1. Ausländer- & Migrationspolitik

Erwerbslos. Sonderbar sind sie schon, die Schweizer

Im drit­ten Quar­tal 2015 stieg die Quote gemäss De­fi­ni­tion des In­ter­na­tio­na­len Ar­beitsamts ILO auf 4,9 Pro­zent. Vor einem Jahr hatte sie sich auf 4,8 Pro­zent belaufen.

Erstmals seit langem ist die Erwerbslosenquote in der Schweiz höher als in Deutschland. Heisst es heute in den Medien.

Gleichzeit​ig​ teilt AWP mit, dass der Grenzgänger Anteil 4% und die C-Ausweisbesitzer, (Ausländer mit Arbeitsbewilligung) um 1.5% zugenommen hätten!

Sonderbar sind sie schon, die Schweizer.

http://www​.aw​p.ch/index.php/de​/sch​weiz.html

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Comments to: Erwerbslos. Sonderbar sind sie schon, die Schweizer
  • November 12, 2015

    Franz Krähenbühl,

    Nicht die Schweizer sind sonderbar, sonder die Arbeitgeber, welche wie hiermit nachgewiesen, teurere Schwiezer & Ausländer entlassen, um diese gnadenlos durch günstigere Neueinwanderer ersetzen.

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    • Juli 19, 2021

      Nicht die Schweizer sind sonderbar?
      Aber die Arbeitgeber, die Sie meinen, Herr Hottinger, sind doch auch Schweizer…

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    • Juli 19, 2021

      Ja, so sind sie, die Arbeitgeber. Zumindest einige von ihnen. Bereichern sich auf Kosten ihrer Angestellten. Hier eines meiner Lieblingsbeispiele, you dreamer, du.

      http://www.20min.​ch/finance/news/story​/19014340

      Die Einsicht, dass die Wurzel des Übels eher in den Konzernzentralen als bei den Ausländern zu suchen ist, ist der erste Schritt. Der zweite ist, auch im Wahl- und Abstimmungsverhalten Konsequenzen zu ziehen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hottinger, ich sehe leider den von Ihnen behaupteten Nachweis nicht. Das wäre nur halbwegs richtig wenn Arbeitskräfte nach belieben austauschbar wären.

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    • Juli 19, 2021

      Sind sie Herr Wagner – und man tut es, auch wenn Sie das nicht glauben möchten.

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    • Juli 19, 2021

      Es ist übrigens noch Fragwürdig, ob es wirklich Schweizer sind, welche die angesprochenen Unternehmer sind.

      Wenn ich Verwaltungsräte und Hauptaktionäre in den betroffenen Firmen betrachte, erkenne ich kaum noch Menschen, welche in der Schweiz Steuern bezahlen und somit für das Land Schweiz einstehen.

      Herr Pfister – also packen Sie das Übel effektiv an der Wurzel an. Verhinderung, dass Firmen in ausländische Hände geraten. Ausverkauf der Schweizer Firmen usw. Aber um wirklich Einsicht zu erlangen müsste man zuerst erkennen, dass die Verglobalisierung und Verinternationalisier​ung eben genau diese Grundübel auslösen.

      Wenn Sie also vom Grundübel sprechen, dann beginnen Sie wirklich bei Diesem und nicht bei der daraus entstehenden Entwicklung.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer, Ihre Gleichung Schweizer Firmen = gut ausländische Firmen = schlecht ist reine (fremdenfeindliche) Ideologie. Gier ist international. Und Rücksichtslosigkeit gehört zum Anforderungsprofil von Managern. Die Politik hat es in der Hand, der Gier und Rücksichtslosigkeit gesetzliche Grenzen zu setzen. Ist die Politik (namentlich die grossen bürgerlichen Parteien) aber durch Spenden aus den Chefetagen korrumpiert ist, wird das nicht passieren.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer, in ungelernten Berufen sind Arbeitnehmer tatsächlich einfach austauschbar. In qualifizierten Berufen nicht zwangsläufig.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Pfister

      Es ist Realität und nicht Fremdenfeindlich. Hören Sie doch mal auf mit diesen Schlagworten, welche völlig falsch am Platz sind.

