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Frau Eva Herzog: Wir brauchen keine Salon-Sozialdemokrate​​​​​n

Zusammenfassung der bei­den vor­an­ge­hen­den Artikel:

Frau Herzog:
Wir brau­chen keine So­zis, die den Bür­ger­li­chen hoffieren.

Lieber waschechte Sozis als solche Salon-Sozi, die um eines höheren Amtes willen bürgerliche Haltungen vertreten: Eva Herzog möchte gerne Stände-, ja Bundesrätin werden!

Mit der Ablehnung der USR III hat Eva Herzog, Regierungsrätin BS auch eine persönliche Niederlage erlitten.

Sie und der Salon-Sozi Prof. Dr. Daniel Jositsch aus Zürich waren die Abtrünnigen der SP, die die USR-III aktiv unterstützt hatten.

Bereits 2012 hat Eva Herzog eine eklatante Niederlage erlitten: Die Basler Stimmbürger lehnten die von ihr lancierte Senkung der Unternehmensgewinnste​​​​​uer ab, nachdem ihre eigene Partei das Referendum ergriffen hatte.

Am Wochenende (11./12.02.2017) erlebte Herzog bereits die zweite Niederlage bei der Unternehmenssteuerref​​​​​orm.

Aber Eva Herzog buhlt weiter um die Gunst der Bürgerlichen: 

“Nach dem Nein zur Unternehmenssteuerref​​​​​orm III stehen verschiedene Vorschläge für eine Neuauflage zur Diskussion. Die Vizepräsidentin der kantonalen Finanzdirektoren, Eva Herzog, findet die Idee interessant, die USR mit der Reform der Altersvorsorge zu verknüpfen.

Eine Verknüpfung würde gemäss Herzog einen guten Kompromiss [wir wollen keinen Kuhhandel!] ermöglichen: “Die Sieger auf der linken Seite mässigen sich bei den Forderungen bezüglich einer neuen Steuerreform, dafür kommt man ihnen bei der Altersvorsorge entgegen”, sagte sie im Interview mit der “NZZ am Sonntag”. [das sind zwei Themen, die keinerlei Gemeinsamkeiten haben; Kriterium der “Einheit der Materie” in keiner Weise erfüllt].

Eva Herzog, die sozialdemokratische Basler Finanzdirektorin, welche die USR III unterstützt hatte, rät ihrer eigenen Partei zur Zurückhaltung [exakt das Falsche!]. Verlange die linke Seite bei der Gegenfinanzierung zu viel – beispielsweise eine Erhöhung der Dividendenbesteuerung​​​​​ oder eine Kapitalgewinnsteuer -, “dann dürfte keine Einigung mit der bürgerlichen Seite zustande kommen”.

Lassen wir das Volk entscheiden!

Fazit:
Frau Eva Herzog, Regierungsrätin BS:
ihr Vorschlag – ein Kombipaket von USR und AHV – bewirkt Verwirrung, ja Lähmung [ist das beabsichtigt?], ist einer echten Lösung abträglich!

Quelle:
“Die Unternehmenssteuer- und die AHV-Reform könnten verknüpft werden”
„Aargauer Zeitung“ vom Sonntag, den 19.02.2017 um 16:35 Uhr; Quelle: „sda“

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Comments to: Frau Eva Herzog: Wir brauchen keine Salon-Sozialdemokrate​​​​​n
  • Februar 20, 2017

    Im Einklang mit dem Geld- und Wirtschaftssystem, kann man natürlich den Rückfluss der Staats- und Sozialausgaben, direkt zwischen Wirtschaft und Staat abwickeln!
    Der Parameter für das Substrat Erwerb ist und bleibt die Wirtschaftsleistung! Sowohl der Nettowert Arbeit/Ersatzleistung​ als auch die Ersatzleistungen (einheitlich = Kopfpauschale), sollte einen ordentlichen Lebensunterhalt abdecken (Umlageverfahren)! Eine höhere Vorsorge ist und bleibt Privatsache!

    Die heutigen Systeme dienen jedoch der Verwirrung und Spielformen für Ökonomen und Politiker! Natürlich sind auch Arbeitsplätze mit der Verschlankung der Administration verbunden!

