1. Bildung & Forschung

IT-Fitness – DER Erfolgsfaktor für das Bildungsland Schweiz

Nichts hat unser Leben in jüngster Zeit so stark verändert wie die In­for­ma­ti­ons­tech​­no­lo­gie ( IT). In Kürze wird es kaum noch Be­rei­che des Le­bens ge­ben, die ohne Si­cher­heit im Um­gang mit IT ge­meis­tert wer­den können. IT ist überall. Sie hat nicht nur die Pro­duk­ti­ons- und Dis­tri­bu­ti­ons­pro​­zesse in der Wirt­schaft, son­dern auch unser Pri­vat­le­ben tief­grei­fend verändert.

 

Facebook, Twitter und Co.

Ein einfaches Beispiel: Wer heute in die Ferien fährt, muss sich überlegen, wie er oder sie während dieser Zeit die sozialen Netzwerke wie beispielweise Facebook oder Twitter betreut. Eine Variante ist es, seinen Kontakten mitzuteilen, man verreise für zwei Wochen. Der Vorteil daran ist, dass während dieser Zeit niemand eine Antwort erwartet. Der Nachteil: Potentielle Einbrecher wissen, wo sie wann ein leeres Haus vorfinden.

Sozial Netzwerke sind weit mehr als Spielzeuge. Es sind Informationsplattform​en, auf denen wir Ideen sammeln, uns austauschen, nachdenken, recherchieren. Aber auch hier herrscht eine Dynamik, die man erst einmal kennen lernen muss. So erleben wir täglich, mit welch ungeheurem Tempo ein Gedanke sich verbreiten kann. Aus einer Idee wird ein Tweet. Dieser erscheint auf Facebook, und schon geht’s los. Wir werden gelobt, zitiert, kommentiert, kritisiert – aber auch beleidigt oder verunglimpft. Viele von uns kennen das.

 

Wichtige Fragen beantworten

Damit sind wir bei den ernsthafteren Beispielen: Bei der Hackerattacke auf den Weltkonzern SONY wurden hunderttausende Kundendaten gestohlen. Der Schaden ging in die Milliarden. Und die Versicherung will nicht zahlen. Wo neue Absatzkanäle entstehen, entstehen auch neue Bedrohungen, neue Anforderungen an private Sicherheits- und staatliche Repressionssysteme, neue Fragen nach Versicherungen und Recht. Hier, im Cyberspace, liegen die grossen wirtschaftspolitische​n und rechtlichen Herausforderungen der Gegenwart.

 

Ein weiteres Beispiel: Der amerikanische Patriot Act ermächtigt die US-Behörden, auf sämtliche Daten zuzugreifen, die auf Servern amerikanischer Unternehmen lagern. Also auch auf unsere Fotos bei Google. Das ist die US-Praxis. Wollen wir das? Oder: Was muss die Schweiz aus den grossen Propaganda- und Mobilisierungswellen lernen, die wir in Nordafrika und in England beobachten konnten?

 

Die Lösungsansätze sind vielschichtig, der Ruf nach Repression greift zu kurz. Nebst Anpassung des geltenden Rechts müssen der Strafverfolgung neue Instrumente in die Hände gelegt werden.  Der wichtigste Lösungsansatz ist die flächendeckende Bildung. Es ist längst bekannt, dass Firmen, aber auch Jugendliche, bzw. Privatpersonen nur dann gewappnet sind, wenn wir unser Land IT-Fit machen. IT-Fitness ist deshalb DER zentrale Wirtschafts- und Gesellschafsfaktor für die Schweiz.

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Comments to: IT-Fitness – DER Erfolgsfaktor für das Bildungsland Schweiz
  • August 23, 2011

    Tip Top. An welche Lösungsansätze haben Sie gedacht?

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    • Juli 18, 2021

      Und ansonsten: Das Strafgesetzbuch wurde 1995 geschrieben, als das Internet noch nicht bekannt war. Es gibt einen “Hausfriedensbruch”​ aber keinen “digitalen Hausfriedensbruch”. Solche Lücken müssen geschlossen werden.

