1. Sozialpolitik & Sozialsysteme

Falsche Anreize ruinieren die Invalidenversichering​ (IV)

Während bei Men­schen mit Be­hin­de­run­gen gna­den­los ge­spart wird, züchten die Po­li­ti­ker mit falschen fi­nan­zi­el­len An­rei­zen Schei­nin­va­li­de. Ein Vor­schlag zur Abhilfe.

Falsche Erfolgsmeldungen

Die​ Invalidenversicherung​ (IV) meldet Integrations- und Sparerfolge. Effektiv gibt es aber nicht den geringsten Nachweis, dass Arbeitnehmer mit Behinderungen heute vermehrt eine Erwerbsarbeit haben als noch vor fünf Jahren.

Integration,​ bedeutet, dass keine oder weniger IV-Rente bezahlt wurde. Es gibt dabei vier Gruppen von Betroffenen:

1. Solche, die keine Einbusse haben, da die Ergänzungsleistungen die Rentenkürzungen ausgleichen,

2. solche die effektiv Arbeiten und deshalb keine Einbusse haben

3. solche die zwischen IV, Arbeitslosenkasse und Fürsorge hin und her geschoben werden und

4. solche, die die Rentenkürzung selbst tragen

Da die Gruppe, die effektiv arbeitet vernachässigbar klein ist, gibt es auch kaum einen Spareffekt. Die Kosten werden einfach verlagert. Zudem erfüllt die IV als Versicherung ihre Funktion nicht mehr. Im Fall einer Erwerbsunfähigkeit bleiben Leistungen je nach dem  aus oder sind ungenügend.

Die Alptraumgrenze

Der Alptraum Invalidenversicherung​ hat für viele Betroffene eine klare Grenze: wer zumindest eine ¼-Rente (ab 40% Erwerbunfähigkeit) erhält hat Anspruch auf Ergänzungsleistungen und damit auf ein Einkommen, das dem von der SP postulierten Mindestlohn von brutto Fr. 4000 entspricht. Familien erhalten sogar ein Einkommen, das im Vergleich zu den meisten Familieneinkommen als durchaus konfortabel bezeichnet werden darf. Im Gegensatz zur IV, wo fiktive Einkommen angerechnet werden, dürfen bei den Ergängzungsleistungen​ nur effekive Einkommen in die Berechnung mit einbezogen werden.

Falsche Anreize für Working-Poor und Familien

Während also die IV in vielen Fällen keine oder keine genügenden Leistungen erbringt (Ziel wäre ja die Sicherung des Existenzminimums und eine Basis, so dass zusammen mit der beruflichen Vorsorge ein angemessenes Auskommen möglich ist), zahlt sie in vielen Fällen zusammen mit den Ergänzungsleistungen eine Gesamtleistung aus, von der Working-Poor und viele Familien sonst nur träumen können. Dies schafft falsche Anreize.

Zur Verdeutlicheung: Vergleich, Betreibungsrechtliche​s Minimum und Grenzwerte der Ergängzungsleistungen​ (EL)

Grundbedarf einer

erwachsenen Person: Fr. 1’200, zu 1’590 bei der EL

Ehepaar: Fr. 1’700, zu 2’385 bei der EL

Kinder bis 10 Jahre: Fr. 400, zu 795 bei der EL

Kinder ab 10 Jahre, Fr. 600, zu 795 bei der EL

Wie man sieht, übersteigen die Ansätze der Ergänzungsleistungen die betreibungsrechtliche​n Existenzminima um Fr. 200 bis 300 pro Person. Dies hat zum Beispiel zur Konseqenz, dass sich Arbeiten für viele Arbeitnehmer mit Teilbehinderung nicht lohnt oder gar existenzgefährdend wird.

Beispiel für einen alleinstehenden Invaliden mit Ergänzungsleistungen:​ Grundbetrag Fr. 19’050 pro Jahr, Wohnen Fr. 13’200, Krankenkasse Fr. 4’000–5’000. Steuerersparnis (Ergänzungsleistungen​ sind steuerfrei) ca. Fr. 2.000, Lohngewinnungskosten (Arbeitsweg, Auswertige Mahlzeit, etc.) Fr. 2’000, zusammen ergibt dies ein Nettoerwerbseinkommen​ von über Fr. 40’000 oder brutto um die Fr. 50’000, insbesondere wenn man noch einrechnet, dass ein IV-Rentner ein kleines Einkommen erzielen darf, das ihm bei den Ergänzungsleistungen nicht voll angerechnet wird.

Beispiel Familie mit zwei Kindern: Grundbetrag Fr. 47’625, Wohnen Fr. 15’000, Krankenkasse ca. Fr. 10’000, Steuerersparnis ca. Fr. 4’000, Lohngewinnung Fr. 2’000. Netto also gegen Fr. 80’000 und Brutto über Fr. 90’000.

Die Leistungskürzungen der IV, z.B. bei Kinderrenten, haben den absurden Effekt, dass die Betroffenen sogar noch profitieren, da die Ergänzungsleistungen im Gegensatz zu den ordentlichen Renten steuerfrei sind.

