1. Umwelt, Klima & Energie

“Genügend” bei AKW heisst eben “ungenügend”

„Mühleberg knapp bestanden“ – das die Note für das AKW Mühleberg, 14 Ki­lo­me­ter vor den Toren von Bern. In der Schule heisst „genügend“, dass man noch nicht auf der si­che­ren Seite ist. Und genau das­selbe gilt für das AKW Mühleberg. Die Note „genügend“ heisst in Bezug auf die Si­cher­heit eines Atom­kraft­wer­kes eben „ungenügend“.

„Genügend“ heisst in Bezug auf ein AKW konkret, dass ein schwerer Unfall nicht ausgeschlossen werden kann. Die historischen Daten haben gezeigt, dass es in der Vergangenheit an der Aare bei Mühleberg ein Ereignis gab, welches die Statistik übertraf. Das Szenario eines 10’000- jährigen Hochwassers muss als Basis genommen werden für die Risikobeurteilung bei Mühleberg. Davor schreckt aber das ENSI zurück. Denn heftige Hochwasser werden in Zukunft wegen des Klimawandels zunehmen. Und damit auch die Hochwassergefahr für das AKW Mühleberg. Dieses liegt 14 Kilometer von Bern entfernt. Kommt es zu einem schweren Unfall, müssen innerhalb kurzer Zeit 500‘000 Menschen evakuiert werden. Wohin weiss niemand. Georg Schwarz, Leiter Anlagetechnik des ENSI, lässt heute auch verlauten, dass beim AKW Mühleberg die Expertenmeinungen stark auseinander gingen. Und trotzdem will die BKW mit dem Segen des ENSI das AKW voraussichtlich Ende November wieder ans Netz nehmen. Einmal mehr wird der Sicherheitszustand durch das ENSI beschönigt. Für mich ist sonnenklar: das AKW Mühleberg muss definitiv abgeschaltet werden im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung in der Region Bern. Dafür gibt es viele Gründe: das Alter des AKW, die Risse im Kernmantel, das Hochwasserrisiko und die Erdbebengefährdung, um nur die wichtigsten zu nennen.

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Comments to: “Genügend” bei AKW heisst eben “ungenügend”
  • September 7, 2011

    Es gibt nur eine für die Bevölkerung sichere Lösung: keine neuen AKWs, denn auch das Abfallproblem ist nach 40 Jahren immer noch nicht gelöst. Wir müssen Verantwortung für unsere Nachkommen übernehmen. Wir können uns einen atomaren Unfall in der Schweiz nicht leisten. Das ist liberal, ich bin Nationalratskandidat der FDP.Die Liberalan, Baselland.

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    • Juli 18, 2021

      Falls Sie wirklich in den Nationalrat gewählt werden sollten, besteht bei Ihnen, Herr Hofer, noch sehr viel Informationsbedarf zu diesem Thema. So einfach, wie Sie zur Zeit denken, sind die Zusammenhänge rund um die bisher lediglich zu 2% genutzten Brennstäbe nicht zu verstehen. Ja die erst ganz am Anfang stehende Entwicklung der Kernenergie-Nutzung insgesamt ist wesentlich komplexer, als Sie annehmen.

      Doch für die schrittweise Ablösung der fossilen Energiequellen brauchen wir langfristig garantiert alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie (inkl. Kernfusion). http://www.bernerschach.ch/I​EA.pdf

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    • Juli 18, 2021

      Ja Herr Jorns. Ich kenne ihre Homepage Bernerschach. Aber die darin vorgeschlagene neue Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Gibt es einen in Betrieb stehenden Testreaktor? Wo?

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    • Juli 18, 2021

      Wahrscheinlich meinen Sie, Herr Schmid, den Hyperion Mini-Reaktor.
      http://www.bernerschach.ch​/Hyperion.pdf

      In einer ersten Phase wurde dieser im bekannten Los Alamos National Laboratory in New Mexico entwickelt. Bekannt ist dieses Forschungszentrum durch den Bau der Atombomben, welche nach kürzester Entwicklungszeit in Japan zum Einsatz kamen. Die Detail-Entwicklung und die Produktion des Hyperion-Reaktors hat das Unternehmen Hyperion Power Generation in Kalifornien übernommen.

