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Ja zur Unternehmenssteuerref​orm III – Ja zu Arbeitsplätzen!

Obwohl die Vor­lage sehr tech­nisch ist, ist die Aus­gangs­lage ein­fach: Steu­er­pri­vi­le­gie​n für Sta­tus­ge­sell­schaf​­ten müs­sen ab­ge­schafft wer­den. Werden diese nicht durch an­dere Steu­er­sen­kun­gen (teil­wei­se) kom­pen­siert, drohen (Zehn- oder gar Hun­der­t-?)­Tau­send​e von Arbeitsplätzen in der Schweiz ver­lo­ren zu gehen. Nicht nur das: We­ni­ger Jobs wür­den we­ni­ger Steuer­ein­nah­men, höhere Ar­beits­lo­sig­keit,​ höhere So­zi­al­kos­ten und somit we­ni­ger Wohl­stand be­deu­ten.

Natürlich sind Prognosen dazu schwierig und die zugrundeliegenden Annahmen variieren. Dennoch: die Mehrheit der Studien deutet klar darauf hin, dass es der Schweiz finanziell mittelfristig viel besser geht mit einem Ja zur Unternehmenssteuerref​orm III. Mit diesen Steuermassnahmen können bestehende Arbeitsplätze erhalten werden – nicht nur Jobs bei ausländischen Gesellschaften in der Schweiz, sondern auch von lokalen Betrieben. Denn die Reform schafft mehr Fairness bei den Unternehmenssteuern: Privilegien für wenige werden abgeschafft, und neu werden alle Unternehmen nach denselben Regeln besteuert. KMUs können genauso profitieren wie grössere Unternehmen. Eine tiefere Steuerlast erlaubt den Firmen, mehr zu investieren und so Arbeitsplätze zu schaffen.

 

Zudem stärkt die Reform den Forschungsplatz Schweiz dank höheren Abzügen für Forschung und Entwicklung sowie der Einführung der Patentbox. Dies hilft, nicht nur Forschung in der Schweiz zu erhalten, sondern gar auszubauen. Für die ressourcenarme und teure Schweiz ist dies essentiell. Forschung und Entwicklung ermöglichen nicht nur, bessere Produkte und Dienstleistung auf den Markt zu bringen, sondern tragen langfristig zu Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei.

 

Die Reform generiert kurzfristig Steuerausfälle, welche allerdings verkraftbar sind und sehr wahrscheinlich viel kleiner sind als die Steuerausfälle ohne Reform. Bei Annahme der Steuerreform dürften die Steuereinnahmen mittelfristig rasch wachsen. Damit lohnt sich die Vorlage finanziell insgesamt.

 

Die Unternehmenssteuerref​orm III ist eine wichtige Vorlage und hilft, den Wohlstand der Schweiz längerfristig abzusichern. Deshalb empfehle ich allen, klar Ja zu stimmen.

 

 

Adrian Ineichen

Präsident, FDP Dübendorf

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Comments to: Ja zur Unternehmenssteuerref​orm III – Ja zu Arbeitsplätzen!
  • Januar 17, 2017

    Der Standardspruch mit den Arbeitsplätzen

    1. hat die Schweiz schon heute sehr tiefe Unternehmenssteuern, sodass auch ohne die Reform kaum eine Firma abwandern wird.

    2. Hauptprofiteure der Reform sind Briefkastenfirmen. Selbst wenn diese abwandern, hat das kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Um Briefkästen zu betreuen braucht es nicht viele Angestellte.

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    • Juli 19, 2021

      “Hauptprofiteure der Reform sind Briefkastenfirmen” –>>??
      Ich wusste gar nicht, dass rund 150’000 Jobs in der Schweiz in Briefkasten Platz haben…

      Bei einem Nein würden wohl nicht nur viele dieser 150’000 direkt bei diesen Statusgesellschaften arbeitenden Menschen ihren Job verlieren, sondern auch viele in der Wertschöpfungskette davor/danach: Restaurants, Coiffeure, etc. Weniger Jobs in der Schweiz bedeutet mehr Arbeitslose … bedeutet, wir müssten mehr Sozialausgaben bezahlen. Weniger Jobs bedeutet auch, weniger Geld für Konsum. Das ergibt Zweitrundeneffekte: weniger Konsum bedeutet weniger Umsatz fürs lokale Gewerbe.

