1. Verkehr

Fluglärmstreit – wenn bereits die Statistik manipuliert ist

Im Fe­bruar 2010 wurde der SIL-­Schluss­be­richt​ (Sach­plan In­fra­struk­tur der

Luftfahrt) veröffentlicht. Die Datengrundlage, auf die sich der Bundesrat in seiner Entscheifindung stützte, hat sich in der Schlussphase des SIL-Prozesses auf geheimnisvolle Art verändert. Erst diese Veränderung ermöglichte es dem Bundesrat, die Varinte J mit Pistenausbau und Ostaursrichtung zu bevorzugen. Angeblich sind bei dieser Variante am wenigstens Menschen lärmexponiert. Angeblich: denn die Überprüfung der wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen diese Schlussfolgerung beruht, konnte diese Schlussfolgerung nicht bestätigen. Offensichtlich wurde der Bundesrat durch durchpolitische Lobbyarbeit, statt durch saubere wissenschaftliche Datengrundlagen, beeinflusst. In er Zwischenzeit ist das Departement Bundesrätin Leuthard unterstellt. Sie wurde über die nebulöse Auswertung der statistischen Daten inormiert. Ohne Transparenz und saubere Analysen werden wir keine Lösung finden im Fluglärmstreit.

Ich hoffe, dass wir für die zukünftige Lösungssuche sorgfältig handeln, auf einer gemeinsamen Basis wissenschaftlich ausgewerteter Daten. Vielleicht kommen wir dann schneller zu einem breiter akzeptierten Schlussfolgerung, die durchaus lauten könnte: das jetzige Flugregime ist verträglich, einseitige Fluglärmverlagerungen​ und Flughafenausbau bescheren uns nur Blockaden!  

 

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Comments to: Fluglärmstreit – wenn bereits die Statistik manipuliert ist
  • Oktober 3, 2011

    Leider muss ich Ihnen da zustimmen, Frau Yvonne Gilli.

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  • Oktober 4, 2011

    Sehr geehrte Frau Gilli
    Lustig wie es bei den Linken und Grünen zu geht und plötzlich haben alle Lösungen und das vor den Wahlen.
    Bin gespannt wie die eigenen Einstellungen nach den Wahlen wieder ausfallen
    Freundlich​e Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrte Frau Wulkow-Nyffeler
      mein​e Haltung können Sie überprüfen – ich engagiere mich nicht erst seit dem Wahlkampf für die Themen, zu denen ich mich äussere.

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    • Juli 19, 2021

      Lustig geht es auf der Welt zu und erst recht wenn es um Wahlen geht Frau Wulkow nicht alle können Ihre Meinung haben.
      Im überigen haben alle Parteien Ideeen nur bei denmeisten fehlt die Umsetztung worte sind leicht gesagt aber Taten da müssen links und rechts miteinader reden und daran scheitert doch alles .

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Narr
      Sie sagen es ,reden kann jeder, bin gespannt wer zuerst etwas bewegt und umsetzt.
      Freundliche​ Grüsse

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  • Oktober 5, 2011

    blablabla, gibt es hier nicht auch viele Linke und Grüne, die Viel- und Dummfliegerei betreiben, aber trotzdem eine dumme Klappe über den Fluglärm und Flughafen haben?! Dieses Geheuchel kennen wir ja auch von den Grünen, SP und Grünliberalen in Sachen Zweitwohnungen – kalte Betten – CO2 Emissionen usw. Auch hier gibt es dann Politiker von GP, GLP und SP die Ferienhäuser haben! Wasser predigen und Wein saufen! Sogar Frau Ruth Genner benützt für eine Reise nach Uri die Limousine und nicht den ÖV!

    So weiss ich halt auch nicht, ob jetzt die Statistik gefälscht ist, die grünen Politiker oder gar beides?

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  • Oktober 6, 2011

    Tja, dann tauchen Artikel auf, was Frau Ständerätin Verena Diener GLP anbelangt.
    Ich meine ja nur, das wurden schon diverse Male im Bündnerland Leute die Ferienhäuser haben und nicht benützen, oder nnur ein paar Wochen im Jahr, regelrecht Angefeindet.
    Bei einer Frau Ständerätin Verena Diener, GLP, heisst es dann auf einmal, das sei doch Privatsache.

