1. Bildung & Forschung

Heilpädagogen

In den Schu­len hat der Beruf der Heilpädagogen Ein­zug ge­hal­ten. In den Schu­len soll doch aber Bil­dung ver­mit­telt wer­den. Was wol­len denn diese Pädagogen hei­len? Woher kommt denn die­ser Beruf überhaupt?

Da hat mir eine neue Statistik die Antwort geliefert. Durch die pränatale Diagnostik erfahren viele Elternpaare schon in der frühen Schwangerschaft, ob ihr Kind gesund oder behindert ist.

Über 80% entscheiden sich nach der Diagnose “behindert” für einen Schwangerschaftsabbru​ch.

Dadurch braucht es immer weniger Heime für Behinderte oder Heilpädagogische Schulen.

Somit wäre der Beruf “Heilpädagoge” vom Aussterben bedroht. Um den Beruf zu erhalten, suchten sie einen neuen Wirkungskreis. Und sie fanden ihn in den Volksschulen, wo sie nun an gesunden Kindern etwas heilen wollen, wo es nichts zu heilen gibt. 

In die Schulen gehören Lehrer und Schüler, keine Heiler und Psychiater!

 

People reacted to this story.
Show comments Hide comments
Comments to: Heilpädagogen
  • Januar 29, 2012

    Das war leider schon zu meiner Schulzeit so…
    Bevor ich eingeschult wurde (das war 1995), musste ich zu einer “Psycho-Tante” vorbei, die mir dann ein solch vernichtendes Resultat ausstellte, dass ich nicht eingeschult werden dürfte. Gott sei Dank haben sich meine Eltern gewehrt und ich bin ihnen bis heute dankbar…

    Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Aber sobald diese Heilpädagogen irgendeine Schwäche an einem Kind entdecken, wird es in eine Therapie verfrachtet. Ein Kind muss doch lernen, wie es mit seinen Schwächen umgeht, oder nicht?

    Report comment
    • Juli 19, 2021

      In unserer Schulgemeinde kenne ich einen Fall, da wurde ein Junge nicht in die erste Klasse überwiesen. Er müsse in die Einführungsklasse und er brauche zusätzliche Unterstützungen. Seine Eltern akzeptierten das nicht,weil sie ihr Kind kannten und ihn für normal intelligent hielten. Auch wehrten sie sich gegen psychiatrische Unterstützungen. Sie wurden von denn Lehrern und dem Schulrat als verantwortungslos beschimpft. Die Eltern fanden im Nachbarkanton eine Schulgemeinde, die ihren Sohn in die erste Klasse einschulte. Nach der dritten Klasse, die er problemlos absolvierte, sprachen die Eltern in der Wohngemeinde wieder vor, um ihn in die vierte Klasse einzuschulen. Wieder hiess es, nur in die Kleinklasse.Man kann seinen Irrtum ja nicht zugeben! Die ganze Familie ist nun an den Schulort des Jungen umgezogen,wo er die normale fünfte Regelklasse besucht!

      Report comment
  • Februar 1, 2012

    Wie schaut die SVP dazu, dass engagierte Lehrpersonen nicht ausbrennen und das Berufsfeld wechseln? Mit nachhaltigen Rahmenbedingungen vielleicht? Das Modell Finnland gäbe es schon lange, auch andere skandinavische Errungenschaften wären einer optimalen Schulung unserer Kinder dienlich. Wieso stellt sich die SVP immer genau dann quer, wenn es um das Wohl unserer heutigen und künftigen Kinder geht? Um dann wie Pfarrer die eigenen Auswirkungen zu geisseln? Selbstkasteiung à la komplizierter geht’s nicht! Und was versucht die SVP-Politik an uns gesunden Grünen zu heilen?
    Schauen Sie mal den Film ‘Sennentuntschi’, vielleicht finden Sie Zusammenhänge zur SVP-Politik der letzten 20 Jahre.

