1. Gesundheitswesen

Krankenkassenobligatorium abschaffen?

Mit Er­stau­nen habe ich am Sonn­tag in der Zei­tung ge­le­sen, dass die SVP das Kran­ken­kas­se­nob­l​i­ga­to­rium in Frage stel­len will, ja sogar prüft, ob sie eine In­itia­tive star­ten wol­len. Ich stau­ne, dass man im Ge­sund­heits­we­sen die Frage der Solidarität damit in Frage stel­len will. Und die­ses Thema wird mit dem Hin­ter­grund der teu­ren Prämien diskutiert. Alle die in den letz­ten Jah­ren er­reich­ten Ziele in der Ge­sund­heits­po­li­t​ik will man damit aufs Spiel set­zen.

– Mit dem Obligatorium haben alle Anrecht auf eine Grundversorgung. Ich habe dies vor Jahren im Spital als Krankenschwester noch erlebt, dass nicht alle eine Versicherung hatten. Sind dann alle Angehörigen bereit zu bezahlen, wenn der Vater oder die Mutter tagelang ohne Versicherung auf der Intensivstation liegt oder wird dieser Person dann ganz einfach eine solche Behandlung nicht mehr zugestanden? Amerika führt ein Obligatorium ein und wir wollen dies abschaffen. Ich finde dies absurd.

– Allein mit der Begründung, dass die Prämien zu hoch seien, ein Obligatorium abzuschaffen ist ebenso absurd. Fast 40% unserer Bevölkerung erhalten eine Prämienverbilligung und zahlen somit keine oder weniger Prämien. Das heisst also, dass wir einmal mehr die Leute mit weniger Einkommen benachteiligen würden, da sich diese keine Versicherung mehr leisten könnten.

Ich finde, dass die Krankenkassenprämie und das dazugehörende Obligatorium der Versicherung kein Spielplatz für Schlagwortpolitik sei​n dürfen.  

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Comments to: Krankenkassenobligatorium abschaffen?
  • April 20, 2010

    Ich bin auch der Meinung, dass ein Obligatorium absolut Sinn macht, für alles was im Fall der Fälle notwendig ist. Unsicher bin ich mir jedoch, wie viel es im Leistungskatalog gibt, das man nicht zwingend braucht. Falls es solche Bestandteile gibt, sollte man diese aus der obligatorischen Versicherung aussondern. Denn mit Solidarität kann man diese kaum erklären. Sie wären dann eher ein Luxus, der sich jeder selber leisten kann, der will. Ein mögliches Beispiel dafür ist die Alternativmedizin. Jeder der sie nutzen möchte, kann gerne eine Versicherung abschliessen. Aber es soll nicht jeder obligatorisch daran bezahlen müssen, der nicht an Alternativmedizin glaubt.

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  • April 21, 2010

    Obligatorium abschaffen ja! Die Leute empfinden heute die Prämie als Steuer und beziehen dann Leistungen, “wenn man ja schon bezahlen musste”! Sie wissen heute nicht mehr, dass die KK eine Versicherung ist. Eine “Prämienverbilligung​” würde nur noch bei abgeschlossener Versicherung ausbezahlt. Wie intensiv (“Basis”-Versicheru​ng bis Luxusvariante) man sich versichern will, läge in der Verantwortung des Einzelnen. Heute schon ist der Anteil der Nichtversicherten (weil sie die Prämien nicht bezahlen) grösser als vor der Einführung des Obligatoriums.
    Die heutige Tendenz zu mehr Vorschriften, mehr Staat und mehr Zentralisierung im Gesundheitswesen, löst die Probleme nicht. Gemäss Bundesamt für Statistik hat der Anteil der Gesundheitskosten am BIP von 2001 (10.6%) – 2007 (10.6%) nicht zugenommen, war allerdigs in den Zwischenjahren aber bis max. 11.3% gestiegen. 2008/9 dürfte der %-Satz infolge der Wirtschaftskrise (kleineres BIP) wieder höher sein (Daten noch nicht vorhanden). Das Problem ist der Prämienschub wegen des immer grösser werdenden Anteils der obligatorischen KK-Leistungen an den Gesamtkosten (zB wegen Verlagerung vom Spital in die Spital-Ambulanz). Daher steigen die Prämien um durchschnittlich 8%/Jahr, die Gesundheitskosten jedoch nur 4%/Jahr! Diese Entwicklung ist unsozial. Es ist aber auch unsozial, dass der Mittelstand die Luxus-OKP-Versicherun​g für alle bezahlen muss.

