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Ja zu “sicheres Wohnen im Alter”

Aus den Feh­lern von Eu­ropa lernen

 Fast überall in Europa kämpfen sie momentan gegen zu hohe Schuldenberge an. Vielfach beginnt es mit privater Verschuldung. Man nimmt einen Kredit bei der Bank auf und möchte sich ein Haus finanzieren. Steigen nun unverhofft die Zinsen oder bricht das Einkommen wegen einer Krise weg, so können die Kredite nicht mehr beglichen werden. Die Steuerzahler müssen dann die Banken retten, die wegen den Kreditausfällen am Abgrund stehen. Riesige Wohlstandsverluste und eine zerstörte Altersvorsorge sind die Folgen.

 Wir in der Schweiz fühlen uns relativ sicher – zu Unrecht wie ich meine. Mit 650 Milliarden Franken Hypothekarverschuldun​g haben wir  Schweizer weltweit fast die höchste Pro-Kopf-Verschuldung​ weltweit. Zum Vergleich: Die Staatsschulden Griechenlands beliefen sich 2011 nur etwa auf 400 Mrd. Franken. Sollte irgendein unerwünschtes Ereignis eintreten, hätten wir auch in der Schweiz eine massive Immobilienkrise mit drastischen Folgen. Es gilt, jetzt zu intervenieren: Mit sinnvollen Anreizen. Heute sorgt das Eigenmietwerts-Steuer​system mit Schuldzinsabzug für Verschuldungsanreize schlechthin. Dieses Steuersystem bedroht die volkswirtschaftliche Stabilität und füllt einzig und allein die Portmonnaie der Banker. Spätestens im Alter gehört dieser alte Zopf abgeschnitten, da die gutschweizerische Tugend, seine Schulden zurückzuzahlen, nicht torpediert werden soll. Deshalb stimme ich der Initiative „Sicheres Wohnen im Alter“ vom 23. September mit vollster Überzeugung zu.

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Comments to: Ja zu “sicheres Wohnen im Alter”
  • September 5, 2012

    Fair wäre, wenn Pensionisten in Miete dieselben Abzugmöglichkeiten hätten. Eine abbezahlte Hypothek kann infolge Renovoation oder Reparatur aufgestockt werden und belastet den Hausbesitzer-Rentner deshalb nicht übermässig. Ansonsten ist Renter Rentner und deshalb sollten Mieter sowie Hauseigentümer steuerlich, was Abzüge betrifft, gleich behandelt werden. Es ist unwesentlich, ob der eine seinen Dachkänel erneuert oder der andere seine Küche und sein Bad neu weisselt. Der eine arbeitet für sein Vermögen und der andere für den Vermieter, welcher für solche Instandhaltungen nicht aufzukommen hat, sondern der Mieter, welcher sein ganzes Leben nie Erneuerungsabzüge geltend machen konnte.

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  • September 5, 2012

    Wir sind ein Rentner-Ehepaar (76 + 73- jährig) wir haben bis zum Pensionsalter am Bau und im Gastgewerbe unser Einkommen erarbeitet und etwas gespart. Mit den Ersparnissen konnten wir uns eine 3,5 Zi.-Wohnung kaufen und abbezahlen, da unser Vertrauen in die Banken schon frühzeitig etwas gestört war. Zur Eigentumswohnung gehört auch ein Tiefgaragen-Abstellpl​atz. Für beide Egentumsteile wird die “Eigenmietwerts-Steu​er” erhoben.
    Ich frage mich schon länger, wie die “Eigenmietwert-Beste​uerung in der Landwirtschaft” für die selbst genutzten Wirtschafts-Gebäude, Wohnhäuser und Ländereien taxiert wird. Wenn 1 Autoabstellplatz steuerpflichtig ist, sollten auch Ländereien (Teils Pachtland) wenn selbst genutz, besteuert werden.
    Grundsätzlic​h ist diese Steuer aber generell abzuschaffen. Weltweit existiert nirgends etwas vergleichbares. Zudem ist nicht einzusehen, weshalb die nunmehr nachweislich betrügerischen Banken begünstigt werden sollten – sie müssten event. auf einen Teil der Hypozinsen verzichten. Auch die Bauern sind auf der Sonnenseite der Schweiz anzusiedeln – Direktzahlung,Subvent​ionen, Treibstoff-Rückerstat​tung,Zuchtviehprämien​,Hoflädeli ohne Mehrwertsteuer also “Schwarzeinnahme”,M​ilchkontingentverkäuf​e ohne Eigenleistung etc. sind Vergünstigungen, die den andern “Schweizern” verweigert werden.
    Mit der Initiative “Sicheres Wohnen im Alter” wären vorerst wohl nur die Rentner auf der “Guten Seite”, dies ist aber sicherlich nur der erste Schritt zur vollständigen Abschaffung dieses “Unsinns”. Im Übrigen dürfen NEIN-Sager getrost einmal über die Grenzen schauen, wo die erbrachten Leistungen der Rentner etwas anständiger gewürdigt werden. In Oesterreich z.B. erhalten die Rentner eine 13-te “Weihnahctsrente” und ein 14-te “Frühjahrsrente”. In Deutschland ist eine bescheidene “Ehepaar-Rente” von Fr. 3’500.– monatl. nicht steuerpflichtig. Die Eigenmietwert-Bestuer​ung ist in beiden Nachbarländern ein Fremdwort.
    Zudem darf man bezüglich Begünstigung getrost auch die Honorare, Spesen und Entschädigungen unserer Parlamentarier hinterfragen – wenn die bescheidenen, langatmigen “Verschlimmbesserung​s-Beschlüsse”, eigentllich nur Verbote und andere Behinderungs-Vorschri​ften für die Schweizer Bevölkerung, scheine deren Bezüge äusserst reichlich bemessen, bezw. “UNVERDIENT”.
    Ich jedenfalls stimme für diesen KLEINEN SCHRITT zu einer gerechteren Schweiz.

