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Lohmanns Abstimmungs-Analyse

Als be­son­dere Dienst­leis­tung für die Vi­men­tis-Le­ser biete ich eine Ana­lyse der Ab­stim­mungs­er­geb­​nisse zur SV­P-Ab­schot­tungs­i​­ni­tia­tive an:

 

1. Wo hat man mehrheitlich JA gestimmt:

  • Regionen​ mit geringem Ausländeranteil
  • Regi​onen mit geringer Einwanderung
  • Regione​n mit geringer Bevölkerungsdichte
  • u​nproduktive, wirtschaftlich schwache, subventionierte Regionen
  • Regionen, in denen man kaum etwas von der Einwanderung merkt
  • z.B. Emmental, Weiach und Umgebung, Uri,…

 

2. Wo hat man mehrheitlich NEIN gestimmt:

  • Regionen​ mit hohem Ausländeranteil
  • Regi​onen mit hoher Einwanderung
  • Regione​n mit hoher Bevölkerungsdichte
  • p​roduktive, wirtschaftlich starke Regionen
  • z.B. Basel-Stadt, Zürich, Genf,…

 

Fazit:​ Gerade jene Regionen, wo die angeblich negativen Folgen der Einwanderung stark zu spüren sein müssten, haben deutlich NEIN gestimmt!

In Regionen, wo man kaum etwas von der Einwanderung merkt, stimmte man mehrheitlich JA.

 

 

3. Was passier weiter:

Vorläufig gar nichts. Die Personenfreizügigkeit​ besteht weiter. Die EU beruft sich auf das gültige von der Schweiz unterzeichnete Abkommen. Es ist nun an der Schweiz, zu sagen, was sie will. Denn die Abstimmungsergebnisse​ des Volkes waren eben widersprüchlich.

Die​ EU hat klar gemacht, dass die PFZ nicht verhandelbar ist! Die Schweiz muss sich entscheiden, ob Sie weiterhin an den Bilateralen festhalten will und die SVP-Initiative nicht wortgetreu umsetzten will oder ob sie ein Ende der Bilateralen will!

 

4. EWR II oder EU-Beitritt als Alternative

Der Bilaterale Weg war schon vor der Abstimmung blockiert. Und er ist es jetzt erst recht. Die Schweiz muss sich überlegen, ob es nicht Alternativen gibt: EWR II oder EU-Beitritt!

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Comments to: Lohmanns Abstimmungs-Analyse
  • Februar 9, 2014

    Sehr gute und zutreffende Analyse, Herr Lohmann!

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  • Februar 9, 2014

    Was mir hier ganz besonders auffällt, ist der Satz: “Die Schweiz muss sich
    entscheiden, ob sie…die SVP-Initiative nicht wortgetreu umsetzen will…”
    Ist Herr Lohmann der Ansicht, die eidgenössische Exekutive und das
    Bundesparlament – denn diese vertreten ja die Schweiz – seien zu einer
    solchen Entscheidung befugt?

    Ferner: Die Schweiz müsse sich überlegen, ob es nicht Alternativen gäbe:
    EWR II oder EU-Beitritt. Haben wir diese Überlegung denn nicht schon
    seit 22 Jahren intensiv angestellt? Und zu welcher neunzigprozentigen
    A​nsicht tendiert das Schweizervolk heute?

    Nicht ganz zutreffend ist, dass man deutlich NEIN gestimmt habe, wo die
    negativen Folgen der Einwanderung stark gespürt worden seien; die
    höchste Zustimmung, nämlich zu etwa 68%, erbrachte der Kanton Tessin,
    wo die Bevölkerung wohl auch am stärksten gebeutelt wurde.

    Die Abstimmung erfolgte durch eine Entscheidungsfrage; auf dem
    Stimmzettel waren “Ja, aber…/Nein, aber…” o.ä. nicht zulässig. Herr Lohmann belustigt uns dessen ungeachtet mit der Feststellung, das Abstimmungsergebnis sei “widersprüchlich”.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Gassmann

      Herr Lohmann hat recht. Die SVP-Initiative ist zudem sehr vage, um nicht zu sagen stümperhaft, formuliert. Es gibt also einen gewissen Spielraum in der Umsetzung.

