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Geldspielgesetz, ein Laie hat sich beraten lassen.

Das neue Geld­spiel­ge­setz setzt den Ver­fas­sungs­ar­ti­k​el über Geld­spiele um, dem Volk und Stände am 11. März 2012 zu­ge­stimmt haben. 

Durch dieses neue Gesetz soll wird das Spielbankengesetz vom 18. Dezember 1998, sowie das veraltete Lotteriegesetz vom 8. Juni 1923 ersetzt werden.

Die Notwendigkeit eines neuen Geldspielgesetzes, welches den Verfassungsartikel umsetzt, bestreitet niemand. Mindestens habe ich niemanden gefunden.

Erstmals soll mit dem Geldspielgesetz der Zugang zu Online-Casinos legalisiert werden. Menschen der Suchtprävention fordern bereits seit langem, dass mit dem neuen Gesetz auch die Suchtprävention ausgebaut werden müsse, wie dies auch im Verfassungsauftrag festgelegt ist (Art. 106 abs. 5). Das Gesetz berücksichtigt dies aber nicht.

 

a)Das neue Geldspielgesetz schützt die  Spielsüchtigen in der Schweiz und deren Angehörige nur marginal durch Selbstdeklaration.

b)​das neue Gesetz gefährdet mit Netzsperren die Informationsfreiheit und schafft bei anderen Internetanbietern (Film Bücher, Medi, Musik, usw.) Begehrlichkeiten.

c) das neue Gesetz verursacht mit der Abschaffung der Geldgewinnsteuer (bis 1 Million ohne Steuer) ein Steuerloch. Deshalb müssen wir das neue Gesetz in der vorliegenden Form ablehnen.

 

Wird die Schweiz ein Zensurstaat? Mit dem neuen Gesetz werden künftig alle ausländische Spielerseiten gesperrt – und zwar von einer Verwaltungsbehörde. 

Was mit Online-Spiel beginnt, dürfte schnell zu weiteren Zensuren in den Bereichen Musik, Film oder sogar Information führen. Bereits jetzt meldet sich die Musikbranche mit Begehrlichkeiten.

(ht​tps://www.aargauerzei​tung.ch/schweiz/pirat​erie-dj-bobos-manager​-greift- justizministerin-an-1​32462367)

 

Die Informationsfreiheit ist jedoch ein Grundrecht, das nicht beschnitten werden darf. So betont auch der EGMR in seiner Rechtsprechung regelmässig die Wichtigkeit des Internet als Mittel zur freien Meinungsäusserung und Informationsfreiheit.​

Je nach Interpretation verstösst das Gesetz sogar gegen das Grundrecht auf freien kulturellen Umgang (Art. 15 UNO-Pakt I), welches auch die Schweiz ratifiziert hat.

 

Die Einführung von systematischen Netzsperren stellt ein gefährliches Präjudiz dar: Ist die entsprechende Infrastruktur erst einmal eingerichtet, lässt sich die Sperrliste beliebig erweitern. Es ist zudem nicht logisch, weshalb Netzsperren nur für gewisse Branchen gelten sollen.

Netzsperren DNS 

(Versuch eines Laien, der sich beraten liess die Netzsperren zu klären)

 

Das neue Gesetz spricht von Netzsperren. Der Gesetzestext ist technologie-neutral formuliert. Wie genau Netzsperren technisch umgesetzt werden, wird nicht beschrieben.

Damit schafft das neue Geldspielgesetz erstmals eine gesetzliche Grundlage für sämtliche verfügbaren Sperrmethoden im Internet.

Die Befürworter sprechen allerdings meist nur von sogenannten DNS-Sperren, die weniger Nebenwirkungen haben als andere Methoden.

Mit dem neuen Geldspielgesetz werden in der Schweiz grundsätzlich auch «chinesische Methoden» möglich. Einem solchen Gesetzestext kann man unmöglich zustimmen. Den verbalen Versprechen, dass dies nicht eintritt, kann ich aus Erfahrung nicht glauben.

DNS Sperren sind leicht zu umgehen oder der Computer verursacht dauern Fehlermeldungen und der Benutzer wird diese ausschalten, dann haben Internetbetrüger freie Bahn.

Netzsperren The Great (Fire-)Wall:

Bleibt noch eine Methode: Die Filterung von Inhalten. Es ist möglich, dass Provider sämtliche Inhalte überprüfen, die durchs Internet übertragen werden. 