      Da der Aufbau des Reaktors recht einfach ist, kann er – so denke ich – in leicht veränderter Form kopiert werden. Wohl deshalb soll die Produktion in Kalifornien und bei London gleich mit grosser Stückzahl beginnen und dementsprechend soll gleich zu Beginn der Preis möglichst tief gehalten werden.

      Im Internet finden Sie verschiedene Artikel über den Hyperion Reaktor / Hyperion Power …

      Aus meiner Sicht ist die Detail-Entwicklung und die Produktion eines derart einfach aufgebauten Reaktors wesentlich rascher möglich als bei grossen Reaktoren oder gar einem Kernfusionsreaktor. Die mir zugänglichen Unterlagen sind jedoch nicht geeignet, um den Reaktor richtig verstehen und beurteilen zu können. Deshalb würde ich vorerst nur einen einzigen Mini-Reaktor im Paul Scherrer Institut montieren und durch unsere kompetentesten Experten beurteilen lassen.

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    • Juli 18, 2021

      Gespannt bin ich, Herr Schmid, natürlich auch auf den ersten Energie produzierenden Kernfusionsreaktor ITER, welcher zur Zeit in Cadarache gebaut wird. Doch das ist im Gegensatz zum Hyperion eine langfristige Entwicklung. Kernfusionsreaktoren werden zwar dereinst zeitlich praktisch unbeschränkt einen grossen Teil unserer Energieversorgung abdecken, doch ist das eine Entwicklung für zukünftige Generationen. Hier das neuste Foto von der Baustelle: http://www.bernerschach.ch/I​ter-Aug-11.pdf

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    • Juli 18, 2021

      Interessant ist in den kommenden Jahren jedoch vor allem die Entwicklung von inhärenten (= nicht überhitzbaren) Reaktoren der 4. Generation. In etwa einem Dutzend Länder werden 6 verschiedene Reaktortypen entwickelt. Hier eines der Beispiele: http://www.videoporta​l.sf.tv/video?id=ae32​e769-6e90-4102-91dd-8​e0582a35031

      Der im Filmbeitrag sprechende Jürg Buri hat die fachlichen Kenntnisse nicht, um hier kompetent mitreden zu können. Ich wäre sehr glücklich, wenn er, Frau Teuscher, all die Grünen und weitere AKW-Gegner sich vor allem für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzen und weniger Kraft für die Bekämpfung von AKW verpuffen würden. Nur so haben sie über längere Zeit eine Chance, die Kernenergie-Nutzung einzuschränken.

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    • Juli 18, 2021

      Lieber Herr Jorns
      Wenn man in Wikipedia nach ITER sucht findet man einen guten Projektbeschrieb und den Stand der Entwicklung. Beachtlich finde ich den Abschnitt über die Finanzierung. Die Baukosten scheinen aus dem Ruder zu laufen und mittlerweile rund das dreifache des usprünglichen Budgets zu betragen. Dabei ist das ja erst ein Versuchsreaktor.

      Z​um weiteren Vorgehen findet sich in Wikipedia folgende Angabe (Zitat)”Sollten die Experimente erfolgreich verlaufen und der Beweis erbracht werden, dass Energiegewinnung mittels Fusion machbar ist, soll als Folgeprojekt ein erstes, kommerziell taugliches Fusionskraftwerk namens DEMO (Demonstration Power Plant) gebaut werden, das die Kriterien der Wirtschaftlichkeit erfüllen muss.[6][7] Mit einem ersten regulären Fusionskraftwerk ist nach jetzigem Stand der Forschung (Stand April 2011) ab 2050 zu rechnen.

      Ich glaube meinerseits, dass Sie ihre Energie auch besser auf die Förderung der Alternativ-Energien einsetzen sollten als etwas zu propagieren, das Milliarden verschlingt die möglicherweise in den Sand gesetzt sind.