Wir haben es hier also mit einem klassischen Fall von Überentschädigung zu tun. Diese versucht man normalerweise mit allen Mitteln zu verhindern. Denn es ist ja logisch, wenn man sich mit einer Behinderung finanziell sanieren kann, dann tut der Rücken plötzlich doppelt so weh, dann lastet die Depression noch schwerer auf einem. Das hat nichts mit Simulieren oder Betrügereien zu tun. Das sind vielfach unbewusste Prozesse.

Abhilfen

Der von der SP geforderte Mindestlohn von Fr. 4’000 monatlich würde die Überentschädigung beseitigen. Nur dürfte dieser Vorschlag keine Mehrheit finden.

Die Abschaffung der Besteuerung des Existenzminimums brächte eine wesentliche Verbesserung. Nur fürchte ich, dass dieses politische Vorhaben nicht konsequent genug umgesetzt wird.

Generelle Ergänzungsleistungen für Familien mit Kindern fände ich persönlich eine sehr gute Lösung. Vorausgesetzt mit oder ohne Behinderung würde für Familien der Gleiche Ansatz zur Anwendung kommen. Auch hier fürchte ich, dass sich keine politische Mehrheit findet.

Aus diesem Grund fordere ich den konsequenten Abbau der Überentschädigung. Die Gesamtleistungen sind zu begrenzen. Mein Vorschlag für Vollinvalide (IV-Grad > 75%): die Gesamtentschädigung, IV-Rente + Rente der Pensionskasse + Ergänzungsleistung auf 80% des Lohnes ohne Invalidität ( sogenannter Validenlohn) begrenzen. Dies entspräche etwas weniger als dem Nettolohn nach Abzug der berufsnotwendigen Auslagen. Bei Teilinvaliden (IV-Grad 40–75%) und Invaliden mit Kindern sollte die Grenze je nach IV-Grad und Lebensumständen (Alter der Kinder) auf 60%–80% limitiert werden.

Dadurch lohnt es sich in jedem Fall zu arbeiten oder sich anders zu organisieren (z. B. die gesunde Frau geht arbeiten, der Mann mit Invalidität kümmert sich um die Kinderbetreuung. Das Arbeitseinkommen würde dabei analog der heutigen Regelung bei den Ergänzungsleistungen nur teilweise angerechnet, so dass mit jeder Mehrarbeit auch netto nach Gewinnungskosten (Arbeitsweg, etc.) und Steuern ein kleiner Gewinn verbleibt.

Man könnte auch etwas weniger weit gehen, und die Gesamtentschädigung (IV-Rente, Pensionskasse, Ergänzungsleistung und Resterwerbseinkommen auf den Nettolohn = 85% des Bruttolohns) beschränken.

Nachtei​l

Ich schätze sehr grob die Zahl der Betroffenen einer solchen Überentschädigungsreg​elung auf 50’000 Haushalte mit um die 100’000 Personen. Ein Teil von diesen, die Working-poor und Familien würden die Sozialdienste belasten. Betroffen davon wären grossmehrheitlich Migranten, was als Ausländerfeindlichkei​t interpretiert werden könnte. Man mag mir Härte vorwerfen, aber angesichts dessen, dass es viele Alleinerziehenden gleich schlecht geht, finde ich das das kleinere Übel.

Vorteil

Im Gegenzug müsste mit dem gesparten Geld die schreckliche Rentenverweigerungspr​axis der IV sofort eingestellt werden. Ich schätze grob, dass heute rund 50’000 Personen keine oder keine genügende Rente gezahlt wird, obwohl eine Erwerbsaufnahme oder ein höheres Einkommen vollkommen illusorisch ist. Der Stopp der Rentenverweigerung würde die Sozialdienste entlasten.

Zudem haben die Fälle von Überentschädigung die IV in Verruf gebracht. Es ist dem kleinen Büetzer nicht entgangen, dass es da Leute gibt, denen es dank IV wirtschaftlich einiges besser geht als ihm selbst. Der Ruf der IV-Rentner würde sich dramatisch verbessern.

Im Ergebnis

Eine menschenverachtende und bürokratische Praxis würde eliminiert und ersetzt durch eine liberale Lösung. Finanzielle Anreize würden Bürokratie ersetzen. Statt Behinderte ohne jede Chance auf Anstellung zu plagen, erhielten solche, die durchaus arbeiten könnten, würden sie nicht mit falschen Anreizen in ihrer Behinderung gefangen gehalten, einen Anreiz zu arbeiten. Viele würden diese Chance packen und arbeiten, wenn sie es in der Form von Schwarzarbeit nicht bereits schon tun. Ich rechne mit erheblichen Einsparungen, trotz massiv besserer IV-Leistungen.

Beleg​e und Quellen

Der Inhalt dieses Blogbeitrages wurde teilweise stark angezweifelt, deshalb hier zwei Links zu den wichtigsten Quellen:

Durchschnit​tsprämien der Krankenkassen
http://w​ww.admin.ch/ch/d/sr/8​/831.309.1.de.pdf betreffend den aktuellen Durchschnittsprämien der Krankenkassen. Es gelangen diese Sätze aktuell zur Anwendung und nicht die Fr. 3’300, die sich in den Merkblättern befinden. Grund: Die Krankenkassenprämien steigen gewaltig. Von den Fr. 3’300 gemäss Merkblatt auf die Angegebenen Fr. 4000 – 5000. In manchen Kantonen sind es bereits über Fr. 6’000.