      Im Gegensatz dazu ist es viel besser, mit der Steuerreform das Land auf einer stabilen Grundlage zu halten.

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    • Juli 19, 2021

      Der Trickle-down-Effekt, nachdem es allen gut geht, wenn es nur der Geldelite gut geht, funktioniert nur in der Theorie. Und die Angstmacherei, dass alle wegziehen, hat schon bei der Abzockderinitiative nicht funktionert.

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  • Januar 17, 2017

    “Die Reform generiert kurzfristig Steuerausfälle, welche allerdings verkraftbar sind und sehr wahrscheinlich viel kleiner sind als die Steuerausfälle ohne Reform. Bei Annahme der Steuerreform dürften die Steuereinnahmen mittelfristig rasch wachsen.”

    Das ist copy/paste von Bundesrat Merzens Lüge zur letzten Unternehmenssteuerref​orm.

    http://www.beobac​hter.ch/justiz-behoer​de/gesetze-recht/arti​kel/unternehmenssteue​rreform-ii_ein-hohn-g​egenueber-dem-rechtss​taat/

    Und auch dieses Mal wird mit gezinkten Karten gespielt. Im Abstimmungsbüchlein werden zum Beispiel die über drei Milliarden Verluste der Kantone unterschlagen. Und da erst die Hälfte der Kantone Prognosen gemacht haben, dürfte diese Zahl noch gewaltig wachsen.

    De facto wird es wohl auf eine Halbierung der Unternehmenssteuern herauslaufen. Entsprechend müsste man doppelt so viele Firmen hier haben, um kein Minus zu machen.

    Unverantwortlich.​ Zurück an den Absender.
    NEIN zur Unternehmenssteuerref​orm III.

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    • Juli 19, 2021

      Abstimmungsbüchlein, Seite 36:
      “Die bisherige Steuerpolitik war sehr erfolgreich und leistete einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand unseres Landes. Dazu gehört auch die Unternehmenssteuerref​orm II. Die Einnahmen aus den Gewinnsteuern haben seither zugenommen, andere Steuerpflichtige wurden wegen der Reform nicht stärker belastet.”

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    • Juli 19, 2021

      Der Bundesrat, der damals im Abstimmungskampf “in die Irre geführt” hat (Bundesgericht), behauptet jetzt, diese Reform sei ein Erfolg. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Zahlen nennt der Bundesrat auch keine.

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  • Januar 18, 2017

    Kurzfristig sind mit Steuersenkungen für den grössten Teil der KMU sicher Einnahmenverluste des Staates verbunden. Wie die Rechnung langfristig aussieht, steht in den Sternen. Falls die Margen für die Unternehmen zu knapp werden, können diese immer noch durch Lohnanpassungen reagieren. Auszugsdrohungen sind zwar abstimmungspolitisch wirksam, ihre Realisierung im grossen Stil ist jedoch eher unwahrscheinlich.

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    • Juli 19, 2021

      @Schneider: “Auszugsdrohungen sind zwar abstimmungspolitisch wirksam, ihre Realisierung im grossen Stil ist jedoch eher unwahrscheinlich”
      … kommt drauf an, in welchem Zeitraum und in welcher Branche!

      Einige Firmen würden vielleicht im ersten, andere im zweiten oder dritten oder vierten Jahr gehen.

      Im längerfristigen Horizont betrachtet, bin ich überzeugt, lohnt sich die Unternehmenssteuerref​orm verglichen mit nichts machen. Deshalb Ja zu dieser Reform!

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  • Januar 18, 2017

    Einmal Merz nie mehr Merz? Aus Fehlern sollte man lernen? Klares NEIN!
    Umkehr der Reform, hin zur Verantwortung der Wirtschaft.
    Den zugeordneten Rückfluss der Staatsquote (Steuern) muss ausgewogen erfolgen. Wenn nun die Wirtschaft einen höheren Rückfluss generiert, so kann dieser wieder an die Wirtschaft zurückgegeben werden.

