1. Sicherheit & Kriminalität

Milizarmee der Schweiz eine Erfolgsgeschichte

Geboren bin ich im Jahr als in Deutsch­land die Na­tio­nal-­So­zia­li​s­ten an die Macht ka­men. Meine Aus­sa­gen begründen auf In­for­ma­tio­nen von mei­nen Vor­fah­ren, aus di­rek­ten Er­leb­nis­sen, aus Geschichtsbüchern und aus den Er­fah­run­gen die mir das Leben ver­mit­telt hat. Mit­ten im “­Kal­ten Krieg” habe ich meine Re­kru­ten­schule ab­sol­viert. Bis zu des­sen Ende (mitte der 80er Jahre im letz­ten Jahr­hun­dert) war ich AdA der da­ma­li­gen Mi­li­zar­mee, mit mehr als 2000 DT bei mei­ner Entlassung. Wie da­mals üblich, muss­ten die AdAs, Beruf, Militärdienstleistung​en und Fa­mi­lie auf einen Nen­ner brin­gen. Als Bürger haben vie­le, während die­sen schwie­ri­gen Jah­ren, der Ge­sell­schaft auch mit Frei­wil­li­gen-­Ar­b​eit ge­dient, sei es in der Po­li­tik oder an­de­ren Le­bens­be­rei­chen.

 

 

Aus dieser reichen Erfahrung, möchte ich zurück blenden, nicht um Lobhudelei für die Wehrmänner der damaligen Zeit aufkommen zu lassen, sondern ganz einfach weil ich überzeugt bin, vom System der Milizarmee. Sie ist auch heute noch die massgeschneiderte Lösung für die Sicherheit der Schweiz, im Falle eines Angriffs gegen unser Land.

 

Diese Armee hat den nicht beliebig interpretierbaren Auftrag (in der Bundesverfassung verankert), die Sicherheit innerhalb unserer Grenzen für Land und Volk zu gewährleisten, also einen eindeutigen Verteidig​ungsauftrag.

 

Dami​t ist jedem Laien verständlich, ein Verteidiger der im vertrauten Gelände den Abwehrkampf führen kann, technisch gut ausgerüstet ist, die topografischen Vorteile ausnützt, den Luftraum effizient schützt, hat intakte Chancen einem Angreifer erfolgreich entgegen treten zu können. 

 

Die Politik hat anhand der aktuellen Bedrohungslage (periodisch erstellte und überprüfte Sicherheitsberichte) zu entscheiden, welche Mittel (Anzahl AdA, Waffen, Finanzen) der Armee für die Erfüllung ihres Auftrags zur Verfügung gestellt werden. Ob es sich dabei um Berufssol-daten oder Milizsoldaten handelt hat sie ebenso zu entscheiden.

 

Im vergangenen Jahrhundert hat das Schweizervolk der Milizarmee das Wort gesprochen. In den kriegerischen und politischen Wirren dieser Zeitperiode, zelebrierten die Schweizer ihren Wehrwillen, jedem der sich zu nahe an die Grenzen wagte. Dies wurde weltweit mit Respekt und Achtung zu Kenntnis genommen. In 2 Weltkriegen ist unser Land von Angriffen verschont geblieben. Nicht nur, oder gerade wegen einer kampfstarken Armee und dem manifestierten  Wehrwillen. In dieser Frage streiten sich gewisse Historiker. Für mich und tausende Andere gibt es dazu nichts zu deuteln!.

 

Die Schweiz und ihre Milizarmee ist eine Erfolgsgeschichte in der historischen Rückblende. Das fachtechnische Berufswissen zu Gunsten der Armee einsetzen (Bauleute in die Genietruppen, Elektroniker in der Uebermittlung, Mechaniker als Motor- und Waffenmechaniker usw) und auch den umgekehrten Wissenstransfer effizient und nützlich im Armeebetrieb und in der Wirtschaft.