      Es ist nun mal Fakt, wenn eine Firma mehrheitlich in ausländischer Hand ist wird sie immer mehr zum internationalen Spielball und ist härteren Kriterien unterworfen als eine Firma welche ausschliesslich von Schweizer Manager geführt wird. Ein Manager auf der intern. Plattform hat ein vielfach höheres Anforderungsprofil an Lohn und Abfindungen als es die Schweizer Plattform eigentlich zulässt oder usus ist.

      Je mehr wir also Firmen in die Globalsierung abgeben, werden immer mehr Spardrücke entstehen, um die Gewinnoptimierung dem intern. Standart anzupassen und gerecht zu werden. Bleibt eine Firma im Schweizer SMI wird sie in diesem Gemessen und sonst an nichts.

      Es nützt auch hier nichts, erneut auf bürgerliche Politik zu polemisieren. Die meisten Firmen welche im intern. Markt bestehen müssen, haben wohl kaum mehr einen Schweizer Manager, welcher einer bürgerlichen Partei angehört in der Schweiz.

      Dazu kommt, dass Sie mir bitte hier zuerst belegen müssten, dass explizit die Chefetagen in eine spezielle Richtung der Politik ausgerichtet sind. Hier einfach ohne Beweis dies als bürgerlich zu bezeichnen dürfte eine Wahrnehmung Ihrerseits sein.

      PS: Wenn Sie so genau sein möchten… was ist bürgerlich? Sind Sie kein Bürger? Somit nicht auch bürgerlich? Aber genauso gehen Sie mit Worten wie Fremdenfeindlichkeit um. Schreiben Worte welche Sie scheinbar noch nicht selber hinterfragt haben.

      Ja ich bin auch bügerlich, weil ich ein Bürger bin. Aber deshalb bin ich nicht Rechts, nicht Links und auch nicht Mitte. Aber hier wird einfach aus der Presse die Schlagworte in den Mund genommen und… naja den Rest kann sich Jeder denken.

      Herr Pfister – ich hoffe, Ihnen ist das Wort Selbstkompetenz ein Begriff.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wagner

      Auch Qualifizierte Mitarbeiter sind heute problemlos ersetzbar. Wohl in der “Mittelschicht” weniger. Aber in höheren Positionen ohne weiteres. So wird heute z.B. in vielen Firmen sogar Englisch gesprochen, damit es eine Einheitssprache hat, und die Mitarbeiter noch einfacher ausgetauscht werden können. Oder glauben Sie Schweizer seien intelligenter und unentbehrlicher als Andere?

      Wenn Sie wie ich täglich am Telefon wären für Ihren Job, dann würden Sie erkennen, wie schnell und effizient man Mitarbeiter auswechselt. Es ist kaum mehr möglich oder nur noch mit Hindernissen, schweizerdeutsch mit Kunden zu kommunizieren. Das Gegenüber versteht das ja nicht mehr oder nur bedingt. So wird auch in Mittelbetrieben bald nur noch Hochdeutsch gesprochen am Telefon, weil das beim Gegenüber verstanden wird. Und es würde mich nicht wundern, wenn auch in solchen Betrieben irgendwann Englisch zu Standartsprache wird, welches auch nur dazu dient die Austauschbarkeit zu fördern.

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    • Juli 19, 2021

      “Herr Schweizer, Ihre Gleichung Schweizer Firmen = gut ausländische Firmen = schlecht ist reine (fremdenfeindliche) Ideologie” Muss er wieder Beleidigen mit seiner (fremdenfeindlichen gegenüber Andersdenkenden) Ideologie. Ja mit mehr Gesetzen Sozialismus soll man da begegnen. Wo sich dann Linke Kontrollaorgane ebenrfalls bestechen lassen können, wenn sie von den Steuern nicht genug haben. Dabei wehren sich die Linken selbst bei Kontrollen von Spesen…Wie immer wenn es um sich selber geht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Schweizer:

      Zitat:

      “Auch Qualifizierte Mitarbeiter sind heute problemlos ersetzbar. Wohl in der “Mittelschicht” weniger. Aber in höheren Positionen ohne weiteres. … usw.”