    Bei Zunahme der Automatisation ist der Blick auf die Arbeitsplätze sehr getrübt und grenzt an orakeln.

    Der Arbeitgeber kommt weder für den Gegenwert der Arbeit auf noch beteiligt er sich an den Sozialausgaben. Er stellt einen Arbeitsplatz solange zur Verfügung als er rentiert. Diese Wirtschaftsmaxime gilt es zu verstehen.

    Der Existenzkampf und Armut steht nicht im Einklang mit der Funktion des Geld- und Wirtschaftssystem, grenzt für mich also an “Kapital”-Verbrechen.​ Dieses Verbrechen sollte längst überwunden sein (J.M. Keynes). Die Ökonomen und Politiker bezeichnen nun die einseitige Verteilung der Geldmenge (Kehrseite der Geldmedaille) als ungerecht. Dabei haben sie diese menschenverachtende “Unterdrückung” zu verantworten. Es ist leicht zu organisieren, dass man von seiner Arbeit/Leistung ein geordneten Lebensstandard erfüllen kann. Die Machtspiele kennen andere Regeln!

    Die Anzahl Beschäftigten sind nicht der Massstab zur Abdeckung der Bedürfnisse einer Bevölkerung (Wirtschaftsleistung)​. Die Demografie und Generationsvertrag beeinflussen das Nettoeinkommen nicht, würde das System korrekt umgesetzt.

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  • Januar 18, 2017

    Nach der USR 2, mit dem Lug und Betrug von BR Merz sind Sie nun absolut von der falschen Partei um uns Unternehmern Ihren Standpunkt vorzutragen. Sogar das Bundesgericht hatte festgestellt, dass uns Ihr FDP-Bundesrat brandschwarz angelogen hatte. Wir glauben einer FDP in Finanzsachen gar nichts mehr. Hätten die FDP-National- und Ständeräte für eine Wiederholung der Abstimmung über die USR 2 zugestimmt, dann könnte man vielleicht noch über eine USR 3 diskutieren. Wer aber lässt sich von Ihrer Partei schon gerne zwei Mal betrügen.
    Dass Sie von Studien sprechen, die uns weiss machen wollen, ohne die USR 3 würden Arbeitsplätze gefährdet sein, ist unglaublich, wenn man weiss, welche Wirtschaftsvertreter für diese Studien verantwortlich sind. Trauen Sie selbst irgendeiner dieser Wirtschafts- und Ratingagenturen? Die Suprimekrise wurde auch durch diese Firmen verschuldet. Das heisst also, sie sind absolut “vertrauenswürdig”.
    Ausserdem fasse ich dies als stetige Drohung auf, wenn das Totschlagargument Arbeitsplatzverlust in den Wahlkampf eingebracht wird. Keiner aber auch wirklich keiner kann sagen, ob Arbeitsplätze verloren gehen oder nicht. Alles andere ist hohles Drohen. Auch Bundesrat Maurer benimmt sich in diesem Wahlkampf schändlich, indem er unablässig droht, wir “glauben” das Arbeitsplätze uns zukünftige Steuereinnahmen gefährdet sind.

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    • Juli 19, 2021

      @Scheiwiller: Ich drohe niemanden. Aber Aufgabe von Politikern ist es, in Szenarien zu denken und dem Stimmbürger mögliche Konsequenzen der Szenarien aufzuzeigen, damit sich jeder ein Bild machen kann.
      Prognosen sind keine exakte Wissenschaft, aber auch keine Lügen.
      Im übrigen hat sich die USR II insgesamt gelohnt für dein Fiskus (d.h. die kurzfristigen, hohen Ausfälle wurden kompensiert).

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    • Juli 19, 2021

      Warum hat Deutschland und andere Staaten in der Zeit nach USR 2 höhere zusätzliche Steuereinnahmen generiert als die Schweiz? War die USR 2 daher nicht eher ein Misserfolg, an dem wir jährlich noch Milliarden verlieren, wenn andere Staaten ohne USR 2 mehr zulegen konnten? Herr Inneichen, dies sind weder Mutmaßungen noch alternative Fakten, auf die ich mich lieber verlasse, als auf “Ihre” bezahlten Studien.

