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Mass halten bei der Zuwanderung (Teil I)

Ein Ar­ti­kel zu den kon­kre­ten Fol­gen einer ex­zes­si­ven Zuwanderung

Das Pen­del wird zurückschlagen

Seit die Personenfreizügigkeit​ im 2002 eingeführt wur­de, ist die Schwei­zer Bevölkerung ex­plo­si­ons­ar­tig von 7.3 auf 8 Mil­lio­nen um 10% an­ge­wach­sen. Jahr für Jahr wan­dern netto 80’000 zusätzliche Per­so­nen ein. Bild­lich ge­spro­chen ent­steht jedes Jahr im Land ver­teilt eine neue Stadt Lu­zern. Die ex­zes­sive Zu­wan­de­rung nützt der CH nur kurz­fris­tig, die Vor­teile wer­den aber schnell ab­neh­men und das Pen­del wird mit­tel­fris­tig hart zurückschlagen. Eine wei­ter­ge­hende Zu­wan­de­rung in sol­chem Aus­mass wird ir­gend­wann zu so­zia­len Span­nun­gen führen. Je enger es wird, desto grösser wer­den die Span­nun­gen sein, dies liegt in der Sache der Na­tur. Diese stel­len für den Zu­sam­men­halt der CH ein Ri­siko dar.

Schneeballeffekt und Teufelskreis

Ein Grossteil der Zuwanderer wird nur benötigt, um Stellen zu besetzen, die erst durch die Zuwanderung nötig werden.
Jeder hochqualifizierte Einwanderer generiert gleichzeitig neue Jobs in der CH welche tiefer qualifizierte Einwanderer nach sich ziehen – analog des klassischen Schneeballeffekts.
Eine übermässige Anzahl Einwanderer benötigen u. a. zusätzliche Spital- und Pflegebetten was wiederum Personalmangel produziert und zusätzliche Ausländer bedarf – dies ist ein Teufelskreis.

Solang​e wir uns in einer Schönwetterlage befinden, läuft dieses Prinzip gut, was uns zurzeit die teilweise positiven Wirtschaftszahlen beweisen. Nun ist es aber so, dass jedes Hochdruckgebiet irgendeinmal durch ein Tiefdruckgebiet verdrängt wird – das Pendel schlägt zurück.

Viele Arbeitslose sind nicht flexibel einsetzbar

Sobald sich die Wirtschaft abschwächt, agieren nicht alle Arbeitslosen gleich flexibel auf dem Arbeitsmarkt. Der hochqualifizierte Einwanderer findet in einer anderen Branche schnell wieder einen neuen Job, bildet sich um, oder zieht wieder weg (z.B. viele Deutsche wandern bereits wieder zurück). Problematisch wird es bei den weniger qualifizierten Leuten, welche nicht agil sind und warten müssen bis ihre Branche wieder anzieht. Die Baubranche welche 63% Ausländer beschäftigt ist so ein Beispiel. Wird die Schönwetterlage in dieser Branche ändern, werden viele dieser Leute in einem Rutsch in den Sozialwerken landen und dort auch bleiben. Diese Personen sind auf dem Arbeitsmarkt nicht flexibel einsetzbar und werden auch nicht zurückreisen, weil sie in ihren Herkunftsländern auch keine Arbeit finden. Ein zudem wichtiges Motiv für diese Leute in der CH zu bleiben, sind unsere noch relativ gesunden Sozialsysteme. Denn in ihren Heimatländern sind die Sozialversicherungen infolge der Eurokrise ausgetrocknet und marode. Bereits heute, mit einer gut laufenden CH Wirtschaft, sind 45% der Sozialhilfeempfänger Ausländer.

Marktprin​zip unterstreicht meine Darlegung

Meine Erläuterungen hat Wolf Linder, der frühere Professor für Politikwissenschaften​ in Bern in einem präzisen Satz zusammengefasst:
„Es gibt Einwanderung bis zu dem Moment, bei dem unsere Löhne auf das europäische Durchschnittsniveau sinken, die Steuern höher, die Sozialversicherungen tiefer sind, beide ebenfalls im europäischen Schnitt. Erst dann hört nach Marktprinzipien die Einwanderung auf.“
Wollen wir das?

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Comments to: Mass halten bei der Zuwanderung (Teil I)
  • Dezember 19, 2013

    Meine Frage an Sie Herr Hänni: Was wollen Sie? Sie sind der Parteienvertreter.

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  • Dezember 19, 2013

    Am 09.02. geht es nicht um Pro oder Contra SVP!

    Der Unmut in der Bevölkerung steigt.
    Bundesrat, Politiker und Wirtschaftsvertreter gehen immer nur auf die positiven Aspekte der Einwanderung ein – die negativen Punkte werden verniedlicht.

    Es ist unsere Pflicht, mit den Sozialwerken und dem knappen Boden haushälterisch umzugehen, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder einen Handlungsspielraum haben.

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    • Juli 19, 2021

      Danke Herr Hänni

      für die ergänzenden Ausführungen. Dem ist meines Erachtens beizupflichten.

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