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Mein Anliegen: Echte Nachhaltigkeit

Der oft und gern zi­tierte Be­griff der Nach­hal­tig­keit ist kaum noch mehr als ein Schlag­wort. Ich ver­stehe den Be­griff als grund­le­gen­des Prin­zip und als selbst­ver­ständ­li­c​he Pflicht für alle, mit den vor­han­de­nen Mit­teln haus­häl­te­risch um­zu­ge­hen. Es ist die Pflicht jeder Ge­ne­ra­tion, der nach­fol­gen­den ge­sunde ge­sell­schaft­li­che​ Struk­tu­ren, eine funk­tio­nie­rende Wirt­schaft und eine in­takte Um­welt zu hin­ter­las­sen. Die­ses Be­wusst­sein ist im Wach­sen be­grif­fen, aber es ist noch lange nicht gross ge­nug. Wir müs­sen jeden Tag neu damit be­gin­nen, zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung beizutragen.

Ich möchte gern als Parlamentarierin darauf hinwirken, dass die Stadt St.Gallen, wo auch immer sie handelt, das Prinzip der Nachhaltigkeit im Blick behält und nicht mehr aus den Augen verliert. Es ist mir ein Anliegen, dass St.Galler Kinder zu Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind.

Ich bin Helen Thoma, Jahrgang 1963, ausgebildet als Ärztin und Biologin, tätig als Lehrperson, Mitglied der CVP und der christlich-sozialen Parteigruppe.

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Comments to: Mein Anliegen: Echte Nachhaltigkeit
  • August 20, 2016

    Manche Autoren stellen fest, dass der Begriff “Nachhaltigkeit” ein dehnbarer Begriff sei, was nicht zutrifft, Frau Thoma. Es trifft jedoch zu, dass in den Debatten diese drei Definitionen nebeneinander stehen:

    “• Mit der Arbeit der Brundlandt-Kommission​ der UN und der darauf folgenden UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 wurde ein Begriffsverständnis von Nachhaltigkeit salonfähig, das verschiedene politische Interessen vereinen sollte; dabei sollten umweltpolitische Ziele den ökonomischen und sozialen Entwicklungszielen gleichgestellt werden. Die Bezeichnung Nachhaltigkeit wird hier als Zielbündel verwendet: dauerhaft stabile Gesellschaften seien zu erreichen, indem ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gleichrangig angestrebt würden. Dieses Begriffsverständnis von Nachhaltigkeit enthält den Anspruch, dass diese Ziele für alle Länder der Welt (globale Gerechtigkeit) und für künftige Generationen (Generationengerechti​gkeit) gelten. Dieser Ansatz wurde von der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages weiter ausgearbeitet und als ein Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit vorgestellt; danach setzt sich der Begriff der Nachhaltigkeit selber aus drei Komponenten zusammen zu einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Kritiker dieses Begriffsverständnisse​s sehen in der Gleichgewichtung dieser Säulen im Grunde nur wieder den Ist-Zustand aller Dinge beschrieben und nicht etwa eine Forderung zugunsten einer nachhaltigeren Entwicklung.

    • Eine bald nach der UN-Konferenz einsetzende prominente Auslegung des Begriffs sieht ihn als Leitmotiv ökologischer Modernisierung. Diese Auslegung prägt auch verschiedene Förderprogramme, d. h. dieses umweltorientierte Begriffsverständnis wird auch mit Hilfe hoher Fördermittel durchgesetzt. Aus dieser Sicht wurde die UN-Konferenz in Rio sogar von vielen Umweltverbänden als Fehlschlag kritisiert. Bekannte kritische Bücher waren „Die Ökofalle“ von Christoph Spehr und „Nachhaltig, modern, staatstreu“ von Jörg Bergstedt.

    • In der wirtschaftswissenscha​ftlichen und wirtschaftspolitische​n Debatte wird Nachhaltigkeit gelegentlich auch in der Kombination „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ im Sinne eines dauerhaften wirtschaftlichen Erfolgs verwendet. Hier wird der Nachhaltigkeitsbegrif​f[27] z. B. auf die Finanzpolitik[28][29]​ angewendet.” (Wikipedia)

    Im übrigen kann der Grad vor allem der ökologischen Nachhaltigkeit gemessen bzw. berechnet werden – mit dem “ökologischen Fussabdruck”:
    “wwf.c​h/de/aktiv/besser_leb​en/footprint/?gclid=C​PnbzPeE0M4CFcIV0wodRS​MDPg&gclsrc=aw.ds)

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  • August 21, 2016

    Umweltschutz verliert regelmässig bei Nachhaltigkeitsprüfun​g!

    Die Überprüfung von Projekten an ihrer Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Gesellschaft, Ökologie) ist fatal für den Umweltschutz. Regelmässig werden ökologische Nachteile eines Projektes durch seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile übertroffen. Die ökologischen Nachteile von wachstumsfördernden Projekten können damit elegant unter den Tisch gewischt werden.

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  • August 22, 2016

    Frau Helen Thoma,
    schon länger werden wird nach Trend gearbeitet..also gemäss Umfragen und befinden der Mitbürgerinnen und Mitbürger in eine Trend – Richtung hingearbeitet…

    W​enn dieser Trend dann in eine Andere Richtung zeigt, wird wieder umgebaut..umstrukturi​ert..

    Nachhaltig ruiniert wird etwas, unsere Wirtschaft, wir selber, von da her wird “nachhaltig” gearbeitet..

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  • August 23, 2016

    U. a. wird auch versucht, Nachhaltigkeit mit sog. “Kompensationen” im Ausland und mit CO2-Emissionszertifik​aten rein rechnerisch (nicht tatsächlich) zu erreichen, und wie man jetzt liest, ist dieses Instrument sehr betrugsanfällig – was zu erwarten war. Der Bund muss nun rasch handeln.

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  • August 24, 2016

    Wie stehen Sie dazu, dass ihre Partei u.a. die Initiative für eine grüne Wirtschaft (mit entsprechenden Nachhaltigkeitszielen​) ablehnt? Ihr Nachhaltigkeits-Engag​ement in Ehren, doch ihre Listenstimme unterstützt letztendlich womöglich weniger nachhaltig-sensibilis​ierte Kandidaten?

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Lüthi

      Ihre Frage beantworte ich gerne wie folgt: Die CVP (und mit ihr die Parteigruppe der CSP, der ich mich gesinnungsmässig zugehörig fühle), ist keine Ein-Themen-Partei. Es ist daher hinzunehmen, dass sich die offizielle und die eigene Haltung in einer Sache nicht in jedem Fall deckt. In erster Linie vertrete ich als Kandidatin in politischen Fragen meine eigene Meinung, nicht eine offizielle Mehrheitsmeinung der Partei; dass sie mich dennoch portiert und unterstützt, darf der Partei durchaus hoch angerechnet werden. In zweiter Linie versuche ich natürlich auch, mit meiner Meinung die Parteilinie in meinem Sinn zu beeinflussen.

      Freundliche Grüsse
      Helen Thoma

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