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  • Januar 19, 2017

    Wichtiger als tiefe Steuern ist eine funktionierende Infrastruktur, gut ausgebildete Arbeitskräfte, funktionierende Verwaltung, Freizeitaktivitäten (die Direktoren der zahlungskräftigen Firmen haben auch Freizeit!), gute Schulen (die Kinder der Chef’s gehen auch zur Schule), tiefe Kriminalität Gesundheitswesen etc.

    und das alles hat eben schon einen Preis.

    USR III NEIN

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    • Juli 19, 2021

      @Schütz: genau damit wir unsere Infrastruktur bezahlen können, braucht es Steuereinnahmen. Und diese sichern wir langfristig eher mit einem Ja zur Steuerreform!

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  • Januar 19, 2017

    Jetzt sind die Abstimmungsunterlagen​ angekommen und ich werde versuchen mir ein Bild zu machen.

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    • Juli 19, 2021

      Steuergeschenke gibt, Herr Oberli, es nicht. Der Staat kann niemandem etwas schenken das ihm nicht gehört.

      Das was der Staat verschenkt und verjubelt ist das Geld der Bürger. Nicht seines.

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  • Januar 20, 2017

    “Mir fehlen die Antworten auf all diese Fragen. Über die Hälfte der Kantone hat noch nicht informiert, wie sie die USR III umsetzen wollen. Auch im Aargau tappen wir im Dunkeln, wie ich als Ständerätin besorgt feststellen muss. Klar ist nur, dass die Städte und Gemeinden schlecht wegkommen.”

    Pascal​​​e Bruderer, Ständerätin (in einem E-Mail an mich)

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    • Juli 19, 2021

      @Oberli: Pascale Bruderer ist links, kein Wunder übertreibt sie. Die kurzfristigen Steuerausfälle werden längerfristig durch -überschüsse kompensiert.
      Genau dies ist bei der USR II auch so passiert. Nur hörte man einen Aufschrei bei den Ausfällen, während später die “Good News” irgendwie nicht mehr Massenmedien-tauglich​ sind.

      Warum haben wir im 24/7-News-Zeitalter eher Lust auf News mit Negativem/Empörungswü​rdigem, aus dem Kontext Gerissenem? Sind wir Schweizer so negativ eingestellt?

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  • Januar 22, 2017

    Herr Ineichen

    Bitte hören Sie doch endlich auf mit der angstmacherei Arbeitsplätze:

    Die​ profitierenden intern. Firmen der USR II und III scheren sich keinen Deut um den Arbeitsplatz. Der ist so schnell weg wie man diesen nicht erzeugt hat.

    Die tatsächlichen “treiber” unserer Wirtschaft sind die Klein- und Mittelbetriebe. der SMI zeigt klar, dass die Grossen in keinster Weise “gut” arbeiten oder Arbeitsplätze schaffen. Im Gegenteil, sie bauen pausenlos ab, trotz schon Ermässigungen der USR II – Aber das genügt den Aktionären noch nicht, die Gewinne und Gewinnoptimierungen werden immer weiter gehen.

    Wären die Grosskonzerne nicht im SMI vertreten, wären dank Klein- und Mittelbetriebe dieser Index ab durch die Decke gegangen. Ergo – Wer ist treibende Kraft in unserer Wirtschaft? Kaum die Grossen die nur Arbeitsplätze schaffen, wenn der Multiinvestor genügend Profit erkennt.

    Es sind Klein- und Mittelbetriebe, in welchem der “Partron” noch sein pers. Geld investiert hat und viel Leistung und Energie darin investiert, weil es “sein Kind” ist. Nicht weil irgendwer aus AbuDhabi oder der USA sein Geld ohne zu arbeiten vermehren möchte.

    Die Ansätze von Trump wären grundsätzlich richtig. Nur wird er es nicht schaffen, dank der heute zu globalisierten Welt, welche so derart vernetzt ist, dass man JEDEN unter Druck setzen wird, um die immer noch Gewinngaileren Aktionäre zu befriedigen.

