1. Verkehr

Gut gemeint

Mit der Vor­lage Via si­cura soll mehr Si­cher­heit auf der Strasse er­reicht wer­den. Es ist selbstverständlich sehr zu begrüssen, wenn dank die­ser Vor­lage in Zu­kunft we­ni­ger Ver­letzte und Tote zu ver­zeich­nen sind. Viele Ge­set­zes­be­stim­mu​n­gen sind durch­aus auch sinn­voll und zielführend.

Allerdings besteht auch die Gefahr, dass es bei gut gemeinten Vorschlägen bleibt. So hat die Verkehrskommission des Ständerates folgenden Artikel beschlossen (Art. 19 Abs. 1): “Wer das sechste Altersjahr noch nicht vollendet hat, darf ohne Be­gleitung einer mindestens 16 Jahre alten Person nur in Begegnungszonen, Tempo-30-Zonen, auf Radwegen, auf für Motorfahrzeuge gesperrten Verkehrsflächen sowie auf verkehrsarmen Strassen Rad fahren.”

Man stelle sich den Vollzug dieser Bestimmung einmal vor. Was geschieht, wenn ein Kind in Begleitung eines 15jährigen Geschwisters unterwegs ist? Was sind „verkehrsarme Strassen“? usw. Es ist schliesslich kaum anzunehmen, dass Eltern, die ihrer Betreuungsaufgabe nicht nachkommen, diese Gesetzesbestimmung kennen und deswegen ihr Kind nur in Begegnungszonen oder Radwegen fahren lassen.

Es ist absehbar, dass diese und andere Artikel im Ständerat noch zu Diskussionen führen werden.

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Comments to: Gut gemeint
  • April 9, 2011

    Richtig Herr Schneider. Mit vielen Via sicura Bestimmungen werden einmal mehr die anständigen, sich an die Verkehrsregeln haltenden Autofahrer schikaniert und die anderen kümmern sich ohnehin nicht darum.

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  • April 10, 2011

    Je dichter das Bauen, umso unattraktiver wird es für die Frau, Kinder zu haben. Alle ! alle unsere Politiker überspringen stets das Grundproblem der Überalterung unseres Volkes bzw. der Kinderlosigkeit unsere Frauen: sie sprechen immer und sofort ohne tiefere Überlegung: wie können wir Wachstum sichern? Wir brauchen mehr junge Leute, ergo: wir sind ein Einwanderungsland! So ein Blödsinn wird nicht wahrer dadurch, dass ihn jeder wiederholt! Und mit der masslosen Einwanderung wird bald jede Strasse zum Gefahrenherd für die Kinder. Und Grabers Vorschlag bringt weniger verkehrstote Kinder, weil es keine Kinder mehr hat.

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  • April 10, 2011

    Sehr geehrter Herr Graber
    Wenn Sie das Verkehrsverhalten der Anwohner einer 30er Zone einmal beobachten, werden Sie folgendes feststellen: Diese kleinen Kinder bis 6 Jahre werden da fast ausschliesslich von ihren Nachbarn oder sogar ihrer eigenen Eltern überfahren, denn das sind die Raser in ihren eigenen Quartieren. Wenn Sie die diversen baulichen und als Parkplätze getarnten Verkehrsschikanen einbeziehen, müssen Sie sich wundern, dass nicht mehr passiert!

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  • Juni 2, 2011

    Es gibt viele Gesetzesbestimmungen,​ die nicht konsequent überwacht werden, z.B. für den Bankensektor, aber trotzdem sinnvoll sind, wenn vielleicht auch nur als Hinweis. Die Polizei hat sowieso einen grossen Spielraum bei der Überwachung von Verkehrsregeln, z. B. bei der Einhaltung von Höchstgeschwindigkeit​en. Sie soll dort kontrollieren, wo effektiv eine starke Gefährdung vorliegt.

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