      Das Tessin ist nicht am stärksten betroffen. Gerade bei den Mietzinsen und der Zuwanderung sind die Regionen Zürich oder Genf viel stärker betroffen. Auch der Ausländeranteil ist in Genf oder Basel-Stadt viel höher!

      Oder anders gefragt, wollen Sie tatsächlich behaupten das Emmental oder der Kanton Uri seien stärker betroffen als Zürich oder Genf, lol?!

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    • Juli 19, 2021

      Genau richtig, Herr Gassmann.

      Aber sind wir ehrlich, man kann diesen Frust auch geniessen.

      “Oder anders gefragt, wollen Sie tatsächlich behaupten das Emmental oder der Kanton Uri seien stärker betroffen als Zürich oder Genf, lol?! “

      Ui ui 🙂 Wer ist am stärksten betroffen. Wer sieht die negativen Auswüchse der Masseneinwanderung am besten? Das Tessin. Und die sagten am deutlichsten Ja. lolelo

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    • Juli 19, 2021

      Herr Peter,

      Die wortwörtliche Umsetzung und der belassene Spielraum sind zweierlei Dinge; wenn innerhalb des Spielraums variiert wird,
      so ist die wortwörtliche Umsetzung noch immer gewährleistet.

      Doc​h, der Kanton Tessin war am stärksten betroffen, wenn vielleicht auch nicht gerade bei den Mietzinsen. Dort wütet
      die Zuwanderung so stark, dass die Jugendarbeitslosigkei​t überquillt und der Eingesessene jenseits des Gotthards Arbeit suchen muss. Im übrigen habe ich formuliert, dass die diesbezügliche Äusserung “nicht ganz zutreffend” sei.

      Dass die Initiative stümperhaft abgefasst worden sei, lese ich zum ersten Mal. Das Gegenteil trifft zu, und das ist ihr auch während des Abstimmungskampfs von der Gegnerschaft – wenn auch stillschweigend – attestiert worden.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, Herr Gassmann. Tessin sprürt die negativsten Auswüschse der Masseneinwanderung am besten.

      Und auch die ländlichen Regionen spüren sie (wohlgemerkt die nicht Demokratische Volksentscheide akzeptieren, was wollen die damit sagen auch diese Stimmberechtigte dürfen sich äussern in einer Demokratie)

      Die sind betroffen durch höhere Krankenkassen (zb Ärzteüberschuss) und auch durch Arbeitsplatz Weil viele in die grossen Städte arbeiten gehn. aber ich kann nichts dafür..ich geniesse es unheimlich diese Reaktioen. 🙂

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  • Februar 9, 2014

    ha ha ha. Man darf Lohmann zitieren. Das Volk hätte sich paar mal schon für den bilateralen Weg entschieden. Dies gelte es zu respektieren. Wer es nicht mache sei ein schlechter Demokrat.

    Und nun dieser verbitterte Eintrag. Mit einer Analyse,welche noch niemand wissen kann, da Auswertung fehlt.

    Wenn man es auch geniessen kann, dieses “Täubele” Es ist unerherblich wie wo wer warum abgestimmt hat. Der demokratische Volksentscheid ist gefallen und hat sich gegen den bisherigen PFZ-Verkehr ausgesprochen.

    Abe​r warum überrascht mich nur dieser Blog nicht :-)))

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  • Februar 10, 2014

    “Fazit: Gerade jene Regionen, wo die angeblich negativen Folgen der Einwanderung stark zu spüren sein müssten, haben deutlich NEIN gestimmt!”
    ha ha ha auch das stimmt nichht. Kann man sogar jetzt schon beweisen. Tessin hat die höchste Zustimmung aller Kantone. Und die sind durch die Einwanderungen aus Italien direkt betroffen.

    Bitte endlich informieren. ha ha

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  • Februar 10, 2014

    Herr Dieter E.U. Lohmann FDP,

    Analysiert heisst das Ergebnis, Zuwanderung ist ein sehr heikles Thema. Weiter heisst es, man sollte diese 50,4% Abstimmenden Zustimmenden sehr ernst nehmen.