Merkblätter der AHV-Stellen
http://www​.asb.bs.ch/5.01d.pdf ​– man beachte die Rechenbeispiele ab Punkt 26. bei den Wohnkosten habe ich die Maximalbeiträge eingesetzt. Bei Alleinstehenden kann man dies kritisieren, da vielfach Wohnungen mit Kosten unter Fr. 1’100 monatlich erhältlich sind.

Effekt von Úberentschädigungen

Etwas erstaunt hat mich die Kritik, die den Effekt von Überentschädigungen anzweifeln. Fur diese Kritik habe ich ein gewisses Verständnis. Es ist tatsächlich so, dass eine Mehrheit lieber arbeiten geht, als in einer Rente oder in Sozialleistungen hängen zu bleiben, obwohl sich mit der Arbeit das effekiv verfügbare Einkommen vermindert. Arbeit an sich hat einen Wert. Wenn aber die Wiederaufnahme der Arbeit existenzbedrohend wird oder der finanzielle Anreiz nicht zu arbeiten zu massiv ist, dann spielt der negative Aspekt der Überentschädigung. Kommt dazu, dass nicht alle Menschen Arbeiten so wahnsinnig sexy finden.

Interessant im Zusammenhang mit diesem Themi ist der Beobachterartikel «Wir denken uns krank»: http://www.beobachter​.ch/leben-gesundheit/​medizin-krankheit/art​ikel/19113/

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Comments to: Falsche Anreize ruinieren die Invalidenversichering​ (IV)
  • Januar 15, 2012

    Ich denke Sie sollten sich einwenig mehr über die Sozialversicherungen und EL informieren um eine Sachlichere Aussage machen zu können. Da Sie aber bei den Grünen sein wollen verzeihe ich ihnen ihren verwirrenden Beitrag.

    Aber mal eine andere Frage, angenommen sie werden beim Jogging von einen Mountainbiker über den haufen gefahren und wachen Querschnitgelämt im Spital auf. Würden Se sich dann eher zu den Sozialschmarotzer oder zu den berechtigten Leistungsbezüger der IV zählen.

    Gehen Sie mal davon aus der Unfallverursacher hat keine Haftpflichtversicheru​ng da diese überflüssig geworden ist.
    Oder gehen Sie davon sie seien wegen einem Schwächeanfall beim Velofahren gestürzt, die UV nicht leistungspflichtig. Was glauben Sie stünde Ihnen zu ?

    Welche leistungen glauben Sie erhielten Sie von der IV und den anderen Versicherungen, z.b. Unfallversicherung und PK Versicherungsleistung​en.

    Finden Sie auch für bezahlte Versicherungsbeiträg oder Solidaritätsbeiträge zur IV/AHV sollten Leistungsansprüche rückwirkend gekürzt werden um Versicherungsgesellsc​haften noch höhere Gewinne zu bescheren oder als Steuereinnamen den Kantone zukommen lassen.

    Die IV/AHV hätte nämlich schon lange keine Schulden mehr wenn die Kantonsbeiträge (Steuereinnahmen) für die IV/AHV von 12,5 % nicht Gekürzt wurde.
    Natürlich merken auch Sie diesen Beschiss nicht welche uns die Volksvertreter in Bern beschert haben. Mit iesen 0,8% MWST Erhöhung finanzieren wir nicht die IV, Sondern die Steuererhöhung der Kantone.

    Die grössten Versicherungsbetrüger​ sind nicht im Balkan, sondern hocken im Parlament in Bern und Kantonsregierungen.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Mahler

      Was genau finden Sie bei meinem Beitrag unklar. Ich wäre froh um Anregungen für textliche Verbesserungen.

      Zu​ Ihrer hypothetischen Frage: Bei einer Querschnittlähmung würde ich als Gönner von Nottwil bestens versorgt. Da ich Geistesarbeiter bin, hätte ich finanziell keine Einbussen und ergo auch keinen Anspruch auf Renten-Leistungen der IV. Ein angepasstes Motorfahrzeug würde mir genügen. Das würde die IV auch heute noch ohne Weiteres finanzieren. Ganz anders als Leistungen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen, die leider nicht mehr immer erbracht werden, was dazu führt das diverse Arbeitnehmer mit Behinderung seit Einführung der 5.-IV-Revision ihre Stelle aufgeben mussten.

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  • Januar 15, 2012

    Ich glaube Sie haben den Durchblick in dieser Sache nicht, glauben Sie wirklich ein Grossteil der IV Rentner seien schmarotzer !? Ok, da wurden mit sehr hohm Kostenaufwand in etwa 15 IV Betrüger gefunden.

    Sie haben auch ein falsches Verständnis was die IV bezahlt, z.b. bezahlt sie keine Motorfahrzeuge, der Amortisationsbeitrag die nicht mal die Mietkosten eines Parkplatz deckten wurden meines wissens auch aufgehoben.
    Auch gibt es keine Rente (oder gekürzte Rente) wenn der Invalide die Haushaltsarbeit und Kinderbetreuung übernimmt und die Frau arbeitet.

