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JA zur Atomausstiegs- Inititative

Nach in­ten­si­ver Aus­ein­an­der­set­zu​​ng und reif­li­chem Ab­wä­gen der Pro’s und Con­tra’s bin ich zum Schluss ge­kom­men, mich gegen die Par­tei­pa­role und für den ge­ord­ne­ten Aus­stieg aus der Atom­ener­gie aus­zu­spre­chen.

Ber​eits bei der Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerkes in der Schweiz war klar, dass die Produktion von Atomstrom zwar vergleichsweise günstig, dafür aber mit zusätzlichen Sicherheitsrisiken und einem kaum lösbaren Abfallproblem verbunden ist. Fortlaufend werden neue Standorte für die Entsorgung des hoch radioaktiven Atommülls gesucht – eine echte Lösung scheint das Vergraben des Mülls unter der Erdoberfläche nicht wirklich zu sein.

Ob all diesem Wissen hat man jahrzehntelang günstigen Atomstrom produziert und steht nun vor der Tatsache, dass die Reaktoren unseres Landes “in die Jahre gekommen” sind. Immense Investitionen wären nötig, um die maroden Bauwerke in Stand und die Sicherheit weiterhin sicher zu stellen. Doch offensichtlich fehlt es am notwendigen Kapital, um diese Sanierungen vorzunehmen. Deshalb baut man lapidar darauf, dass die Atombunker schon halten werden, bis weitere Jahrzehnte ins Land gezogen sind und wir dann vielleicht endlich die Energiewende geschafft haben. Wenn die Reaktoren dieses Zeitfenster wirklich überdauern!

Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates wurde an der parlamentarischen Schlussabstimmung zwar bestätigt, jedoch ohne Fristen für eine Abschaltung der Atomkraftwerke. Vielmehr sollen diese ohne zeitlichen Rahmen weiter betrieben werden, bis die Energieversorgung vollumfänglich über Alternativen gesichert ist.

Ich priorisiere die Sicherheit für mich und meine Nachkommen über den wirtschaftlichen Herausforderungen, welche ein frühzeitiger Ausstieg mit sich bringt. Lieber frühzeitig als zu spät. Deshalb sage ich JA zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie.

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Comments to: JA zur Atomausstiegs- Inititative
  • November 18, 2016

    Von den, Herr Holzer, tatsächlich funktionierenden Varianten der Energiegewinnung hat sich die Atomkraft als die sicherste von allen erwiesen.

    Schauen Sie sich zum Vergleich mal die Resultate der “Katastrophen” an. (Dammbrüche, Minenexplosionen, Verschüttungen, Anschläge auf Gaspipelines, Anzünden von Ölquellen usw.) Die Anzahl der Toten geht in die Hunderttusende, während bei der Atomkraft (ausser Tschernobyl vor dreissig Jahren) praktisch keine Verletzten und null Tote zu beklagen sind.

    Wenn Ihnen die Sicherheit am Herzen liegt, sollten Sie sich für Atomkraftwerke mit der neueseten Technik und den heute noch massiv gesteigerten Sicherheitsgadgets einsetzen.

    Mit dem “Atomausstieg” aus ideologischen Gründen wird aber sämtliche diesbezügliche Forschung und Entwicklung verhindert und die “alten” AKW werden nur noch notdürftig repariert und gewartet, weil sich Investitionen nicht mehr lohnen.

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    • Juli 19, 2021

      Danke für Ihren Beitrag. Ihre Behauptung bezüglich Todesfällen widerlege ich mit der aktuellen Liste auf https://de.wikipedia.​org/wiki/Liste_von_Un​f%C3%A4llen_in_kernte​chnischen_Anlagen – da können Sie selbst zusammenzählen.
      Dann würde mich natürlich noch Ihre Grundhaltung zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit interessieren: Das Vergraben des hochradioaktiven und damit Mensch und Tier bedrohende Atommüll kann nur eine Lösung sein für diejenigen unter uns, welche sich nicht darum scheren, was nach ihnen mit dieser Erde passiert. Ist dies das Erbe, welches Sie nachfolgenden Generationen hinterlassen möchten?