      Das ist so pauschal einfach nicht wahr. Genauso wenig wie das die Anwendung von Englisch auf die einfachere Austauschbarkeit der Mitarbeiter zielt. Ich denke jedoch um das zu verstehen muss man einfach mal in einem international tätigen Unternehmen gearbeitet haben. Ich bin täglich am Telefon für meinen Job, und auch die Ansicht nur weil man häufig hochdeutsch antrifft spräche das dafür das man Schweizer Mitarbeiter einfach ausgetauscht hätte ist falsch. Ich habe durchaus in Branchen zu tun wo qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden.

      Das Sie so bitter und negativ über die englische Sprache und deren Anwendung referieren, nehme ich an, Sie können kein Englisch? Ich hatte mal einen solchen Arbeitskollegen: natürlich hat der auch nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit​ nicht lange überlebt nachdem immer mehr Zusammenarbeit mit Kunden im englischsprachigen Raum erforderlich wurde, immer mehr Korrespondenz und Notizen in englisch benötigt wurden … einem Sprachkurs fühlte er sich nicht gewachsen.

      Herr Mannes:

      Wenn Herr Schweizer alles Übel in der aktuellen Wirtschaft bei ausländischen Arbeitgebern sucht, hat das was fremdenfeindliches.

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    • Juli 19, 2021

      Jööö Herr Schweizer Sie sind mir ein schlingel. Einfach wieder mit allem recht. Sieht man daran wie die am linkesten Rand nur Primitiv Persönlich werden und Ihnen Dinge in den Mund legen was Sie nicht sagten.

      “Auch Qualifizierte Mitarbeiter sind heute problemlos ersetzbar. Wohl in der “Mittelschicht” weniger. Aber in höheren Positionen ohne weiteres. So wird heute z.B. in vielen Firmen sogar Englisch gesprochen, damit es eine Einheitssprache hat, und die Mitarbeiter noch einfacher ausgetauscht werden können. Oder glauben Sie Schweizer seien intelligenter und unentbehrlicher als Andere?

      Wenn Sie wie ich täglich am Telefon wären für Ihren Job, dann würden Sie erkennen, wie schnell und effizient man Mitarbeiter auswechselt. Es ist kaum mehr möglich oder nur noch mit Hindernissen, schweizerdeutsch mit Kunden zu kommunizieren. Das Gegenüber versteht das ja nicht mehr oder nur bedingt. So wird auch in Mittelbetrieben bald nur noch Hochdeutsch gesprochen am Telefon, weil das beim Gegenüber verstanden wird. Und es würde mich nicht wundern, wenn auch in solchen Betrieben irgendwann Englisch zu Standartsprache wird, welches auch nur dazu dient die Austauschbarkeit zu fördern.”

      Wie kann Stefan Pfister +1 da zum Resultat kommen, sie meinten “Herr Schweizer, Ihre Gleichung Schweizer Firmen = gut ausländische Firmen = schlecht ist reine (fremdenfeindliche) Ideologie” Dann ist Kopfschütteln angesagt. Danke für den guten Bericht, Herr Schweizer

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  • November 12, 2015

    Nicht die Schweizer nicht die Arbeitgeber sind sonderbar, sondern die Extrem Links/grünen.

    Unternehmen reagieren auf politische Rahmenbedingungen: Aktion und Reaktion.