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    • Juli 18, 2021

      Gute Idee. Ich hoffe die Umsetzung geht nicht auf Kosten des Datenschutzgesetzes, das wird nicht einfach.

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    • Juli 18, 2021

      Wo genau liegt der Unterschied zwischen digitalem und analogem Hausfriedensbruch? Heute wird beides gleich gesetzt, warum sollte sich das ändern? Die Probleme liegen ganz wo anders! Ich finde das CVP-Positionspapier, wo das mit der “IT-Fitness” geschrieben steht, zwar gut gemeint, aber nicht ausgereift (ich werde wohl noch darüber bloggen). Dennoch finde ich es super, dass es Parteien gibt, die sich mit dieser Thematik befassen. Danke für die in dieses wichtige Thema investierte Zeit! Wir nennen dieses Gebiet übrigens Digitalpolitik.

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  • August 23, 2011

    Das braucht es an der Schule:

    … endlich verbindliche Vorgaben in den Lehrplänen – und zwar nicht nur für Informatik,sondern für eine pädagogisch fundierte, umfassende Medienbildung

    … medienpädagogische Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen

    … Unterrichtszeit, die für Medienbildung reserviert ist

    … Strategien und Medienleitbilder, die die Umsetzung auf Schulebene garantieren

    … Lehrmittel sowie Unterrichtshilfsmitte​l, die Lehrpersonen dazu zur Verfügung stehen

    … genügend Support bei Aufbau und Betrieb der Infrastruktur

    Die SchülerInnen müssen für die Medienwelt fit gemacht werden.

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    • Juli 18, 2021

      Leider wird nicht geschrieben, auf welcher Stufe die Schüler in den Genuss des Medienunterrichts kommen sollen. Ich finde, man sollte das den Pädagogen überlassen und nicht den Politikern. In der Primarschule sollten andere Prioritäten gesetzt werden, nämlich Unterricht für Kopf, Herz und Hand und nicht nur für Maus-Click-Zeigefinge​r.

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    • Juli 18, 2021

      In der Tat: Kopf, Herz und Hand sind zentral. Und mindestens die ersteren braucht es auch, um richtig durch den Cyberspace zu navigieren. Deswegen scheinen mir die Themen “Kopf, Herz und Hand” und IT-Fitness nicht zu konkurrieren.

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    • Juli 18, 2021

      Die Ideologie Kopf, Herz und Hand kann mit modernen Kommunikationsmittel besser verbreitet werden 🙂

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    • Juli 18, 2021

      Was hat Pestalozzi mit Ideologie zu tun??

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  • August 23, 2011

    Eine Studie, die ich mit Kollegen über den Stand der eEconomy in der Schweiz ausgeführt habe hat sich gezeicht: IT in der Privatwirtschaft und im Privatleben der Schweizer: Top. IT im öffentlichen Bereich (Schule, Gesundheitswesen, eGovernment): Flop.

    Und all die Planungen und Strategien von Schmid-Federer gibt es schon in irgend einer Form.

    Vielleicht sollte man alles ein wenig lockerer angegehn. Wie kommt es, dass unsere Kids sich in der IT-Welt unverzüglich zurechtfinden – nur wenn die IT im Zusammenhang mit der Schule steht happert es….

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    • Juli 18, 2021

      sorry für die Tippfehler…

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    • Juli 18, 2021

      Stimmt, die gibt es schon. Wir hinken hinter her.
      Viele Jugendliche sind technisch routiniert, aber sozial überfordert. Gerade gestern hat Pro Juventute wieder Alarm geschlagen, weil sie vermehrt um Hilfe gebeten werden.

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    • Juli 18, 2021

      Grüezi Herr Saurer
      In der Tat ist nicht von der Hand zu weisen, dass es vieles schon gibt. Allein: Das ganze “System” ist hochgradig ineffizient und unkoordiniert. In Zürich gibt es sogar hervorragende ICT-Lehrmittel der PH, die von den Schulen nicht eingesetzt werden… Ich fände es grossartig, wenn ICT-Fitness so einheitlich wie das ABC in die DNA unserer Schülerinnen und Schüler eingeprägt würde. Das kann durchaus locker sein :-). (Und: Dass im Bereich eGov noch viel zu tun ist, sei dabei in keinster Weise bestritten.)