 

Die Mobilmachungsorgansia​tion der Schweiz wurde weltweit respektvoll zu Kenntnis genommen. Die persönliche Ausrüstung auf dem Wehrmann (pers Waffe samt Munition, Uniform, Packung), das Korpsmaterial (kollektive Waffen und Material) dezentralisiert eingelagert, ermöglichte die Mobilisierung und den Einsatz der Kampfverbände innert 3 Tagen. Eine organisatorische Leistung welche nicht nur Respekt einflösste, auch den uneingeschränkten Wehrwillen der Schweizer demonstrierte. Wenn unser Land im 2. Weltkrieg nicht angegriffen wurde, so mögen diplomatische, politische  und andere Gründe eine Rolle gespielt haben, die schweizerische Wehrbereitschaft hat mit Sicherheit abschrenke​nd und damit kriegsverhindernd gewirkt. Oder mit anderem Fokus betrachtet, diente der Friedenserhaltung, der Verhinderung von Zerstörung und Leid und ist Teil unserer längerfristig​en Wohlstandserhaltung.

 

 

Und doch diese Milizarmee ist seit dem Ende des “Kalten Krieges” umstritten, die einen wollen sie ganz abschaffen (SP, GSOA, Friedensrat), die andern wollen eine Profitruppe (einige ex Generäle) auf die Beine stellen und diese der NATO (Nordatlantische Truppen-Organsation) ​integrieren. Beide Lösungen sind untauglich und entspringen, mindestens im ersten Fall, einer unschweizerischen ja defaitistischen Haltung. Dem zweiten Fall müsste eine Sicherheitspolitik zu grunde liegen, welche mit dem was die Schweiz einzigartig macht, nur noch am Rande etwas zu tun hat. Nämlich,  das Gesetz der Handlungs- und Entscheidungfreiheit in den eigenen Händen behalten.  

 

Noch nie haben auf diesem Planeten soviele bewaffnete Konflikte stattgefunden und ist aufgerüstet worden, wie jetzt da Sie diesen Aufsatz lesen. Trotzdem wollen uns die notorischen Armeeabschaffer weis machen, es herrsche heute, morgen und auf unabsehbare Zukunft Frieden, Freude, Eierkuchen. Ein unverantwortliches Täuschungsmanöver, um eine pazifistische Ideologie zu verbreiten. Diese Schalmaienklänge werden von Politikern und deren Mitläufer täglich irgendwo in unserem Land verbreitet. Sollten wir denen Glauben schenken, kann das rasch ins Auge gehen. So schnell wie Finanz-, Wirtschafts-, Markt- und Ressourcenprobleme  sich global verändern, kann sich die Bedrohungslage für uns zuspitzen. Der bewährte Grundsatz eine kampftüchtig ausgerüstete Milizarmee bereit zu halten, hat nicht nur dissuasive Wirkung, sie ist auch das Pfand und der Preis für unsere Freiheit und diejenige unserer Nachfahren.

 

Grupp​ierungen die der Entwicklungshilfe (Grössenordnung 10-15 Mia CHF pa) das Wort sprechen, denen die Sicherheit und der Schutz des eigenen Landes und seiner Bürger nicht einen Teil davon wert ist (5-7 Mia CHF pa), sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst. Sie nehmen in Kauf, im Ernstfall Soldaten mit ungenügender Ausbildung und Ausrüstung in den Kampf zu schicken und Land samt Volk der Willkür eines Agressors auszuliefern. Sie setzen damit nicht nur die Freiheit und die Souveränität von Generationen auf’s Spiel, sondern die eigenständige Zukunft unseres Landes.

 

Diese Menschen agieren, in Kenntnis der Geschichte, vorsätzlich und böswillig gegen die Landesverteidigung und die Bundesverfassung. Sie sind als Teil des Sicherheitsrisikos der Schweiz einzustufen.        

 

         ​    

 

   

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Comments to: Milizarmee der Schweiz eine Erfolgsgeschichte
  • Februar 26, 2012

    Dürrenmatt vergleicht unsere Armee mit einem Fussballclub, der seit Jahrzehnten nicht mehr spielt, sondern nur noch trainiert, um die Spieler zu beschäftigen. DIe Fans sind aber überzeugt, dass der FC, der seit Jahren nicht Fussball gespielt hat, der beste Club der Welt sei und ein Spiel, wenn denn einer mit uns spielen sollte (es will ja nur niemand, weil alle Anst vor uns haben ;)), garantiert gewinnen würde. Die Spieltaktik: Alle Spieler im TOr zusammenziehen und es mit Brettern vernageln.