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    • Juli 19, 2021

      die KMU sind sehr wichtig, und viele KMUs haben es nicht grad leicht. Aber genau die KMUs profitieren auch von der Steuerreform! Auch darum sage ich am 12. Februar Ja zur Steuerreform!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ineichen

      KMU’s sind wichtig, aber sind genau Jene, die am Wenigsten profitieren. Ist aber ok, wenn Sie glauben ein Ja einlegen zu wollen. Sie sind noch jung und dürfen länger als ich die daraus entstehenden Folgen bezahlen, über die Steuern, welche Sie jedes Jahr bezahlen werden.

      Sie dürfen länger zusehen, wie trotz der Steuerreform, viele Firmen einfach aus Profitgier, weiterhin die Arbeitsplätze dahin verlegen wo es billiger ist (auch mit Steuerreform). Und Sie dürfen auch länger um einen Arbeitsplatz kämpfen, welchen man Ihnen wegrationalisiert hat, weil man immer noch mehr glaubt, man müsse globalisieren und das sei das Allerheilmittel.

      A​lle Firmen verkaufen, an der Börse, das bringt Kohle…. aber nicht für den Büezer. Und nun möchten Sie noch mehr Geld den Multis in den Rachen schieben. OK. Ich habe kein Problem damit. Sie bezahlen es bestimmt länger als ich.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ineichen, KMU, die es “nicht grad leicht” haben, bezahlen wenig oder keine Steuern. Von der Vorlage profitieren Unternehmen, denen es gut geht.

      Ich bin deshalb aber auch prinzipiell gegen versteckte Unternehmenssubventio​​nen über eine verfassungswidrige Besteuerung.

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  • Januar 24, 2017

    Jetzt habe ich das Abstimmungsbüchlein gelesen. Die Unternehmenssteuerref​orm hat es in sich. Besonders die Tabellen “Steuerpolitische Massnahmen” von Seite 32-34. zeigen, dass man nicht erkennen kann, was mit einem ja alles ausgelöst oder gar nicht ausgelöst würde.
    Wahrscheinlich hat Frau Evelin Widmer-Schlumpf , welche die ursprüngliche Vorlage zusammengestellt hat, sich darüber aufgeregt, dass ihre Vorlage, nicht mehr ausgewogen sei, weil der Nationalrat Ausgleichsmöglichkeit​en zu den zu erwartenden Steuerausfällen aus der Vorlage gekippt hat.
    Nun , immer wenn die Parteien oder die Räte in Bern einseitig “nur an sich denken” kann das “Volk” per Abstimmung eine Korrektur vornehmen. Bei einem Nein müsste die Vorlage nochmals gut überlegt und ausgewogen präsentiert werden – zum Wohle aller – nicht nur für wenige.Zeit dafür hätten wir noch genug. Darum habe ich brieflich Nein gestimmt.

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  • Januar 25, 2017

    Herr Ineichen, ihr Beitrag “Natürlich sind Prognosen dazu schwierig und die zugrundeliegenden Annahmen variieren. Dennoch: die Mehrheit der Studien deutet klar darauf hin, dass es der Schweiz finanziell mittelfristig viel besser geht mit einem Ja zur Unternehmenssteuerref​​orm III.” zeigt auf, dass sie keine wirklichen Fakten vorweisen können. Von wem wurden diese Studien wohl in Auftrag gegeben und bezahlt? Von Wirtschaftverbänden und Arbeitgeberorganisati​onen. Was wir als Erfahrung heute wissen sind die Lügen die bei der Einführung der USRII dem Volk vorgekaukelt wurden. Grund genug die USRIII abzulehnen. Und noch ein weiterer Grund kommt hinzu. Wir möchten nicht noch mehr Ausländer oder ausländische Firmen in die CH holen, da die MEI nicht umgesetzt wurden können wir hier Gegensteuer geben. .

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Mosimann: Bund und verschiedene Kantone haben eigene Studien gemacht, zudem gibt es akademische Studien…
      Wenn wir über künftige Entwicklungen reden, reden wir gerade NICHT von Fakten (und auch nicht von Lügen), sondern von PROGNOSEN, weil niemand die Zukunft 100% genau vorhersehen kann.

      Gefragt ist also kritisches Denken in komplexen Zusammenhängen, um die Bedeutung dieser Steuerreform zu erkennen.

