1. Finanzen & Steuern

Initiative zur Erbschaftssteuer

Die SP lan­ciert zu­sam­men mit der EVP und den Grünen die Initiative zu einer Na­tio­na­len Erb­schafts­steuer zu guns­ten der AHV.
Grundidee: 2 Mil­lio­nen Franken Frei­be­trag für di­rekte Nach­kom­men für Erb­schaf­ten und Schen­kun­gen der Rest soll, wie ich ver­stan­den habe, mit 20% be­steu­ert wer­den. Was ein­fach tönt kann in der Pra­xis aber zu er­heb­li­chen Pro­ble­men führen wel­che un­be­dingt ver­mie­den wer­den müssen. Wir den­ken jetzt viel­leicht an die verwöhnte Partygängerin oder den hochnäsigen Jun­gen wel­cher Sohn von Beruf ist. Ihnen würde es viel­leicht nicht scha­den ein Teil von Ihrem Erbe ab­zu­ge­ben. ABER was ist mit dem Fa­mi­li­en­be­trieb wel­cher in der nächsten Ge­ne­ra­tion weitergeführt wer­den soll, eine Ab­gabe von 20% des Fir­men­wer­tes an den Fis­kus wird in vie­len Fällen das Ende der Firma und Arbeitsplätze be­deu­ten oder es gäbe eine Übernahme von Fir­men­an­teile von Aktionären, wel­che aus einem Fa­mi­li­en­be­trieb ein Spe­ku­la­ti­ons­ob­j​ekt wer­den lässt. DIES DARF NICHT PAS­SIE­REN! Trau­rig wäre auch ein Ver­lust von Lie­gen­schaf­ten wel­che seit Ge­ne­ra­tio­nen im Fa­mi­li­en­be­sitz sind und dann veräussert wer­den müssten. Es gibt si­cher noch viele an­dere Stol­per­steine in die­ser Idee. Aber diskusionswürdig ist sie al­le­mal.

 

People reacted to this story.
Show comments Hide comments
Comments to: Initiative zur Erbschaftssteuer
  • Oktober 8, 2011

    Falls mit einer Erbschaftssteuer die ungerechtigste aller Steuern, nämlich die Vermögenssteuer abgeschafft bzw. reduziert würde, wäre dies zu begrüssen.
    Als neue zusätzliche Steuer ist sie aber auf jeden Fall abzulehnen.

    Eine grosse Ungerechtigkeit ist auch die 2 Mio Grenze, welche sich einfach auf das gesamte Erbe bezieht, ohne zu berücksichtigen, durch wieviele Erben geteilt wird. Fall ein Erbe von 12 Mio durch 6 Erben aufgeteilt wird, erhält jeder noch 1’600’000.00 (2 Mio minus 20%). Der Alleinerbe von 2 Mio darf aber alles behalten.

    Report comment
    • Juli 19, 2021

      Stimmt das mit der Aufteilung? oder wird vielmehr der Begünstigste besteuert, falls die ausbezahlte Summe 2 Mio übersteigt? und was passiert mit dem, der im gleichen Jahr von 2 unterschiedlichen Erblassern begünstigt wird? Wer kann da helfen?

      Report comment
  • Oktober 8, 2011

    Sehr geehrter Herr Haschka, Hier die Initiative in Kuerze. Bitte beachten Sie vor allem den letzten Punkt, die Gefaehrdung von Geschaeftweiterfuehru​ng oder Entlassungen ist nicht gegeben. Also bitte keine unnoetigen Aengste schueren.

    Die Inhalte der Initiative in Kürze:

    Die AHV wird neu auch aus den Erträgen einer Erbschafts- und Schenkungssteuer finanziert (Ergänzung von Art. 112 BV)
    Die Kompetenz , Erbschafts- und Schenkungssteuern zu erheben, gehtvon den Kantonen auf den Bund über (neuer Art. 129a BV). Die Kantone werden dafür entschädigt, indem sie 1/3 des Ertrages erhalten.
    2/3 der Steuereinnahmen gehen zweckgebunden an die AHV .
    Besteuert wird der Nachlass von natürlichen Personen, die ihren letzten Wohnsitz in der Schweiz hatten oder bei denen der Erbgang in der Schweiz eröffnet worden ist, nicht die einzelnen Erben. Die Schenkungssteuer wird beim Schenkgeber erhoben .
    Hohe Freibeträge sorgen dafür, dass der Mittelstand nicht belastet wird:
    – Allgemeiner Freibetrag: CHF 2 Mio .
    – Freibetrag für Gelegenheitsgeschenke​: CHF 20‘000 pro Jahr und beschenkte Person
    Zuwendungen an Ehepartner / registrierten Partner sowie ansteuerbefreite juristische Personen sind steuerfrei .
    Die Steuer wird mit einem einheitlichen Satz von 20% ausgestaltet.
    Gehört zum Nachlass oder zur Schenkung ein Unternehmen oder einLandwirtschaftsbet​rieb , werden bei der Bewertung und beim Steuersatzerhebliche Erleichterungen gewährt, um deren Bestand und die Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