    Aber Scherz beiseite: Da sich die Armee seit 200 Jahren (damals hat sie übrigens verloren) nicht im Kampf bewähren musste (zum Glück! ich wünsche mir keinen Krieg), kann man auch nicht von Erfolgsgeschichte reden.

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    • Juli 19, 2021

      Guten Tag Herr Pfister, da haben wir uns wieder. Für eine fundierte Meinungsbildung ist es gefährlich den “Dürrenmatt” zu Hilfe zu nehmen. Er verdient meine Achtung und meinen grossen Respekt (ja sogar meine Verehrung) als das was er war, ein grosser Romanschreiber und philosophischer Opignonleader.

      In Fragen der Sicherheitspolitik ist es mE doch besser, sich an die Realität und Fakten zu halten. Ganz besonders aber auch an die Bundesverfassung.

      Der Rest Ihrer Argumente ist vernachlässigbar, entspringt den Gedanken eines Pazifisten. Sie dürfen dies ruhig sein, es behagt Ihnen offensichtlich. Für unser Land, dessen Bürger, für mich und meine Nachkommen sind Ihre Gedanken keine Option.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Brugger,

      SIe wollen über Fakten reden. Gut.

      Fakt ist, dass die Schweiz seit 200 Jahren nicht mehr militärisch angegriffen wurde. Und dass sie diesen letzten Angriff vor 200 Jahren verloren hat. Hier davon zu reden, dass sich unsere Armee “bewährt” hat, ist realitätsfremd.

      ob​ Sie es nun glauben oder nicht, ich will eine Armee. Aber nicht die Armee, die wir heute haben. Die Traditionalisten machen den Fehler, dass sie alle der GSoA zuordnen oder gar als Landesverräter bezeichnen, die es wagen, die Armee zu kritisieren.

      -Ich will eine freiwillige Armee. Dann werden Männer und Frauen auch im Militär gleichbehandelt, wie dies auch in der Bundesverfassung vorgeschrieben ist. Und zwar in den Grundrechten, die höher gewichtet sind als der Rest. Falls das Verfassungsgericht im Parlament durchkommt, überlege ich mir ernsthaft, den Wehrpflichtersatz gerichtlich zurückzufordern plus Entschädigung. Meine Schwester musste den nämlich nicht bezahlen.

      -Die Waffen sollen im Zeughaus aufbewahrt werden. Ausserhalb des WKs ist der Soldat kein Soldat mehr, sondern Zivilist, und braucht als solcher keine Waffe.

      Dies sind zwei Punkte, die ich an unserer Armee verbessern würde.

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    • Juli 19, 2021

      Sehr geehrter Herr Pfister, ich bin Ihnen nicht böse, wenn Sie ohne Berücksichtigung der bewegten Geschichte des letzten Jahr-hunderts, Ihre Argumentation für eine Freiwilligen Armee aufbauen. Auch durch Ihre Brille müsste die wehrbereite Schweiz, dank einer schlagkräftigen Armee, im 2. Weltkrieg sich selber den Frieden erhalten haben.

      Demnach war die Milizarmee mit der Mobilmachungsorgansia​tion ein wesentlicher friedenserhaltender Faktor. Nach dem Grundsatz: “never change a winning team” werde ich weiterhin auf die schweizerische Milizarmee setzen.

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  • Februar 27, 2012

    Herr Brugger – Ihre Erfahrungen in Ehren.

    “Im Falle eines Angriffes gegen unser Land”. Herr Brugger, machen wir uns doch nichts vor – für die paar Passstrassen, welche wir vielleicht ein paar Tage halten können, braucht es nun wirklich keine Milizarmee.

    Ich bin kein Armeegegener – bin sogar überzeugt, dass jeder Mann eine RS absolvieren sollte – sei es nur um Disziplin zu lernen. Jedoch ist die Armee heute in einem desolaten und unmotivierten Zustand – man muss nur einen WK besuchen um das zu erkennen. Gäbe es tatsächlich eine bewaffnete Auseinandersetzung, würde nicht die Hälfte der Miliz einrücken.