    Auch vom SPZ Nottwil haben Sie einen falschen Eindruck was die dortige Betreuung betrifft.
    Auch als Geistesarbeiter werden Sie infolge einer QL beruflich kürzer treten müssen und Ansprüche auf eine Rente erheben müssen. Oder wie wäre es mit einer Hirnverletzung und deren Folgen ? würden sie sich dann vom Papst heilen lassen und auf jede Versicherungsleistung​ verzichten !?

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Mahler

      Würde es Ihnen etwas ausmachen, den Text genau zu lesen? – Ich unterstelle niemandem ein Schmarotzer, Betrüger oder Simulant zu sein. Tatsache ist, dass Überentschädigungen unerwünschte Folgen haben.

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  • Januar 16, 2012

    Für diejenigen, die den Inhalt meines Artikels in Frage stellen, hier noch ein paar Links zu den wichtigsten Quellen:
    http://www.​admin.ch/ch/d/sr/8/83​1.309.1.de.pdf betreffend den aktuellen Durchschnittsprämien der Krankenkassen.
    http:​//www.asb.bs.ch/5.01d​.pdf, man beachte die Rechenbeispiele ab Seite 26.
    Mit dem Begriff «Scheininvalide» will ich niemanden beleidigen. Er scheint mir aber treffend für Personen, die ihr Erwerbspotential nicht ausschöpfen. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, dem abzuhelfen: den bürokratischen Weg über Gefälligkeitsgutachte​r, Denunziationen und langjährige Verfahren oder den liberalen Weg über finanzielle Anreize. Dass es einen dritten Weg gibt, mit Grosszügigkeit mag sein, aber für den findet man keine politischen Mehrheiten. Für mich ist deshalb klar: ich setze mich für den liberalen Weg ein.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Frau Baumann

      Sie brauchen mir das mit den Schwierigkeiten bei der Stellensuche nicht zu erklären. Ich kenne die Problematik bestens. Das ist genau auch der Grund, weshalb ich mich gegen die 5. und 6.-IV-Revision wehre. Die ganze sogenannte Wiedereingliederung ist eine Eingliederung in die Arbeitslosigkeit. Die Fantasielöhne, die den Betroffenen angerechnet werden, sind nicht realistisch.
      Dazu kommt die Verweigerung der für die Wiedereingliederung notwendigen Hilfsmittel und Verweigerung der notwendigen Aus- und Weiterbildung.
      Und genau deshalb braucht es anstelle der unnützen IV-Wiedereingliederun​gsbürokratie neue Lösungsansätze.
      Wie würde denn Ihr Lösungsansatz aussehen?

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    • Juli 19, 2021

      Das mit der Unterfinanzierung ist mir bewusst. Die Verbände haben da tatsächlich geschlafen, da man bis kurz nach der Jahrtausendwende davon ausging, dass die Leistungen letzendlich finanziert würden. 1998 wurden im Zuge der Gleichstellung ja noch Zusatzrenten für Ehemänner eingeführt. Obwohl schon damals gab es willkürliche Rentenverweigerungen.​ Insbesondere, wenn jemand sich anstrengte im Arbeitsprozess zu halten, statt direkt eine Rente zu beantragen, wurde ihm dies oft zum Verhängnis.
      Der Strukturwandel geht leider in die falsche Richtung: Nischenarbeitsplätze verschwinden.
      In unserer Vereinigung der Gelähmten haben wir fleissig Unterschriften gegen die 5.-IV-Revision gesammelt. Aber ich geb’ Ihnen Recht, viele Behindertenorganisati​onen, vor allem diejenigen, die nicht auf Selbsthilfe bauen, haben die Menschen mit Behinderung teilweise im Stich gelassen. Diese Fremdhilfeorganisatio​nen verfolgen halt ihre eigenen Interessen.
      Jetzt stehen wir halt vor diesem Scherbenhaufen: Eine Invalidenversicherung​, die ganze Behindertengruppen (Schmerzpatienten, psychisch Behinderte, Schleudertrauma) im Stich lässt, die in jahrelangen Verfahren die Leute so krank macht, dass sie schlussendlich doch eine Rente brauchen oder dann in die Arbeitslosigkeit integriert.
      Ich denke es braucht da konkrete Vorschläge mit einer Chance auf politische Mehrheiten.

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  • Januar 16, 2012

    Zitat: “Ich zum Beispiel arbeite seit 20 Jahren selbständigerwerbend oder in Positionen, in denen Krankheit nicht bezahlt wird: Ich habe seither nicht einen Arbeitstag wegen Krankheit gefehlt: Zufall?”

    Herr Heeb verwechselt Ursache und Wirkung. Wer gesund ist, kann eine solche Tätigkeit wählen. Besonders als Jurist =ohne anstrengende Arbeit und ohne berufliche Belastungen wie Staub, Lärm, Erschütterungen, Verletzungen, Mobbing, Bossing, Rationalisierungsdruc​k, PFZ-Lohndrückerei, etc., bleibt Herr Heeb locker auch gesund darin, bis zum Rentenalter.