    Report comment
    • Juli 19, 2021

      Also ich habe nichts gegen die Grünen. Ich bin froh, dass es euch gibt. Ich liebe die Natur und Tiere gehen mir über alles!Da habt ihr viel Gutes erreicht. Das finden viele in der SVP.
      Bei der Schulfrage,bin ich dankbar für den Tipp mit Finnland.Dort müssen die Kinder in der Vorschule nicht rechnen, lesen oder schreiben lernen.Sie lernen soziales Verhalten! Eingeschult werden sie erst, wenn sie 7 Jahre alt sind.Studien aus Hamburg und NRW haben ergeben, dass Kinder die jünger eingeschult werden öfter eine Klasse repetieren müssen.(HarmoS hat sich an den Falschen orientiert!)
      Wenn Kinder mit Migrationshintergrund​ in die Schule kommen, wurde ihnen bereits die finnische Sprache beigebracht!
      Spezial​unterricht bekommen im Durchschitt 16-17% der Schüler. Über die ganze Schulzeit verteilt, kurze oder auch längere Nachhilfen. Dass sind wirkliche Entlastungen für die Lehrer.
      Auch werden ihnen Assistenten zur Seite gestellt,man glaubt es kaum: die brauchen keine Ausbildung. Bei uns bräuchten diese Personen einen Doktortitel!Da sind enorme Kosten versteckt.
      Die Schulschwester, die Kuratoren( Sozialpädagogen), die Psychologen und Speziallehrer finde ich masslos übertrieben.
      Aber eben, dort sind es nicht mal 20% die Hilfe brauchen.
      In unserem Kanton sind aber bereits 50% aller Drittklässer mit dem Frühenglisch überfordert. Weil man nicht allen Nachhilfe anbieten kann, befreit man sie von diesem Fach. Die, die nicht Stillsitzen können; die, die sich leicht ablenken lassen; oder die mit Platzangst(kein Witz)u.s.w.,werden bei uns Jahr ein Jahr aus in den Schulen therapiert.
      Die Schule ist zum lernen da. Für die Erziehung sind die Eltern da und für Krankheiten aller Art, haben wir Ärzte in diesem Land. Wenn jeder in seinem Bereich seine Arbeit tut, sind unsere Lehrer auch nicht mehr so überfordert.Dann könnten auch sie sagen: ich bin Lehrer, ich bringe Kindern Wissen bei!

      Report comment
    • Juli 19, 2021

      Für mich persönlich ist es zwar nicht prioritär, Kindern Wissen beizubringen, obwohl ich auch gelernter Primarlehrer bin. Die heutigen schulischen und wirtschaftlichen Bedingungen rufen in der Bevölkerung ein Problemverhalten hervor, welches sich an den von Ihnen beschriebenen Phänomenen in der Schule zeigt.
      Aber von wem soll die SVP gewählt werden, wenn sie nicht dafür sorgen würde, dass alle eine bezahlte Arbeit haben? Ohne die SVP-Politik bräuchte es vielleicht nur die Hälfte aller Heilpädagogen und Psychologen (weibliche Personen mitgemeint).

      Report comment
    • Juli 19, 2021

      Wenn Wissen vermitteln nicht ihr wichtigstes Anliegen in der Schule ist, dann haben sie ihren Beruf verfehlt.
      Die Gier nach Macht und Geld verstehe ich auch nicht. Aber arbeiten, um Geld zu verdienen, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, dafür stehen alle Parteien von rechts bis links ein. Das hat nichts mit Wählern gewinnen zu tun, sondern mit dem Wohl aller Menschen! Und dafür stehen wir gerne ein.

      Report comment
    • Juli 19, 2021

      Sehen Sie, prioritär ist auch für mich meine Brötchen zu verdienen. Ob es jetzt mit Wissen vermitteln oder Sonstigem ist.

      Report comment

Write a response

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

  1. Ja und unser Bundesrat ist ebenfalls dabei zusammen mit der EU unser liberales Waffengesetz "pragmatisch" zu zerstören. BR Sommaruga am…

Vimentis Login

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu