz gelebt haben inkl. 5 Jahre hier besuchter Schule. Also was will man noch mehr an Integration?

    >Im Gegensatz dazu: Hier am Zürichsee und Umgebung gibt es Amerikanische und englische Firmen, die sprechen in ihrer Firma nur Englisch. Deren Kinder gehen in eine private International-School.​ Wenn diese Kinder im Zug sitzen, kann man (leider) feststellen, dass sie nur rudimentäre Sätze auf Deutsch sagen können. Das heisst: Sie bleiben bei uns aber unter sich.
    Zweites Beispiel: ich habe 20 Jahre im Tessin gearbeitet und kann anständig Schrift- Italienisch, aber spreche keinen der Tessiner Dialekte. Konnte aber im Quartierverein Rivapiana in Minusio mitmachen und kam so mit lokaler Kultur und Lokalpolitik in Kontakt. Trotzdem werde ich dadurch nicht zu einem “Tessiner”. Das wäre erst der Fall, wenn meine Kinder die Schulen im Tessin durchlaufen hätten. Und – die Tessiner haben im Schulsystem eingebaut, dass man mit den Kindern ab Kindergarten Schriftitalienisch spricht. So wird die Italienische Sprache auch von Ausländern schneller und gründlicher erlent. Dialekt erlernen sie vom Pausenplatz und in Vereinen.

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    • Juli 19, 2021

      Wie, Herr Müller, Sie selber anhand der beschriebenen Amerikanischen Jugendlichen feststellen, wird die “Integration” eben nicht durch eine gewisse anzahl Jahre in der Schweiz oder den Schulbesuch hierzulande erreicht.

      Wer sich einbürgern lassen will, sollte von einem Schweizer nicht mehr unterschieden werden können. Er muss Schweizer sein wollen und nicht ein Ausländer mit Schweizer Pass.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Knall , ich muss widersprechen.
      – Ich wollte mit dem Beispiel nur zeigen, dass wir zwar bei “Deutschen” gerne motzen, weil sie den “Diialekt” nie richtig können, aber nie hört man etwas über Amerikaner, Oel-Saudis, welche hier zwar Geschäften und Liegenschaften besitzen, aber nicht im Traum daran denken, sich zu integrieren.
      – Wenn sie so erpicht wären, dass eine “integrierter Ausländer von einem Schweizer nicht mehr unterschieden werden kann, dann würden also ausländischen Sportler, welche für die Schweiz kämpfen, den Pass nie erhalte ,bevor sie sprachlich und farblich “nicht mehr unterschieden werden können”.
      Nun aber kann ich selber nie ” Schweizer” werden. Denn als geborener Bündner, der in Chur, am Zürichsee die Ausbildung absolviert und dann 20 Jahre lang im Tessin gearbeitet hat, bin trotzdem nur auf dem Papier ein Schweizer. Kulturell habe ich aber Teile der Bündner und der Züricher-Art. Aber niemals der Tessiner oder der Welschen. Als was macht es für sie denn aus, dass man als echter Schweizer/Schweizerin​ “nicht mehr unterschieden werden kann” ? An den Namen kann es wohl nicht liegen.

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