1. Umwelt, Klima & Energie

Explodierende AKWs sind keine “Naturkatastrophe”

Gegen Na­tur­ka­ta­stro­phe​n sind wir macht­los. Kein Po­li­ti­ker ist schuld dar­an, wenn ir­gendwo die Erde bebt, ein Vul­kan aus­bricht oder ein Ts­un­ami das Land überschwemmt. Wir sind aber ver­ant­wort­lich für die Ge­fah­ren, die wir selbst schaf­fen. Japan ist eine führende In­dus­trie­na­tion, und die Ja­pa­ner gel­ten als sehr pflicht­be­wusst und pro­fes­sio­nell. Die Atom­kraft­wer­ke, die dort zur­zeit in die Luft flie­gen, gal­ten als “­si­cher”. Auch hier­zu­lande wer­den die bürgerlichen Po­li­ti­ker und Stromun­ter­neh­men nicht müde, zu be­teu­ern, wie “­si­cher” und “sau­ber” die Kern­ener­gie sei. Si­cher ist in Wirk­lich­keit aber nur, dass wir kein gott- oder na­tur­ge­ge­be­nes Recht ha­ben, mit Tech­no­lo­gien zu spie­len, die im Falle eines schlim­men Un­falls oder einer un­ge­heu­ren Na­tur­ka­ta­stro­phe​ die Schweiz un­be­wohn­bar ma­chen. Atom­ener­gie ist er­setz­lich, un­sere Erde ist es nicht. Oder mit an­de­ren Wor­ten: Wer zu spät aus der Atom­ener­gie aus­steigt, den be­straft die Kern­schmel­ze.

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Comments to: Explodierende AKWs sind keine “Naturkatastrophe”
  • März 14, 2011

    Ich habe gestern den sehr interessanten Artikel “Why I am not worried about Japan’s nuclear reactors” (http://morgsatlarge.​wordpress.com/2011/03​/13/why-i-am-not-worr​ied-about-japans-nucl​ear-reactors/) gelesen. So richtig habe ich das alles natürlich nicht verstanden und es bleibt abzuwarten, ob die Autren recht behalten werden. Fakt ist aber, dass die Pressemitteilunge sich für mich seit der Lektüre etwas anders anhören. Die interviewten Experten erklären genau das, was mit dem “neuen Verständnis” zu erwarten war, und die Journalisten, die wie es aussieht mit dem Thema nicht wirklich vertraut sind, spinnen daraus ihrer Horrorszenarien.

    I​ch bin sehr wohl für den Ausstieg aus der Kernenergie aus vielerlei Gründen. Doch habe ich es mir auf die Fahne geschrieben mich nicht von Polemiken mitreissen zu lassen. Ganz besonders dann nicht, wenn es auf dem Buckel leidender Menschen geschieht.
    Und eine “Panik” politisch zu nutzen und sie gar noch durch irreführende Informationen zu schüren, ist meines Erachtens nicht ganz sauber.

    Und gegen Naturkatastrophen sind wir sehr wohl nicht völlig machtlos. Es geht darum sie zu antizipieren und die bestmöglichen Vorkehrungen zu treffen. Es ist einfach eine Frage, wieviel ich bereit bin, es mir kosten zu lassen.

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  • März 19, 2011

    Zum Unterschied von vielen Leuten hier, war ich früher an Demos gegen Gösgen.

    Tatsache ist, wir können die AKWs im Augenblick nicht abschalten, sonst passiert die grössere Katastrophe als wenn sie laufen. Ich weiss nicht, wenn man sich bewusst ist, wo es überall Strom braucht, dann weiss man, auf eine Sekunde den Strom abzuschalten, gäbe Panik und viele Tote. Denken wir mal an Spitäler, Altersheime, Verkehr usw. Wir haben nicht nur keine externe Stromleitung zu den Pumpen der AKWs, wir haben im Augenblick auch keine Alternativen.

    Früh​er war ich Elektromonteur und in meiner Zeit hatten wir genügen Strom ohne AKWs. Vielleicht hätten wir ab und zu bei einer Stromspitze einkaufen müssen. Aber die AKWs produzierten genau den Strom an Überschuss, den wir ins Ausland verkauften. Wie die aktuellen Zahlen aussehen, weiss ich nicht.