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  • April 21, 2010

    Ich neige dazu mich Daniel Läubli anzuschliessen. Ein Problem tritt aber auf, sobald man den Gedanken weiterspinnt: Wer bestimmt denn, was obligatorisch versichert ist und was nicht? Gerade beim Beispiel der Alternativmedizin, begibt man sich auf ein heisses Pflaster. Gewisse Leute gehen zuerst zu Alternativmediziner, und werden wieder gesund. Andere gehen direkt zum Schulmediziner und werden auch gesund. Erstere Leistung soll dann nicht bezahlt werden, letztere schon?
    Das wäre zwar eigentlich möglich, in Anbetracht dessen, dass gewisse Leute aber tendenziell nicht zum Schulmediziner gehen auch unfair: warum muss ich für diesen obligatorisch prämien bezahlen, wenn ich ihn sowieso nicht aufsuche?
    Somit wären wir bei Otmar Häfliger, welcher ein Obligatorium gänzlich ablehnt. Auch ich tendiere in diese Richtung. Allenfalls wäre aber auch ein Kombination der beiden Varianten im Sinne von Kürzungen der bezahlten Leistung sowie Eigenversorgung und zusätzlich noch eine Praxisgebühr. Man überlegt sich m.E. eher, ob man bei einem “einfachen” Schnupfen zum Arzt geht, (gratis-)Medikamente erhält und die Gebühr bezahlt, oder nicht doch lieber Taschentücher einkauft (was wohl billiger wäre).

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  • April 21, 2010

    Ich gehe mit Frau Glanzmann einig, dass die Idee der SVP wenig durchdacht ist bzw. zumindest etwas Kopfschütteln auslöst. Warum eine Abschaffung des Obligatoriums die Kosten zu senken helfen sollte, ist mir ein Rätsel.

    Ich fände es schon reichlich zynisch, wenn mit liberalem Gedankengut argumentiert und dabei in Kauf genommen wird, dass ohne obligatorischen Versicherungsschutz durch eine Krankenkasse im schlechtesten Fall weniger betuchte Leute einfach auf der Strecke bleiben, sprich ihre Kosten nicht bezahlen können oder sich gar nicht erst behandeln lassen. Wer die Realitäten z.B. in den USA kennt, wird sich hüten, auch nur in die Richtung zu denken. Sicherlich laufen uns die Kosten aus dem Ruder, aber das kann wohl nicht die Lösung sein.

    Herr Läubli möchte ich insofern zustimmen, dass man wohl überdenken sollte, ob der Leistungskatalog in der Grundversicherung tatsächlich so umfangreich sein muss. Eine “Grundversicherung”​ sollte ihrem Namen möglicherweise wieder etwas mehr gerecht werden und eben nur die wichtigsten Risiken abdecken. Was darüber hinausgeht ist optional und kostet extra. Das könnte mit ein Mittel sein, um einige weniger sinnvolle Arztbesuche zu verhindern.

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  • April 22, 2010

    Alle reden von der Solidarität,die Solidarität wird in der Schweiz schon seit Jahren mit Füssen getreten.Also tun wir doch nicht so,als ob es beim Krankenkassen Obligatorium noch eine Rolle spielt.Jeder ist sich nunmal der Näheste,und schaut für sich zuerst.Das ist bei Herr Läubli,als auch bei Frau Glanzmann-Hunkeler so.Darum liebe Parlamentarier und Parlamentarierinnen,l​ernt erstmal wieder was Solidarität ist,nicht nur wie es geschrieben wird.Im Parlament sollte man sich nicht nur solidarisch mit der Pharma-Industrie zeigen,(Paralell-Impo​rt)sondern auch mit dem Verbraucher.Es gäbe es noch eine Menge Beispiele,wo noch gespart werden könnte,wenn unsere Politiker wollten.Aber es ist halt einfacher an den Leistungen zu sparen ,als die Pharma Lobby zu verärgern.