    Übrigens, eine SVP macht ja nur grad mal 26% Stimmenanteil Partei Zugehörigkeit aus. Wie kommt man auf 50,5%, Frage?
    Das sind Betroffene Menschen, die genug haben, wie sie im Eigenen Land einfach übergangen werden, von Mitte bis Linken Politikern, von Arbeitgebern welche sie entlassen haben, usw.

    Sie gemäss Ihrer Laienhaften Analyse haben das offensichtlich nicht verstanden, oder können das einfach nicht verstehen, wie auch immer.

    Ja, man kann nun mit einer EU Verhandlungen aufnehmen wie sie das Vorschlagen und die Karre vollends an die Wand fahren, kann man.
    Oder aber endlich einmal umsetzen, was man in den Bilat Thema Zuwanderung versprochen hatte…
    Übrigens, was die Medien zur Zeit verschweigen, es gibt auch sehr viele Stimmen in der EU, welche absolut Verständnis für unsere Situation haben, uns sogar nacheifern wollen, einfach mit dem kleinen Problem, dass in der EU das Volk, der einzelne Stimmbürger zu weinig demokratisch Mitbestimmen kann.

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    • Juli 19, 2021

      Wäre die EU demokratisch legitimiert, es gäbe keine “unverhadelbare” Personenfreizügigkeit​. Einmal nimmt in Europa die Tendenz zum oligarchischen Grossreich überhand, und einmal mehr zeigen sich die Schweizer als die besseren Europäer, die der Witterung trotzen und sich auf sich selber besinnen, in der Hoffnung, dass Europa dann auch wieder einmal zur Besinnung kommt.
      Ich hoffe wirklich, dass unser Beispiel den Kräften in Europa helfen kann, die zurück zur Demokratie wollen. Europa kann dankbar sein, dass es die kleine Schweiz hat, die seinen orwellschen Eliten den Spiegel vorhält.

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  • Februar 10, 2014

    Das vorletzte Erdbeben bebte am 9. Februar 2014, um 02:42:13, in Zernez GR:

    http://www.sei​smo.ethz.ch/eq/latest​/index

    Das letzte Beben liess am Nachmittag des selben Tages die ganze Schweiz erzittern.

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    • Juli 19, 2021

      und ist es erlaubt, dass wir das Nachbeben (eure Reaktion) in vollen Zügen geniessen? 🙂

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  • Februar 10, 2014

    @Lohmann

    auch wenn das Volk in der Vergangenheit im Vertrauen zur PFZ Ja gesagt hatte, Lügner und Verdreher haben Kürze beine. Dass Volk hat zurückgeschlagen.

    ​Es ist immer wieder wohltuend zu sehe, dass der Bürger in den allerwichtigsten Abstimmungen wo es Schlussendlich um die Kultur und um eine Starke- eigenständige Schweiz geht schlussendlich die Richtige Entscheidung Trifft!

    Ich hoffe, dass das schleichende Krebsgeschwür, dass uns unterwanderte und uns in eine Sozialistische Diktatorische EU Planwirtschaft führen wollte Besiegt werden kann. Die/Der Schweizer wieder Rückgrad Beweisst und nicht länger jenen die am Liebsten die Schweizer flagge abschaffen, den Wohlstand der Schweiz bewusst auf Oesliches Niveau Globalisieren wollen,hinterher laufen.

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  • Februar 10, 2014

    Falsch Analysiert @Lohmann!

    Gerade jene, die in den Stätten wohnen wollen, ist die Masse egal.

    Wie man ja deutlich sieht, sind in den Stätten der grosse Teil linke! Sie Lieben die Planwirtschaft, Soziale Abhängigkeit vom Staat “der Staat muss mich versorgen”! Das denken und führen überlassen Sie gerne Anderen solange sie Ergänzung-Sozialleist​ung beziehen können ist das Wunderbar!

    Aber es gibt auch Verantwortungsvolle linke, und die haben die SVP Initiative mitgetragen!

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  • Februar 10, 2014

    Herr Lohmann

    Wenn ich die Karte mit den Resultaten überfliege, dann sehe ich vor allem rote Flecken, da wo Universitäten stehen…
    …könnte es sein, dass Sie bei Ihrer “Analyse” da etwas übersehen haben?