    Aber ich gebe zu bedenken, dass genau die, die gegen AKWs waren, auch gegen Wasserkraftwerke sind, gegen Windräder Amok laufen usw. Ich habe eines der ersten Windräder montiert und anders als AKW Freunde behaupten, es dreht immer, weil immer ein wenig ein Luftzug geht. Einen Luftstillstand gibt es so wenig, wie einen Klimastillstand.

    Wenn wir die Erde filmen würden über Millionen von Jahren und dann im Zeitraffer abspielen lassen, so würden wir sehen unsere Erde lebt, sie verändert sich.
    Ein Virus der in mir lebt, ist im Verhältnis etwa gleich gross wie ich zur Erde und für diesen Virus bin ich in seinem Leben auch Stillstand, weil er nur einen ganz kurzen Zeitraum von mir mitbekommt. Wir sind eigentlich nichts anderes als so ein Virus im Menschen, wir sind der Virus der Erde und sehen nicht, dass diese lebt, weil sie für uns zu träge ist.
    Also um zum Windrad zurück zu kommen, es wurde abgerissen. Das weil wenn man mitten in der Nacht, wenn die Fenster geöffnet waren und wenn man ganz gut horchte, erahnen konnte, dass das Windrad vielleicht läuft. Das war eine dermassen massive Störung, dass die Leute selbst die Autobahn die in der Nähe war und die unüberhörbar Lärm machte nicht mehr hörten. Anscheinend stört etwas was man sozusagen nur vielleicht hört mehr, als etwas was unüberhörbar ist.

    Bauvorschrift​en heut verunmöglichen sozusagen alles.

    Tatsächlich​ könnten wir in der Schweiz dreissig Atomkraftwerke aufstellen, der Strom würde trotzdem teurer. Das weil der Strom nicht den Schweizern gehört der produziert wird, sondern verkauft wird ans Ausland. Die Nachfrage in Europa bestimmt den Preis des Stromes und nicht die Nachfrage der Schweiz. Das heisst, wenn Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, zahlen wir Konsumenten in der Schweiz auch einen höheren Preis. Dadurch wird es z.B. für Frankreich wieder interessant ein neues AKW zu bauen. Die Strommarktliberalisie​rung bringt ausser teuerem Strom rein gar nichts. Einzelne Regionen sollten für sich selber verantwortlich sein. Das heisst, in der Schweiz sollte es verboten sein, Strom zu importieren und exportieren. Die Milliardengewinne die eingefahren werden, kommen nicht an uns zurück, obwohl wir das Risiko tragen. Das heisst, der Bürger trägt das Risiko und der AKW-Betreiber fährt die Gewinne ein. Ein Atomkraftwerk auszuschalten bring nur was, wenn es alternativ ersetzt wird.

    Weiter wenn der Betreiber weniger Aufwand zum Zahlen der Sicherheit ausgeben muss, dann hat er grössere Gewinne. Wie ist es anders zu erklären, dass nicht mal eine externe Leitung besteht, von einem unabhängigen Kraftwerk, zum Atomkraftwerk. Das ist für mich nicht verständlich und diese Sicherheitslücke wird in jedem AKW auf der ganzen Welt bestehen. Für die AKW-Betreiber steht nicht tiefer Strompreis und möglichst grosse Sicherheit im Vordergrund, sondern so wenig Aufwand wie möglich und teurer Strompreis.

    Das beisst sich, mit dem Betreiben der AKWs und dem Sicherheitsstandart, den wir gerne hätten.

    Vor Jahrzehnten hat man es verpasst, eine Energiepolitik zu betreiben, die vernünftig gewesen wäre. Jetzt müssen wir langsam aus der Atomwirtschaft raus. Alle abstellen können wir nicht, sonst fliegen sie uns um die Ohren. Die sichersten AKWs sind die, die es nicht gibt und die zweitsichersten, die die laufen, also kühlen. Das heisst, solange ich die Wolke aus dem Kühlturm aufsteigen sehe, ist wahrscheinlich alles gut.