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    • Juli 19, 2021

      Das stimmt nicht, Herr Sommerhalder. Ganz spezifisch kenne ich das Beispiel in Spanien. Die haben auch Eigenmietwert. Der wird dort vorallem angewendet weil viele Häuser und Wohnungen vermieten, den Zins jedoch nicht versteuern. (kein Wunder kriecht das Land auf dem Zahnfleisch…..)

      ​Betrügerische Banken – lieber Herr Sommerhalder, wir könnten bei jeder juristischen wie auch privaten Person etwas graben und überall ein paar “Leichen” im Keller finden. Also bitte, überbewerten Sie ein paar Medienanschuldigungen​ nicht zu sehr.

      Zudem, wer lebt denn heute noch in einer abbezahlten Wohnung wenn der 10 Jahres-Hypo bei 2.5% pa ist ? Jede halbwegs schlaue Obligation zahlt heute mehr.

      Aber sie erwähnen es – warum sollen die Bauern nicht Steuern zahlen für Gebäude (weiss nicht ob es so ist), Sie aber Eigenmietwert ? Ich sage, warum keinen Eigenmietwert für Sie (Rentner) aber einen für mich (nicht-Rentner) ? Entweder man schafft den “Unsinn” ganz ab oder findet eine andere Lösung.

      Und bitte, ja, schauen Sie über die Grenze – merken Sie was ? Irgendwie haben die alle ihre Schulden nicht im Griff. Ob es an den höheren Ausgaben (u.a Renten) im Vergleich zu den Einnahmen liegt ?

      Entschädigung Parlamentarier: ich könnte Ihnen nicht mehr zustimmen ! Bevor die nicht anfangen wieder fürs Volk zu parlamentieren, sollten die keine Honorare erhalten…..

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Steffen, darf ich Sie bitten, einmal die “Schuldenuhren” der Länder Europas zu befragen. Dort ist jeweils auch die “Pro Kopf Verschuldung” der Länder publiziert. Die Schweizer sind auch mit “ausreichenden” Schulden vertreten. Von wegen Finanzen im Griff – wurde nicht die UBS mit Steuergeldern (ohne demokratische Volksbefragung) vor dem Konkurs bewahrt. Das nennen Sie läppische “Leichen im Keller?
      Für vermietete Wohnungen ist der Vermögensertrag steuerpflichtig. Die Ersparnisse zum Kauf von Wohneigentum wurden zuvor irgenwann als Einkommen bereits versteuert. Wenn dies zur Finanzierung der Staataufgaben (nicht Staatsauslagen) nicht ausreicht, müssen eben die Ansprüche etwas bescheidener werden. Weshalb in Spanien ein anderes, fragliches System angewandt wird ist diesbezüglich unwesentlich.
      Dass Eigenmietwert-Besteue​rung ein “Unsinn” und die Schaffung eigenen Wohnraums be-, verhindert, zeigt die Statistik eines weltweiten Vergleichs. Die generelle Abschaffung wäre die sauberste und richtige Lösung – aber wahrscheinlich werden die NEIN-Sager auch diesmal wieder am längeren Hebel sitzen.

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    • Juli 19, 2021

      In Italien gibt es wieder die saftige Steuer auf Grundeigentum und erst noch ohne Abzugsmöglichkeiten für Hypothekarschulden.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Sommerhalder – wieviel Geld hat die CH mit der UBS Rettung (hätte man mE nicht tun sollen) verloren ? Sie hat über einen Milliarde daran verdient – Sie und ich, Herr Sommerhalder. Die toxischen Papier will die SNB ums “verrecken” nicht mehr der UBS zurückgeben. An was liegt das wohl, Herr Sommerhalder ?

      Wesentlich ist, dass es auch in Spanien einen EMW gibt und wir nicht die einzigen sind.

