1. Sonstiges

Mehr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für St. Gallen

Im Kan­ton St. Gal­len reiht sich ein Spar­pa­ket ans an­de­re. Eine Folge jah­re­lan­ger Steu­er- und Fi­nanz­po­li­tik, wel­che in ers­ter Linie den Ver­mö­gen­den zu­gute kam. Aus­ba­den müs­sen es aber an­de­re! Dies sind vor allem Fa­mi­li­en, Leute mit tie­fem Ein­kom­men, Staa­tan­ge­stellte und Kul­tur­schaf­fen­de,​ wel­che von den so­ge­nann­ten «Spar­schwei­ne­rei­e​n» am här­tes­ten be­trof­fen sind. Selbst be­dürf­ti­gen Se­nio­ren und Men­schen mit einer Be­hin­de­rung streicht man ab die­sem Jahr die aus­ser­or­dent­li­ch​en Er­gän­zungs­leis­tun​­gen für Miet­zu­schüs­se, wel­che für diese Men­schen einen exis­ten­zi­el­len Bei­trag bil­de­ten. Dazu kom­men immer teu­rer wer­dende Woh­nungs­mie­ten oder jähr­lich stei­gende Kran­ken­kas­sen­prä­​mi­en. Auch die An­for­de­run­gen an die Ar­beit und der Druck auf die Ar­beit­neh­men­den wird immer grös­ser. So kam es, dass im No­vem­ber 2012 rund 5‘000 Kan­tons­an­ge­stell­​ten gegen die ge­plan­ten Spar­mass­nah­men auf die Strasse gin­gen, um gegen die Steu­er- und Fi­nanz­po­li­tik des Kan­ton St. Gal­len und die ge­plan­ten Spar­mass­nah­men auf Kos­ten des Per­so­nals zu pro­tes­tie­ren.

 

Der Kanton St. Gallen zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität und seine Vielfallt aus. Dazu gehört ein starker Service public, welcher sich unter anderem durch ein flächendeckendes Poststellennetz auszeichnet. Leider werden in der Schweiz jedes Jahr mehrere hundert Poststellen geschlossen. Der damit verbundene Abbau der Postdienstleistungen fällt vor allem für weniger mobile und ältere Bewohnerinnen und Bewohner, oder aber auch für Geschäftsleute und KMU‘s ins Gewicht. Das von mir gegründete Komitee «Unsere Post muss bleiben!» versuchte die geplante Schliessung resp. eine Umwandlung in eine Postagentur von vier Poststellen in der Stadt St. Gallen zu bekämpfen. Unsere Petition erzielte innert weniger Wochen über 5‘000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürger, welche den Erhalt der Poststellen forderten. Trotz revidierter Postverordnung, welche die Anhörung der Standortgemeinde und eine Information an den Kanton verlangt, blieben Stadt und Kanton untätig. Die Schweizerische Post konnte demnach ihre Massnahmen durchsetzen und die Poststellen schliessen resp. in eine Postagentur umwandeln. Nicht nur beim Abbau des Service public, sondern auch beim Erhalt von Arbeitsplätzen nimmt der Kanton eine passive Haltung ein. Alleine bei der Schliessung des Versandhauses Quelle und der Druckerei «Swissprinters St. Gallen AG» (ehem. Zollikofer AG) gingen im Kanton St. Gallen über 300 Arbeitsplätze verloren. Vor allem die Schliessung der «Swissprinters St. Gallen AG» hätte mit der Unterstützung des Kantons verhindert werden können. Die Schliessung war alleine eine Entscheidung im Sinne der Gewinnmaximierung für die Hauptaktionäre NZZ, Ringier und Tamedia. Die «Swissprinters Lausanne SA», welche zeitgleich wie St. Gallen geschlossen werden sollte, wurde gerettet; und das Dank der Intervention durch die kantonalen Behörden.

 

St. Gallen verdient einen Kantonsrat, welcher eine Steuer- und Finanzpolitik für alle statt für wenige anstrebt. St. Gallen verdient einen Kantonsrat, welcher sich für Familien, Rentnerinnen und Rentner und bedürftige Menschen einsetzt. St. Gallen verdient einen Kantonsrat, welcher sein Personal schätzt und Arbeitsplätze sichert. St. Gallen verdient einen Kantonsrat, welcher den Service public stärk. St. Gallen braucht mehr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter!

 

 

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Comments to: Mehr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für St. Gallen
  • Januar 7, 2016

    @ Herr Dietrich, SP,

    1. Das habe ich mir schon lange so vorgestellt, dass er bezeichnenderweise SP-Mitglieder sind, die sich über kommende Sparmassnahmen entrüsten werden. Das heisst, auch SP-Mitglieder, gerade sie, aber auch die sogenannten “Grünen”, die längst politisch ein Anhängsel der sozialistischen SP (Abschaffung des Kapitalismus) geworden ist, somit deren Steigbügel-Halter.


    2. Das sind doch nur die direkten Folgen der falschen Willkonenspolitik “a la BK-Merkel” der SP-Bundesrätin Sommaruga, die es fertig bringt, 2,5 bis 3 Milliarden harte CHF für reine Wirtschaftsflüchtling​e, Asylanten, und echte Flüchtlinge aus dem Fenster zu werfen. Echte an Leib und Leben Verfolgte muss man natürlich aufnehmen, und willkommen heissen, gar keine Frage, aber wenn man die oben genannte Vorschriften richtig und konsequent durchführen würde, wären die Kosten für die echten Flüchtlinge bei lediglich ca. 750’000 bis 850’000 CHF jährlich, d.h. ca. rund ein Viertel. Folglich wären 2’150’000.00 CHF jährlich frei, wodurch wesentliche Sparmassnahmen so nicht mehr durchgeführt werden müssten.

    3. Alleine von z.B. Nigeria sind gemäss der früheren Chef Immigrationsamt in Bern 98.5 % der hier um illegale Geschäfte zu tätigen, vorwiegend im Drogenhandel. Frau Sommaruga hat ihn entlassen, und durch einen ihr “Genehmeren” ersetzt. Jeder Flüchtling & Asylant/In muss nach dem Gesetz im 1. sicheren Land das Gesuch einreichen, die Mehrheit kommt aber über 4-7 sicheren Länder i.d. Schweiz, das nenne ich Betrug, insbesondere die nicht kleine Anzahl, die in unser, für sie jedenfalls, himmlisch ausgestattete Sozialsystem.

    4. Es ist doch nur logisch, dass diese Milliarden irgendwo wieder eingespart werden müssen, damit diese “Scheinasylanten & Wirtschaftsflüchtling​e “subito” im Wohlstand fleissig ihrem “Vergnügen”, wilde Partys feiern, ohne einer eigenen Arbeit, nachgehen zu müssen. Schnell ein gutes Leben haben, auch durch Drogenhandel, wenn schon Unterkunft und Essen, Kleidung, Arznei, Zahnarzt, Bahnbillete, Zigaretten, Handy vom Steuergeld bezahlt werden, obwohl so ein “gutes Leben” haben, mit Sicherheit rein gar nichts mit an Leib und Leben verfolgt zu tun hat. Also seien Sie bitte nicht so frustriert, ich jedenfalls würde nie eine solche Petition unterschreiben, aus oben genannten, schlicht & sachlich geschilderten Umständen. Wenn ausschliesslich echte Flüchtlinge aufgenommen würden,

    Bericht über Nigeria-Asylantragste​ller, wilde Party feiern, & mit Drogen handeln die Mehrzahl;

    https://​www.youtube.com/watch​?v=e6HRi4tEsZM

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