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    • Juli 19, 2021

      Um meine Aussage bezüglich Todesfälle zu, Herr Holzer, widerlegen, sollten Sie die gelinkte Liste mit den Listen von Unfällen anderer Energiegewinnungsmeth​oden vergleichen. Zum Beispiel mit den Stauseen: https://de.wikipedia.​org/wiki/Liste_von_St​auanlagenunf%C3%A4lle​n oder Bergwerksunfällen usw.

      Nun sind Sie dran mit zählen…

      Zu behaupten, das Vergraben von hochaktiven Stoffen in geeignete Gesteinsschichten der Erde bedrohe Mensch und Tier, ist das gleiche wie zu behaupten, es wäre schädlich Öl zurück in Schiefer oder unterirdische Ölseen zu pumpen, wo es herkommt.

      Genaugen​ommen müsste man laut Ihrer Ansicht folgern, dass nicht gefördertes Uran oder Öl am gefährlichsten ist…

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    • Juli 19, 2021

      @Markus Holzer

      «Das Vergraben des hochradioaktiven und damit Mensch und Tier bedrohende Atommüll kann nur eine Lösung sein für diejenigen unter uns, welche sich nicht darum scheren»

      Daran ändert sich auch bei einem überhasteten Ausstieg nichts! Dieser Fakt ist unumkehrbar und zu akzeptieren. Es ist kein Argument gg Atomkraft, und zwar von dem Moment an, als das erste Kraftwerk gebaut wurde.

      Carolus Magnus

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  • November 18, 2016

    Die Ausmasse eines Unfalles in Atom-Reaktoren sind und werden immer möglich sein, die Auswirkungen sind überhaupt nicht fassbar, sind immer fern unserer Vorstellungswelt was die Folgeschäden an Mensch, Tier und Umwelt nach sich bringen.

    Wir sind von daher verpflichtet, unseren materiellen Eigennutz endlich jetzt zurück zu stellen, in dem wir auch unseren Nachkommen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen. Not macht bekanntlich erst erfinderisch, man muss allen Erfindergeist jetzt voll für Alternative Energiegewinnung einsetzen. Die dicht besiedelte Schweiz, unsere Heimat ist ja mit Wasserkraft schon einmal aussergewöhnlich gesegnet. Die neuste Turbine bringt inzwischen ja 4-7 mehr Leistung, also kann man schon einmal hier zu 100 % endlich überall nachrüsten, was um einiges günstiger kommt als weitere Atommeiler, deren Versicherung – was mit Sicherheit nicht von ungefähr kommt – übernehmen. Sagt dies denn noch nicht alles ?. Wir müssen selbständig denken, nicht diesbezügliche Propaganda der enorm Profitierenden (XXX-Milliarden CHF) einfach ungeprüft übernehmen und nachplappern. Der Mensch konnte sich ja (angeblich) auch auf dem Mond absetzen, dann wird ihm dies wohl auch gelingen. Atomare Verseuchung auf 100’000-tausende von Jahren, auch wenn die Chancen dazu als gering eingesetzt werden, sind von daher absolut nicht weiter zu verantworten.

    Oder wurde die völlig nutzlose Mondlandung deshalb vorgenommen, damit man sich bei atomarem Fallout noch schnell auf den Mond absetzten könnte ? Ja gut, dann wäre doch wenigstens der “Mann” im Mond perfekt doch noch Wirklichkeit geworden, Satire ENDE.

    Vielleicht lebte sich in Gemeinschaften früher, ganz früher viel besser, wer weiss ?

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  • November 23, 2016

    Ganz klar Nein!
    Der Punkt ist doch, dass die Erzeugung von Strom einen Energieträger oder -Lieferanten braucht.
    Sonne und Wind reichen nicht aus.
    Da können die Befürworter der Initiative schreiben was Ihr wollt! AKWs abstellen braucht Ersatz – weltweit!
    Ersatz bedeutet mehr fossile Energieträger!
    Mehr fossile Energieträger erzeugen mehr schlechte Luft.
    Mehr schlechte Luft ist schlecht für die Natur.
    Mehr schlechte Luft erwärmt das Klima und fördert Naturkatastrophen.
    S​trom braucht es zum Leben wie es Wasser braucht.
    Ohne Strom und Wasser gibt es kein Leben auf der Erde.
    8 Milliarden Erdbevölkerung kann nicht verpflegt werden.

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