    Arbeitsp​lätze sind wie ein scheues Tier, man muss viel Zeit investieren, die notwendigen Bedingungen geben, alles tun um die Population wachsen zu lassen.
    Aber in den letzten 8 Jahren hat die Extreme-Linke-Mehrhei​t im Bundesrat resp. die noch link-extremere Mehrheit aus SP/Grüne/BDP/CVP im Nationalrat, nicht nur nichts mehr getan für die Population, im Gegenteil! Diese Extremen-Linken Mehrheit zieht lärmend wie eine Horde Idioten, durch den zu pflegenden Lebensraum, und haben diesen nicht nur zugemüllt, nein diesen auch noch kurz und klein geschlagen!
    Das in solchen Umgebungen nichts mehr wächst sollte jedem klar sein, aber wer ist schuld wenn man diese Horden Extrem-linker Idioten fragen würde? Genau: Alle andern! Ansonsten müsste ja man eingestehen, dass man einen Fehler gemacht hat! Und diese Einsicht hat es im Linksextremismus noch nie geben, und wird es auch nie geben! Diese Extreme Linken passen lieber die Fakten der Theorie an, als die Theorie den Fakten, wie es Vernünftige Menschen mit Verstand tun.

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    • Juli 19, 2021

      Nicht die Schweizer sind sonderbar?
      Aber die Extrem Links/grünen, wie eine Horde Idioten, wie Sie es nennen Herr Bracher, sind doch auch Schweizer…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Krähenbühl

      Grundsä​tzlich richtig. Mit solchen Ausdrücken ist eine Sachlichkeit nicht gewährleistet.

      Abe​r… ist Links/Grün wirklich noch Schweizerisch?

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  • November 13, 2015

    In den 4.9% sind alle Erwerbslosen drin. Beispielsweise auch Hausfrauen, die gar keine Arbeit suchen. Bringt das jetzt die Konservativen in einen Interessenkonflikt? (lieber die Frau am Herd oder eine tiefe Erwerslosenquote?) Nein, eigentlich ist es ideal für sie. Die Frau am Herd behalten und den Ausländern die Schuld an der tiefen Erwerbslosenquote geben.

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    • Juli 19, 2021

      Stefan Pfister, tut mir leid dies Ihnen schreiben zu müssen. Nur angemeldete beim RAV sind in diesen 4,9 % enthalten. Wer da noch hinzu gezählt werden müsste, wären die vielen Ausgesteuerten arbeitswilligen Leute. Da glaubte ich doch tatsächlich, Sie als fast alles Wisser wüssten dies. Wie man sich irren kann. Oder wollten Sie uns wissentlich für dumm verkaufen. Wer hier in Konflickt gerät, sind wohl Sie selbst und beleidigen die Frauen die Kindererziehung und Mutterwärme geben.

      Habe dies als Antwort geschrieben, um Ihnen zu ermöglichen, Ihren Text inclusive meine Antwort mit zu löschen.

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    • Juli 19, 2021

      Sowohl Sie, Herr Pfister, als auch Sie, Herr Rohner, irren.

      Dies schreibt z. B. die NZZ über den Unterschied zwischen Erwerbslosenquote und Arbeitslosenquote:


      “(sda) Die Erwerbslosenquote ist nicht zu verwechseln mit der Arbeitslosenquote des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Auch wenn die Arbeitlosenquote in der Öffentlichkeit mehr Beachtung findet, ist die Erwerbslosenquote für viele Ökonomen aussagekräftiger. Denn die Arbeitslosenquote erfasst nur Personen, die bei den regionalen Arbeitsvermittlungsäm​tern (RAV) als arbeitslos registriert sind. Dagegen erfasst die Erwerbslosenquote die Arbeitslosen nach dem Standard der Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Demnach gilt als erwerbslos, wer ohne Arbeit ist, in den letzten 4 Wochen aktiv nach einer Stelle gesucht hat und zur Aufnahme einer Tätigkeit innerhalb von zwei Wochen verfügbar wäre. Dies unabhängig davon, ob die Person bei einem regionalen Arbeitsvermittlungsze​ntrum (RAV) als arbeitslos eingeschrieben sind. Aufgrund dieser Bemessungsunterschied​e liegt die Erwerbslosenquote meist höher als die Arbeitslosenquote.”

      http://www.nzz.ch/w​irtschaft/hoehere-erw​erbslosenquote-als-in​-deutschland-1.186452​75

      Die Erwerbslosenquote beinhaltet also die Ausgesteuerten (im Gegensatz zur Arbeitslosenquote), aber nicht diejenigen die gar nicht nach einem Job suchen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wagner, Sie sind mir knapp zuvorgekommen, aber da ich mühsam recherchiert habe, gebe ich jetzt trotzdem meinen Senf dazu ab.