    Wer hingegen schon gesundheitlich angeschlagen ist (z.B. durch ungesunde=unprivilieg​ierte Wohnlage und Passivrauchen ab Geburt), der hat gar nicht die Option auf so einen Job wie Herr Heeb. Ist derjenige dann im Anstellungsverhältnis​ auch noch den obengenannten Belastungen ausgesetzt, dann wird er noch mehr Krankheitstage einfahren, oder eben gar zum IV-Fall. Dass ausgerechnet Herr Heeb aus seiner privilegierten Lage heraus solche bedauernswerten Fälle als “Scheininvalide” diffamiert und mit seinen Null Krankheitstagen prahlt, ist unschön. Ausgerechnet in seiner Partei, die noch mehr Scheininvalide v.a. aus dem Balkan hereinholen und (selbst wenn sie sozialbetrügen oder kriminell werden) in der Schweiz behalten will… (was helfen wohl dort seine “Anreize zur Arbeit”, zumal wenn die Sozialdetektive mit dem Tod bedroht werden?)

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    • Juli 19, 2021

      Da geb ich Ihnen voll und ganz Recht. Aber das ist ja genau das Problem: Im heutigen Rentensystem haben Arbeitnehmer mit tiefen Einkommen sehr schlechte Chancen eine IV-Rente zu erhalten, da ihnen bei einer Invalidität fiktive Einkommen angerechnet werden. Der Vergleich zwischen dem früheren Einkommen (Validenlohn) und dem fiktiven Einkommen (Invalidenlohn) ergibt dann gar keinen Rentenanspruch. Nach der heutigen IV-Praxis erhalten diese tatsächlich Invaliden niemals eine Rente der IV, sie werden um diese Versicherungsansprüch​e geprellt, obwohl sie immer Prämien bezahlt haben.

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  • Januar 16, 2012

    Interessanter und übersichtlicher Beitrag!

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  • Januar 16, 2012

    Mag sein Herr Heeb das Sie eine Überentschädigung in der IV sehen, z.b. eben Kinderrente oder die aufgehobene Ehepaarrente. Betrachtet man das aber differenziert erhalten oder erhielten diese Personen nicht zu viel Geld und Sachleistungen aus der IV , sondern die Menschen denen es Monetär anscheinend weniger Prächtig geht zu wenig. Gesammthaft sind aber die Kosten der IV zu klein das dort gespart werden müsste.

    Die Sparmassnahmen bei der IV sind und waren nichts weiter als ein Beschiss der Bürger und Steuerzahler und AHV/IV Beitragszahler.
    Leider haben die wenigsten Zeit sich mit dem Inhalt der IV Revisionen zu beschäftigen, darum merkt auch kaum jemand wie er als Bürger von den Obrigen in Bern beschissen und verarscht wird.

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  • Januar 20, 2012

    Das Märchen mit der Überversicherung kommt ja von Blochers Verdummungspropaganda​. Ein IV Rentner bekommt ja wegen der Einkommenseinbusse eine IV Rente von Maximal 1900.- wenn er ein überdurchnittliches Einkommen hatte. Der Durchschnitt liegt bei etwa 1600.-.
    Wo gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen der Kinderzulage des Arbeitnehmer und der anscheinend zu grosszügigen Kinderrente eines Invaliden ?
    Das ist wie wenn man begründen würde AHV Rentner welche ein Einkommen durch Mietzinseinnahmen haben hätten keinen Anspruch mehr auf die AHV.

    Die IV braucht keine Sparmassnahmen, die Menschen brauchen die Kontonsbeiträge von 12,5% wieder zurück damit z.b. Rollstühle und Anpassungen der Wohnung wieder bezahlt werden.

    Die Politiker in Bern haben es lediglich geschaft auf dem Buckel von Behinderten mehr Steuereinnahmen zu generieren. Die Kosten der IV stehen auch in keinem Verhältnis zu den anderern Explodierenden kosten, z.b. der Wohnkosten und stagnierenden Einkommen durch die PFZ.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Mahler

      Das was Sie als «Verdummungspropagand​a» bezeichnen ist so erfolgreich, weil tatsächliche Probleme dahinter stehen. Dies bei der Migration, der Integration oder eben hier, bei den Überentschädigungen. Der Schweizer Büetzer ist ja nicht blöd: er sieht was sich der IV-Bezüger leisten kann, seine Kinder gehen mit den Migrantenkindern in die Schule, er wohnt zusammen mit den Ausländern oder fürchtet all dies, obwohl er auf dem Land wohnt und diese Probleme nur vom Hören-Sagen her kennt. Diese Leute sind sogar die empfänglichsten für Propaganda, da ihnen die positiven Erfahrungen mit Migranten und IV-Bezügern fehlen.
      Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: die Probleme kleinreden und verdrängen oder sie lösen. Ich bin dafür sie zu lösen.
      Dass die IV-Renten gering sind ist mir bekannt, aber zusammen mit den Ergängzungsleistungen​ übersteigen sie deutlich das Existenzminimum, mit dem zunehmend viele Familien auskommen müssen. Für Alleinerziehende ist das Existenzminimum heute die Regel, nicht die Ausnahme. Daran ändern die Kinderzulagen wenig.
      Haben Sie etwas Besseres zu bieten, als nur die SVP zu verteufeln?