    Aber eben, wir machen ja auch nicht Politik für die Bürger, sondern bloss für Eigeninteressen. Das heisst, man könnte die Japaner in eine Massenpanik jagen und danach dies noch politisch ausschlachten, als wir haben es ja immer gesagt. So pervers ist der Mensch.

    Wollen wir einen Ausstieg aus der Atompolitik, dann ist erstens eine Bestandsaufnahme zu machen. Wie viel Strom braucht die Schweiz wirklich, wie viel wird verkauft. Vielleicht könnte man dann das eine und andere Atomkraftwerk schon ausschalten. Dann müsste man sich überlegen, wie ersetzen wir die nächsten Kraftwerke. Zuerst müsste man mit alternativen Energien so viel erhöhen, wie nachher ausgeschaltet wird. Von mir ausgesehen ist das im Augenblick nur möglich über Wasserkraftwerke und zum Teil auch über Windenergie. Solarstrom ist meiner Meinung nach der grösste Blödsinn den es gibt. Für einen Taschenrechner mag das gut sein, sonst ist der Abfall grösser als der Nutzen. Für kleine Sachen, wie Elektrischen-Weidezau​n, Beleuchtung auf Baustellen usw. sehr nützlich, aber als Stromversorgung im grösseren Ausmass nicht zu gebrauchen.

    Also für jedes AKW das abgestellt wird, soll Alternativenergie her. Man müsste jetzt mal anfangen Alternativenergie zu produzieren. Ersetzen wir doch ein AKW und bekämpfen nicht alles, was es ersetzen könnte. Nichts geht auch nicht, denn dafür sind wir zu viele Bewohner auf dieser Erde. Auch wenn wir ganz alternativ leben und jeder im freien lebt wie ein Höhlenbewohner, so produzieren wir trotzdem zu viel Abfall, zu viel Luftverschmutzung. Der Grund, wir sind einseitig zu viele Bewohner auf diesem Planeten.

    Diese massive Überbevölkerung hat Auswirkungen. Anderes was für diese Welt auch wichtig wäre, hat keinen Platz mehr. Von den Bäumen, zum Wasser, zur Luft usw. Auf den Anfang bezogen, wir stören den natürlichen Ablauf. Wenn wir uns als Virus betrachten, der Mensch ist für die Erde in einer schädlichen Anzahl vertreten.

    Ich kann die Rot-Grüne Politik nicht verstehen, dass man alle Menschen in die Schweiz lassen will. Anstatt über zu bevölkern, sollen die Regionen die selbst schuld sind an einer Überbevölkerung selber sehen, wie sie das Problem lösen. Die Lösung ist nicht die Grenzen öffnen, sondern schliessen. Die Leute sollen dort leben, wo sie her kommen, der Abfall dort entsorgt werden, wo er produziert wird, die Ressourcen in der eigenen Umgebung genutzt werden, das was verspeisen wird, in der eigenen Region angepflanzt usw.

    Im Augenblick läuft alles auf eine grosse Katastrophe hinaus. Diese Überbevölkerung wird einmal gestoppt. Einmal geht es nicht mehr, durch Bevölkerungswachstum unser Wirtschaftswachstum zu regenerieren. Das ist der Augenblick, wo wir uns bekämpfen werden. Einmal ist fertig mit unter- und überbauen, einmal geht es einfach nicht mehr.

    Wenn wir die Erde als lebenden Organismus verstehen, dann wissen wir, dass sie sich verändern wird. Es gibt Stürme, Erdrutsche usw. Sie wird nie so sein wie sie war und wird nie so bleiben wie sie ist. Wir sind in der Anzahl schädlich geworden und wir werden uns reduzieren müssen. Das für die Erde, denn sie hustet ab dem Virus Mensch. Entweder wird die Erde uns reduzieren können, oder wir machen die Erde kaputt. Anders ist es nicht möglich.

    Ob wir uns selber in ein für die Erde vernünftiges Mass reduzieren können, ist fraglich. Wenn ja, muss ein Umdenken stattfinden. Muss ein Baum in Afrika Ferien machen, oder die Freiheit haben, überall stehen zu dürfen. Er muss mit seinen Ressourcen vor Ort auskommen und so sollte es für uns auch sein. Nicht Globalisierung ist der Weg, sondern genau das Gegenteil davon. Macht Neapel Abfall bis zum geht nicht mehr, so ist es nicht die Lösung, wenn wir diesen bei uns beseitigen.