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    • Juli 18, 2021

      Ich unterstütze die beiden Voten von M.A. Saxer. Sie nennen genau die Inhalte, die mit den Schülern schon auf niedriger Stufe angegangen werden sollten. Warum nicht einen Klassenwebauftritt mit Datenbanken und Zugriff für alle Schüler gemeinsam erarbeiten und nebenbei diese Fragen behandeln? Am beispiel meiner beiden Söhne sehe ich, dass die Inhalte der Schulen absolut unpassend, ja unnütz sind. Die Lehrer geben sich zu unrecht Mühe, alle auf das gleich niedrige Niveau zu bringen. Dabei ist gerade IT die Technologie, mit der grosse Reichweite mit grosser Tiefe (individueller Behandlung) verbunden werden kann. Es brauch keine neuen Strategien, sondern nur bessere Lehrkräfte.

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  • August 23, 2011

    Man liest und hört heute immer wieder von den “Digital Natives”. M.E. ist das aber keine Generation, sondern vielmehr ein Gerücht. Selbstverständlich gibt es den Unterschied zwischen all jenen, die der Informatik erst als Erwachsene begegneten, und ihren Kindern, die praktisch schon im Chindsgi “googeln”: Letztere sind gewandter im Umgang mit der IT. Was aber, wenn man nachfragt, was beispielsweise Bilder speichern in einer Cloud eigentlich heisse? Oder: Was Verunglimpfung im Cyberspace eigentlich bedeute – nicht “nur” psychologisch, sondern auch rechtlich? Die Antworten fangen fast immer mit “ömmmm” an. Das ist jedoch kein Vorwurf: Es gibt eben mehr Dinge zwischen Himmel und Erden (und da irgendwo ist ja die virtuelle Welt) als sich’s mit unserer Schulweisheit träumen lässt. Schliesslich weiss man bei zahllosen Delikten, die mithilfe von ICT begangen werden, nicht einmal, welches Recht anwendbar ist – ob das des Standorts des Täter-Computers oder das des Standorts des Opfer-Computers. IT-Fitness heisst nichts anderes als Aus- und Weiterbildung, so dass aus Digital Naives echte Digital Citizens werden, fit für eine spannende, aber komplexe neue Welt. IT-Fitness ist DIE zukunftsweisende Forderung.

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  • August 23, 2011

    Meine Schulerfahrung: Wir waren den Lehrern weit voraus und hätten den Lehrern etwas beibringen müssen:) Heute ist das wahrscheinlich nicht anders.

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    • Juli 18, 2021

      Stimmt Herr Meier!!!!
      Die Schüler müssten erstmal die Lehrer auf den neuesten Stand heben – bevor sie die Schüler unterrichten könnten. Nonsens!

      Man kann aber auch gleich Nägel mit Köpfen machen und IT- Fachleute zur Ausbildung der Schüler engagieren.

      Dann würde die Sache den Kids auch Spass machen, sie würden herausgefordert, weil sie tatsächlich dazulernen könnten, anstatt während der Unterrichtszeit heimlich irgendwo zu surfen, zu chatten, oder “Störungen” zu inszenieren um die Stunden zu sabotieren – ohne das es die Lehrperson überhaubt mitkriegt zu was die Schul-PC’s tatsächlich gebraucht werden.