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    • Juli 19, 2021

      Zitat H.Heeb: “Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: die Probleme kleinreden und verdrängen oder sie lösen. Ich bin dafür sie zu lösen.”

      Sehr gut. Aber dafür sind Sie leider in der falschen Partei…

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    • Juli 19, 2021

      Nur die Symtome einer fehlgeleiteten Migrationspolitik zu bekämpfen kann nicht die richtige Lösung sein. Würde man das mit der IV weiter so handhaben kann man sie ja gerade so gut abschaffen, die IV Beiträge als Steuer einbehalten und Behinderte wie in Bulgarien in Kartonschachteln verstecken.

      Sind Sie wirklich der Meinung Herr Heeb, das es Behinderte mit EL zu gut geht und besser gestellt sind als andere die arbeiten und auch wenig haben..

      Sie sollten sich wirklich mal genauer informieren wie das mit der EL läuft, nur weil ein Jugo mit seiner 5 Köpfigen Familie einer Gemeinde auf der Tasche liegt muss man die IV/AHV auch nicht in frage stellen. Übrigens könnte es Sie auch mal selber treffen auch wenn Sie sich als Unverwundbaren halten.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Maler

      Das ist genau der Punkt. Mit der häutigen IV-Praxis erhält ein Behinderter eine Rente oder eventuell auch nicht. So könnte es auch mich treffen, dass ich trotz der vielen Versicherungen, z.B. bei Rückenproblemen, die wegen der Schmerzen zu Persönlichkeitsveränd​erungen und Stellenverlust führen, plötzlich mittellos dastehe.

      Zudem werden die Betroffenen in jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit der IV und ihren Gefälligkeitsgutachte​rn verwickelt. Ich betreu ganz selten solche Verfahren. Diese dauern ohne Weiteres mehr als fünf Jahre. Das macht krank.

      Personen mit Rente leben in ständiger Existenzangst, diese zu verlieren. Mein Angestellter, erbringt bei jeder Rentenrevision jeweils während Monaten keine Leistung mehr, weil in das Verfahren so ängstigt. Wie will man die Leute in die Arbeitswelt integrieren, wenn man sie gleichzeitig darart terrorisiert?

      Fazi​t: Die IV in der heutigen Form ist eine Lotterie und macht krank.

      Es scheint mir aber politisch naiv von diese Lotter-IV wegkommen zu wollen, ohne im Gegenzug etwas in die Waagschale zu werfen. Politik ist ein Geben und Nehmen. Wir geben die Überentschädigungen weg und verlangen dafür eine grossherzigere Praxis.

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    • Juli 19, 2021

      Nun das stimmt nicht ganz das Jemand mit einer Einkommenseinbusse je nach Wetterlage oder Stimmung bei den IV Sachbearbeiter eine Rente gesprochen wird oder nicht. Allerdings waren wenige Prozente angerechnetem Invalideneinkommen bei tieferen Ausschlaggebend ob jemand eine IV Rente erhält oder nicht. Aber auch Hausfrauen erhalten eine IV Rente je nach Einschränkung im Haushalt auch wenn als Validenhausfrau kein Einkommen generiert wurde. Leider sind und waren IV Sachbearbeiter bei der Festsetzung der Invalidität überfordert und oft wurden willkürlich falsche Annahmen zur Berechnung herangezogen. Wer gut z.b. als Pilot gut verdiente erhielt auch eine 100 % IV Rente auch wenn er z.b. zu 100% als Gärtner arbeitet und in der Freizeit Skitouren unternimmt. Voraussetzung ist die Erwerbseinusse weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Z.b. Gymmilehrer 200k Einkommen, Gärtner 50k Einkommen = 75% Erwerbseinusse und somit 100% IV Rente.

      Anders ist es z.b. bei Menschen die in jungen Jahren eine Krankeit /Unfall erleiden, die erhalten keine IV Rente wenn Sie Berufstätig werden, auch wenn der Gesundheitsschaden noch so ausgeprägt ist, z.b. Komplette Tetraplegie.
      Stossen​d ist es allerdings schon wenn an Rollstühlen, Teppenliften usw. gespart werden soll.

      Änderungen bei der IV, insbesondere Leistungsabbau müsste auch überproporzionale Beitragskürzungen bei Gutverdienern mit sich bringen da dies ja sonnst ein weiterer Beschiss der Beitragszahler wäre. Weniger Leistung= weniger Beiträge. Die IV/AHV wird aber leider zunehmend als Steuereinnahme der Kantone Missbraucht.

      Weitere Sparmassnahmen und Abbau bei der IV kommt einer Enteignung gleich.

      Das aber eine IV Rente krank machen würde sehe ich als absoluten quatsch an, gerade so gut kann man mit der Begründung die AHV abschaffen da viele Pensionierte zu Alkoholiker werden.
      Ich kann es nicht oft genug widerholen, in der IV gibt es sicher keine Überentschädigung, eher willkürliche geringschätzung der Mitmenschen und schikaniererei Behinderter.