In China zum Beispiel wird diese Methode praktiziert, um unerwünschte Inhalte aus dem „chinesischen Internet“ fernzuhalten. In Anlehnung an das Bauwerk „The Great Wall“ (Grosse Mauer) wird diese Filterung deshalb auch „The Great Firewall“ (Grosse Feuer-Schutz-Mauer) genannt.

Technisch ist das durchaus auch in der Schweiz möglich. Juristisch wird mit dem Geldspielgesetz die Gesetzesgrundlage dafür sogar geschaffen. 

 

Deshal​b nein, bitte ein anderes Gesetz, das keine gleichen Kontrollen wie in China zulässt.

 

Nein zum neuen Geldspielgesetz.

 

Di​e Erkenntnisse sind auch Bundesrat bekannt. Sie hinderten Bundesrat und Parlament aber nicht daran, an Netzsperren festzuhalten: Es gibt keine Möglichkeit, Internetseiten wirksam und frei von Nebenwirkungen zu sperren. Entweder gehen die Sperren viel zu weit, oder sie sind so leicht zu umgehen, so dass man sie auch gleich bleiben lassen kann.

 

Nein zum neuen Geldspielgesetz

 

Suc​htexpertInnen haben währen der Vernehmlassung des Gesetzes Empfehlungen abgegeben, keine dieser Empfehlungen wurde berücksichtig.

 

Eine​ unabhängige Kommission bestehend aus Fachexpert*innen, welche in der Gesetzgebung beratend tätig sein kann, stellt die Grundlage für eine wirkungsvolle Suchtprävention dar. Eine solche Kommission war im Gesetzesentwurf des Bundesrates vorgehsehen. Entgegen den Empfehlungen von ExpertInnen, strich der Nationalrat diesen Passus aus dem Gesetzestext. Gerade in Anbetracht der Angebotsausweitung auf Online-Spiele steigt der Bedarf, sowohl an finanziellen, sowie auch an personellen und qualifizierten Fachexperten, welche wichtige Erkenntnisse aus Praxis und Forschung in die Gesetzgebung und die Handhabung der Suchtprävention einfliessen lassen können.

 

Als Anbieter eines “Risikoguts” stehedie Casinos klar in der Verantwortung, den Gefahren ihres Angebots buchstäblich Rechnung zu tragen. Wir fordern eine zweckgebundene Präventionsabgabe, damit wirkungsvolle Suchtprävention finanziert werden kann.

Gerade in Anbetracht der weiter unten erwähnten Steuerausfälle in den Kantonen ist zwingend sicherzustellen, dass den Kantonen die nötigen finanziellen Mittel bereitgestellt wird, um effektive Suchtprävention zu betreiben. Ein seriöses Rechtsgutachten zeigt, dass eine solche Abgabe an den Bund, entgegen der Argumentation der Gesetzes-Urheber, verfassungsrechtlich zulässig sei.

 

Sozialkonzept:​ Damit sich Casinos konzessionieren lassen können, müssen sie ein Sozialkonzept vorweisen. Die Ausarbeitung und Durchführung dieser Konzepte bleibt auch im neuen Gesetz Sache der Casinos. Dies stellt ein ungemeines Spannungsfeld dar: Werden die sozialen Standards branchenintern diktiert, besteht das Risiko, dass diese im Interessenskonflikt mit dem Streben nach grösseren Erträgen geopfert werden.

 

Steuerausfä​lle:

 

Mit dem neuen Geldspielgesetz sind Gewinne bis 1 000 000 Franken aus Lotterie und Casinos steuerfrei.

 

Die generelle Steuersenkung im Spielbereich erhöht nicht nur die Suchtgefahr für SpielerInnen, da ein zusätzlicher Anreiz zum Spielen geschaffen wird, sondern diese Massnahme führt zu Steuerausfällen.

 

Di​e Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) schätzt diese auf 65 Millionen: 20-25 Millionen zuhanden des Bundes und 40-45 Millionen bei den Kantonen. 

 

Gerade vor dem Hintergund des aktuell in vielen Kantonen herrschenden Spardrucks und damit einhergehendem Sozialabbau ist die Angst der FachexpertInnen unserer Meinung nach mehr als berechtigt, dass das Budget, welches für Suchtprävention gesprochen wird, der Problematik nicht genügend Rechnung trägt. Zudem rechnet man mit Mehreinnahmen in den Kasinos (und damit mit mehr Süchtigen). Diese eventuellen Mehreinnahmen werden die Ausfälle nicht decken. Wie heisst es sich schön : Lieber den Spatz….