    Zudem schadet das Milizsystem der schweizer Wirtschaft. Welche Firma will schon einen qualifizierten Angestellten für 3-4 Wochen in die Armee schicken müssen und zudem noch 4 (vielleicht bald 6 ?) Wochen in die Ferien ?

    Die Schweiz braucht eine Berufsarmee – weniger Kosten, motivierte Soldaten und professionelle Ausbildung.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Herr Steffen, ich finde gut Ihre persönliche Meinung zu wesentlichen Fragen der Sicherheitspolitik unseres Landes zu hören. Falls Sie sich diesen zu Gemüte führen, werden Sie unter anderem erfahren, dass die Schweiz mehr zu verteidigen und zu verlieren hat, als ein paar eingeschneite Passüber-gänge. Und die RS gut sein kann, um den Teil der Erziehung nachzureichen, welcher allenfalls im Elternhaus vergessen wurde (Disziplin, Beharrlichkeit, physische und psychische Ausdauer und viele mehr). Die Selbstdisziplin ist eine wertvolle Eigenschaft, jedes Mitglied unserer Gesellschaft kann sie auch andernorts gut gebrauchen.
      Das Milizsystem hat über Jahrzehnte engagierten jungen Menschen Führungserfahrungen vermittelt, welche von der Wirtschaft gerne in Aspruch genommen wurden. Wenn das heute nicht mehr so sein soll, müssten Sie mir erklären warum? Wenn ein junger Mensch, als Unteroffizier (mit 21 Jahren) die Verantwortung für die Führung einer Gruppe (6-8 Kameraden) übernehmen kann, diese teilweise (unter Aufsicht) ausbildet, so war das zu meiner Zeit eine echte Chance (Learning by tooing). Falls dies heute nicht mehr so sein sollte, wäre ich doch einigermassen verwundert.
      Was Ihre Ansicht einer Berufsarmee betrifft, schlage ich Ihnen vor, sich das Milizsystem der Schweiz genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gibt dies ja auch in der Politik auf allen Stufen. Dann sollten Sie die Berufarmeen anderer Staaten auf der Kostenseite genauer analysieren. Vielleich hilft Ihnen dies weiter, bei der Evaluation welches System sich besser eignet für die Schweiz.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Brugger

      jeder der WK leistet weiss, dass der Haufen, der sich Militär nennt in der Schweiz komplett unbrauchbar ist. Jeder zweite weiss nicht wie man die Waffe richtig bedient. Der WK dient mehrheitlich zum Herumhängen und warten auf die hirnrissigen Befehle der Vorgesetzten (die eigentlich auch nicht richtig wissen was sie hier tun).

      Um das zu erkennen muss man keinen Analysen machen, sondern einfach einen WK besuchen.

      Was sich am besten für die Schweiz bewährt weiss ich nicht. Aber eines behaupte ich zu wissen: das was wir heute haben taugt nichts !

      Ich habe auch Personal eingestellt. Ein absoluter Horror wie oft ein Offizier (je höher je schlimmer) fürs Militär abkommandiert werden muss – dazu noch die gesetzlichen Ferien.

      Zudem, Herr Brugger, Führungsqualitäten erlernt man nicht nur im Militär – genauso wie man Disziplin nicht nur im Militär lernt – da geben ich Ihnen recht.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Steffen, Sie können es dreehen und wenden wie Sie wollen, die Milizarmee der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Dass in der heutigen Armee vieles nicht zum Besten bestellt ist, hatte ich auch schon Gelegenheit festzustellen. Dafür habe ich mehrere Truppenbesuche hinter mir, und regelmässige Beobachtungen im oeffentlichen Raum gemacht.

      Da gibt es wahrlich einiges das im Argen liegt. Ganz besonders was die Disziplin einzelner Uniformierten in der Oeffentlich-keit betrifft. Genauso wie das Auftreten (Tenue,Sauberkeit etc). Meines Wissens hat die Armeeführung dies schon vor längerer Zeit registriert und die nötigen Abhilfmassnahmen eingeleitet.