      In der Schweiz werden zwei Statistiken zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht: Die Arbeitslosenstatistik​ des SECO, die nur Personen erfasst, die bei den regionalen Arbeitsvermittlungsäm​tern (RAV) als arbeitslos registriert sind, und die Erwerbslosenquote gemäss ILO“, die vierteljährlich vom BFS veröffentlicht wird. Die Quote wird vom BFS nicht als Arbeitslosenquote bezeichnet, um die Unterscheidung zu den Zahlen des SECO aufrecht zu erhalten. Das führt immer wieder zu Verwirrung.

      Herr Pfister: “Beispielsweise auch Hausfrauen, die gar keine Arbeit suchen”. Das stimmt nicht. Jemand der keine Arbeit sucht, zählt auch bei der Erwerbslosenquote gemäss ILO nicht als erwerbslos.

      Gemäss​ ILO (International Labour Organization der UNO) gilt als arbeitslos, wer ohne Arbeit ist, in den letzten 4 Wochen aktiv nach einer Stelle gesucht hat und zur Aufnahme einer Tätigkeit innerhalb von zwei Wochen verfügbar wäre. An diese Definition halten sich die meisten nationalen Statistikämter, die OECD und das Statistikamt der EU.

      Herr Rohner: “Nur angemeldete beim RAV sind in diesen 4,9 % enthalten”. Das stimmt so nicht. Auch Arbeitsuchende, die nicht beim RAV gemeldet sind, gelten als Erwerbslose. Gemäss der ILO-Definition ist eine Meldung beim RAV keine Voraussetzung, um als arbeitslos zu gelten. Die 4,9% beziehen sich auf die Erwerbslosenquote gemäss ILO, nicht auf die Arbeitslosenstatistik​ des SECO.

      Was die Ausgesteuerten betrifft, haben Sie Recht, Herr Rohner. Die Ausgesteuerten “verfälschen” die Statistiken und “verschönern” diese.

      Diese “ausgesteuerten“ Personen, die sich auch nach dem Auslaufen der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes weiterhin aktiv um eine Stelle bemühen, tauchen unter den registrierten Arbeitslosen (Arbeitslosenstatisti​k) nur dann auf, falls sie weiterhin beim RAV registriert bleiben, obwohl sie kein Arbeitslosengeld mehr beziehen können. Allerdings sind nach einem Jahr nur noch etwa ein Drittel der Ausgesteuerten beim RAV registriert.

      Hier ist ein interessanter Bericht, der die beiden Statistiken gut erklärt:

      http://ww​w.oekonomenstimme.org​/artikel/2013/12/die-​erwerbslosenquote-ist​-die-eigentliche-arbe​itslosenquote/

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    • Juli 19, 2021

      Tut mir leid, Frau Rotzetter, dss ich Ihnen den Auftritt vermasselt habe :-))).

      Es freut mich sehr das es hier doch einige Leute gibt die recherchieren bevor sie Statements abgeben. Schöne Details haben Sie dann noch auf Lager.

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    • Juli 19, 2021

      Danke für die Richtigstellungen, Herr Wagner und Frau Rotzetter.

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  • November 14, 2015

    Die Ursache für das Ansteigen der Erwerbslosenquote in der Schweiz dürfte vor allem der starke Franken sein, Im Gegensatz dazu sinkt die Erwerbslosenquote in Deutschland aufgrund des relativ schwachen Euros:

    http://www.​20min.ch/finance/news​/story/Starker-Franke​n-zerstoerte-bereits-​3000-Jobs-21440849

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  • November 14, 2015

    Erwerbslosenquote – Arbeitslosenquote

    ​Besten Dank Frank Wagner
    Besten Dank Susanne Rotzetter
    Besten Dank für Eure Recherche in dieser Sache.
    Das wollte ich auch darlegen, aber ich war zu bequem oder zu faul, könnte man es auch nennen.
    Weil ich die für wichtig halte erlaube ich mir, Eure Kommentare hierhin zu kopieren. Damit es für den Interessierten schneller sichtbar ist.