 

Also nein zum diesem neuen Geldspielgesetz

 

 

 ​

 

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Comments to: Geldspielgesetz, ein Laie hat sich beraten lassen.
  • Mai 30, 2018

    Die Umfragewerte zeigen, dass das Gesetz eher angenommen wird. Schade, denn die Jungen, die damit leben müssen sind fast alle dagegen.
    Zudem besteht die irrige Meinung, dass die jetzigen Spieler zu den Internetangeboten der Schweiz wechseln werden und damit Geld in die Schweiz spülen werden. Dies wird unkritisch angenommen. Mit AHV Argument kann man natürlich viel gewinnen, da viele dann einfach dafür sind. Der Staat und die Kantone verzichten auch auf einige Millionen Franken sicherer Steuern. (Gewinne werden erst ab 1 Million besteuert).
    Auch die Begründungen hier auf vimentis der Ja Verfechter sagen immer wieder:
    a) kein Abfluss von Millionenumsätze / dies ist Abe nich gesichert
    b) AHV und andere Institutionen erhalten mehr / unsicher

    Die Umfrage zeigt auch, dass die Menschen wenig orientiert sind und die Gefahren massiv unterschätzen.
    Die meisten Menschen sind nicht orientiert, sondern folgen blind den Parteiparolen in dieser Frage.

    Jene, die die Gefahren sehen:
    Orientiert Euere Bekannten, dass sie nein stimmen sollen.

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    • Mai 30, 2018

      Ich finde Ihre Angst um „die Jungen die damit leben müssen“ etwas gar dramatisch, Herr Jossi.

      „Damit leben“ müssen nur die Online-Spiele-Verlier​er. Und zwar jeden Alters. Ich finde es übertrieben so ein Theater daraus zu machen, weil die Sinnlos-Zocker nicht genügend Varianten angeboten bekommen, um ihr Geld bei irgendwelchen mafiösen Internet-Spielhöllen in die aufgehaltenen Säcke zu werfen.

      Andererseits verstehe ich nicht, warum diese vielen Millionen, welche sinnvollen Schweizer Institutionen zugutekommen könnten statt undurchsichtigen Algorithmus-Eignern, für Euch Netzgläubigen gar keine Rolle spielen.

      Ein für alle überall und jederzeit zugängliches Netz hat es nie gegeben, gibt es nicht und wird es auch nie geben. Die Netzsperre für illegale Online-Casinos ist dabei ordnungspolitisch vernachlässigbar. Zudem besteht die Aussicht, sonst verschwendete Millionenbeträge sinnvoll zu nutzen.

      Ich stimme Ja.

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    • Mai 30, 2018

      Herr Knall, wenn das neue Gesetz klar wäre, könnte ich mich mit Ihrer Antwort anfreunden.

      Was einfach unklar ist und bleibt, dass im Gesetz die Sperren neutral formuliert sind und alles möglich wird, was es gibt. Wir wissen nicht, was es in Zukunft noch geben wird. Zudem, wenn ich den Befürwortern glauben soll, werden sie nur die DNS Sperren anwenden und diese kann man auch weglassen, weil sie nichts nützen.

      Ich bin nicht gegen ein neues Gesetz, aber gegen eines entweder nutzloses oder eines, das Bürger massiv einschränkt.

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  • Mai 30, 2018

    Ich werde jedenfalls auch weiterhin mein Geld nicht in Kasinos verjubeln oder mein Vermögen für Glücksspiele verlochen.

    Wie heisst es so schön: Die Bank gewinnt immer. Wenn die Kasinos nicht mehr einnehmen würden als auszahlen, wäre es widersinnig dies zu tun.

    Die Profis gehen weiter ins grenznahe Ausland oder gleich nach Macau/Las Vegas. Wer ein Profi ist, geht mit Anzug und Hut mit seinesgleichen in die gehobenen Kasinos. Onlinespiele sind etwas für Verlierer und solche, die es einmal ausprobieren wollen.

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  • Mai 31, 2018

    auf Watson gelesen:

    Bundesrat​ und Parlament ist mit dem Gesetz ein
    Kunststück gelungen: Die Jungparteien sind fast geschlossen dagegen. Den Jungfreisinnigen gelang es sogar, die FDP zur Nein-Parole «umzudrehen». Nur die Junge CVP scherte aus, was die eigene Mutterpartei überraschte. JCVP-Präsident Tino Schneider sollte an der Delegiertenversammlun​g das Nein vertreten und musste kurzfristig durch Pascal Vuichard ersetzt werden, den Präsidenten der Jungen Grünliberalen.