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  • Februar 10, 2014

    Die Analyse ist viel einfacher. Das Resultat war knapp, die Mehrheiten klassisch verteilt, die französische Schweiz sagt ja zur EU, die deutsche und ganz besonders die Innerschweiz nein.

    Ein Spezialfall ist das Tessin, und das Abstimmungsresultat hätte anders aussehen können, hätte man die Tessiner in der Vergangenheit in ihrer Not mit dem Wanderungsdruck aus Italien nicht allein gelassen.

    Ein Spezialfall zudem das knappe Nein in der “zugisierten/seefeld​isierten” Metropole Grosszürich: Hier ging einfach der Geldsäckel bei einer knappen Mehrheit einmal mehr über das Landeswohl, tatsächlich “weltoffene”, d.h. EU-assimilationswilli​ge Ideologien wie sie in der Westschweiz bestehen mögen sollte man hier nicht unterstellen.

    Am Ende war die Wahl die zwischen Wohlstand und Assimilation auf der einen Seite, und wirtschaftlichen Einbussen und dafür Erhalt von Identität und Souveränität auf der anderen. Das Resultat fiel knapp aus, aber bestätigt einmal mehr die Weitsicht unseres Souveräns, selbst dann wenn unangenehme Entscheide anstehen.
    Und nun geht es einfach darum, den Mehrheitsentscheid auch umzusetzen. “Ernst nehmen” darf man nun gerne die “Ängste”der unterlegenen Minderheit. Das patronisierende “ernst nehmen” der “Ängste” der Mehrheit muss jetzt aufhören, denn bei uns wird eine Mehrheit nicht patronisiert und “ernstgenommen”, sondern sie bestimmt was läuft.

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  • Februar 10, 2014

    Lohmanns Abstimmungs-Analyse ist wertlos. Wieso?
    Beispiel; aus der Frage was passiert. Antwort: Zunächst gar nichts.

    Meine Meinung: Es passiert sehr viel.
    Vorallem, dass die Schweiz seit der Annahme der Initiative bei der EU nicht mehr aufgenommen werden kann. Die zukünftige Regulierung der Einwanderungen steht im Weg.

    Das ist gut so.

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    • Juli 19, 2021

      Ja, Herr Krähenbühl, mit dem Beitritt zur EU ist es jetzt Essig geworden. Diese Zäsur bewirkt, dass die Herren Lohmann und Schlemihl ihre uns von Zeit zu Zeit präsentierte chronologische Renommierliste von Volkes Zustimmungen zur Annäherung an die EU ihren jähen Abschluss gefunden hat: Ein herbes Ereignis für die beiden, die einem jetzt fast schon leid tun müssen.

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    • Juli 19, 2021

      Bern, Aachen, Brasov, Kapstadt/Antsiranana,​ Hamburg, Danzig, Reykjavik/Stockholmda​s sind die Wohnorte. Den Namen Peter, gehört auch noch zu den genannten.

      Es handelt sich um jene, die allesamt jeweils die Schlemihl-webseite empfehlen. Und damit sich selber rühmen. Nun, die Webseite ist, ohne Zweifel, sehr professionell und mit viel Aufwand gemacht. Daher müssen wir uns nicht sorgen – dass sie verschwinden wird, Herr Gassmann.

      Dementsprechend werden die “treuen” Begleiter auch immer wieder auf diese alleswissende Webseite hinweisen.

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    • Juli 19, 2021

      Wohin des Weges? Fifty-Fifty Resultat zeigt allgemeine Verunsicherung wie die verschiedenen Analysen “hüben wie drüben” aufzeigen. Wer hat eigentlich das Sagen? Gleichberechtigte “Partner” vereinbaren Verträge, die ausgewogen sind! Zentralistisches Diktat und eben sowenig diese inakzeptablen, schändlichen, drohenden Äusserungen von EU-Politikern! Problematik ist die Grössenordnung = Freizügigkeit, zu Heterogen; Bildungsstand, gesellschaftliche Normen, Gepflogenheiten, Anpassungsfähigkeit = wer an wen? Sind wir eigentlich nicht schon mit beiden Beinen in der EU? Von da kommen doch alle NEUEN Gesetzgebungen, Stromverbund, Verkehr, Handel, Wirtschaft, Banken und vieles mehr! Überprüfen Sie es selbst!

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