1. Wahlen

Meine Wünsche für den Kanton Thurgau

In rund drei Wo­chen haben Thur­gaue­rin­nen und Thur­gauer wie­der die Wahl. Nach der Re­gie­rungs­rats­wah​​​​l vom 28.­ Fe­bruar wer­den die 130 Sitze des Gros­sen Rates neu ver­teilt. Doch was wünscht man dem Kan­ton Thur­gau und vor allem Ein­woh­ner Thur­g­aus für die kom­men­den vier Jah­re?

Politik hat die Gewohnheit, kurzfristig zu denken. Die Ämter sind befristet, die gesetzten Ziele nahe und die Politiker angespannt. Dieses Faktum bedeutet jedoch nicht, dass auch die Bevölkerung von diesem periodischen Denken angesteckt werden sollte. Es gibt Anliegen, die nur langfristig erfolgreich umgesetzt werden können. Ich denke hier etwa an die Energiewende oder die Gesundheitsförderung.​​​​ Ich wünsche mir von den Thurgauerinnen und Thurgauern demzufolge Weitsicht. Lassen Sie sich nicht von der nervösen Politik anstecken und behalten Sie das weite, grosse Ziel im Auge.

Die Schweiz und der Kanton Thurgau besitzen keine einzigartigen oder kostbaren Güter; abgesehen von den köstlichen Äpfeln und Erdbeeren, die in unserem Kanton gedeihen. Umso wichtiger ist es daher, die grosse Stärke der Schweiz, das Bildungssystem, zu stärken und zu fördern. Dies ist nicht nur im finanziellen Sinne gedacht. Ich wünsche mir auch bei Thurgauerinnen und Thurgauern eine breite Akzeptanz und Anerkennung für eine offene, starke Bildungspolitik.

Auch​​​​ ich komme um das aktuelle Thema der Flüchtlinge nicht vorbei. Es ist definitiv die grösste humanitäre Krise, die wir miterleben müssen. Die Bilder von zerbombten Stadtzentren in Syrien erschüttern mich noch heute. Die Flucht von Millionen Menschen ist nur logisch. Es ist die Aufgabe stabiler, reicher Länder wie der Schweiz, in solch einer Ausnahmesituation Hilfe und Schutz zu bieten. Für den Thurgau als Grenzkanton wünsche ich mir konkret, mehr Offenheit und Verständnis für jeden flüchtenden Menschen. Wir haben die Mittel und Infrastrukturen, um diesen Menschen ihre Flucht nicht noch schlimmer zu machen, als sie ohnehin schon ist.

Am Sonntag 10. April haben es Thurgauerinnen und Thurgauer also in der Hand, Weichen zu stellen, um den all diesen Wünschen näherzukommen. Wünschen nach mehr Weitsicht, guter Bildung und politischer und persönlicher Offenheit.

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Comments to: Meine Wünsche für den Kanton Thurgau
  • März 22, 2016

    “Am Sonntag 10. April haben es Thurgauerinnen und Thurgauer also in der Hand, Weichen zu stellen, um den all diesen Wünschen näherzukommen. Wünschen nach mehr Weitsicht, guter Bildung und politischer und persönlicher Offenheit.”

    Das sind gute Worte. Die Frage ist ja nur wie man dies erreichen will. Und das vorgehen ergibt bei gewissen Parteien Anlass zur Kritik

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    • Juli 19, 2021

      Guten Abend Herr Selvä
      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist mir wichtig, dass ich meine Wünsche als persönliche Wünsche formuliert habe und diese so wargenommen werden. Sie wurden nicht etwa Wahlprogramm meiner Partei entnommen, es ist jedoch wenig überraschend, dass sich diese mit der Haltung der SP decken (wäre ja komisch wenn nicht ;-)). Ich habe mir auch Gedanken zur Erreichung dieser Wünsche gemacht. Dies auszuformulieren hätte aber den Rahmen dieses Blogs gesprengt.
      Beste Grüsse

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    • Juli 19, 2021

      Sehr gerne geschehen Herr Krützmann. Ich verstehe auch nicht so ganz die Kritk an diesem Blog. Erstes, dass dies Ihre Wünsche sind ist legitim (wohin kommen wir, wenn Wünsche nicht mehr erlaubt wären) und zweitens, dass diese mit der Meinung der SP übereinstimmen ist doch ebenso legitim. Selbst wenn Sie nicht bei SP wären. Als SP-MItglied ist es umso mehr verständlicher.

      Nu​r eben Ihre Wünsche wie man diese erreichen will, da kann man getrennter Meinung sein und gewisse Wege dazu kritisieren. Auch bei der SP.

      Einen schönen Abend und Danke für die sehr respektvolle Antwort!

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