    Der​ geballte Widerstand von Juso bis JSVP überrascht nicht. In den Jungparteien sind die Digital Natives aktiv, die mit Internet, Smartphone und Social Media aufgewachsen sind. Ihnen ist die Tragweite der Netzsperren bewusst, und das nicht nur, weil andere Branchen wie Musik und Film auf den Geschmack kommen und ähnliche Forderungen stellen könnten.

    Die Millenials wissen, wie kinderleicht sich Netzsperren mit einer VPN-Verbindung umgehen und ausländische Sites wie Interwetten und Pokerstars weiterhin nutzen lassen. Obwohl diese bereit wären, eine Schweizer Lizenz zu lösen und Abgaben an AHV und Co. zu leisten. Doch dieses Argument verfängt laut den Abstimmungs-Umfragen nur bei der jungen Generation.

    Die meisten Parlamentarier, die das Gesetz verabschiedet haben, verfügen über geringe digitale Kompetenzen. Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken wirkt häufig alibihaft. Sie repräsentieren damit den grossen Teil der Bevölkerung, die einem Gesetz zustimmen dürfte, das kontraproduktiv wirken wird. Denn die Zahl der Digital Natives nimmt zu.

    Werner Becher, der Chef der Interwetten Group, brachte es im Tages-Anzeiger auf den Punkt: «Das Gesetz überträgt die alten Regeln aus der Welt der Beton-Casinos einfach so auf das Internet und blendet die Entwicklung der letzten 20 Jahre aus.» Mit virtuellen Beton-Casinos wird man kaum jemanden davon abhalten, sein Geld bei ausländischen Anbietern zu verzocken.

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    • Juni 1, 2018

      Man darf natürlich eines nicht vergessen, die Parlamentarier wurden teilweise einfach “gekauft” mit VR Mandaten und unser System lässt diese Art von “Korruption” doch auch noch als legal zu.

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  • Mai 31, 2018

    Danke Herr Jossi, das ist die beste Information, die ich zum Thema gelesen habe. Eigentlich sollte genau das in der Informationsbrochure des Bundes stehen. Die Interessenvertreter haben das offensichtlich verhindert.

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  • Juni 1, 2018

    Warum regen sich eigentlich alle auf über die Aussperrung von ausländischen illegalen Casino-Mafias und kein Schwein nimmt auch nur Notiz von absolut skandalöser Meinungsunterdrückung​ im Schweizer IT-Space?

    Basler Zeitung, 30.05.18
    „Das Videoportal Youtube hat der Internetsendung «In den Sümpfen von Bern» von Thomas Matter eine Zwangspause verordnet. Wie der Zürcher SVP-Nationalrat am Mittwoch mitteilte, wurde sein Kanal für zwei Wochen gesperrt. Grund sind zwei seiner Videos, die bei Youtube Schweiz beanstandet wurden.

    In einer Episode analysierte Matter das mässige Abschneiden der SVP in Zürich, in einer anderen befasste er sich mit der Äusserung der neuen Synodalpräsidentin der Zürcher Katholiken, Franziska Driessen. Diese hatte in einem Interview den emeritierten Churer Weihbischof Peter Henrici mit den Worten «ein guter Christ kann nicht SVP wählen» zitiert.“

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    • Juni 1, 2018

      Herr Knall, was Sie beschreiben ist ein Skandal. YouTube ist aber kein Schweizer Portal sondern gehört Google. Wer da interveniert hat, wäre interessant.

      Was ich anprangere ist nicht die Aussperrung der Casino – Maffia. Es geht darum, dass eine weitgreifende Zensur mit diesem Gesetz möglich wird. Ich möchte ein besseres Gesetz.

      Wie das aussehen müsste, weiss ich nicht. Ich weiss nur und da bin ich sicher, soo geht es nicht.

      Ich bin auf YouTube gewesen und habe die Filme von Matter anschauen können.
      https://www.​​youtube.com/channel/​U​CJ0fPHRYc_wkYP-3Ury​5v​Ig/videos

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    • Juni 1, 2018

      …wurde “bei Youtube Schweiz beanstandet”, Herr Jossi.