    Report comment
  • November 4, 2011

    Die Rückwirkende Besteuerung ist eigentlich unzulässig!
    Ich zitiere aus dem Tagiartikel

    http://www.tagesa​nzeiger.ch/schweiz/st​andard/Wenn-der-Staat​-im-Nachhinein-die-Sp​ielregeln–aendert/st​ory/22769241

    Auch Rechtsexperten beurteilen rückwirkende politische Entscheide skeptisch. Die Erbschaftssteueriniti​ative beinhaltet eine echte Rückwirkung. Denn hier werden Schenkungen besteuert, die mehrere Jahre vor Inkrafttreten des Gesetzes gemacht worden sind. Pikant dabei: Das ist gemäss Rechtslehre eigentlich nicht zulässig. So steht die echte Rückwirkung unter anderem in Konflikt mit der Rechtssicherheit, die in der Verfassung verankert ist. Denn wenn Gesetze nachträglich geändert werden können, fehlt die Rechtssicherheit.

    Report comment
  • Februar 25, 2013

    Ich bin für eine Erbschaftssteuer. Denn wenn 99 % des Vermögens in 1 % sind, kann dies nicht sehr viele Private betreffen (meine hier die Relationen nicht ausser Acht lassen). Was die Unternehmen anbelangt, so frage ich mich wie viele Junge den Betrieb den Betrieb der Eltern auch weiterführen wollen. Dazu auch der Initiativtext, welcher von Cordula Roosa-Riedener weiter unten publiziert wurde. Jene die nun mit dem Argument kommen, dass das Geld bereits X-Mal besteuert wurde regen sich nicht auf, wenn man Lotto-Gewinne besteuert (dies im Hinblick auch auch gelesene Beiträge betr. Abzockerinitiative und Lottogewinne und ich denke das im Lotto gewonnene Geld wurde auch bereits mehrfach besteuert und die Schwelle ist tiefer). Der Staat braucht Geld. Wenn jene, die mehr als genug haben immer weniger bezahlen wollen, verarmt der Mittelstand weiter und weiter und weiter samt den Auswirkungen. Zuletzt noch dies. Für eine Erbschaft, die einer erhält, hat meines Wissens noch nie jemand arbeiten müssen. Es ist also eine Erbschaft, welche am wenigsten schmerzt.

    Report comment
  • April 17, 2014

    Die Vermögenssteuer ist an sich rechtlich nicht begründet und sollte abgeschafft werden. Aber Einkommen, auch aus Vermögen, muss versteuert werden. Ein Erbe ist immer ein zu versteuerndes Einkommen.

    Report comment
  • April 17, 2014

    Rechtlich nicht zu begründen wäre es, wenn der Staat als Miterbe einen Betrag geltend machen würde.

    Report comment
  • April 17, 2014

    Und ebenso ist strikt jede konfiskatorische Aneignung von Privateigentum, hier Erbvermögen, durch den Staat abzulehnen.

    Das Erbe muss voll an die Erben ausbezahlt werden und wird von diesen als Einkommen versteuert, am gerechtesten in der jährlichen Steuererklärung.

    Report comment

Write a response

Neuste Artikel

Bleiben Sie informiert

Neuste Diskussionen

  1. Ja und unser Bundesrat ist ebenfalls dabei zusammen mit der EU unser liberales Waffengesetz "pragmatisch" zu zerstören. BR Sommaruga am…

Vimentis Login

Willkommen bei Vimentis
Werden auch Sie Mitglied der grössten Schweizer Politik Community mit mehr als 200'000 Mitgliedern
Tretten Sie Vimentis bei

Mit der Registierung stimmst du unseren Blogrichtlinien zu