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  • April 23, 2010

    Die SVP hat sie nicht mehr alle… Kaum vorstellbar welches Chaos da entstehen würde. Zuerst würde einfach nicht versichert, oder dann der letzte Luxus dessen Prämien dann nicht mehr bezahlt werden könnten. Und schon hätten wir amerikanische Verhältnisse und wer notfallmässig in einem Spital ankäme würde gnadenlos abgewiesen wenn er nicht eine Deckung vorweisen kann. Ich nehme nicht an, dass die SVP einfach alles über die Steuerrechnung bezw. gatis offeriert.

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  • April 24, 2010

    Um es gleich ohne falsche Rücksichtnahme zu sagen: die Idee der SVP, das Krankenkassen-Obligat​orium aufzuheben, halte ich für schlichtweg prämienverdächtig hirnrissig. Klar, einer, der gesund und daher nicht auf solch eine Versicherung angewiesen ist, würde sich da wohl öfters fragen, wieso er für andere solch hohe Prämien bezahlen soll? Was aber, wenn ihm der sprichwörtliche ‚Ziegelstein auf den Kopf fällt’ und er trotzdem krank wird? Haben dann seine Angehörigen genügend Geld, um ihm eine wirksame Behandlung zukommen zu lassen? Reicht sein Erspartes aus, so dass er sich solch eine Behandlung leisten kann? Oder muss sich letztendlich die Allgemeinheit entscheiden, ob sie dem Betreffenden die notwendige Behandlung zukommen lassen und somit bezahlen will, oder ob sie ihn abserbelnderweise sich selbst überlassen will?

    Eine solche Massnahme würde die Gesundheitskosten wohl nicht senken – im Gegenteil, sie würden wohl noch stärker ansteigen, da Gesundheit noch mehr zum Luxusgut würde, als es heute schon der Fall ist, das sich nur entsprechend Begüterte leisten könnten. Und wo Begüterte im Spiel sind, steigen die Preise entsprechend.

    Die hohen Kosten müssen auf andere Weise reduziert werden – und können auch auf andere Weise gesenkt werden. Dazu müssten aber wohl einige goldene Kälber geschlachtet werden. Die hohen Löhne in den Teppichetagen der Pharmaindustrie sind das eine. Letztere ist aber nur ein Teil – wenn auch wahrscheinlich der profitabelste – der gesamten Gesundheitsindustrie.​
    Wir haben in der Schweiz beinahe 100 (einhundert!) Krankenkassen – mit entsprechend vielen Verwaltungsräten, Direktoren und Vizedirektoren. Eine Einheitskasse würde den auf dieser Ebene notwendigen Personalbestand wohl um 80 bis 90% senken . Und damit die dafür notwendigen Kosten. Es würde mich nicht wundern, wenn damit durch Wegfall von Chefpersonal-, Immobilien- und anderen Gestehungskosten mehrere Milliarden jährlich eingespart werden könnten.
    Tja, und die lieben Medikamente – Parallelimporte sind inzwischen zwar theoretisch möglich – nicht aber im pharmazeutischen Bereich. Meines Wissens hat „Bern“ zwar Anstrengungen unternommen, um das ungezügelte Wachstum der Medikamentenpreise einzudämmen. Ob die allerdings wirksam sind, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
    Grundsät​zlich befürworte ich das Recht der Pharmaindustrie, die Gestehungskosten, die durch Neuentwicklungen entstehen, wieder einzuspielen. Exorbitante Gehälter dürften diese Gestehungskosten aber wohl in unrealistische Höhen treiben.

    Weitere Einsparungen wären möglicherweise tatsächlich durch eine Überprüfung des Leistungskataloges zu erreichen – aber ehrlich gesagt, gefällt mir dieser Gedanke nicht so sehr. Alternativmedizin wieder herausnehmen? Ich denke, dass Alternativmedizin in vielen Fällen schlimmeres und damit – langfristig – teureres verhindern hilft.
    In der Schulmedizin ist es auch schon, und wohl nicht in nur wenigen Fällen, vorgekommen, dass Medikamente eine unvorgesehene Nebenwirkung hervorgerufen haben, die dann zu höheren Behandlungskosten führten. In der Alternativmedizin dürfte diese Möglichkeit wohl wegfallen.
    Aber natürlich ist auch dies ein goldenes Kalb – Patienten in der Alternativmedizin sind wohl eher schlechte Pharmazie-Kunden.