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    • Juli 18, 2021

      Lieber Herr Schmid

      Eine Erhöhung der Kostenschätzung eines derart ambitiösen Projektes in der Startphase ist nichts Ungewöhnliches. Mehr zu denken geben die höheren Anforderungen an das äusserst starke Magnetfeld. Dies führte zu einem Teil der erwähnten Kostenerhöhung. Bei ITER ist zudem nur eine Betriebsdauer von jeweils ca. 9 Min. möglich. Dann muss neu gestartet werden. Das Plasmagefäss muss für DEMO und PROTO grösser sein, so dass auch die Distanz zwischen dem Plasma und der Gefässwand grösser wird. Was die daraus resultierenden Auswirkungen auf das kostenintensive Magnetfeld sein werden, weiss ich nicht.

      Wegen dieser unerfreulichen Kostenentwicklung beim Tokamak wird vielleicht die Entwicklung des Stellarators intensiviert. Da ist man allerdings noch weniger weit.

      Zur Zeit sieht es so aus, als werde die Tokamak-Entwicklung über ITER, DEMO und PROTO erfolgreich zu einem funktionierenden Kernfusionsreaktor führen. Wann er die inhärenten Reaktoren der 4. Generation verdrängen kann, wissen wir nicht. Kernfusionsreaktoren werden auch dann in kleiner Zahl betrieben, wenn sie finanziell gesehen noch nicht konkurrenzfähig sind. Sie haben ein sehr grosses Potential zur Weiterentwicklung und praktisch unbeschränkt Brennstoff. Zudem muss die Kernfusion dereinst zusammen mit den erneuerbaren Energien die fossilen Energiequellen ersetzen. Das ist ein Riesending.

      Herr Schmid, ich setze mich sehr für alle nicht fossilen Energiequellen ein, auch für die erneuerbaren Energien. Vor allem tue ich alles, um deren Konkurrenzierung durch die Kernenergie-Nutzung zu vermeiden. Das sehen Sie z.B. an meiner bereitliegenden „Volksinitiative für eine umfassende Energiestrategie“ http://www.bernerschach.ch/E​nergiestrategie.pdf welche aus der Schublade geholt wird, sobald neue Projekte für Kernkraftwerke zur Diskussion stehen werden.

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  • September 7, 2011

    Oh je, innerhalb von weniger als einer Stunde 24 negative Daumen gegen einen einzigen positiven. Ein Kurswechsel, Frau Teuscher, drängt sich auf! Vielleicht sollten Sie wohl eher Argumente wie etwa Greenpeace bringen und weniger eine Vorgabe für die Denkweise des ENSI oder von uns Bürgern vorgeben.

    Ich schätze Atomkraftwerkgegner sehr. Sie haben nicht nur den Bau von Atomkraftwerken verhindert oder versucht, sie zu verhindern, sie sind auch engagierte Förderer der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Wahrscheinlich wäre ohne sie die Nutzung der Wind- und Solarenergie nicht soweit fortgeschritten. Es werden Minergie-Häuser gebaut und Apparate mit weniger Stromverbrauch propagiert. Auch die Entwickler und die Nutzer der Nuklear-Technologie sind gefordert. Bestehende Kernkraftwerke wurden nachträglich mit zusätzlichen Sicherheitsausrüstung​en versehen. Genau definierte Sicherheitskriterien müssen erfüllt sein, damit ein neuer Kernkraftwerk-Typ einer höher bewerteten Generation zugeteilt werden kann. Die Verbreitung von Nuklearwaffen durch die friedliche Nutzung der Kernenergie (= Proliferation) wird dank dem Atomsperrvertrag verhindert und durch die Internationale Energie-Agentur (IEA) nach deren Vorgaben kontrolliert.

    Natü​rlich begegnet man in Diskussionen auch immer wieder Personen, welche in ihrem Leben ein Erlebnis hatten, das sie zu „Atomkraft Nein Danke – Kämpfern“ gemacht hat. Seither sehen sie unbewusst selektiv nur Argumente gegen AKW. Diese haben sie stets griffbereit und sie versuchen damit, anders Denkende auf ihr gewähltes Thema zu fokussieren. Die tieferen Zusammenhänge erkennen sie zwar nicht, doch wenn sie einmal aufs Glatteis geraten sollten, verstehen sie es ausgezeichnet, die Diskussion wieder in eine andere Richtung zu lenken.