    Ich sage Euch, wir sind auf dem Weg in die Sackgasse und der AKW Unfall ist dabei das kleinste Problem. Es ist nur eine Auswirkung unseres Weges. Was bringt es der Erde, wenn wir an Maschinen 200 Jahre alt werden? Dieser Egoismus dauernd Ressourcen zu verbrauchen und nicht gehen zu wollen, ist schädlich. Trotzdem geht am Schluss jeder. Wir sollten das aber so natürlich halten wie möglich.

    Ich bin ein wenig vom Thema abgeschweift. Vielleicht wäre es aber an der Zeit, sich über grundsätzlichem Gedanken zu machen. Grundsätzlich sind wir nur Mensch und nicht Gott und nur Bewohner der Erde und nicht Herrscher darüber. Das sollten wir zur Kenntnis nehmen, sonst wird es uns vor Augen geführt.

    Zudem wenn wir einen höheren Standard als die EU haben, wieso können wir dann den Stresstest NICHT machen? Ich nehme mal an, dass dieser Test das Minimum der Sicherheit regelt und nicht das Maximum. Wo liegt das Problem???
    Wenn wir jetzt schon mehr Sicherheit wollen dann verhindert dieser Stresstest doch nicht, dass wir dies jetzt schon haben dürfen. Wo ist das Problem???

    Wieso will man den EU-Stresstest nicht machen und bringt fadenscheinige Begründungen dafür. Sonst will man doch alles so wie die EU machen, aber bei den wichtigsten Sachen nicht. Wieso???

    Deutschla​nd und andere Länder wären bei einem AKW-Unfall in der Schweiz betroffen, wieso beruft man sich jetzt da, auf unsere nationale Souveränität?

    Könn​te es sein, dass in unseren alten Anlagen die Sicherheitsstandards nicht genügen?
    Könnte es sein, dass was vertuscht wird?
    Unfälle? Nicht zivile Nutzung? Was will man vertuschen? Und wer beeinflusst wenn, um es zu vertuschen? Was ist der Grund, dass Doris Leuthard solchen Blödsinn erzählt??

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  • März 21, 2011

    Das ist die Typische Grün-Linke Reaktion, die Toten sind noch nicht mal beerdigt, aber die Situation skrupellos ausnutzen.

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  • Mai 18, 2011

    Diese Panikmache der Bürgelichen Mehrheit will uns das weismachen aber genau mit dieser Haltung blockieren sie Gelder für Alternativen