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  • August 23, 2011

    Wie wahr, wie wahr… Auch ich sehe soziale Netzwerke durchaus als Chance (in der Wirtschaft genauso wie in der Politik) – und eben nicht nur als Gefahr. In meiner eigenen Praxis stelle ich aber immer wieder fest, dass es sich viele Unternehmen und Verwaltungen / Behörden hier zu einfach machen. Mit einem Verbot von Facebook & Co. ist es aber eben nicht getan. Bzw. die Unternehmen vergeben sich damit auch Chancen.
    Und dass Bildung DER Erfolgsfaktor der Schweiz ist, gilt bei diesem Thema wohl genau so, wie bei vielen anderen auch. Schade, dass ein Grossteil der Schweizer Politik dies noch immer nicht festgestellt hat und immer wieder Sparübungen in diesem Bereich vorschlägt…

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  • August 23, 2011

    Die Vorgaben für die Schule kann ich nur unterstützen. Meist gute bis sehr gute Infrastruktur in den Schulen, die sehr unterschiedlich genutzt wird.
    Allerdings bin ich etwas erstaunt, dass der Vorschlag von einer Vertreterin der CVP propagandiert wird. Hat sich doch gerade diese Partei vor noch nicht all zu langer Zeit erfolgreich für die Streichung der bewilligten Bundesgelder eingesetzt. Die “eingesparten” 40 Millionen wären genau für solche methodisch didaktischen Projekte vorgesehen gewesen. Lehrmittel gibt es eigentlich genügend, Stundengefässe sind im Lehrplan vorgesehen und die Infrastruktur ist wie schon geschrieben auf einem hohe Niveau.

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    • Juli 18, 2021

      Grüezi Herr Bürki! Dazu ist zu sagen, dass niemand in der laufenden Legislatur so konsequent und konsistent im Bereich Jugendmedienschutz und IT-Fitnes politisiert hat wie Barbara Schmid-Federer (> parlament.ch). Es ist noch ein weiter Weg bis zum allgemeinen Umdenken in unserem – ja auch Ihrem – Sinne, also packen wirs an, möglichst gemeinsam!

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  • August 24, 2011

    Meine 2 Kids haben das beim Umgang mit den neuen Medien gelernt. Mein Älterer betreut bei uns das Netzwerk, wenn etwas nicht funktioniert ruf ich ihn und er richtets. Mich dünkts besser als unsere Profis im Geschäft.

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    • Juli 18, 2021

      Allerdings: Der technische Umgang ist das eine. Auf der anderen Seite braucht es eben auch die soziale Stärke, mit manchmal schwierigen Inhalten im Netz umzugehen.

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  • August 27, 2011

    Zuerst meinte ich beim Lesen des Titels mit dem Konterfei von Frau Nationalrätin Schmid-Federer, hier würde Werbung für ein Fitnesscenter gemacht 😉 Das tönt einfach alles etwas zu schön um wahr zu sein…Neue Medien auch nicht überbewerten, Kopf immer eingeschaltet lassen und nicht alles nur auf die Technik konzentrieren. Flussfesseln etwa, wo jederzeit in jedem Gelände registriert wird, wo jemand im Maßnahme- oder Strafvollzug ist, gibt es ja noch immer nicht.

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    • Juli 18, 2021

      Nein, von der Technik rede ich nicht. Umgang mit Medien ist vielschichtig. Soziale Kompetenzen sind gefragt.

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    • Juli 18, 2021

      Ich verstehe, aber für einmal dürften wir uns hier nicht in den Haaren liegen, weil dies vor allem eine erzieherische Frage ist und viel weniger eine politische! Eher Ansichtssache, ab wann dürfen meine Kinder ins Internet, wie kontrolliere ich deren Internetkonsum, wie mache ich diese auf sämtliche Gefahren aufmerksam, wie viel Freizeit dürfen oder sollten Kinder im Internet verbringen, ab wann dürfen meine Kinder ein Handy haben, wie können wir noch besser gesetzeswidrige Inhalte im WEB bekämpfen, vor allem wenn diese aus dem Ausland komme usw. Mit Ausnahme vom letzte Aspekt kann und soll hier die Politik sich gar nicht all zu viel damit befassen, weil das wie gesagt vor allem auch eine erzieherische Frage ist, auch im Ermessen der Eltern!

