Wer in die Schweiz kommt, um ein bes­se­res Leben zu führen, der will blei­ben – ein früh­zei­ti­ges, um­fas­sen­des In­te­gra­ti­ons- und Schul(ungs­)­an­ge­bo​t wird ihn zudem hier hal­ten. Es ist daher nicht ver­ständ­lich, warum den Flücht­lin­gen und Mi­gran­ten noch immer ein ge­ne­rel­ler Rück­kehr­wille in ihr je­wei­li­ges Her­kunfts­land, wie Sy­ri­en, Af­gha­nis­tan oder Eri­trea un­ter­stellt wird, zumal an­ge­sichts der dort vor­herr­schen­den, teil­weise prekären Le­bens­si­tua­tio­ne​n eine Rück­kehr auf Jahre bzw. Jahr­zehnte hin­aus un­mög­lich sein wird. An­ge­sichts die­ser Aus­gangs­si­tua­tion​ wäre es de­mo­kra­tisch zu ver­ant­wor­ten, wenn der Sou­ver­än bis zu einem ge­wis­sen Mass darü­ber mit­ent­schei­den könn­te, wer dau­er­haft im­mi­grie­ren soll und vor allem in wel­chem Masse In­te­gra­tion ü­ber­haupt mög­lich ist. Oder soll etwa das Hel­fer­sys­tem aus So­zi­al­ar­bei­tern,​ In­te­gra­ti­ons­be­a​uf­trag­ten, Sprach­leh­rern, Ärz­ten, Rechts­an­wäl­ten etc. der So­zial- und Asyl­in­dus­trie bloss immer wei­ter auf­ge­bläht wer­den, ohne dass die bra­ven Steu­er­zah­ler selbst mit­re­den dür­fen? Die Schweiz ist nicht auf nach allen Sei­ten of­fene Gren­zen an­ge­wie­sen, dies hat die Ab­stim­mung über die Zu­wan­de­rungs­i­ni­​tia­tive der SVP klar zum Aus­druck ge­bracht. Denn die Schwei­zer Bür­ger wis­sen nur zu gut, dass ihr Land nur darum exis­tiert, weil es Gren­zen hat. Diese hat sie gerne geöff­net – aber dies kann nicht gren­zen­los und un­kon­trol­liert ge­sche­hen! Der Zir­kus der Will­kom­mens­kul­tur​ muss end­lich enden.

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Comments to: Grenzenlos
  • Februar 5, 2016

    Wie Recht Sie doch haben Herr Schwenter. Die aktuelle Situation befriedigt auch mich nicht. Wie sieht denn Ihre Lösung aus?

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  • Februar 7, 2016

    Ich stosse mich extrem an solchen Schlagwörtern wie: “Asylindustrie”, “offene Grenzen” und so weiter. Wir sind keine Insel der Seligen, auch wenn es zu schön wäre, dies zu sein! Streuen wir uns keinen Sand in die Augen! Unsere Grenzen sind und bleiben löchrig wie Emmentaler. Man kann über jeden Waldweg in unser Land kommen. Nicht nur über Autobahnen und Hauptstrassen. Also: Wir müssen damit leben lernen, dass wir sind wie die “Anderen”, Abstimmungen hin oder her, unser Wohlstand zieht Leute an. Es ist unser Recht, diesenZuwanderung zu steuern. Aber zu meinen, mit einer Abstimmung könnten wir diese Migrationsprobleme lösen, das ist eine Illusion. Wir wollen doch alle beileibe nicht, dass plötzlich auch in unserem Land Pepita-Töne laut werden, wie “Schiessbefehl auf illegale Einwanderer”. Das wollen wir doch wirklich alle nicht! Also Achtung vor aufwieglerischen Tönen, die Geister wecken, die wir doch in der Flasche lassen wollen, oder nicht? Ich glaube, unsere Behörden sind nicht solche Ignoranten, dass sie datierend von einem Teil des Volkes bevormundet werden müssten.

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  • März 10, 2016

    @Schwenter
    “….wenn​ der Sou­ver­än bis zu einem ge­wis­sen Mass darü­ber mit­ent­schei­den könn­te, wer dau­er­haft im­mi­grie­ren soll und vor allem in wel­chem Masse In­te­gra­tion ü­ber­haupt mög­lich ist.” So wie der eidgenössische Souverän früher darüber bestimmt hat, dass wer zwar Eidgenoss, aber arm ist, das Land umgehend zu verlassen hat? Unsere Vorfahren haben die Armenhäuser geleert, die Insassen – alles Eidgenossen, Brüder, Schwestern – zusammengetrieben, nach Frankreich in einen Hafen transportiert, sie auf Übersee-Schiffe verladen und auf Nimmerwiedersehen davongejagt! Warum? Weil das die billigste Lösung war!

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