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  • Oktober 2, 2012

    Ja, die Gesundheitskosten und damit die Prämien steigen kontinuierlich, aber niemand stört sich an den steigenden Verwaltungs- oder Betriebskosten der Krankenkassen.
    http://www.transparenza.ch​ zeigt von rund 70 Krankenkassen die ihren Mitgliedern im jährlichen Geschäftsbericht publizierten Zahlen und stellt diese, in benutzerfreundlicher Art und Weise, den Zahlen anderer Krankenkassen gegenüber. Man kann sich dort leicht ein Bild machen, welche Krankenkassen ihre Mitglieder detailliert oder nur oberflächlich orientieren. Man erhält dort, zumindest von jenen Krankenkassen, die ihre Mitglieder detailliert orientieren, Einblick in die jährlichen Vergütungen an den Verwaltungs- oder Stiftungsrat, die Entschädigungen an die Geschäftsleitung, die Verwaltungskosten gesamthaft, pro Mitglied, pro Mitarbeiter, im prozentualen Verhältnis zu den Prämieneinnahmen, die Kosten für Informatik und Marketing/Werbung, die Personalaufwendungen gesamthaft und pro Mitarbeiter. Jedes Krankenkassen-Mitglie​d hat Anrecht auf eine transparente Orientierung bezüglich Einnahmen, Ausgaben und Verwaltungskosten seiner Krankenkasse.
    Die vom Bundesamt für Gesundheit publizierten Aufsichtsdaten der obligatorischen Krankenpflege-Versich​erungen (OKP) zeigen lediglich die von den Krankenkassen gemeldeten Zahlen der Sparte OKP und nicht die ganzheitlichen Zahlen einer Krankenkasse. Es ist den Krankenkassen freigestellt, wie sie ihre Gesamt-Verwaltungskos​ten auf die einzelnen Sparten (OKP, Zusatzversicherung, Unfallversicherung, Taggeldversicherung)a​ufteilen. Damit ist es möglich, dass bei einer Krankenkasse der prozentuale Anteil der Verwaltungskosten bei der OKP z.B. nur 4.9384% beträgt, dafür bei der Zusatzversicherung 20,4191%. Krankenkassen nahestehende Organisationen und Verbände, auch einzelne Politiker und weitere Interessenvertreter, benützen diese angeblich tiefen Verwaltungskosten der OKP daher gerne für ihre Zwecke, um in der Öffentlichkeit und bei den Versicherten ja nicht den Gedanken keimen zu lassen, man könnte mit weniger Krankenkassen oder einer Einheitskasse Verwaltungskosten sparen. Transparenza fordert, dass die Krankenkassen in ihrem Geschäftsbericht die Verwaltungskosten einerseits detaillierter präsentieren müssen, d.h. mindestens die Gesamt-Entschädigung für Verwaltungs-/Stiftung​srat mit Anzahl Mitglieder, die Entschädigung an die Geschäftsleitung mit Anzahl Mitglieder, die Anzahl Vollzeitstellen mit den dazugehörigen Personalaufwendungen,​ die Informatikkosten, die Kosten für Marketing/Werbung sowie die übrigen Verwaltungskosten; andererseits wird gefordert, dass die Aufteilung der Gesamt-Verwaltungskos​ten von allen Krankenkassen proportional zu den Prämieneinnahmen der einzelnen Sparten vorgenommen wird. Nur so sind faire Vergleiche von Effizienz unter den Krankenkassen sinnvoll. Die Politik ist gefordert!

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  • Oktober 2, 2012

    gut recherchiert, viel Text, viele Zahlen aber kaum konkrete Beispiele.

    Die kann ich ihnen gerne liefern:

    Nehmen wir den ersten Satz:
    “Ein Grund für die relativ hohen Kosten ist die Qualität des Gesundheitswesens”

    Das ist falsch, wir nehmen an das durch (völlig überteuerte) Massnahmen, die Qualität gesteigert werden kann.
    Ich bin durch einen Unfall auf medizinisches Material angewiesen. Eigentlich könnte man das Material 100x wieder verwenden ohne nennenswerte Einbussen. Das darf ich aber nicht. Die Ärzte, Hersteller und Versicherung verlangen dass ich neues Material nehme, da Komplikationen drohen könnten.(das tun sie aber auch sonst, wenn ich neues Material nehme). Die Konsequenz ist das ich für über 10’000 Franken Material im Jahr verbrauchen muss, wo es auch für 100.- ginge….

    Das nenne ich Verschwendung, und das hat nichts mehr mit Qualität zu tun.

    Das Problem ist nun: es hat ausser den Prämienzahlern niemand Interesse dass es besser wird. Wieso auch, die Zulieferindustrie verdient Geld, die Ärzte, Apotheken auch und die Versicherungen am Schluss auch, denn sie geben die Kosten nur weiter natürlich mit Gewinn und Verwaltungsaufschlag.​

    Beispiel Gewinn Berechnung eine Versicherung: Was tönt besser?
    A Versicherung Jahreskosten 2500 Franken, Verwaltungkosten 10%
    B Versicherung Jahreskosten 1000.- Franken, Verwaltungskosten 20%

    Doch die Versicherung A oder? sind ja nur 10% Verwaltungskosten. In absoluten Zahlen macht die Versicherung mit den halben Verwaltungskostenansä​tzen im Fall A 50 Franken mehr Verwaltungs-Umsatz als bei Fall B

    So haben auch die Versicherer gar kein Interesse daran dass die Kosten sinken, sie können so reduzierte Verwaltungsansätze perfekt verstecken…

    Ich könnte noch X solche selbst erlebten Beispiele aufzählen..

