Die Geburt im Spital

 

Viele Ärzte bevorzugen zeitlich genau bestimmbare Geburten, jedoch die Natur lässt sich nicht einfach so planen, das Kind kommt genau wenn es Zeit ist, die Frucht reif, nicht vorher, nicht nachher und das ist auch gut so. Darum gingen seit etlichen Jahren schon Ärzte dazu über anhand eines Wochenplanes genau zu planen wann ein Kind in diese Welt kommen darf. Wochenenden sind verpönt, alles holt man es geplant mit Kaiserschnitt, wenn nötig unter Vorgabe von “medizinischer Dringlichkeit”. Die Schwierigkeit einer Geburtsabteilung ist, dass Gebären wie gesagt in der Regel nicht planbar ist. Niemand weiss, wann es losgeht oder wie lange es dauert. Ob die Mutter plötzlich einen Krampf-Anfall erleidet und ein Notkaiserschnitt nötig wird oder welches Ungeborene mit der Schulter auf halbem Weg nach draussen stecken bleibt. Solche Situationen erfordern, dass in einer Geburtsabteilung rund um die Uhr das Notfall-Dispositiv greifen muss. Das kostet. Der Leiter einer Universitätsklinik für Geburtshilfe skizziert, wie eine ökonomisch optimal ausgerichtete Abteilung funktionieren müsste: «Am wirtschaftlichsten wäre es, wenn alle Frauen einen geplanten Kaiser schnitt hätten. So könnten wir von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr im Halbstundentakt operieren. Nachts und am Wochenende würde eine minimal besetzte Notfallabteilung genügen.»

Bei der Geburt meines 1. Sohnes im Spital war in einem kleinen Provinzspital eine Geburtshelferin anwesend, schon vor die Fruchtblase (ein Zeichen dass es losgeht) geplatzt war. Sie unterstütze meine Partnerin 2 1/2 Std. lang mit höchst ermutigender Anteilnahme und den Worten: Jetzt Pressen, Atmen, Hächeln ect,.  Und als der Muttermund endlich aufging, wurde erst der Arzt geholt. Herr H. gehen sie jetzt nach draussen bitte.!!! Ich bin doch der Vater ich möchte bei der Geburt auch dabei sein. “Gut aber nicht dass wir sie noch behandeln müssen wenn sie dann umfallen”.? Nein nein keine Sorge. Er setzt sich dann mit einer Wasser undurchlässigen Schürze (wie ein Metzger) zwischen die Beine der Gebärenden und sagte jovial: “Gut holen wir jetzt den Kleinen, der mag wahrscheinlich nicht mehr”. Er setzte die Saugglocke an und (oh Schreck) zog an einer richtigen Stahlkette den Kleinen – wohl mit all seiner Kraft – heraus. Schön die Geburtsschmerzen, das periodische Pressen mit schmerzverzerrtem feuerroten Gesicht und den ersten Schrei des Babys zu hören, das sollte kein werdender Vater verpassen, denn es ist ein unauslöschbares (schönes) Ereignis. Die Rechnung für die 5 Min. Arzt von 1’000.00 Franken war dann aber heftig. Ein sehr schönes Monatsgehalt. Den Gefallen in Ohnmacht zu fallen machte ich ihm natürlich nicht. Was mir aber positiv aufgefallen ist, die Hebamme hatte zeitlich und menschlich die weitaus längste Zeit mit der Gebärenden verbracht, was der werdenden Mutter (immer) seht gut bekommt, weil es auch als sehr hilfreich & beruhigend empfunden wird.

 

Natürliche Geburt zu Hause oder im Provinzspital.

 

Im​​​ Spital Ilanz z.B.: «Wir Hebammen arbeiten sehr eigenständig, doch die Gynäkologen stehen voll hinter uns.» Sie würden fast wie in einem Geburtshaus arbeiten, bieten aber die Absicherung eines Spitals. Kaiserschnitt oder PDA sind jederzeit möglich, wenn nötig auch gewünscht. Doch das ist deutlich seltener der Fall als in den meisten anderen Spitälern. Die Kaiserschnittrate ist mit 17 Prozent nur halb so hoch wie der Schweizer Durchschnitt von 33 Prozent. «Man weiss, dass es bei einer 1:1-Betreuung weniger Interventionen und weniger Schmerzmittel braucht», sagt Carmen Parpan. «Es ist Hebammenkunst, was wir hier machen», fügt sie in ihrer charmanten Art an. Und erklärt: «Wir brauchen zwar den Wehenschreiber, verlassen uns aber nicht allein auf die Technik. Das CTG stellen wir nach einer halben Stunde wieder ab, sodass sich die Frau frei bewegen kann. Wir nutzen unsere Hände und unsere geschulten Sinne, um wahr  zunehmen, was die Gebärende braucht.» Hier werde auf allen vieren geboren und ebenso im Stehen. Aber auch in der Gebärwanne oder auf dem verstellbaren Gebärbett. Einfach so, wie es der Frau am wohlsten ist. Sogar Kinder in Steiss lage oder Zwillinge können hier noch normal geboren werden, eine Seltenheit heutzutage. Den meisten Geburtshelfern fehlen dafür sowohl die Erfahrung als auch die nötige Unerschrockenheit.