      Wo wird zum Beispiel eine solche „echte“ Zensur mit dem neuen Geldspielgesetz ermöglicht?
      Erstens ist sie anscheinend schon heute möglich und zweitens ist die “Zensur” von Online-Mafias keine vergleichbare Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

      Das Argument der Verhinderung zukünftig weitergehender Zensur durch die Annahme des Geldspielgesetzes scheint mir nicht stichhaltig.

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    • Juni 1, 2018

      Herr Knall

      Die CH Glückspielanbieter alla Swisslos, Swiss Casinos etc. sollen statt herumjammern halt versuchen ihre Attraktivität gegenüber ausländischen Anbietern zu steigern, indem sie es etwas anderes als “nothing or all” tun und bei grossem Jackpot auch die unteren Gewinne erhöhen und die Gewinnchancen wieder so machen wie sie früher einmal waren.
      Natürlich kann man sagen, die Leute sind selbst schuld, wenn sie da noch mitspielen und bei jedem Jackpot wie die Irren in Massen zum Kiosk stürmen obwohl sie wissen, wie gering die Chancen sind und dass diese nur durch einen höheren Jackpot auch nicht grösser werden.

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    • Juni 2, 2018

      Herr Knall, stichhaltig ist auch das Argument nicht, dass das Geld in der Schweiz bleiben soll. Die Swisscom Casinos sind zum grossen Teil in ausländischer Hand und die Finanzen fliessen schon heute auch von den Swiss Casinos ins Ausland. Die Schweizer haben kaum die Möglichkeit Internetangebote ohne ausländische Entwickler und Inhaber von Software zu setzen. Bevor der Gewinn der Casinos ausgerechnet wird, wird viel Geld ins Ausland verschoben (statt diesen eine Zulassung mit Auflagen zu ermöglichen).
      Das Gesetz ist nicht durchdacht, wie so oft aus dem EJPD

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    • Juni 2, 2018

      Diese Frage muss youtube bzw. google bzw. alphabet beantworten.

      Da sie US-Unternehmen sind, halten sie sich ja nicht zwingend an Schweizer Recht.

      Die “Zensoren” sind in in den philippinen wo sie im Auftrag von Silicon Valley innert Sekunden entscheiden müssen, was nach den Richtlinien erlaubt ist.

      Jeder kann etwas beanstanden, ob er nun in der Arktis oder oder Antarktis ist.

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    • Juni 2, 2018

      Das wäre dann wohl ein beispielhafter Einstieg für die befürchtete „weitergehende Zensur“ die durch das Geldspielgesetz entstehen soll: Vielleicht wird man konsequenterweise eine Netzsperre gegen Google verhängen, damit die von dort aus keine Zensur ausüben können…?
      Denn warum sollte das Anbieten illegaler Abzockerspiele durch Online-Casino-Mafias besser „geschützt“ werden als das Veröffentlichen der Meinung eines demokratisch gewählten Nationalrats?
      Absurd​? Finde ich auch.

      Für mich stellt das Online-Casino-Gesetz nach wie vor einzig eine Möglichkeit dar, die ansonsten zum Teufel gehenden paar hundert Millionen aus Spiel-Verlusten in Kanäle umzuleiten, die zumindest auch der Schweiz zugutekommen. Die Partikularinteressen der Online-Spiele-Verlier​er kümmern mich dagegen einen Dreck.

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    • Juni 2, 2018

      Europa müsste sein eigenes google, facebook, amazon, etc. aufbauen.

      Dann müsste man nicht den Kotau vor Brin, Zuckerberg, Bezos machen.

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    • Juni 2, 2018

      Je nach Surf verhalten Landes Standort bekommt man eh schon lange unterschiedliche Suchergebnisse bei diesen Anbietern.
      Die Zensieren schon lange….aber das kann man umgehen

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    • Juni 2, 2018

      Aus Geldgeilheit, Steuern für den Staat / Bund legale Netzsperren zulassen werd ich nie Zustimmen, man kann nicht immer hinter der Kohle herrennen, sollen die doch die benötigte aus dem Nichts schöpfen..

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    • Juni 2, 2018

      Unverständlich wie sich jetzt plötzlich alle um die ungeschmälerten Dubelispieler-Abzocke​-Einkommen von ausländischen, illegalen Spielhöllen sorgen, welche aus Geldgeilheit keine Abgaben an die Schweiz machen.

      Ich wäre froh, wenn dieselbe Gemeinde sich jeweils auch dann so engagieren würde, wenn wieder irgendwo neue Steuern und Abgaben von arbeitenden Schweizern abgezockt werden sollen.

