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Frauenlöhne nur als “Sackgeld”?

Frauenlöhne nur als Sack­geld?

 

20 Minuten fragte Herrn Bigler (Direktor Schweizerischer Gewerbeverband) im Zusammenhang mit der Coiffeur-Branche, ob es in der reichen Schweiz Löhne geben darf, die kaum zum Leben reichen. Antwort von Herrn Bigler: „Oft sind es Zweitverdiener, die so wenig verdienen.“ Was meint Herr Bigler damit, wenn er dies im Zusammenhang mit Coiffeur-Branche erwähnt, in der zu 90 Prozent Frauen arbeiten?

 

Die​​​ Rede vom „Zweitverdienst“ meint: Junge Frauen sollen zu Hause bei ihren Eltern wohnen, wo sie für ihren Lebensunterhalt nicht alleine aufkommen müssen. Wenn sie einen besser verdienenden Mann gefunden haben, können sie in seinen Haushalt ziehen und einen „Zweitverdienst“ beisteuern. Ökonomisch unabhängige Frauen, welche ein eigenständiges Leben führen, sind diesem Herrn wohl ein Greuel.

 

Ganze​​​r Text:

https://www.​​​sp-ps.ch/ger/Aktuel​l​/​Blog/Frauenloehne​-n​ur​-als-Sackgeld-N​ein​-Da​nke

 

D​iese​ Aussage von Herrn Bigler ist ein Affront! Er meint damit, dass Frauenlöhne ein Zusatzeinkommen zu einem bestehenden Einkommen, also ein zusätzliches Taschengeld bedeuten.

 

Dies ist erstens eine Abwertung derjenigen Frauen, die in einer Partnerschaft leben und einer Berufstätigkeit nachgehen und zweitens eine grosse Benachteiligung alleinstehender Frauen und alleinerziehender Mütter. Alle haben das Anrecht, für ihre Arbeit einen anständigen Lohn zu erhalten und nicht mit dem Hinweis “Zweitverdiener” disqualifiziert zu werden.

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Comments to: Frauenlöhne nur als “Sackgeld”?
  • April 25, 2014

    Das sind Ihren Annahmen, Herr von Wildenstein. Fragt man bei Linken nach, kommt nichts im Detail dazu, sondern reine Schätzungen. Damit ist das auch eines der vielen Argumente, die nichts als Stimmungsmache sind. Ich lehne das ab.

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  • April 25, 2014

    Die ‘reiche Schweiz’ soll den MI LO bezahlen, ist auch so ein nettes Argument.

    ‘Die Schweiz’ zahlt keine Löhne, sondern Argeitgeber, die die am Markt verdienen müssen. Und viele von diesen KMU sind keineswegs als ‘reich’ zu betrachten.

    Aber diese Zusammenhänge werden nun so verdreht, wie die Sache mit der Milch, die aus dem Tetrapack kommt und nicht von der Kuh. Die ganze Argumentationskette der Gewerkschaften beruht auf Emotionen und Annahmen, aber weitgehend auf angenommenen Zahlen und Daten.

    Diese Kreise müssen die Löhne ja auch nicht bezahlen, die sie mit ihrer Initiative anderen Arbeitgebern anhängen möchten.

    Und wie sich die UNIA selbst bei internen Arbeitsverhältnissen verhält, durften wir in den letzten Jahren u. a. aufgrund von Arbeitsgerichtsurteil​en nachlesen.

    Bleibt noch das Argument der fehlenden Perspektive von so angeblich schlecht bezahlten Arbeitnehmern.

    Kann der Arbeitgeber die nicht bieten, suche man sich bei besten derzeitigen Möglichkeiten eine andere Stellen. Ist jemand dafür zu bequem, wird sie/ihn auch kein Mindestlohn ‘retten’.

    Ablehnen​ diesen Schrott und auf die bewährte Sozialpartnerschaft ausbauen.

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  • April 25, 2014

    Genauer: 15,7 % der weiblichen Angestellten mit Berufsabschluss, die bisher unter (!) 4000 CHF erhielten, würden 4000 CHF oder mehr bekommen und mit den Männern gleichziehen, Frau Rotzetter. Dazu kämen noch viel mehr Frauen ohne Berufsabschluss, die mit den Männern gleichzögen.

    Der MI geht es also vorab um die Besserstellung der Frauen.

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    • Juli 19, 2021

      Stimmt Herr von Wildenstein, mich ärgert aber zudem, wie Frauenlöhne von gewissen Kreisen gewertet und als “Zweitverdienst” oder “Zusatzverdienst” abgewertet werden.

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    • Juli 19, 2021

      Alles unbelegte Annahmen, wie bei Rückfragen und Nachhaken immer wieder festzustellen ist. Die Wiederholung solchen Unsinns machen das nicht wahrer und sind kein Argument für die MI LO INI.

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