      Eine Truppe die Dienst leistet, weder Arbeitprogramme noch Ziele der Arbeit kennt, die persönliche Waffe nicht bedienen kann, ist für mich schwer vorstellbar. Wenn Sie derart chaotische Verhältnisse erlebt haben, hätten Sie gemäss DR die Möglichkeit gehabt Beschwerde auf dem Dienstweg einzureichen, an die vorgesetzte KdoStelle Ihres KpKdt.

      In dieser Truppe hat gemäss Ihren Aussagen weder die vordienstliche Information, noch die Festlegung von Ausbildungsprogrammen​ mit Zielen, Zwischenzielen und Erfolgskontrollen geklappt. Wie lange liegt das zurück? Falls dies heute noch unverändert sein sollte, müssten die genannten Offiziere für ihre Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen werden.

      Im Uebrigen hat ein Mensch Führungsqualitäten oder er hat sie nicht. Im Militär wie im der Wirtschaft oder Gesellschaft können diese angewendet werden (falls man bereit ist Verantwortung zu übernehmen), durch praktische Erfahrung optimiert werden. Menschen mit konsequenter Selbstdiziplin, haben in den meisten Fällen Führungsqualitäten. Wer diese anwenden will, muss bereit sein Verantwortung zu übernehmen.

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  • Februar 27, 2012

    Meine Armeezeit war reinste Zeitverschwendung. Die RS war halbwegs brauchbar, die WK’s waren herumstehen, saufen und kiffen. Irgendwelche Kompetenzen sind nicht vorhanden. Jeder der sich wirklich einsetzen will, der versucht in den Zivildienst zu flüchten. Leider war das zu meiner Zeit noch nicht so leicht möglich.
    Die Milizarmee in der heutigen Form ist tot. Gerade die eigentlich besten Leute drücken sich davor. Denn für die ist herumstehen Zeitverschwendung. Zudem stellt niemand mehr aktive Armeeangehörige ein.

    Zumindest ab Offiziersstufe sollten alle Berufsmilitär sein. Die könnten dann die Durchdiener ausbilden. Eine reine Berufsarmee halte ich für zu teuer.

    Eigentlich brauchen wir keine Armee, ausser wir würden bei der NATO mitmachen oder UNO-Truppen stellen. Wir sind umgeben von Freunden die keine militärische Bedrohung sind. Für mich ist ein bewaffneter Beitrag an die Sicherheit von Europa wichtig. Nur ist das nur zusammen mit unseren Nachbarn, die alle in der Nato sind, sinnvoll. Nur in der Schweiz herumsitzen ist Geldvernichtung.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Herr Meier, die permanente Bedrohungslage im “Kalten Kireg” (1945-1985), wo sich 2 Machtblöcke gegenüberstanden, aufgerüstet mit immer neuen Massenvernichtungswaf​fen (A-,B- und C-bestückt), mit Armaden gepanzerter Fahrzeuge und Schiffe hüben und drüben, täglich neuen, absurderen Bedrohungsszena-rien,​ hat die AdA damals veranlasst, Waffen- und Konditions-trainings zu absolvieren. Einerseits waren wir eingeschworen unser Land zu verteidigen und die Bevölkerung zu schützen; andererseits wussten wir sehr genau, nur wer seine Zeit nutzt, um trainiert und ausgebildet in einen allfälligen Kampf eingreifen zu können, kann diesen erfolgreich bestehen.

      Es berührt mich befremdlich, wie Sie sich an Ihre Militärdie-nstpflicht​ erinnern. Ich würde Ihnen dazu gerne ein paar Fragen stellen:
      – in welchen Jahren hat sich dies zugetragen?
      – Wie stand es um Ausbildungsprogramme,​ Zielsetzungen, vordienstliche Infos über die anstehende Dienstleistung ?
      – Wo befand sich das Kader dieser Truppe, während Sie soffen und kifften ?
      – Haben Sie diese desolaten Umstände geduldet (und selber mitgemacht), oder Ihre Eigenverantwortung wahr genommen, den für den Dienstbetrieb Verantowrtlichen (zB KpKdt) benachrichtigt, oder gar zu einer dienstlichen Unterredung aufgefordert ?

      Je nach dem wie Ihre Antworten ausfallen, ergeben sich allenfalls Anschlussfragen.