      Grossherzige Praxis hört sich gut an, aber was meinen sie damit ? Das in Behindertenheimen weniger beim Essen gespart wird und mehr Blumen hingestellt werden !?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Maler

      Ich habe nie behaubtet, dass die IV-Renten je nach Wetterlage gesprochen werden. Es gibt da gewisse Regelmässigkeiten:
      •​ Wer früher (vor 2004) irgend ein gesundheitliches Problem hatte und sich bei der IV meldete, wenn Arbeitgeber und Hausarzt mitspielten, der hatte seine Rente auf sicher. Es gab keinerlei Überprufungen.
      • Wer sich versuchte im Arbeitsprozess zu halten. Der wurde daran aufgehängt. Oft erhält er keine Rente.
      • Personen mit körberlichen, sichtbaren Problemen bekommen leichte eine Rente als Personen mit nicht sichtbaren Problemen. Deshalb ist es manchmel noch schwierig einen IV-Rentern mit Migrationshintergrund​, der mite dem falschen Bein hinkt, zu verurteilen. Vielleicht hat er ja wirklich ein Problem, simuliert aber aus Angst ein sichtbares Gebrechen.
      • Wer Zahlen liefern kann, z. B. einen aktuellen Lohn, hat in der Regel weniger Probleme, das Risiko ist geringer keine Rente zu erhalten, als wenn ein fiktives Einkommen angerechnet wird. Dieses ist in der Regel phantastisch hoch (basierend auf sogenannten Tabellenlöhnen, die die IV-Verwendet, weil entsprechende Stellen schlicht inexistent sind, umschrieben wird die Tätigkeit mit «wechselnde, angepasste, nicht belastende Tätigkeit, bei der jederzeit Pausen möglich sind»).
      • Hausfrauen erhalten in der Regel keine Vollrenten. Es ist einfacher eine Rente zu erhalten, wenn man erwerbstätig ist.
      • Drögeler und ALkoholiker erhalten relativ leich eine Rente, da hier ein Päckli zwischen IV-Stelle und Sozialämtern gemacht wird
      • Mit der 6. IV-Revision sollen ganze Behindertengruppen ausgeschlossen werden. Ebon ganz typisch, die mit den Rückenschmerzen.

      S​chmerzen sind etwas ganz subjekives. Der eine geht arbeiten und lenkt sich so ab, der andere kann gar nicht mehr arbeiten. Deshalb plädiere ich dafür finanzielle Anreize zum Arbeiten zu geben. Das ist das Einfachste.

      Dass es keine Überentschädigungen gibt ist Unsinn: Jedes Merkblatt zu Ergänzungsleistungen zeigt das Gegenteil auf. Wobei beschönigend die Mietziensen und insb. die Krankenkassenprämien in den Berechnungsbeispielen​ zu tief ausgewiesen werden und Beispiele von Familien mit Kindern fehlen. Auch der Steueraspekt wird ausgeblendet.

      Und zur Wirkung von Überentschädigungen nur eine kleine bescheidene Frage: Würden Sie arbeiten gehen, wenn sie dadurch ihr Einkommen stark reduzieren oder gar Ihre Existenz gefährden?

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    • Juli 19, 2021

      Sie meinen also es sei ein Problem wenn IV Rentner mit oder ohne EL an einem Erwerb nicht interessiert sei. Das wurde so viel ich weis ab 1.1.2012 Geändert. Ich kann mich auch irren und das noch kommen wird.

      Ich jedenfalls kann immer noch keine Überentschädigung sehen, weder mit der IV Rente noch mit der EL. In der EL werden Vermögen ja auch angerechnet.
      Schliesslich erhalten IV Rentner eine Rente weil oblig. Versichert sind und nicht mehr fähig sind einem Job nachgehen zu können. Auch sind Teilzeitjobs von z.b. 30% eher die Ausnahme das die Resterwerbsfähigkeit verwertet werden kann.

      Ich kann bei weitem keine Überentschädigung erkennen, eher ist es so das die IV und EL zu wenig bezahlt. Eine Wohnung für Fr. 1200.- Monat findet man im Raum Zürich schon lange nicht mehr.
      Ich denke das wer findet, IV Rentner seien zu gut gestellt, sollte sich mal in die Situation eines Behinderten versetzen, z.b. sich vorstellt mit dem Rollstuhl den Alltag zu meistern und mit vollgeschissenen, riechenden Windeln einen Arbeitgeber zu finden.

      Sicher braucht es in der IV Verbesserungen, aber Sparen wird man in diesem Bereich sicher nichts da ja auch Sie sagen das die Sozialhilfe mehr belastet wird bis dort angefangen wird zu sparen.
      Jedenfalls muss die Steuererhöhung der Kantone auf dem Buckel der Behinderten rückgängig gemacht werden und der IV mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Es werden mittlerweile nicht mal mehr Umschulungen bezahlt welche Menschen weniger von der IV abhängig macht. Faktisch dienen Umschulungen nur dazu um die Rente kürzen zu können.

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    • Juli 19, 2021

      Nimmt mich mal wunder ob Sie bei der EL zur AHV (bei Pensionierten) auch der Meinung sind das diese zu grosszügig ausfällt.