    Herr Wagner schreibt:
    “(sda) Die Erwerbslosenquote ist nicht zu verwechseln mit der Arbeitslosenquote des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Auch wenn die Arbeitlosenquote in der Öffentlichkeit mehr Beachtung findet, ist die Erwerbslosenquote für viele Ökonomen aussagekräftiger. Denn die Arbeitslosenquote erfasst nur Personen, die bei den regionalen Arbeitsvermittlungsäm​​tern (RAV) als arbeitslos registriert sind. Dagegen erfasst die Erwerbslosenquote die Arbeitslosen nach dem Standard der Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Demnach gilt als erwerbslos, wer ohne Arbeit ist, in den letzten 4 Wochen aktiv nach einer Stelle gesucht hat und zur Aufnahme einer Tätigkeit innerhalb von zwei Wochen verfügbar wäre. Dies unabhängig davon, ob die Person bei einem regionalen Arbeitsvermittlungsze​​ntrum (RAV) als arbeitslos eingeschrieben sind. Aufgrund dieser Bemessungsunterschied​​e liegt die Erwerbslosenquote meist höher als die Arbeitslosenquote.”
    ​​
    http://www.nzz.ch/​wirtschaft/hoehere-er​werbslosenquote-als-i​n-deutschland-1.18645​275

    Die Erwerbslosenquote beinhaltet also die Ausgesteuerten (im Gegensatz zur Arbeitslosenquote), aber nicht diejenigen die gar nicht nach einem Job suchen.

    Frau Rotzetter schreibt:
    Herr Wagner, Sie sind mir knapp zuvorgekommen, aber da ich mühsam recherchiert habe, gebe ich jetzt trotzdem meinen Senf dazu ab.

    In der Schweiz werden zwei Statistiken zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht: Die Arbeitslosenstatistik​​ des SECO, die nur Personen erfasst, die bei den regionalen Arbeitsvermittlungsäm​​tern (RAV) als arbeitslos registriert sind, und die Erwerbslosenquote gemäss ILO“, die vierteljährlich vom BFS veröffentlicht wird. Die Quote wird vom BFS nicht als Arbeitslosenquote bezeichnet, um die Unterscheidung zu den Zahlen des SECO aufrecht zu erhalten. Das führt immer wieder zu Verwirrung.

    Herr Pfister: “Beispielsweise auch Hausfrauen, die gar keine Arbeit suchen”. Das stimmt nicht. Jemand der keine Arbeit sucht, zählt auch bei der Erwerbslosenquote gemäss ILO nicht als erwerbslos.

    Gemäss​​ ILO (International Labour Organization der UNO) gilt als arbeitslos, wer ohne Arbeit ist, in den letzten 4 Wochen aktiv nach einer Stelle gesucht hat und zur Aufnahme einer Tätigkeit innerhalb von zwei Wochen verfügbar wäre. An diese Definition halten sich die meisten nationalen Statistikämter, die OECD und das Statistikamt der EU.

    Herr Rohner: “Nur angemeldete beim RAV sind in diesen 4,9 % enthalten”. Das stimmt so nicht. Auch Arbeitsuchende, die nicht beim RAV gemeldet sind, gelten als Erwerbslose. Gemäss der ILO-Definition ist eine Meldung beim RAV keine Voraussetzung, um als arbeitslos zu gelten. Die 4,9% beziehen sich auf die Erwerbslosenquote gemäss ILO, nicht auf die Arbeitslosenstatistik​​ des SECO.

    Was die Ausgesteuerten betrifft, haben Sie Recht, Herr Rohner. Die Ausgesteuerten “verfälschen” die Statistiken und “verschönern” diese.