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  • Februar 27, 2012

    Interessant erscheint mir in diesem Kontext, dass die von André Blattmann aufgezeigten Risiken (Szenarien) nie in die Diskussion mit einfliessen. Dass die Armee ausser auf Bedrohungen von Aussen auch auf Bedrohungen von Innen vorbereitet sein muss, wird glatt unter den Teppich gekehrt.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Herr Mosimann, ja Sie haben recht, in meinem Aufsatz habe ich den Aspekt der Inneren Sicherheit ausgeblendet. Die grossen Migrationsbewegungen auf der ganzen Welt, beinhalten ein Sicherheitsrisiko in vielen Ländern. Im speziellen die Schweiz, welche überdurchschnittlich betroffen ist, hat dies in ihrer Sicherheitspolitik zu berücksichtigen. Weil sich diese allen veränderten Bedingungen anzupassen hat, ist die innere Sicherheit ein Faktum, welches die Armeeführung in ihre Ueberlegung einbeziehen muss und dies so weit als nötig, im richtigen Kontext auch öffentlich macht.

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    • Juli 19, 2021

      Werter Herr Brugger, Sie sind keine Ausnahme, wenn es darum geht, die innere Sicherheit im Rahmen der Migrationsströme auszublenden. Aus Political correctness wir überall ein grosser Bogen um dieses Thema gemacht und wenn man insbesondere die Risiken der Islamisierung thematisiert steht man schnell in der rechten oder Neonazi Ecke. Ich erachte jedoch diese Bedrohung als wesentlich gravierender und strategisch und taktisch schwieriger zu handelnln als die Bedrohung von aussen.

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  • Februar 28, 2012

    Das ist nicht allgemein bekannt und ein gut gehütetes Geheimnis:

    Die Armeeführung ist seit etwa zwanzig Jahren Kollektivmitglied bei der GSOA.

    Einverstande​n, das stimmt nicht ganz. Aber das Verhalten der Armeeführung ist so, als wäre dies wirklich der Fall.
    Bereits früher war die Zentrale ein bürokratisches Monster und seither wird es von Jahr zu Jahr schlimmer. In Bern gibt es schlicht zu viele Häuptlinge, die sich gegenseitig blockieren. Damals waren die Kommandanten der Armeekorps und die Verwaltung ebenbürtig. Doch heute haben die Brigadekommandanten, die Chefs der Soldaten im Krieg, gegen die Korpskommandenten an den Schreibtischen der Verwaltung nichts mehr zu melden.

    Ein konsequenter Kahlschlag ist überfällig:

    Die meisten “Sternchenträger” (Brigadier und aufwärts) verschwinden.
    Der Friedens”general” wird wieder abgeschafft.
    In Friedenszeiten ist Brigadier der oberste Rang.
    Jeder Brigadier ist Kommandant einer Brigade, in der Verwaltung gibt es keine Brigadiers.
    Jeder selbständige Bereich der Militärverwaltung wird von einem Oberst geführt (dies ist innerhalb der Verwaltung der oberste Rang). Die Soldaten innerhalb der Verwaltung unterstehen also militärisch den Brigadekommandanten.

    So ist gewährleistet, dass die Verwaltung für die Soldaten da ist und nicht umgekehrt.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Herr Müller, Sie sehen den Bereich Verwaltung absolut richtig. Diese Missstände sind auch ein Teil der Ursache der nicht mehr funktionierenden Führungsstruktur in der Armee. Leider liegt aber viel mehr im argen. Um die Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen, dieser einst hochgeachteten Verteidigungs-Truppe und Milizarmee, müssen alle Bereiche kritisch beurteilt werden. Verwaltung, Politik, Armeeführung, Kader auf allen Stufen, Ausrüstung, Bewaffnung, Trainingszustand und Kampftauglichkeit, Anforderungsprofile für Auswahl und Aushebung, Einsatz von technischem Knowhow (Fachspezialisten)
      und vieles mehr. Eine Mängelliste oder schon eher ein Katalog.

      Daraus sind Massnahmen abzuleiten und umzusetzen. So wie Sie dies für die Verwaltung und deren Führung sehen.

      Auf dem Weg “zur besten Milizarmee der Welt”, falls dies BR Maurer wirklich schafft, führt mE kein Weg daran vorbei.

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