      Der EMW ist Unsinn. Wenn er aber abgeschafft werden soll, dann bitte für alle, nicht nur für Rentner.

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  • September 6, 2012

    Ich habe viel eine bessere Idee wie man Wohnen im Alter attraktiver machen kann. Gemäss meinem Vorschlag, sieht die Abstimmungsvorlage wie ein altgebackener Käse aus.

    Jede Wohnung die man bezieht, ist nicht eine Mietwohnung, sondern wenn sie restlos abbezahlt ist, eine Eigentumswohnung. Das heisst, es wird eine gesetzliche Laufzeit von 30 Jahren angesetzt zwischen dem Vermieter und Mieter. Das gilt für jede Wohnung die bezogen wird.

    Man bezahlt nicht die Hypothek der Bank, sondern direkt dem Vermieter anhand von Monatsmieten. Die Regelung sieht folgendes vor. Die Laufzeit dauert immer 30 Jahre. Dies sorgt dafür damit die reichere Bevölkerungsschicht nicht bevorzugt wird. Der Mieter bezahlt zusätlich zum Mietzins dem Vermieter jedesmal 1.5% Zins auf das gesamte Mietobjekt.

    Machen wir hierzu ein Beispiel. Herr Meier kommt in eine 3.5 Zimmer Wohnung. Die Wohnung hat einen Wert von 400 000 Sfr. Die Laufzeit ist 30 Jahre, der Zins auf dem gesamten Wohnobjekt 1.5%. Wie viel Monatsmiete bezahlt Herr Meier bis die Wohnung ihm gehört?

    400 000 Sfr. geteilt durch die 30 Jahre und geteilt durch die 12 Monate ergibt eine Miete von 1111.11 Sfr. zusätzlich des Zines von 1.5% auf dem Wohnobjekt (pro Jahr) ,(400 000 Sfr. geteilt durch 100 x 1.5. Jetzt haben wir den Zins pro Jahr und jetzt noch geteilt durch 12, da es sich um Monats- und nicht Jahresmieten handelt, wir bekommen einen Zins pro Monat von 500 Sfr.) Ergibt eine Monatsmiete von 1611.11 Sfr. Einen Mietpreis den man schon heute für eine schöne 3.5 Zimmerwohnung bezahlt. Nur mit dem Unterschied, dass man ein grosser Teil des Geldes zurückbekommt, wenn man auszieht.

    Herr Meier ist 20 Jahre alt. Zu dem Zeitpunkt, wo ihm die Wohnung gehören wird, wird er also 50 Jahre alt sein.

    Was passiert aber wenn er nach 10 Jahren sich entschliesst auszuziehen. Dann bekommt er vom Vermieter zurück 1111.11 Sfr. x 12 Monate x 10 Jahre = 133333.20 Sfr. von diesem Geld werden noch abgezogen, die Abnutzungen und Schäden die in der Wohnung entstanden sind. Der Zins während der Laufzeit hat der Vermieter einkassiert. Die Wohnung gehört dann aber wieder restlos dem Vermieter.

    Das bekommene Geld kann der Mieter gut bei einer anderen Wohnung gebrauchen und kann somit bei der Bank auch eine Hypothek aufnehmen und selber eine Eigentumswohnung erwerben. Mit dieser Idee wird es für alle attraktiv eine Wohnung zu erwerben.

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  • September 10, 2012

    Leider ist einmal mehr zu erwarten, dass diese Initiative von der Mehrheit des Volkes nicht gutgeheissen wird. Einerseits ist ja die Mehrheit der Stimmberechtigten Mieter, also Konsument. Die Minderheit andererseits würde gemäss unserer obersten Staatsfinanzen-Hüteri​n einen viel zu grossen Verlust an Steuergeldern verursachen, wenn ein bereits versteuertes Eigentum nicht mehr noch ein weiteres mal “bestraft” werden könnte!
    Es ist beschämend, Mieter und Eigenheimbesitzer gegeneinander auszuspielen. Wohl die meisten Besitzer von Wohneigentum sind über Jahre selbst Mieter gewesen. Mit vielerlei Verzicht wurde aber auf ein Ziel hin gespart und vor allem ans Älterwerden gedacht. Haushalten nennt man das!
    Dass eine Partei mit dem eingemeisselten Umverteilungstrieb auch hier sich aktiv gegen jede Eigenverantwortung stellt, ist verständlich. Dass andere Parteien dem beipflichten, ist beschämend und zeigt auf, wie stark unser System bereits durch eine ungeheuerliche Subventionitis und fixe Ausgaben belastet ist und angeblich kein Spielraum vorhanden sei.
    Bei dieser Abstimmung geht es um politisch geschürten Neid und ums Geld von sparsamen Mitbürgern, die im Alter durch ein fiktives Mehreinkommen und gegebenenfalls durch ein Vorenthalten von Ergänzungsleistungen bestraft werden.
    Eine Änderung ist zwingend notwendig.

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