1. Ausländer- & Migrationspolitik

Hilfe für echte Flüchtlinge als mitmenschliche Pflicht

Dalai Lama:

Flüchtlinge soll­ten nur vor­ü­ber­ge­hend bleiben

 

Der Dalai Lama hat die Hilfe für Flüchtlinge als mitmenschliche Pflicht bezeichnet. “Ein Mensch, dem es etwas besser geht, hat die Verant wortung, ihnen zu helfen”, sagte das geistliche Oberhaupt des tibetischen Volkes der “Frankfurter Allgmeinen Zeitung”. Allerdings sollten diese Flüchtlinge nur vorübergehend aufgenommen werden, “auch moralisch gesehen”, fügte der 80-Jährige hinzu: “Das Ziel sollte sein, dass sie zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen.”

Zur Flüchtlingskrise in Europa sagte der Dalai Lama: “Andererseits sind es mittlerweile zu viele. Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland.” Es seien so viele, “dass es in der Praxis schwierig ist”, räumte der buddhistische Mönch ein.

 

 

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​Foto: Boris Roessler / dpa
 Der Dalai Lama sieht Grenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa. Sie sollten später dabei helfen, die Heimat wieder aufzubauen. Der Dalai Lama spricht sich dafür aus, dass Flüchtlinge „zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen“. 

 

 

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“Nicht die gesamte muslimische Welt verurteilen”

Zum Thema islamfeindliche Stimmung in Europa sagte der Dalai Lama: “Es sind muslimische Individuen und kleine Gruppen, die sich in ihren eigenen Ländern gegenseitig umbringen. Schiiten, Sunniten. Sie repräsentieren nicht den gesamten Islam und nicht alle Muslime.” In jeder Religion sei die Liebe die Kernbotschaft. Dies gelte auch im Islam. Bösartige Leute gebe es auch bei den Buddhisten, den Christen, den Juden und den Hindus. Nur aufgrund von “einigen traurigen Ereignissen, die von einer kleinen Zahl Muslime ausgehen, sollten wir nicht die gesamte muslimische Welt verurteilen”.

In China setzt der Dalai Lama auf Veränderung. Heute habe das kommunistische China die größte buddhistische Bevölkerung. Viele Parteimitglieder seien nur im Kopf Atheisten, “aber von der Brust an abwärts sind sie gläubige Buddhisten.” Zudem erlebten mehrere hunderttausend chinesische Studenten in den westlichen Ländern Demokratie und Freiheit. “China, so mächtig es auch sein mag, kann nicht zu der früheren rigiden, abgeschlossenen Gesellschaft zurückkehren”, fügte der 14. Dalai Lama hinzu.
 

Gewalt ist unberechenbar

Der buddhistische Mönch äusserte sich auch zum Thema Gewalt. Diese sei legitim, “wenn die Umstände so sind, dass es keine andere Wahl gibt, und Mitgefühl die Motivation ist”. Praktisch sei es allerdings besser, jede Gewalt zu vermeiden, denn Gewalt sei unberechenbar: “Deshalb besser keine Gewalt”, erklärte der Friedensnobelpreisträ​​​ger.

Der 14. Dalai Lama wurde 1935 als Lhamo Thöndup in eine arme Bauernfamilie geboren. Im Alter von zwei Jahren entdeckten ihn Mönche in einem kleinen Dorf in Tibet als die Wiedergeburt des 13. Dalai Lama, des Oberhaupts der Tibeter. Im Oktober 1950 marschierten die Truppen der Volksrepublik China in Tibet ein. Der Dalai Lama floh im März 1959 aus dem Potala-Palast in Lhasa nach Indien, chinesische Truppen schlugen einen Volksaufstand in Tibet blutig nieder. Bis heute ist das indische Dharamsala, eine Bergstadt im Himalaya, Sitz der tibetischen Exilregierung und Residenz des Dalai Lama.