    Sowohl das Renteneintrittsalter als auch die Lebenserwartung haben auf die Abdeckung der Bedürfnisse, überhaupt keinen Einfluss! Die generierte Kaufkraft bestimmt die Nachfrage und Wirtschaftsleistung!

    Beispiel: Wenn 60% der Arbeiten zur Bedürfnisabdeckung von Robotern erledigt werden, wie wird die Kaufkraft auf die Abnehmer (100%) übertragen? Das Geld ist und bleibt Mittel zum Zweck!

    Die jetzigen Formen dienen einzig der Verwirrung und unnötigen Arbeitsplätzen, damit die Manipulationen von Ökonomen und Politiker auch gelingen! Der Denkfehler wonach die Wirtschaftsleistung von der Anzahl Beschäftigten abhängig sei, ist eine Erfindung aus dem Mittelalter! Mit Zunahme der Automatisation sollte der Irrtum längst erkannt sein?

    Die Lex Berset 2020 bedient weiterhin die kreierten Falschspielformen, damit die einseitige Verteilung der Geldmengenerhöhung auch gelingt! Das Geld ist nicht knapp, es wird knapp gelogen!

    Die Aufteilung auf Arbeit- Geber und Nehmer dient nur den Spielformen für Ökonomen und Politiker! Natürlich sind auch Arbeitsplätze damit verbunden!

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  • Februar 20, 2017

    Eva Herzog hatte bei den Regierungsratswahlen das beste Resultat. Ihr Einsatz PRO USR III und GEGEN ihre Partei bringt nun die Basler SP-Finanzdirektorin national in eine aussichtsreiche Position.

    “Selten war der Name einer Basler Politikerin in der Wandelhalle so oft zu hören wie am 14. Juni dieses Jahres. Es war der Tag, an dem unter der Bundeshauskuppel die endgültige Version der Unternehmenssteuerref​orm III (USR III) verabschiedet wurde. Und es war der Tag, der eine Siegerin kannte: Eva Herzog.

    Der Sozialdemokratin aus der reichen Pharmastadt war es gelungen, die Interessen der Kantone im Parlament durchzudrücken. Als Vizepräsidentin der kantonalen Finanzdirektorenkonfe​renz hatte Herzog die rechte Ratsmehrheit vor die Wahl gestellt: Sollte an einigen umstrittenen Steuerabzügen fest­gehalten werden, würden sich die Kantone im Abstimmungskampf auf die Seite der SP schlagen – und die Vorlage zur Ablehnung empfehlen. Das Powerplay funktionierte. Zerknirscht trat SVP-Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher ans Rednerpult und streckte die Waffen.

    Herzog feierte damals ihren Triumph mit persönlicher Anwesenheit in Bundesbern. Man sah sie im Parlamentariercafé im Gespräch mit National- und Ständeräten sowie Journalisten. “

    http://bazonline​.ch/basel/stadt/eva-h​erzogs-weg-in-den-bun​desrat/story/27436921​

    Dieser Aspekt sowie der Umstand, dass die SPS wiederum auf eine Frau aus der Deutschschweiz setzen wird, wenn Frau BR Sommaruga zurücktritt, machen Frau RR Herzog tatsächlich zu einer von den Bürgerlichen wählbaren SP-Bundesrätin. Mit einer Nominierung könnte sich die SPS aber schwertun. Es kommt dann darauf an, wie sie diesen Einsatz von Frau RR Herzog für die Kantone bewertet. An geeigneten Kandidierenden für den Bundesart fehlt es der SPS nicht.

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  • Februar 21, 2017

    1) “Wir brau­chen keine So­zis, die den Bür­ger­li­chen hoffieren. (…)”
    Wer “wir”, bitte, Herr Meyer? Die $VP-Mitglieder?

    2)​ Auch Herr SR Jositsch bringt sich als Anwärter für den Bundesrat bei den “Bürgerlichen” als wählbar ins Spiel. Das ist nicht verboten. Dass ihn die Bundeshausfraktion der Sozialdemokratische Partei der Schweiz nominieren wird, ist eher unwahrscheinlich.