      Noch zu der Frage ob ich arbeiten wollen würde und die Restarbeitsfähigkeit verwerten würde.
      Wenn ich könnte, sicher. Aber da ich ja auf Grund eines Gesundheitschadens eine IV Rente erhalte wird dies nicht möglich sein. Vielleicht in einer geschützten Werkstätte ohne Arbeitsvertrag.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Mahler

      Ergänzungsl​eistungen sind nicht zu grosszügig, sondern angemessen. Es wäre wünschenswert, sie möglichst nie kürzen zu müssen. Nur: Viele Familien, faktisch die Mehrheit der Alleinerziehenden, muss mit weniger Geld auskommen.

      Überver​sichernung heisst nicht, dass der Rentner zu viel geld zum Leben erhält, sondern dass er mehr erhält, als wenn er arbeiten würde. Ein Frühinvalider, z.B. könnte ohne Invalidität rund 72’000 jährlich verdienen. Bei ihm wäre eine Kürzung unnötig.

      Selbstver​ständlich müssten auch die invaliditätsbedingten​ Mehrkosten, z.B. eine rollstühlgängige Wohnung, oder Assistenzkosten bei der Vergleichsrechnung berücksichtigt werden.

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  • Oktober 9, 2012

    Mehr Informationen zum Thema von einer auf IV-Recht spezialisierten Fachstelle http://www.integratio​nbehinderung.ch/Hinte​rgrundinfos.html

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    • Juli 19, 2021

      OK, ich lass diese Werbung mal so stehen. Dafür informieren Sie uns bei Gelegenheit, wie viele der Beratenen tatsächlich eine Stelle gefunden haben.

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    • Juli 19, 2021

      Meinen Sie jetzt in der Privatwirtschaft oder im 2. und 3. Arbeitsmarkt? Zudem ist es auch eine Frage des Angebots, nicht nur der Nachfrage.

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    • Juli 19, 2021

      Das Kriterium ist ganz einfach: wie viele erreichen dank Ihrer Beratung eine Stelle, in der sie so viel verdienen, wie die IV als hypothetisches Einkommen anrechnet.

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    • Juli 19, 2021

      Für diesen Job delegiere ich an Dritte, Spezialisierte. Ich helfe allenfalls per Gesuch finanzieren. Profil heisst diese Stelle, im St.Gallischen haben die Routine. Reicht Ihnen das jetzt?

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    • Juli 19, 2021

      Rechtlich völlig unproblematisch…

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    • Juli 19, 2021

      Profil, das kenne ich. Wenn Sie an diese Organisation verweisen müssen, dann sieht es aber zappen duister aus.
      Heute war übrigens ein Artikel in der Thurgauerzeitung. 20 IV-Vermittler (Zitat «Eingliederungsspezia​listenL» im Thurgau konnten 10 Firmen (Zitat «Daniel Naef rundete wohl ein bisschen auf») gewinnen (Schnitt also 0,5 Firmen), die probeweise Menschen mit Behinderung einstellen.
      Na ja wenigstens habe viele Motivationstrainer und Berufsberater (alle in der Regel ohne Behinderung) eine feste Anstellung.

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  • Juni 24, 2013

    Aufgrund der Rentenverweigerungspr​axis der IV schnellen die Kosten der Ergängzungsleistungen​ in die Höhe. Eine Arbeitsgruppe der IV-Stelle Thurgau fordert deshalb unter anderem, die Ergänzungsleistungen massiv zu kürzen und dies nicht etwa nur bei Überversicherung:
    ht​tp://www.tg.ch/docume​nts/Bericht_Massnahme​n_Kostendaempfung_Erg​aenzungsleistungen.pd​f
    Ich denke, mein Vorschlag, die EL nur bei Überentschädigung zu kürzen und zwar entsprechend dem Einkommen ohne Behinderung wäre ein vernünftiger Kompromiss.
    Krass ist, dass die Arbeitsgruppe der IV-Stelle Thurgau die Anrechnung der hypothetischen Einkommen verlangt. Das sind jene Fantisieeinkommen, die die angeblich in den Arbeitsmarkt Integrierten nach Meinung der IV-Stellen verdienen könnten, falls sie Arbeit finden. Nur: Ich kenne bis heute keinen Menschen mit Behinderung, der den von der IV-Stelle verfügten hypothetische Tabellenlohn im Arbeitsmarkt erzielt. Falls jemand eine solche Person kennt, ich wäre an einem solchen positiven Fallbeispiel interessiert. Auch Herr Stefan Kirchgraber, ein IV Berater, der von den armen Kerlen lebt, die verzweifelt eine Stelle suchen und meinen Blog für Eigenwerbung missbraucht hat, habe noch nichts gehört, wieviele Eingliederungswunder ihm in der Zwischenzeit gelungen sind.

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    • Juli 19, 2021

      Die IV-Bürokratie muss angegangen werden. 2007/Aera BR Couchepin hat man innert 6(!) Monaten 40 000 Schweizer Paaren die Partnerrenten ersatzlos gestrichen. Was hat man daraus “gebastelt”? Nur noch mehr Bürokratismus, mitunter hohe Gagen an MEDAS-Rentenverhinder​er ohne CH-Berufsbewilligunge​n gewährt. Wenn Medien darüber berichten wollen, werden Maulkörbe verteilt. IV derzeit erbärmliche, verlogene Vesicherung, nur damit man geschönte Statistiken verbreiten kann.

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