Sehr ge­ehrte Wählerinnen und Wähler

Ist Ihnen auch schon auf­ge­fal­len, dass beim Thema Ener­gie­ef­fi­zi­enz​ immer so­fort der Ein­satz einer strom­ba­sier­ten Lösung im For­der­grund steht. Sei das bei der Wärmeerzeugung oder der An­triebs­tech­nik von Fahr­zeu­gen.

Wir sind uns einig, dass Strom der hochwertigste Energieträger ist, den wir momentan kennen. Es ist aber ein Sekundärenergieträger​. Zur Erzeugung ist ein Wirkungsgrad von 55% (neuestes Gas-Kombikraftwerk) das Höchste der Gefühle. Beim Transport des Stroms in den Leitungen wird dann erneut ca. 40% des Stroms durch Widerstand vernichtet. Bedeutet allein deshalb: Wenn ich 1 KWh an Strom aus der Steckdose beziehe, beziehe ich effektiv 3 KWh an Primärenergie.

Dieser Gedanke könnte uns in Zukunft weiter bringen, erst recht, wenn es darum geht, die Treibhausgasemmission​en zu senken.

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Comments to: Energieeffizienz
  • September 19, 2011

    Ja, und? Beim Verbrennungsmotor (Auto) ist der Wirkungsgrad noch viel schlechter. Von der Primärenergie im Benzin werden am Ende nur etwa 16% als Bewegungsenergie nutzbar, sogar nur 7-8% wenn man vom ursprünglichen Rohöl ausgeht (also abzüglich Aufwand für Ölexploration, -förderung, Benzinraffinerie, Benzintransporte).
    w​ww.greengear.de/notwe​ndigkeit-verbrennungs​motor/

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  • Oktober 31, 2011

    Dann müssen wir jetzt halt effiziente und dem Stand der Technik entsprechende weitere Atomkraftwerke bauen und die alten ausser Betrieb nehmen.

    Dann würden wir effizienter und sicherer Strom produzieren!

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  • November 1, 2011

    Scheint als ob, die Thematik nicht einfach zu verstehen sei. Bereits in der Grundschule haben wir gelernt, dass Energie nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden kann. Je öfter wir umwandeln, desto höher der Verlust. Die Wirkungsgrade multiplizieren sich gegenseitig runter gegen Null. Die Idee muss also sein, jeweils den tiefsten Energiezustand zu nutzen.

    Bei einem AKW wird auch zuerst Wärme erzeugt und in einem thermodynamischen Prozess dann Strom. Auch das effizienteste AKW hat keinen höheren Wirkungsgrad als 50%. Das ist phsikalisch gar nicht möglich und liegt am thermodynamischen Prozess. Dieser ist eigentlich der Selbe wie bei den meisten anderen Kraftwerken (ausser Wasser). Womit sich die Frage stellt, ob stattdessen nicht besser die Wärme direkt genutzt werden kann, denn bei der Wärmeerzeugung erhalten wir einen Wirkungsgrad von beinahe 100%.

    Im Übrigen wirkt im Automotor ebenfalls ein thermodynamischer Prozess. Ein moderner Dieselmotor kann schon mal eine Effizienz von 40% erreichen. Das Problem liegt hier vornehmlich am Bleifuss.

    Betracht​en wir die Raffinierungs- und Transportkosten, so kommen flüssige Energieträger am Besten weg. In diesem Zusammenhang werden selbst AKW-Freunde nicht dagegen argumentieren. Ich verweise auf den Anreicherungsprozess und die Sicherheitsvorschrift​en beim Transport.

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  • Dezember 4, 2011

    Sehr geehrter Herr Weniger
    Ich war mal im AKW Gösgen, obwohl ich nicht viel davon verstehe, aber was gesagt wurde tönte noch Interessant.
    Wenn man den Wasserdampf noch effizienter Nutzen würde statt in die Luft zu lassen, könnten man noch viele Einfamilienhäuser mit Strom versorgen.
    Freundlic​he Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Frau Wulkow-Nyffeler

      ​Vielen Dank für Ihre Gedanken. Es ist sogar sehr interessant. Dies wäre dann der Bereich von Kombikraftwerken oder Niedrigdruckturbinen.​ Sie haben schon recht, die Effizienz lässt sich noch steigern. Bsp. das KKL Leibstadt hat die Leistung mit Niedrigdruckturbinen um 25MW erhöhen können auf 1245MW. Nicht, dass diese 25MW nicht benötigt werden können, aber wir sprechen im Allgemeinen doch vom Gesamtsystem und da sind die technisch und wirtschftlich machbaren Lösungen zu einem guten Prozentsatz erreicht.

      Die Reduktion des Energiebedarfes durch Sparen wird die effizienteste Massnahme sein. Technologische Sprünge wie etwa die LED-Technik, Dämmung an Häusern und die neuen Fahrzeugtechnologien helfen beim Sparen. Allerdings steigen die Begehrlichkeiten. Ein Fernseher benötigt heute bedeutend weniger Strom pro Fläche, hat heute aber eine 3-4x grössere Fläche als vor 20 Jahren. Kommt dazu die Produktion dieser Einheiten, die ebenfalls riesige Mengen an Energie benötigt. Oder denken wir an die Handys. Wir alle werfen diese ca. alle 2 Jahre weg.

      Und dann verwenden wir den so wichtigen Strom auch noch zum Beheizen der Häuser, obwohl hier Primärenergieträger die effizientere Lösung wären. Denn neben der Dämmung lässt sich auch noch anderst sparen: Nicht alle Zimmer beheizen, oder tiefer und nur tagsüber beheizen wären hier Lösungen.

      Freund​liche Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Weniger
      Beim Sparen bin ich schon dabei. Zimmer tiefer beheizen,Sparlampen Cheminee, Staubsauger( Kirby,)ect.
      Freundli​che Grüsse

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  • Juni 11, 2019

    Die Umstellung auf “alternative” Energieerzeugungen ist nicht falsch, aber sie genügt heute, acht Jahre später, nicht mehr als griffige Massnahme gegen den CO2-Ausstoss – und dauert auch zu lange.

    Eine Senkung der Klimaerwärmung erreichen nur Lenkungsabgaben auf ALLEN Energieträgern, welche den GESAMTEN Energieverbrauch drastisch senken werden.

    Die Rückführung der eingegangenen Lenkungsabgaben muss aber über die Steuerabrechnung an die steuerpflichtigen Personen und Firmen erfolgen – gleichmässig pro Kopf, an die Firmen gleichmässig pro Kopf der Angestellten. Nur so werden demokratische Mehrheiten solchen Massnahmen zustimmen.

    Bei den Firmen müssen mit den verteilten Beträgen u. a. die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Das bewirkt einen Ausbau der Arbeitsplätze, statt einen Ausbau des Energieverbrauchs durch Automation.

    Dies sagt auch die seit vierzig Jahren original-grüne Partei – die SP.

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