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  • Februar 21, 2017

    Lieber Herr Meyer,
    Parteipolitik und Regieren sind zwei verschiedene Dinge. Wenn die Basler Finanzdirektorin schauen muss, wie sich die USRIII auf die Kantonsfinanzen auswirken könnte, so tut sie das weil sie “regiert” und für die Kantonsfinanzen verantwortlich zeichnet.
    Da passen Klischees , wie Sie sich das Verhalten von “SP” Parteimitglieder so vorstellen nicht hinein.
    Auch der Ausdruck “Salon-Sozis” , den Sie für Daniel Jositsch erdacht haben, zeigt eher, wie wenig Sie von der Entstehung und Entwicklung der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz wissen.
    Darum empfehle ich Ihnen die Lekture des Buches: “Das habe ich gerne gemacht” von Helmut Hubacher. Es sind persönliche und politische Erinnerungen . SBB-Stationsbeamter, 1972 Leiter der Basler Gewerkschaftsbundes, 1956 – 68 Mitglied des Grossen Rates Basel-Stadt. 1963-97 Nationalrat. 1975 -90 Präsident der SP-Schweiz. Arbeitet als l Kolumnist über politische Fragen. Verlag Zytglogge 2016.ISBN: 978-3-7296-0932-7.

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  • Februar 21, 2017

    Bisschen krampfhaft, wie Sie, Herr Meyer, da versuchen, die Frau Herzog zur Eveline Widmer Schlumpf der SP zu stilisieren…

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  • Februar 21, 2017

    Muss das sein, Herr Meyer? Kaum haben wir mit vereinten Kräften die USR III gebodigt, geht das Hick-Hack schon wieder los. Ich teile die Ansicht von Frau Herzog auch nicht. Aber wäre es nicht sinnvoller, wenn wir unsere Kräfte weiterhin bündeln würden, damit eine gut USR IV zustande kommt, statt auf Personen zu schiessen, die unsere Meinung nicht teilen?

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  • Februar 22, 2017

    Wir brau­chen keine SVP, die der Hochfinanz und dem Abzockerkult hoffieren.

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  • Februar 22, 2017

    Was soll denn das wieder!

    Herr Meyer
    Wollen Sie den Sozialdemokraten ökonomisches Denken verbieten?
    Was glauben Sie wieso, dass sich die Schweizer des relativen Arbeitsfriedens erfreuen können?
    Denken Sie z.B. an die Zustimmung der Gewerkschaften für Kurzarbeit bei Bestellungsnotstand in der Industrie!
    Herr Meyer, Herzog und Jositsch sind keine Salon- oder Cüpli-Sozis!
    Ich sage Ihnen gerne, was ein echter Salon- oder Cüpli-Sozi ist.
    Hier drei Beispiele:

    Gerhard​ Schröder, SPD – ehemaliger Bundeskanzler – Heute befreundet mit Wladimir Putin – Arbeiter bei Putin, bei NordstreamAG, bei Rothschild Bank, bei Gazprom… – Träger zahlreicher Orden und Ehrendoktorwürden.


    José Manuel Barroso – in Portugal Maoist – Port. Präsident – EU-Kommissionspräside​nt – Träger zahlreicher Orden und Ehrendoktorwürden – Heute Arbeiter bei Goldmannsachs Bank!!!

    Tony Blair, Labour – ehemaliger britischer Premierminister – alsdann Arbeiter bei JP Morgan Bank – eng befreundet mit George W. Bush (Irakkrieg) – Arbeiter bei der ägyptischen Regierung.

    Und noch etwas – Sie würden es nicht glauben, aber ich bin Kapitalist. Allerding ohne Vermögen und ohne Schulden.
    Während der Weimarer-Republik war ich Kommunist.

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  • März 17, 2017

    Herr Jürg Walter Meyer, in der SP ist Denken nicht verboten wie in der SVP. Die SP hat keinen “Retter der CH” und hat auch keinen “Vetrag mit dem Volk”. Die SP tut was für ALLE Bürger.

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