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  • April 24, 2010

    Meine Meinung ist, dass die exorbitanten Kosten endlich einmal angegangen werden sollen. Brauchen wir so viele Spezialisten, benötigen wirklich so viele Operationen, im Vergleich mit dem Ausland sind wir hier in der Schweiz führend. Die Medikamentenpreise sollten schnellstens gesenkt werde. Die Pharma sagt immer das die Forschung und Entwicklung teuer seien. Das glaube ich, aber das heisst noch lange nicht, dass nur wir SCHWEIZER, mit den überhöhten Preisen, siehe Vergleich zum Ausland, nur die Kosten für die F&E bezahlen müssen. Und das Obligatorium zweifle ich stark an, wenn auch oben erwähnt wird wegen der Prämienverbilligung! Wenn dann aber die Rechnungen ins Haus flattern, muss ich zuerst einen Selbstbehalt berappen sowie die 10% Selbstkosten. Ich frage mich schon für was ich eigentlich eine Krankenkassenprämie bezahle! Die Alternativmedizin wird immer angezweifelt und die Schulmedizin, mit den überissenen Kosten, wird immer hochgelobt. Dabei sind bei der Alternativmedizin die Kosten um einiges geringer. Das wollen die Ärzte der Schulmedizin, vor allem im Spitalbereich mit den vielen Spezialisten, nicht sowie die Pharmabranche. Wenn unser krankes Gesundheitswesen wirklich so gut wäre, dann müssten die Kosten um einiges tiefer liegen, davon bin ich überzeugt!

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  • April 25, 2010

    Na ja, nach dem Film “Sicko” von Michael Moore bin ich davon überzeugt, dass ein entsprechendes Obligatorium durchaus sinnvoll ist. Oder müssen schlechte Risiken (bloss auf Gewinn orientierte Versicherungen….) nicht mehr versichert werden? Wenn nicht, wer bezahlt dann die Therapie von den nächsten Angehörigen (PartnerIn, Eltern, Geschwister), wenn Patienten selbst kein Geld haben und deren Familie auch nicht? Solidariatät hin oder her….. Bedenkt bei entsprechenden Dingen auch solches… Zudem: Sparen kann man sicher auch anders im Gesundheitswesen (Luxusoperationen, Gehälter, Medikamentenpreise, Aufklärung von Ausländern bezgl. Hausarzt z.B. – so dass sie nicht sofort ins Spital rennen u.a.m.).

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  • April 25, 2010

    In der Gesundheitspolitik der Eidgenossenschaft herrscht hektischer Stillstand. Bundesbern bringt nichts zustande. Ohne Begrenzung des Leistungskatalogs und der Anzahl Leistungserbringer (zu Lasten) der Grundversicherung werden ab 2012 die Kosten nicht nur für die Krankenversicherer sondern auch die Kantone explodieren. Eine klare Trennung zwischen Grundversicherung und Zusatzleistungen ist nötig, um über den Leistungskatalog und dessen Begrenzung die Kosten einzudämmen. So lange in Bern die Lobbyisten die Roadmap festlegen, heisst es für den Bürger “blechen”.

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  • April 26, 2010

    Seit 1996 bin ich nicht mehr beim Arzt gewesen, weil ich es mir finanziell nicht leisten kann. Ich habe ein Selbstbehalt von 2500.- weil mir die Krankenkasse sonst zu teuer ist. War ich mal krank, hab ich mich selbst behandelt. Wollte mal KK wechseln, aber da machte die andere KK vorbehalte bei der Zusatzv. Ich kann nur hoffen, dass ich nie ernsthaft Krank werde, z.B. ein Blinddarm oder ähnliches ist ja schwieriger zu selbstbehandeln. Ich werd dann wohl oder übel den Sarg bestellen müssen!
    Würde das Obligatorium abgeschafft, würde es auch wieder Konkurrenz unter den Kassen geben und auch ich könnte mir eine medizinische Versorgung leisten!

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  • April 28, 2010

    Die Schweiz ist das Land der Versicherungen. Alles Mögliche kann versichert werden. Die Anbieter stehen untereinander im Wettbewerb. Der Markt funktioniert.

    Doch​ dann kommt der Staat und mischt sich ein. Die Folgen sind uns alle wohl bekannt: Die Kosten im Gesundheitswesen steigen ständig, die Prämien müssen erhöht werden. Gibt es einen Versicherungsbereich,​ der nicht so übertrieben vom Staat beeinflusst wird, der im selben Zeitraum die gleiche Kostenexplosion erlebt hat? Ich kenne keinen! Wo also liegt wohl das Problem?