    Das Ganze ist ein Drama, und es braucht wohl irgendwann einen grossen Chlapf der das ganze irrgelaufene System wieder in den Bereich des gesunden Menschenverstandes rückt. Auf die Dauer werden wir das nicht mehr bezahlen können….

    Es hat in diesem Land offenbar niemand den Mut um das heisse Eisen anzufassen und aufzuräumen. Hoffentlich wird das heisse Eisen nicht so heiss, dass die Hütte drum rum auch noch abbrennt… (in Anlehnung der sozialen Unruhen die drohen wenn die Medizin in 2 Klassengesellschaften​ mutiert..)

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  • Oktober 4, 2012

    So lange Krankenkassen noch CH-Sportstadien finanzieren können, geht es ihnen nicht schlecht. Viele KK haben eigene Mitgliederzeitung = liesse sich elektronisch versenden, statt auf Papier. Kostenreduktion z.B. nur alle 2-3 Monate eine Zeitschrift. Werden eh kaum gelesen bei der heutigen unverant-wortlichen Papierflut. Dass jeder Asylant vom ersten Tag an KK-versichert wird ist Luxus, den sich andere Länder nicht leisten. Kein Wunder steigen die Kosten ins Unbezahlbare, weil ‘alte Zöpfe’ auch bei KK weiter gepflegt werden. Man entlässt z.T. langj. Sozialversicherungs-F​achleute mit 52 Jahren, stellt junge Hochschulabgänger ohne Kenntnisse der Materie ein. Solche Fehler leisten sich einige KK auf Kosten ihrer Versicherten. Da müsste hart eingegriffen werden mit einem begrenzten Budget und mehr Kostenbewusstsein. Nicht die ‘Alten’ kosten viel, die Psychiatrie-Kliniken sind voll von jungen Leuten, die hohe Kosten verursachen, weil sie mit Medikamenten vollgepropft werden, anstatt sie richtig zu ‘entgiften’.
    So lange wir selbst keine Missstände aufdecken,werden wir die Kosten mitteagen müssen.

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    • April 12, 2014

      Frau Hefti, der nicht definierte Begriff “Asylant” hat einen sehr üblen Unterton. Nur ein Diffamant sagt “Asylant”.

      Es gibt drei gültige definierte Begriffe; “Asylsuchende”, die zu “Asylbewerbern” werden und allenfalls später zu “anerkannten Flüchtlingen”.

      Sie wollen also selbst todkranken Menschen keine ärztliche Hilfe zukommen lassen?

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  • Oktober 28, 2012

    Im Gesundheitswesen gibt es viele Vorschläge die eine Verbesserung bringen sollen. Leider muss ich aber feststellen, dass die meisten Vorschläge nichts zu einer Kostenreduktion beitragen. Es geht meist nur darum, die Kosten anders zu verteilen. Das Gesundheitswesen ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Die Anzahl der Behandlungsmethoden ist angestiegen. Auch schreitet die Technisierung immer mehr fort. Dies bedeutet, dass jedes Spital immer mehr und kostenintensiver nachrüsten muss, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Leider führt dies aber dazu, dass diese Gerätschaften und das dazu notwendige Personal vielerorts nicht mehr effizient genutzt werden.

    Somit gilt es für die kleine Schweiz als erstes, im Bereich des Gesundheitswesens, vom Föderalismus wegzukommen. Grundsätzlich bin ich ein grosser Befürworter des Föderalismus. Aber im Bereich der Gesundheitsversorgung​ muss ein Umdenken stattfinden.

    Danac​h müssen Profizentren für die unterschiedlichen Krankheiten und Gebrechen geschaffen werden. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Spitäler in der Schweiz von über 300 auf etwa 50- 60 Spitäler reduziert werden könnte. Z.B. würde ein Zentrum für Herztransplantationen​ und Herzproblem reichen. Dadurch würde es in der Schweiz ein Spital geben, in dem die Infrastruktur und auch das Personal und die Ärzte auf diese Art von Krankheit spezialisiert wäre und auch die entsprechende Erfahrung hätte. 3 Zentren wie jetzt sind zu viel und die Zahl der Transplantationen reicht nicht aus um die Ärzteteams genügend Erfahrung sammeln zu lassen.
    In diesen Zentren werden somit alle planbaren grösseren Eingriffe und die Weiterversorgung von grösseren Notfällen durchgeführt.