Er sollte uns allen als Vorbild dienen, vor allem auch der Migrationsbehörde (SEM) in Bern. Selbst echt verfolgte anerkannte Flüchtlinge sollten in ihre Heimat zurückkehren, sobald die Gefahr vorüber ist um ihr Heimatland wieder mit aufzubauen tatkräftig mithelfen.

Von den zu zehntausenden Eriträern die jedes Jahr nach Eritrea in die Ferien heimreisen wo sie angeblich verfolgt sind – dies wegen Verweigerung eines Nationaldienstes – den sogar junge Frauen & Mädels ohne zu murren tapfer verrichten – ganz zu schweigen.

 

http://www.journal​alternativemedien.inf​o/gesellschaft/eritre​er-machen-heimaturlau​b/

 

Wenn das SEM lernen würde echte Flüchtlinge von Wirtschaftsmigranten und Wehrdienstdrückeberge​r zu unterscheiden, würde es sicher keinen solchen Aufstand unter der Mehrheit der Bevölkerung mehr geben gegen die derzeitigen grossen Missstände in unserem Asylwesen. Jemanden an die Spitze des SEM in Bern mit der geistig menschlichen Ethik eines Dalai Lama könnten jährlich Milliarden Franken eingespart werden zu einer viel besseren Verwendung der einheimischen Bevölkerung. Bedarf hat es ja weiss Gott genug. So wie der Dalai Lama als eine Wiedergeburt verehrt wird, so wird die Wiedergeburt des Menschen in Tibet ganz allgemein anerkannt. Dies erklärt auch im Wesentlichen seine bewundernswerte Haltung in dieser Sachfrage.

 

Quelle: epd/dpa

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Comments to: Hilfe für echte Flüchtlinge als mitmenschliche Pflicht
  • Juli 26, 2017

    Seit wann hören Sie auf das Oberhaupt einer fremden Religion? Wenn sich ein Herr Wagner, den Sie als Deutschen sehen, über Schweizer Politik äussert, finden Sie, er solle sich nicht einmischen, aber der Dalai Lama darf dann sagen, wie die deutsche Flüchtlingspolitik aussehen soll?

    Meinungsfrei​heit à la Hottender gilt wohl nur für die Menschen mit Herrn Hottingers Meinung.

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  • Juli 26, 2017

    Aus dem Kommentar von Güzin Kar zum Interview mit dem Dalai Lama, insbesondere zur Aussage mit dem “arabischen Land”:

    “Das Wichtigste im genannten Zitat, das aus einem Interview in der FAZ stammt, ist das, was in Klammern steht: lacht. Er lacht und kichert ja andauernd, was dem Gesagten etwas Ungefährliches und Leichtes verleiht, sodass man ihm alles verzeiht, sogar dass er sich gleich selbst widerspricht: «Auf der anderen Seite gibt es ein tibetisches Sprichwort: Wo immer du glücklich bist, da ist dein Zuhause. In Indien habe ich über 57?Jahre in völliger Freiheit gelebt.»

    Weshalb dieselbe Freiheit nicht auch anderen Flüchtlingen zuteilwerden soll, bleibt unklar.”

    http://ww​w.tagesanzeiger.ch/ku​ltur/diverses/Dalai-K​icher/story/24235580

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  • Juli 29, 2017

    interessant.

    der dalai lama ist schon sein jahrzehnten dauergast in nordindien und musste meines wissens keinen asylantrag stellen oder irgendeinen anderen antrag stellen, um sich in nordindien anzusiedeln.

    nun gut, die chinesen würden den dalai lama natürlich für ihre zwecke einspannen, um ihre herrschaft in nepal zu festigen.

    ebenso ist es verboten, jemanden zu deportieren, wenn ihm folter und tod drohen. selbst wenn dieser kriminell ist und schon im gefängnis sass.

    aber natürlich ist es nicht verboten, zurück in die alte heimat zu gehen, wenn man will. so wie jeder schweizer nach kanada, usa, frankreich, deutschland oder sonstwo auswandern kann.

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