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  • September 7, 2011

    Frau Teuscher, haben Sie noch etwas anderes auf Lager, oder wie oft müssen wir diese LP noch hören? Ich weiss nicht wie viele Threads Sie schon zu diesem Thema verfasst haben in den letzten 3 Monaten? Ihre Durchhalteparolen müssen wir wohl noch oft hören bis zu den Wahlen? Oder dann wiederholen sich wieder Eric Nussbaumer oder einer Ihrer Parteifreunde.

    Möc​hten Sie so aber wirklich nochmals in den NR als Einthemenpolitikerin?​ Die Grünen werfen der SVP immer Einseitigkeit vor, während die Grünen nun überhaupt nicht mehr zu bieten haben als ein Thema. Noch im März musste ich mir dann von Ihrer Seite üble Beschimpfungen anhören. Die AKW-Gegner haben so getan, wie wenn dies jetzt das Thema Nr.1 auf lange Zeit hinaus sein sollte. Stattdessen aber ist die AKW-Frage nicht mehr das wichtigste Thema für Herrn und Frau Schweizer. Außerdem ist sein April die Nachfrage nach sauberen Strom bei den E-Werken massiv eingebrochen. Firmen die Solar Panels montieren sind nicht einmal voll ausgelastet! Eine Energiewende sieht wahrlich anders aus! Die Zeit um einmal vom hohen Ross herunter zu kommen und realistischer zu politisieren!

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    • Juli 18, 2021

      Wenn nur die 10% Grün-Wähler nicht nur auf dem Stimmzettel sondern auch beim Elektrizitätswerk “grün” Wählen würden! Die Umsätze der Elektrizitätswerke zeigen da ganz andere Zahlen!

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  • September 7, 2011

    Herr R. Hofer, dass was sie da machen ist rein Billiger Wahlpropaganda und sonst nichts. “Ich bin dagegen, Wählt mich!”

    Ich hätte da schon mehr erwartet, denn so denke ich, dass ist auch wieder einer, Hauptsache gewählt nach mir die Sintflut.

    Hier ein Beispiel eines Mittdenkers ohne Ambitionen sich auf die Wahlliste zu setzen aber sich trotzdem die Zeit nimmt und sich mühe gibt einen Beitrag zu leisten.

    Bericht von Timothée Mollet auf Vimentis!

    Schauen wir uns doch mal die Lage an:
    Im Winter führen die Flüsse weniger Wasser, zusätzlich ist der Energiebedarf höher.
    Das führt dazu, dass im Winter die KKWs ca. 50% der Stromproduktion leisten, zusätzlich importieren wir durchschnittlich die 5-fache Leistung des KKW Mühleberg.

    Mit PV-würde sich dieses Ungleichgewicht noch verstärken, zusätzlich ist PV in absehbarer Zeit noch zu teuer, ein Gewinn für unsere Wirtschaft wird es kaum geben, die Konkurenz aus China ist da einfach zu stark.
    Ausserdem bräuchte man für 40% der derzeitigen Stromproduktion zu ersetzen rund 2.5 Millionen 10 kWp an Solaranlagen, welche je rund 80 Quadratmeter Fläche benötigen.

    Windene​rgie:
    Ausser in den Bergen kann man in der Schweiz kaum WKAs bauen, dazu ist das Flachland einfach zu dicht besiedelt.
    In den Bergen leidet aner sehr schnell der Tourismus darunter, oder sollen die Bergen so verbaut werden wie in Deutschland Teile des Landes?
    http://krz.c​h/AGyB

    Wasserkraft​:
    Hier ist kaum mehr Potential vorhanden, auch mit Kleinwasserkraftwerke​n werden wir nicht genug zusammenkriegen.

    G​eothermie:
    Hat möglicherweise Potential, aufgrund der Geringen Temperaturdifferenz, hat man sehr schlachte Wirkungsgrade um die 10%.
    Zusätzlich kann man nicht auf eine Technologie setzen, von der man nicht weiss, wie gross die Potentiale sind.

    Biogas:
    Kan​n man machen, solange nicht Monokulturen angebaut werden.
    Das dumme daran ist, dass bei der Verbrennung von Biogas sehr viel des krebserregenden Stoffes Formaldehyd.
    Das führt dazu, das pro TWh elektrischer Enerie daran rund 12 Menschen sterben.
    Auf solche hohen Zahlen kommt man bei der Kernenergie einfach nicht, selbst wenn in Tschernobyl mehrer 100’000 Menschen gestorben währen.

    Energieeff​izients:
    Energieeffi​zients ist eine gute Sache, jedoch wird die Effizients seit jeher gesteigert.
    Dennoch ist der Stromverbrauch stetig angestiegen.
    Warum sollte gerade jetzt der Rebound.Effekt unter 100% fallen?
    Das führt mich zur Alternative, welche wir schlussendlich auch brauchen werden.
    Neue grosse GuD Kraftwerke.
    Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wieviele.
    Damit würden wir uns von unserem praktisch CO2 freien Strom verabschieden.
    Zusät​zlich soll uns das noch ganze 0.4-0.7% des BIPs kosten.

    Zudem währe ein Bau neuer KKWs ein Sicherheitsgewinn, da dadurch die alten KKWs vorzeitig abgestellt würden.
    Neue KKW sind um Faktoren 10-100 sicherer als Alte.

    Zum Potential Kernenergie:
    Wie einige möglicherweise Mitbekommen haben, will China bis 2030 eine ganze Flotte LFTRs am Netz haben.
    Diese Reaktoren sind inharänt sicher, produzieren nur noch 1/200stel des Mülls welcher länger als 10 Jahre gelagert werden muss, dieser Müll muss man auch nur noch 300 Jahre lagern.
    Zusätzlich liefert der Reaktor als “Abfall” seltene Erden wie Rhodium oder Neodym, welche z.T mehr wert als Gold oder PPlatin haben.
    Da der Reaktor bei Normaldruck betrieben werden kann, kann er auch klein gebaut werden.

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  • September 7, 2011

    Sehr geehrter Herr Hofer,

    ich kann Ihrem Beitrag nur zustimmen.

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  • September 8, 2011

    Ja Frau Teuscher sie haben recht, man hätte schon länger ins Auge fassen sollen die älteren bestehenden AKW’s durch neue, nach den neusten Sicherheitsstandarten​ ausgerüsteten AKW’s zu ersetzen.

    Aber was nicht ist kann ja noch werden!

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  • September 9, 2011

    Danke allen, die mich mit Ihren Kommentaren unterstützen. Und auch den anderen, denn der politische Austausch ist mir wichtig. Wer mir vorwirft, immer nur über AKW zu schreiben, soll doch meine Website anschauen: http://www.franziskateuscher​.ch Da gibt’s mehr zu anderen Themen. Aber seien wir ehrlich: welches Thema bringt z.B. die SVP immer: die Ausländer. Und SVP Mann Adrian Amstutz hat im letzen Winter mit einem einzigen Thema erfolgreich Wahlkampf für den Ständerat im Kanton Bern gemacht: Nein zur EU war sein Slogan, das er in allen Interviews wie ein Mantra vorbetete. Und es hat gewirkt.

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    • Juli 18, 2021

      Franziska Teuscher

      Ich, als SVP-Wähler, danke Ihnen, dass Sie sich für die aktuellen Themen der Schweiz einsetzen. (Keine Ironie!Parteikollege Daniel Vischer ihr Parteikollege setzt sich stattdessen für Fragen Palestinas ein.)

      Dass Einthemenwahlkämpfe effizient sein können, haben Sie anhand der obigen Beispielen selbst bewiesen. Bleiben Sie doch dabei.

      Das Thema “Mühleberg” ist wahrscheinlich das kontroverteste bei den Atombeführworter. Es gibt viele, welche lieber dieses durch ein neues ersetzt hätten, das sicherer wäre.

      Aus rein ökonomischer Betrachtungsweise müsste Mühleberg geschlossen werden und der allfällig fehlende Strom importiert werden. Wir können uns dies dank dem starken Schweizerfranken leisten.