    Es nützt doch nichts, überall etwas rumzuschrauben (weniger Regionen, tiefere Reserven etc.), wenn das System als Ganzes krankt!

    “Wenn du feststellst, dass du ein totes Pferd reitest, steige ab!”

    Deshalb kann die Lösung nur in der Ent-Politisierung des Gesundheitswesens liegen. Die Abschaffung des KVG ist der richtige Schritt dazu.

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  • April 28, 2010

    @Markus Müller. Na ja, ich weiss nicht, ob es hilft die Prämien zu senken, wenn der Staat sich nicht (mehr) einmischt und das Obligatorium für die Krankenkassen abgeschafft würde. Amerikanische Verhältnisse (Sicko von Michael Moore) lässt grüssen…. Aber ev. könnten Sie mir erklären, wie die Krebsbehandlungen, Behandlungen von vermehrt aufkommenden Kreuzallergien, Lebensnotwendigen Behandlungen aufgrund eines Geburtsgebrechens z.B. bezahlt werden sollen. Solche Krankheiten können in jeder Familie auftreten….. und ev. sogar diese in den finanziellen Ruin treiben….. wenn die Versicherungen bloss noch “gute Risiken” aufnehmen – ist schon heute der Fall (siehe auch die Altersgrenze für Neuabschlüsse)….. Lerne gerne noch dazu.

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  • Mai 8, 2010

    Wir sind ein hochentwickeltes Land. Dazu gehört, dass jeder Mensch obligatorisch gegen Unfall- und Krankheit grundversichert ist. Gute Gesundheit ist die Vorraussetzung für für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Und es ist wichtig, dass Krankheiten gut behandelt werden können. Denn es wird ja von jedem Teilnehmer unserer Gesellschaft erwartet, dass er sich bald erholt und seine übliche Tätigkeit – zum Nutzen aller – wieder aufnimmt.
    Wenn es keine obligatorishe Kranken-Versicherung mehr gäbe, würde das Funktionieren der Gesellschaft in Frage gestellt.
    Man stelle sich einmal vor: Ein Angestellter erleidet am Arbeitsplatz einen Kreislaufkollaps. Der Notarzt kommt und fragt nach der Vericherung. Der Mann hat keine. Der Notarzt zieht mit seinem 500 Notfallwagen wieder ab.
    Fazit: Als Mensch erwarte ich von Politikern, dass sie sich zuerst mit einer Materie ernsthaft befassen. Von Parolen wird die Welt nicht besser.

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  • Mai 14, 2010

    Wie schön, wir sind überall zwangsversichert: Bei der Krankenkasse und bei der Pensionskasse.
    Wie schön:”Mit dem Obligatorium haben alle Anrecht auf eine Grundversorgung.”
    U​nd wo findet diese Grundversicherung statt? Erraten, bei der Schulmedizin natürlich.Ich muss also für etwas bezahlen aber darf nicht bestimmen was ich dafür erhalte.Wenn ich mich aber für Z.B Naturheilkunde entscheide dann muss ich mich gefälligst zusatzversichern lassen oder gar alles selbst bezahlen so geschehen bei einer Krankheit vor 2 Jahren.Es wäre höchste Zeit das Obligatorium abzuschaffen denn seit wir dieses haben steigen die Prämien unaufhörlich und die Schulmedizin und Pharma boomt nicht zuletzt wegen ständiger Panikmache mit Vogelgrippe, Schweinegrippe.Nach der Abschaffung könnte sich jede/r selbst so versichern wie er will, Art der Medizin, Leistungskatalog etc.
    Ebenso die Pensionskassen:Wir müssen die alle bezahlen und dürfen nicht mal die Gesellschaft auswählen wenn wir bei einer versichert sind welche in hochriskante Produkte investiert und hohe Verluste einfängt haben wir halt Pech gehabt.In der Realwirtschaft wäre so etwas undenkbar stellen Sie sich vor man zwingt die Bürger in eine Kasse Geld für ein Produkt einzuzahlen aber sie könnten am Schluss nicht selbst das Produkt auswählen, darauf würde wohl niemand eingehen.

