1. Umwelt, Klima & Energie

Klima und Umwelt, Innovation durch Langlebigkeit

Die letz­ten Ab­stim­mun­gen haben ge­zeigt, dass Schwei­zer und SchweizerInnen das Klima und Um­welt nicht so ret­ten wol­len, wie es vor­ge­schla­gen wur­de. Wenn ich mir ü­ber­le­ge, wer da­durch zu Zah­lun­gen und Ein­schrän­kun­gen ge­zwun­gen wur­de, waren es vie­le, die sich das kaum leis­ten könn­ten.

Die Bauern wurde stark belastet, obwohl wir in der Schweiz immer mehr Produkte von unseren Bauern haben, die der Umwelt Rechnung tragen.

Ich wohne im Tessin. Der Staatsrat Claudio Zali hat viel für den öffentlichen Verkehr getan und denkt voraus. Es ist aber nicht so einfach, wenn neben den Touristen, die nur das Tessin durchqueren, auch die Grenzgänger, die neuen Infrastrukturen kaum brauchen wollen mit (alten) Dieselautos (Diesel ist in Italien günstiger) ihre Schweizer Arbeitsstelle erreichen.

 

Wir brauchen die Bergbauern, um die Landschaft im Hochgebirge zu schützen. Diese können kaum so viel Futter im Sommer bereit halten, dass sie im Winter ihre Tiere füttern können. Der Zukauf sollte aber (laut Vorschlägen) verboten werden.

 

Die Bauern werden auch für unser Wasser verantwortlich gemacht. Der Luganersee ist zu grossen Teil italienisches Gebiet- Obwohl das Tessin (das sehe ich immer wieder) bei Verschmutzungen sofort reagiert und Ursachen sucht und schnell behebt, hören wir seit Jahren, dass in Porto Ceresio der See immer wieder verschmutzt wird, so, dass tote Fische auf dem See liegen. Viele Tessiner trinken das Wasser aus dem See und es muss mit grossem Aufwand gereinigt werden. Eigentlich sollte Bern in Italien intervenieren, das passiert meines Wissens kaum.

 

Für das Wasser scheint mir auch die Waschmittelindustrie verantwortlich zu sein. Seit ich denken kann, waschen unsere Waschmittel immer sauberer. Es wird damit geworben, dass man mit 20 Grad Wasser fast alles waschen kann. Die Menge des Waschmittels wird durch bestimmte Darreichungsformen festgelegt (Pods), damit wird meistens zu hoch dosiert. Diese flüssigen Waschmittel enthalten flüssigen Kunststoff den die Kläranlagen nicht reinigen können. Durch die geringe Temperatur verschmutzen die Waschmaschinen, da ist die Industrie sofort bereit, es gibt zusätzliche Reinigungsmittel. Zudem werden verschiedene Waschmittel (- zusätze) angeboten, mit Duftstoffen um den entstehenden Gestank überdecken. Aprilfrisch, Sommerbrise, Zitronenfrisch sind so einige Fantasienamen. 

Hausf​​rauen wollen auch, dass ihre Wäsche flauschig ist, deshalb werden Weichspüler verwendet, die weich spülen, weil sie Fette aus Schlachtabfällen enthalten. All dies verschmutzt unser Wasser. Auch Schweizer Hersteller machen mit diesem Irrsinn mit. EU Hersteller sagen, dass die EU Verordnung dies vorschreibe (???). Kann die Schweiz keine Vorreiterrolle einnehmen ? , nein wir müssen (laut einigen Politikerinne​​n) auf die Eu hören und sie unter keinen Umständen (auch nicht klimatisch) vor den Kopf stossen.

 

Heute habe ich eine Informationsblatt eines Elektrizitätswerkes erhalten. Unter vielen Vorschlägen steht da, dass man mit reparieren, statt fortwerfen viel CO2 einsparen könne. Das ist für Bürger zum Teil unmöglich.

Die Waschmaschinen, Abwaschmaschinen, Kochherde, Backöfen, Boiler halten neu ca. 10 Jahre, dann muss man sie ersetzen. Die Reparaturen sind schwierig und kosten fast gleich viel wie ein neues Gerät. Die Maschinenindustrie macht da nichts. Es wird Abfall in grossen Mengen produziert. Wir haben ja in der Schweiz verschiedene Hersteller, die mit der Langlebigkeit ihrer Produkte werben könnten und so andere Produkte üb​​ertrumpfen.

 

Mein 11 Jahre alter Boiler heizte nicht mer richtig. Der Installateur sagte, dass ich das Gerät wechseln soll, da es sowieso nicht mehr lange hält. Ich liess es reparieren und nach 2 Monaten musste ich den ganzen Boiler (Tobler) auswechseln. Die Firma Tobler verkauft zwar einen stabileren Boiler, bei dem müsste man aber einen teuren Servicevertrag einkaufen.

 

Die Abwaschmaschine (auch 11 Jahre) funktioniert noch aber das Licht geht nicht mehr. Der Installateur sagte mir, wenn er das Lämpchen auswechsle, werde es mit höchster Wahrscheinlichkeit undicht und man müsste die Maschine austauschen.Man messe die Maschine sowieso bald austauschen, sie habe ihr Lebensalter erreicht. Ich wasche im Moment ohne Licht.

 

Vor 30 Jahren hatte ich eine Schulthess Waschmaschine. Sie lief nach 25 Jahren noch einwandfrei. Sie hatte viele Programme, allerdings ohne Chips, sondern ich hatte eine Kiste voll Lochkarten (Metall), die ich benutzen konnte.

Statt zu reklamieren, dass man in der EU keine Abnehmer findet, wäre eine Innovation wieder Machinen herzustellen, die 20 Jahre halten (eben Schweizer Qualität) und der Absatz wird kommen. Ein Reparaturservice installieren, der sich lohnt, damit müssten die Maschinen reparaturfreundlich g​​ebaut werden.

Ich habe hier vor allem vom Wasser gesprochen, alle anderen Themen sind seriös zu analysieren und dann entscheiden, keine Schnellschüsse, die bringen nichts, weil die Bürger dem nicht Folge leisten werden. Ich weiss viele werden sagen, es ist aber 5 vor 12, wir haben keine Zeit. Mit Schnellschüssen werden auch die letzten 5 Minuten ohne Erfolg aufgebraucht.

 

Klima​ und Umwelt retten, aber bitte zuerst bei denen beginnen, die auch zahlen können und die in der letzten Zeit Geld gescheffelt haben.

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