      Unverständlich ist, dass der Mühleberg-Bericht nicht publiziert wird. Wie können wir Vertauen haben, wenn wir nicht die Grundlagen dazu sehen können? Blinder Glauben hat ausgedient.

      Was ich weniger vestehen kann bei den Grünen ist die Begeisterung für die EU, die keine nennenswerte Energiepolitik hinbekommt. Zur Erinnerung: Die Wolke von Fessenheim hält nicht an der Grenze.

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  • September 9, 2011

    Gemäss dem heute veröffentlichten Wahlbarometer SRG SSR (Umfrage anfangs August) sind die Grünen zur Zeit auf der Rutschbahn nach unten. Erstmals liegt ihr Wähleranteil von 9,5% knapp unter dem Wahlresultat von 2007. Es ist anzunehmen, dass ihre Verluste sich bis zu den Wahlen noch spürbar vergrössern. Etwa einen Bundesratssitz müssen sie vergessen.

    AKW-Befürworter haben ihr Wissen in den vielen Diskussionen wesentlich vergrössert. Vor etwa zwei Jahren war es der Schweizer Bevölkerung noch wenig bekannt, dass es neben der Kernspaltung auch die Kernfusion gibt und diese in Versuchsreaktoren – so etwa an der ETH Lausanne – bereits funktioniert. Es ist auch bekannt, dass man heute schon weiss, wie ein lauffähiger, Energie produzierender Kernfusionsreaktor gebaut werden kann und dass zur Zeit mit ITER in Cadarache (Südfrankreich) ein erster solcher im Bau ist. Hier das neuste Foto von der Baustelle: http://www.bernerschach.ch/I​ter-Aug-11.pdf

    Dass der „Atommüll“ noch 98% der aus dem Uran nutzbaren Energie hat und im heutigen Zustand niemals in ein Endlager gebracht werden sollte, wissen mittlerweile fast alle. Der „Atommüll“ muss sowieso bis 2040 gekühlt zwischengelagert werden. Entweder kann der „Atommüll“ nach einer Aufbereitung bis dann in zukünftigen Reaktoren weiter genutzt werden oder er wird entweder weiterhin im Zwischenlager belassen oder man bringt ihn in ein Tiefenlager mit Rückholbarkeit. Siehe http://www.energiedia​log.ch/2010/12/kein-t​iefenlager-fuer-die-e​wigkeit
    und http://www.nagra.ch/g​3.cms/s_page/80050/s_​name/rueckholbarkeit/​s_element/127950/sear​chkey/r%FCckholbarkei​t

    Es ist auch allgemein bekannt, dass für die Kernenergienutzung zeitlich praktisch unbegrenzt Brennstoff zur Verfügung steht. Neben dem heute genutzten Uran-235 ist auch das bisher ungenutzte 140 Mal häufigere Uran-238, Thorium-232 und für die Kernfusion Deuterium (aus Wasser) und Tritium (z.B. aus Lithium) verwendbar.

    Auch die Kenntnisse über inhärente (= nicht überhitzbare) Reaktoren der 4. Generation werden täglich grösser. In etwa einem Dutzend Länder werden 6 verschiedene Reaktortypen entwickelt. Hier eines der Beispiele: http://www.videoporta​l.sf.tv/video?id=ae32​e769-6e90-4102-91dd-8​e0582a35031

    Der im Filmbeitrag sprechende Jürg Buri hat die fachlichen Kenntnisse nicht, um hier kompetent mitreden zu können. Ich wäre sehr glücklich, wenn er, Frau Teuscher, all die Grünen und weitere AKW-Gegner sich vor allem für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzen und weniger Kraft für die Bekämpfung von AKW verpuffen würden. Nur so haben sie über längere Zeit eine Chance, die Kernenergie-Nutzung einzuschränken.