    Diese “ausgesteuerten“ Personen, die sich auch nach dem Auslaufen der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes weiterhin aktiv um eine Stelle bemühen, tauchen unter den registrierten Arbeitslosen (Arbeitslosenstatisti​​k) nur dann auf, falls sie weiterhin beim RAV registriert bleiben, obwohl sie kein Arbeitslosengeld mehr beziehen können. Allerdings sind nach einem Jahr nur noch etwa ein Drittel der Ausgesteuerten beim RAV registriert.

    Hier ist ein interessanter Bericht, der die beiden Statistiken gut erklärt:

    http://ww​w.oekonomenstimme.org​/artikel/2013/12/die-​erwerbslosenquote-ist​-die-eigentliche-arbe​itslosenquote/

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    • Juli 19, 2021

      Kurze Ergänzung:
      Ausgesteu​​erte Sozialhilfeempfänger werden von den Ämtern zwangspensioniert bzw. werden dazu gedrängt, ihre Rente mit 62 zu beantragen. Diese sind somit also ab 62 bis 65 eigentlich auch arbeitslos, tauchen aber in keiner Statistik auf.
      Ausserdem sind Teilzeit- u. Temporärjobber (wie es sie immer mehr gibt) z.T. auch arbeitslos und übernehmen so auch je länger je mehr das Unternehmerrisiko.
      W​​​enn wir noch diejenigen dazurechnen, die in Kursen oder Praktikas (neue Möglichkeit der Unternehmen gratis arbeiten zu lassen) stecken, sind wir locker bei zwischen 5,5 und 6% Arbeits-bzw. Erwerbslosigkeit.
      Da​​​ aber nur die “offiziellen” ca. 3% im Ausland bekannt werden, ist der Anreiz, in die Schweiz zu kommen entsprechend gross – von den Grenzgängern ganz zu schweigen…

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  • November 14, 2015

    Kurze Ergänzung:
    Ausgesteu​​​erte Sozialhilfeempfänger werden von den Ämtern zwangspensioniert bzw. werden dazu gedrängt, ihre Rente mit 62 zu beantragen. Diese sind somit also von 62 – 65 eigentlich auch arbeitslos, tauchen aber in keiner Statistik auf.
    Ausserdem sind Teilzeit- u. Temporärjobber (wie es sie immer mehr gibt) z.T. auch arbeitslos und übernehmen so je länger je mehr das Unternehmerrisiko der Firmen.
    W​​enn wir noch diejenigen dazurechnen, die in Kursen oder Praktikas (neue Möglichkeit der Unternehmen gratis arbeiten zu lassen) stecken, sind wir locker bei zwischen 5,5 und 6% Arbeits-bzw. Erwerbslosigkeit.
    Da​​​​ aber nur die “offiziellen” ca. 3% im Ausland bekannt werden, ist der Anreiz, in die Schweiz zu kommen entsprechend gross – von den Grenzgängern ganz zu schweigen…

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  • November 15, 2015

    Nicht alle Leser interpretieren den Sinn dieses Blogs richtig. Der Blog will aussagen, dass über Erwerbslose debattiert wird, ohne die Grenzgänger, die ja die Erwerbslosenanzahl (Schweizer und Ausländer in der Schweiz) um rund 61‘000 Köpfe übersteigt, zu berücksichtigen.

    E​rwerbslose:
    Schweize​r 129‘000
    Ausländer in der Schweiz 108‘000
    TOTAL 237‘000

    Erwerbslos​e gemäss ILO nach Geschlecht, Nationalität und Altersgruppen
    (je-d-​03.03.02.15)
    Bundesa​mt für Statistik BFS
    http://www.bfs.a​dmin.ch/bfs/portal/de​/index/themen/03/03/b​lank/data/02.html#par​sys_00211

    Gren​zgänger:
    297‘938
    Te​ndenz ist steigend.
    Plus 2.6% im Vorquartal
    Plus 3.4% im Vorjahresquartal
    htt​p://www.bfs.admin.ch/​bfs/portal/de/index/t​hemen/03/02/blank/key​/erwerbstaetige0/gren​zgaenger.html

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