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Trotz oder paradoxerweise vielleicht auch, weil Gebären in Ilanz auf natürliche Art unspektakulär ist: Die Geburtsabteilung ist defizitär.

Was beim einseitigen Blick auf die Zahlen verloren gehen kann, weil es weder gemessen noch beziffert wird, ist die Menschlichkeit. Wer sagt, ich nehme mir Zeit, ist nicht wirtschaftlich. Geburten werden deshalb von Ärzten auch aus Zeitgründen medikamentös eingeleitet oder beschleunigt − ohne Rücksicht auf die Frau, die von den heftigen Schmerzen überrollt und oft traumatisiert wird, wie Berichte immer wieder zeigen.

In Geburtshäusern und kleineren Spitälern passiert dies nicht oder deutlich seltener. Die Gebärende wird dort unterstützt, den Geburtsprozess in Ruhe zu durchlaufen. Kein Wunder deshalb: Kleine Landspitäler und Geburtshäuser schneiden bei Patientinnenumfragen bezüglich Zufriedenheit am besten ab.

 

Die positiven Auswirkungen einer natürlichen Geburt

 

Das natürliche, also auch die natürliche Geburt ist immer das Beste, vor allem für das Kind. Dadurch dass es durch den Geburtskanal “gepresst” wird bekommt es noch eine wertvolle natürliche Massage, wobei Hormone bei Mutter und Kind freigesetzt werden. Die Mutterhormone bewirken eine starke Verbundenheit der Mutter zum Kinde und die Wehen eine starke Fürsorglichkeit der Mutter zum Kind. Da was bei einem Kaiserschnitt beides leider ziemlich verloren geht. Denn wenn uns irgend etwas einfach so leicht “zufällt”bleibt dieses völlig belanglos, unwichtig. Das gilt selbst verständlich z.B. auch fürs “materielle Erben” so. Manche geben das Erbe (auch einen grossen schlussendlich wissen sie nicht einmal mehr für was. Das heisst aber nicht dass Mütter die mit Kaiserschnitt entbunden haben keine Mutterliebe und Fürsorge zu ihrem Kind entwickeln könnten, sicher aber weniger. Und wenn eine Mutter ihr Baby schon ab 8 Monaten in einer “Baby-Gruppe (oder Kinderkrippe) ablädt, fühlt es sich allein gelassen, ganz sicher nicht geliebt. Folglich wenn ein Kind – zumindest die ersten vier Jahre – keine solche erforderliche Nähe, keine persönliche Mutterliebe bekommt, hat es die Liebe nicht, kann sie als Erwachsener Mensch i.d. Partnerschafft dem Partner folglich auch – n i e – geben. Nur was man hat das kann man bekanntlich dann auch wieder geben. Sex alleine ist aber trotzdem noch möchlich. Das ist nur ein logisches Naturgesetz. So sind die seit Jahrzehnten überdurchschnittlich – immer noch ansteigenden – Trennungen der Paare z.T. auch zu erklären.

 

Ja manche Menschen wissen eben nicht immer was sie tun, resp. was für Folgen ihr tun auslöst. Darum heisst es ja: “Vater vergib Ihnen denn sie wissen nicht was sie tun”.

 

Die natürliche Geburt erleben:

https://www.​​​babycenter.de/v3294​2​/​schwangerschaft-e​rl​eb​en-die-geburt–​-vi​deo​

 

Das Ende der Geburt ist Tod,

des Todes Ende ist Geburt.

So ist’s verordnet.

 

Bhagavad​​​gita
wird zu den Shrutis (Offenbarungsschrifte​​​n) gezählt (6. Buch), ist wichtigster philosophischer Text des indischen Lehrgedichts Mahābhārat

 

 

 

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