      „Sollen es doch aus dem Nichts schöpfen!“ touché, Herr Nabulon! 🙂

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    • Juni 2, 2018

      Herr Hans Knall,
      mir geht es nicht eine Sekunde um die Einkommen der Spieler Mafia von mir aus können die ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse…


      Und nach all diesen Schreiben und Erkenntnissen können die Behörden wirklich das Geld aus dem Nichts schöpfen, anstelle hinter Steuer Betrügern her zu rennen, und Verteiler-kämpfe zu führen…

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    • Juni 4, 2018

      Auch wenn Sie der Meinung sind, dass „Netzsperren“ im Sinne von Zensur niemals zugelassen werden dürfen (das bin ich auch), zäumen Sie das Pferd am falschen Ende auf, Herr Nabulon.
      Vorab muss man sich im Klaren sein, dass die technischen Voraussetzungen für Netzsperren längst existieren. Und dass Netzsperren längst auch tatsächlich eingesetzt werden.

      Man kann aber Netzsperren auf zwei verschiedene Arten einsetzen: zur Unterdrückung von Information (Zensur) oder zur Durchsetzung bei Rechtsumgehungen (Regulierung).
      Im vorliegenden Fall geht es ganz klar darum, die Online-Spiele-Anbiete​​r zu zwingen, sich innerhalb der Schweiz an Schweizer Recht zu halten.

      Wer die Netzsperren für illegale Online-Casinos beklagt, redet einem rechtsfreien Internet das Wort. Aber das würde ja konsequenterweise auch bedeuten, dass man keine Netzsperren gegen Kinderporno oder IS-Kopfabschneiderver​​herrlichungen befürworten könnte.

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    • Juni 4, 2018

      Ohhh Herr Hans Knall,

      Wirkliche Kriminelle Handlungen mit einem “immerhin legalen Glücksspiel” zu vergleichen. Finde ich schade so einen Vergleich.
      Sorry darauf kann ich nicht ernsthaft Antworten.

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    • Juni 4, 2018

      Ihr Einwand überzeugt mich nicht, Herr Nabulon. Sie machen nun also doch einen Unterschied zwischen kriminellen Handlungen bei denen Netzsperren i.O. sind und illegalen Glücksspielen bei welchen Sie Netzsperren für grundsätzlich nicht vertretbar halten.

      Da kommt natürlich sofort die Frage: Wo ist die Grenze? Ist illegal nicht kriminell? Was kann man alles illegal tun ohne kriminell zu werden? Hunderte von Millionen abzocken zum Beispiel?

      Einfach grundsätzlich gegen Netzsperren kann man also eigentlich nicht sein, ohne man will wirklich die totale Rechtsfreiheit im Internet garantieren.

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    • Juni 5, 2018

      Da gebe ich ihnen Recht Herr Hans Knall,
      eine kriminelle Handlung ist meiner Ansicht gemäss Strafrecht und Gesetzen definiert.

      Im Glücksspiel (was für mich mehr kriminell wie legal ist) schiebt man den einen, Ausland zu, sie seien Illegal.
      Ich bin nun echt zu wenig informiert, um zu “wissen” ob solche Anbieter in Ihren Ländern Steuern, Konzessionen, etc bezahlen. Ich gehe davon aus ja, in dem Fall bekommen sie den Status Illegal nicht. Das sind Firmen wie die Schweizer Firmen auch.
      Hingegen haben sie auch hinweise auf den Seiten, dass man melden kann, wenn man “süchtig” ist. Also der Versuch, das Geschäft irgend wie Schön zu? reden.

      Wenn also nun die Schweiz zu viel abschöpft, und offensichtlich weiter abschöpfen will, ist es genau diese Abstimmung die dazu verhilft.
      Dass sich diese Internationalen Anbieter dem Schweizer Recht unterstellen werden, bezweifle ich.
      Dass die Sperren umgangen werden, (was dann vom Spieler eigentlich eine Illegale Handlung ist) davon gehe ich aus. Netzsperren umgehen ist ja nach dem Gesetz Illegal.

      Vergleich​e mit Kinder usw Porno, wo der Inhalt der Seiten Illegal ist, oder Waffenkäufe, Drogenhandel, Menschenhandel, gefakte AnlageFond usw, da ist der Inhalt Illegal, das wird verfolgt.
      Wenn man in der Schweiz selber Illegale Spielbetriebe die nichts abliefern betreibt, wird man auch verfolgt, das aber findet auf dem Staatsgebiet Schweiz statt.
      Gibt es auch solche im Ausland, werden die, gehe ich mal davon aus, ebenso verfolgt.