    Natü​rlich verschwinden die anderen Spitäler nicht, oder mindestens nicht alle. Ein Teil wird umgenutzt und in Notfallstationen umgebaut. In diesen könnten z.B. Hausärzte Zentrumspraxen mit einer gemeinsamen Infrastruktur bilden. Diese könnten auch gleichzeitig den Notfalldienst für die entsprechenden Regionen oder Gebiete übernehmen. Diese Notfallstationen sollten es jedem gesammtschweizerisch ermöglichen, innert nützlicher Frist, Ärztliche Hilfe zu bekommen. Solch ein System würde auch wieder die Aufgaben der Hausärzte aufwerten und diesen Bereich wieder attraktiver machen.

    Natürlich braucht es nicht so viele Notfallzentren. Aber wir stehen mit der Überalterung der Bevölkerung in der Schweiz vor einer neuen Herausforderung. Die restlichen frei werdenden Spitäler könnten z.B. zu Alterszentren für pflegeintensive Pensionäre umgebaut werden. Auch das frei werdende Personal könnte in diesem Bereich eine neue Aufgabe finden.

    Das Gute an meinem Vorschlag ist, dass sich durch die Spezialisierung die Qualität des schweizerischen Gesundheitssystems verbessern würde. Zusätzlich werden die bestehenden Ressourcen durch Umnutzung weiter verwendet.

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    • Juni 17, 2013

      Diese Idee scheint mir unrealistisch.

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    • Juni 18, 2013

      Frau Itschner, ihre Aussage ist nicht sehr hilfreich zu diesem Thema. Wie sollte dann ihrer Meinung nach unser Gesundheitssystem aussehen? Jedenfalls so wie es jetzt ist werden wir es schon bald nicht mehr finanzieren können.

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    • Juni 30, 2013

      Herr Steiner

      Solange man nicht die überdimensionierte Bürokratien im Gesundheitsbereich angeht, sind sämtlich Vorschläge “für ds Büsi”. Wieviel Kosten berappen wir alleine für Asylanten und Zuwanderer ZUSÄTZLICH auch noch im Gesundheitsbereich. Deshalb bin ich klar dafür, dass endlich volle Kostenwahrheit geschaffen wird und vorallem in den immer offensichtlicher werdenden, ausuferneden Bereichen der sog. Asyl-und Gesundheitsindustrie.​

      Wir gehen sonst mit grossen Meilenstiefeln auf “Solches” zu:

      http://www.sto​ppt-die-e-card.de/

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    • Juli 30, 2014

      Sie bringen gute Ansätze Herr Steiner, ich kann zwar nicht allem zustimmen, aber doch die Grundrichtung bejahen.
      Ich bin z.B. für eine Einheitskasse OHNE zusätzliche Rabattierung von Telemed,Medical Care und Hausarztmodell, denn dies verteuert bloss wieder die Grundprämie;
      für eine einkommens- und vermögensabhängige Prämie in einem 2. Schritt;
      Für die Förderung von AerzteZentren und Gemeinschaftspraxen;

      frei zugängliche Polikliniken, Permanences etc.
      Abschaffung der teuren Hausarztpraxen
      Schaf​fung von Volksapotheken statt nach Gewinn strebenden privaten Ketten.
      Diese Liste ist nicht abschliessend und kann jederzeit erweitert und ergänzt werden