      Bei “ausländischen” Firmen in der Schweiz arbeiten mehr Einheimische als frisch hinzugezogene. Google ist dafür ein schönes Beispiel.
      Was ist die Definition einer “äusländischen” Firma? Ist Nestlé auch “ausländisch”? Obwohl deren Hauptsitz in der Schweiz ist? Oder weil die Mehrheit deren Mitarbeiter im Ausland arbeiten?

      Die Steuerreform hat mit MEI oder Einwanderung nichts zu tun.
      Wenn wir Themen vermischen, schiessen wir uns am Ende selbst ins Bein.

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    • Juli 19, 2021

      Niemand ist zurzeit fähig, genaue Schätzungen abzugeben. Sind diese Schätzungen richtig, so wie bei BR Merz bei der Reform 2? Ich glaube es spricht Bände, wenn man weiss, dass einige Gesetzesbestimmungen in der neuen Vorlage von Ratingagenturen und Lobbyisten diktiert wurden. Wie wär’s mit mehr Ehrlichkeit durch die Politik? Nur schon zuzugeben, dass sie es eigentlich auch nicht genau wissen, wie sich die USR 3 auswirkt, wäre für unsere Politiker gegenüber dem Wähler vertrauensbildend.

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    • Juli 19, 2021

      @Scheiwiller:
      “von Lobbyisten diktiert” … haben Sie Beweise?
      Ich gehe jedoch auch davon aus, dass Lobbyisten Einfluss hatten bei der Ausarbeitung dieser Vorlage. Dies ist per se nichts Schlimmes, man müsste näher anschauen, wer was gemacht hat.
      Im übrigen gibt es Lobbyisten von ganz links bis ganz rechts. Auch der Gewerkschaftsbund und der WWF haben ihre Leute in der Wandelhalle zu Bern…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ineichen lesen Sie keinen Tagi. Dort wurde wunderbar demonstriert, dass einige Textpassagen in der Vorlage direkt aus Vorschlägen der Lobbyisten und Beraterfirmen kopiert wurden. So komplizierte Gesetzestexte zu den zu versteuernden Gewinnen und Eigenmittel können nicht einmal unsere Parlamentarier kreieren.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ineichen, es ist korrekt, dass die USRIIIdirekt nichts mit der MEI “am Hut” hat. Die Auswirkungen von USRIII (noch mehr ausländische Firmen in die CH zu holen, oder mehr ausländische Arberiter in die CH zu holen weil wir ja zuwenige hier haben) widerpricht aber genau dem Gedanken der MEI. Wir wollen nicht noch mehr Menschen in der CH ist das so schwer zu verstehen? Das Märchen vom Wachstum hat bis jetzt immer nur mehr gekostet (Kostentreiber sind Bildung, Soziales, Intrastruktur)

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    • Juli 19, 2021

      @Mosimann: Es geht mit der Steuerreform – nochmals – nicht darum, Ausländer in die Schweiz zu holen, sondern Jobs in der Schweiz zu behalten, damit wir Arbeit haben und unseren Lebensunterhalt bestreiten können.
      Wo wollen Sie denn die Tausenden von Arbeitslosen unterbringen, die bei einem Nein ihren Job verlieren würden?
      Von wo sollen neue Jobs kommen?

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    • Juli 19, 2021

      Falsch Herr Ineichen

      Wenn die Reform, angeblich das Ziel hat, schlussendlich mehr Steuergelder in die Kasse zu spülen, wie das von den Befürwortern erklärt wird, dann müssen mehr Arbeitsplätze entstehen, mehr Zuwanderer kommen, damit die ausfallenden Steuern wieder ausgeglichen werden.

      Ausfälle gibt es, das ist klar. Diese werden den Kantonen von der Bundeskasse ersetzt, damit diese für eine Reform sind. Aber wer bezahlt das Loch in der Bundeskasse? Der Steuerzahler. Und dieses Loch kann NUR mit MEHR Steuerzahler gefüllt werden, oder die heutigen bezahlen eine unmenge mehr an Steuern, damit die Multis immer noch mehr Cashflow erzielen können. Noch höhere Börsengewinne und noch grössere Konten, noch schneller Steigerungen an Gewinnen.