    Ja Guuut, es gibt noch so vieles was eigentlich Privatsache wäre, wo von Links Grüner Roter Seite laufend in diese Privatsphäre Einmischungen stattfinden.
    Ja, solche Politikerinnen und Politiker sind so einfach unglaubwürdig.

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  • Oktober 8, 2011

    Frau Gilli wer glaubt schon einer Statistik ich nicht alle sind von Menschenhand gemacht da fliesst halt einfach die eigen Gefühle in die statistiken.

    Zum Thema Fluglärm wer in die Ferien fliegt der fliegt ob mit Lärm oder ohne das ist Ihm gleich und zwar alle.
    Eine Weltstadt kann man nicht sein ohne Flugplatz und dessen folgen.
    Leben sie neben einer Bahnlinie, auch dieser Lärm wird geduldet und hingenommen.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Narr
      ich habe nie gesagt und werde dies auch nie sagen, dass wir ohne Fluglärm auskommen werden. Ich spreche über die aktuellen Pläne, wie der Fluglärm über der Schweiz verteilt wird in Zukunft. Es gibt viele über den Grenzwerten lärmbelastete Menschen in der Schweiz, sowohl an Bahnlinien als auch an stark belasteten Strassen. Auch sie kämpfen mit Recht und Anspruch auf eine Besserung für Ihre Gesundheit. Ich werde sie darin unterstützen.

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  • Oktober 12, 2011

    Sehr geehrte Frau Gilli
    Was kommt als nächstes: Blaulicht und Sirenen verbot für Notfall, Feuerwehr und Polizei???

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  • Oktober 12, 2011

    Eine Objektive Messung des Fluglärms existiert nicht. Die einen Wohnen in Kloten und die stört es nicht und die anderen 30km weiter in Turbenthal fühlen sich belästigt. Ich sage daher: Jeder kann frei seinen Wohnort wählen.
    Der Flughafen ist für unsere Wirtschaft überlebenswichtig und ein Grundpfeiler für den Erfolg der Schweiz. Während ich diese Zeilen schreibe sind gerade 3 Flugzeuge vorbeigeflogen…. Und mich stören die nicht.

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  • Oktober 18, 2011

    Herr Hans Meier,
    Die Aussage, “Eine Objektive Messung des Fluglärms existiert nicht” stimmt nicht.
    Die Schweiz und Deutschland haben sich zusammengetan, weil gegenseitig die Messungen angezweifelt wurden.
    Am 29 Oktober 2009 wurden die gemeinsamen Lärmmessungen veröffentlicht. Deutschland, insbesondere der Landkreis Waldshut, speziell Hohentengen am Hochrhein, kommen da sehr schlecht weg.
    Querulanten, Fanatiker akzeptieren die gemeinsam durchgeführten Ergebnisse nicht. Baden-Württemberg hat ja nun seine Neue Regierung, 60CDU, 36Grüne, 35SPD, 7FDP/DVP. Regierungschef ein Grüner.
    Gerichtlich
    Auch wenn Hohentengen, geht man hin und schaut diese Belastungen an, mit einer LÜGE arbeitet, unterstützt durch Medien damals, muss festgehalten werden, dass kein Land verpflichtet ist, den Lärm und sei er noch so klein von einem anderen Land zu akzeptieren.

    Gekrö​pfte An und Abflüge:
    Deutschland​ erpresst die Schweiz mit dem Entzug der Flugsicherung über deutschem Gebiet, falls wir gekröpfte Varianten also fliegen entlang der Grenze, umsetzen wollen.

    Nach diesen Drohungen hat das Bazel diese Varianten mal verworfen.

    Den lieben Grünen und Sozialisten hier im Land Schweiz empfehle ich, sich einmal mit den Genossinnen und Genossen aus dem Süddeutschen Raum zusammen zu setzen und auf diese Erpressungen und Nötigungen zu verzichten.
    Will man etwas am Flughafen verändern, ABER wollen das unsere Fanatiker unsere lieben Grünen und Linken denn? NEIN, die wollen das nicht.

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