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    • Juli 30, 2014

      Mir sträuben sich jedes Mal die Nackenhaare, wenn ich solche Reizwörter wie #Eigenverantwortung; #Fehlanreize ; usw. lesen muss. Das bedeutet zumeist, das jemandem etwas ersatzlos weg genommen werden soll, unter dem hinterhältigen Vorwurf im Hintergrund, hier werde aktiv Missbrauch betrieben!
      Geht es nicht auch anders?
      Man muss ganz einfach sehen, das es sich hier um einen riesigen “Gesundheitsmarkt” mit Milliardenumsatz handelt, an dem jeder und jede partizipieren will, der kann.
      Und die K’kassen sind längst von Vertretern des Patienten zu eigenständigen, gewinnorientierten Unternehmen des Privatmarkts geworden, leider so auch von der Politik gewollt, welche sich dies nun auch durch Pöstli versilbern lässt.
      Also lieber neutral aufzeigen, wo die #Schwachpunkte liegen, und was zu deren Beseitigung dienen könnte, statt mit Schlagworten um sich zu werfen

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  • April 17, 2013

    Ich berufe mich auf Michael Moore s Film Sicko als Quellenangabe. Schafft die Krankenkassen ab! Das Gesundheitswesen wird verstaatlicht, Ärzte und Co werden vom Staat angestellt und bekommen ein gesichertes und geregeltes Gehalt. Der Arztbesuch wird GRATIS! Finanziert wird das ganze über unsere Steuern. Es leben knapp 8 Mio Menschen in der Schweiz. Wenn jeder jährlich 100sFr mehr Steuern bezahlt ergibt das 800 Mio sFr bei momentanen knapp 70 Mio sFr Gesundheitswesenkoste​n… Es funktioniert in Frankreich, England und Kuba. Zudem bezahlt man in England eine Gebühr von 6.65 Pfund in der Apotheke, egal für welches oder welche Grösse der Medikamente. Unter 16 jährige und über 60 jährige sind von der Gebühr befreit. Ich bin Gesundheitlich auf ein Medikament angewiesen, welches für 45 Tage reicht, Kostenpunkt pro Schachtel knapp 100 sFr…
    Die IV kann sogar Geld sparen! Keine Kosten mehr in der Ergänzungsleistung für Krankenkassen, dafür könnt ihr die Minimalgrundrente erhöhen damit wir auch ein bisschen Leben dürfen!!

    Ich denke ein Arzt würde auch für “nur” 750 000 anstatt 1 000 000 arbeiten. Im Grunde sollte KEIN Arzt für den Wunsch Geld zu verdienen arbeiten sondern mit dem Wunsch Menschen zu helfen.

    Dies ist ein Denkanstoss, ich habe keine genauen Fakten oder Zahlen. Ich überlasse es euch dies auszuarbeiten. Meiner Meinung nach sollte das Gut Gesundheit nicht zwischen Arm oder Reich unterscheiden! Es werden alle bestmöglich und GLEICH behandelt.

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    • April 17, 2013

      Zahnärzte gehören auch dazu

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    • Juli 30, 2014

      Sie haben sich wohl in der Grössenordnung vertan, Die gesamtem Gesundheitskosten belaufen sich auf Milliarden, nicht Millionen!
      Deshalb ist es auch so schwierig, hier Remedur zu schaffen, sind doch viel zu viele an diesem Markt beteiligt, auch Politiker

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    • Juli 30, 2014

      ausserdem zahlt nicht jeder dieser 8 Millionen Steuern, weshalb ihre Rechnung nicht aufgehen dürfte

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  • Mai 6, 2013

    wie viel kostet die krankenkassen die lobbisten in bern und politik? 40%?

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  • Juli 10, 2014

    Die Bezeichung “Gesundheitswesen” ist falsch es sollte “Krankheitswesen” heissen, wiel dieses Krankheitswesen die Probleme nicht löst sondern nur Symptone bekämpft und das noch mit untauglichen Mitteln, wie zB: Chemotheraphie, bestrahlen, Antibiotika, welche nun ausgedient haben und noch diverse andere Gifte. Die kranken Menschen sollten ganzheitlich untersucht werden und dann sollte zuerst das Problem gelöst werden und dann vielleicht noch eine Behandlung gemacht werden. Zudem sollten die Bürger in gesunder Ernährung geschult werden, somit könnte dieser junk food Abfall entsorgt werden und ein gross Teil der Krankheiten gäbe es gar nicht mehr. Diverse Umwelt Einflüsse müssen dringend geändert werden, wie: Mikrowellen- und Atom-Strahlung und vor allem Umwelt Gifte in der Nahrung und im Wasser.

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