      Glauben Sie tatsächlich, dass Sie mittels Steuerreform die Arbeitsplätze erhalten können? Dann glauben Sie daran. Es ist aber falsch. Wenn dann sprechen wir von ein paar Wenigen, die man so oder so in der Fluchtation hat.

      Die grossen Arbeitsplatzverlüste,​ die entstehen werden, sind dank der Globalisierung, der Gewinngier der Multis und nicht wegen der Pipmatzkosten der Steuern, welche ein Multi noch bezahlt. Sie sollten zuerst einmal nachsehen, wieviel Multis tatsächlich bezahlen von den Steuern. Sie haben heute so grosse Ausnahmen und Sonderregelungen, dass der Steuersatz eines Multis massiv tiefer ist als beim KMU.

      Aber immer noch….. Sie dürfen Ja sagen, denn Sie müssen es auch dann lange bezahlen. Ich freue mich darauf, zuzusehen…. von weiter weg, wie Sie es bezahlen müssen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Ineichen, ihre Aussage sagt doch alles “Wo wollen Sie denn die Tausenden von Arbeitslosen unterbringen, die bei einem Nein ihren Job verlieren würden?” Würden, immer die gleiche Leier mit Angstmacherei. Ich möchte Fakten und keine Eventualitäten. Was wir wissen ist, dass die USRII das x-fache mehr gekostet (Steuerausfälle) hat als damals den Wählern vorgegaukelt wurde (FDP-BR Merz).
      Im Abstimmungsbüchlein zur USRII hatte der Bundesrat von Ausfällen in Höhe von 83 Mio. Fr. beim Bund und von 850 Mio. Fr. bei den Kantonen gesprochen. Drei Jahre später zeichnete sich ab, dass die Einbussen allein für 2011 mindestens 1,2 Mrd. Fr. betragen. Für mich ist klar was ich abstimmen werde, NEIN

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    • Juli 19, 2021

      Eigentlich gäbe es eine einfache Lösung, dass man dieses Problem der angeblichen Arbeitsplatzverlüste sichern könnte, damit die Korrektheit der USR III bestätigen würde.

      Bindung der USR III Vergünstigungen an die Arbeitsplätze.

      Wer​ Arbeitsplätze schafft, bekommt die Vergünstigung.
      Wer Arbeitsplätze reduziert, bekomm Strafsteuer.

      Dann könnte man sich sogar noch “begeistern” für die USR III

      Darum klar in heutiger Form NEIN zurück an den Rat zur Ausbesserung

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  • Januar 26, 2017

    Die “Rechten” wollen doch, dass die ausländischen Angestellten die Schweiz verlassen? So gesehen müssten sie jetzt ALLE ein NEIN zur USR III einlegen, um die (behauptete) Abwanderung der Unternehmen zu forcieren. Konsequenz ist offenbar nicht jedermanns Sache …

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  • Januar 26, 2017

    Mit den Abstimmungsunterlagen​​​ werden Sie kaum in der Lage sein, sich ein Bild zu machen. Inzwischen sind aber praktisch alle Pro- und Kontra-Argumente in diesem Forum zur Sprache gekommen – insbesondere, dass jegliche Steuergeschenke gegen die Verfassung verstossen.

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  • Januar 26, 2017

    Zum Schuldzinsabzug ohne Schulden, der sogenannten “zinsbereinigten Gewinnsteuer” habe ich mich schon geäussert.

    Ein weiteres Unding ist der 150%-Abzug für Forschung und Entwicklung. Auch hier können die Unternehmen Kosten abziehen, die sie gar nicht haben.

    Die FDP-FInanzdirektorin von Biel hat schon recht, wenn sie die Reform einen Selbstbedienungsladen​ für Konzerne nennt. Und noch mit einem anderen Punkt liegt sie richtig. Steuerwettbewerb ist eine Religion geworden. DIe Ideologen kümmern sich nicht um die Folgen ihres Tuns, die riesigen Ausfälle, die dann die Bürger zahlen müssen.

    http://www​.woz.ch/1651/unterneh​menssteuerreform-iii/​der-steuerwettbewerb-​ist-zur-religion-gewo​rden

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