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    • Juni 5, 2018

      Ausländische Spielanbieter sind in meinen Augen ausländische Unternehmen, welche in ihren Staaten Gelder abliefern und Konzessionen bezahlen. Also Legale Firmen

      Da die Schweizer Firmen die das gleiche in der Schweiz tun nicht konkurrenzfähig sind, fordert man den Ausschluss der Konkurrenz. Dies Sperren empfinde ich als Illegal.

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    • Juni 5, 2018

      Wenn die Kirche in der Schweiz Möglichkeiten bietet, Opferstöcke elektronisch zu füttern,

      Die Schweizer aber ausländische Opferstöcke füttern, wird man dann auch Netzsperren fordern?

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    • Juni 5, 2018

      Eben, Herr Nabulon, man kann zwar unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob Massnahmen gegenüber ausländischen Online-Spiele-Casinos​ grundsätzlich überhaupt angemessen seien, weil es sich bei diesen ja um ehrenwerte Hilfsunternehmen handelt, die sich komischerweise meist extra in (korruptions-) suspekten Ländern immatrikulieren um der dortigen Bevölkerung, die selber zu arm ist um mitzuspielen, mit entsprechenden Steuern unter die Arme zu greifen…

      Aber was in diesem Zusammenhang sicher nicht als stichhaltig gewertet werden kann ist das „Argument“ welches angibt, durch das „Ermöglichen von Netzsperren“ mittels Geldspielgesetz werde „weitergehende Zensur“ begünstigt oder gar ermöglicht und es handle sich dabei um eine „Einschränkung der Freiheitsrechte“ von Spielern und internationalen Casinos.

      Es bleibt also unter dem Strich nur die Frage: Wollen wir per Geldspielgesetz erreichen, dass einige hundert Millionen Franken in die Schweizer Verteilerkassen gespült werden die sonst einfach verloren sind, oder wollen wir lieber den Online-Abzockern ein überschäumendes Auskommen erhalten?

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    • Juni 5, 2018

      Herr Hans Knall,
      Haben wir nun festgestellt, dass Online Anbieter “legal” sind, auch wenn sie in Ländern sind, in denen naja…über fremde Regierungen, das ist deren Gesetzgebung.

      Bill​ig Waren Anbieter sind ja auch in Ländern, halbe bis ganze Diktaturen, welche selber das Netz zensieren, Kinderarbeit, nicht konforme Arbeitsverhältnisse..​.bei einigen Ländern dürfte man aus unserer Sicht sogar Kriminelle Handlungen schreiben, macht sich nicht gut, weil Schweizer / Westinvestoren dort “Arbeitsplätze” Sklaven..schufen.

      ​Online geht man da sorglos einkaufen.
      Macht man es nicht, bekommt man das gleiche Produkt via viele Händler zu überteuerten Preisen hier im Angebot. Plus eine Zertifizierung die Behauptet, man sei Sauber.
      Das werden vom Charakter her, die nächsten sein, die Sperren fordern. Mit dem Hinweis, bei der Spielbrache haben man es auch getan.
      Ich werde und habe nichts getan, um Gelder von Spielern in die Kasse zu spülen. Wer will, der soll. Am Schluss entscheidet die Mehrheit.

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    • Juni 5, 2018

      Finde ich auch, Herr Nabulon.

      Bei den nächsten Sperren die gefordert werden, werden wir wohl wieder auf der gleichen Seite argumentieren. Den Hinweis auf die Spielbranche wird man leicht zerpflücken können, wenn es um tatsächliche Einschränkungen von Marktteilnehmern und Produkte-/Dienstleist​ungsanbieter gehen sollte. Oder gar um die Meinungsäusserungsfre​iheit.

      Grenzfall-Diskuss​ionen wird es dann wieder geben, wenn es zum Beispiel um Online-Prostitution gehen wird. (Im Digitalen Zeitalter ist alles möglich). Da könnte man dann vielleicht noch Probleme bekommen, wenn argumentiert werden kann, bei den Zockern habe man Netzsperren nicht zugelassen, also dürfe man es auch bei den Zuhältern nicht…

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    • Juni 6, 2018

      Herr Hans Knall,
      So gesehen gebe ich Ihnen absolut Recht.