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    • Juli 18, 2021

      Klar ist es eine erzieherische Massnahme, wann und wieviel ein Kind sich im Cyberspace bewegen soll. Auch sind Eltern, welche zu ihren Kindern ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben, rascher informiert, wenn das Kind im Internet gemobbt wird, als solche, die sich wenig um die Interessen des Kindes kümmern.
      ABER: Erstens ist der Zugang zum Cyberspace überall und zunehmend schlicht vorhanden, und zweitens ist der Druck der gesamten Gesellschaft massiv gestiegen, den Kindern den Zugang nicht zu verwehren. Nur wer Kinder im Alter meiner Kinder hat, weiss, wovon ich spreche. Drittens, und das ist der Wichtigste Punkt: Eltern in meinem Alter sind ohne Internet aufgewachsen und sie kennen die Möglichkeiten und Grenzen des Cyberspace nicht oder nur sehr begrenzt. Nur eine kleine Anzahl Eltern weiss beispielsweise, dass sie mit Kinderschutz Software ihre Kinder vor beispielsweise harter Pornografie schützen können. Ich kenne niemanden, weder bei der Polizei, noch bei den Kinderschutz Organisationen, noch bei den Kriminalpräventionsle​uten, etc. der NICHT sagt, Medienerziehung werde zu einer dringlichen politischen Angelegenheit.

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    • Juli 18, 2021

      Also bevor ich nun meine Kinder auf die altersgerechte Benützung des Internets dränge, sollte man sich wieder zuerst auf das wesentliche in der Erziehung konzentrieren: 14-15 jährige habe meines Erachtens nach 22 Uhr nichts mehr auf der Strasse verloren! Genau weil das aber oft der Fall ist passieren uns dann solche Dinge wie am Zürcher Bellevue!! Wir hätten hier bedeutend weniger Sachschäden, wenn die Eltern endlich ihrer Aufsichtspflicht wieder nachkommen würden!! Genau hier hapert es aber gewaltig. Vielfach aus Faulheit. Dann noch zu meinen die Eltern würden ihre Kinder über das Internet aufklären wäre wohl schon zu viel verlangt!

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  • August 27, 2011

    frau Schmid-Federer,

    ha​ben Sie diesbezüglich auch eigene Ideene? Das was Sie hier veröffentliche ist doch längst überall bekannt.

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    • Juli 18, 2021

      Schön wär’s! Was die Wissenschaft erarbeitet hat, ist in der Schweiz so gut wie unbekannt. Das ist ja das Problem. Deshalb rede ich ständig darüber. Insbesondere in der Politik sind die Resultate der Forschung noch nicht im geringsten angekommen.
      Meine zahlreichen Vorstösse finden Sie unter
      http://www.parlamen​t.ch/d/suche/seiten/r​esultate.aspx?collect​ion=CV&gvk_urh_key=PE​R_3904_

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    • Juli 18, 2021

      Herr Dreier, ich glaube nicht ob es darum geht was die dringenderen Themen sind. Ich finde es vorbildlich, wenn man sich während des Wahlkampfes nicht nur auf die Migrations- und Energie-Politik einschiesst. Der politische Diskurs wurde aus meiner Optik die letzten Jahre zu wenig themen-differenziert geführt. Dass IT-Fragen oder die fortschreitende Technologisierung mit ihren Risiken thematisiert werden muss, steht für mich ausser Frage.

      Allgemein wünsche ich mir in der Politik wieder mehr Sachlichkeit und Produktivität. Leider stehen dem momentan emotionalisierende Kampagnen und Personenpolitik im Wege.

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    • Juli 18, 2021

      Herr Dreier. SIE finden bei jedem Thema Angriffspunkte mir gegenüber 😉

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  • August 30, 2011

    Wie Herr Saurer und seine Kollegen in einer Studie herausfanden, ist IT im öffentlichen Verwaltungsbereich noch nicht sehr gut etabliert. Dies kann mehrere Gründe haben. Einerseits bestehen innerhalb der gesetzlichen Schranken, in welchen sich eine öffentliche Verwaltung als Staatsorgan zu bewegen hat, viele Hindernisse, andererseits stellt sich bei der Modernisierung von Staatsabläufen, Lernplänen oder der Umsetzung von eGovernementment immer auch die Finanzierungsfrage. Aus meiner Sicht liegt genau da der Hund begraben. Frau Schmid-Federer legt einige wichtig Verbesserungsvorschlä​ge auf den Tisch. Doch deren Umsetzung kostet Geld. Denn: Neuerungen bedingen Bildung – und Bildung kostet, immer! Es wäre an der Zeit die wichtigste Ressource der Schweiz, die Bildung, zu stärken und die gefüllten Schatullen zu öffnen.