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  • Juli 14, 2013

    Die ganze Berichterstattung über Fukushima und die Atomkraft von Linken ist ein gutes Beispiel für die Irreführung des Volkes. Nach dem Gau in Fukushima wurde von den Linken so getan, wie wenn die Japaner nun mehrheitlich gegen die Atomkraft stünden. Die Schweiz würde da ihrerseits mit ihrem AKW-Verzicht auf der richtigen Seite stehen. Wenn die Japaner die AKW’s abschalten, dann könnten wir das doch auch…

    Dummerweise haben aber die Japaner unlängst die Liberalen zurück an die Macht gebracht, von denen man aber vor der Wahl wusste, dass diese an den AKW’s festhalten wollen und diese nun erfreulicherweise wieder hochfahren!!

    http:​//www.dw.de/japan-auf​-dem-weg-zurück-zum-a​tomstrom/a-16935585

    Die Linken scheinen damit eine weit verbreitete Anti-AKW Stimmung nur erfunden zu haben. In der Schweiz ist dann auch der Fukushima-Effekt abgeflacht, was bei kantonalen Abstimmung klar zum Ausdruck kommt. Frau Teuscher weiss das ganz genau. Darum hört man nichts mehr von ihr, verbunden mit dem Wählerverlust der Grünen.

    http://www.berner​zeitung.ch/region/kan​ton-bern/Beide-Energi​evorlagen-sind-abgele​hnt/story/19859757


    http://www.tagesanze​iger.ch/schweiz/stand​ard/Freiburger-halten​-an-Energiefressern-f​est/story/20413779


    Zu dem von der Politik aufgegleisten AKW Verzicht gab es noch keine nationale Volksabstimmung. Ich glaube immer mehr daran, dass der AKW Verzicht nicht mehr mehrheitsfähig ist im Volk. Die Energie-Abstimmungen im linken Kanton Bern und im Kanton Freiburg deuten in diese Richtung!!

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    • Juli 19, 2021

      Wenn Sie denselben Eintrag gleich viermal posten, wird er nicht besser, Herr Anderegg.

      Interessanterweis​e wollen auch die AKW-Befürworter kein Tiefenlager für Atommüll in ihrer Umgebung haben. Siehe Abstimmung Nidwalden:
      Ende 2010: 2/3 für Atomkraft
      Anfang 2011 (vor Fukushima): 80% gegen ein Tiefenlager.

      Entweder haben die sich bei der ersten Abstimmung nicht viel überlegt oder sie denken tatsächlich: “Wir wollen den (vermeintlich) günstigen Strom, und den Abfall, der dabei entsteht, verbuddeln wir bei jemand anderem.”

      PS: gleich viermal derselbe Eintrag. Mal gespannt, ob die Vimentis-Leute diesmal gegen den Verstoss gegen Regel vier (jeden Eintrag nur einmal) vorgeht.

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    • Juli 19, 2021

      Stefan Pfister, wenn im Grunde genommen viermal die selbe Platte abgespielt wird ( Teuscher/GP-Girod/GP-​Joss/SP-Spring/SP) und sich alle irren, dann darf man auch viermal entgegen und den Sachverhalt richtig darstellen. Dazu wollte ich einfach mal nachfragen, weshalb es bei diesen Leuten um ihr Thema so still geworden ist??

      Das Nein zum Wellenberg bedeutet nicht, dass die Nein-Sager zum Atommüllendlager auch automatisch gegen die Atomkraft sind. Diese Diskrepanz der Nidwaldner ist aber nichts neues. Moralisch sogar legitim, da die Nidwaldner von der Wasserkraft leben und wohl nicht gerne den Dreck der anderen im Berg möchten. Ich auf jeden Fall hätte kein Problem damit in meiner Region.

      Ich verstehe aber nicht so ganz, warum ihresgleichen einfach behaupten, dass das Schweizer Volk mehrheitlich hinter dem AKW Ausstieg stünde, wenn gleichzeitig der Stimmbürger dagegen votiert?? Es spricht nämlich nicht für die Energiewände, wenn die Freiburger weiterhin an Elektroheizungen festhalten möchten.

      Noch weniger spricht es für eine Energiewende, wenn das Berner Stimmvolk die Grünen Initiative ” Bern erneuerbar ” haushoch verwirft und nicht einmal den Gegenvorschlag gutheisst!! Und das in einem linken Kanton!!