      Also ist absehbar, wann die nächsten Sperren gefordert werden. Wobei, Prostitution gemäss dem Gesetzlichen Rahmen in der Schweiz erlaubt ist.

      Was ich in den letzten Jahrzehnten festgestellt habe, das Internet wurde vollkommen unterschätzt, was für Auswirkungen das alles hat. Wie viel “spezielle Angebote” Pornografie usw macht ja einen riesigen Anteil aus, sich im Internet tummelt, ohne dass es genügend Überwachungsstellen gäbe, welche Kriminalität verfolgen.

      Fake News verbreiten, Verschwörungstheorien​, Viren und Hacken, Datensammeln, Hehlerware anbieten, oder billig Anbieter von Produkten welche ProdukteBetrug sind, aber die Anbieter in irgend wo, ….das WWW wird noch zu reden geben.

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  • Juni 5, 2018
  • Juni 7, 2018

    Ein Schweizer soll frei sein, auch im entscheiden ob, wo , wann und wie er spielen will, ohne staatliche Einmischung.

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    • Juni 8, 2018

      Schon recht, Herr Bernasconi, wenn Sie sich um die Freiheit der Schweizer sorgen. Ich hoffe, dass Sie sich jeweils auch mit ebensolchem Eifer dafür einsetzen, wenn es um deren Freiheit geht, ohne ausserstaatliche Einmischung selber über die Geschicke des eigenen Landes entscheiden zu können. (=> Selbstbestimmungsinit​iative?, Begrenzungsinitiative​?, (Knebelungs-resp.) Rahmenvertrag?)

      Be​im Geldspielgesetz geht es aber vielmehr darum ob ausländische Internet-Spiele-Abzoc​ker frei sein sollen zu entscheiden ob, wo, wann und wie sie Online-Spiele ohne staatliche Einmischung in der Schweiz anbieten können.

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    • Juni 8, 2018

      Herr Knall, die Selbstbestimmungsinit​iative ist ffür mich wichtig und ich werde dafür eintreten. Ihre Argumentation wegen dem neuen Geldspielgesetz ist falsch. Für die Bewohner unseres Landes wird etwas verboten. Sie köennen nämlich nur mit einem Trick auf diese Homepages. Das ist Bevormundung des Staates. Ich spiele nicht, will aber keine Verbote für unsere Bürger, nie !!!

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    • Juni 8, 2018

      Na ja, Herr Bernasconi, bisschen weit hergeholt.

      Die „Bewohner unseres Landes“ können ja schliesslich auch „nur mit einem Trick“ auf die Homepages von Pädophilennetzwerken,​ Menschen- oder Drogenhändlern gelangen. Trotzdem würden wohl nur Wenige die Meinung vertreten, es handle sich dabei um eine Bevormundung der Bürger durch den Staat.

      Jeder Denkende erkennt, dass es sich um eine Massnahme gegen die Anbieter und nicht gegen die User handelt, obschon diese natürlich gewisse „Freiheiten“ dann nur mit Tricks „geniessen“ können.
      Oder?

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    • Juni 9, 2018

      Herr Knall, Ihre Antwort auf die Aussagen von Herrn Bernasconi sind unüberlegt. Die Pädophilennetzwerke sind von privaten Personen und nicht von Anbietern, die eigentlich eine Lizenz der Schweiz möchten und auch legal alles bezahlen, was die Casinos (leider ja nur zum Teil, weil viel ins Ausland fliesst) bezahlen müssten. Es geht um Monopole und einseitige Diskriminierung zum Nachteil unseres Staates. Die Casinos wollen ihre Angebote ausbauen mit Angeboten, die Sucht fordern und zahlen aber nichts für die Betreuung der Süchtigen. Das sind die 2 hauptsächlichen Fehler des neuen Gesetzes.

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    • Juni 9, 2018

      Nein Herr Knall Ihr Vergleich ist weit hergeholt, denn Pädophilennetzwerken und Drogenhandel ist verboten und zwar in allen europäischen Ländern. Internetwetten werden mit dem neuen Gesetz legal. Im Weiteren schliesse ich mich voll und ganz der Argumentation von Herrn Jossi an. Er haz meine Zweifel über dieses neue Gesetz ganz ausgeräumt. Es ist ein Gesetz das keine Zustimmung haben darf, auch wenn ich weiss, dass viele Schweizer einfach das Frankenzeichen vor Augen haben und meinen es gäbe mehr Einnahmen, ohne die zusätzlichen Ausgaben für die Suchtkranken zu bedenken.

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