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  • August 30, 2011

    IT Kenntnisse und auch IT Kompetenz geht viel weiter als Soziale Netzwerke. Die Idee der Digital Natives vermittelt den Eindruck, dass Jüngere viel besser mit “IT” umgehen können. Ich glaube aber, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Zwar können Teenager viel besser mit Facebook etc. umgehen, was aber wirklich passiert, wie IT in groben Zügen funktioniert, Datenschutzthematiken​ etc. sind weitgehend unbekannt.

    Einige oben angesprochene Themen müssen auch durch Gesetze vom Parlament umgesetzt werden. Z.B. wäre es Sinnvoll, wenn Passwörter immer verschlüsselt gespeichert werden müssen (Fall Sony) etc.

    Was aber sicherlich sinnvoll ist, ist IT (vorallem auch beyond social media) in Schulen intensiver zu thematisieren und attraktiv(er) zu gestalten. Ich mag mich noch an unseren IT Unterricht erinnern, wo wir die “Serienbrief Funktion” in Word gelernt haben. (Hab ich noch nie benutzt).

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  • September 18, 2011

    Also bevor ich nun meine Kinder auf die altersgerechte Benützung des Internets dränge, sollte man sich wieder zuerst auf das wesentliche in der Erziehung konzentrieren: 14-15 jährige habe meines Erachtens nach 22 Uhr nichts mehr auf der Strasse verloren! Genau weil das aber oft der Fall ist passieren uns dann solche Dinge wie am Zürcher Bellevue und letzte Nacht!! Wir hätten hier bedeutend weniger Sachschäden, wenn die Eltern endlich ihrer Aufsichtspflicht wieder nachkommen würden!! Genau hier hapert es aber gewaltig. Vielfach aus Faulheit. Dann noch zu meinen die Eltern würden ihre Kinder über das Internet aufklären wäre wohl schon zu viel verlangt!

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  • September 18, 2011

    Immer wieder wird die Frage nach der Rolle der Eltern gestellt: Diese müssen natürlich zuerst ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kindern aufbauen. Das gilt ja mit oder ohne Computer. Damit ist die halbe Miete schon gewonnen.

    Gleichzeitig kommen Sie nicht mehr darum herum, sich mit dem Internet zu beschäftigen. Das kann aber sehr lustvoll geschehen: Setzen Sie sich mit Ihrem Kind an den Computer, lassen Sie sich gewisse technische Dinge von Ihrem Kind erklären, während Sie auf die sozial positiven Seiten des Internets hinweisen. Machen Sie z.B. ein Spiel mit dem Kind: Am Computer. Auch so kann Medienkompetenz gelernt werden. Für das Kind ist es wichtig zu sehen, dass Sie sich für das interessieren, was das Kind im Internet tut, ohne dass Sie verbissen kontrolliert sein müssen.

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  • Oktober 1, 2013

    O.K., Schutz vor Privatsphäre ist ein Menschenrecht (auch wenn sich nicht alle daran halten). Wenn man sich also bewusst ist, dass alles was man im Informatikbereich (Laptop, Desktop, Handy, Tablet etc.) dank Internet und auch ohne Internet entsprechend wie eine Postkarte gelesen werden kann, sollte man sich entsprechend verhalten. Dies nicht nur zum Eigenschutz (Regierung und Situation können wechseln), sondern auch zum Schutz anderer (je nachdem mit wem man sich über das Internet etc. austauscht). Also nichts schreiben und sagen, was man nicht auch auf eine Postkarte schreiben würde. Noch was…. mit Informationen, welche man durch welche Quelle aufnimmt kann man dank Cold Reading auch so einiges mitbekommen ohne gleich auszuspionieren.

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