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  • Mai 16, 2010

    @Emil Huber. Wenn das Obligatorium abgeschafft wird (sei es bloss aus “Mangel and Wahlmöglichkeiten” hoffe ich von ganzem Herzen, dass Sie und Ihre Familie gesund und munter bleiben bis ins hohe Alter. Ohne Obligatorium steigt das Risiko, dass man nicht mehr versichert wird, die Prämien werden wohl auch kaum billiger (Privatisierung hat auch nicht den gewünschten Effekt in dem Sinne gebracht – Preise sind auch nicht entsprechend gesunken). Gesundheit soll kein Luxusgut sein, sondern auch im Interesse jedes einzelnen, des Staates und der Marktwirtschaft (man fühlt sich gut/besser, kann arbeiten/produzieren und entsprechend Steuern zahlen). Soll dies unmöglich werden, wenn man nicht mehr versichert (da schlechtes Risiko aus welchen “erfinderischen” Gründen auch immer), das eigene Vermögen, oder das Vermögen Angehöriger schrumpft infolge einer “lebens-“notwendige​n Behandlung und sich so dann Schulden anhäufen, resp. nicht mehr behandelt wird, da zuerst die Bonität überprüft wird?

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  • Juni 9, 2010

    Ich staune über Ihre Pateizugehörigkeit(di​e mit dem C davor).Dabei basiert doch die ganze Krankenindustrie auf einer miliardenschweren Umverteilungsstrategi​e mit typisch sozialistischer Ausprägung:Solidaritä​t ist alles was mir nützt. Solidartät mit der kommenden Generation wird schlicht unterschlagen, auch wenn die gegenwätige Staatsindustrie (Öffentliche Hand) hunderte Milliarden Schulden aufgebaut hat,zum Wohle der “bösen” Banken!
    Ihr “C” im Parteinamen müsste eigentlich eine Selbstbeschränkung in dem Masse beinhalten, wie Sie “Solidarität” von der Gemeinschaft beanspruchen!
    Aber eben: nur Nestbeschmutzer können so denken!

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  • Juni 12, 2010

    M.M.n. sollten nur Behandlungsmethoden, die in einer Doppelblindstudie über 95% Erfolg haben in den Grundversicherungskat​alog kommen. Das würde die Grundversicherung radikal zusammenstreichen. Weiter müssten alle, die Prämienverbilligung verlangen den maximalen Selbstbehalt wählen. Aber das Volk ging mit der Annahme der Komplementärmedizin-I​nitiative in die andere Richtung.

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    • Juli 18, 2021

      Folgendes habe ich noch vergessen:

      -Es gibt in der CH zu viele Spitäler (und spitzenmedizinische Zentren).
      -Paralleli​mporte sollten dringend legalisiert werden.

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    • Juli 18, 2021

      Komplementärmedizin: Soll Grundversicherung für Placebo-Effekte bezahlen?

      Da der Heilungseffekt vieler Methoden der Komplementärmedizin wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, ist anzunehmen, dass die Heilung bei diesen Methoden vorwiegend über die Suggestivwirkung oder gar über die Selbstheilung durch „Warten“ erfolgt. Sollen wirklich alle Versicherten für diese Art der Heilung bezahlen?

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  • Juni 28, 2010

    Ich stimme zu, dass eine Abschaffung des Obligatoriums in die falsche richtung weist. Aber es kann doch nicht sein, dass das Gesundheitswesen immer mehr kostet, wobei die Qualität nicht einmal die beste ist. Also, was ist zu tun? Die Antwort liegt doch schon lange auf dem Tisch. Es hat einfach zu viele Spitäler in der Schweiz. Es ist sicher gut, dass für den Notfall fein gestreute Einrichtungen vorhanden sind. Aber für alles andere braucht es Zentren die sich auf wenige Bereiche spezialisieren. Z.B. braucht die Schweiz sicher nur ein Spital für Herztransplantationen​ (alles andere ist nur Prestigegehabe von ein paar einzelnen im goldenen Turm). Es gibt ja auch schon Studien dazu: Anstatt 300, sollen 50 Spitäler ausreichen. Dies würde die Kosten bestimmt senken. Auch könnten dann die frei werdenden Resourcen in der Alterspflege eingesetzt werden. Somit wäre dann auch ein weiteres Problem unserer Zukunft teilweise gelöst.

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