      Das sind nun mal die Fakten Stefan Pfister, auch wenn Sie ständig vom Thema ablenken und Nebelpedarden schmeissen. Es ist nun mal so, dass diese Niederlagen gegen die Energiewende sprechen und das Ihnen die Felle davon schwimmen, werter Herr Pfister.

      http://www.bern​erzeitung.ch/region/k​anton-bern/Beide-Ener​gievorlagen-sind-abge​lehnt/story/19859757

      http://www.tagesan​zeiger.ch/schweiz/sta​ndard/Freiburger-halt​en-an-Energiefressern​-fest/story/20413779

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    • Juli 19, 2021

      Ach ja, so nach dem Motto ” wenn die Japaner das können, können wir das auch ” läuft es eben nicht mehr. Gerade sind die Liberalen in Japan an die Macht zurückgekommen. Diese wollen an der Atomkraft festhalten, was dem Wähler aber schon vor der Wahl bekannt war!!

      Die Grünen können also nicht mehr die Japaner als leuchtendes Beispiel zum Atomausstieg zitieren. Japan hat dann auch mehr Einwohner als die AKW Ausstiegsländer Deutschland und ” Schweiz “. Damit scheint sich die Anti-AKW Hysterie nur noch auf den deutschsprachigen Raum zu konzentrieren. Etwas gar armselig, werter Herr Pfister, da die Linken sich doch sonst so gerne immer an anderen Ländern orientieren. Aber wenn nun die Vorbilder fehlen??

      Könnte es nicht sein, dass die Linken bei der Energiefrage wohl selber gedanklich an einem Reduit kleben??

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    • Juli 19, 2021

      Herr Anderegg$

      und wie sie kleben….

      Die “Energieapostel” haben noch nicht mal gemerkt, dass es der Klimaveränderung bedurfte, ansonsten wir alle noch Ötzis/Ötzinnen wären im ewigen Eis. Aber eben mit Panikmacherei lassen sich neue Steuern, Gebühren und Abgaben erfinden…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Anderegg

      und wie sie kleben….

      Die “Energieapostel” haben noch nicht mal gemerkt, dass es der Klimaveränderung bedurfte, ansonsten wir alle noch Ötzis/Ötzinnen wären im ewigen Eis.

      Mit Panikmacherei lassen sich derzeit am ringsten neue Steuern, Gebühren und Abgaben erfinden um unproduktive Büro- und Technokraten in geschützten Werkstätten zu beschäftigt.

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  • November 2, 2013

    Mühleberg kommt 2019 vom Netz und der Rückbau beginnt -> so vernimmt man aus den Medien. Doch falls der Stand ist, was man so liest und hört betr. Wissenstand (Experten aus dem Ausland, Endlager etc.), finde ich es bedenklich, wenn man trotz all den Atomtests, Lucens, Tschernobil und Fukushima in der Schweiz nicht weiter in diesen Fragen ist. Dass die Steuerzahler mitfinanzieren dürfen erachte ich unter anderem als Effekt des zu billigen Atomstroms inkl. der entsprechenden Kosten-Nutzen-Aufstel​lung. Für die Schweizerbevölkerung und Wirtschaft hoffe ich, dass die Stilllegung, der Rückbau etc. ohne Zwischenfälle geschieht. Ansonsten stehen riesige Probleme an. O.K., wenn man den Ort des Zwischenlagers beachtet ….. könnte die ev. Durchlässigkeit inkl. möglichem eindringen von Wasser, welches dann in den Kreislauf gelangt des „Berglagers“ weniger gravierend sein? Letzteres einfach als Fragestellung, als Denkanstoss inkl. Befürchtung aufgrund Erfahrungen. Hier noch Links dazu: http://www.20min.ch/s​chweiz/bern/story/Mue​ssen-die-Steuerzahler​-fuer-Rueckbau-zahlen​–29628143 / http://bazonline.ch/w​issen/technik/So-wird​-in-Muehleberg-gruene​-Wiese/story/14211359​ / http://vorort.bund.ne​t/suedlicher-oberrhei​n/wuerenlingen.html / http://www.zwilag.ch/​

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